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Rk (Diskussion | Beiträge) König Alexander II. (Makedonien) |
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== | ==RÖMISCHE REPUBLIK== | ||
(ab urbe condita CCCLXXXIV = 384) | |||
[http://de.wikipedia.org/wiki/ | *Im Jahr 370 erlauben [http://de.wikipedia.org/wiki/Lucius_Sextius_Lateranus Lucius Sextius Lateranus] und [http://de.wikipedia.org/wiki/Gaius_Licinius_Stolo Gaius Licinius Calvus Stolo] ausnahmsweise wieder die Wahl von Konsulartribunen, weil Rom ein Heer gegen die Stadt Velitrae aufstellen muss. Der außenpolitische Druck zwingt sie, ihre Blockadepolitik vorübergehend zu lockern, doch sie halten an ihrem Gesetzesprogramm fest und werben weiter um die Unterstützung der Plebs. | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Servius_Sulpicius_Praetextatus Konsulartribun Servius Sulpicius Praetextatus (3. Amtszeit)] <br />Servius Sulpicius Praetextatus übernimmt zum dritten Mal das Amt eines Konsulartribunen. Fragmente der Fasti Capitolini, die für dieses Jahr erhalten sind, sprechen ausdrücklich von einer dritten Amtsperiode eines Sulpicius, der mit Praetextatus identifiziert wird. Auch hier nennen Livius und Diodor ihn lediglich Servius Sulpicius. | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Aulus_Manlius_Capitolinus Konsulartribun Aulus Manlius Capitolinus (4. Amtszeit)] <br />Aulus Manlius Capitolinus tritt ein viertes Mal als Militärtribun. In diesem Jahr richtet sich die römische Aufmerksamkeit vor allem gegen die Kolonisten von Velitrae, einer Stadt in Latium, die gegenüber Rom feindlich auftritt. Velitrae verfügt über Kolonisten, die in Tusculum präsent sind und dort die römische Ordnung untergraben. Aulus Manlius und seine Mittribunen vertreiben diese Kolonisten aus Tusculum und stellen die Kontrolle der römisch‑verbündeten Stadt wieder her. Anschließend belagern sie Velitrae, woran sich Aulus Manlius beteiligt. | |||
*Weitere Militärtribunen dieses Jahres sind Gaius Valerius Potitus Volusus, Lucius Furius Medullinus, Servius Cornelius Maluginensis und Publius Valerius Potitus Poplicola. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Foedus_Cassianum Foedus Cassianum] (alternative Datierung zu [[-493 | 493]]) <br />In der modernen Forschung entsteht im 20. Jahrhundert eine Minderheitenposition, die den Vertrag nicht im Jahr 493, sondern etwa um 370 ansetzt. Vertreter dieser Auffassung sehen die traditionelle Datierung von 493 als Ergebnis annalistischer Konstruktion und vermuten eine nachträgliche Zurückverlegung des Vertrags in eine frühere Epoche. Sie verweisen auf Widersprüche in der Überlieferung und bringen die Datierung mit den römisch-karthagischen Verträgen in einen neuen Zusammenhang. Andere Forscher halten an der frührepublikanischen Datierung fest und argumentieren, dass die militärische Lage im frühen 5. Jahrhundert ein Bündnis mit den Latinern zwingend nahelegt. Sie sehen die Erwähnungen des Foedus Cassianum bei Autoren wie Cicero, Livius, Dionysios von Halikarnassos und Festus als Indiz dafür, dass der Vertrag tatsächlich eine sehr alte Grundlage der römisch-latinischen Beziehungen darstellt. Der gelehrte Streit über die genaue Datierung setzt sich in der Fachliteratur fort und prägt die Interpretation der frühen römischen Bündnispolitik. | |||
*[[-369#RÖMISCHE_REPUBLIK | Fortsetzung 369]] [[Kategorie:Römische Republik]] | |||
==GRIECHEN== | |||
(2./3. Jahr der 102. Olympiade) | |||
'''Syrakus''' | |||
[http://de.wikipedia.org/wiki/ | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Dionysios_I._von_Syrakus Tyrann Dionysios I. (405–367)] <br /> | ||
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'''Molosser / Epirus''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Alketas_I. König Alketas I. (385–370)] <br />Um 370 stirbt Alketas I. | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Neoptolemus_I_of_Epirus '''König Neoptolemos I. (370-360)'''] <br />Neoptolemos I. ist der Sohn von Alketas I., der Vater von Troas, Alexander I. von Epeiros und Königin Olympias und damit mütterlicher Großvater Alexanders des Großen sowie Urgroßvater von Pyrrhos von Epeiros; er führt seine Abstammung sowohl auf den homerischen Helden Achilleus als auch auf König Lykomenes zurück. Sein Name bedeutet "neuer Krieg" und ist zugleich der Name des mythischen Sohnes des Achilleus und der Deidameia, der in der Tradition als Stammvater der molossischen Könige gilt. Spätere römische Herrscher, etwa Kaiser Caracalla, beanspruchen in der Kaiserzeit, von diesem Neoptolemos abzuleiten zu sein, wodurch die Figur noch nach Jahrhunderten genealogische Bedeutung besitzt. Nach dem Tod von Alketas I. vereinbart Neoptolemos mit seinem Bruder Arrybas eine Teilung des Königreichs, sodass beide Brüder jeweils einen Teil von Epeiros eigenständig regieren. Diese Doppelherrschaft verläuft nach den überlieferten Nachrichten ohne militärische Konflikte zwischen den Brüdern, wodurch in Epeiros eine Phase relativer innerer Harmonie und Stabilität besteht. <br />In diese Zeit fällt auch die früheste epigraphische Erwähnung des sogenannten Molosserbundes, die bereits unter Neoptolemos belegt ist. <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_I._(Epirus) Alexander, später Alexander I. von Epirus] (auch Alexander der Molosser) wird um 370 als Sohn von Beoptolemos I. in Epirus geboren und gehört zur molossischen Dynastie der Aiakiden. Er ist der Bruder von Olympias, der späteren Mutter Alexanders des Großen. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Arybbas_(Epirus) '''König Arybbas (370-343/342)'''] <br />Arybbas ist Sohn des Molosserkönigs Alketas I. und gehört zum königlichen Haus der Aiakiden. Nach dem Tod seines Vaters um 370 teilt er sich die Herrschaft über Epirus mit seinem Bruder Neoptolemos I., jeder regiert einen Teil des Reichs. | |||
*[[-360#GRIECHEN | Fortsetzung 360]] [[Kategorie:Molosser]] [[Kategorie:Epirus]] | |||
'''Makedonien''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Amyntas_III. König Amyntas III. (2. Amtszeit 392–370)] <br />Amyntas III. stirbt im hohen Alter; sein ältester Sohn Alexander II. folgt ihm unmittelbar auf den Thron und führt die Argeadenherrschaft fort. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_II._(Makedonien) '''König Alexander II. (370-368)'''] <br />Alexander (griechisch: Alexandros), um 390 geboren, gehört zur Argeaden-Dynastie. Er ist der älteste der drei Söhne des Königs Amyntas III. und der Königin Eurydike I.; seine jüngeren Brüder sind Perdikkas III. und Philipp. Als Amyntas III. stirbt, ist Alexander zwar volljährig, aber noch sehr jung, als er im Jahr 369 den makedonischen Thron besteigt. Aus Nordwesten dringen Illyrer in das makedonische Gebiet ein, während im Osten der Thronprätendent Pausanias auftritt, einige Städte rasch unter seine Kontrolle bringt und die in Pella residierende Königinmutter Eurydike mit ihren jüngeren Söhnen gefährdet, worauf Alexander den Krieg eröffnet. Ihm kommt dabei der athenische Feldherr Iphikrates zu Hilfe, der mit seiner Flotte entlang der makedonischen Küste unterwegs ist, um Amphipolis zurückzuerobern. Mit der Unterstützung Iphikrates’ schlägt Alexander sowohl die illyrische Invasion als auch den Vormarsch des Pausanias zurück und stabilisiert damit vorerst seine Herrschaft. Er prägt zudem den Namen der königlichen Fußgarde, der Pezhetairoi ("Fußgefährten"), der später unter Philipp II. für die mit der Lanze bewaffnete Infanterie neu verwendet wird. Nachdem Alexander seine Stellung in Makedonien zunächst gesichert hat, wird er von den Aleuaden, einer einflussreichen Adelsfamilie in Thessalien, um Hilfe in einem dortigen Bürgerkrieg gebeten. Er marschiert nach Thessalien und gewinnt die Kontrolle über Larissa und mehrere andere Städte. Indem er in den eroberten Städten makedonische Garnisonen stationiert, bricht er seine früheren Zusagen. Der thebanische Feldherr Pelopidas zieht deshalb gegen die makedonischen Truppen und vertreibt sie aus Thessalien. Im Anschluss bricht Alexander sein Bündnis mit Athen und schließt sich stattdessen Theben an. Als Teil dieses neuen Bündnisses muss er Geiseln stellen, unter denen sich auch sein jüngerer Bruder Philipp befindet, der nach Theben gebracht wird und dort als Geisel lebt. | |||
