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(ab urbe condita DLXIX = 569)
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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Appius_Claudius_Pulcher_(Konsul_185_v._Chr.) '''Konsul Appius Claudius Pulcher''']
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Appius_Claudius_Pulcher_(Konsul_185_v._Chr.) '''Konsul Appius Claudius Pulcher'''] <br />Appius Claudius Pulcher erhält das Konsulat gemeinsam mit Marcus Sempronius Tuditanus. Während seines Konsulats führt er in Ligurien Krieg gegen die Ingauner. Er erobert sechs ihrer Städte und viele Tausend Einwohner, und die Anführer des Aufstands, insgesamt vierundvierzig? nein, im Text stehen dreiundvierzig, lässt er enthaupten. Am Ende des Jahres kehrt er nach Rom zurück, um die Wahlen der nächsten Magistrate abzuhalten, und betreibt dort mit großem Nachdruck die Kandidatur seines Bruders Publius für das folgende Konsulat.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Sempronius_Tuditanus_(Konsul_185_v._Chr.) '''Konsul Marcus Sempronius Tuditanus''']
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Sempronius_Tuditanus_(Konsul_185_v._Chr.) '''Konsul Marcus Sempronius Tuditanus'''] <br />Tuditanus wird zusammen mit Appius Claudius Pulcher zum Konsul gewählt. Beide Konsuln führen zunächst Rekrutierungen durch und gehen dann in ihre gemeinsame Provinz Ligurien. Dort kämpft Tuditanus gegen die Apuaner; von Pisa aus säubert er die Vorgebirge des Apennin von Feinden, verfolgt sie dann in die Berge und fügt ihnen eine völlige Niederlage zu.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Quintus_Caecilius_Metellus_(Konsul_206_v._Chr.) Quintus Caecilius Metellus] wird zusammen mit Marcus Baebius Tamphilus und Tiberius Sempronius Gracchus als Gesandter an den Hof Philipps V. von Makedonien entsandt. Die Gesandtschaft soll Vorwürfe von Thessalern, Epiroten und Eumenes II. von Pergamon gegen den König prüfen, die nach dem römischen Sieg im Seleukidenkrieg laut geworden sind. In Makedonien fordert Metellus von Philipp, er solle die von ihm gehaltenen Städte in Thessalien und Perrhäbien räumen. Auf dem Rückweg passieren die Gesandten die Stadt Argos, die zur Zeit unter der Herrschaft des Achaiischen Bundes steht, und treffen dort die Amtsinhaber des Bundes. Metellus tadelt sie wegen ihrer harten Behandlung Spartas nach dessen Niederlage im Lakonischen Krieg vom Jahr 195, insbesondere wegen der Schleifung der Stadtmauern, der Versklavung der Bevölkerung nach Achaia und der Aufhebung der Gesetze des Lykurg, auf denen bisher die Stabilität des spartanischen Staates geruht hatte. Die Gesandten verlangen, dass die Volksversammlung des Bundes einberufen wird, um diese Fragen zu erörtern, doch die Achaier ignorieren diese Forderung.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Keltiberischer_Krieg Erster Keltiberischer Krieg (193-178)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Keltiberischer_Krieg Erster Keltiberischer Krieg (193-178)] <br />
*[[-184#RÖMISCHE_REPUBLIK | Fortsetzung 184]] [[Kategorie:Römische Republik]]


*[[-184#RÖMISCHE_REPUBLIK | Fortsetzung 184]]
==ILLYRER==
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Pleuratus_III König Pleuratos III. (205-181)] <br />


==GRIECHEN==
==GRIECHEN==
(3./4. Jahr der 148. Olympiade)
(3./4. Jahr der 148. Olympiade)


'''Illyrien'''
'''Makedonien'''


*[https://en.wikipedia.org/wiki/Pleuratus_III König Pleuratos III. (205-181)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_V._(Makedonien) König Philipp V. (221–179)] <br />


