1356

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JANUAR

0110D: Goldene Bulle Karls IV.

  • Die Goldene Bulle von 1356 war das wichtigste der „Grundgesetze“ des Heiligen Römischen Reiches und regelte die Modalitäten der Wahl und der Krönung der römisch-deutschen Könige durch die Kurfürsten bis zum Ende des Alten Reiches 1806. Der Name bezieht sich auf das goldene Siegel der Urkunde, er wurde allerdings erst im 15. Jahrhundert gebräuchlich. Karl IV., in dessen Herrschaftszeit das in lateinischer Sprache abgefasste Gesetzeswerk verkündet wurde, nannte sie unser keiserliches rechtbuch. Die ersten 23 Kapitel (Nürnberger Gesetzbuch) wurden in Nürnberg erarbeitet und am 10. Januar 1356 auf dem Nürnberger Hoftag verkündet, die Kapitel 24 bis 31 (Metzer Gesetzbuch) am 25. Dezember 1356 in Metz. Die Goldene Bulle ist das wichtigste Verfassungsdokument des mittelalterlichen Reiches.
  • Das Gesetzeswerk "Die Goldene Bulle" sollte dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation eine Verfassung geben. Doch als das von Kaiser Karl IV. initiierte Reformwerk nach wochenlangen Verhandlungen endlich fertig war, enttäuschte das Ergebnis viele. Und trotzdem überdauerte das Verfassungswerk 400 Jahre. Vor 650 Jahren verkündete Karl IV. die "Goldene Bulle". (dradio.de)

SEPTEMBER

0919D: Schlacht von Poitiers

  • Die Schlacht von Poitiers vom 19. September 1356 (im deutschsprachigen Raum ist auch die Bezeichnung Schlacht bei Maupertuis geläufig) war ein Ereignis des Hundertjährigen Krieges, bei dem der französische König Johann II. in englische Gefangenschaft geriet. Sie war – nach der für die Franzosen unheilbringenden Schlacht von Crécy (1346) – der zweite von drei großen englischen Siegen in diesem Krieg, und in gewissem Sinne eine Wiederholung von Crécy, da hier erneut gezeigt wurde, dass eine bessere Strategie und Taktik eine Unterzahl aufwiegen können. Nach Crécy hatten sich die Engländer fest in der Guyenne etabliert, von wo aus sie regelmäßige Überfälle in den Süden Frankreichs starteten. 1355 schon war es dem französischen König mangels Reserven nicht gelungen, sie zu schlagen. 1356 rief er die Generalstände (États généraux) zusammen, die ihm die Mittel bewilligten, die er benötigte, um eine Armee aufzustellen (30.000 Mann auf 5 Jahre).

OKTOBER

1018D: Basler Erdbeben

  • Das Basler Erdbeben bezeichnet eine Serie von gewaltigen Erdstössen, die Basel ab dem Nachmittag des Lukastages (18. Oktober) des Jahres 1356 in Trümmer legten. Die Intensität des Erdbebens wird nach den Schäden auf Stufe X (vernichtendes Erdbeben) der Modifizierten Mercalliskala geschätzt.
  • Vor 650 Jahren zerstörte das stärkste jemals nördlich der Alpen gemessene Erdbeben binnen weniger Stunden eine der größten Städte der Schweiz. Noch heute sind in Basel die Spuren erkennbar. (dradio.de)

LEXIKON

Brabanter Erbfolgekrieg

  • Im Brabanter Erbfolgekrieg von 1356–1357 setzte die älteste Tochter von Herzog Johann III. (1300–1355), Johanna von Brabant (1322–1406), ihren Erbfolgeanspruch gegen ihre beiden jüngeren Schwestern und deren Ehegatten durch. Zugeständnisse an die Konfliktparteien im Frieden von Ath (1357) sicherten ihr und ihrem Gemahl, Wenzel I. von Luxemburg (1337–1383), die Herrschaft in den Herzogtümern Brabant und Limburg.

QUELLEN

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