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RÖMISCHE REPUBLIK
(ab urbe condita CCCXXVIII = 328)
- 30. November: In Rom werden vom Senat für drei Jahre (bis 424) Militärtribunen mit konsularischer Gewalt eingesetzt. Für 426 fungieren als Militärtribunen
- Konsulartribun Gaius Furius Pacilus Fusus
Gaius Furius Pacilus Fusus ist Militärtribun mit konsularischer Gewalt. Seine drei Amtskollegen sind Aulus Cornelius Cossus, Titus Quinctius Poenus Cincinnatus und Marcus Postumius Albinus Regillensis. Nach Titus Livius führt ihre unklare und ungeordnete Führung zu militärischen Misserfolgen gegen Veji. Sie werden durch den Diktator Mamercus Aemilius Mamercinus ersetzt. - Konsulartribun Marcus Postumius Albinus Regillensis
Marcus Postumius Albinus Regillensis gehört zu den Postumii Albi, einem Zweig der Gens Postumia, ist Sohn des Aulus Postumius Albus Regillensis, der im Jahr 464 Konsul war, und Enkel eines gleichnamigen Aulus Postumius Albus Regillensis, der im Jahr 496 Konsul war. Sein vollständiger Name lautet Marcus Postumius Auli filius Auli nepos Albinus Regillensis. Er ist der Bruder des Publius Postumius Albinus Regillensis, der im Jahr 414 Konsulartribun sein wird. In diesem Jahr wird er zum Militärtribunen mit konsularischer Gewalt gewählt. Während Aulus Cornelius Cossus die Leitung Roms übernimmt, ziehen Marcus Postumius und seine beiden übrigen Kollegen gegen Veji in den Krieg. Da sie ihre Anstrengungen und ihre Befehle nicht miteinander abstimmen können, erleiden sie eine schmähliche Niederlage. Der Senat beschließt daraufhin, einen Diktator ernennen zu lassen, obwohl dies theoretisch nur ein Konsul tun kann. Schließlich erweitern die Auguren diese Befugnis auf einen Konsulartribunen, und Aulus Cornelius Cossus ernennt Mamercus Aemilius Mamercinus, dessen dritte Diktatur dies nach den antiken Annalisten ist. Mamercus Aemilius Mamercinus bestimmt wiederum Aulus Cornelius Cossus zu seinem Reiterführer. Die Veienter werden durch ihren Erfolg gegen die drei Tribunen ermutigt und erhalten zahlreiche etruskische Freiwillige als Verstärkung. Auch Fidenae schließt sich ihnen an, und dessen Einwohner töten die römischen Kolonisten der Stadt. In Rom ist die von Mamercus Aemilius Mamercinus geleitete Aushebung schwierig. Die Konsulartribunen Marcus Postumius und Titus Quinctius dienen unter dem Befehl des Diktators als Legaten. Die beiden Heere treffen bei Fidenae aufeinander. Die Stadt wird schließlich vom Heer des Diktators eingenommen und geplündert. Mamercus Aemilius Mamercinus feiert einen Triumph, befiehlt danach Aulus Cornelius Cossus den Rücktritt und legt sein eigenes Amt erst sechzehn Tage nach seiner Ernennung nieder. Nach der Schlacht werden die beiden Legaten des Mamercus Aemilius Mamercinus, Titus Quinctius und Marcus Postumius, von den Volkstribunen vor Gericht gestellt, die ihnen ihr Verhalten während der Kämpfe vorwerfen. - Konsulartribun Aulus Cornelius Cossus
