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792

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789 | 790 | 791 | 792 | 793 | 794 | 795

MAYA

Calakmul

Talol

Tikal

Copan

PIKTEN

KELTEN

Uí Néill

Ailech

Ulaid

Connacht

  • König Cináed mac Artgail (786–792)
    Cináed mac Artgaile wird in der Schlacht von Sruth Cluana Argai (Cloonargid im County Roscommon) von Muirgius mac Tommaltaig besiegt und getötet.
  • König Colla mac Fergusso (792–796)
    Im Jahr 792 wird Colla mac Fergusso als möglicher König von Connacht genannt. Die Annalen von Inisfallen führen diese Königsherrschaft für die Zeit 792 bis 796 an. In den Annalen von Ulster beginnt in diesem Jahr jedoch die Herrschaft von Muirgius mac Tommaltaig, nachdem er Cináed mac Artgail in der Schlacht bei Sruth Cluana Argai besiegt hat. Der Text nennt außerdem, dass Colla und Muirgius in den 790er Jahren möglicherweise miteinander um die Herrschaft über Connacht ringen.
  • Fortsetzung 796

Leinster

Dalriada

Gwynedd

Königreich Powys

ANGELSACHSEN

Northumbria

  • König Æthelred I. (2. Amtszeit 790–796)
    Æthelred erhält bedeutende politische Unterstützung durch König Offa von Mercia und festigt dieses Bündnis durch eine Heirat. Am 29. September heiratet er in Catterick Offas Tochter Ælfflæd und gewinnt damit Rückhalt bei der mächtigen Nachbarmacht Mercia sowie bei Teilen des Adels von Deira; außerdem pflegt er diplomatische Kontakte zu Karl dem Großen, von dem er Geschenke empfängt.
  • Osred II.
    Aufgrund der wachsenden Unzufriedenheit mit der Regierung Æthelreds I. wird der vor zwei Jahren abgesetzte Osred II. aus seinem Exil auf der Isle of Man zurückgeholt. Als er jedoch den Thron von Northumbria in der Schlacht zurückgewinnen will, wird er von seinen Anhängern im Stich gelassen, gefangen genommen und am 14. September hingerichtet. Æthelred erhält Unterstützung durch König Offa von Mercia und heiratet am 29. September in Catterick dessen Tochter Ælfflæd.
  • Erzbischof Eanbald I. (York, 780-796)
  • Higbald (Lindisfarne, 780–802)
  • Fortsetzung 793

Mercia

East Anglia

Königreich Wessex

Königreich Essex

FRÄNKISCHES REICH

  • König Karl der Große (768–800)
    Die in pro-karolingischen Quellen beschönigten Ereignisse des Spanienfeldzugs werden in der Forschung als vollständiger Misserfolg bewertet. Dennoch sollte Karl der Große (44) erneut in Nordspanien aktiv werden, diesmal mit mehr Erfolg. 792/93 kommt es zu arabischen Einfällen ins Frankenreich, woraufhin die Franken Feldzüge nach Nordspanien unternehmen. Mehrere befestigte Städte werden eingenommen, darunter Barcelona (803) und Pamplona (811). Im eroberten Gebiet werden Christen angesiedelt. Die Franken haben damit eine strategisch wichtige Pufferzone errichtet, die aber erst nach Karls Tod als reguläre Grenzgrafschaft, die Spanische Mark, eingerichtet wird.
  • Fossa Carolina
    Im Jahr 792 beginnen die Vorbereitungsarbeiten zum Bau des Karlsgrabens (Fossa Carolina), die erste Wasserverbindung zwischen Main und Donau. Das Projekt steht unter unsicheren politischen Vorzeichen, die von Konflikten mit Pippin dem Buckeligen und Herzog Tassilo geprägt sind.
  • Pippin der Bucklige, ältester Sohn Karls des Großen aus dessen erster Ehe, der von der Thronfolge ausgeschlossen worden ist, unternimmt einen vergeblichen Umsturzversuch. Der Plan wird durch Fardulf verraten, Pippin wird abgeurteilt und in das Kloster Prüm verbannt, seine Helfer werden hingerichtet.
  • Erzbischof Turpin (Reims, 748–794)
  • Liudger
    792/793: Liudger gründet an einem Ort namens Mimigernaford ein.
    792 kommt es zu einem Sachsen- und Friesenaufstand, der vermutlich dazu führt, dass Karl der Große den Priester Liudger die Missionsleitung im westlichen Sachsen überträgt. Um Münster entsteht daraufhin ein Missionsbistum mit ausgedehntem Pfarrsystem, ausgehend vom 793 von Liudger gegründeten Kanonikerstift. In Nottuln lässt er eine Kirche erbauen und fördert dort vermutlich die Gründung einer Gemeinschaft von Sanktimonialen, während er zugleich den Kontakt zu seinem friesischen Missionsgebiet bewahrt.honestum monasterium sub regula canonica famulatium, aus dem das Domkapitel Münster hervorgehen wird.
  • Bischof Gerobald (Lüttich, 787-809)
  • Bischof Hildebold (Köln, 787-795)
  • Erzbischof Richulf (Mainz, 787–813)
  • Erzbischof Richbod (Trier, 791–804)
  • Bischof Berowelf (Würzburg, 769–794)
  • 0816D: Düdelsheim wird in einer Schenkungsurkunde des Klosters Lorsch erstmals urkundlich erwähnt.
  • 1231D: Guttenbach wird in einer Schenkungsurkunde des Klosters Lorsch erstmals urkundlich erwähnt.
  • Abt Baugulf (Fulda, 779–802)
  • Bischof Egino (Konstanz, 782–811)
  • Abt Waldo von Reichenau (Reichenau 786–806)
  • Fortsetzung 793

