1955

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Version vom 20. Juli 2012, 16:48 Uhr von Rk (Diskussion | Beiträge) (1215D: Otto Braun)
1952 | 1953 | 1954 | 1955 | 1956 | 1957 | 1958

Februar

0202D: Interview mit Fritz Kreisler

  • Quite a rare material. Fritz Kreisler is interviewed by Abraham Chasens, the musical manager of WQXR Radio station, on his 80th birthday, February 2nd, 1955. This was special tribute program broadcasted on that day. And as far as I know, this is the only recording of Kreisler's voice which was commercially available. (except for few other radio transcriptions and newsreel soundtracks). Before the interview, we can hear "transcribed greetings" of his collegues, Mischa Elman, Yehudi Menuhin, Nathan Milstein, Erica Morini, Joseph Szigeti, Ruggiero Ricci, Isaac Stern. While the actual interview recordings are playing, you can see the photos of Kreisler and cellist Pablo Casals' having conversation in 1958 (Courtesy of the LIFE magazine) (youtube.com)

0217D: Düsseldorfer Abkommen

  • Das Düsseldorfer Abkommen, auch Abkommen zwischen den Ländern der Bundesrepublik zur Vereinheitlichung auf dem Gebiete des Schulwesens genannt, wurde von der Kultusministerkonferenz am 17. Februar 1955 in Düsseldorf beschlossen und trat am 1. April 1957 in Kraft. Es betraf vor allem Gymnasien und Mittel- bzw. Realschulen, weniger dagegen Volksschulen (Grund- und Hauptschulen). Grundlage waren die von der Kultusministerkonferenz im Sommer 1954 in Feldafing erarbeiteten Vorschläge.

0227D: Pariser Verträge

  • Die Pariser Verträge sind ein Vertragswerk, welches das Besatzungsstatut in Westdeutschland beendete und der Bundesrepublik die Souveränität verlieh, die allerdings noch über die Wiedervereinigung 1990 hinaus bis zum Inkrafttreten des Zwei-plus-Vier-Vertrages am 15. März 1991 durch alliierte Vorbehaltsrechte eingeschränkt war.

März

0302D: Dassault Super Mystère (Flugzeug)

  • Die Dassault Super Mystère war ein französisches Strahl-Kampfflugzeug. Sie stellt den Endpunkt der Mystère-Baureihe dar und war das erste Überschallflugzeug aus westeuropäischer Produktion, das umfassend zum Einsatz kam. Geplant als Jagdflugzeug wurde sie jedoch von der technischen Entwicklung überholt und schließlich bei Jagdbomber-Einheiten verwendet.

0319D: Die Saat der Gewalt (Spielfilm)

  • "Die Saat der Gewalt" (Originaltitel: Blackboard Jungle) ist ein US-amerikanischer Film aus dem Jahre 1955. Regie führte Richard Brooks. Die Hauptrolle wurde von Glenn Ford gespielt. Die Geschichte basiert auf dem gleichnamigen Roman von Evan Hunter, der darin seine eigenen Erfahrungen als Lehrer in der Bronx verarbeitete.

0319D: Loccumer Vertrag

  • Als Loccumer Vertrag wird der zwischen dem Land Niedersachsen und den evangelischen Landeskirchen in Niedersachsen am 19. März 1955 geschlossene Vertrag bezeichnet. Die Bezeichnung bezieht sich auf den Unterzeichnungsort, das Kloster Loccum. Der Loccumer Vertrag wurde 1965 durch einen Ergänzungsvertrag modifiziert. Er gehört zur Gattung der Staatskirchenverträge.