Aulus Cornelius Cossus wird zum Militärtribun mit konsularischer Gewalt gewählt. Cossus erhält die Aufgabe, Rom zu regieren, während seine drei Amtskollegen gegen Veji ziehen. Da diese ihre Maßnahmen und Befehle nicht koordinieren können, erleiden sie eine schmähliche Niederlage. Der Senat beschließt daraufhin, einen Diktator ernennen zu lassen. Da dies theoretisch nur einem Konsul zusteht, übertragen die Auguren diese Befugnis schließlich einem Konsulartribun. Cossus ernennt Mamercus Aemilius Mamercinus zum Diktator, dessen dritte Diktatur dies nach den antiken Annalisten ist. Mamercus Aemilius Mamercinus ernennt Aulus Cornelius Cossus zu seinem Magister equitum. Die Veienter werden durch ihren Erfolg gegen die drei Tribunen ermutigt und erhalten den Zulauf zahlreicher etruskischer Freiwilliger. Auch Fidenae schließt sich ihnen an; seine Einwohner töten die römischen Kolonisten der Stadt. In Rom gestaltet sich die von Mamercus Aemilius Mamercinus geleitete Mobilisierung schwierig. Die beiden Heere treffen nahe Fidenae aufeinander. Zunächst kämpfen nur die Infanterien der beiden Heere, weil der Diktator Aulus Cornelius Cossus anweist, auf das Signal zum Angriff zu warten. Ein weiteres Heer rückt aus Fidenae aus und vergrößert die zahlenmäßige Überlegenheit der Gegner. Dieses Heer ist jedoch wenig geordnet und nur mit brennenden Fackeln ausgerüstet. Cossus erhält den Angriffsbefehl und greift die neu hervorgekommene feindliche Truppe an. Er räumt alles vor sich her und versperrt dem Heer von Veji den Weg nach Fidenae. Die Stadt wird schließlich eingenommen und vom Heer des Diktators geplündert. Der Diktator feiert einen Triumph, befiehlt Aulus Cornelius Cossus den Rücktritt und legt sein eigenes Amt nur sechzehn Tage nach seiner Ernennung ebenfalls nieder. - Konsulartribun Titus Quinctius Pennus Cincinnatus (1. Amtszeit)
Titus Quinctius Pennus Cincinnatus wird gemeinsam mit Gaius Furius Pacilus Fusus, Marcus Postumius und Aulus Cornelius Cossus zum Militärtribunen mit konsularischer Gewalt ernannt. Ihnen obliegt die Kriegsführung gegen die etruskische Stadt Veji. Nach der Truppenaushebung führen Titus Quinctius Pennus Cincinnatus, Gaius Furius Pacilus Fusus und Marcus Postumius das römische Heer in etruskisches Gebiet, während Aulus Cornelius Cossus zum Schutz der Stadt zurückbleibt. Der Zusammenstoß mit den Vejern endet mit einer Niederlage der Römer, weil die drei Tribune ihre Einheiten nicht richtig aufeinander abstimmen können. Der Senat sieht sich daraufhin gezwungen, erneut einen Diktator einzusetzen, und wählt zum dritten Mal Mamercus Aemilius. Pennus Cincinnatus unterstützt den Diktator als Legat bei dessen Sieg über Veji und Fidenae. Mamercus Aemilius beauftragt Cincinnatus, vor Beginn der Schlacht im Rücken der Feinde Stellung zu beziehen. Nach Ausbruch der Kämpfe an der Front erhält Cincinnatus den Angriffsbefehl, während Cossus zugleich die Kavallerie ins Kampfgeschehen schickt. Diese beiden Maßnahmen wenden das Geschehen, sodass die Römer den Sieg erringen und Mamercus Aemilius eine Triumphfeier erhält. - Zweiter Krieg Roms gegen Veji (438-425)
In diesem werden keine Konsuln berufen, sondern die vier genannten Militärtribunen mit konsularischer Gewalt ernannt. Aulus Cornelius Cossus übernimmt die Regierungsgeschäfte in Rom, während die drei übrigen Militärtribunen mit ihren Truppen gegen Veji marschieren. Die Verständigung zwischen ihnen ist jedoch so schlecht, dass die Etrusker das Expeditionskorps zurückdrängen können. Als Antwort auf diesen Fehlschlag ernennt Aulus Cornelius Cossus Mamercus Aemilius Mamercinus erneut zum Diktator und erhält dafür von ihm den Oberbefehl über die Kavallerie. Die Vejer schicken nach ihrem Erfolg Gesandte an sämtliche etruskischen Städte, um Unterstützung zu erhalten. Keine Stadt erteilt eine endgültige Zusage, doch viele Freiwillige kommen nach Veji, um die Reihen des Heeres aufzufüllen. In Fidenae kommt es zu einer Volkserhebung, bei