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806

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806 Chronik

MAYA

Tikal

Copan

PIKTEN

KELTEN

  • Der König von Ailech ist gleichzeitig auch Hochkönig von Irland

Ailech

Ulster

Connacht

Meath

Leinster

  • König Fínsnechta Cethardec (795–808)
    Finsnechta findet bei Muirgius mac Tommaltaig, dem König von Connacht, Zuflucht, und Muirgius hilft ihm, seinen Thron zurückzugewinnen. Finsnechta besiegt dabei die Söhne von Ruaidrí mac Fáeláin, Muiredach und Diarmait, und er gewinnt nach seiner Rückkehr nach Leinster wieder die Herrschaft. Ebenfalls im Jahr 806 wird der Uí-Failghe-König Flaithnia mac Cináeda in seinem Fort in Rathangan getötet.
  • Fortsetzung 808

Gwynedd

Powys

ANGELSACHSEN

Northumbria

Mercia

Wessex

Essex

Kent

FRÄNKISCHES REICH

  • Kaiser Karl der Große (800–814)
    Karl der Große (58) lässt das byzantinische Venedig besetzen.
    Die Franken erobern Pamplona. Nach einer Revolte in Toledo werden 700 Männer, Frauen und Kinder von den Mauren hingerichtet.
  • Divisio Regnorum
    Karl der Große erlässt in einer Reichsversammlung in Diessenhofen am 6. Februar die Divisio Regnorum als Nachfolgeregelung. Sie sieht die Aufteilung des Fränkischen Reiches unter seinen Söhnen Pippin von Italien, Karl dem Jüngeren und Ludwig dem Frommen vor. Pippin, Karl und Ludwig sind bereits Unterkönige in Italien, Neustrien beziehungsweise Aquitanien. Pippin soll Bayern erhalten, Karl Austrasien und Alemannien, Ludwig zusätzlich Septimanien, die Provence und Burgund. Es wird von den fränkischen Großen beeidigt und anschließend mit Verordnungen zur Erhaltung des Friedens ergänzt. Das gesamte Schriftstück wird durch Einhard an den Papst überbracht und von diesem unterschrieben. Die Quellen geben keinen konkreten Grund für die Abfassung des Testaments an, doch das fortgeschrittene Alter des Kaisers sowie seine schwere Erkrankung an Gicht lassen die Maßnahme als angemessen erscheinen. Der Wortlaut in den Reichsannalen weist auf zwei getrennte Teile hin, ein testamentum zur Aufteilung des Reiches und anschließende constitutiones pacis. Diese Zweiteilung zeigt sich auch in der Divisio Regnorum: Die Einleitung und die Kapitel 1 bis 5 behandeln die Modalitäten der Reichsaufteilung, während die Kapitel 6 bis 20 Bestimmungen zur Wahrung des Reichsfriedens enthalten. Da Pippin und Karl der Jüngere vor ihrem Vater sterben, wird die vorgesehene Aufteilung hinfällig.
  • König Karl der Jüngere (Franken, 781-811)
    Auch 806 tritt Karl als militärischer Befehlshaber gegen die Sorben unter ihrem dux Miliduoch erfolgreich hervor. Auf der Versammlung in Diedenhofen verkündet Karl der Große 806 seine Nachfolgeregelung, die Divisio Regnorum, und lässt sie von den Großen beschwören. Karl der Jüngere erhält den fränkischen Kernraum von der Loire bis an den Rhein sowie die Erwerbungen zwischen Elbe und Donau; außerdem soll er alleiniger Inhaber des Familienbesitzes sein und den überwiegenden Teil der Königspfalzen, Klöster und Güter erhalten. Eine Regelung des Kaisertitels wird damals nicht getroffen, unter anderem wohl auch deshalb, weil Karl als einziger der erwachsen gewordenen ehelichen Kaisersöhne unverheiratet und ohne Erben ist.
  • König Ludwig der Fromme (Aquitanien, 781–814)
  • König Pippin (Italien, 781-810)
  • Bischof Theodulf (Orléans, 798-818)
    Am 3. Januar wird die Kirche von Germigny-des-Prés geweiht. Theodulf fördert den Kirchenbau in seiner Diözese; die Kirche entsteht auf dem Grundriss eines griechischen Kreuzes nach dem Vorbild des Aachener Doms.
  • Bischof Hildegrim von Chalons-sur-Marne, 804–810)
  • Bischof Gerobald (Lüttich, 787-809)
  • Erzbischof Hildebold (Köln, 795–818)
  • Bischof Willerich (Bremen, 805–837)
  • Erzbischof Richulf (Mainz, 787–813)
  • Erzbischof Wizzo (Trier, 804–809)
    Wizzo nimmt möglicherweise an der Reichsversammlung in Diedenhofen teil, auf der die Divisio Regnorum beschlossen wird.
  • Bischof Egilwart (Würzburg, 802–809)
  • Abt Ratgar (Fulda, 802–817)
    Es kommt zu einer ersten Krise. Eine Epidemie und die Flucht jüngerer Mönche stehen vermutlich in einem Zusammenhang, zudem werden Beschwerden über die Strenge des Lehrers laut, womit Ratgar persönlich gemeint sein könnte.
  • Bischof Egino (Konstanz, 782–811)
  • Abt Waldo von Reichenau (Reichenau, 786-806, nun Saint-Denis 806–814)
    Waldo wird zum Reichsabt und Hausbischof der Abtei Saint-Denis bei Paris ernannt.
  • Bischof Haito (Basel, 805-823)
    Haito wird zusätzlich Abt der Reichenau (806-823).
  • Fortsetzung 807

