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[http://de.wikipedia.org/wiki/ | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Mondfinsternis_vom_30._August_367_v._Chr. '''Mondfinsternis'''] <br />0830D: In Babylon wird eine totale Mondfinsternis genau beobachtet und auf einer Keilschrifttafel festgehalten. Die Tafel gehört zu den sogenannten ACT-Texten, einer Gattung astronomischer Tagebücher und Berichte, die Himmelsereignisse systematisch dokumentiert. Der babylonische Schreiber notiert die Erscheinung in einem Schaltjahr des babylonischen Kalenders und gibt an, dass die Finsternis in der Nacht des 30. August 367 nach unserer heutigen Zeitrechnung eintritt. Er hält fest, dass der Mond in der Nacht des 13. Monats Abu, der dem 25. August im gregorianischen Kalender entspricht, 56 Grad nach Sonnenuntergang mit der Bedeckung beginnt, sodass moderne Forscher das Ereignis exakt datieren können. Die Aufzeichnung stellt einen Bezug zum achämenidischen König Artaxerxes II. her, da sie ausdrücklich dessen 38. Regierungsjahr nennt und damit zugleich eine wichtige chronologische Marke für die persische Reichsgeschichte liefert. Die betreffende Tafel mit der heutigen Museumsnummer BM 35184 befindet sich in London im British Museum, wo sie als eine bedeutende Quelle für die antike Astronomie und für die Rekonstruktion der Erdrotation gilt. | ||
*[[-361#WELTALL | Fortsetzung 361]] [[Kategorie:Weltall]] | |||
== | ==RÖMISCHE REPUBLIK== | ||
(ab urbe condita CCCLXXXVII = 387) | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Lucius_Sextius_Lateranus Lucius Sextius Lateranus] und [http://de.wikipedia.org/wiki/Gaius_Licinius_Stolo Gaius Licinius Stolo] werden zum zehnten Mal zu Volkstribunen gewählt, und nun gelingt es, auch die [http://de.wikipedia.org/wiki/Leges_Liciniae_Sextiae '''Leges Liciniae Sextiae'''] über das Konsulat durchzubringen, die den Zugang der Plebeier zum obersten Jahresamt festschreiben. Zusätzlich bringen die Tribunen noch eine weitere Bestimmung ein, welche das bisher rein patrizische Priesterkollegium der Duumviri sacris faciundis, das die Sibyllinischen Bücher verwaltet, aufhebt und durch ein Kollegium von zehn Priestern ersetzt, von denen fünf Patrizier und fünf Plebeier sein müssen; dieses Gesetz wird ebenfalls angenommen, und die entsprechenden Priester werden gewählt. Marcus Furius Camillus wird wegen eines Angriffs gallischer Truppen aus Norditalien zum Diktator ernannt, um die militärische Bedrohung abzuwehren. Nach seinem Sieg gegen die Gallier kehrt er nach Rom zurück und sieht sich dort einem noch heftigeren innenpolitischen Konflikt gegenüber, da Senat und Diktator weiterhin gegen die von den Volkstribunen vertretenen Maßnahmen kämpfen. Nach einer Reihe erbitterter Auseinandersetzungen setzen sich jedoch die Positionen der Plebs durch, und es kommt entgegen dem Willen der adligen Führung zur Wahl von Konsuln. | |||
*Aulus Cornelius Cossus, Marcus Geganius Macerinus, Lucius Veturius Crassus Cicurinus, Marcus Cornelius Maluginensis, Publius Manlius Capitolinus und Publius Valerius Potitus Poplicola werden römische Militärtribunen. | |||
*[[-366#RÖMISCHE_REPUBLIK | Fortsetzung 366]] [[Kategorie:Römische Republik]] | |||
==GRIECHEN== | |||
(1./2. Jahr der 103. Olympiade) | |||
'''Syrakus''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Dionysios_I._von_Syrakus Tyrann Dionysios I. (405–367)] <br />Dionysios I. erkrankt tödlich; [http://de.wikipedia.org/wiki/Dion_von_Syrakus Dion (42)] versucht vergeblich, ihn zu einer Nachfolgeregelung zu bewegen, die seine Neffen einbezieht und ihm selbst eine starke Stellung verschafft hätte. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Dionysios_II._von_Syrakus '''Tyrann Dionysios II. (1. Amtszeit 367-357)'''] <br />Dionysios I. erkrankt tödlich; [http://de.wikipedia.org/wiki/Dion_von_Syrakus Dion (42)] versucht vergeblich, ihn zu einer Nachfolgeregelung zu bewegen, die seine Neffen einbezieht und ihm selbst eine starke Stellung verschafft hätte. Nach dem Tod des Tyrannen übernimmt Dionysios II., der etwa 30 Jahre alt und nicht auf die Herrschaft vorbereitet ist, anscheinend problemlos die Macht. Dion gelingt es zunächst, am Hof des neuen Herrschers seinen Einfluss zu bewahren, auch weil sein Gegenspieler Philistos noch fern ist. Er überzeugt Dionysios II., Platon als Berater einzuladen und stellt diesem die Aussicht in Aussicht, Syrakus im Sinne der platonischen Staatsphilosophie zu reformieren. | |||