*[[-368#GRIECHEN | Fortsetzung 368]] [[Kategorie:Makedonien]] | |||
'''Pherai''' | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Jason_von_Pherai Tyrann Jason (390-370)] <br />Jason will die Pythischen Spiele in Delphi leiten und plant, mit seiner gesamten Truppenmacht dorthin zu ziehen; doch bevor er dieses Vorhaben verwirklicht, wird er während einer Inspektion seiner Kavallerie von einer Gruppe thessalischer Adliger ermordet, wobei vermutlich auch Theben in die Verschwörung verwickelt ist. Zwei der Attentäter werden von der Leibwache sofort niedergemacht. Seine Brüder Polydoros und Polyphron übernehmen daraufhin gemeinsam die Herrschaft über Pherai und den thessalischen Bund. Polydoros wird schon bald nach der Machtübernahme getötet, wahrscheinlich von seinem Bruder Polyphron, der damit die alleinige Herrschaft erlangt. Polyphron übt das Amt des Tagos offen wie eine Tyrannis aus, indem er nicht nur in Pherai, sondern in ganz Thessalien uneingeschränkt herrschen will. | |||
*[[-369#GRIECHEN | Fortsetzung 369]] [[Kategorie:Pherai]] | |||
'''Böotischer Bund''' (seit 379) | |||
*Das thebanische Heer des Epaminondas zieht durch die Peloponnes und ist im Dezember das erste fremde Heer, das in Lakonien einfällt. Lediglich die von König Agesilaos II. gehaltene Hauptstadt Sparta wird nicht erobert. | |||
*[[-369#GRIECHEN | Fortsetzung 369]] [[Kategorie:Böotischer Bund]] | |||
'''Attischer Seebund''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon (58)] <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Phaidros '''Phaidros (Dialog)'''] <br />Historischer Hintergrund: Nach dem Sieg der Griechen über die Perser 479 steigt Athen zur führenden Macht im Ägäischen Meer auf und baut den attischen Seebund aus. Um 433/432 tritt der junge Phaidros im Umfeld Sokrates’ in Athen literarisch in Erscheinung, wie sein Auftreten in Platons Dialog ''Protagoras'' nahelegt; er ist also deutlich jünger als Sokrates. Mit dem Beginn des Peloponnesischen Krieges 431 gerät Athen in lang anhaltende militärische Konflikte, die die politische und moralische Ordnung der Polis erschüttern. Sokrates wirkt weiterhin als kritischer Gesprächspartner im öffentlichen Leben, er hinterfragt Selbstgewissheiten und verlangt begründete Einsichten statt bloßer Überredungskunst. Von 415 an hält Phaidros sich etwa ein Jahrzehnt lang nicht in Athen auf, was für die innere Chronologie der fiktiven Dialoghandlung bedeutsam ist. Gleichzeitig verschärft sich die politische Krise: Das sizilische Unternehmen scheitert, und Athen erlebt Phasen oligarchischer Herrschaft, bevor die Demokratie wiederhergestellt und bald darauf Sokrates 399 hingerichtet wird. Platon erlebt diese Ereignisse als tiefen Bruch, der seinen Glauben an unmittelbare politische Wirksamkeit der Philosophie erschüttert und ihn zu einer grundsätzlichen Reflexion über Staat, Seele und Wissen drängt. Nach dem Tod des Sokrates zieht sich Platon zunächst aus der unmittelbaren athenischen Politik zurück und unternimmt längere Reisen. Er besucht unter anderem Kyrene, Ägypten und Unteritalien, kommt mit verschiedenen philosophischen Schulen und religiösen Traditionen in Berührung und erweitert sein Verständnis von Seele, Kosmos und Erkenntnis. Die Erfahrung, dass philosophische Einsicht nicht automatisch zu politischer Macht führt, vertieft seine Skepsis gegenüber rein praktischer Politik und stärkt den Entschluss, Bildung und geistige Formung in den Mittelpunkt zu stellen. Im Jahr 387 kehrt Platon nach Athen zurück und gründet außerhalb der Stadtmauer seine Akademie, die erste dauerhaft institutionalisierte Philosophenschule Griechenlands. In der Akademie entwickelt er Lehrprogramme, die Mathematik, Astronomie, Biologie, politische Theorie und Philosophie verbinden, und schafft damit ein Umfeld, in dem mündliche Diskussion und schriftliche Ausarbeitung eng ineinandergreifen. Die Schule dient als Ort, an dem die Frage nach der richtigen Verwendung von Sprache und Rede im Unterricht und in der politischen Beratung ständig präsent ist. Diese institutionelle Basis ermöglicht Platon, Dialoge wie den ''Phaidros'' nicht nur als literarische Kunstwerke, sondern als Reflexionen auf die pädagogische Praxis und auf die Funktion von Texten und Reden im philosophischen Unterricht zu konzipieren. <br />Entstehung des ''Phaidros'': In der Forschung setzt sich seit dem 19. Jahrhundert zunehmend die Auffassung durch, dass Platon den ''Phaidros'' nicht in seiner Frühzeit, sondern nach der ''Politeia'' verfasst, also um 370 oder in den 360er Jahren. <br />[http://www.getabstract.com/de/zusammenfassung/klassiker/phaidros/22511 getAbstract 2016]: Auf den ersten Blick ist Platons ''Phaidros'' ein zerrissenes Werk, das von ganz verschiedenen Dingen handelt: vom Schönen, vom Wesen des Eros, von dessen pädagogischem Einfluss auf die Seele sowie von den Kriterien guter Rhetorik. Bei genauerer Betrachtung aber hängen diese Themen eng zusammen. Das Schöne setzt den philosophischen Eros überhaupt erst in Kraft, der als Sehnsucht nach Weisheit und Wahrheit die Voraussetzung für eine gute, das heißt wahre Rede ist. Platon grenzt sich damit deutlich von den Sophisten ab, denen er vorwirft, sie orientierten sich am Schein und lehrten eine rein technische Redekunst, ohne sich um Inhalte zu scheren. Er selbst versteht unter Rhetorik eine Art Seelenführung: Eine gute Rede – ob öffentlich oder privat – legt den Keim einer Wahrheit in die Seele. Doch das Thema Rhetorik ist nur ein Aspekt dieses schmalen, aber reichhaltigen Werkes. Im Zentrum steht Platons berühmter Mythos von der Seele als einem geflügelten Zweigespann sowie ein Loblied auf die Knabenliebe, das bis in heutige Diskussionen über den pädagogischen Eros nachhallt <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Parmenides_%28Platon%29 '''Parmenides (Dialog)'''] <br />Historischer Hintergrund: Im Jahr 450 findet in der erzählten Welt des Dialogs das zentrale philosophische Gespräch statt, das später unter dem Titel ''Parmenides'' bekannt wird. Der aus Elea stammende Philosoph Parmenides hält sich zusammen mit seinem Schüler Zenon von Elea anlässlich der Großen Panathenäen als berühmter Gast in Athen auf, wo er in der Heimat des noch jungen Sokrates als hochangesehener Lehrer erscheint. Platon bringt verschiedene Gestalten seiner geistigen Vorgeschichte zusammen: Parmenides als Vertreter der eleatischen Schule, Zenon als Verteidiger der Lehre vom einen Seienden, den neunzehnjährigen Sokrates als lernenden Fragesteller und einen jungen Aristoteles (nicht den späteren Philosophen), der Parmenides im zweiten Teil des Dialogs als Antwortpartner dient. In einem Haus im Stadtteil Kerameikos – dem Domizil des athenischen Bürgers Pythodoros – kommt es zu der ausgedehnten Diskussion über Einheit und Vielheit, Sein und Nichtsein, die in Platons Darstellung zu einem Musterbeispiel strenger dialektischer Prüfung wird und den historischen Hintergrund der fiktiven Begegnung zwischen Sokrates und Parmenides bildet. <br />Von 431 bis 404 dauert der Peloponnesische Krieg, in dessen Folge Athen seine Vormachtstellung verliert und eine Phase politischer Erschütterungen erlebt, die später in Platons Dialog biographisch anklingt. Nach der Niederlage Athens gegen Sparta übernehmen im Jahr 404 die sogenannten Dreißig, ein oligarchisches Herrschaftsgremium, die Macht und üben bis 403eine Schreckensherrschaft