646
WELTALL
- 0421D: Totale Sonnenfinsternis in Ägypten und Kleinasien.
- Fortsetzung 655
MAYA
Palenque
Calakmul
Naranjo
Copan
PIKTEN
KELTEN
Uí Néill
Ulaid
Connacht
Leinster
Uí Mháine
Dalriada
Gwynedd
Dumnonia
ANGELSACHSEN
Bernicia
Deira
Mercia
- König Penda (626–655)
- Unterkönig Cenberht? (Wessex, 645-648)
- Bischof Birinus (Dorchester-on-Thames, 634–649)
East Anglia
Königreich Essex
Königreich Kent
- König Earconberht I. (640–664)
- Erzbischof Honorius von Canterbury (627–653)
- Bischof Ithamar (Rochester, 644-655/664)
WESTGOTEN
- König Chindaswinth (642–653)
- Erzbischof Eugenius II. von Toledo (636-647)
Eugenius II. hält das 7. Konzil von Toledo ab, das sich mit politischen Fragen und der kirchlichen Ausbildung befasst. - Fortsetzung 647
FRÄNKISCHES REICH
Neustrien-Burgund
Austrasien
- König Sigibert III. (639–656)
um 646: Heirat Sigiberts mit Chimnechild; Kinder: Dagobert II. und Bilichild. - Hausmeier Grimoald der Ältere (643–657)
- Herzog Theodo I. (Baiern, 640–680)
- Bischof Kunibert von Köln (623-663/664)
- Bischof Moduald (Trier, 622–647)
- Fortsetzung 647
LANGOBARDENREICH
Herzogtum Friaul
Herzogtum Spoleto
Herzogtum Benevent
WESTSLAWEN
Reich des Samo
GROßBULGARISCHES REICH
BYZANTINISCHES REICH
- Kaiser Konstans II. (641–668)
Verlust Karthagos und Nordafrikas an die Araber - Exarch Plato (Ravenna, 645-649)
- Papst Theodor I. (642–649)
- Patriarch Paulos II. (Konstantinopel, 641–653)
646/647: Paulos II. akzeptiert die Kompromisslehre des Monotheletismus, die bereits von seinen Vorgängern Sergios I. und Pyrrhos I. vertreten worden ist. - Exarch Gregor von Karthago (646-647)
Gregor von Karthago rebelliert gegen den byzantinischen Kaiser Konstans II. Hintergrund der Rebellion sind unter anderem die monotheletischen Streitigkeiten im Byzantinischen Reich. Gregor sagt sich vom Reich los, verlegt die Hauptstadt seines Machtbereichs nach Sufetula (später Sbeitla in Tunesien) und sammelt Truppen, darunter auch Berberverbände - Griechisch-orthodoxer Patriarch Peter IV. von Alexandria (Sitz in Konstantinopel, 642–651)
- Fortsetzung 647
DABUYIDEN
SASSANIDENREICH
ARABER
(25/26 - Jahreswechsel 16./17. Oktober)
Raschidūn-Kalifat
- Kalif ʿUthmān ibn ʿAffān (644–656)
- Dschidda (Siedlung)
ʿUthmān ibn ʿAffān gründet die arabische Stadt Dschidda. - Schlacht bei Nikiou
Nach dem Sieg in der Schlacht bei Nikiou über byzantinische Truppen erfolgt die endgültige Unterwerfung Alexandrias und Eroberung Ägyptens durch die Muslime unter ʿAmr ibn al-ʿĀs. - Klientelfürst Stephan II. (637/642–ca. 650)
- Statthalter Amr ibn al-As (Ägypten, 1. Amtszeit 640–646)
Als Amr und der Finanzverwalter Ibn Saʿd sich gegenseitig bei Uthman der Unfähigkeit beschuldigen, enthebt der Kalif Amr um 646 endgültig seines Gouverneursamtes und setzt Ibn Saʿd als alleinigen Statthalter ein, der die byzantinische Steuerstruktur effizienter nutzt, die Privilegien der frühen arabischen Siedler beschneidet und den Überschuss konsequent nach Medina abführt, was bei Garnisonen und einheimischen Eliten Unmut und Opposition auslöst. Nach seiner Absetzung kehrt Amr nach Medina zurück, gerät mit Uthman in öffentliche Auseinandersetzungen, kritisiert dessen Politik, versucht, führende Gefährten wie Ali, az-Zubair, Talha und Aischa gegen ihn zu mobilisieren, und drängt Aischa, eine Wiederernennung Amrs in Ägypten zu unterstützen - Statthalter Abd Allah ibn Sa'd (Ägypten, 646–656)
Mit dem Tod ʿUmars und der Wahl ʿUthmans zum dritten Kalifen verändert sich Abd Allahs Stellung erneut. ʿUthman ernennt ihn zum Gouverneur von Ägypten und löst damit ʿAmr ibn al‑ʿĀs aus diesem Amt ab. Abd Allah bringt eine umfangreiche, vor allem von außen kommende Gefolgschaft mit nach Ägypten und richtet dort ein Diwan‑System ein, in dem die Steuereinnahmen registriert und zentral verwaltet werden. Zu seinem engeren Kreis gehört Muhammad ibn Abī Hudhayfa, der Sohn eines frühen muslimischen Kämpfers, der in der Schlacht von Yamama gefallen ist und der als Waise im Haus ʿUthmans aufgewachsen ist. Muhammad ibn Abī Hudhayfa begleitet Abd Allah nach Ägypten, dient zunächst als Helfer und Ratgeber und