April

0403D: Jack Benny vs. Groucho

  • On his TV show, Jack Benny plays a contestant on Groucho's "You Bet Your Life" Program. That's Irene Tedrow in between the two masters. This is just a treasure I have to share. (youtube.com)

0405D: Herbert von Karajan

  • Der Maestro und das Meisterensemble: Am 5. April 1955 wird Herbert von Karajan Chefdirigent der Berliner Philharmoniker (BR3 Was heute geschah)

0409D: Jenseits von Eden (Spielfilm)

  • "Jenseits von Eden" (Originaltitel: East of Eden) ist ein Film des Regisseurs Elia Kazan aus dem Jahr 1955. Er basiert auf dem gleichnamigen Roman des Schriftstellers John Steinbeck, wobei sich der Film auf den dritten und vierten Teil des Buches konzentriert.
  • Eintrag in der Filmdatenbank (imdb.com)
  • Cal ist der ungeliebte von zwei Söhnen in John Steinbecks Familiensaga "Jenseits von Eden", ein wildes Fohlen, ein Schlaks, ders niemanden recht macht. Am 9. April 1955 wurde die Verfilmung uraufgeführt. Für James Dean wurde die Figur des Cal zur Lebensrolle. (BR2 Kalenderblatt)

0418D: Albert Einstein

  • Albert Einstein (* 14. März 1879 in Ulm, Königreich Württemberg (Deutsches Reich); † 18. April 1955 in Princeton, USA) war ein theoretischer Physiker. Seine Beiträge veränderten maßgeblich das physikalische Weltbild; 100 führende Physiker wählten ihn 1999 zum größten Physiker aller Zeiten. Im Laufe seines Lebens hielt er teilweise überlappende Staatsbürgerschaften folgender Länder bzw. Nationen: Württemberg (1879–1896; im Verband des Deutschen Reichs), Schweiz (1901–55), Österreich-Ungarn (1911–1912), Königreich Preußen (1914–1918) bzw. Freistaat Preußen (1918–1933; somit 1914 bis 1933 wieder im Deutschen Reich) und zuletzt zusätzlich zum Schweizer Bürgerrecht noch die US-Staatsbürgerschaft (1940–1955). Von 1896 bis 1901 war Einstein staatenlos. Einsteins Hauptwerk ist die Relativitätstheorie, die das Verständnis von Raum und Zeit revolutionierte. Im Jahr 1905 erschien seine Arbeit mit dem Titel Zur Elektrodynamik bewegter Körper, deren Inhalt heute als spezielle Relativitätstheorie bezeichnet wird. 1916 publizierte Einstein die allgemeine Relativitätstheorie. Auch zur Quantenphysik leistete er wesentliche Beiträge: Für seine Erklärung des photoelektrischen Effekts, die er ebenfalls 1905 publiziert hatte, wurde ihm im November 1922 der Nobelpreis für Physik für 1921 verliehen. Seine theoretischen Arbeiten spielten – im Gegensatz zur verbreiteten Meinung – beim Bau der Atombombe und der Entwicklung der Kernenergie nur eine indirekte Rolle. Albert Einstein gilt als Inbegriff des Forschers und Genies. Er nutzte seine außerordentliche Bekanntheit auch außerhalb der naturwissenschaftlichen Fachwelt bei seinem Einsatz für Völkerverständigung und Frieden. In diesem Zusammenhang verstand er sich selbst als Pazifist, Sozialist und Zionist.
  • E=mc² - Die berühmte Energieformel aus der "Speziellen Relativitätstheorie" kann man sich wenigstens merken, aber was Einstein in der "Allgemeinen Relativitätstheorie" aufstellt, ist selbst für Spezialisten eine harte Nuss. Am 18. April 1955 ist Einstein gestorben. (BR2 Kalenderblatt)

Mai

0514D: Warschauer Pakt

  • Der Warschauer Pakt – eine im Westen gebräuchliche Bezeichnung, im offiziellen Sprachgebrauch der Teilnehmerstaaten Warschauer Vertragsorganisation genannt – war ein von 1955 bis 1991 bestehender militärischer Beistandspakt des Ostblocks unter der Führung der Sowjetunion, der mit dem Warschauer Vertrag gegründet wurde und im Kalten Krieg das Pendant zum westlichen Militärbündnis, der NATO unter Führung der USA, war.
  • Um dem zunehmenden sowjetischen Einfluss in Osteuropa entgegenzuwirken, gründeten die westlichen Alliierten 1949 die NATO. Als mit den Pariser Verträgen auch die Bundesrepublik Deutschland 1955 ins westliche Verteidigungsbündnis integriert wurde, reagierten die sowjetischen Machthaber mit der Gründung des Warschauer Pakts. Das Zeitalter des Kalten Krieges hatte begonnen. (dradio.de)

