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LEXIKON

Werke und Tage (Hesiod)

  • Werke und Tage ist ein episches Lehrgedicht des Hesiod und entstand etwa um 700 v. Chr. Es umfasst 828 Hexameter.
  • Im späten achten bzw. frühen siebten Jahrhundert v. Chr. niedergeschrieben, zeugt Hesiods Werke und Tage von der Sehnsucht eines Intellektuellen, etwas Praxisrelevantes zu schaffen. Frei von Selbstkritik unterrichtet Hesiod in seinem Lehrgedicht seinen Bruder Perses, den er „Erznarr“ nennt und als Erbbetrüger brandmarkt, in den wirklich relevanten Dingen des Lebens. Wer hat noch mal das Böse im Menschen erfunden? Wie baut man sich einen Pflug? An welchem Wochentag werden eigentlich die intelligenten Kinder geboren? Und an welchem lohnt der Umtrunk besonders? Hesiod weiß Rat, und er geizt nicht damit. Er setzt bei den Göttern und deren Einfluss an, um wie selbstverständlich überzuleiten zu den menschlichen und allzu menschlichen Aspekten des Lebens. Obwohl sich Hesiod an seinen Bruder richtet, behandelt er die Themen nicht als Privatsache. Ganz im Gegenteil: Die Mahnungen und Empfehlungen sind zeitenthobene Handlungsanweisungen mit großer Durchschlagskraft – bis heute. Die Lektüre wirkt verblüffend aktuell; mit jeder Zeile verringert sich die gewaltige zeitliche Distanz zwischen dem Werk und dem heutigen Leser. (getAbstract)

QUELLEN

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12.04.2015 Artikel eröffnet