-357: Unterschied zwischen den Versionen
Erscheinungsbild
Rk (Diskussion | Beiträge) Grundstock erstellt |
Rk (Diskussion | Beiträge) Kategorien ergänzt |
||
| (Eine dazwischenliegende Version desselben Benutzers wird nicht angezeigt) | |||
| Zeile 2: | Zeile 2: | ||
---- | ---- | ||
== | ==WELTALL== | ||
*0229D: In Ägypten, Palästina und Syrien wird eine totale Sonnenfinsternis beobachtet. | |||
* | *[[-353#WELTALL | Fortsetzung 353]] | ||
[http://de.wikipedia.org/wiki/Gaius_Marcius_Rutilus '''Konsul Gaius Marcius Rutilus (Römische Republik)'''] | ==RÖMISCHE REPUBLIK== | ||
(ab urbe condita CCCXCVII = 397) | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gaius_Marcius_Rutilus '''Konsul Gaius Marcius Rutilus (1. Amtszeit)'''] <br />Gaius Marcius Rutilus gehört der plebejischen Familie der Marcier an und wird zum ersten Mal zum Konsul gewählt. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gnaeus_Manlius_Capitolinus_Imperiosus Konsul Gnaeus Manlius Capitolinus Imperiosus (2. Amtszeit)] <br />Gnaeus Manlius Capitolinus Imperiosus wird nach 359 vermutlich zum zweiten Mal Konsul, auch wenn die vollständige Gleichsetzung des Konsuls von 359 mit dem Konsul von 357 in der Forschung nicht völlig gesichert ist, weil die antiken Quellen für 357 keine Iterationsziffer nennen. Manlius führt in diesem Jahr Krieg gegen die Falisker. Während dieser Amtszeit findet wahrscheinlich ein Plebiszit über die Höhe des zulässigen Zinsfußes statt. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Popillius_Laenas_(Konsul_359_v._Chr.) Ädil Marcus Popillius Laenas] <br />Marcus Popillius Laenas verurteilt Gaius Licinius Stolo zu einer Geldbuße. Anlass ist der Vorwurf, Stolo habe sein eigenes Ackergesetz verletzt, das den Höchstbesitz an Staatsland auf 500 Iugera begrenzt und mit dem er sich stark für die Gleichberechtigung der Plebejer eingesetzt hat. | |||
*[[-356#RÖMISCHE_REPUBLIK | Fortsetzung 356]] [[Kategorie:Römische Republik]] | |||
==GRIECHEN== | |||
(3./4. Jahr der 105. Olympiade) | |||
'''Syrakus''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Dionysios_II._von_Syrakus Tyrann Dionysios II. (1. Amtszeit 367-357)] <br />Dion (62) sammelt auf Zakynthos etwa 800 Mann auf fünf Schiffen und setzt nach Sizilien über. Nach zwölf Tagen erreicht die kleine Flotte Kap Pachynos, wird durch einen Sturm abgetrieben, landet schließlich bei Herakleia Minoa im karthagischen Machtbereich, wo der Kommandant Synalos Dion verpflegt und logistisch unterstützt. Dionysios II. hält sich mit der Flotte in Süditalien auf, da er den Angriff von dort erwartet, und Dion nutzt seine Abwesenheit zum raschen Vormarsch. Mehrere Städte lösen sich von der Herrschaft Dionysios’, schließen sich Dion an, und sein Heer wächst auf einige tausend Mann, wobei die Bundesgenossen vor allem Autonomie anstreben. In Syrakus erhebt sich die Bevölkerung gegen den abwesenden Tyrannen, dessen Macht vor allem auf Söldnern beruht. Der Befehlshaber Timokrates flieht, die Syrakuser empfangen Dion begeistert und wählen ihn und seinen Bruder Megakles zu Heerführern mit unbeschränkter Vollmacht. Nur die Festung Ortygia auf der Insel vor der Stadt bleibt in den Händen der Söldner unter Dionysios’ ältesten Sohn Apollokrates, zu der Dionysios zurückkehrt und Verhandlungen mit Dion aufnimmt. Eine Einigung scheitert, da Dions Forderungen und die Interessen des Tyrannen unvereinbar sind, obwohl Dionysios die in seiner Gewalt befindlichen Angehörigen Dions als Druckmittel benutzt. Ein überraschender Ausfall der Söldner des Tyrannen wird nach