0526D: UdSSR akzeptiert offiziell Titos Sozialismus

  • Am 26. Mai 1955 statte der sowjetische KP-Generalsekretär Nikita Chruschtschow Belgrad einen spektakulären Versöhnungsbesuch ab. Dabei erkannte er, dass es verschiedene Wege zum Sozialismus geben könne. Eine Chance, auch den kalten Krieg zu entschärfen - die damals aber vertan wurde. (dradio.de)

Juni

0607D: Aus der "Dienststelle Blank" wird das Bundesministerium für Verteidigung

  • Zehn Jahre nach Kriegsende sollte die Bundesrepublik ihren Beitrag zur Verteidigung des Westens leisten. Auch wenn das Projekt bis zum Schluss politisch höchst umstritten war, ließ Adenauer schon 1950 den Aufbau der westdeutschen Armee planen. Am 7. Juni 1955 wurde aus der Behörde das neue westdeutsche Verteidigungsministerium. (dradio.de)

0611D: Unfall beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans

  • Der Unfall beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1955 am 11. Juni 1955 gilt als bislang schwerste Katastrophe im Motorsport. In Folge einer Kollision der Boliden des Franzosen Pierre Levegh und des Briten Lance Macklin starben insgesamt 84 Menschen.
  • Im Juni 1955 startete im französischen Le Mans das berühmte 24-Stunden-Rennen, einer der Höhepunkte des Rennsports - und eine seiner schlimmsten Katastrophen. 82 Zuschauer und ein Fahrer kommen ums Leben, als ein Wagen in eine Zuschauertribune hinein donnert. Was als spannendes Spektakel begann, endete als Tragödie. (dradio.de)

0623D: The Seven Little Foys (Spielfilm)

  • Eintrag in der Filmdatenbank (imdb.com)
  • Bob Hope plays the role of Eddie Foy. James Cagney plays the role of George M. Cohan. (youtube)

0626D: Freiheitscharta

  • Die Freiheitscharta (englisch Freedom Charter, afrikaans Vryheidsmanifes) ist ein Dokument, das während der als Apartheid bezeichneten Zeit der Rassentrennung in Südafrika am 26. Juni 1955 in Kliptown, einer Siedlung im Umland von Soweto bei Johannesburg, vom sogenannten Congress of the People (Volkskongress) beschlossen wurde. Diesem gehörten rund 3000 Menschen an, die den African National Congress (ANC) der schwarzafrikanischen Bevölkerungsmehrheit, den South African Indian Congress als Vertreter der südafrikanischen Einwohner indischer beziehungsweise asiatischer Abstammung, die South African Coloured Peoples Organization der Bevölkerungsgruppe der Coloured (Mischlinge) sowie den von progressiven Weißen gegründeten Congress of Democrats repräsentierten. Die Charta war mit Forderungen nach Demokratie, nach Gleichberechtigung sowie nach Respektierung der Menschenrechte ein wichtiges Instrument der Anti-Apartheid-Bewegung und gehört bis in die Gegenwart zu den politischen Grundlagendokumenten des ANC.