der die in der Stadt angesiedelten römischen Kolonisten getötet werden. Das Heer der Vejer vereinigt sich mit den Fidenern, und die Etrusker errichten ihr Heerlager nahe der Stadt. Mamercus Aemilius Mamercinus führt das römische Heer und schlägt sein Lager nahe bei Fidenae zwischen den Bergen im Osten und dem Tiber im Westen auf. Er weist Titus Quinctius Pennus Cincinnatus an, unauffällig die Hügelstellungen hinter der Stadt zu besetzen. Die durch ihren vorherigen Erfolg ermutigten Etrusker beginnen die Schlacht ohne Zögern. Zunächst scheint es, als würden die etruskischen Reihen unter dem Angriff der römischen Infanterie zusammenbrechen, doch zahlreiche Kämpfer, die zuvor hinter den Stadtmauern stehen, füllen die Reihen wieder auf. Mamercus Aemilius Mamercinus befiehlt Aulus Cornelius Cossus daraufhin, mit der Kavallerie anzugreifen. Zugleich rückt Titus Quinctius Pennus Cincinnatus von hinten gegen die Etrusker vor. Die Etrusker geraten zwischen zwei römische Heere, beginnen zu wanken und fliehen schließlich. Die Vejer fliehen in Richtung Tiber, die Fidener zu ihren Stadtmauern. Die Römer holen die Flüchtenden meist ein und töten sie; nur wenige überleben. Anschließend besetzen und plündern die Römer Fidenae. Auch die in die Zitadelle geflohenen Menschen werden getötet. Jeder römische Soldat erhält unabhängig vom Dienstgrad einen Anteil an der Kriegsbeute sowie einen oder zwei Gefangene. Die übrige Bevölkerung von Fidenae wird in die Sklaverei verkauft. Der Senat gewährt Mamercus Aemilius Mamercinus erneut die Ehren eines Triumphs. - Fortsetzung 425
GRIECHEN
(2./3. Jahr der 88. Olympiade)
Molosser / Epirus
Makedonien
Athen
- Peloponnesischer_Krieg (431-404)
Die Athener Kleon und Demosthenes verstärken Heer und Flotte, trotz des Einspruchs von Nikias und seiner Parteigänger.
Demosthenes belagert die korinthische Kolonie Leukas ohne Erfolg.
Sommer: Aufgeschreckt durch das schwere Erdbeben im Golf von Euböa (mit anschließender Erdbebenserie), das als schlechtes Omen angesehen wird, macht die spartanische Expedition nach Attika kehrt.
Die Athener setzen die im Vorjahr begonnene Sizilienexpedition fort.
Schlacht von Tanagra
Athen entsendet eine Flotte von 60 Schiffen und 2000 Hopliten unter dem Befehl des Nikias auf die Insel Melos. Melos hat den Beitritt zum Delischen Bund verweigert und verweigert ihn auch weiterhin, nachdem die Athener die Insel plündern. Die Athener erobern Melos jedoch nicht, sondern segeln nach Oropos an der Küste Böotiens. Die Hopliten gehen dort an Land und marschieren auf Tanagra zu. Bei Tanagra schließen sie sich dem Hauptheer Athens an, das unter Hipponikos und Eurymedon von Athen heranmarschiert. Die Athener plündern das Umland. Am folgenden Tag besiegen sie ein vereinigtes Heer aus Tanagra und Theben. Nach ihrem Sieg kehren sie nach Athen zurück.
Aetolien verbündet sich mit Sparta gegen Athen. Die von Athen nach Ätolien als Antwort geschickten Hopliten werden aber von der einheimischen leichten Infanterie massakriert.
Schlacht von Olpai