schweren Kämpfen zurückgeschlagen, doch bleibt Dionysios militärisch dank Philistos und seiner Flotte zunächst im Vorteil. Die Lage wendet sich, als aus Griechenland eine Flotte unter Herakleides eintrifft, der das Kommando über die syrakusanische Seemacht übernimmt. Herakleides schneidet Ortygia von der Seezufuhr ab, eine Seeschlacht endet mit dem Sieg der Syrakuser und dem Tod von Philistos. Dionysios II. versucht nun, durch Verhandlungen seinen freien Abzug und die Rettung eines Teils seiner Macht und seines Besitzes zu erreichen, scheitert aber am Selbstbewusstsein der siegreichen Syrakuser und entkommt schließlich mit einigen Schiffen und Schätzen aus Ortygia, ohne die Festung aufzugeben. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Dion_von_Syrakus '''Tyrann Dion von Syrakus (357-354)'''] <br />Nach Dions Sieg entstehen schwere innenpolitische Konflikte; Dion gerät in den Verdacht, selbst nach der Tyrannis zu streben und verliert zunehmend Rückhalt. | |||
*[[-356#GRIECHEN | Fortsetzung 356]] [[Kategorie:Syrakus]] | |||
| |||
'''Epirus''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Arybbas_(Epirus) König Arybbas (370-343/342)] <br />Arybbas arrangiert um 357 die Heirat seiner Nichte Olympias mit dem makedonischen König Philipp II., und Olympias zieht mit ihrem Bruder Alexander an den makedonischen Hof nach Pella. | |||
*[[-343#GRIECHEN | Fortsetzung 343]] [[Kategorie:Epirus]] | |||
'''Makedonien''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_II._(Makedonien) König Philipp II. (359–336)] <br />Philipp erobert das westliche Thrakien bis zum Nestos, einschließlich der Stadt Amphipolis und des Pangaion-Gebirges mit seinen wertvollen Gold- und Silberminen. <br />Philipp heiratet die 18-jährige Olympias, Prinzessin aus Epirus. Seine fünfte Ehefrau wird ein Jahr später die Mutter Alexanders des Großen. | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Lyppeius Regent Lyppeion (Paionien, 359/8–335)] | |||
*[[-356#GRIECHEN | Fortsetzung 356]] [[Kategorie:Makedonien]] | |||
'''Attischer Seebund''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesgenossenkrieg_(Attischer_Seebund) '''Bundesgenossenkrieg (357-355)'''] <br />Athen führt den Zweiten Attischen Seebund an und übt eine dominierende, oft als ungerecht empfundene Herrschaft über die Bundesgenossen aus. Athenische Söldner erpressen in den Bundesstaaten Geld und Leistungen, was die Unzufriedenheit noch verstärkt. Chios, Kos, Rhodos und Byzanz sind dieser athenischen Ungerechtigkeiten und Erpressungen müde und wenden sich zunehmend ab. Thebaner reizen diese Städte zusätzlich gegen Athen auf, wodurch der Widerstand politisch und militärisch organisiert wird. Der karische Satrap Mausolos unterstützt die abfallenden Städte, da er als persischer Lehnsfürst ein Interesse an einer Schwächung Athens hat. In diesem Klima der Unzufriedenheit fallen Chios, Kos, Rhodos und Byzanz 357 offiziell von Athen ab. Sie streben mit Hilfe von Mausolos ihre Unabhängigkeit vom Zweiten Attischen Seebund an und schließen sich faktisch zu einem antiathenischen Bündnis zusammen. Es kommt zu offenen Kampfhandlungen zwischen Athen und den abgefallenen Bundesgenossen; der Bundesgenossenkrieg beginnt. Athen entsendet den Feldherrn Chabrias mit einer Flotte, um insbesondere Chios militärisch zu binden und zurückzugewinnen. Bei einer Seeschlacht bei Chios verliert Chabrias jedoch die Schlacht und kommt dabei ums Leben. Parallel zu Chabrias sind auch die erfahrenen Feldherren Iphikrates und Timotheos im Einsatz, doch Kollege Chares erhebt gegen die beiden den Vorwurf des Verrats und der Bestechlichkeit, sodass Athen sowohl Iphikrates als auch Timotheos absetzt. Im Verlauf des Krieges bereitet das Achmenidenreich militärische Hilfe zugunsten der abgefallenen Bundesgenossen vor; gleichzeitig dringt Philipp von Makedonien im Norden immer weiter vor und bedroht die athenischen Interessen in Thrakien und im nördlichen Ägäisraum. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon (70)] <br />Nach Platons gescheiterten Bemühungen entscheidet sich Dion 357 zu einem gewaltsamen Feldzug gegen Dionysios II., unterstützt von Mitgliedern der Akademie. Platon selbst hält sich zwar fern, lässt die Aktivitäten aber zu; Dions kleine Söldnertruppe stürzt den Tyrannen in Syrakus und Dion übernimmt die Macht in der Stadt. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles (29)] <br /> | |||
*[[-356#GRIECHEN | Fortsetzung 356]] [[Kategorie:Attischer Seebund]] | |||
| |||
'''Sparta''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Cleomenes_II König der Agiaden: Kleomenes II. (370–309)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Archidamos_III. König der Eurypontiden: Archidamos III. (359/358–338)] <br /> | |||
'''Bosporanisches Reich''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Leucon_I König Leukon I. (389–349)] <br /> | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Gorgippus König Gorgippos (389–349)] <br /> | |||
'''Bithynien''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Bas_(Bithynien) Regent Bas (376-326)] <br /> | |||
'''Salamis''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Evagoras_II König Euagoras II. (361–351)] <br /> | |||
==ODRYSEN== | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Amadocus_II König Amadokos II. (360-351)] <br /> | |||
==ACHÄMENIDENREICH== | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Artaxerxes_III. Großkönig Artaxerxes III. (358–338)] <br /> | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Ariamnes Satrap Ariamnes (Nordkappadokien, 362-350)] <br /> | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Mausolus Satrap Mausolus (Karien, 377–353)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Orontes_I. Orontes I.], der Satrap von Mysien, erhebt sich gegen Artaxerxes, muss seinen Aufstand jedoch nach kurzer Zeit abbrechen. | |||
*Mit Hilfe von Byzantion entzieht sich Chalkedon der persischen Herrschaft. | |||
*[[-356#ACHÄMENIDENREICH | Fortsetzung 356]] [[Kategorie:Achämenidenreich]] | |||
==ÄGYPTEN== | |||
Spätzeit, 30. Dynastie | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Nektanebos_II. Pharao Nektanebos II. (359-341)] <br /> | |||
==INDIEN== | |||
'''Anuradhapura''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Mutasiva König Mutasiva (367–307)] <br /> | |||
==CHINA== | |||
Zeit der Streitenden Reiche <br />(38./39. / 39./40. Zyklus, Jahr der Holz-Ratte; am Beginn des Jahres Wasser-Schwein) | |||
'''Qin''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Duke_Xiao_of_Qin Herzog Xiao (361-338)] <br />Der Chu‑König Xuan schickt seinen rechten Hofminister Hei zur Heirat mit der Tochter Herzog Xiaos nach Qin, wodurch ein Bündnis entsteht | |||
*[[-356#CHINA | Fortsetzung 356]] [[Kategorie:Qin]] | |||
'''Zhou''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/King_Xian_of_Zhou König Xian (368–321)] <br /> | |||
'''Zhao''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Marquess_Cheng_of_Zhao Markgraf Cheng (374–350)] <br /> | |||
| |||
'''Wei''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/King_Hui_of_Wei Markgraf Hui (369–344)] <br /> | |||