*[[-366#GRIECHEN | Fortsetzung 366]] [[Kategorie:Syrakus]] | |||
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'''Epirus''' | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Neoptolemus_I_of_Epirus König Neoptolemos I. (370-360)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Arybbas_(Epirus) König Arybbas (370-343/342)] <br /> | |||
'''Makedonien''' | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Ptolemaios_von_Aloros Regent Ptolemaios von Aloros (368-365)] | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Perdikkas_III. König Perdikkas III. (368–359)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ptolemaios_I. Ptolemaios (später Ptolemaios I.)] wird um 367/366 in Makedonien geboren. Seine Mutter ist Arsinoë, sein Vater vermutlich Lagos, ein makedonischer Adeliger. Gerüchte über eine Abstammung von König Philipp II. machen die Runde, dienen aber wohl ptolemäischer Propaganda, um einen Anspruch auf das makedonische Königshaus zu rechtfertigen. Schon in jungen Jahren wächst er im Umfeld des makedonischen Hofes auf und entwickelt sich zu einem engen Freund Alexanders des Großen. | |||
*[[-365#GRIECHEN | Fortsetzung 365]] [[Kategorie:Makedonien]] | |||
'''Pherai''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_von_Pherai Tyrann Alexander (369-358)] <br />Alexander begeht ein besonders brutales Verbrechen: Er lässt in der Stadt Skotussa ein Massaker an den Bürgern anrichten, um jeden Widerstand im Keim zu ersticken. Daraufhin führt Epameinondas ein neues thebanisches Heer nach Thessalien, das Alexander zum Abschluss eines dreijährigen Waffenstillstands zwingt und die Freilassung der Gefangenen – darunter Pelopidas – erreicht. | |||
*[[-364#GRIECHEN | Fortsetzung 364]] [[Kategorie:Pherai]] | |||
'''Böotischer Bund''' | |||
*Ein thebanisches Heer unter Epaminondas marschiert auf Pherai zu und erzwingt die Freilassung des im Vorjahr gefangen genommenen thebanischen Feldherrn Pelopidas, der die Thessalier im Kampf gegen Alexander von Pherai unterstützen sollte. | |||
*Pelopidas geht als thebanischer Gesandter an den Hof des persischen Großkönigs und erreicht, dass Theben als dominierende Ordnungsmacht in Griechenland anerkannt wird. Seine Versuche, einen durch Persien garantierten Allgemeinen Frieden herzustellen, scheitern jedoch. | |||
*[[-365#GRIECHEN | Fortsetzung 365]] [[Kategorie:Böotischer Bund]] | |||
'''Attischer Seebund''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon (61)] <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Politeia '''Politeia (Dialog)'''] <br />''Artikel des Tages'': Die ''Politeia'' (altgriechisch Politeía; lateinisch Res publica, daher deutsch ''Der Staat'') ist ein in Dialogform verfasstes Werk des griechischen Philosophen Platon. An dem fiktiven, literarisch gestalteten Dialog sind sieben Personen beteiligt, weitere Anwesende hören nur zu. Die Hauptrolle spielt Platons Lehrer Sokrates. Seine wichtigsten Gesprächspartner sind Platons Brüder Glaukon und Adeimantos sowie der bekannte Redner Thrasymachos. Diskutiert wird über die Gerechtigkeit und ihre mögliche Verwirklichung in einem idealen Staat. Der in zehn Bücher gegliederte Dialog zerfällt in zwei sehr unterschiedliche Teile. In der Anfangsphase führt Sokrates mit Thrasymachos ein Streitgespräch über die Frage, was gerecht ist. Im Hauptteil bemühen sich Sokrates, Glaukon