Juli

0703D: Only You (The Platters)

  • Only You (And You Alone) ist ein von der US-amerikanischen Doo-Wop-Gruppe The Platters stammender Evergreen, der im Jahre 1956 Millionensellerstatus erlangte.
  • This was recorded live in 1955 (youtube.com)

0715D: erste Documenta eröffnet

  • Die nächste Documenta, die XII., findet in zwei Jahren statt. Und der künstlerische Leiter, Roger M. Buergel, will sich in seinem Konzept auf die Inszenierungstechnik der ersten Documenta aus dem Jahre 1955 beziehen. Diese nun schon legendäre Documenta I wurde heute vor 50 Jahren eröffnet. (dradio.de)

August

0808D: Die "Organisation Gehlen" wird dem Bundeskanzleramt unterstellt

  • Wie kaum ein anderer Geheimdienst des Westens ist der Bundesnachrichtendienst ein Produkt des Kalten Krieges. Sein Vorläufer war die von Reinhard Gehlen gegründete und von der amerikanischen Besatzungsmacht finanzierte "Organisation Gehlen". Grundlage für deren Arbeit bildete ein Archiv mit Informationen über die Sowjetunion, das der General während des Zweiten Weltkriegs zusammengetragen hatte. Heute vor 50 Jahren wurde die "Organisation Gehlen" auf Dienstanweisung des Kabinetts Adenauer eine deutsche Dienststelle. (dradio.de)

0821D: die bundesdeutsche Nationalmannschaft trifft auf die Sowjetunion

  • Zehn Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist die Welt noch weit davon entfernt, in Frieden zu leben. Es herrscht immer noch Krieg. Kalter Krieg. Deutschland ist geteilt. Zwischen der Bundesrepublik und der Sowjetunion gibt es nur eisiges Schweigen. Dabei müsste geredet werden, über die Millionen Toten und das Leid. Noch immer werden Tausende Deutsche in sowjetischen Lagern festgehalten. Da brechen die deutschen Fußballer, die Helden von Bern, zu einer umstrittenen Reise nach Moskau auf. (dradio.de)

0827D: Guinness-Buch der Rekorde

  • Das Guinness-Buch der Rekorde ist die bedeutendste Sammlung von Rekorden.
  • Die meisten kennen die dunkle Biersorte "Guinness" und fast jedes Kind weiß wohl, was es mit dem "Guinness-Buch der Rekorde" auf sich hat. Aber die wenigsten wissen, wie das eine mit dem anderen zusammenhängt. (dradio.de)

September

0904D: Staatsoper Unter den Linden wiedereröffnet

  • Am 3. Februar 1945 wurde die Berliner Staatsoper Unter den Linden durch einen Bombe völlig zerstört. Zehn Jahre später wurde die neue "Deutsche Staaatsoper" mit einem feierlichen Staatsakt eröffnet. Der Wiederaufbau war eine Kulturtat und ein Prestigeobjekt der DDR. (dradio.de)

0907D: Ludwig Erhard hält eine Rede über das "Maßhalten als wirtschaftliches Gebot"

  • Der erste Wirtschaftsminister der Bundesrepublik zeigte sich 1955 besorgt über die sich abzeichnende "Übersteigerung der Forderungen" an die volkswirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Die Bürger sollten ihre Forderungen mäßigen und darüber hinaus den Konsum nicht vergessen. Die freie Konsumwahl gehörte für Erhard zu den unantastbaren Freiheiten der Menschen. (dradio.de)

0922D: Konrad Adenauer verkündet die Hallstein-Doktrin

  • Der sowjetische Parteichef Nikita Chruschtschow bezeichnete sie spöttisch als Versuch, "die Sonne mit einer Bratpfanne zu verdecken". Trotzdem galt die so genannte Hallstein-Doktrin 15 Jahre lang als unumstößliche Leitlinie der deutschen Außenpolitik. Die Bundesregierung drohte allen Staaten, die diplomatische Beziehungen zur DDR aufnehmen wollten, mit wirtschaftlichen Sanktionen oder mit dem Abbruch der politischen Beziehungen. Am 22. September 1955 verkündete Bundeskanzler Konrad Adenauer die Hallstein-Doktrin im Bundestag. (dradio.de)