'''Qi''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Duke_Huan_of_Tian_Qi Herzog Huan (374–357)] <br />Herzog Huan stirbt im Alter von 43 Jahren; ihm folgt sein Sohn Prinz Yinqi auf den Thron. Yinqi ist 378 geboren und wird später unter dem postumen Titel König Wei von Qi bekannt. Huans Mausoleum liegt am Berg Dingzu in der Nähe der Stadt Qiling im Stadtbezirk Linzi von Zibo in der Provinz Shandong, nahe der alten Hauptstadt von Qi. Auf einer gemeinsamen Plattform stehen zwei hügelartige Grabbauten, die zusammen etwa 190 m von Nord nach Süd, 320 m von Ost nach West messen und rund 30 m hoch sind. Das Gebiet trägt den Namen "Zwei-Könige-Grab" und gilt etwa 2000 Jahre lang als Ruhestätte des früheren Herzogs Huan und von Herzog Jing aus dem Haus Jiang. Archäologische Untersuchungen kommen jedoch zu dem Ergebnis, dass es sich tatsächlich um die Gräber von Herzog Huan von Tian-Qi und von Yan, Herzog von Qi und Bruder, den Huan hatte ermorden lassen, handelt. Alle sieben bisher bekannten Mausoleen der Herrscher von Tian-Qi stehen heute unter staatlichem Schutz als Nationale Historische und Kulturelle Stätte. Seit 2008 sind sie als Teil des alten Hauptstadt- und Gräberkomplexes von Qi auf der Tentativliste des UNESCO-Welterbes eingetragen. | |||
*[[-356#CHINA | Fortsetzung 356]] [[Kategorie:Qi]] | |||
'''Chu''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/King_Xuan_of_Chu König Xuan (369–340)] <br /> | |||
==JAPAN== | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/K%C5%8Dan_(Tenn%C5%8D) Tennō Kōan (392-291)] <br /> | |||
==QUELLEN== | ==QUELLEN== | ||
| Zeile 14: | Zeile 122: | ||
13.07.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt | 13.07.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt | ||
18.01.2026 Grundstock ergänzt | |||
<center>[[-360]] | [[-359]] | [[-358]] | '''-357''' | [[-356]] | [[-355]] | [[-354]]</center> | <center>[[-360]] | [[-359]] | [[-358]] | '''-357''' | [[-356]] | [[-355]] | [[-354]]</center> | ||
Aktuelle Version vom 19. Januar 2026, 15:09 Uhr
WELTALL
- 0229D: In Ägypten, Palästina und Syrien wird eine totale Sonnenfinsternis beobachtet.
- Fortsetzung 353
RÖMISCHE REPUBLIK
(ab urbe condita CCCXCVII = 397)
- Konsul Gaius Marcius Rutilus (1. Amtszeit)
Gaius Marcius Rutilus gehört der plebejischen Familie der Marcier an und wird zum ersten Mal zum Konsul gewählt. - Konsul Gnaeus Manlius Capitolinus Imperiosus (2. Amtszeit)
Gnaeus Manlius Capitolinus Imperiosus wird nach 359 vermutlich zum zweiten Mal Konsul, auch wenn die vollständige Gleichsetzung des Konsuls von 359 mit dem Konsul von 357 in der Forschung nicht völlig gesichert ist, weil die antiken Quellen für 357 keine Iterationsziffer nennen. Manlius führt in diesem Jahr Krieg gegen die Falisker. Während dieser Amtszeit findet wahrscheinlich ein Plebiszit über die Höhe des zulässigen Zinsfußes statt. - Ädil Marcus Popillius Laenas
Marcus Popillius Laenas verurteilt Gaius Licinius Stolo zu einer Geldbuße. Anlass ist der Vorwurf, Stolo habe sein eigenes Ackergesetz verletzt, das den Höchstbesitz an Staatsland auf 500 Iugera begrenzt und mit dem er sich stark für die Gleichberechtigung der Plebejer eingesetzt hat. - Fortsetzung 356
GRIECHEN
(3./4. Jahr der 105. Olympiade)
Syrakus
- Tyrann Dionysios II. (1. Amtszeit 367-357)
