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==LEXIKON==
==RÖMISCHE REPUBLIK==
(ab urbe condita CCCLXXIV = 374)


[http://de.wikipedia.org/wiki/Phaidon '''Phaidon (Platon)''']
*Lucius Valerius Potitus Poplicola, Servius Cornelius Maluginensis, Gaius Sulpicius Peticus, Gnaeus Sergius Fidenas Coxo, Lucius Papirius Mugillanus, Publius Valerius Potitus Poplicola, Licinius Menenius Lanatus, Lucius Aemilius Mamercinus und Tiberius Papirius Crassus werden Konsulartribunen.
*Der ''Phaidon'' (altgriechisch Φαίδων Phaídōn, latinisiert Phaedo) ist ein in Dialogform verfasstes Werk des griechischen Philosophen Platon. Wiedergegeben wird ein literarisch gestaltetes Gespräch, das in eine Rahmenhandlung eingebettet ist. Der Philosoph Phaidon von Elis, nach dem der Dialog benannt ist, tritt in der Rahmenhandlung als Erzähler auf. Er ist wie Platon ein Schüler des Sokrates, der vor kurzem in Athen wegen Asebie (Religionsfrevel) und Verführung der Jugend zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde. Phaidon schildert als Augenzeuge einer Gruppe von Zuhörern die Ereignisse des Todestags, den der Verurteilte im Gefängnis im Kreis von Freunden verbrachte. Den Hauptteil seiner Darstellung bildet die vollständige Wiedergabe einer philosophischen Diskussion, die Sokrates führte. Anschließend berichtet Phaidon von den letzten Handlungen und Äußerungen des zum Tode Verurteilten. Die Gesprächspartner des Sokrates sind neben Phaidon zwei weitere seiner Schüler, Kebes und Simmias von Theben. Das Hauptthema ist die Seele: Es geht um ihre Beschaffenheit, ihr Verhältnis zum Körper, den sie beseelt, und ihr mutmaßliches Schicksal nach dem Tod. Sokrates versucht die Unsterblichkeit der Seele plausibel zu machen. (Artikel des Tages)
*Spurius Postumius Albinus Regillensis und Gaius Sulpicius Camerinus werden Zensoren.
*Mit dem Dialog ''Phaidon'' hat Platon seinem Lehrer Sokrates ein beeindruckendes Denkmal gesetzt. Er nimmt die Abschiedsrede des zum Tod Verurteilten aber auch zum Anlass, seine eigene Sicht der Präexistenz, Unvergänglichkeit und Unsterblichkeit der menschlichen Seele darzulegen. Die größte Aufgabe der Seele ist laut Platon die Loslösung vom Diktat des Körperlichen und der Aufstieg zum höchstmöglichen Guten, dem Göttlichen. Wie es der Hauptfigur Sokrates gelingt, philosophische Überzeugungen mit praktischem Handeln zu vereinen, beeindruckt bis heute. Entsprechend starken Einfluss hatte der ''Phaidon'' auf die weitere Entwicklung der Philosophie. Das Werk diente sowohl im Hellenismus als auch im Christentum als wichtige Denkanregung und wurde noch in der Neuzeit von Philosophen des Rationalismus und der Aufklärung herangezogen. Die Frage, was uns als Menschen ausmacht und was das für unsere Lebensentscheidungen bedeutet, ist und bleibt aktuell. Der ''Phaidon'' ist eines der ersten Werke der Geistesgeschichte, das diese Frage zu beantworten versuchte. [http://www.getabstract.com/de/zusammenfassung/klassiker/phaidon/10735 (getAbstract)]
*[[-380#RÖMISCHE_REPUBLIK | Fortsetzung 380]] [[Kategorie:Römische Republik]]


[http://de.wikipedia.org/wiki/Diotima '''Diotima (fiktive Figut)''']
==GRIECHEN==
*Diotima (altgriechisch Diotíma, Beto­nung in heutigem Deutsch meist: Diótima) ist eine Figur in Platons Dialog Symposion, in dem die Gesprächs­teilnehmer die Natur des Eros erör­tern. Sie wird dort als weise Frau aus Mantineia in Arkadien vorge­stellt. In dem Dialog tritt Diotima nicht selbst unter den Beteilig­ten auf, sondern der Philo­soph Sokrates erzählt, wie er von ihr eine Beleh­rung über die rechte philoso­phische Lenkung des erotischen Drangs empfing. Das Eros-Konzept, das Platon ihr in den Mund legt, wird seit der Renaissance als „platonische Liebe“ bezeichnet. Unbekannt ist, ob die Gestalt frei erfunden ist oder ein historisches Vorbild aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. hat, das möglicher­weise tatsäch­lich diesen Namen trug. Wegen der starken Nach­wirkung des Dialogs bis in die Gegen­wart ist der Name Diotima in der Neu­zeit immer wieder aufge­griffen und als Pseudo­nym, als ehrender Alter­nativ­name oder zur Benennung einer literari­schen Figur verwen­det worden. Er steht tradi­tionell für eine Frau, die in der Lage ist, auf erotischem Gebiet ein philoso­phisch unter­mauertes Wissen zu vermitteln. (Artikel des Tages)
(4. Jahr der 99. / 1. Jahr der 100. Olympiade)
 