0930D: Gründung Leipziger Literaturinstitut

  • Vor 50 Jahren begann in Leipzig das von der SED gegründete Literaturinstitut als Kaderschmiede für junge Literaten. Die damaligen politischen und ästhetischen Zielsetzungen sind ferne Zeitgeschichte geworden, nicht ohne kuriose Eigenheiten. In den Umbruchzeiten der 90er Jahre reichte die Kraft zu einer Neugründung. (dradio.de)

Oktober

1007D: Heimkehr der letzten Kriegsgefangenen in Friedland

  • Die elfjährige Roswitha kennt den Mann nicht. Der Fremde vor ihr in der Winterjacke ist ihr Vater, Karl Wawrzinek. Zögerlich, nur auf Zureden des Großvaters wagt es das Mädchen, den Fremden zu berühren, der immer die Worte "Endlich frei" murmelt. Über ein Jahrzehnt hat ihr Vater als russischer Kriegsgefangener gelitten: ausgemergelt vom ständigen Hunger, erschöpft von der Schinderei in den sibirischen Kohleminen bei eisigen Temperaturen. Nach der Moskaumission des deutschen Kanzlers Konrad Adenauer im Juni rollen Anfang Oktober Züge mit den letzten 10.000 Kriegsgefangenen in die Bundesrepublik. Die Spätheimkehrer werden mit riesigem Jubel empfangen. Doch es gibt nicht nur Tränen des Glücks: Viele deutsche Familien warten vergebens auf ihre Verwandten - sie kehren nie nach Hause zurück. (Quelle: www.phoenix.de) (youtube.com: 100 Jahre)

1019D: der Deutsche Bundestag hält erstmals eine Plenarsitzung in Westberlin ab

  • Seit 1999 ist der Berliner Reichstag Sitz des Bundestags. Davor tagten Parlament und Regierung fünf Jahrzehnte lang in Bonn, der provisorischen Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland. Nur sporadisch kamen die Abgeordneten seit den 50er Jahren zu Sitzungswochen in West-Berlin zusammen, um ihre Verbundenheit mit der geteilten Stadt zu demonstrieren. Am 19. Oktober 1955, vor 50 Jahren, fand die erste Sitzung des Deutschen Bundestags in Berlin statt, in einem Hörsaal der Technischen Universität. (dradio.de)

1026D: Österreichs Nationalrat die "immerwährende Neutralität" des Landes

  • "Der dritte Mann" - so heißt ein Filmklassiker aus dem Jahr 1949. Er spielt in Wien, mit Verfolgungsjagden im unterirdischen Kanalsystem. Wien war damals wie Berlin in Sektoren aufgeteilt, Österreich besetzt. Erst 1955 zogen die Besatzungsmächte ab, das Land wurde neutral, das war mit Moskau so ausgehandelt worden. Das Gesetz, das die "immerwährende Neutralität" festlegte, wurde heute vor 50 Jahren, am 26. Oktober 1955, im österreichischen Nationalrat beschlossen. (dradio.de)

November

1112D: die ersten Freiwilligen der Bundeswehr erhalten ihre Ernennungsurkunden

  • Dass es kurze Zeit nach der totalen militärischen Niederlage des NS-Regimes wieder bewaffnete deutsche Streitkräfte geben sollte, erschien vielen Bürgern und Politikern der Bundesrepublik Deutschland Anfang der 50er Jahre unvorstellbar. Nach den Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs lehnten sie es ab, erneut eine Waffe in die Hand zu nehmen. Aber der Koreakrieg und der sich zuspitzende Ost-West-Konflikt veränderten die Debatte. (dradio.de)

Dezember

1203D: Rolf Liebermanns "Die Schule der Frauen" wird in den USA uraufgeführt

  • Rolf Liebermanns "Die Schule der Frauen", zeigt, dass die Oper immer noch lebendig ist. Nach ihrer Premiere vor 50 Jahren in den USA wurde sie zu einer der meistgespielten zeitgenössischen musikalische Komödien. Dabei war es vielmehr die Aufführung bei den Salzburger Festspielen, die die Oper so berühmt machte. Ihr europäisches Debüt wäre fast nicht zustande gekommen. Herbert von Karajan, damals neuer Chef der Festspiele, schien die Oper nicht ganz das Richtige für sein Publikum zu sein. (dradio.de)