und Adeimantos, die Natur der Gerechtigkeit zu bestimmen und ihren Wert zu erfassen. Zwar ist Gerechtigkeit in der Seele des Menschen zu finden, doch im sozialen Kontext, im Staat, ist sie leichter erkennbar. Daher lenkt Sokrates das Gespräch auf die Frage, unter welchen Voraussetzungen im Staat Gerechtigkeit zustande kommt. <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6hlengleichnis '''Höhlengleichnis'''] <br />''Artikel des Tages:'' Das Höhlengleichnis ist eines der bekanntesten Gleichnisse der antiken Philosophie. Es stammt von dem griechischen Philosophen Platon, der es am Anfang des siebten Buches seines Dialogs Politeía von seinem Lehrer Sokrates erzählen lässt. Es verdeutlicht den Sinn und die Notwendigkeit des philosophischen Bildungswegs, der als Befreiungsprozess dargestellt wird. Das Ziel ist der Aufstieg aus der sinnlich wahrnehmbaren Welt der vergänglichen Dinge, die mit einer unterirdischen Höhle verglichen wird, in die rein geistige Welt des unwandelbaren Seins. Den Aufstieg vollzieht zwar jeder für sich, aber da man dabei Hilfe benötigt, ist es zugleich auch ein kollektives Bemühen. Zuvor hat Sokrates am Ende des sechsten Buches das Sonnengleichnis und das Liniengleichnis vorgetragen. Als Abschluss und Höhepunkt der Gleichnisreihe zählt das Höhlengleichnis zu den Grundtexten der platonischen Philosophie, da es zentrale Aussagen von Platons Ontologie und Erkenntnistheorie veranschaulicht <br />"Der Ehrliche ist der Dumme", heißt ein bekanntes Sprichwort. Diese Vorstellung muss es auch schon gut 350 Jahre v. Chr. gegeben haben, denn sie bildet den Ausgangspunkt für eine der wirkungsreichsten politischen Theorien des Abendlandes: Platons Staat. In seiner unverwechselbaren Dialogtechnik lässt der Philosoph seinen Mentor Sokrates das Wesen der Gerechtigkeit sowie die Eigenschaften des idealen Herrschers und Staates erläutern. Vieles davon muss den Athenern geradezu revolutionär vorgekommen sein: die Dreiteilung der Staatsglieder, Gleichheit von Männern und Frauen, Abschaffung des Privateigentums und gar die Herrschaft von Philosophen. Wer Platons Ideen mit dem weiteren Verlauf der Menschheitsgeschichte vergleicht, wird allerdings unwillkürlich zusammenzucken, wenn er seine Vorschläge zu Euthanasie, Rassenauswahl und strenger Staatsräson liest. Eine kritische Distanz bei der Lektüre ist also angebracht. Davon abgesehen liefert Platon mit diesem Werk einen tiefen Einblick in seine Erkenntnistheorie (u. a. mit dem berühmten Höhlengleichnis) und eine bedeutende Staatsutopie, in der Gerechtigkeit und Moral einen festen Sitz haben und Politik zum Wohle des Volkes gemacht wird - statt für den Geldbeutel der Politiker oder der Reichen. Dies ist auch mehr als 2000 Jahre nach Platon noch ein Thema.[http://www.getabstract.com/ShowAbstract.do?dataId=3929 getAbstract] | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles '''Aristoteles (17)'''] <br />Aristoteles kommt 384 in Stageira zur Welt, einer kleinen ionischen Stadt an der Ostküste der Chalkidike, weshalb er später gelegentlich "der Stagirit" heißt. Sein Vater Nikomachos dient als Leibarzt des makedonischen Königs Amyntas III., seine Mutter Phaestis entstammt ebenfalls einer Arztfamilie aus Chalkis auf Euboia. Nikomachos stirbt, bevor Aristoteles volljährig ist, und Proxenos aus Atarneus übernimmt als Vormund die Sorge für den Jungen. Mit siebzehn Jahren reist Aristoteles 367 nach Athen und tritt in Platons Akademie ein. Dort befasst er sich zunächst mit den mathematischen und dialektischen Anfangsstudien und beginnt früh, eigene Werke zu verfassen, darunter Dialoge nach platonischem Vorbild. Er setzt sich mit der zeitgenössischen Rhetorik auseinander, vor allem mit der Schule des Isokrates, und verteidigt gegen dessen auf Nutzen zielende Erziehung das philosophische Bildungsideal Platons. In der Akademie übernimmt er Lehrtätigkeiten; dabei entstehen die frühesten überlieferten Lehrschriften, unter anderem die logischen Abhandlungen, die später unter dem Titel ''Organon'' zusammengefasst werden. | |||