Grafschaft Aragón

  • Graf Aureolus (806–809)
    Aureolus wird wohl in oder kurz nach diesem Jahr in dem Gebiet um Pamplona und Jaca eingesetzt, nachdem sich die Bewohner von Pamplona erfolgreich von der maurischen Besatzung befreit und dem Schutz des Fränkischen Reichs unterstellt haben.
  • Fortsetzung 809

Grafschaft Barcelona

Grafschaft Urgell, Cerdaña und Osona

Herzogtum Gascogne

  • Herzog Sancho I. (800-812)
    Fränkische Chroniken bestätigen die Anerkennung dieser Oberhoheit, wobei sich die Vasconen bereits einige Jahre zuvor wieder unter die Herrschaft der Franken begeben haben.
  • Fortsetzung 812

Grafschaft Toulouse

  • Graf Wilhelm von Aquitanien (790-806)
    Wilhelm zieht sich als Mönch nach Gellone zurück. Am 29. Juni tritt er dort selbst in das Kloster ein, allerdings nicht in führender Stellung, sondern bleibt bis zu seinem Tod Einsiedler. Das Kloster trägt anfangs den Namen St. Crucis nach der Kreuzreliquie, die Karl der Große Wilhelm bei seinem Eintritt schenkt.
  • Graf Beggo I. (806-811)
    Beggo wird von Kaiser Karl zum Nachfolger von Wilhelm von Aquitanien ernannt und als Graf von Toulouse (Comes Tolosanus) eingesetzt. Er heiratet um 806 Alpheidis, eine uneheliche Tochter des späteren Kaisers Ludwig des Frommen aus der Familie der Karolinger.
  • Fortsetzung 808

Abodriten

​ Herzogtum Sachsen

​ Herzogtum Baiern

Herzogtum Mailand

  • Erzbischof Odelperto (Mailand, 803-813)
    Odelperto schenkt im Januar den Hof mit dem Oratorium von San Vincenzo in Prato dem zweiten Abt der Basilika Sant’Ambrogio, Arigauso, unter der Bedingung, dass dieser nur das Nutzungsrecht erhält und das Eigentum bei der Kurie von Mailand bleibt.
  • Fortsetzung 811