1205D: AFL-CIO

  • Die American Federation of Labor and Congress of Industrial Organizations (AFL-CIO) ist der mitgliederstärkste Gewerkschaftsdachverband der USA und Kanada. Er hat 54 nationale und internationale Mitgliedsorganisationen der USA und Kanada, welche zusammen 10 Millionen Organisierte vertreten. Er ist Mitglied im Internationalen Bund Freier Gewerkschaften.
  • Seit es in den USA Gewerkschaften gibt, müssen sie mit dem Ruf leben, ihrem Wesen nach eine eigentlich unamerikanische Einrichtung zu sein. Schließlich gilt dort der "Selfmademan" als das Ideal. Da wundert es nicht, dass US-Gewerkschaften untereinander heillos zerstritten sind. Umso erstaunlicher: Vor einem halben Jahrhundert schlossen sich die beiden großen Gewerkschaftsverbände zusammen. (dradio.de)

1213D: Otto John kehrt aus der DDR nach Westberlin zurück

  • "Jetzt haben wir den Schreck, der lange John ist weg," sang Mitte der 50er Jahre die Kabarettgruppe "Stachelschweine". Gemeint war der erste Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Otto John, dessen Verschwinden weltweit für Schlagzeilen sorgte. (dradio.de)

1215D: Otto Braun

  • Otto Braun war ein sozialdemokratischer deutscher Politiker in der Weimarer Republik. Von 1921 bis 1932 war er mit nur einer kurzen Unterbrechung Ministerpräsident des Freistaats Preußen. Durch diese personelle Kontinuität ergaben sich in Preußen im Gegensatz zur Reichspolitik weitgehend stabile Regierungverhältnisse. Braun versuchte, Preußen zu einem republikanischen Bollwerk in der Weimarer Republik aufzubauen. Der gelegentlich als „Roter Zar von Preußen“ titulierte Braun war sowohl überzeugter sozialer Demokrat als auch Preuße. Er betrieb eine entschlossene Reformpolitik, die umstritten war, sich aber stets im Rahmen der Legalität bewegte. Mit dem sogenannten „Preußenschlag“ heute vor 80 Jahren wurde die Regierung Braun entmachtet. In Verkennung der neuen machtpolitischen Realitäten versuchte Braun, mit legalen Maßnahmen dem illegalen Vorgehen entgegenzutreten, was aber ohne Erfolg blieb. Mit der Machtergreifung Hitlers wurde Brauns Reformpolitik schnell und gründlich revidiert und dieser musste ins Exil flüchten. (Artikel des Tages)

1220D: Abkommen über die Beschäftigung von italienischen Gastarbeitern in der Bundesrepublik unterzeichnet

  • Nach dem 2. Weltkrieg verließen zahlreiche Deutsche ihre Heimat, wo es viele Trümmer und wenig Jobs gab. 350.000 versuchten bis 1951 einen Neuanfang in der Fremde. Das war ein Grund für die sinkenden Arbeitslosenzahlen bei steigender Industrieproduktion hierzulande. Deutsche Bosse begannen, sich im Ausland nach Arbeitskräften umzuschauen. Die Bundesrepublik vereinbarte am 20. Dezember 1955 mit Italien ein Abkommen, um den Zustrom von Arbeitern aus dem Süden zu regulieren. (dradio.de)