'''Makedonien'''
'''Bosporanisches Reich'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_V._(Makedonien) König Philipp V. (221–179)] <br />
*[http://fr.wikipedia.org/wiki/Spartocos_V König Spartokos V. (um 200-180)]


'''Pergamon'''
'''Pergamon'''
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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Mithridates_III._(Pontos) König Mithridates III. (220–185)]
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Mithridates_III._(Pontos) König Mithridates III. (220–185)]
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Pharnakes_I. '''König Pharnakes I. (185–ca. 158)'''] <br />Pharnakes I. wird Nachfolger seines verstorbenen Vaters Mithridates III. als König von Pontos.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Pharnakes_I. '''König Pharnakes I. (185–ca. 158)'''] <br />Pharnakes I. folgt um 185 seinem Vater Mithridates III. auf den Thron von Pontos. Über seine Regierungszeit geben hauptsächlich nur einige Exzerpte aus dem Geschichtswerk des Polybios Auskunft; dazu treten einige erhaltene Inschriften und Münzfunde.  
*[[-184#GRIECHEN | Fortsetzung 184]]
*[[-184#GRIECHEN | Fortsetzung 184]] [[Kategorie:Pontos]]


'''Bithynien'''
'''Bithynien'''
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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Seleukos_IV. König Seleukos IV. (187–175)] <br />Verhandlungen mit dem Achaiischen Bund in Griechenland, Versuch der Machtstabilisierung im Westen <br />Geburt von Demetrios I., Sohn von Seleukos IV. Philopator und Laodike IV.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Seleukos_IV. König Seleukos IV. (187–175)] <br />Verhandlungen mit dem Achaiischen Bund in Griechenland, Versuch der Machtstabilisierung im Westen <br />Geburt von Demetrios I., Sohn von Seleukos IV. Philopator und Laodike IV.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ptolemaios_(Kommagene) Satrap Ptolemaios (Kommagene, 201-163)]
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ptolemaios_(Kommagene) Satrap Ptolemaios (Kommagene, 201-163)]
*[[-180#GRIECHEN | Fortsetzung 180]]
*[[-180#GRIECHEN | Fortsetzung 180]] [[Kategorie:Seleukidenreich]]


'''Indo-Griechisches Reich'''
'''Indo-Griechisches Reich'''
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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Demetrios_I._(Baktrien) König Demetrios I. (200–182)] <br />Demetrios I. übernimmt östliche Grenzgebiete des Seleukidenreiches, die dem heutigen Südafghanistan und Belutschistan entsprechen.  
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Demetrios_I._(Baktrien) König Demetrios I. (200–182)] <br />Demetrios I. übernimmt östliche Grenzgebiete des Seleukidenreiches, die dem heutigen Südafghanistan und Belutschistan entsprechen.  
*[[-184#GRIECHEN | Fortsetzung 184]]
*[[-184#GRIECHEN | Fortsetzung 184]] [[Kategorie:Griechisch-Baktrisches Königreich]]


'''Ägypten'''
'''Ägypten'''
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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ptolemaios_V. König Ptolemaios V. (204-180)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ptolemaios_V. König Ptolemaios V. (204-180)] <br />
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kleopatra_I. Königin Kleopatra I. (193-180)] <br />In Memphis werden Kleopatra I. die gleichen kultischen Ehrungen wie ihrem Ehemann zuteil  
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kleopatra_I. Königin Kleopatra I. (193-180)] <br />In Memphis werden Kleopatra I. die gleichen kultischen Ehrungen wie ihrem Ehemann zuteil  
*[[-180#GRIECHEN | Fortsetzung 180]]
*[[-180#GRIECHEN | Fortsetzung 180]] [[Kategorie:Aegypten]]