'''Syrakus'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Dionysios_I._von_Syrakus Tyrann Dionysios I. (405–367)] <br />Um 380–375 verheiratet Dionysios I. seine Tochter Arete mit Dion, dem jüngeren Bruder der Aristomache, der so mütterlicherseits Onkel seiner Frau ist, und etwa fünf Jahre früher hat er bereits Sophrosyne mit Dionysios II. verheiratet, der damit seine Halbschwester und zugleich Dions Nichte zur Frau nimmt. Durch diese Verbindungen knüpft Dionysios I. die beiden Zweige seiner Nachkommenschaft eng aneinander und verbindet sie zugleich mit der Familie Dions. Dion gehört wie einst sein Vater Hipparinos zum engsten Kreis des misstrauischen Tyrannen Dionysios I. und sammelt politische Erfahrung, während Dionysios II. von den Staatsgeschäften ferngehalten und nicht auf eine künftige Herrscherrolle vorbereitet wird. Dionysios I. misstraut seinem ältesten Sohn so sehr, dass er ihn nicht einmal von der Vorschrift ausnimmt, Besucher erst nach einer Waffenprobe vorzulassen.
*[[-378#GRIECHEN | Fortsetzung 378]] [[Kategorie:Syrakus]]
'''Molosser / Epirus'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Alketas_I. König Alketas I. (385–370)] <br />
 
'''Makedonien'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Amyntas_III. König Amyntas III. (2. Amtszeit 392–370)] <br />
 
'''Chalkidischer Bund'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Olynthischer_Krieg Erster Olynthischer Krieg (382-379)] <br />Die Spartaner stellen ein neues Heer unter der Führung von König Agesipolis auf. Er rückt gegen Olynth vor, doch da der Gegner diesmal nicht zur Schlacht auszieht, beginnen die Spartaner, die Umgebung zu verwüsten. Torone, Bundesgenosse der Olynthier, wird erobert. Im Sommer stirbt Agesipolis an einem Fieber. Der Harmost Polybiades schließt Olynth ein und zwingt die Stadt durch Aushungerung bis zum Herbst 379 zur Kapitulation.
*[[-379#GRIECHEN | Fortsetzung 379]] [[Kategorie:Chalkidischer Bund]]
 
'''Pherai'''
 
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Jason_von_Pherai Tyrann Jason (390-370)] <br />Etwa seit 380 regiert Jason gefestigt als Tyrann von Pherai und drängt mit wachsender Energie auf die politische Einigung Thessaliens unter seiner Führung. Er baut seine Herrschaft militärisch aus und beginnt, eine Berufsarmee zu organisieren, die nicht nur dem Schutz seines Regimes dient, sondern gezielt für offensive Unternehmungen vorbereitet wird. In dieser Zeit entwickelt er auch den Anspruch, nicht nur regionaler Machthaber zu sein, sondern als künftiger Hegemon eine führende Rolle im gesamten Griechenland zu übernehmen.
*[[-379#GRIECHEN | Fortsetzung 379]] [[Kategorie:Pherai]]
 
