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RÖMISCHE REPUBLIK

(ab urbe condita CCCXXXII = 332)

  • Konsulartribun Quintus Antonius Merenda
    Quintus Antonius Merenda wird gemeinsam mit Lucius Manlius Capitolinus und Lucius Papirius Mugillanus zum Konsulartribun gewählt. Quintus Antonius Merenda und sein Vater Titus gelten traditionell als Patrizier, da es vor diesem Jahr keine plebejischen Konsuln gibt. Titus, der Dezemvir, wird von Dionysius nicht als Plebejer aufgeführt, während drei seiner Kollegen als Plebejer genannt werden. Broughton vertritt die Auffassung, dass Titus und ein weiterer Kollege aus der gens Rabuleia als Plebejer gelten sollen und das zweite Dezemvirat zu gleichen Teilen aus Patriziern und Plebejern besteht. Broughton und weitere Klassische Philologen betrachten Quintus Antonius Merenda und seinen Vater als Plebejer und vertreten die Ansicht, dass nie ein patrizischer Zweig der gens Antonia bestanden habe. Die Antonii gelten in der späten Republik als plebejische gens.
  • Konsulartribun Lucius Manlius Capitolinus
  • Konsulartribun Lucius Papirius Mugillanus
    Auch Lucius Papirius Mugillanus, der vor zehn Jahren Konsul gewesen ist, wird zum Konsulartribun gewählt.
  • Gaius Sempronius Atratinus
    Nach Ablauf seines Konsulats wird Atratinus vom Volkstribunen Lucius Hortensius wegen dieses Fehlverhaltens gerichtlich belangt. Vier der furchtlosen Reiter, die im Vorjahr die Gefahr abgewendet haben und nun als Volkstribunen fungieren, legen Fürsprache für Atratinus ein; Hortensius lässt die Anklage daraufhin vorläufig fallen.
  • Fortsetzung 421

GRIECHEN

(2./3. Jahr der 89. Olympiade)