==IBERIA==
==IBERIA==
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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Arsakes_II. Großkönig Arsakes II. (217–185)]
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Arsakes_II. Großkönig Arsakes II. (217–185)]
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Phriapatios '''Großkönig Phriapatios (185–170)'''] <br />Beginn der Herrschaft von Phriapatios als dritter König des Partherreichs; möglicherweise ist er zunächst Vasall der Seleukiden
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Phriapatios '''Großkönig Phriapatios (185–170)'''] <br />Phriapatios übernimmt nach Arsakes II. die Herrschaft, wobei Historiker den Übergang unterschiedlich auf etwa 191 oder etwa 185 datieren; die frühere Datierung gilt in der Forschung traditionell, wird aber von N. Overtoom für „Priapatius“ in *Encyclopædia Iranica* 2023 auf „etwa 185 v. Chr.“ verschoben. Phriapatios erbt von Arsakes II. ein ausreichend schwaches Reich und richtet seine Herrschaft vor allem darauf aus, die Macht der Arsakiden als bedeutende Regionalmacht sowie den Prestigewert und die Stärke der parthischen Armee wiederherzustellen, die durch Antiochos III. schweren Schaden erlitten haben. In den frühen 180er Jahren v. Chr. wird unter Arschak II die Münzprägung wieder aufgenommen, und die Parther besetzen erneut Gekatompylos und benachbarte Städte; die Nachfolger Antiochos’ III. lassen diese Gebiete friedlich bestehen. Zu großen militärischen Operationen der Parther unter Arschak II nach der Niederlage gegen Antiochos III. und unter Phriapatios gibt es keine gesicherten Angaben, und Phriapatios fordert die Hegemonie der Seleukiden nicht offen heraus und unternimmt keine aggressiven Versuche zur Ausdehnung seines Reiches. <br />In den 180er Jahren ist die Macht der parthischen Könige deutlich geschwächt, und ihre Besitzungen sind im Vergleich zu den vorherigen Jahrzehnten erheblich kleiner. Die Parner verlieren de facto den größten Teil ihrer Macht in der Region und überleben nur, indem sie sich als ungleichberechtigte Verbündete des Seleukidenreiches anerkennen; ihre Niederlage führt zur Minimierung und Marginalisierung ihrer Macht im Gebiet. Strabon erklärt den späteren Aufstieg der Parther zu einer großen Macht mit ihrer Lebensweise und ihren Sitten, während Overtoom ihn mit der starken Führung der ersten Herrscher verbindet, zu denen auch Phriapatios zählt. In dieser Phase verschafft sich Parthien erneut eine stärkere Stellung an den Küsten des Kaspischen Meeres. <br />Phriapatios ist der erste Herrscher der parthischen Herrschaft, der die Beinamen „Göttlich“ und „Groß“ annimmt. In den frühen 180er Jahren v. Chr., noch unter Arsakes II., nehmen die Parther die Münzprägung wieder auf und besetzen Gekatompylos sowie die umliegenden Städte erneut. Die Nachfolger Antiochos’ III. lassen diese Gebiete friedlich in parthischer Hand, und über größere Kriegsunternehmungen der Parther in dieser Zeit liegen keine Angaben vor. Phriapatios selbst unternimmt keine offensichtlichen Herausforderungen gegen die Hegemonie der Seleukiden und führt keine aggressiven Erweiterungsversuche durch.
*[[-171#PARTHERREICH | Fortsetzung 171]]
*[[-171#PARTHERREICH | Fortsetzung 171]] [[Kategorie:Partherreich]]


==MASSYLIER==
==MASSYLIER==
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'''Maurya-Reich'''
'''Maurya-Reich'''


*[http://en.wikipedia.org/wiki/Brihadratha_Maurya König Brihadratha Maurya (187-185)] <br />Brihadratha wird während einer Militärparade von seinem Oberbefehlshaber Pushyamitra Shunga ermordet; das Maurya-Reich endet, die Shunga-Dynastie beginnt
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Brihadratha_Maurya König Brihadratha Maurya (187-185)] <br />Brihadratha wird während einer Militärparade von seinem Oberbefehlshaber Pushyamitra Shunga ermordet; das Maurya-Reich endet, die Shunga-Dynastie beginnt [[Kategorie:Maurya-Reich]]