'''Athen'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Isokrates Isokrates] <br />Isokrates veröffentlicht nach 10- bis 15-jähriger Arbeit die Festrede ''Panegyrikos'', die die Notwendigkeit eines gemeinsamen Kampfes aller Griechen unter Athens Führung gegen die Perser darlegt.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon (48)] <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Phaidon '''Phaidon (Dialog)'''] <br />Im Mittelpunkt des Dialogs steht der Tod des Sokrates, dessen Hinrichtung im Frühjahr 399 vollstreckt wird. Platon ist zu diesem Zeitpunkt nach der Darstellung des Dialogs krank und am Hinrichtungstag nicht persönlich anwesend, sondern lässt im Werk Phaidon als Augenzeugen berichten. Der ''Phaidon'' knüpft damit unmittelbar an die historischen Ereignisse des Jahres 399 an und gestaltet sie zu einer literarischen Darstellung des letzten philosophischen Gesprächs des Sokrates im Gefängnis. Die Rahmenhandlung des Dialogs spielt in Phleius, wobei die Hinrichtung "anscheinend einige Monate" zurückliegt, sodass Phaidons Aufenthalt in Phleius in die zweite Hälfte des Todesjahres 399 fällt. In dieser erzählten Zeit besucht Phaidon auf der Durchreise eine Gruppe von Pythagoreern um Echekrates und berichtet ihnen ausführlich von den Vorgängen des Todestages. Der Dialog „Phaidon“ verortet also die erzählte Gegenwart in die zweite Jahreshälfte 399, die erzählten Ereignisse des Gefängnisgesprächs bleiben dabei rückblickend auf das Frühjahr desselben Jahres bezogen. Nach der im Wikipedia-Artikel wiedergegebenen Forschung entsteht Platons Dialog ''Phaidon'' selbst zwischen 385 und 378. In diese Datierung fällt die schriftstellerische Ausarbeitung des philosophischen Gesprächs über Seele, Tod und Unsterblichkeit, das Platon seinem Lehrer Sokrates in den Mund legt. Der ''Phaidon'' gehört damit nicht zu den frühesten, sondern nach stilistischen und inhaltlichen Kriterien zu den mittleren Dialogen Platons, die nach den Ereignissen des Jahres 399 und nach Platons eigenen frühen Werken entstehen. <br />Artikel des Tages: Der ''Phaidon'' (altgriechisch Phaídōn, latinisiert Phaedo) ist ein in Dialogform verfasstes Werk des griechischen Philosophen Platon. Wiedergegeben wird ein literarisch gestaltetes Gespräch, das in eine Rahmenhandlung eingebettet ist. Der Philosoph Phaidon von Elis, nach dem der Dialog benannt ist, tritt in der Rahmenhandlung als Erzähler auf. Er ist wie Platon ein Schüler des Sokrates, der vor kurzem in Athen wegen Asebie (Religionsfrevel) und Verführung der Jugend zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde. Phaidon schildert als Augenzeuge einer Gruppe von Zuhörern die Ereignisse des Todestags, den der Verurteilte im Gefängnis im Kreis von Freunden verbrachte. Den Hauptteil seiner Darstellung bildet die vollständige Wiedergabe einer philosophischen Diskussion, die Sokrates führte. Anschließend berichtet Phaidon von den letzten Handlungen und Äußerungen des zum Tode Verurteilten. Die Gesprächspartner des Sokrates sind neben Phaidon zwei weitere seiner Schüler, Kebes und Simmias von Theben. Das Hauptthema ist die Seele: Es geht um ihre Beschaffenheit, ihr Verhältnis zum Körper, den sie beseelt, und ihr mutmaßliches Schicksal nach dem Tod. Sokrates versucht die Unsterblichkeit der Seele plausibel zu machen. <br />[http://www.getabstract.com/de/zusammenfassung/klassiker/phaidon/10735 getAbstract 2008]: Mit dem Dialog ''Phaidon'' hat Platon seinem Lehrer Sokrates ein beeindruckendes Denkmal gesetzt. Er nimmt die Abschiedsrede des zum Tod Verurteilten aber auch zum Anlass, seine eigene Sicht der Präexistenz, Unvergänglichkeit und Unsterblichkeit der menschlichen Seele darzulegen. Die größte Aufgabe der Seele ist laut Platon die Loslösung vom Diktat des Körperlichen und der Aufstieg zum höchstmöglichen Guten, dem Göttlichen. Wie es der Hauptfigur Sokrates gelingt, philosophische Überzeugungen mit praktischem Handeln zu vereinen, beeindruckt bis heute. Entsprechend starken Einfluss hatte der Phaidon auf die weitere Entwicklung der Philosophie. Das Werk diente sowohl im Hellenismus als auch im Christentum als wichtige Denkanregung und wurde noch in der Neuzeit von Philosophen des Rationalismus und der Aufklärung herangezogen. Die Frage, was uns als Menschen ausmacht und was das für unsere Lebensentscheidungen bedeutet, ist und bleibt aktuell. Der Phaidon ist eines der ersten Werke der Geistesgeschichte, das diese Frage zu beantworten versuchte <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Diotima '''Diotima (fiktive Figur)'''] <br />Artikel des Tages: Diotima (altgriechisch Diotíma, Beto­nung in heutigem Deutsch meist: Diótima) ist eine Figur in Platons Dialog Symposion, in dem die Gesprächs­teilnehmer die Natur des Eros erör­tern. Sie wird dort als weise Frau aus Mantineia in Arkadien vorge­stellt. In dem Dialog tritt Diotima nicht selbst unter den Beteilig­ten auf, sondern der Philo­soph Sokrates erzählt, wie er von ihr eine Beleh­rung über die rechte philoso­phische Lenkung des erotischen Drangs empfing. Das Eros-Konzept, das Platon ihr in den Mund legt, wird seit der Renaissance als „platonische Liebe“ bezeichnet. Unbekannt ist, ob die Gestalt frei erfunden ist oder ein historisches Vorbild aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. hat, das möglicher­weise tatsäch­lich diesen Namen trug. Wegen der starken Nach­wirkung des Dialogs bis in die Gegen­wart ist der Name Diotima in der Neu­zeit immer wieder aufge­griffen und als Pseudo­nym, als ehrender Alter­nativ­name oder zur Benennung einer literari­schen Figur verwen­det worden. Er steht tradi­tionell für eine Frau, die in der Lage ist, auf erotischem Gebiet ein philoso­phisch unter­mauertes Wissen zu vermitteln.
*[[-378#GRIECHEN | Fortsetzung 378]] [[Kategorie:Athen]]
'''Sparta'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Agesilaos_II. König der Eurypontiden: Agesilaos II. (399–359/358)] <br />
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Agesipolis_I. König der Agiaden: Agesipolis I. (395-380)] <br />Agesipolis lagert vor Olynth und erkrankt. Er wird daraufhin in das Heiligtum des Dionysos in der chalkidischen Stadt Aphytis gebracht. Jeder Versuch, ihn von dem Fieber zu heilen, bleibt vergeblich, und er stirbt nach sieben Tagen. Sein Leichnam wird mit Honig konserviert und nach Sparta gebracht, wo er seine letzte Ruhe findet. Obwohl Agesipolis sich in seinen Ansichten und Prinzipien stark von seinem Mitkönig Agesilaos unterscheidet, bedauert dieser seinen Tod. Da Agesipolis keine Kinder hinterlässt, besteigt sein Bruder Kleombrotos den Thron.
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kleombrotos_I. '''König der Agiaden: Kleombrotos I. (380–371)'''] <br />Agesipolis stirbt kinderlos, und dadurch geht die Königswürde innerhalb des agiadischen Hauses auf Kleombrotos über. Kleombrotos wird nun selbst König von Sparta, bleibt aber politisch im Schatten seines erfahrenen Mitkönigs Agesilaos II., der aus dem anderen spartanischen Königshaus, dem der Eurypontiden, stammt. Über eigenständige politische Initiativen oder richtungsweisende Entscheidungen des Kleombrotos erfährt man nichts; er tritt nicht als prägende Gestalt der spartanischen Innenpolitik hervor. In der öffentlichen Wahrnehmung erscheint er vielmehr als formeller Herrscher, während Agesilaos II. das eigentliche Gewicht in der spartanischen Politik trägt.
*[[-378#GRIECHEN | Fortsetzung 378]] [[Kategorie:Sparta]]
 