Herzogtum Treviso

  • Bischof Fortunatus II. (Treviso, 777-806, Pula, 806-810, Patriarch Fortunatus II. (810-820)
    Im Zuge der letztjährigen „Usurpation“ wird Fortunatus auf Initiative Karls, der sich an den Papst wendet, zum Bischof von Pula auf Istrien erhoben, ein Amt, das er bis 810 ausfüllt. Da Fortunatus formal weiterhin das Amt des Patriarchen von Grado innehat, lehnt Papst Leo III. dessen Ernennung zum Bischof von Pola zunächst ab. Erst nach der Vereinbarung, den Bischofsstuhl in Pola wieder zu räumen, sobald er seinen Sitz in Grado, den er „propter persecutionem Grecorum seu Veneticorum“ eingebüßt hat, wieder einnehmen kann, bestätigt der Papst Fortunatus in seinem Amt als Bischof von Pola. Karl soll sich, nach einer Anspielung des Verfassers der Chronica de singulis patriarchis Nove Aquileie, Fortunatus als spirituellen Vater gewünscht haben. Der Papst hingegen ermahnt den Kaiser, nicht auf die Apologeten des Fortunatus zu hören, denn sein ganzes Verhalten sei eines Erzbischofs unwürdig, und die besagten Apologeten seien korrumpiert worden. Diesen Vorwurf bestätigt wohl die Zurückgewinnung von Gütern durch den Nachfolger des Fortunatus, den Patriarchen Venerius, der die besagten Güter seinem Neffen Domenico vermacht hat.
  • Fortsetzung 810

Markgrafschaft Friaul

  • Markgraf Hunfrid (799-808)
    Hunfried ist 806 Graf von Rätien. In Rankweil presstiert er in seiner Funktion als Graf von Rhaeta ein öffentliches Gericht, verhört Zeugen, lässt die Grenzen eines strittigen Besitzes abgehen, weist die Richter an, einen Befund zu treffen, und erlässt das Urteil schriftlich. Der überlieferte Bericht bezeichnet ihn als vir inluster.
  • Fortsetzung 808

Herzogtum Spoleto

Herzogtum Benevent

  • Herzog Grimoald III. (788-806)
    Grimoald stirbt im April 806 und wird in der Kathedrale von Salerno neben seinem Vater und seinen Brüdern beigesetzt.
  • Herzog Grimoald IV. (806–817)
    Grimoald IV., Sohn des Ermenrih, genannt Falco, ist zuvor Thesaurarius oder Stolesayz/Stoleseyz und wird nach dem Tod von Grimoald III. Fürst von Benevent. Er setzt sich dabei gegen dessen eigenen Sohn Ilderich, ebenfalls ein Stoleseyz, durch.
  • Fortsetzung 812

SPANIEN

Asturien

KIRCHENSTAAT

REPUBLIK VENEDIG

WESTSLAWEN

Sorben

  • Herzog Miliduch (790-806)
    Im Jahr 806 überschreitet Karl der Jüngere mit seinem Heer die Saale und gerät bei dem heutigen Weißenfels mit polabischen Slawen aneinander. Dabei erringt er den Sieg, und der slawische Herzog Miliduch fällt in der Schlacht. Danach wird das Gebiet verwüstet, woraufhin sich die übrigen slawischen Anführer unterwerfen und Geiseln stellen.
  • Fortsetzung 830

ERSTES BULGARISCHES REICH

BYZANTINISCHES REICH

  • Kaiser Nikephoros I. (802–811)
    Harun ar-Raschid führt nach seiner Rückkehr aus dem Khorassan eine groß angelegte Offensive gegen Byzanz, bei der er eine sehr große Armee versammelt, die die Grenzgebiete verwüstet und die byzantinische Hoffnung auf Rückeroberungen zunichtemacht. Ein Teil des arabischen Heeres plündert Kappadokien, die Heimatregion des Kaisers, während ein anderer Teil nach Westen gegen Herakleia vorgeht; gleichzeitig wird eine Flotte nach Zypern geschickt, um den Aufstand niederzuschlagen. Nicéphore kann nur kleinere arabische Einheiten bekämpfen, ohne sich auf eine Entscheidungsschlacht mit dem Kalifen einzulassen, und akzeptiert schließlich einen jährlichen Tribut von 30'006 Solidus, darunter eine Kopfsteuer für ihn selbst und seinen Sohn. Im Inneren kommt es im Zusammenhang mit der Besetzung des Patriarchenamtes von Konstantinopel 806 durch Nikephoros zu Konflikten mit dem Klerus, wobei der neue Patriarch Nikephoros beträchtliche Widerstände überwinden muss. Im Herbst 806 reagiert Nicéphore auf die Anerkennung der fränkischen Oberhoheit über Venedig und Dalmatien durch Obelerio und Beato mit dem Entsenden einer Flotte unter Nicétas le Patrice, die beide Brüder zur Rücknahme ihrer Unterwerfung unter Karl den Großen veranlasst. Nicétas le Patrice schließt mit Pépin eine Waffenruhe, bestätigt Obelerio als Herrscher Venedigs mit dem Rang eines Spathaire und führt Beato und weitere lokale Würdenträger nach Konstantinopel.
  • Patriarch Tarasios (Konstantinopel, 784–806)
    Nach seinem Tod wird Tarasios trotz mancher Kritik an seiner Schwäche gegenüber der kaiserlichen Macht in den Ostkirchen als Heiliger verehrt, weil er die Ikonen verteidigt und sich für Frieden und Einheit der Kirche einsetzt. Sein Gedenktag wird in den Ostkirchen am 25. Februar (nach julianischem Kalender mit entsprechendem gregorianischem Datum) und in der lateinischen Kirche am 18. Februar gefeiert.
  • Patriarch Nikephoros I. (806–815)
    Nach dem Tod des Patriarchen Tarasios entsteht Streit über die Nachfolge. Obwohl noch Laie, wird Nikephoros auf Wunsch des Kaisers am 12. April (Ostern) zum Patriarchen gewählt. Die unkanonische Wahl stößt auf Widerstand, besonders von den Studiten. Der Konflikt verschärft sich, als Nikephoros den exkommunizierten Priester Joseph wieder einsetzt.
  • Fortsetzung 807