Lexikon

60 X Deutschland

  • Die Bundesrepublik macht weitere Schritte in Richtung völkerrechtliche Eigenständigkeit. Seit Jahresanfang dürfen die Deutschen wieder eine eigene Fluglinie betreiben – die Lufthansa startet ihren ersten Flug seit Kriegsende. Im Mai treten die Pariser Verträge in Kraft: Das Besatzungsstatut endet, die Bundesrepublik erhält die volle Souveränität und tritt dem westlichen Militärbündnis, der NATO, bei. Gegen die damit verbundene Wiederbewaffnung regt sich weiterhin Protest. Der Osten reagiert mit dem Aufbau der Nationalen Volksarmee in der DDR und der Gründung des Warschauer Paktes. Die aggressive Werbung für die Armee veranlasst immer mehr Menschen, vor 1955 allem junge Männer, die DDR zu verlassen. Viele hundert Flüchtlinge treffen täglich in westdeutschen Flüchtlingslagern ein. Der innerdeutsche Kalte Krieg verschärft sich. Im Winter werden Weihnachtspakete aus dem Westen mit Röntgenstrahlen durchleuchtet. Auf diese Weise sollen Waffen oder Propagandamaterial aufgespürt werden. Das schönste Weihnachtsgeschenk ist für viele Deutsche die Rückkehr der letzten Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion. Adenauer hatte die Freilassung der knapp 10.000 Männer bei einem Besuch in Moskau erwirkt. (bpb.de/mediathek)

Citroën DS (Automarke)

  • Die DS ist ein zwischen 1955 und 1975 (letzte Krankenwagen bis 1976) produziertes Automobil von Citroën. Die ausschließlich mit Vierzylinder-Reihenmotoren versehenen Wagen waren mit ihrer stromlinienförmigen Karosserie und der damals neuen hydropneumatischen Federung ihrer Zeit voraus. Zwei Jahre nach der Markteinführung kam 1957 zusätzlich eine einfacher ausgestattete Version unter dem Namen ID heraus. Vom 4. Oktober 1955 bis zum 24. April 1975 wurden insgesamt 1.456.115 Fahrzeuge der Modellreihe „D“ gebaut.

Der talentierte Mr. Ripley (Patricia Highsmith)

  • Der talentierte Mr. Ripley (The Talented Mr. Ripley) ist der Titel eines Romans von Patricia Highsmith aus dem Jahr 1955. Der Roman wurde 1999 unter gleichem Titel von Anthony Minghella (Drehbuch und Regie) verfilmt (Näheres dazu siehe Abschnitt "Verfilmungen").

Karneval in Rio

  • A tour of Rio de Janeiro and the annual carnival in the 1950s. Good POV aerial PANs over Rio De Janeiro. Pan American four engine clipper landing at airport, people deplaning, President Vargas exits limo. Various, crowded streets filled with people dancing and sing to Samba bands, some people in costumes and masks. Various MSs, CUs, dancing groups, individuals, ornately costumed people. Children watching. Transferred from 35mm Technicolor print. Footage from this film is available for licensing from www.globalimageworks.com (youtube.com)

Trümmerfrau-Denkmal (Berlin)

  • Das Trümmerfrau-Denkmal im Volks­park Hasen­heide in Berlin-Neukölln ist eine Skulptur zur Er­innerung an die Leis­tungen der Berliner Trümmer­frauen, die den Schutt des Zweiten Welt­kriegs viel­fach mit bloßen Händen beiseite geräumt hatten. Im Krieg waren etwa vier Millionen Wohnungen in Deutschland zerstört worden; Schätzungen zufolge gab es in Deutschland nach Kriegs­ende mehr als 400 Millionen Kubikmeter Schutt. Die alli­ierten Besatzungs­mächte hatten Befehle heraus­gegeben, wonach alle Frauen zwischen 15 und 50 Jahren sich zu dieser Arbeit zu melden hatten. Das Kontroll­rats­gesetz Nr. 32 hob im Juli 1946 dafür frühere Arbeits­schutz­bestim­mungen für Frauen teilweise auf. Ab 1952 ließen die Verwal­tungen in vielen deutschen Städten Denk­mäler zur Er­innerung an die Leis­tungen der Trümmer­frauen anfer­tigen und auf­stellen. Bundes­präsident Theodor Heuss verlieh am 2. Mai 1952 das Bundes­verdienst­kreuz am Bande an 32 Trümmer­frauen und 17 Enttrümmerungs­arbeiter.