In diesem Jahr bedrohen 3000 Hopliten aus Ambrakia Argos Amphilochikon, das am Ostende des Ambrakischen Golfs liegt und zu Akarnanien gehört, einem Verbündeten Athens. Die Ambrakier besetzen außerdem die nahe gelegene Festung Olpai. Daraufhin rufen die Akarnanier die Athener zu Hilfe. Die Athener verfügen in der Nähe über eine Flotte von 20 Schiffen unter Aristoteles und Hierophon und schicken ein Heer unter Demosthenes aus. Die Ambrakier wenden sich dagegen an Sparta. Sparta entsendet Eurylochos mit einer Armee, die die Gegend erreicht, ohne dass die Akarnanier sie bemerken. Demosthenes erreicht anschließend den Golf von Ambrakia und geht unterhalb von Olpai mit 200 Hopliten und 60 Bogenschützen an Land. Er vereinigt seine Truppen mit der akarnanischen Armee und schlägt in einem Tal gegenüber den Truppen des Eurylochos ein Heerlager auf. Beide Seiten bereiten sich fünf Tage lang auf eine Schlacht vor. Weil die Truppen der Ambrakier und Spartaner zahlenmäßig überlegen sind, bereitet Demosthenes einen Hinterhalt mit 400 akarnanischen Hopliten vor, die zu Beginn der Schlacht eingesetzt werden sollen. Demosthenes besetzt seinen rechten Flügel mit athenischen und messenischen Kämpfern. Im Zentrum und auf dem linken Flügel setzt er Akarnanier und Amphilochier ein. Eurylochos durchmischt seine Truppen, postiert die Ambrakier überwiegend auf dem rechten Flügel, stellt die Mantineier links vom Zentrum auf und nimmt selbst mit den besten Truppen vom Peloponnes die äußerste Linke ein. Zu Beginn der Schlacht gelingt es Eurylochos zunächst, die Truppen des Demosthenes zu überflügeln. Danach gerät er jedoch in den vorbereiteten Hinterhalt und fällt im Kampf. Sein Tod löst bei den übrigen Truppen Panik aus. Den Ambrakiern gelingt am anderen Flügel zunächst ein Vorstoß durch die Reihen der amphilochischen Speerwerfer; diese können bis vor Argos zurückgetrieben werden. Als die Ambrakier zurückkehren, werden sie jedoch von den zurückgebliebenen Akarnaniern besiegt. Demosthenes verliert 300 Mann. Als die Schlacht am Abend endet, bleibt er Sieger auf dem Schlachtfeld. Am darauffolgenden Tag vereinbart Menedaios, der nach dem Tod des Eurylochos das Kommando über die spartanischen Truppen übernommen hat, mit den Athenern einen Waffenstillstand. Demosthenes erlaubt dabei nicht allen Gegnern den Abzug, sondern nur Menedaios, anderen Anführern, angesehenen Personen und den Mantineiern. Dennoch gelingt es einigen ambrakischen Kämpfern gemeinsam mit ihren Feldherren zu entkommen, weil eine solche Abmachung in einer eingeschlossenen Armee nicht unbemerkt vonstattengehen kann. Die Akarnanier setzen den Entfliehenden nach und töten 200 von ihnen. Diese psychologische Kriegführung seitens Demosthenes hat den Zweck, die Spartaner als Betrüger und Selbstsüchtige darzustellen, und ist bis dahin in der griechischen Kriegführung unbekannt. Unterdessen erfährt Demosthenes, dass eine zweite Armee aus Ambrakia im Anmarsch ist. Diese Ambrakier haben noch keine Kenntnis von der Niederlage ihrer Mitkämpfer am Vortag. Demosthenes überrascht diese Hilfsarmee in der Nacht beim Berg Idomene. Er schickt seine messenischen Truppen voraus, damit sie die Ambrakier in ihrem dorischen Dialekt ansprechen. Dadurch täuscht er die Gegner, die glauben, auf ihre spartanischen Verbündeten gestoßen zu sein. Durch diese Finte gelingt es ihm, den größten Teil der Ambrakier niederzumachen. Der Rest flieht über die Hügel oder in Richtung Meer, wo die athenischen Schiffe ihn abfangen. Innerhalb von zwei Tagen verlieren die Ambrakier weit über 1.000 Mann. Obwohl Demosthenes nun ohne Probleme Ambrakia einnehmen könnte, tut er dies nicht, weil die Verbündeten ihn zurückhalten. Sie wollen lieber einen schwachen alten Gegner als Athen als neuen Beteiligten in der Region. Stattdessen schließen Akarnanier und Ambrakier einen auf 100 Jahre angelegten Friedensvertrag.