*[[-366#GRIECHEN | Fortsetzung 366]] [[Kategorie:Attischer Seebund]] | |||
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'''Sparta''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Agesilaos_II. König der Eurypontiden: Agesilaos II. (399–359/358)] <br /> | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Cleomenes_II König der Agiaden: Kleomenes II. (370–309)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Archidamos_III. Archidamos (später Archidamos III.)] führt im Auftrag seines Vaters ein Heer, zu dem Hilfstruppen des Tyrannen Dionysios I. von Syrakus gehören, gegen die in Lakonien aufständische Stadt Karyai, erobert sie vorübergehend und bestraft sie. Danach fällt er in Südwest-Arkadien ein, verwüstet die Landschaft Parrhasia und kommt seinen sizilischen Bundesgenossen zu Hilfe, als Arkader, Argiver und Messenier diesen auf dem Rückmarsch nach Lakonien den Weg versperren. Er hält eine anfeuernde Rede, erinnert die Spartaner an ihre nationale Ehre und schlägt daraufhin die feindlichen Truppen in der sogenannten "tränenlosen Schlacht", in der nach lakonischem Bericht kein Spartaner fällt; dieser Sieg löst in Sparta große Freude aus. | |||
*[[-364#GRIECHEN | Fortsetzung 364]] [[Kategorie:Sparta]] | |||
'''Bosporanisches Reich''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Leucon_I König Leukon I. (389–349)] <br /> | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Gorgippus König Gorgippos (389–349)] <br /> | |||
'''Bithynien''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Bas_(Bithynien) Regent Bas (376-326)] <br /> | |||
'''Salamis''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Nicocles_of_Salamis Nikokles (374/373–361)] <br /> | |||
==ODRYSEN== | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Cotys_I_(Odrysian) König Kotys I. (384–360)] <br /> | |||
==ACHÄMENIDENREICH== | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Artaxerxes_II. Großkönig Artaxerxes II. (404–358)] <br /> | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Mithridates_I._(Kios) Satrap Mithridates I. (Kios, 401-362)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ariobarzanes_(Phrygien) Satrap Ariobarzanes (Phrygien, 388-362)] <br /> | |||
*Aristoteles (17) zieht nach Athen (siehe GRIECHEN: Attischer Seebund) | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Datames Satrap Datames (Kappadokien, 380-362)] <br /> | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Mausolus Satrap Mausolus (Karien, 377–353)] <br /> | |||
*[[-366#ACHÄMENIDENREICH | Fortsetzung 366]] [[Kategorie:Achämenidenreich]] | |||
==ÄGYPTEN== | |||
Spätzeit, 30. Dynastie | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Nektanebos_I. Pharao Nektanebos I. (379-360)] <br /> | |||
==INDIEN== | |||
'''Anuradhapura''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Pandukabhaya König Pandukabhaya (437–367)] | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Mutasiva '''König Mutasiva (367–307)'''] <br />Mutasiva ist König des Königreichs Anuradhapura in Sri Lanka, dessen Hauptstadt Anuradhapura ist. Er ist der Sohn von König Pandukabhaya. Bis 307 regiert er sechzig Jahre lang. Seine Regierungszeit ist von einem ununterbrochenen Frieden im Land geprägt. Während seiner Herrschaft ist den Menschen die Existenz der Perlen vor der Küste von Ceylon bekannt. Sie kennen acht verschiedene Perlensorten und betreiben den Abbau von Edelsteinen. In dieser Zeit lässt Mutasiva den Mahamevnāwa-Park in Anuradhapura anlegen, der als der größte und schönste Park im alten Lanka gilt. Er ist auch der erste König, der einen Park errichten lässt. Mutasiva hat zehn Söhne, von denen einige – Devanampiya Tissa, Uttiya, Mahasiva, Suratissa und Asela – ihm als Könige nachfolgen. | |||