[http://de.wikipedia.org/wiki/Shunga-Dynastie '''Shunga''']
[http://de.wikipedia.org/wiki/Shunga-Dynastie '''Shunga''']


*[http://en.wikipedia.org/wiki/Pushyamitra_Shunga '''König Pushyamitra Shunga (185–149)'''] <br />General Pushyamitra Shunga tötet den letzten Maurya-Herrscher Brihadratha bei einer Militärparade und erhebt sich selbst zum König. Er begründet damit die Shunga-Dynastie. <br />185–149 Regierungszeit von Pushyamitra Shunga: Hauptstadt Pataliputra (später Patna). Pushyamitra verteidigt sein Reich gegen Angriffe der Indo-Griechen (Yavanas), insbesondere unter König Demetrios I. und dessen General Menander. Durchführung des vedischen Pferdeopfers (Ashvamedha) zur Legitimation seiner Herrschaft. Sein Herrschaftsgebiet umfasst u.a. Pataliputra, Ayodhya, Vidisha und möglicherweise Regionen bis nach Punjab (Sakala/Sialkot). Konflikte mit Kharavela aus Kalinga, der zeitweise die Hauptstadt Pataliputra erobert. Pushyamitra Shunga ist Brahmane und soll mehreren Quellen zufolge die Förderung des Buddhismus, der im Maurya-Reich großen Einfluss gewonnen hat, unterdrückt haben.
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Pushyamitra_Shunga '''König Pushyamitra Shunga (185–149)'''] <br />General Pushyamitra Shunga tötet den letzten Maurya-Herrscher Brihadratha bei einer Militärparade und erhebt sich selbst zum König. Er begründet damit die Shunga-Dynastie. <br />185–149 Regierungszeit von Pushyamitra Shunga: Hauptstadt Pataliputra (später Patna). Pushyamitra verteidigt sein Reich gegen Angriffe der Indo-Griechen (Yavanas), insbesondere unter König Demetrios I. und dessen General Menander. Durchführung des vedischen Pferdeopfers (Ashvamedha) zur Legitimation seiner Herrschaft. Sein Herrschaftsgebiet umfasst u.a. Pataliputra, Ayodhya, Vidisha und möglicherweise Regionen bis nach Punjab (Sakala/Sialkot). Konflikte mit Kharavela aus Kalinga, der zeitweise die Hauptstadt Pataliputra erobert. Pushyamitra Shunga ist Brahmane und soll mehreren Quellen zufolge die Förderung des Buddhismus, der im Maurya-Reich großen Einfluss gewonnen hat, unterdrückt haben.
*[[-149#INDIEN | Fortsetzung 149]]
*[[-149#INDIEN | Fortsetzung 149]] [[Kategorie:Shunga]]


'''Anuradhapura'''
'''Anuradhapura'''
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*[http://en.wikipedia.org/wiki/Zhao_Tuo König Zhao Tuo (203–137)] <br />Die chinesische Regentin Lü Zhi verbietet den Handel mit Nanyue; Zhao Tuo erklärt sich zum "Kaiser" und greift Grenzstädte an
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Zhao_Tuo König Zhao Tuo (203–137)] <br />Die chinesische Regentin Lü Zhi verbietet den Handel mit Nanyue; Zhao Tuo erklärt sich zum "Kaiser" und greift Grenzstädte an
*[[-180#CHINA | Fortsetzung 180]]
*[[-180#CHINA | Fortsetzung 180]] [[Kategorie:Triệu-Dynastie]]


==XIONGNU==
==XIONGNU==


[http://de.wikipedia.org/wiki/Mao-tun Chanyu Mao-tun (209-174)] <br />
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Modu_Chanyu Chanyu Mao-tun (209-174)] <br />