fordert ihn mehrfach auf, Missstände in der Verwaltung zu korrigieren. Da Abd Allah auf diese Mahnungen nicht eingeht, wandelt sich Muhammads Haltung von wohlmeinender Kritik zu offener Opposition, zunächst gegen Abd Allah persönlich und dann zunehmend auch gegen ʿUthman, weil dieser Abd Allah im Amt belässt. Abd Allah meldet dem Kalifen in Medina schriftlich, dass Muhammad ibn Abī Hudhayfa in Ägypten Unruhe stiftet und dass die Lage eskalieren werde, wenn nichts unternommen wird. ʿUthman versucht, die Situation zu entschärfen, indem er Muhammad 30'000 Dirham und wertvolle Geschenke schicken lässt, was dieser jedoch öffentlich als Bestechungsversuch brandmarkt, indem er Geld und Güter in die Hauptmoschee bringt und erklärt, ʿUthman wolle seinen Glauben kaufen. Trotz weiterer beschwichtigender Schreiben aus Medina setzt Muhammad ibn Abī Hudhayfa seine Agitation fort und gewinnt Teile der ägyptischen Bevölkerung für seine Kritik an Abd Allah. - Imam ʿAlī ibn Abī Tālib (632–661)
- Papst und Patriarch Benjamin I. von Alexandria (622–661)
- Fortsetzung 647
TURKVÖLKER
Westliches Reich der Gök-Türken
- Khagan Irbis Seguy (642–650)
Irbis Seguy ersucht beim chinesischen Kaiser Taizong um eine chinesische Prinzessin zur Heirat. Im Gegenzug fordert Taizong die Rückgabe mehrerer Städte in der Tarim-Becken-Region. Nach Ablehnung dieser Forderung greift China das Tarim-Becken an. Mehrere Dulu-Anführer fliehen nach China, das Kaganat verliert dadurch auch Dsungarei an das Tang-Reich. Ashina Helu rebelliert gegen Irbis Seguy, wird jedoch zunächst besiegt. - Fortsetzung 648
Östliches Reich der Gök-Türken
Xueyantuo
- Khan Duomi (645–646)
Duomi greift mit seinen Truppen erneut Tang-Gebiet an, trifft jedoch auf starke Gegenwehr durch die von Kaiser Taizong entsandten Generäle, darunter Li Daozong, Qiao Shiwang und Zhishi Sili. Die Tang-Truppen sind Duomi militärisch überlegen, sodass er sich zurückziehen muss. Duomi entlässt die wichtigsten Berater seines Vaters, ersetzt sie durch eigene Gefolgsleute und lässt zahlreiche Adlige hinrichten. Dies führt zu Unruhe und Hass unter den Xueyantuo-Noblen. Die Huige (später als Uiguren bekannt), ein Vasallenstamm der Xueyantuo, unter Führung von Tumidu, verbünden sich mit weiteren Stämmen (Pugu, Tongluo) und rebellieren gegen Duomi. 0801D: Die Xueyantuo werden in einer gemeinsamen Offensive der Tang und der Huige/Uiguren entscheidend geschlagen. Bazhuo (Duomi Khan) fällt in der Schlacht. - Khan Yitewushi (646)
Nach Duomis Tod gerät das Xueyantuo-Khanat in Chaos. Etwa 70'000 Menschen fliehen westwärts und unterstützten Duomozhi, einen Neffen von Yi'nan, als neuen Khan mit dem Titel Yitewushi Khan. Unter seiner Führung kehren sie in ihr altes Gebiet zurück, doch da die Huige inzwischen große Teile des Territoriums besetzt haben, gibt Duomozhi den Khan-Titel bald auf und bittet die Tang-Dynastie um Erlaubnis, sich nördlich der Khangai-Berge niederzulassen. Der Tang-Kaiser Taizong sendet den General Li Shiji mit der Anweisung, Duomozhi entweder zu akzeptieren, falls er sich ergeben wolle, oder ihn anzugreifen. Li Shiji erreicht die Khangai-Region, woraufhin Duomozhis Assistent Tizhen kapituliert. Duomozhi selbst flieht zunächst, ergibt sich aber später dem Unterbefehlshaber Xiao Siye. Einige seiner Anhänger weigern sich jedoch, sich zu ergeben, und werden von Li Shiji bekämpft. Duomozhi wird schließlich nach Chang'an gebracht und in den Dienst der Tang-Dynastie aufgenommen. Damit endete die Herrschaft der Xueyantuo als eigenständiges Khanat.
INDIEN
Nepal
Harsha
Chalukya
- König Abhinavaditya (645-646)
- König Chandraditya (646-649)
Beginn der Herrschaft Chandradityas als König im nördlichen Indien, vermutlich im Kernland des ehemaligen Gupta-Reiches - Fortsetzung 647
Östliche Chalukya
Pallava
Kamarupa
Anuradhapura
TIBET
KHMER
Chenla
CHINA
(55./56. Zyklus - Jahr des Feuer-Pferdes; am Beginn des Jahres Holz-Schlange)
Tang-Dynastie
KOREA
Goguryeo
Baekje
Silla
JAPAN
QUELLEN
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01.01.2024 Artikel eröffnet
21.02.2024 Grundstock erstellt
29.05.2025 Grundstock ergänzt