*[[-307#INDIEN | Fortsetzung 307]] [[Kategorie:Anuradhapura]] | |||
==CHINA== | |||
Zeit der Streitenden Reiche <br />(38./39. Zyklus, Jahr des Holz-Tigers; am Beginn des Jahres Wasser-Büffel) | |||
'''Qin''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Duke_Xian_of_Qin_(424%E2%80%93362_BC) Herzog Xian (384–362)] <br /> | |||
'''Zhou''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/King_Xian_of_Zhou König Xian (368–321)] <br /> | |||
'''Zhao''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Marquess_Cheng_of_Zhao Markgraf Cheng (374–350)] <br /> | |||
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'''Wei''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/King_Hui_of_Wei Markgraf Hui (369–344)] <br /> | |||
'''Qi''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Duke_Huan_of_Tian_Qi Herzog Huan (374–357)] <br /> | |||
'''Chu''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/King_Xuan_of_Chu König Xuan (369–340)] <br /> | |||
==JAPAN== | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/K%C5%8Dan_(Tenn%C5%8D) Tennō Kōan (392-291)] <br /> | |||
==QUELLEN== | |||
Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel; alle anderen Links sind nach der jeweiligen Quelle benannt. | |||
25.01.2014 Artikel des Tages | 25.01.2014 Artikel des Tages | ||
08.07.2023 Grundstock erstellt | |||
10.02.2026 Grundstock ergänzt | |||
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Aktuelle Version vom 12. Februar 2026, 17:24 Uhr
WELTALL
- Mondfinsternis
0830D: In Babylon wird eine totale Mondfinsternis genau beobachtet und auf einer Keilschrifttafel festgehalten. Die Tafel gehört zu den sogenannten ACT-Texten, einer Gattung astronomischer Tagebücher und Berichte, die Himmelsereignisse systematisch dokumentiert. Der babylonische Schreiber notiert die Erscheinung in einem Schaltjahr des babylonischen Kalenders und gibt an, dass die Finsternis in der Nacht des 30. August 367 nach unserer heutigen Zeitrechnung eintritt. Er hält fest, dass der Mond in der Nacht des 13. Monats Abu, der dem 25. August im gregorianischen Kalender entspricht, 56 Grad nach Sonnenuntergang mit der Bedeckung beginnt, sodass moderne Forscher das Ereignis exakt datieren können. Die Aufzeichnung stellt einen Bezug zum achämenidischen König Artaxerxes II. her, da sie ausdrücklich dessen 38. Regierungsjahr nennt und damit zugleich eine wichtige chronologische Marke für die persische Reichsgeschichte liefert. Die betreffende Tafel mit der heutigen Museumsnummer BM 35184 befindet sich in London im British Museum, wo sie als eine bedeutende Quelle für die antike Astronomie und für die Rekonstruktion der Erdrotation gilt. - Fortsetzung 361
RÖMISCHE REPUBLIK
(ab urbe condita CCCLXXXVII = 387)
- Lucius Sextius Lateranus und Gaius Licinius Stolo werden zum zehnten Mal zu Volkstribunen gewählt, und nun gelingt es, auch die Leges Liciniae Sextiae über das Konsulat durchzubringen, die den Zugang der Plebeier zum obersten Jahresamt festschreiben. Zusätzlich bringen die Tribunen noch eine weitere Bestimmung ein, welche das bisher rein patrizische Priesterkollegium der Duumviri sacris faciundis, das die Sibyllinischen Bücher verwaltet, aufhebt und durch ein Kollegium von zehn Priestern ersetzt, von denen fünf Patrizier und fünf Plebeier sein müssen; dieses Gesetz wird ebenfalls angenommen, und die entsprechenden Priester werden gewählt. Marcus Furius Camillus wird wegen eines Angriffs gallischer Truppen aus Norditalien zum Diktator ernannt, um die militärische Bedrohung abzuwehren. Nach seinem Sieg gegen die Gallier kehrt er nach Rom zurück und sieht sich dort einem noch heftigeren innenpolitischen Konflikt gegenüber, da Senat und Diktator weiterhin gegen die von den Volkstribunen vertretenen Maßnahmen kämpfen. Nach einer Reihe erbitterter Auseinandersetzungen setzen sich jedoch die Positionen der Plebs durch, und es kommt entgegen dem Willen der adligen Führung zur Wahl von Konsuln.