Molosser / Epirus

Makedonien

Athen

  • Peloponnesischer_Krieg (431-404)
    Schlacht von Amphipolis
    Etwa zur Zeit der Schlacht von Delion beginnt der spartanische Feldherr Brasidas im Winter 424/423 mit der Belagerung von Amphipolis, einer athenischen Kolonie in Thrakien am Fluss Strymon. Eukles verteidigt die Stadt und ruft Thukydides um Hilfe, der sich mit sieben athenischen Schiffen bei Thasos befindet. Um die Stadt noch vor dem Eintreffen weiterer athenischer Truppen zu gewinnen, bietet Brasidas den Einwohnern von Amphipolis freien Abzug unter Mitnahme ihres Besitzes an. Amphipolis kapituliert daraufhin trotz des Einspruchs des Eukles. Noch am selben Tag trifft Thukydides im nahen Eion ein und verteidigt es mit Hilfe der aus Amphipolis ausgewiesenen Bevölkerung. Brasidas verbündet sich sowohl mit den Makedoniern unter König Perdikkas als auch mit einigen umliegenden thrakischen Städten und greift Städte an, die sich ihm widersetzen, darunter Torone. Die Athener befürchten, dass sich die noch zu ihnen haltenden Städte ebenso wie Amphipolis mit den Spartanern verständigen könnten. In Athen macht man Thukydides für den Verlust von Amphipolis verantwortlich, obwohl er sich damit verteidigt, nicht rechtzeitig eingetroffen zu sein, um die Stadt zu retten. Man stellt ihn vor Gericht und verbannt ihn aus Athen. Nach der Übergabe von Amphipolis vereinbaren Sparta und Athen einen vorläufigen Waffenstillstand. In Sparta hofft man, dass Athen die in der Schlacht von Sphakteria gefangen genommenen Spartaner freilässt, während Athen Zeit gewinnen will, um die mit ihm verbündeten Städte gegen Sparta befestigen zu können. Das von den Unterhändlern beider Mächte vereinbarte Dokument regelt, dass die Waffen für ein Jahr ruhen sollen. Tatsächlich nimmt Brasidas unterdessen Skione an der Südspitze von Chalkidiki ein, während der Athener Kleon eine Streitmacht entsendet, um Skione zurückzugewinnen. Im Jahr 422 ist der Waffenstillstand offiziell abgelaufen. Kleon kommt mit 30 Schiffen, 1200 Hopliten und 300 Reitern nach Thrakien; weitere Truppen der athenischen Verbündeten unterstützen ihn. Mit dieser Streitmacht erobert er Torone und Skione zurück. Im Kampf um Skione kommt der spartanische Feldherr Pasitelidas ums Leben. Kleon setzt sich anschließend in Eion fest, während Brasidas mit 2000 Hopliten, 300 Reitern und weiteren Truppen bei Kerdylion steht. Brasidas wagt keinen Angriff und zieht sich stattdessen nach Amphipolis zurück. Kleon folgt ihm, will mit seinem Heer jedoch wieder nach Eion zurückkehren, da Brasidas offenbar keine Anstalten macht, sich auf eine Schlacht einzulassen. Brasidas bricht aus der Stadt hervor und trifft die Athener völlig unvorbereitet. In der folgenden Schlacht wird Brasidas bald tödlich verwundet, ohne dass die Athener dies zunächst bemerken. Kleon fällt auf der Flucht. Die Athener ziehen sich nach Eion zurück und verlieren insgesamt rund 600 Mann. Die Spartaner verlieren in der Schlacht angeblich nur sieben Männer, wobei diese Zahl als Chiffre für „wenige“ gilt. Brasidas erliegt seinen Verletzungen, nachdem er vom Sieg seines Heeres erfährt. Die Amphipoliten bestatten Brasidas innerhalb ihrer Stadtmauern, betrachten ihn als zweiten Gründer ihrer Stadt und verehren ihn mit Spielen und kultischen Feiern als Heros. Der Tod der stärksten Kriegstreiber macht auf beiden Seiten den Weg zum Frieden frei. Athener und Spartaner schließen bald nach der Schlacht den Nikiasfrieden, der jedoch nicht lange anhält. Einer der Gründe für den anhaltenden Zwist ist die Weigerung des spartanischen Kommandanten Klearidas, Amphipolis bestimmungsgemäß an die Athener zurückzugeben.der Weg zu einem Friedensvertrag.
  • Sokrates (47)
    Sokrates nimmt als Hoplit mit schwerer Bewaffnung an der Schlacht von Amphipolis teil.
  • Die_Wespen (Schauspiel von Aristophanes)
    Die Wespen ist eine Komödie des griechischen Dichters Aristophanes. Aristophanes nimmt in dem Stück das athenische Justizwesen und die Prozesssucht vieler Athener aufs Korn. Er spielt besonders auf Kleon an, einerseits auf dessen Niederlage in einem aktuellen Unterschlagungsprozess, andererseits auf dessen Erhöhung des Richtersolds auf drei Obolen. Der ältere Philokleon („Freund des Kleon“) profitiert von diesem Lohn, da er sich als Richter von den Demagogen missbrauchen lässt. Wie viele seiner Mitbürger verfällt er dem Richterberuf und fällt großtuerisch Urteile mit seinem Griffel, der einem Wespenstachel gleichgesetzt wird. Sein Sohn Bdelykleon („Feind des Kleon“) will dieses Treiben beenden und sperrt seinen Vater im Haus ein. Der Generationskonflikt tritt dabei ebenfalls auf. Philokleon beschwert sich beim Chor, der zum größten Teil aus ihm zugeneigten Personen besteht; sein Sohn findet jedoch die überzeugenderen Argumente und zeigt allen, wie sehr die Gerichtsherren ausgenutzt werden. Zunächst wird für Philokleon zu Hause ein Gerichtshof eingerichtet. Später heilt Dionysos ihn vollständig, worauf ein Festmahl folgt. Philokleon betrinkt sich und wird wegen seines ausgelassenen Verhaltens selbst mit Prozessen wegen Beleidigung und Sachbeschädigung bedroht. Bei den Lenäen erhält Die Wespen den zweiten Preis. Das Stück wird hinter Aristophanes’ zweiter Aufführung Proagon und vor Leukons Gesandten eingestuft.
  • Fortsetzung 421

Sparta

Bosporanisches Reich

ODRYSEN

ACHÄMENIDENREICH

KUSCH

INDIEN

Haryanka

Anuradhapura

CHINA

Zeit der Streitenden Reiche
(37./ 38. Zyklus, Jahr des Erde-Schafes; am Beginn des Jahres Erde-Pferd)

Jin

Qin

Zhou

Wei

Qi

Chu

JAPAN

QUELLEN

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21.05.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt

09.08.2026 Grundstock ergänzt

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