aus, ehe die Demokratie wiederhergestellt wird. In diesen politischen Kontext gehört der historische Aristoteles, den Platon im ''Parmenides'' als jungen Diskussionspartner auftreten lässt: In der wirklichen Geschichte gehört dieser Aristoteles dem Rat der Dreißig an und steht damit auf der Seite der oligarchischen Bewegung. <br />Nach 423 kommt Antiphon zur Welt, der Halbbruder von Glaukon und Adeimantos, und wächst im vornehmen Stadtteil Melite westlich der Akropolis auf, in einem Milieu prominenter athenischer Bürger. In seiner Jugend ist Antiphon lebhaft an Philosophie interessiert und begegnet dem schon greisen Pythodoros, der als Gastgeber von Parmenides und Zenon die denkwürdige Diskussion im Kerameikos miterlebt hat und sich ihren Verlauf genau einprägt. Pythodoros überliefert dem jugendlichen Antiphon Jahrzehnte nach dem ursprünglichen Ereignis den langen und anspruchsvollen Gesprächsverlauf mündlich immer wieder, sodass Antiphon ihn sich durch häufiges Anhören zu eigen macht, obwohl er selbst nie an der ursprünglichen Diskussion teilgenommen hat. Da Sokrates im Jahr 399 hingerichtet wird, ist klar, dass Antiphon den Bericht des Pythodoros in den ersten Jahren des 4. Jahrhunderts v. Chr. erhält, als Sokrates bereits tot ist und nur noch als erinnerte Gestalt vorkommen kann; dieser zeitliche Abstand bildet den historischen Rahmen für die zweite Überlieferungsstufe des Dialoginhalts. <br />In den frühen Jahren des 4. Jahrhunderts v. Chr. lebt Pythodoros als älterer Bürger Athens, der inzwischen auch als Feldherr im Peloponnesischen Krieg hervorgetreten ist, und erinnert sich an den Besuch der eleatischen Philosophen in seinem Haus. Seine Rolle in der Entstehungsgeschichte des Dialogs besteht darin, dass er sowohl Gastgeber als auch erster gedächtnisstarker Zeuge der langen philosophischen Diskussion ist, die er Jahrzehnte später aus dem Gedächtnis schildert. Antiphon, der in dieser Phase etwa vierzehn bis siebzehn Jahre alt ist, hört die wiederholten Berichte mit solcher Aufmerksamkeit, dass er den komplizierten Gesprächsverlauf mit seinen gedanklichen Windungen und den von Parmenides demonstrierten Untersuchungsmethoden dauerhaft behält. Auf diese Weise entsteht die erste feste mündliche Tradition über das Gespräch zwischen Parmenides, Zenon, Sokrates und Aristoteles: Eine hochkomplexe philosophische Auseinandersetzung wird allein im Gedächtnis zweier Generationen – Pythodoros und Antiphon – bewahrt, ohne dass schriftliche Aufzeichnungen erwähnt werden, was historisch gesehen äußerst unwahrscheinlich, im Rahmen der literarischen Fiktion Platons aber als bewusste Überhöhung der Gedächtnisleistung und der Zuverlässigkeit philosophischer Überlieferung erscheint. <br />In den 370er Jahren setzt Platon die eigentliche Rahmenhandlung des Dialogs an, in der ein gewisser Kephalos aus Klazomenai als Erzähler auftritt und den Lesern den Zugang zur lange zurückliegenden Diskussion vermittelt. Kephalos, der möglicherweise eine frei erfundene Figur ist, kommt in vorgerücktem Alter mit philosophisch interessierten Begleitern nach Athen, trifft auf der Agora seine alten Bekannten Glaukon und Adeimantos und wird von ihnen in das Haus ihres Halbbruders Antiphon im Stadtteil Melite geführt. Dort gelingt es den Gästen, Antiphon, der inzwischen kein Interesse mehr an Philosophie zeigt und sich der Pferdezucht widmet, dazu zu bewegen, seine Erinnerungen an die Berichte des Pythodoros ausführlich zu schildern. Kephalos nimmt dieses erzählte Gespräch auf und gibt es weiter, sodass sich eine vierfache Vermittlung ergibt: Das ursprüngliche Gespräch in Pythodoros’ Haus, dessen Erinnerung bei Pythodoros, die Einprägung bei Antiphon in dessen Jugend und schließlich die Wiedergabe Antiphons an Kephalos und dessen Freunde. <br />Fachleute den tatsächlichen Entstehungszeitraum von Platons Dialog ''Parmenides'' um 370 ein und zählen ihn zum späten Werk des Philosophen, in dem die bereits entwickelte Ideenlehre kritisch überprüft und in eine neue Problemlage gestellt wird. Der Dialog setzt beim Publikum eine vertraute Kenntnis der Ideenlehre voraus und wird deshalb nach Werken wie der ''Politeia'' und dem ''Phaidon'' angesetzt, in denen Platon die Lehre von eigenständigen, unveränderlichen Ideen bereits entfaltet hat. Zugleich zeigt die Rahmenfiktion, dass Sokrates im Zeitpunkt der äußeren Handlung bereits tot ist – daher suchen die Figuren Pythodoros und nicht Sokrates selbst auf –, was die literarische Konstruktion mit der historischen Tatsache der Hinrichtung des Sokrates im Jahr 399 verbindet. <br />[http://www.getabstract.com/de/zusammenfassung/klassiker/parmenides/22507 getAbstract]: Parmenides ist der wohl undurchsichtigste von Platons Dialogen. Er verlangt dem Leser ein hohes Maß an Konzentration ab. Mit einer Flut von Argumenten belegt die Hauptfigur Parmenides eine These nach der anderen, um gleich darauf auch das Gegenteil zu beweisen. Die verworrene Dialektik rund um den Begriff des Einen bietet unerschöpflichen Spielraum für philosophische Interpretationen. Die Argumente lassen sich im Hinblick auf ihre logische Struktur analysieren, man kann sie mit heutigen Begrifflichkeiten vergleichen und nachvollziehen, wie einzelne Elemente des Dialogs spätere Themen der Philosophie vorwegnehmen: Man kann sich schier endlos mit dem Dialog beschäftigen. Kein Wunder also, dass er Generationen von Philosophen herausgefordert hat. Seinen Wert für den interessierten Laien erhält der Dialog dagegen durch die einleitende Darstellung der platonischen Ideenlehre im ersten Teil. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Enzyklop%C3%A4die '''Enzyklopädie'''] <br />Speusippos arbeitet in Platons Akademie; er richtet seinen Blick auf Gemeinsame in den Dingen und klassifiziert in einer Enzyklopädie alle bekannten Gegenstände systematisch nach Ähnlichkeiten. Der Arbeitstitel "Homoia" (Ähnliche Dinge) gibt das Programm vor: Nicht Einzelphänomene stehen im Vordergrund, sondern geordnete Reihen von Verwandtschafts‑ und Ähnlichkeitsbeziehungen in einder umfangreichen Darstellung in zehn Büchern und beabsichtigt, die Gesamtheit der damals bekannten Dinge in einem einheitlichen System von Gattungen und Arten zu erfassen. Speusippos unterscheidet dabei mehrere Stufen oder Grade, um fein abgestufte Verwandtschaften sichtbar zu machen. Er arbeitet mit Gattungen, Untergattungen und Arten, sowohl für die belebte als auch unbelebte Bereiche der Wirklichkeit. Die ''Homoia'' stehen damit am Anfang einer systematischen Enzyklopädiegeschichte, weil sie die verstreuten Wissensbestände unter ein umfassendes Ordnungsschema stellen. | |||
*[[-369#GRIECHEN | Fortsetzung 369]] [[Kategorie:Attischer Seebund]] | |||
'''Arkadischer Bund''' | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Mantineia_(Stadt) '''Mantineia'''] <br />Mantineia entsteht erneut als Stadt auf der arkadischen Hochebene, nachdem die militärische Vorherrschaft Spartas in der Schlacht von Leuktra gebrochen ist. Die ehemals von Sparta erzwungene Auflösung der Polis in mehrere Dörfer wird rückgängig gemacht, die verstreuten Gemeinden schließen sich wieder zur gemeinsamen Polis Mantineia zusammen und knüpfen damit an ihre frühere städtische Tradition an. Mantineia tritt in diesem Jahr dem Arkadischen Bund bei, der als politischer Zusammenschluss arkadischer Städte entsteht und sich ausdrücklich gegen die spartanische Hegemonie richtet. Theben unterstützt die Neugründung, sodass Mantineia als bewusst geschaffenes antispartanisches Bollwerk in Arkadien neben Städten wie Megalopolis fungiert und den Einfluss der spartanischen Macht in Zentralpeloponnes dauerhaft einschränken soll. | |||