==CHINA==
==CHINA==

Aktuelle Version vom 14. April 2026, 09:49 Uhr

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RÖMISCHE REPUBLIK

(ab urbe condita DLXIX = 569)

  • Konsul Appius Claudius Pulcher
    Appius Claudius Pulcher erhält das Konsulat gemeinsam mit Marcus Sempronius Tuditanus. Während seines Konsulats führt er in Ligurien Krieg gegen die Ingauner. Er erobert sechs ihrer Städte und viele Tausend Einwohner, und die Anführer des Aufstands, insgesamt vierundvierzig? nein, im Text stehen dreiundvierzig, lässt er enthaupten. Am Ende des Jahres kehrt er nach Rom zurück, um die Wahlen der nächsten Magistrate abzuhalten, und betreibt dort mit großem Nachdruck die Kandidatur seines Bruders Publius für das folgende Konsulat.
  • Konsul Marcus Sempronius Tuditanus
    Tuditanus wird zusammen mit Appius Claudius Pulcher zum Konsul gewählt. Beide Konsuln führen zunächst Rekrutierungen durch und gehen dann in ihre gemeinsame Provinz Ligurien. Dort kämpft Tuditanus gegen die Apuaner; von Pisa aus säubert er die Vorgebirge des Apennin von Feinden, verfolgt sie dann in die Berge und fügt ihnen eine völlige Niederlage zu.
  • Quintus Caecilius Metellus wird zusammen mit Marcus Baebius Tamphilus und Tiberius Sempronius Gracchus als Gesandter an den Hof Philipps V. von Makedonien entsandt. Die Gesandtschaft soll Vorwürfe von Thessalern, Epiroten und Eumenes II. von Pergamon gegen den König prüfen, die nach dem römischen Sieg im Seleukidenkrieg laut geworden sind. In Makedonien fordert Metellus von Philipp, er solle die von ihm gehaltenen Städte in Thessalien und Perrhäbien räumen. Auf dem Rückweg passieren die Gesandten die Stadt Argos, die zur Zeit unter der Herrschaft des Achaiischen Bundes steht, und treffen dort die Amtsinhaber des Bundes. Metellus tadelt sie wegen ihrer harten Behandlung Spartas nach dessen Niederlage im Lakonischen Krieg vom Jahr 195, insbesondere wegen der Schleifung der Stadtmauern, der Versklavung der Bevölkerung nach Achaia und der Aufhebung der Gesetze des Lykurg, auf denen bisher die Stabilität des spartanischen Staates geruht hatte. Die Gesandten verlangen, dass die Volksversammlung des Bundes einberufen wird, um diese Fragen zu erörtern, doch die Achaier ignorieren diese Forderung.
  • Erster Keltiberischer Krieg (193-178)
  • Fortsetzung 184

ILLYRER

GRIECHEN

(3./4. Jahr der 148. Olympiade)

Makedonien

Bosporanisches Reich

Pergamon

Pontos

Bithynien

Kappadokien

Seleukidenreich

Indo-Griechisches Reich

Griechisch-Baktrisches Königreich

Ägypten

IBERIA

ARMENIEN

PARTHERREICH

(127/128)