'''Bosporanisches Reich'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Leucon_I König Leukon I. (389–349)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Gorgippus König Gorgippos (389–349)] <br />
 
'''Salamis'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Evagoras_I König Euagoras I. (411-374)] <br />
 
==ODRYSEN==
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Cotys_I_(Odrysian) König Kotys I. (384–360)] <br />
 
==ACHÄMENIDENREICH==
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Artaxerxes_II. Großkönig Artaxerxes II. (404–358)] <br />In seinem 24. Regierungsjahr (381/380) lässt Artaxerxes II. den Zusatzmonat Addaru II schalten, der am 10. März beginnt. Im babylonischen Kalender fällt der Jahresbeginn des 1. Nisannu auf den 9.–10. April; der Vollmond im Nisannu auf den 21.–22. April und der 1. Tašritu auf den 2.–3. Oktober
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Mithridates_I._(Kios) Satrap Mithridates I. (Kios, 401-362)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ariobarzanes_(Phrygien) Satrap Ariobarzanes (Phrygien, 388-362)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Datames '''Satrap Datames (Kappadokien, 380-362)'''] <br />Datames wird um 407 in eine hochrangige persische Familie geboren. Sein Vater ist Camisares, ein iranischer Satrap, der unter Großkönig Artaxerxes II. die Provinz Kilikien verwaltet und zu den Adligen gehört, die im Streit zwischen Artaxerxes II. und Kyros dem Jüngeren auf Seiten des Königs stehen. Seine Mutter ist die paphlagonische Prinzessin Skytissa, die Camisares vermutlich kurz vor oder um 401 heiratet, sodass Datames von Geburt an sowohl in die persische Adelsschicht als auch in die paphlagonische Oberschicht eingebunden ist. Datames trägt verschiedene Namensformen: In Altpersisch heißt er Dātama oder Dātāma, im Aramäischen erscheint er als Tadanmu, die griechische Form lautet Datames, und zusätzlich ist der Name Tarkamuwa belegt, der luwischen Ursprungs ist und „mächtiger Eroberer“ bedeutet. In den 380er Jahren dient Datames am Hof von Artaxerxes II. und gehört zur Leibgarde des Großkönigs. In dieser Funktion nimmt er am Feldzug gegen die Kadusier teil, ein schwieriger Bergkrieg im Nordwesten des Reiches, in dem er sich militärisch auszeichnet und das besondere Vertrauen des Königs gewinnt. Während dieses Krieges fällt sein Vater Camisares, der bisher als Satrap von Kilikien amtiert und im Ansehen des Herrschers sehr hoch steht. Artaxerxes II. überträgt daraufhin Datames die Nachfolge im Satrapenamt über die Provinz seines Vaters – die Überlieferung schwankt, ob es sich dabei um Kappadokien oder Kilikien handelt, doch in jedem Fall übernimmt Datames in den 380er Jahren die höchste Zivil- und Militärgewalt einer wichtigen Satrapie im westlichen Teil des Achämenidenreiches. In seinem neuen Amt zeigt Datames weiterhin außerordentliche militärische Fähigkeiten und Loyalität gegenüber dem Großkönig. Er führt Feldzüge gegen aufständische oder abtrünnige Provinzfürsten: Thyos, den Gouverneur von Paphlagonien, sowie Aspis von Katanien, die sich von Artaxerxes abgewandt haben, bringt er wieder unter die Oberhoheit des Königs. Diese Erfolge festigen seinen Ruf als tatkräftiger und zuverlässiger Satrap, der sowohl die Interessen des Zentrums durchsetzt als auch seine Provinz militärisch sichern kann.
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Hekatomnos Satrap Hekatomnos (Karien, 392-377)] <br />
*[[-379#ACHÄMENIDENREICH | Fortsetzung 379]] [[Kategorie:Achämenidenreich]]
 