- Aulus Cornelius Cossus, Marcus Geganius Macerinus, Lucius Veturius Crassus Cicurinus, Marcus Cornelius Maluginensis, Publius Manlius Capitolinus und Publius Valerius Potitus Poplicola werden römische Militärtribunen.
- Fortsetzung 366
GRIECHEN
(1./2. Jahr der 103. Olympiade)
Syrakus
- Tyrann Dionysios I. (405–367)
Dionysios I. erkrankt tödlich; Dion (42) versucht vergeblich, ihn zu einer Nachfolgeregelung zu bewegen, die seine Neffen einbezieht und ihm selbst eine starke Stellung verschafft hätte. - Tyrann Dionysios II. (1. Amtszeit 367-357)
Dionysios I. erkrankt tödlich; Dion (42) versucht vergeblich, ihn zu einer Nachfolgeregelung zu bewegen, die seine Neffen einbezieht und ihm selbst eine starke Stellung verschafft hätte. Nach dem Tod des Tyrannen übernimmt Dionysios II., der etwa 30 Jahre alt und nicht auf die Herrschaft vorbereitet ist, anscheinend problemlos die Macht. Dion gelingt es zunächst, am Hof des neuen Herrschers seinen Einfluss zu bewahren, auch weil sein Gegenspieler Philistos noch fern ist. Er überzeugt Dionysios II., Platon als Berater einzuladen und stellt diesem die Aussicht in Aussicht, Syrakus im Sinne der platonischen Staatsphilosophie zu reformieren. - Fortsetzung 366
Epirus
Makedonien
- Regent Ptolemaios von Aloros (368-365)
- König Perdikkas III. (368–359)
- Ptolemaios (später Ptolemaios I.) wird um 367/366 in Makedonien geboren. Seine Mutter ist Arsinoë, sein Vater vermutlich Lagos, ein makedonischer Adeliger. Gerüchte über eine Abstammung von König Philipp II. machen die Runde, dienen aber wohl ptolemäischer Propaganda, um einen Anspruch auf das makedonische Königshaus zu rechtfertigen. Schon in jungen Jahren wächst er im Umfeld des makedonischen Hofes auf und entwickelt sich zu einem engen Freund Alexanders des Großen.
- Fortsetzung 365
Pherai
- Tyrann Alexander (369-358)
Alexander begeht ein besonders brutales Verbrechen: Er lässt in der Stadt Skotussa ein Massaker an den Bürgern anrichten, um jeden Widerstand im Keim zu ersticken. Daraufhin führt Epameinondas ein neues thebanisches Heer nach Thessalien, das Alexander zum Abschluss eines dreijährigen Waffenstillstands zwingt und die Freilassung der Gefangenen – darunter Pelopidas – erreicht. - Fortsetzung 364
Böotischer Bund
- Ein thebanisches Heer unter Epaminondas marschiert auf Pherai zu und erzwingt die Freilassung des im Vorjahr gefangen genommenen thebanischen Feldherrn Pelopidas, der die Thessalier im Kampf gegen Alexander von Pherai unterstützen sollte.
- Pelopidas geht als thebanischer Gesandter an den Hof des persischen Großkönigs und erreicht, dass Theben als dominierende Ordnungsmacht in Griechenland anerkannt wird. Seine Versuche, einen durch Persien garantierten Allgemeinen Frieden herzustellen, scheitern jedoch.
