1129

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1105 | 1129 | 1137

LEXIKON

Fürst Niklot (Abodriten)

  • Niklot (* um 1100 ; † August 1160 bei der Burg Werle) war ein slawischer Fürst, der im 12. Jahrhundert auf dem Gebiet des heutigen Mecklenburg-Vorpommern über die heidnischen Stämme der Abodriten, Kessiner und Zirzipanen regierte. Niklot erlangte 1137 eine königsgleiche Alleinherrschaft über das Abodritenland. Im Zuge des Slawenkreuzzuges 1147 verlor Niklot seine Unabhängigkeit und wurde zum tributpflichtigen Vasallen Heinrichs des Löwen. Niklot war dem Sachsenherzog über ein Jahrzehnt ein treuer Gefolgsmann. Erst die Einmischung Heinrichs des Löwen in den abodritisch-dänischen Seekrieg führte zu einem Aufbegehren Niklots. Die fortgesetzten Angriffe Niklots auf die dänischen Küsten veranlassten Heinrich den Löwen zu zwei Strafexpeditionen gegen den ungehorsamen Vasallen, in deren Verlauf Niklot vor der Burg Werle starb. (Artikel des Tages)

Stift Rein

  • Das Stift Rein ist ein Kloster der Zisterzienser in der Gemeinde Eisbach in der Steiermark. Es wurde als 38. Kloster des Ordens im Jahr 1129 von Markgraf Leopold dem Starken gegründet und ist heute das älteste, noch aktive Zisterzienser­stift der Welt. Es erlebte bereits in seiner Frühphase eine kulturelle und wirtschaftliche Blütezeit, von der auch das Umland profitierte. Vor allem im 12. und 13. Jahrhundert bedachten verschiedene Adels­geschlechter das Stift mit Schenkungen. Im Jahr 1276 leisteten steirische und Kärntner Adelige den Reiner Schwur und verbündeten sich mit dem deutschen König Rudolf I. gegen den regierenden Landesfürsten Ottokar II. Přemysl. Dieser Bund trug dazu bei, dass die Habsburger Herrscher über Österreich wurden. Ende des 15. Jahrhunderts ging die Anzahl der Mönche zunächst aufgrund der Pest und später wegen der sich ausbreitenden Reformation stark zurück. Erst im ausgehenden 16. Jahrhundert konnte sich der Konvent wieder erholen. Die Äbte des Stifts waren dann wichtige Berater der Landesfürsten in der Gegen­reformation. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde Rein als letztes der steirischen Klöster barockisiert. Trotzdem sind noch viele romanische und gotische Gebäudeteile erhalten geblieben. Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Kloster enteignet, im Jahr 1945 konnte der Konvent jedoch zurückkehren. Zwischen 1959 und 1990 beherbergte das Stift die aus der Tschechoslowakei vertriebenen Ordens­angehörigen des Klosters Hohenfurth und führte während dieser Zeit den Doppelnamen „Stift Rein-Hohenfurt“. In den 1950er-Jahren wurden in einigen Stiftsräumen Klassenzimmer eingerichtet. Die Schule ist seit den 1970ern ein eigen­ständiges Bundes­gymnasium. (Artikel des Tages)

QUELLEN

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25.03.2014 Artikel eröffnet