==ÄGYPTEN==
Spätzeit, 29. Dynastie
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Hakor Pharao Hakor (391–379)] <br />Der König von Salamis, Euagoras I., reist nach Ägypten, um Hakor um nach 381 weitere Hilfe zu bitten, doch Hakor sieht keine Notwendigkeit mehr, ihn weiter zu unterstützen, schickt ihn nach Zypern zurück und gibt ihm nur noch etwas Geld mit. Kurz darauf ergibt sich Euagoras Artaxerxes, während Hakor rasch einem kurzlebigen Bündnis mit Sparta und mit Glos, dem Sohn des ägyptischen Admirals Tamos und Unterstützer des Prätendenten Kyros des Jüngeren gegen Artaxerxes II., beitritt und den athenischen Feldherrn Chabrias in seinen Dienst nimmt, während der persische Feldherr Pharnabazos II. in Athen vorstellig wird, um dessen Rückberufung zu erreichen. Im selben Jahr wird Hakor von Psammuthes gestürzt, nachdem dieser ihn im zweiten Regierungsjahr entmachtet hat, doch nach einem Jahr gewinnt Hakor seinen rechtmäßigen Thron zurück, stürzt den Usurpator und datiert seine Herrschaft weiter von seiner ersten Krönung an, indem er die Unterbrechung ignoriert. In diesem Zeitraum beginnt Hakor möglicherweise auch einen Tempelkomplex im nördlichen Sakkara, der später unter Nektanebos II. weiter ausgebaut wird.
*[[-379#ÄGYPTEN | Fortsetzung 379]] [[Kategorie:Aegypten]]
 
==KUSCH==
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Harsiotef König Harsiotef (404-369)] <br />
 
==KARTHAGO==
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Mago_II_of_Carthage Schofet Mago II. (396-375)] <br />
 
==INDIEN==
 
'''Anuradhapura'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Pandukabhaya König Pandukabhaya (437–367)]
 
==CHINA==
Zeit der Streitenden Reiche <br />(38./39. Zyklus, Jahr des Metall-Büffels; am Beginn des Jahres Metall-Ratte)
 
'''Qin'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Duke_Xian_of_Qin_(424%E2%80%93362_BC) Herzog Xian (384–362)] <br />
 
'''Zhou'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/King_An_of_Zhou König An (401–376)] <br />
 
'''Han'''
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Marquess_Wen_of_Han Markgraf Wen (386–377)] <br />Ein Bündnis aus Han, Zhao und Wei greift den Staat Qi an und rückt bis Sangqiu vor. Markgraf Wen führt dadurch die offensive Bündnispolitik seines Staates gegen Qi fort.
*[[-378#CHINA | Fortsetzung 378]] [[Kategorie:Han]]
 
'''Zhao'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Marquess_Jing_of_Zhao Markgraf Jing (400–375)] <br />
'''Wei'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Marquess_Wu_of_Wei Markgraf Wu (396–370)] <br />
 
'''Qi'''
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Yan,_Marquis_of_Tian Herzog Yan (383–375)] <br />
 
'''Chu'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/King_Su_of_Chu ''König Su (380–370)'''] <br />Xiong Zang besteigt nach dem Tod seines Vaters als König Su den Thron des Staates Chu. Gleich zu Beginn seiner Herrschaft lässt er mehr als siebzig Familien hinrichten, die an der Ermordung des Reformators Wu Qi und an der Schändung des Leichnams von König Dao beteiligt sind. Mit diesen harten Maßnahmen demonstriert er, dass er die Ehre seines Vaters und die Autorität der königlichen Familie entschlossen verteidigt. Zugleich hebt er die von Wu Qi eingeführten Reformen wieder auf und beendet damit eine Phase tiefgreifender militärischer und administrativer Veränderungen in Chu. In den folgenden Jahren nach seinem Herrschaftsantritt führt König Su den Staat Chu durch eine von Rivalität und Kriegen geprägte Zeit. Chu steht im Wettbewerb mit den Mächten Han und Wei, zwei Nachfolgestaaten des einst mächtigen Jin, und beteiligt sich an militärischen Auseinandersetzungen gegen sie. Der König versucht, mit militärischer Stärke und gezielten Feldzügen den Einfluss seines Reiches zu sichern und zu erweitern, auch wenn die inneren Reformen Wu Qis nicht mehr gelten.
*[[-375#CHINA | Fortsetzung 375]] [[Kategorie:Chu]]
==JAPAN==
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/K%C5%8Dan_(Tenn%C5%8D) Tennō Kōan (392-291)] <br />


==QUELLEN==
==QUELLEN==


Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel; alle anderen Quellen sind am blauen Link am Schluss des jeweiligen Abschnitts erkennbar, daraus stammt dann auch der Text des Abschnitts.
Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel; alle anderen Links sind nach der jeweiligen Quelle benannt.