*In Tegea beginnt der Wiederaufbau der des 394 niedergebrannten Tempels der Athene. Der Tempel ist einer der bedeutendsten religiösen Orte im antiken Griechenland. Das Bauvorhaben wird geleitet von dem Bildhauer Skopas. Um 370 schliesst sich Tegea dem neu gegründeten Arkadischen Bund an. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Anabasis_(Xenophon) '''Anabasis (Xenophon)'''] <br />Der athenische Politiker und Dichter Xenophon verfasst die ''Anabasis'' um 370 auf einem Landgut in der Nähe von Olympia in der Eleia, das zum Arkadischen Bund gehört und wohin er sich nach Jahren als Söldnerführer und politisch umstrittener Athener zurückgezogen hat. Er lebt nun als wohlhabender Großgrundbesitzer im Umfeld Spartas, steht aber mit seiner Heimatstadt Athen in einem belasteten Verhältnis, da man ihn dort verbannt hat und er sich politisch wie militärisch stark an die Spartaner angenähert hat. In dieser Situation blickt er rund drei Jahrzehnte nach dem Zug der Zehntausend auf seine eigenen Erlebnisse zurück und entscheidet sich, sie literarisch zu gestalten, wobei er seine persönlichen Erfahrungen mit einem klaren erzählerischen Konzept verbindet. Er nutzt offenbar eigene Notizen aus der Zeit des Feldzuges sowie Berichte anderer Teilnehmer, um eine in sich geschlossene und dramaturgisch durchkomponierte Darstellung zu schaffen, die zugleich als Rechtfertigung seines Handelns und als Lehrstück über Führung, Gehorsam und Gemeinschaft im Krieg dient. Da das Werk starke autobiographische Züge trägt und Xenophon selbst als handelnde Figur auftritt, publiziert er es zunächst unter dem Namen Themistogenes, um die Aufmerksamkeit stärker auf den exemplarischen Charakter des Geschehens als auf seine Person zu lenken und wohl auch politische Anstoßnahme zu vermeiden. [[Kategorie:Arkadischer Bund]] | |||
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'''Sparta''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Agesilaos_II. König der Eurypontiden: Agesilaos II. (399–359/358)] <br />Epameinondas führt mehrere Heere nach Lakonien, und Agesilaos trägt maßgeblich dazu bei, Sparta trotz Revolten von Heloten, Periöken und Teilen der Bürgerschaft sowie trotz der Angriffe von außen zu halten; die Stadt bleibt unbefestigt, wird aber nicht erobert. Gleichzeitig versucht er, durch diplomatische Missionen, etwa Gesandtschaften nach Mantineia, Bündnispartner zu sichern und Spartas Position im Peloponnes zu verteidigen. | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Agesipolis_II. König der Agiaden: Agesipolis II. (371-370)] <br /> | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Cleomenes_II '''König der Agiaden: Kleomenes II. (370–309)'''] <br />Kleomenes II. ist der zweite Sohn von König Kleombrotos I., der der Agiaden-Dynastie Spartas angehört. Nach dem Tod seines Vaters in der Schlacht von Leuktra 371 ist zunächst sein älterer Bruder Agesipolis II. auf den Thron gefolgt. Dieser stirbt jedoch kurz darauf, sodass Kleomenes II. nun König von Sparta wird. Kleomenes II. regiert außerordentlich lange, nämlich nach Diodoros von Sizilien 60 Jahre und 10 Monate. Trotz der Länge seiner Herrschaft sind nur sehr wenige Details über sein Leben und Wirken bekannt. Er hat den Ruf, politisch unauffällig oder sogar bedeutungslos zu sein, was von einigen Historikern als "Nullität" beschrieben wird. Möglicherweise führt die scheinbare Schwäche Kleomenes’ dazu, dass Aristoteles in seiner Politik ein kritisches Bild des spartanischen Königshauses zeichnet. Während seiner Regentschaft konzentriert sich Kleomenes vermutlich auf die Innenpolitik Spartas, während die militärische Führung den Eurypontiden Agesilaos II., Archidamos III. und Agis III. überlassen wird. Die Spartaner hüten ihre Staatsangelegenheiten streng vor Ausländern, was das Schweigen der antiken Quellen über Cleomenes erklärt. | |||
*[[-368#GRIECHEN | Fortsetzung 368]] [[Kategorie:Sparta]] | |||
'''Bosporanisches Reich''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Leucon_I König Leukon I. (389–349)] <br /> | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Gorgippus König Gorgippos (389–349)] <br /> | |||
'''Bithynien''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Bas_(Bithynien) Regent Bas (376-326)] <br /> | |||
'''Salamis''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Nicocles_of_Salamis Nikokles (374/373–361)] <br /> | |||
==ODRYSEN== | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Cotys_I_(Odrysian) König Kotys I. (384–360)] <br /> | |||
==ACHÄMENIDENREICH== | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Artaxerxes_II. Großkönig Artaxerxes II. (404–358)] <br />Im Osten des Reiches erhebt sich das Volk der Kadusier, gegen das Artaxerxes persönlich ins Feld zieht, um den Aufstand niederzuschlagen. Gleichzeitig entfacht im Westen der Feldherr Datames um 370 einen Aufstand entfacht, der in der älteren Forschung als "großer Satrapenaufstand" eingeht (siehe unter Datames). In Griechenland entsteht dadurch das Bild eines schwachen Artaxerxes, wodurch Athen und Theben ihre Position stärken und letztlich die spartanische Vorherrschaft in den Schlachten von Leuktra und Mantineia brechen können. Artaxerxes ist inzwischen ein alter Mann und überlässt die Kontrolle an der Westgrenze weitgehend den dortigen Satrapen, die stark aus Eigeninteresse handeln. Die aus griechischer Sicht häufige Darstellung eines schwachen und machtlosen Herrschers kontrastiert mit dem Faktum, dass er trotz dieser Krisen eine der längsten und – im Ergebnis – stabilsten Regierungszeiten der Achämeniden hat. | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Mithridates_I._(Kios) Satrap Mithridates I. (Kios, 401-362)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ariobarzanes_(Phrygien) Satrap Ariobarzanes (Phrygien, 388-362)] <br /> | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Datames Satrap Datames (Kappadokien, 380-362)] <br />Datames erhält vom König den Oberbefehl über ein großes Heer, das nach dem Scheitern des Feldzuges des Pharnabazos II. die verlorene Provinz Ägypten für das Achämenidenreich zurückgewinnen soll. Die Rivalen von Datames verleumden ihn erfolgreich am persischen Hof, sodass er den geplanten Ägyptenfeldzug aufgibt, die Loyalität zu Artaxerxes kündigt und seine Truppen nach Kappadokien zurückführt, wo er sich der Autorität von Artaxerxes entzieht. Dort schließt sich Datames dem sogenannten Satrapenaufstand an, in dem mehrere westliche Satrapen des Reiches gegen den Großkönig rebellieren. Artabazos, der loyale Satrap von Hellespontinischer Phrygien, marschiert mit königstreuen Truppen von Pisidien aus gegen Datames, wird jedoch von ihm vollständig geschlagen. Der Großkönig entsendet nun Autophradates mit einem großen Heer gegen den abtrünnigen Satrapen, doch auch dieser Feldzug scheitert: Autophradates ist gezwungen, sich mit erheblichen Verlusten zurückzuziehen. Datames behauptet sich damit als einer der militärisch stärksten Gegner des Königs im Westen des Reiches. | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Mausolus Satrap Mausolus (Karien, 377–353)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Exhaustionsmethode '''Exhaustionsmethode'''] <br />Der Mathematiker Eudoxos von Knidos, der sich um diese Zeit in Ägypten aufhält, verwendet die Exhaustionsmethode bei der Flächenberechnung, indem er eine unbekannte Größe schrittweise durch bekannte Größen "aufzehrt": Er legt in eine Figur mit unbekannter Fläche eine Folge von bekannten Flächen (etwa Vielecken) hinein, deren Gesamtfläche sich der unbekannten Fläche beliebig stark annähert, ohne sie zu überlappen. Zugleich denkt er sich eine Folge von Annäherungen, die dieselbe Figur von außen begrenzen und deren Flächenwert von oben herab gegen denselben Grenzwert geht. Auf diese Weise entsteht das Prinzip, eine Größe durch passende Unter- und Obergrenzen so weit zu "erschöpfen", dass der Unterschied kleiner wird als jede vorgegebene Größe. Dieses Argument ermöglicht es ihm, Aussagen über