- Fortsetzung 365
Attischer Seebund
- Platon (61)
Politeia (Dialog)
Artikel des Tages: Die Politeia (altgriechisch Politeía; lateinisch Res publica, daher deutsch Der Staat) ist ein in Dialogform verfasstes Werk des griechischen Philosophen Platon. An dem fiktiven, literarisch gestalteten Dialog sind sieben Personen beteiligt, weitere Anwesende hören nur zu. Die Hauptrolle spielt Platons Lehrer Sokrates. Seine wichtigsten Gesprächspartner sind Platons Brüder Glaukon und Adeimantos sowie der bekannte Redner Thrasymachos. Diskutiert wird über die Gerechtigkeit und ihre mögliche Verwirklichung in einem idealen Staat. Der in zehn Bücher gegliederte Dialog zerfällt in zwei sehr unterschiedliche Teile. In der Anfangsphase führt Sokrates mit Thrasymachos ein Streitgespräch über die Frage, was gerecht ist. Im Hauptteil bemühen sich Sokrates, Glaukon und Adeimantos, die Natur der Gerechtigkeit zu bestimmen und ihren Wert zu erfassen. Zwar ist Gerechtigkeit in der Seele des Menschen zu finden, doch im sozialen Kontext, im Staat, ist sie leichter erkennbar. Daher lenkt Sokrates das Gespräch auf die Frage, unter welchen Voraussetzungen im Staat Gerechtigkeit zustande kommt.
Höhlengleichnis
Artikel des Tages: Das Höhlengleichnis ist eines der bekanntesten Gleichnisse der antiken Philosophie. Es stammt von dem griechischen Philosophen Platon, der es am Anfang des siebten Buches seines Dialogs Politeía von seinem Lehrer Sokrates erzählen lässt. Es verdeutlicht den Sinn und die Notwendigkeit des philosophischen Bildungswegs, der als Befreiungsprozess dargestellt wird. Das Ziel ist der Aufstieg aus der sinnlich wahrnehmbaren Welt der vergänglichen Dinge, die mit einer unterirdischen Höhle verglichen wird, in die rein geistige Welt des unwandelbaren Seins. Den Aufstieg vollzieht zwar jeder für sich, aber da man dabei Hilfe benötigt, ist es zugleich auch ein kollektives Bemühen. Zuvor hat Sokrates am Ende des sechsten Buches das Sonnengleichnis und das Liniengleichnis vorgetragen. Als Abschluss und Höhepunkt der Gleichnisreihe zählt das Höhlengleichnis zu den Grundtexten der platonischen Philosophie, da es zentrale Aussagen von Platons Ontologie und Erkenntnistheorie veranschaulicht
"Der Ehrliche ist der Dumme", heißt ein bekanntes Sprichwort. Diese Vorstellung muss es auch schon gut 350 Jahre v. Chr. gegeben haben, denn sie bildet den Ausgangspunkt für eine der wirkungsreichsten politischen Theorien des Abendlandes: Platons Staat. In seiner unverwechselbaren Dialogtechnik lässt der Philosoph seinen Mentor Sokrates das Wesen der Gerechtigkeit sowie die Eigenschaften des idealen Herrschers und Staates erläutern. Vieles davon muss den Athenern geradezu revolutionär vorgekommen sein: die Dreiteilung der Staatsglieder, Gleichheit von Männern und Frauen, Abschaffung des Privateigentums und gar die Herrschaft von Philosophen. Wer Platons Ideen mit dem weiteren Verlauf der Menschheitsgeschichte vergleicht, wird allerdings unwillkürlich zusammenzucken, wenn er seine Vorschläge zu Euthanasie, Rassenauswahl und strenger Staatsräson liest. Eine kritische Distanz bei der Lektüre ist also angebracht. Davon abgesehen liefert Platon mit diesem Werk einen tiefen Einblick in seine Erkenntnistheorie (u. a. mit dem berühmten Höhlengleichnis) und eine bedeutende Staatsutopie, in der Gerechtigkeit und Moral einen festen Sitz haben und Politik zum Wohle des Volkes gemacht wird - statt für den Geldbeutel der Politiker oder der Reichen. Dies ist auch mehr als 2000 Jahre nach Platon noch ein Thema.getAbstract - Aristoteles (17)