14.01.2016 Artikel eröffnet
14.01.2016 Artikel eröffnet
11.03.2026 Grundstock ergänzt
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Aktuelle Version vom 14. März 2026, 20:29 Uhr

-383 | -382 | -381 | -380 | -379 | -378 | -377

RÖMISCHE REPUBLIK

(ab urbe condita CCCLXXIV = 374)

  • Lucius Valerius Potitus Poplicola, Servius Cornelius Maluginensis, Gaius Sulpicius Peticus, Gnaeus Sergius Fidenas Coxo, Lucius Papirius Mugillanus, Publius Valerius Potitus Poplicola, Licinius Menenius Lanatus, Lucius Aemilius Mamercinus und Tiberius Papirius Crassus werden Konsulartribunen.
  • Spurius Postumius Albinus Regillensis und Gaius Sulpicius Camerinus werden Zensoren.
  • Fortsetzung 380

GRIECHEN

(4. Jahr der 99. / 1. Jahr der 100. Olympiade)

Syrakus

  • Tyrann Dionysios I. (405–367)
    Um 380–375 verheiratet Dionysios I. seine Tochter Arete mit Dion, dem jüngeren Bruder der Aristomache, der so mütterlicherseits Onkel seiner Frau ist, und etwa fünf Jahre früher hat er bereits Sophrosyne mit Dionysios II. verheiratet, der damit seine Halbschwester und zugleich Dions Nichte zur Frau nimmt. Durch diese Verbindungen knüpft Dionysios I. die beiden Zweige seiner Nachkommenschaft eng aneinander und verbindet sie zugleich mit der Familie Dions. Dion gehört wie einst sein Vater Hipparinos zum engsten Kreis des misstrauischen Tyrannen Dionysios I. und sammelt politische Erfahrung, während Dionysios II. von den Staatsgeschäften ferngehalten und nicht auf eine künftige Herrscherrolle vorbereitet wird. Dionysios I. misstraut seinem ältesten Sohn so sehr, dass er ihn nicht einmal von der Vorschrift ausnimmt, Besucher erst nach einer Waffenprobe vorzulassen.
  • Fortsetzung 378

Molosser / Epirus

Makedonien

Chalkidischer Bund

  • Erster Olynthischer Krieg (382-379)
    Die Spartaner stellen ein neues Heer unter der Führung von König Agesipolis auf. Er rückt gegen Olynth vor, doch da der Gegner diesmal nicht zur Schlacht auszieht, beginnen die Spartaner, die Umgebung zu verwüsten. Torone, Bundesgenosse der Olynthier, wird erobert. Im Sommer stirbt Agesipolis an einem Fieber. Der Harmost Polybiades schließt Olynth ein und zwingt die Stadt durch Aushungerung bis zum Herbst 379 zur Kapitulation.
  • Fortsetzung 379

Pherai

  • Tyrann Jason (390-370)
    Etwa seit 380 regiert Jason gefestigt als Tyrann von Pherai und drängt mit wachsender Energie auf die politische Einigung Thessaliens unter seiner Führung. Er baut seine Herrschaft militärisch aus und beginnt, eine Berufsarmee zu organisieren, die nicht nur dem Schutz seines Regimes dient, sondern gezielt für offensive Unternehmungen vorbereitet wird. In dieser Zeit entwickelt er auch den Anspruch, nicht nur regionaler Machthaber zu sein, sondern als künftiger Hegemon eine führende Rolle im gesamten Griechenland zu übernehmen.
  • Fortsetzung 379