Reinigung von Delos durch die Athener, 2. Katharsis: alle Geburten, Todesfälle und Bestattungen werden untersagt und vorhandene Gräber auf die Nachbarinsel Rinia verlegt. - Attische Seuche (430–426)
Die seit 430 in Athen wütende Attische Seuche klingt endlich ab. - Die Babylonier (Schauspiel von Aristophanes)
März/April: Die verlorengegangene Komödie Die Babylonier von Aristophanes erringt den ersten Preis bei den Dionysien. Die Babylonier ist die erste politische Komödie und vermutlich das zweite Werk überhaupt des griechischen Dichters Aristophanes. Im Jahr 2026 sind nur noch einige Ausschnitte erhalten. Mit Die Babylonier sorgt Aristophanes für handfeste Aufregung. Im Chor symbolisieren die Städte des Attischen Seebunds hart arbeitende Sklaven an der Handmühle des Militärführers Kleon, und dies geschieht vor den Augen der Gesandten aus diesen Orten. Diese Gesandten kommen zur Zeit solcher Theateraufführungen immer nach Athen, um Tribut zu zahlen. Aristophanes kritisiert satirisch das Demagogentum Kleons sowie den Imperialismus Athens und macht sich über die teuren, gewählten Ratsmitglieder lustig. Dies bringt ihm eine folgenlose Klage Kleons wegen Beleidigung und Verleumdung der Polis ein. - Erdbeben im Golf von Euböa
Im Sommer verwüstet das Erdbeben im Golf von Euböa die Küsten des Golfs von Malia und des nördlichen Golfs von Euböa in Griechenland. Das Erdbeben löst einen Tsunami aus, der Küsten und Städte überflutet. Die Intensität des Erdbebens wird anhand der historisch überlieferten Schadensbeschreibungen auf XI nach der MSK-Skala geschätzt. Das Erdbeben im Golf von Euböa gehört zu einer Erdbebenserie, die im Peloponnesischen Krieg die Spartaner zwingt, die Invasion Attikas abzubrechen. Strabon berichtet, dass Teile der griechischen Inseln überflutet werden, Städte verwüstet werden und Flüsse ihren Lauf dauerhaft ändern. Der Tsunami trifft die Küste im Golf von Maliakos an drei Stellen und erreicht sogar Städte, die eine Dreiviertelmeile vom Meer entfernt sind. Der Tsunami trifft mit solcher Gewalt auf, dass eine Trireme aus ihrem Dock gehoben und über die Stadtmauer geschleudert wird. Ungefähr zur Zeit des Erdbebens zieht sich das Meer in Orobiai auf Euböa von seinem üblichen Küstenverlauf zurück, kehrt als gewaltige Welle zurück und überflutet einen großen Teil der Stadt. Nun ist Meer, was einst Land ist, und Stadtbewohner kommen um, weil sie sich nicht rechtzeitig auf höheres Gelände retten. Auf Atalanti, der Insel vor der opuntisch-lokrischen Küste, ereignet sich eine ähnliche Überschwemmung. Teile einer athenischen Befestigung werden weggeschwemmt, und eines von zwei auf den Strand gezogenen Schiffen wird zerstört. Von Peparethos zieht sich das Meer ein wenig zurück, ohne dass eine Überschwemmung folgt; ein Erdbeben bringt jedoch einen Teil der Stadtmauer, die Stadthalle und einige andere Gebäude zum Einsturz. Thukydides hält als charakteristische Kennzeichen eines Tsunamis das rasche Sinken des Meeresspiegels und die anschließende Welle fest. Er kommt zu dem Ergebnis, dass das Erdbeben den Tsunami hervorruft, und erklärt, dass sich die See an der Stelle der heftigsten Erschütterungen zurückzieht, um plötzlich mit vervielfachter Gewalt zurückzukehren; dies verursacht die Überflutung. Er erklärt, dass sich eine solche Katastrophe ohne das Erdbeben nicht ereignen könne. Thukydides setzt damit als erster Naturwissenschaftler das Beben und die Welle in eine Ursache-Wirkungsbeziehung. - Fortsetzung 425
Sparta
- König der Eurypontiden: Agis II. (427–400)
Agis II. rückt im Frühjahr mit einem Aufgebot der Spartaner und ihrer Verbündeten aus, um in Attika einzufallen, kehrt jedoch wegen Erdbeben und Sturmfluten in Mittelgriechenland am Isthmus von Korinth wieder um. - König der Agiaden: Pausanias (1. Amtszeit 445–426)
- König der Agiaden: Pleistoanax (2. Amtszeit 426–408)
Aufgrund eines Orakelspruchs kehrt Pleistoanax wieder auf den Thron zurück. Pausanias bleibt dabei weiterhin als Prinz im Hintergrund. - Herakleia Trachinia
Sparta gründet in Thessalien die neue Kolonie Herakleia Trachinia. - Fortsetzung 425
Bosporanisches Reich
ODRYSEN
ACHÄMENIDENREICH
KUSCH
INDIEN
Haryanka
Anuradhapura
CHINA
Zeit der Streitenden Reiche
(37./ 38. Zyklus, Jahr des Holz-Hasen; am Beginn des Jahres Holz Tiger)
Jin
Qin
Zhou
- König Kao (440–426)
Kao stirbt, und sein Sohn König Weilie von Zhou folgt ihm als König der Zhou-Dynastie nach. - Fortsetzung 425
Qi
Chu
JAPAN
QUELLEN
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17.05.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt
14.09.2026 Grundstock ergänzt