Aristoteles kommt 384 in Stageira zur Welt, einer kleinen ionischen Stadt an der Ostküste der Chalkidike, weshalb er später gelegentlich "der Stagirit" heißt. Sein Vater Nikomachos dient als Leibarzt des makedonischen Königs Amyntas III., seine Mutter Phaestis entstammt ebenfalls einer Arztfamilie aus Chalkis auf Euboia. Nikomachos stirbt, bevor Aristoteles volljährig ist, und Proxenos aus Atarneus übernimmt als Vormund die Sorge für den Jungen. Mit siebzehn Jahren reist Aristoteles 367 nach Athen und tritt in Platons Akademie ein. Dort befasst er sich zunächst mit den mathematischen und dialektischen Anfangsstudien und beginnt früh, eigene Werke zu verfassen, darunter Dialoge nach platonischem Vorbild. Er setzt sich mit der zeitgenössischen Rhetorik auseinander, vor allem mit der Schule des Isokrates, und verteidigt gegen dessen auf Nutzen zielende Erziehung das philosophische Bildungsideal Platons. In der Akademie übernimmt er Lehrtätigkeiten; dabei entstehen die frühesten überlieferten Lehrschriften, unter anderem die logischen Abhandlungen, die später unter dem Titel Organon zusammengefasst werden. - Fortsetzung 366
Sparta
- König der Eurypontiden: Agesilaos II. (399–359/358)
- König der Agiaden: Kleomenes II. (370–309)
- Archidamos (später Archidamos III.) führt im Auftrag seines Vaters ein Heer, zu dem Hilfstruppen des Tyrannen Dionysios I. von Syrakus gehören, gegen die in Lakonien aufständische Stadt Karyai, erobert sie vorübergehend und bestraft sie. Danach fällt er in Südwest-Arkadien ein, verwüstet die Landschaft Parrhasia und kommt seinen sizilischen Bundesgenossen zu Hilfe, als Arkader, Argiver und Messenier diesen auf dem Rückmarsch nach Lakonien den Weg versperren. Er hält eine anfeuernde Rede, erinnert die Spartaner an ihre nationale Ehre und schlägt daraufhin die feindlichen Truppen in der sogenannten "tränenlosen Schlacht", in der nach lakonischem Bericht kein Spartaner fällt; dieser Sieg löst in Sparta große Freude aus.
- Fortsetzung 364
Bosporanisches Reich
Bithynien
Salamis
ODRYSEN
ACHÄMENIDENREICH
- Großkönig Artaxerxes II. (404–358)
- Satrap Mithridates I. (Kios, 401-362)
- Satrap Ariobarzanes (Phrygien, 388-362)
- Aristoteles (17) zieht nach Athen (siehe GRIECHEN: Attischer Seebund)
- Satrap Datames (Kappadokien, 380-362)
- Satrap Mausolus (Karien, 377–353)
- Fortsetzung 366
ÄGYPTEN
Spätzeit, 30. Dynastie
INDIEN
Anuradhapura
- König Pandukabhaya (437–367)
- König Mutasiva (367–307)
Mutasiva ist König des Königreichs Anuradhapura in Sri Lanka, dessen Hauptstadt Anuradhapura ist. Er ist der Sohn von König Pandukabhaya. Bis 307 regiert er sechzig Jahre lang. Seine Regierungszeit ist von einem ununterbrochenen Frieden im Land geprägt. Während seiner Herrschaft ist den Menschen die Existenz der Perlen vor der Küste von Ceylon bekannt. Sie kennen acht verschiedene Perlensorten und betreiben den Abbau von Edelsteinen. In dieser Zeit lässt Mutasiva den Mahamevnāwa-Park in Anuradhapura anlegen, der als der größte und schönste Park im alten Lanka gilt. Er ist auch der erste König, der einen Park errichten lässt. Mutasiva hat zehn Söhne, von denen einige – Devanampiya Tissa, Uttiya, Mahasiva, Suratissa und Asela – ihm als Könige nachfolgen. - Fortsetzung 307
CHINA
Zeit der Streitenden Reiche
(38./39. Zyklus, Jahr des Holz-Tigers; am Beginn des Jahres Wasser-Büffel)
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