Athen

  • Isokrates
    Isokrates veröffentlicht nach 10- bis 15-jähriger Arbeit die Festrede Panegyrikos, die die Notwendigkeit eines gemeinsamen Kampfes aller Griechen unter Athens Führung gegen die Perser darlegt.
  • Platon (48)
    Phaidon (Dialog)
    Im Mittelpunkt des Dialogs steht der Tod des Sokrates, dessen Hinrichtung im Frühjahr 399 vollstreckt wird. Platon ist zu diesem Zeitpunkt nach der Darstellung des Dialogs krank und am Hinrichtungstag nicht persönlich anwesend, sondern lässt im Werk Phaidon als Augenzeugen berichten. Der Phaidon knüpft damit unmittelbar an die historischen Ereignisse des Jahres 399 an und gestaltet sie zu einer literarischen Darstellung des letzten philosophischen Gesprächs des Sokrates im Gefängnis. Die Rahmenhandlung des Dialogs spielt in Phleius, wobei die Hinrichtung "anscheinend einige Monate" zurückliegt, sodass Phaidons Aufenthalt in Phleius in die zweite Hälfte des Todesjahres 399 fällt. In dieser erzählten Zeit besucht Phaidon auf der Durchreise eine Gruppe von Pythagoreern um Echekrates und berichtet ihnen ausführlich von den Vorgängen des Todestages. Der Dialog „Phaidon“ verortet also die erzählte Gegenwart in die zweite Jahreshälfte 399, die erzählten Ereignisse des Gefängnisgesprächs bleiben dabei rückblickend auf das Frühjahr desselben Jahres bezogen. Nach der im Wikipedia-Artikel wiedergegebenen Forschung entsteht Platons Dialog Phaidon selbst zwischen 385 und 378. In diese Datierung fällt die schriftstellerische Ausarbeitung des philosophischen Gesprächs über Seele, Tod und Unsterblichkeit, das Platon seinem Lehrer Sokrates in den Mund legt. Der Phaidon gehört damit nicht zu den frühesten, sondern nach stilistischen und inhaltlichen Kriterien zu den mittleren Dialogen Platons, die nach den Ereignissen des Jahres 399 und nach Platons eigenen frühen Werken entstehen.
    Artikel des Tages: Der Phaidon (altgriechisch Phaídōn, latinisiert Phaedo) ist ein in Dialogform verfasstes Werk des griechischen Philosophen Platon. Wiedergegeben wird ein literarisch gestaltetes Gespräch, das in eine Rahmenhandlung eingebettet ist. Der Philosoph Phaidon von Elis, nach dem der Dialog benannt ist, tritt in der Rahmenhandlung als Erzähler auf. Er ist wie Platon ein Schüler des Sokrates, der vor kurzem in Athen wegen Asebie (Religionsfrevel) und Verführung der Jugend zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde. Phaidon schildert als Augenzeuge einer Gruppe von Zuhörern die Ereignisse des Todestags, den der Verurteilte im Gefängnis im Kreis von Freunden verbrachte. Den Hauptteil seiner Darstellung bildet die vollständige Wiedergabe einer philosophischen Diskussion, die Sokrates führte. Anschließend berichtet Phaidon von den letzten Handlungen und Äußerungen des zum Tode Verurteilten. Die Gesprächspartner des Sokrates sind neben Phaidon zwei weitere seiner Schüler, Kebes und Simmias von Theben. Das Hauptthema ist die Seele: Es geht um ihre Beschaffenheit, ihr Verhältnis zum Körper, den sie beseelt, und ihr mutmaßliches Schicksal nach dem Tod. Sokrates versucht die Unsterblichkeit der Seele plausibel zu machen.
    getAbstract 2008: Mit dem Dialog Phaidon hat Platon seinem Lehrer Sokrates ein beeindruckendes Denkmal gesetzt. Er nimmt die Abschiedsrede des zum Tod Verurteilten aber auch zum Anlass, seine eigene Sicht der Präexistenz, Unvergänglichkeit und Unsterblichkeit der menschlichen Seele darzulegen. Die größte Aufgabe der Seele ist laut Platon die Loslösung vom Diktat des Körperlichen und der Aufstieg zum höchstmöglichen Guten, dem Göttlichen. Wie es der Hauptfigur Sokrates gelingt, philosophische Überzeugungen mit praktischem Handeln zu vereinen, beeindruckt bis heute. Entsprechend starken Einfluss hatte der Phaidon auf die weitere Entwicklung der Philosophie. Das Werk diente sowohl im Hellenismus als auch im Christentum als wichtige Denkanregung und wurde noch in der Neuzeit von Philosophen des Rationalismus und der Aufklärung herangezogen. Die Frage, was uns als Menschen ausmacht und was das für unsere Lebensentscheidungen bedeutet, ist und bleibt aktuell. Der Phaidon ist eines der ersten Werke der Geistesgeschichte, das diese Frage zu beantworten versuchte
    Diotima (fiktive Figur)
    Artikel des Tages: Diotima (altgriechisch Diotíma, Beto­nung in heutigem Deutsch meist: Diótima) ist eine Figur in Platons Dialog Symposion, in dem die Gesprächs­teilnehmer die Natur des Eros erör­tern. Sie wird dort als weise Frau aus Mantineia in Arkadien vorge­stellt. In dem Dialog tritt Diotima nicht selbst unter den Beteilig­ten auf, sondern der Philo­soph Sokrates erzählt, wie er von ihr eine Beleh­rung über die rechte philoso­phische Lenkung des erotischen Drangs empfing. Das Eros-Konzept, das Platon ihr in den Mund legt, wird seit der Renaissance als „platonische Liebe“ bezeichnet. Unbekannt ist, ob die Gestalt frei erfunden ist oder ein historisches Vorbild aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. hat, das möglicher­weise tatsäch­lich diesen Namen trug. Wegen der starken Nach­wirkung des Dialogs bis in die Gegen­wart ist der Name Diotima in der Neu­zeit immer wieder aufge­griffen und als Pseudo­nym, als ehrender Alter­nativ­name oder zur Benennung einer literari­schen Figur verwen­det worden. Er steht tradi­tionell für eine Frau, die in der Lage ist, auf erotischem Gebiet ein philoso­phisch unter­mauertes Wissen zu vermitteln.
  • Fortsetzung 378