Gleichheit und Proportion von Flächen zu beweisen, ohne Längen, Flächen oder Volumina als bereits "messbar" vorauszusetzen. Nun wendet Eudoxos die Exhaustionsmethode konkret auf den Kreis an. Er betrachtet regemässige Vielecke, die in einen Kreis wie Tortenstücke einbeschrieben sind, und zeigt, dass ihre Gesamtfläche durch sukzessive Verdopplung ihrer Anzahl beliebig nahe an die Kreisfläche heranrückt. Parallel untersucht er umbeschriebene Vielecke, deren Flächenwert den Kreis nach oben begrenzt, und argumentiert, dass sich auch diese Folge der wahren Kreisfläche annähert. Mit Hilfe seiner Proportionenlehre beweist er, dass der Kreis sich im Verhältnis seiner Fläche zu seinem Radius wie ein bestimmter Faktor verhält, der durch diese Vielecksfolgen definiert wird, ohne π als Zahl zu benötigen. So entsteht ein streng geometrischer Beweisgedanke, der später die Grundlage für archimedische Resultate zur Kreisfläche bildet. In einer weiteren Entwicklungsstufe überträgt Eudoxos sein Verfahren von ebenen Figuren auf Kegel und Pyramiden, indem er sie in dünne Schichten beziehungsweise in passend gewählte Teilkörper zerlegt. Durch geeignete Zerlegung und Summation dieser Teilkörper zeigt er, dass das Volumen eines Kegels proportional zur Grundfläche und zur Höhe ist. Euklid übernimmt die Proportionenlehre des Eudoxos später nahezu vollständig in die "Elemente" und verwendet sie im zwölften Buch. | |||
*[[-367#ACHÄMENIDENREICH | Fortsetzung 367]] [[Kategorie:Achämenidenreich]] | |||
==ÄGYPTEN== | |||
Spätzeit, 30. Dynastie | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Nektanebos_I. Pharao Nektanebos I. (379-360)] <br /> | |||
==KUSCH== | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Harsiotef König Harsiotef (404-369)] <br /> | |||
==INDIEN== | |||
'''Anuradhapura''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Pandukabhaya König Pandukabhaya (437–367)] | |||
==CHINA== | |||
Zeit der Streitenden Reiche <br />(38./39. Zyklus, Jahr des Metall-Schweins; am Beginn des Jahres Metall-Hund) | |||
'''Qin''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Duke_Xian_of_Qin_(424%E2%80%93362_BC) Herzog Xian (384–362)] <br /> | |||
'''Zhou''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/King_Lie_of_Zhou König Lie (375–369)] <br />König Wei von Qi besucht den Hof der Zhou-Dynastie. | |||
*[[-369#CHINA | Fortsetzung 369]] [[Kategorie:Zhou]] | |||
'''Zhao''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Marquess_Cheng_of_Zhao Markgraf Cheng (374–350)] <br /> | |||
| |||
'''Wei''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Marquess_Wu_of_Wei Markgraf Wu (396–370)] <br />Markgraf Wu stirbt. Nach seinem Tod geht die Herrschaft im Staat Wei auf seinen Sohn über. | |||
*[[-369#CHINA | Fortsetzung 369]] [[Kategorie:Wei]] | |||
'''Qi''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Duke_Huan_of_Tian_Qi Herzog Huan (374–357)] <br /> | |||
'''Chu''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/King_Su_of_Chu König Su (380–370)] <br />Su stirbt, ohne eigene Söhne als Nachfolger zu hinterlassen; trotzdem kommt es zu einem geregelten Übergang, denn sein jüngerer Bruder Xiong Liangfu übernimmt den Thron und wird als König Xuan von Chu bekannt. | |||
*[[-369#CHINA | Fortsetzung 369]] [[Kategorie:Chu]] | |||
==JAPAN== | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/K%C5%8Dan_(Tenn%C5%8D) Tennō Kōan (392-291)] <br /> | |||
==QUELLEN== | ==QUELLEN== | ||
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14.12.2015 Artikel eröffnet | 14.12.2015 Artikel eröffnet | ||
05.07.2023 Grundstock erstellt | |||
18.02.2026 Grundstock ergänzt | |||
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Aktuelle Version vom 19. Februar 2026, 20:33 Uhr
RÖMISCHE REPUBLIK
(ab urbe condita CCCLXXXIV = 384)
- Im Jahr 370 erlauben Lucius Sextius Lateranus und Gaius Licinius Calvus Stolo ausnahmsweise wieder die Wahl von Konsulartribunen, weil Rom ein Heer gegen die Stadt Velitrae aufstellen muss. Der außenpolitische Druck zwingt sie, ihre Blockadepolitik vorübergehend zu lockern, doch sie halten an ihrem Gesetzesprogramm fest und werben weiter um die Unterstützung der Plebs.
- Konsulartribun Servius Sulpicius Praetextatus (3. Amtszeit)
Servius Sulpicius Praetextatus übernimmt zum dritten Mal das Amt eines Konsulartribunen. Fragmente der Fasti Capitolini, die für dieses Jahr erhalten sind, sprechen ausdrücklich von einer dritten Amtsperiode eines Sulpicius, der mit Praetextatus identifiziert wird. Auch hier nennen Livius und Diodor ihn lediglich Servius Sulpicius. - Konsulartribun Aulus Manlius Capitolinus (4. Amtszeit)
Aulus Manlius Capitolinus tritt ein viertes Mal als Militärtribun. In diesem Jahr richtet sich die römische Aufmerksamkeit vor allem gegen die Kolonisten von Velitrae, einer Stadt in Latium, die gegenüber Rom feindlich auftritt. Velitrae verfügt über Kolonisten, die in Tusculum präsent sind und dort die römische Ordnung untergraben. Aulus Manlius und seine Mittribunen vertreiben diese Kolonisten aus Tusculum und stellen die Kontrolle der römisch‑verbündeten Stadt wieder her. Anschließend belagern sie Velitrae, woran sich Aulus Manlius beteiligt. - Weitere Militärtribunen dieses Jahres sind Gaius Valerius Potitus Volusus, Lucius Furius Medullinus, Servius Cornelius Maluginensis und Publius Valerius Potitus Poplicola.
- Foedus Cassianum (alternative Datierung zu 493)
In der modernen Forschung entsteht im 20. Jahrhundert eine Minderheitenposition, die den Vertrag nicht im Jahr 493, sondern etwa um 370 ansetzt. Vertreter dieser Auffassung sehen die traditionelle Datierung von 493 als Ergebnis annalistischer Konstruktion und vermuten eine nachträgliche Zurückverlegung des Vertrags in eine frühere Epoche. Sie verweisen auf Widersprüche in der Überlieferung und bringen die Datierung mit den römisch-karthagischen Verträgen in einen neuen Zusammenhang. Andere Forscher halten an der frührepublikanischen Datierung fest und argumentieren, dass die militärische Lage im frühen 5. Jahrhundert ein Bündnis mit den Latinern zwingend nahelegt. Sie sehen die Erwähnungen des Foedus Cassianum bei Autoren wie Cicero, Livius, Dionysios von Halikarnassos und Festus als Indiz dafür, dass der Vertrag tatsächlich eine sehr alte Grundlage der römisch-latinischen Beziehungen darstellt. Der gelehrte Streit über die genaue Datierung setzt sich in der Fachliteratur fort und prägt die Interpretation der frühen römischen Bündnispolitik. - Fortsetzung 369
GRIECHEN
(2./3. Jahr der 102. Olympiade)
Syrakus
Molosser / Epirus
- König Alketas I. (385–370)
Um 370 stirbt Alketas I. - König Neoptolemos I. (370-360)
Neoptolemos I. ist der Sohn von Alketas I., der Vater von Troas, Alexander I. von Epeiros und Königin Olympias und damit mütterlicher Großvater Alexanders des Großen sowie Urgroßvater von Pyrrhos von Epeiros; er führt seine Abstammung sowohl auf den homerischen Helden Achilleus als auch auf König Lykomenes zurück. Sein Name bedeutet "neuer Krieg" und ist zugleich der Name des mythischen Sohnes des Achilleus und der Deidameia, der in der Tradition als Stammvater der molossischen Könige gilt. Spätere römische Herrscher, etwa Kaiser Caracalla, beanspruchen in der Kaiserzeit, von diesem Neoptolemos abzuleiten zu sein, wodurch die Figur noch nach Jahrhunderten genealogische Bedeutung besitzt. Nach dem Tod von Alketas I. vereinbart Neoptolemos mit seinem Bruder Arrybas eine Teilung des Königreichs, sodass beide Brüder jeweils einen Teil von Epeiros eigenständig regieren. Diese Doppelherrschaft verläuft nach den überlieferten Nachrichten ohne militärische Konflikte zwischen den Brüdern, wodurch in Epeiros eine Phase relativer innerer Harmonie und Stabilität besteht.
In diese Zeit fällt auch die früheste epigraphische Erwähnung des sogenannten Molosserbundes, die bereits unter Neoptolemos belegt ist.