Dion (62) sammelt auf Zakynthos etwa 800 Mann auf fünf Schiffen und setzt nach Sizilien über. Nach zwölf Tagen erreicht die kleine Flotte Kap Pachynos, wird durch einen Sturm abgetrieben, landet schließlich bei Herakleia Minoa im karthagischen Machtbereich, wo der Kommandant Synalos Dion verpflegt und logistisch unterstützt. Dionysios II. hält sich mit der Flotte in Süditalien auf, da er den Angriff von dort erwartet, und Dion nutzt seine Abwesenheit zum raschen Vormarsch. Mehrere Städte lösen sich von der Herrschaft Dionysios’, schließen sich Dion an, und sein Heer wächst auf einige tausend Mann, wobei die Bundesgenossen vor allem Autonomie anstreben. In Syrakus erhebt sich die Bevölkerung gegen den abwesenden Tyrannen, dessen Macht vor allem auf Söldnern beruht. Der Befehlshaber Timokrates flieht, die Syrakuser empfangen Dion begeistert und wählen ihn und seinen Bruder Megakles zu Heerführern mit unbeschränkter Vollmacht. Nur die Festung Ortygia auf der Insel vor der Stadt bleibt in den Händen der Söldner unter Dionysios’ ältesten Sohn Apollokrates, zu der Dionysios zurückkehrt und Verhandlungen mit Dion aufnimmt. Eine Einigung scheitert, da Dions Forderungen und die Interessen des Tyrannen unvereinbar sind, obwohl Dionysios die in seiner Gewalt befindlichen Angehörigen Dions als Druckmittel benutzt. Ein überraschender Ausfall der Söldner des Tyrannen wird nach schweren Kämpfen zurückgeschlagen, doch bleibt Dionysios militärisch dank Philistos und seiner Flotte zunächst im Vorteil. Die Lage wendet sich, als aus Griechenland eine Flotte unter Herakleides eintrifft, der das Kommando über die syrakusanische Seemacht übernimmt. Herakleides schneidet Ortygia von der Seezufuhr ab, eine Seeschlacht endet mit dem Sieg der Syrakuser und dem Tod von Philistos. Dionysios II. versucht nun, durch Verhandlungen seinen freien Abzug und die Rettung eines Teils seiner Macht und seines Besitzes zu erreichen, scheitert aber am Selbstbewusstsein der siegreichen Syrakuser und entkommt schließlich mit einigen Schiffen und Schätzen aus Ortygia, ohne die Festung aufzugeben. - Tyrann Dion von Syrakus (357-354)
Nach Dions Sieg entstehen schwere innenpolitische Konflikte; Dion gerät in den Verdacht, selbst nach der Tyrannis zu streben und verliert zunehmend Rückhalt. - Fortsetzung 356
Epirus
- König Arybbas (370-343/342)
Arybbas arrangiert um 357 die Heirat seiner Nichte Olympias mit dem makedonischen König Philipp II., und Olympias zieht mit ihrem Bruder Alexander an den makedonischen Hof nach Pella. - Fortsetzung 343
Makedonien
- König Philipp II. (359–336)
Philipp erobert das westliche Thrakien bis zum Nestos, einschließlich der Stadt Amphipolis und des Pangaion-Gebirges mit seinen wertvollen Gold- und Silberminen.
Philipp heiratet die 18-jährige Olympias, Prinzessin aus Epirus. Seine fünfte Ehefrau wird ein Jahr später die Mutter Alexanders des Großen. - Regent Lyppeion (Paionien, 359/8–335)
- Fortsetzung 356
Attischer Seebund
- Bundesgenossenkrieg (357-355)
Athen führt den Zweiten Attischen Seebund an und übt eine dominierende, oft als ungerecht empfundene Herrschaft über die Bundesgenossen aus. Athenische Söldner erpressen in den Bundesstaaten Geld und Leistungen, was die Unzufriedenheit noch verstärkt. Chios, Kos, Rhodos und Byzanz sind dieser athenischen Ungerechtigkeiten und Erpressungen müde und wenden sich zunehmend ab. Thebaner reizen diese Städte zusätzlich gegen Athen auf, wodurch der Widerstand politisch und militärisch organisiert wird. Der karische Satrap Mausolos unterstützt die abfallenden Städte, da er als persischer Lehnsfürst ein Interesse an einer Schwächung Athens hat. In diesem Klima der Unzufriedenheit fallen Chios, Kos, Rhodos und Byzanz 357 offiziell von Athen ab. Sie streben mit Hilfe von Mausolos ihre