Aquitanien

Neustrien

  • Unterkönig Karl der Jüngere (788-800)
    Im Jahr 792 verschwört sich Pippin mit bayrischen Adeligen, um Karl den Großen, Karl, Pippin und Ludwig in Regensburg zu ermorden und sich selbst zum König zu machen. Der Plan wird aufgedeckt; Pippin wird in ein Kloster geschickt, und viele seiner Mitverschwörer werden hingerichtet.
  • Fortsetzung 799

Grafschaft Toulouse

Abodriten

​ Herzogtum Sachsen

  • Im Rahmen der Sachsenkriege erheben sich die Sachsen erneut gegen die Franken, die in Sachsen Aushebungen für die Feldzüge gegen die Awaren unternehmen wollten
  • Domkapitel Münster
    792/793: Karl der Große beauftragt den Missionar Liudger, auf dem Hügel an der Furt Mimigernaford über die Münstersche Aa ein honestum monasterium sub regula canonica famulatium zu errichten. Er übereignet dem Kloster seine Besitzungen, ehemals sächsische Güter, die während der Sachsenkriege in königliche Hand übergegangen sind: den Bispinghof und den Brockhof. Diesen beiden zentralen Oberhöfen sind weitere Bauernhöfe in einem Radius von 15 bis 30 Kilometern Entfernung zugehörig. Liudger leitet als Abt das Monasterium, von dem der Name Münster (Kirche) stammt. Die Ordensgemeinschaft lebt vermutlich zunächst nach der Regel des heiligen Benedikt. Während Liudger weiter als Missionar unterwegs ist, kultiviert die Gemeinschaft das Land.
  • Die heilige Ida errichtet eine der ersten christlichen Kirchen Westfalens in Herzfeld.
  • Fortsetzung 799

​ Herzogtum Baiern

Herzogzum Mailand

Herzogtum Treviso

Herzogtum Spoleto

Herzogtum Benevent

  • Herzog Grimoald III. (788-806)
    Pippins Bruder, König Ludwig von Aquitanien, unterstützt Grimoald bei einem zweiten Feldzug, der wegen einer Hungersnot abgebrochen wird. Ab 792 führt Grimoald den Titel princeps, und auf seinen Münzen wird der Name Karls des Großen nicht mehr genannt. In Urkunden führt er den Titel Grimoalt summo magno princ Langobardorum genti, also Grimoald, allerhöchster Fürst des langobardischen Volkes.
  • Fortsetzung 795

SPANIEN

Königreich Asturien

KIRCHENSTAAT

REPUBLIK VENEDIG

SÜDSLAWEN

Kroatien

ERSTES BULGARISCHES REICH

  • Khan Kardam (777–803)
  • Schlacht von Marcellae
    0720D: Im Jahr 789 überfallen die Bulgaren unter Kardam das byzantinische Reich. Sie greifen im Strumatal an und schlagen dort den thrakischen Strategos Filites. Im April 791 beginnt der byzantinische Kaiser Konstantin VI. aus Rache einen Feldzug gegen das erste Bulgarische Reich. Zugleich dient er als Ablenkungsmanöver von anderen Grenzkonflikten, die zwischen dem Byzantinischen Reich und Bulgarien bestehen. Am 20. Juli 792 treffen die byzantinischen Truppen in der Nähe des Ortes Marcellae, dem heutigen Karnobat im Südosten Bulgariens, auf das bulgarische Heer. Konstantin VI. zögert mit einem Angriff und lässt zunächst ein Lager errichten. Während dieser Zeit bereiten die Bulgaren in den Sümpfen der Umgebung Hinterhalte vor. Nachdem die Astrologen von Konstantin eine günstige Sternenkonstellation feststellen, befiehlt der Kaiser den Angriff auf das bulgarische Heer. Schon zu Beginn der Schlacht gerät die byzantinische Schlachtordnung durch taktische Fehler durcheinander. Teile der kaiserlichen Armee geraten in die vorbereiteten Hinterhalte der Bulgaren. Die bulgarischen Krieger setzen eine neue Waffe ein, die „Arkani“ genannt wird. Sie besteht aus einem an einem langen Pfahl befestigten Lasso, mit dem die byzantinischen Panzerreiter von ihren Pferden gezogen und anschließend im Nahkampf getötet werden. Die Bulgaren schlagen die Byzantiner schließlich mit schweren Verlusten in die Flucht. Sie erobern das kaiserliche Zelt und nehmen Bedienstete des kaiserlichen Hofes gefangen. Nach diesem Sieg konsolidiert sich das Bulgarische Reich. Es erhält nun von Byzanz Tributleistungen, und die Byzantinisch-Bulgarischen Kriege sind mit der Niederlage von Byzanz vorerst beendet. Konstantin VI. sieht sich infolge der Niederlage mit einer Revolte der Tagmata konfrontiert, deren Ziel es ist, entweder den früheren Kaisar Nikephoros oder den Strategos Alexios Musele auf den Thron zu bringen. Der Aufstand bleibt letztlich erfolglos.
  • Fortsetzung 796