Alexander, später Alexander I. von Epirus (auch Alexander der Molosser) wird um 370 als Sohn von Beoptolemos I. in Epirus geboren und gehört zur molossischen Dynastie der Aiakiden. Er ist der Bruder von Olympias, der späteren Mutter Alexanders des Großen. - König Arybbas (370-343/342)
Arybbas ist Sohn des Molosserkönigs Alketas I. und gehört zum königlichen Haus der Aiakiden. Nach dem Tod seines Vaters um 370 teilt er sich die Herrschaft über Epirus mit seinem Bruder Neoptolemos I., jeder regiert einen Teil des Reichs. - Fortsetzung 360
Makedonien
- König Amyntas III. (2. Amtszeit 392–370)
Amyntas III. stirbt im hohen Alter; sein ältester Sohn Alexander II. folgt ihm unmittelbar auf den Thron und führt die Argeadenherrschaft fort. - König Alexander II. (370-368)
Alexander (griechisch: Alexandros), um 390 geboren, gehört zur Argeaden-Dynastie. Er ist der älteste der drei Söhne des Königs Amyntas III. und der Königin Eurydike I.; seine jüngeren Brüder sind Perdikkas III. und Philipp. Als Amyntas III. stirbt, ist Alexander zwar volljährig, aber noch sehr jung, als er im Jahr 369 den makedonischen Thron besteigt. Aus Nordwesten dringen Illyrer in das makedonische Gebiet ein, während im Osten der Thronprätendent Pausanias auftritt, einige Städte rasch unter seine Kontrolle bringt und die in Pella residierende Königinmutter Eurydike mit ihren jüngeren Söhnen gefährdet, worauf Alexander den Krieg eröffnet. Ihm kommt dabei der athenische Feldherr Iphikrates zu Hilfe, der mit seiner Flotte entlang der makedonischen Küste unterwegs ist, um Amphipolis zurückzuerobern. Mit der Unterstützung Iphikrates’ schlägt Alexander sowohl die illyrische Invasion als auch den Vormarsch des Pausanias zurück und stabilisiert damit vorerst seine Herrschaft. Er prägt zudem den Namen der königlichen Fußgarde, der Pezhetairoi ("Fußgefährten"), der später unter Philipp II. für die mit der Lanze bewaffnete Infanterie neu verwendet wird. Nachdem Alexander seine Stellung in Makedonien zunächst gesichert hat, wird er von den Aleuaden, einer einflussreichen Adelsfamilie in Thessalien, um Hilfe in einem dortigen Bürgerkrieg gebeten. Er marschiert nach Thessalien und gewinnt die Kontrolle über Larissa und mehrere andere Städte. Indem er in den eroberten Städten makedonische Garnisonen stationiert, bricht er seine früheren Zusagen. Der thebanische Feldherr Pelopidas zieht deshalb gegen die makedonischen Truppen und vertreibt sie aus Thessalien. Im Anschluss bricht Alexander sein Bündnis mit Athen und schließt sich stattdessen Theben an. Als Teil dieses neuen Bündnisses muss er Geiseln stellen, unter denen sich auch sein jüngerer Bruder Philipp befindet, der nach Theben gebracht wird und dort als Geisel lebt. - Fortsetzung 368
Pherai
- Tyrann Jason (390-370)
Jason will die Pythischen Spiele in Delphi leiten und plant, mit seiner gesamten Truppenmacht dorthin zu ziehen; doch bevor er dieses Vorhaben verwirklicht, wird er während einer Inspektion seiner Kavallerie von einer Gruppe thessalischer Adliger ermordet, wobei vermutlich auch Theben in die Verschwörung verwickelt ist. Zwei der Attentäter werden von der Leibwache sofort niedergemacht. Seine Brüder Polydoros und Polyphron übernehmen daraufhin gemeinsam die Herrschaft über Pherai und den thessalischen Bund. Polydoros wird schon bald nach der Machtübernahme getötet, wahrscheinlich von seinem Bruder Polyphron, der damit die alleinige Herrschaft erlangt. Polyphron übt das Amt des Tagos offen wie eine Tyrannis aus, indem er nicht nur in Pherai, sondern in ganz Thessalien uneingeschränkt herrschen will. - Fortsetzung 369
Böotischer Bund (seit 379)
- Das thebanische Heer des Epaminondas zieht durch die Peloponnes und ist im Dezember das erste fremde Heer, das in Lakonien einfällt. Lediglich die von König Agesilaos II. gehaltene Hauptstadt Sparta wird nicht erobert.
- Fortsetzung 369
Attischer Seebund
- Platon (58)
Phaidros (Dialog)
Historischer Hintergrund: Nach dem Sieg der Griechen über die Perser 479 steigt Athen zur führenden Macht im Ägäischen Meer auf und baut den attischen Seebund aus. Um 433/432 tritt der junge Phaidros im Umfeld Sokrates’ in Athen literarisch in Erscheinung, wie sein Auftreten in Platons Dialog Protagoras nahelegt; er ist also deutlich jünger als Sokrates. Mit dem Beginn des Peloponnesischen Krieges 431 gerät Athen in lang anhaltende militärische Konflikte, die die politische und moralische Ordnung der Polis erschüttern. Sokrates wirkt weiterhin als kritischer Gesprächspartner im öffentlichen Leben, er hinterfragt Selbstgewissheiten und verlangt begründete Einsichten statt bloßer Überredungskunst. Von 415 an hält Phaidros sich etwa ein Jahrzehnt lang nicht in Athen auf, was für die innere Chronologie der fiktiven Dialoghandlung bedeutsam ist. Gleichzeitig verschärft sich die politische Krise: Das sizilische Unternehmen scheitert, und Athen erlebt Phasen oligarchischer Herrschaft, bevor die Demokratie wiederhergestellt und bald darauf Sokrates 399 hingerichtet wird. Platon erlebt diese Ereignisse als tiefen Bruch, der seinen Glauben an unmittelbare politische Wirksamkeit der Philosophie erschüttert und ihn zu einer grundsätzlichen Reflexion über Staat, Seele und Wissen drängt. Nach dem Tod des Sokrates zieht sich Platon zunächst aus der unmittelbaren athenischen Politik zurück und unternimmt längere Reisen. Er besucht unter anderem Kyrene, Ägypten und Unteritalien, kommt mit verschiedenen philosophischen Schulen und religiösen Traditionen in Berührung und erweitert sein Verständnis von Seele, Kosmos und Erkenntnis. Die Erfahrung, dass philosophische Einsicht nicht automatisch zu politischer Macht führt, vertieft seine Skepsis gegenüber rein praktischer Politik und stärkt den Entschluss, Bildung und geistige Formung in den Mittelpunkt zu stellen. Im Jahr 387 kehrt Platon nach Athen zurück und gründet außerhalb der Stadtmauer seine Akademie, die erste dauerhaft institutionalisierte Philosophenschule Griechenlands. In der Akademie entwickelt er Lehrprogramme, die Mathematik, Astronomie, Biologie, politische Theorie und Philosophie verbinden, und schafft damit ein Umfeld, in dem mündliche Diskussion und schriftliche Ausarbeitung eng ineinandergreifen. Die Schule dient als Ort, an dem die Frage nach der richtigen Verwendung von Sprache und Rede im Unterricht und in der politischen Beratung ständig präsent ist. Diese institutionelle Basis ermöglicht Platon, Dialoge wie den Phaidros nicht nur als literarische Kunstwerke, sondern als Reflexionen auf die pädagogische Praxis und auf die Funktion von Texten und Reden im philosophischen Unterricht zu konzipieren.
Entstehung des Phaidros: In der Forschung setzt sich seit dem 19. Jahrhundert zunehmend die Auffassung durch, dass Platon den Phaidros nicht in seiner Frühzeit, sondern nach der Politeia verfasst, also um 370 oder in den 360er Jahren.
getAbstract 2016: Auf den ersten Blick ist Platons Phaidros ein zerrissenes Werk, das von ganz verschiedenen Dingen handelt: vom Schönen, vom Wesen des Eros, von dessen pädagogischem Einfluss auf die Seele sowie von den Kriterien guter Rhetorik. Bei genauerer Betrachtung aber hängen diese Themen eng zusammen. Das Schöne setzt den philosophischen Eros überhaupt erst in Kraft, der als Sehnsucht nach Weisheit und Wahrheit die Voraussetzung für eine gute, das heißt wahre Rede ist. Platon grenzt sich damit deutlich von den Sophisten ab, denen er vorwirft, sie orientierten sich am Schein und lehrten eine rein technische Redekunst, ohne sich um Inhalte zu scheren. Er selbst versteht unter Rhetorik eine Art Seelenführung: Eine gute Rede – ob öffentlich oder privat – legt den Keim einer Wahrheit in die Seele. Doch das Thema Rhetorik ist nur ein Aspekt dieses schmalen, aber reichhaltigen Werkes. Im Zentrum steht Platons berühmter Mythos von der Seele als einem geflügelten Zweigespann sowie ein Loblied auf die Knabenliebe, das bis in heutige Diskussionen über den pädagogischen Eros nachhallt
Parmenides (Dialog)
Historischer Hintergrund: Im Jahr 450 findet in der erzählten Welt des Dialogs das zentrale philosophische Gespräch statt, das später unter dem Titel Parmenides bekannt wird. Der aus Elea stammende Philosoph Parmenides hält sich zusammen mit seinem Schüler Zenon von Elea anlässlich der Großen Panathenäen als berühmter Gast in Athen auf, wo er in der Heimat des noch jungen Sokrates als hochangesehener Lehrer erscheint. Platon bringt verschiedene Gestalten seiner geistigen Vorgeschichte zusammen: Parmenides als Vertreter der eleatischen Schule, Zenon als Verteidiger der Lehre vom einen Seienden, den neunzehnjährigen Sokrates als lernenden Fragesteller und einen jungen Aristoteles (nicht den späteren Philosophen), der Parmenides im zweiten Teil des Dialogs als Antwortpartner dient. In einem Haus im Stadtteil Kerameikos – dem Domizil des athenischen Bürgers Pythodoros – kommt es zu der ausgedehnten Diskussion über Einheit und Vielheit, Sein und Nichtsein, die in Platons Darstellung zu einem Musterbeispiel strenger dialektischer Prüfung wird und den historischen Hintergrund der fiktiven Begegnung zwischen Sokrates und Parmenides bildet.
Von 431 bis 404 dauert der Peloponnesische Krieg, in dessen Folge Athen seine Vormachtstellung verliert und eine Phase politischer Erschütterungen erlebt, die später in Platons Dialog biographisch anklingt. Nach der Niederlage Athens gegen Sparta übernehmen im Jahr 404 die sogenannten Dreißig, ein oligarchisches Herrschaftsgremium, die Macht und üben bis 403eine Schreckensherrschaft aus, ehe die Demokratie wiederhergestellt wird. In diesen politischen Kontext gehört der historische Aristoteles, den Platon im Parmenides als jungen Diskussionspartner auftreten lässt: In der wirklichen Geschichte gehört dieser Aristoteles dem Rat der Dreißig an und steht damit auf der Seite der oligarchischen Bewegung.