  • Großkönig Arsakes II. (217–185)
  • Großkönig Phriapatios (185–170)
    Phriapatios übernimmt nach Arsakes II. die Herrschaft, wobei Historiker den Übergang unterschiedlich auf etwa 191 oder etwa 185 datieren; die frühere Datierung gilt in der Forschung traditionell, wird aber von N. Overtoom für „Priapatius“ in *Encyclopædia Iranica* 2023 auf „etwa 185 v. Chr.“ verschoben. Phriapatios erbt von Arsakes II. ein ausreichend schwaches Reich und richtet seine Herrschaft vor allem darauf aus, die Macht der Arsakiden als bedeutende Regionalmacht sowie den Prestigewert und die Stärke der parthischen Armee wiederherzustellen, die durch Antiochos III. schweren Schaden erlitten haben. In den frühen 180er Jahren v. Chr. wird unter Arschak II die Münzprägung wieder aufgenommen, und die Parther besetzen erneut Gekatompylos und benachbarte Städte; die Nachfolger Antiochos’ III. lassen diese Gebiete friedlich bestehen. Zu großen militärischen Operationen der Parther unter Arschak II nach der Niederlage gegen Antiochos III. und unter Phriapatios gibt es keine gesicherten Angaben, und Phriapatios fordert die Hegemonie der Seleukiden nicht offen heraus und unternimmt keine aggressiven Versuche zur Ausdehnung seines Reiches.
    In den 180er Jahren ist die Macht der parthischen Könige deutlich geschwächt, und ihre Besitzungen sind im Vergleich zu den vorherigen Jahrzehnten erheblich kleiner. Die Parner verlieren de facto den größten Teil ihrer Macht in der Region und überleben nur, indem sie sich als ungleichberechtigte Verbündete des Seleukidenreiches anerkennen; ihre Niederlage führt zur Minimierung und Marginalisierung ihrer Macht im Gebiet. Strabon erklärt den späteren Aufstieg der Parther zu einer großen Macht mit ihrer Lebensweise und ihren Sitten, während Overtoom ihn mit der starken Führung der ersten Herrscher verbindet, zu denen auch Phriapatios zählt. In dieser Phase verschafft sich Parthien erneut eine stärkere Stellung an den Küsten des Kaspischen Meeres.
    Phriapatios ist der erste Herrscher der parthischen Herrschaft, der die Beinamen „Göttlich“ und „Groß“ annimmt. In den frühen 180er Jahren v. Chr., noch unter Arsakes II., nehmen die Parther die Münzprägung wieder auf und besetzen Gekatompylos sowie die umliegenden Städte erneut. Die Nachfolger Antiochos’ III. lassen diese Gebiete friedlich in parthischer Hand, und über größere Kriegsunternehmungen der Parther in dieser Zeit liegen keine Angaben vor. Phriapatios selbst unternimmt keine offensichtlichen Herausforderungen gegen die Hegemonie der Seleukiden und führt keine aggressiven Erweiterungsversuche durch.
  • Fortsetzung 171

MASSYLIER

INDIEN

Maurya-Reich

  • König Brihadratha Maurya (187-185)
    Brihadratha wird während einer Militärparade von seinem Oberbefehlshaber Pushyamitra Shunga ermordet; das Maurya-Reich endet, die Shunga-Dynastie beginnt

Shunga

  • König Pushyamitra Shunga (185–149)
    General Pushyamitra Shunga tötet den letzten Maurya-Herrscher Brihadratha bei einer Militärparade und erhebt sich selbst zum König. Er begründet damit die Shunga-Dynastie.
    185–149 Regierungszeit von Pushyamitra Shunga: Hauptstadt Pataliputra (später Patna). Pushyamitra verteidigt sein Reich gegen Angriffe der Indo-Griechen (Yavanas), insbesondere unter König Demetrios I. und dessen General Menander. Durchführung des vedischen Pferdeopfers (Ashvamedha) zur Legitimation seiner Herrschaft. Sein Herrschaftsgebiet umfasst u.a. Pataliputra, Ayodhya, Vidisha und möglicherweise Regionen bis nach Punjab (Sakala/Sialkot). Konflikte mit Kharavela aus Kalinga, der zeitweise die Hauptstadt Pataliputra erobert. Pushyamitra Shunga ist Brahmane und soll mehreren Quellen zufolge die Förderung des Buddhismus, der im Maurya-Reich großen Einfluss gewonnen hat, unterdrückt haben.
  • Fortsetzung 149

Anuradhapura

Ruhuna

VIETNAM

Triệu-Dynastie

XIONGNU

CHINA

(41/42. Zyklus - Jahr des Feuer-Drachen; am Beginn des Jahres Holz-Hase)

Han-Dynastie

JAPAN

QUELLEN

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14.01.2024 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt

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