BYZANTINISCHES REICH

ARABER

(175/176 - 27./28. April)

Abbasiden

Rustamiden

Emirat Noukour

Idrisiden

Emirat von Córdoba

  • Emir Hischam I. (788–796)
    Hischam ruft zum Dschihad gegen die Ungläubigen in Al-Andalus und im Frankenreich auf. Zehntausende Freiwillige, die bis aus Syrien kommen, folgen seinem Aufruf. Narbonne wird zerstört, aber die Invasion kann in der Nähe von Carcassonne gestoppt werden.
  • Fortsetzung 793

CHASAREN

UIGURISCHES KAGANAT

  • Kagan Qutluq Bilge (790-795)
    Die Uiguren besiegen unter Führung von Qutluqs Sohn Baoyi Qaghan die Tibeter und Karluken und nehmen Gaochang ein. Kurz darauf greifen die Tibeter Yushu an, eine befestigte Stadt 560 li östlich von Kucha. Dort werden sie von Baoyi belagert und vernichtet.
  • Fortsetzung 795

INDIEN

Pratihara

Chauhan-Dynastie

Östliche Chalukya

Rashtrakuta

Westliche Ganga-Dynastie

Pallava

Anuradhapura

  • König Mahinda II. (787-807)
    In der nun anbrechenden friedlichen Zeit widmet Mahinda seine Kräfte der Religion und dem Wohl seiner Untertanen und setzt dies bis zum Ende seiner Herrschaft fort. Er führt zahlreiche Bauprojekte durch und repariert eine große Zahl religiöser Gebäude; darüber hinaus gibt er Almosen an Mönche und Brahmanen gleichermaßen. Während seiner Herrschaft wird außerdem der Stausee Kala Wewa verstärkt und die Schleusenanlagen von Kalawea werden instand gesetzt. Mahinda lässt das Kloster Dama Vihara errichten und ein weiteres Heiligtum namens Sannira-tittha in Polonnaruwa (Pulatthi). Er gründet zudem ein Kloster namens Mahaleka, das dem Tempel von Abhayagiri angegliedert ist, und baut einen prachtvollen terrassierten Palast mit mehreren Stockwerken, der Ratanapasada heißt und dessen Bau 300'000 Goldstücke kostet. In diesem Palast bringt er eine Buddha-Statue aus Gold unter, die aus 60.000 Goldstücken reinen Goldes gefertigt ist, die der König zu diesem Zweck stiftet; einem Konvent namens Silamegha überlässt er eine Buddha-Statue aus Silber.
  • Fortsetzung 793

TIBET

  • König Trisong Detsen (755–797)
    Von 792 bis 794 veranstaltet Trisong Detsen bei Samye die berühmte zweijährige Debatte, die in westlicher Forschung als „Konzil von Lhasa“ bezeichnet wird. Dort diskutieren der Chan‑Meister Moheyan, der eine Form des chinesischen Chan vertritt, und der indische Gelehrte Kamalaśīla, Schüler Śāntarakṣitas, die Frage nach Weg und Methode zur Erleuchtung. Stein zufolge vertritt Kamalaśīla einen „allmählichen Weg“ mit Läuterungspraxen und Paramitas, siegt in der Debatte, und der König stellt sich auf seine Seite.
  • Fortsetzung 794

CHINA

(58./59. Zyklus - Jahr des Wasser-Affen; am Beginn des Jahres Metall-Schaf)

Tang-Dynastie

  • Kaiser Tang Dezong (779–805)
    Dezong ist inzwischen so furchtsam gegenüber regionalen Kommandeuren, dass er neue Gouverneure nur noch mit ausdrücklicher Zustimmung der führenden Offiziere der jeweiligen Truppen einsetzt. So will er 792 nach dem Tod von Liu Xuanzuo in Xuanwu dessen Großonkel Wu Cou einsetzen, gibt diesen Plan aber auf, als die Soldaten Liu Xuanzuos Sohn Liu Shining ausrufen und akzeptiert ihn als Militärgouverneur. Lu Zhi gerät bald in Konflikt mit Dezongs Günstling Pei Yanling, der kaiserliche Gunst gewinnt, indem er angebliche neue Einnahmequellen erschließt. Bis 794 verliert Lu den Machtkampf und sein Kanzleramt, 795 folgt die Verbannung.
  • Fortsetzung 794

KOREA

Silla

Balhae

JAPAN

QUELLEN

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17.09.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt

16.04.2026 Grundstock ergänzt

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