Nach 423 kommt Antiphon zur Welt, der Halbbruder von Glaukon und Adeimantos, und wächst im vornehmen Stadtteil Melite westlich der Akropolis auf, in einem Milieu prominenter athenischer Bürger. In seiner Jugend ist Antiphon lebhaft an Philosophie interessiert und begegnet dem schon greisen Pythodoros, der als Gastgeber von Parmenides und Zenon die denkwürdige Diskussion im Kerameikos miterlebt hat und sich ihren Verlauf genau einprägt. Pythodoros überliefert dem jugendlichen Antiphon Jahrzehnte nach dem ursprünglichen Ereignis den langen und anspruchsvollen Gesprächsverlauf mündlich immer wieder, sodass Antiphon ihn sich durch häufiges Anhören zu eigen macht, obwohl er selbst nie an der ursprünglichen Diskussion teilgenommen hat. Da Sokrates im Jahr 399 hingerichtet wird, ist klar, dass Antiphon den Bericht des Pythodoros in den ersten Jahren des 4. Jahrhunderts v. Chr. erhält, als Sokrates bereits tot ist und nur noch als erinnerte Gestalt vorkommen kann; dieser zeitliche Abstand bildet den historischen Rahmen für die zweite Überlieferungsstufe des Dialoginhalts.
In den frühen Jahren des 4. Jahrhunderts v. Chr. lebt Pythodoros als älterer Bürger Athens, der inzwischen auch als Feldherr im Peloponnesischen Krieg hervorgetreten ist, und erinnert sich an den Besuch der eleatischen Philosophen in seinem Haus. Seine Rolle in der Entstehungsgeschichte des Dialogs besteht darin, dass er sowohl Gastgeber als auch erster gedächtnisstarker Zeuge der langen philosophischen Diskussion ist, die er Jahrzehnte später aus dem Gedächtnis schildert. Antiphon, der in dieser Phase etwa vierzehn bis siebzehn Jahre alt ist, hört die wiederholten Berichte mit solcher Aufmerksamkeit, dass er den komplizierten Gesprächsverlauf mit seinen gedanklichen Windungen und den von Parmenides demonstrierten Untersuchungsmethoden dauerhaft behält. Auf diese Weise entsteht die erste feste mündliche Tradition über das Gespräch zwischen Parmenides, Zenon, Sokrates und Aristoteles: Eine hochkomplexe philosophische Auseinandersetzung wird allein im Gedächtnis zweier Generationen – Pythodoros und Antiphon – bewahrt, ohne dass schriftliche Aufzeichnungen erwähnt werden, was historisch gesehen äußerst unwahrscheinlich, im Rahmen der literarischen Fiktion Platons aber als bewusste Überhöhung der Gedächtnisleistung und der Zuverlässigkeit philosophischer Überlieferung erscheint.
In den 370er Jahren setzt Platon die eigentliche Rahmenhandlung des Dialogs an, in der ein gewisser Kephalos aus Klazomenai als Erzähler auftritt und den Lesern den Zugang zur lange zurückliegenden Diskussion vermittelt. Kephalos, der möglicherweise eine frei erfundene Figur ist, kommt in vorgerücktem Alter mit philosophisch interessierten Begleitern nach Athen, trifft auf der Agora seine alten Bekannten Glaukon und Adeimantos und wird von ihnen in das Haus ihres Halbbruders Antiphon im Stadtteil Melite geführt. Dort gelingt es den Gästen, Antiphon, der inzwischen kein Interesse mehr an Philosophie zeigt und sich der Pferdezucht widmet, dazu zu bewegen, seine Erinnerungen an die Berichte des Pythodoros ausführlich zu schildern. Kephalos nimmt dieses erzählte Gespräch auf und gibt es weiter, sodass sich eine vierfache Vermittlung ergibt: Das ursprüngliche Gespräch in Pythodoros’ Haus, dessen Erinnerung bei Pythodoros, die Einprägung bei Antiphon in dessen Jugend und schließlich die Wiedergabe Antiphons an Kephalos und dessen Freunde.
Fachleute den tatsächlichen Entstehungszeitraum von Platons Dialog Parmenides um 370 ein und zählen ihn zum späten Werk des Philosophen, in dem die bereits entwickelte Ideenlehre kritisch überprüft und in eine neue Problemlage gestellt wird. Der Dialog setzt beim Publikum eine vertraute Kenntnis der Ideenlehre voraus und wird deshalb nach Werken wie der Politeia und dem Phaidon angesetzt, in denen Platon die Lehre von eigenständigen, unveränderlichen Ideen bereits entfaltet hat. Zugleich zeigt die Rahmenfiktion, dass Sokrates im Zeitpunkt der äußeren Handlung bereits tot ist – daher suchen die Figuren Pythodoros und nicht Sokrates selbst auf –, was die literarische Konstruktion mit der historischen Tatsache der Hinrichtung des Sokrates im Jahr 399 verbindet.
getAbstract: Parmenides ist der wohl undurchsichtigste von Platons Dialogen. Er verlangt dem Leser ein hohes Maß an Konzentration ab. Mit einer Flut von Argumenten belegt die Hauptfigur Parmenides eine These nach der anderen, um gleich darauf auch das Gegenteil zu beweisen. Die verworrene Dialektik rund um den Begriff des Einen bietet unerschöpflichen Spielraum für philosophische Interpretationen. Die Argumente lassen sich im Hinblick auf ihre logische Struktur analysieren, man kann sie mit heutigen Begrifflichkeiten vergleichen und nachvollziehen, wie einzelne Elemente des Dialogs spätere Themen der Philosophie vorwegnehmen: Man kann sich schier endlos mit dem Dialog beschäftigen. Kein Wunder also, dass er Generationen von Philosophen herausgefordert hat. Seinen Wert für den interessierten Laien erhält der Dialog dagegen durch die einleitende Darstellung der platonischen Ideenlehre im ersten Teil. - Enzyklopädie
Speusippos arbeitet in Platons Akademie; er richtet seinen Blick auf Gemeinsame in den Dingen und klassifiziert in einer Enzyklopädie alle bekannten Gegenstände systematisch nach Ähnlichkeiten. Der Arbeitstitel "Homoia" (Ähnliche Dinge) gibt das Programm vor: Nicht Einzelphänomene stehen im Vordergrund, sondern geordnete Reihen von Verwandtschafts‑ und Ähnlichkeitsbeziehungen in einder umfangreichen Darstellung in zehn Büchern und beabsichtigt, die Gesamtheit der damals bekannten Dinge in einem einheitlichen System von Gattungen und Arten zu erfassen. Speusippos unterscheidet dabei mehrere Stufen oder Grade, um fein abgestufte Verwandtschaften sichtbar zu machen. Er arbeitet mit Gattungen, Untergattungen und Arten, sowohl für die belebte als auch unbelebte Bereiche der Wirklichkeit. Die Homoia stehen damit am Anfang einer systematischen Enzyklopädiegeschichte, weil sie die verstreuten Wissensbestände unter ein umfassendes Ordnungsschema stellen. - Fortsetzung 369
Arkadischer Bund
- Mantineia
Mantineia entsteht erneut als Stadt auf der arkadischen Hochebene, nachdem die militärische Vorherrschaft Spartas in der Schlacht von Leuktra gebrochen ist. Die ehemals von Sparta erzwungene Auflösung der Polis in mehrere Dörfer wird rückgängig gemacht, die verstreuten Gemeinden schließen sich wieder zur gemeinsamen Polis Mantineia zusammen und knüpfen damit an ihre frühere städtische Tradition an. Mantineia tritt in diesem Jahr dem Arkadischen Bund bei, der als politischer Zusammenschluss arkadischer Städte entsteht und sich ausdrücklich gegen die spartanische Hegemonie richtet. Theben unterstützt die Neugründung, sodass Mantineia als bewusst geschaffenes antispartanisches Bollwerk in Arkadien neben Städten wie Megalopolis fungiert und den Einfluss der spartanischen Macht in Zentralpeloponnes dauerhaft einschränken soll. - In Tegea beginnt der Wiederaufbau der des 394 niedergebrannten Tempels der Athene. Der Tempel ist einer der bedeutendsten religiösen Orte im antiken Griechenland. Das Bauvorhaben wird geleitet von dem Bildhauer Skopas. Um 370 schliesst sich Tegea dem neu gegründeten Arkadischen Bund an.
- Anabasis (Xenophon)
Der athenische Politiker und Dichter Xenophon verfasst die Anabasis um 370 auf einem Landgut in der Nähe von Olympia in der Eleia, das zum Arkadischen Bund gehört und wohin er sich nach Jahren als Söldnerführer und politisch umstrittener Athener zurückgezogen hat. Er lebt nun als wohlhabender Großgrundbesitzer im Umfeld Spartas, steht aber mit seiner Heimatstadt Athen in einem belasteten Verhältnis, da man ihn dort verbannt hat und er sich politisch wie militärisch stark an die Spartaner angenähert hat. In dieser Situation blickt er rund drei Jahrzehnte nach dem Zug der Zehntausend auf seine eigenen Erlebnisse zurück und entscheidet sich, sie literarisch zu gestalten, wobei er seine persönlichen Erfahrungen mit einem klaren erzählerischen Konzept verbindet. Er nutzt offenbar eigene Notizen aus der Zeit des Feldzuges sowie Berichte anderer Teilnehmer, um eine in sich geschlossene und dramaturgisch durchkomponierte Darstellung zu schaffen, die zugleich als Rechtfertigung seines Handelns und als Lehrstück über Führung, Gehorsam und Gemeinschaft im Krieg dient. Da das Werk starke autobiographische Züge trägt und Xenophon selbst als handelnde Figur auftritt, publiziert er es zunächst unter dem Namen Themistogenes, um die Aufmerksamkeit stärker auf den exemplarischen Charakter des Geschehens als auf seine Person zu lenken und wohl auch politische Anstoßnahme zu vermeiden.