KACHETIEN

ARABER

(190/191 (16./17. November)

Abbasiden

Rustamiden

Idrisiden

Aghlabiden

Emirat von Córdoba

  • Emir al-Hakam I. (796–822)
    Die Franken gründen die Spanische Mark. Zugleich ist Toledo nach den früheren Maßnahmen al-Hakams befriedet, und ‘Amrus wird in die Obermark geschickt, wo die Banu Qasi nun gemeinsam mit den kleineren christlichen Herrschern von Pamplona, Álava und der Cerdanya aufgestanden sind. In den englischen Textpassagen wird außerdem erwähnt, dass am 16. November 806 72 Adlige und ihre Begleiter bei einem Bankett massakriert, gekreuzigt und an den Ufern des Guadalquivir zur Schau gestellt werden.
  • Fortsetzung 814

CHASAREN

UIGURISCHES KAGANAT

INDIEN

Pratihara

Chauhan-Dynastie

Östliche Chalukya

Rashtrakuta

Westliche Ganga-Dynastie

Pallava

Anuradhapura

  • König Mahinda II. (787-807)
    Königin Sangha hat Mahinda II einen Sohn geboren, der als Unterkönig fungiert, doch dieser Sohn stirbt vor seinem Vater. Daraufhin ernennt Mahinda II einen weiteren Sohn aus einer früheren Ehe, die vor seiner Königsherrschaft geschlossen worden ist, zum Unterkönig; dieser Sohn trägt ebenfalls den Namen Dappula und hat sich in den Kämpfen gegen den rebellischen Dappula hervorgetan.
  • Fortsetzung 807

TIBET

KHMER

CHINA

(58./59. Zyklus - Jahr des Feuer-Hundes; am Beginn des Jahres Holz-Hahn)

Tang-Dynastie

  • Kaiser Tang Xianzong (805–820)
    Der ehemalige Kaiser Shunzong stirbt im Frühjahr. Der Warlord Liu Pi fordert weitere Gebiete, greift Dongchuan an und wird im Herbst von Gao Chongwen besiegt, gefangen genommen und in Chang’an hingerichtet. Yang Huilin übernimmt Xiasui, widersetzt sich dem Kaiser und wird von seinem eigenen Untergebenen getötet. Li Shigu stirbt, und sein Bruder Li Shidao übernimmt Pinglu. Li Qi rebelliert, wird jedoch von eigenen Leuten gefangen genommen und hingerichtet. Yu Di unterwirft sich freiwillig der kaiserlichen Autorität.
  • Shunzong
    Li Song, der ehemalige Kaiser Shunzong, stirbt, wobei einige spätere Historiker vermuten, dass er von den Eunuchen ermordet wird, die die Nachfolge von Kaiser Xianzong arrangieren.
  • Fortsetzung 808

KOREA

Silla

Balhae

JAPAN

QUELLEN

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18.08.2023 Artikel eröffnet

04.09.2023 Grundstock erstellt

05.06.2026 Grundstock ergänzt

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