Unabhängigkeit vom Zweiten Attischen Seebund an und schließen sich faktisch zu einem antiathenischen Bündnis zusammen. Es kommt zu offenen Kampfhandlungen zwischen Athen und den abgefallenen Bundesgenossen; der Bundesgenossenkrieg beginnt. Athen entsendet den Feldherrn Chabrias mit einer Flotte, um insbesondere Chios militärisch zu binden und zurückzugewinnen. Bei einer Seeschlacht bei Chios verliert Chabrias jedoch die Schlacht und kommt dabei ums Leben. Parallel zu Chabrias sind auch die erfahrenen Feldherren Iphikrates und Timotheos im Einsatz, doch Kollege Chares erhebt gegen die beiden den Vorwurf des Verrats und der Bestechlichkeit, sodass Athen sowohl Iphikrates als auch Timotheos absetzt. Im Verlauf des Krieges bereitet das Achmenidenreich militärische Hilfe zugunsten der abgefallenen Bundesgenossen vor; gleichzeitig dringt Philipp von Makedonien im Norden immer weiter vor und bedroht die athenischen Interessen in Thrakien und im nördlichen Ägäisraum. - Platon (70)
Nach Platons gescheiterten Bemühungen entscheidet sich Dion 357 zu einem gewaltsamen Feldzug gegen Dionysios II., unterstützt von Mitgliedern der Akademie. Platon selbst hält sich zwar fern, lässt die Aktivitäten aber zu; Dions kleine Söldnertruppe stürzt den Tyrannen in Syrakus und Dion übernimmt die Macht in der Stadt. - Aristoteles (29)
- Fortsetzung 356
Sparta
Bosporanisches Reich
Bithynien
Salamis
ODRYSEN
ACHÄMENIDENREICH
- Großkönig Artaxerxes III. (358–338)
- Satrap Ariamnes (Nordkappadokien, 362-350)
- Satrap Mausolus (Karien, 377–353)
- Orontes I., der Satrap von Mysien, erhebt sich gegen Artaxerxes, muss seinen Aufstand jedoch nach kurzer Zeit abbrechen.
- Mit Hilfe von Byzantion entzieht sich Chalkedon der persischen Herrschaft.
- Fortsetzung 356
ÄGYPTEN
Spätzeit, 30. Dynastie
INDIEN
Anuradhapura
CHINA
Zeit der Streitenden Reiche
(38./39. / 39./40. Zyklus, Jahr der Holz-Ratte; am Beginn des Jahres Wasser-Schwein)
Qin
- Herzog Xiao (361-338)
Der Chu‑König Xuan schickt seinen rechten Hofminister Hei zur Heirat mit der Tochter Herzog Xiaos nach Qin, wodurch ein Bündnis entsteht - Fortsetzung 356
Zhou
Zhao
Wei
Qi
- Herzog Huan (374–357)
Herzog Huan stirbt im Alter von 43 Jahren; ihm folgt sein Sohn Prinz Yinqi auf den Thron. Yinqi ist 378 geboren und wird später unter dem postumen Titel König Wei von Qi bekannt. Huans Mausoleum liegt am Berg Dingzu in der Nähe der Stadt Qiling im Stadtbezirk Linzi von Zibo in der Provinz Shandong, nahe der alten Hauptstadt von Qi. Auf einer gemeinsamen Plattform stehen zwei hügelartige Grabbauten, die zusammen etwa 190 m von Nord nach Süd, 320 m von Ost nach West messen und rund 30 m hoch sind. Das Gebiet trägt den Namen "Zwei-Könige-Grab" und gilt etwa 2000 Jahre lang als Ruhestätte des früheren Herzogs Huan und von Herzog Jing aus dem Haus Jiang. Archäologische Untersuchungen kommen jedoch zu dem Ergebnis, dass es sich tatsächlich um die Gräber von Herzog Huan von Tian-Qi und von Yan, Herzog von Qi und Bruder, den Huan hatte ermorden lassen, handelt. Alle sieben bisher bekannten Mausoleen der Herrscher von Tian-Qi stehen heute unter staatlichem Schutz als Nationale Historische und Kulturelle Stätte. Seit 2008 sind sie als Teil des alten Hauptstadt- und Gräberkomplexes von Qi auf der Tentativliste des UNESCO-Welterbes eingetragen. - Fortsetzung 356
Chu
JAPAN
QUELLEN
Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel; alle anderen Links sind nach der jeweiligen Quelle benannt.
13.07.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt
18.01.2026 Grundstock ergänzt