Sparta
- König der Eurypontiden: Agesilaos II. (399–359/358)
Epameinondas führt mehrere Heere nach Lakonien, und Agesilaos trägt maßgeblich dazu bei, Sparta trotz Revolten von Heloten, Periöken und Teilen der Bürgerschaft sowie trotz der Angriffe von außen zu halten; die Stadt bleibt unbefestigt, wird aber nicht erobert. Gleichzeitig versucht er, durch diplomatische Missionen, etwa Gesandtschaften nach Mantineia, Bündnispartner zu sichern und Spartas Position im Peloponnes zu verteidigen. - König der Agiaden: Agesipolis II. (371-370)
- König der Agiaden: Kleomenes II. (370–309)
Kleomenes II. ist der zweite Sohn von König Kleombrotos I., der der Agiaden-Dynastie Spartas angehört. Nach dem Tod seines Vaters in der Schlacht von Leuktra 371 ist zunächst sein älterer Bruder Agesipolis II. auf den Thron gefolgt. Dieser stirbt jedoch kurz darauf, sodass Kleomenes II. nun König von Sparta wird. Kleomenes II. regiert außerordentlich lange, nämlich nach Diodoros von Sizilien 60 Jahre und 10 Monate. Trotz der Länge seiner Herrschaft sind nur sehr wenige Details über sein Leben und Wirken bekannt. Er hat den Ruf, politisch unauffällig oder sogar bedeutungslos zu sein, was von einigen Historikern als "Nullität" beschrieben wird. Möglicherweise führt die scheinbare Schwäche Kleomenes’ dazu, dass Aristoteles in seiner Politik ein kritisches Bild des spartanischen Königshauses zeichnet. Während seiner Regentschaft konzentriert sich Kleomenes vermutlich auf die Innenpolitik Spartas, während die militärische Führung den Eurypontiden Agesilaos II., Archidamos III. und Agis III. überlassen wird. Die Spartaner hüten ihre Staatsangelegenheiten streng vor Ausländern, was das Schweigen der antiken Quellen über Cleomenes erklärt. - Fortsetzung 368
Bosporanisches Reich
Bithynien
Salamis
ODRYSEN
ACHÄMENIDENREICH
- Großkönig Artaxerxes II. (404–358)
Im Osten des Reiches erhebt sich das Volk der Kadusier, gegen das Artaxerxes persönlich ins Feld zieht, um den Aufstand niederzuschlagen. Gleichzeitig entfacht im Westen der Feldherr Datames um 370 einen Aufstand entfacht, der in der älteren Forschung als "großer Satrapenaufstand" eingeht (siehe unter Datames). In Griechenland entsteht dadurch das Bild eines schwachen Artaxerxes, wodurch Athen und Theben ihre Position stärken und letztlich die spartanische Vorherrschaft in den Schlachten von Leuktra und Mantineia brechen können. Artaxerxes ist inzwischen ein alter Mann und überlässt die Kontrolle an der Westgrenze weitgehend den dortigen Satrapen, die stark aus Eigeninteresse handeln. Die aus griechischer Sicht häufige Darstellung eines schwachen und machtlosen Herrschers kontrastiert mit dem Faktum, dass er trotz dieser Krisen eine der längsten und – im Ergebnis – stabilsten Regierungszeiten der Achämeniden hat. - Satrap Mithridates I. (Kios, 401-362)
- Satrap Ariobarzanes (Phrygien, 388-362)
- Satrap Datames (Kappadokien, 380-362)
Datames erhält vom König den Oberbefehl über ein großes Heer, das nach dem Scheitern des Feldzuges des Pharnabazos II. die verlorene Provinz Ägypten für das Achämenidenreich zurückgewinnen soll. Die Rivalen von Datames verleumden ihn erfolgreich am persischen Hof, sodass er den geplanten Ägyptenfeldzug aufgibt, die Loyalität zu Artaxerxes kündigt und seine Truppen nach Kappadokien zurückführt, wo er sich der Autorität von Artaxerxes entzieht. Dort schließt sich Datames dem sogenannten Satrapenaufstand an, in dem mehrere westliche Satrapen des Reiches gegen den Großkönig rebellieren. Artabazos, der loyale Satrap von Hellespontinischer Phrygien, marschiert mit königstreuen Truppen von Pisidien aus gegen Datames, wird jedoch von ihm vollständig geschlagen. Der Großkönig entsendet nun Autophradates mit einem großen Heer gegen den abtrünnigen Satrapen, doch auch dieser Feldzug scheitert: Autophradates ist gezwungen, sich mit erheblichen Verlusten zurückzuziehen. Datames behauptet sich damit als einer der militärisch stärksten Gegner des Königs im Westen des Reiches. - Satrap Mausolus (Karien, 377–353)
- Exhaustionsmethode
Der Mathematiker Eudoxos von Knidos, der sich um diese Zeit in Ägypten aufhält, verwendet die Exhaustionsmethode bei der Flächenberechnung, indem er eine unbekannte Größe schrittweise durch bekannte Größen "aufzehrt": Er legt in eine Figur mit unbekannter Fläche eine Folge von bekannten Flächen (etwa Vielecken) hinein, deren Gesamtfläche sich der unbekannten Fläche beliebig stark annähert, ohne sie zu überlappen. Zugleich denkt er sich eine Folge von Annäherungen, die dieselbe Figur von außen begrenzen und deren Flächenwert von oben herab gegen denselben Grenzwert geht. Auf diese Weise entsteht das Prinzip, eine Größe durch passende Unter- und Obergrenzen so weit zu "erschöpfen", dass der Unterschied kleiner wird als jede vorgegebene Größe. Dieses Argument ermöglicht es ihm, Aussagen über Gleichheit und Proportion von Flächen zu beweisen, ohne Längen, Flächen oder Volumina als bereits "messbar" vorauszusetzen. Nun wendet Eudoxos die Exhaustionsmethode konkret auf den Kreis an. Er betrachtet regemässige Vielecke, die in einen Kreis wie Tortenstücke einbeschrieben sind, und zeigt, dass ihre Gesamtfläche durch sukzessive Verdopplung ihrer Anzahl beliebig nahe an die Kreisfläche heranrückt. Parallel untersucht er umbeschriebene Vielecke, deren Flächenwert den Kreis nach oben begrenzt, und argumentiert, dass sich auch diese Folge der wahren Kreisfläche annähert. Mit Hilfe seiner Proportionenlehre beweist er, dass der Kreis sich im Verhältnis seiner Fläche zu seinem Radius wie ein bestimmter Faktor verhält, der durch diese Vielecksfolgen definiert wird, ohne π als Zahl zu benötigen. So entsteht ein streng geometrischer Beweisgedanke, der später die Grundlage für archimedische Resultate zur Kreisfläche bildet. In einer weiteren Entwicklungsstufe überträgt Eudoxos sein Verfahren von ebenen Figuren auf Kegel und Pyramiden, indem er sie in dünne Schichten beziehungsweise in passend gewählte Teilkörper zerlegt. Durch geeignete Zerlegung und Summation dieser Teilkörper zeigt er, dass das Volumen eines Kegels proportional zur Grundfläche und zur Höhe ist. Euklid übernimmt die Proportionenlehre des Eudoxos später nahezu vollständig in die "Elemente" und verwendet sie im zwölften Buch. - Fortsetzung 367
ÄGYPTEN
Spätzeit, 30. Dynastie
KUSCH
INDIEN
Anuradhapura
CHINA
Zeit der Streitenden Reiche
(38./39. Zyklus, Jahr des Metall-Schweins; am Beginn des Jahres Metall-Hund)
Qin
Zhou
- König Lie (375–369)
König Wei von Qi besucht den Hof der Zhou-Dynastie. - Fortsetzung 369
Zhao
Wei
- Markgraf Wu (396–370)
Markgraf Wu stirbt. Nach seinem Tod geht die Herrschaft im Staat Wei auf seinen Sohn über. - Fortsetzung 369
Qi
Chu
- König Su (380–370)
Su stirbt, ohne eigene Söhne als Nachfolger zu hinterlassen; trotzdem kommt es zu einem geregelten Übergang, denn sein jüngerer Bruder Xiong Liangfu übernimmt den Thron und wird als König Xuan von Chu bekannt. - Fortsetzung 369
JAPAN
QUELLEN
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14.12.2015 Artikel eröffnet
05.07.2023 Grundstock erstellt
18.02.2026 Grundstock ergänzt