Sparta

  • König der Eurypontiden: Agesilaos II. (399–359/358)
  • König der Agiaden: Agesipolis I. (395-380)
    Agesipolis lagert vor Olynth und erkrankt. Er wird daraufhin in das Heiligtum des Dionysos in der chalkidischen Stadt Aphytis gebracht. Jeder Versuch, ihn von dem Fieber zu heilen, bleibt vergeblich, und er stirbt nach sieben Tagen. Sein Leichnam wird mit Honig konserviert und nach Sparta gebracht, wo er seine letzte Ruhe findet. Obwohl Agesipolis sich in seinen Ansichten und Prinzipien stark von seinem Mitkönig Agesilaos unterscheidet, bedauert dieser seinen Tod. Da Agesipolis keine Kinder hinterlässt, besteigt sein Bruder Kleombrotos den Thron.
  • König der Agiaden: Kleombrotos I. (380–371)
    Agesipolis stirbt kinderlos, und dadurch geht die Königswürde innerhalb des agiadischen Hauses auf Kleombrotos über. Kleombrotos wird nun selbst König von Sparta, bleibt aber politisch im Schatten seines erfahrenen Mitkönigs Agesilaos II., der aus dem anderen spartanischen Königshaus, dem der Eurypontiden, stammt. Über eigenständige politische Initiativen oder richtungsweisende Entscheidungen des Kleombrotos erfährt man nichts; er tritt nicht als prägende Gestalt der spartanischen Innenpolitik hervor. In der öffentlichen Wahrnehmung erscheint er vielmehr als formeller Herrscher, während Agesilaos II. das eigentliche Gewicht in der spartanischen Politik trägt.
  • Fortsetzung 378

Bosporanisches Reich

Salamis

ODRYSEN

ACHÄMENIDENREICH

  • Großkönig Artaxerxes II. (404–358)
    In seinem 24. Regierungsjahr (381/380) lässt Artaxerxes II. den Zusatzmonat Addaru II schalten, der am 10. März beginnt. Im babylonischen Kalender fällt der Jahresbeginn des 1. Nisannu auf den 9.–10. April; der Vollmond im Nisannu auf den 21.–22. April und der 1. Tašritu auf den 2.–3. Oktober
  • Satrap Mithridates I. (Kios, 401-362)
  • Satrap Ariobarzanes (Phrygien, 388-362)
  • Satrap Datames (Kappadokien, 380-362)
    Datames wird um 407 in eine hochrangige persische Familie geboren. Sein Vater ist Camisares, ein iranischer Satrap, der unter Großkönig Artaxerxes II. die Provinz Kilikien verwaltet und zu den Adligen gehört, die im Streit zwischen Artaxerxes II. und Kyros dem Jüngeren auf Seiten des Königs stehen. Seine Mutter ist die paphlagonische Prinzessin Skytissa, die Camisares vermutlich kurz vor oder um 401 heiratet, sodass Datames von Geburt an sowohl in die persische Adelsschicht als auch in die paphlagonische Oberschicht eingebunden ist. Datames trägt verschiedene Namensformen: In Altpersisch heißt er Dātama oder Dātāma, im Aramäischen erscheint er als Tadanmu, die griechische Form lautet Datames, und zusätzlich ist der Name Tarkamuwa belegt, der luwischen Ursprungs ist und „mächtiger Eroberer“ bedeutet. In den 380er Jahren dient Datames am Hof von Artaxerxes II. und gehört zur Leibgarde des Großkönigs. In dieser Funktion nimmt er am Feldzug gegen die Kadusier teil, ein schwieriger Bergkrieg im Nordwesten des Reiches, in dem er sich militärisch auszeichnet und das besondere Vertrauen des Königs gewinnt. Während dieses Krieges fällt sein Vater Camisares, der bisher als Satrap von Kilikien amtiert und im Ansehen des Herrschers sehr hoch steht. Artaxerxes II. überträgt daraufhin Datames die Nachfolge im Satrapenamt über die Provinz seines Vaters – die Überlieferung schwankt, ob es sich dabei um Kappadokien oder Kilikien handelt, doch in jedem Fall übernimmt Datames in den 380er Jahren die höchste Zivil- und Militärgewalt einer wichtigen Satrapie im westlichen Teil des Achämenidenreiches. In seinem neuen Amt zeigt Datames weiterhin außerordentliche militärische Fähigkeiten und Loyalität gegenüber dem Großkönig. Er führt Feldzüge gegen aufständische oder abtrünnige Provinzfürsten: Thyos, den Gouverneur von Paphlagonien, sowie Aspis von Katanien, die sich von Artaxerxes abgewandt haben, bringt er wieder unter die Oberhoheit des Königs. Diese Erfolge festigen seinen Ruf als tatkräftiger und zuverlässiger Satrap, der sowohl die Interessen des Zentrums durchsetzt als auch seine Provinz militärisch sichern kann.
  • Satrap Hekatomnos (Karien, 392-377)
  • Fortsetzung 379

ÄGYPTEN

Spätzeit, 29. Dynastie

  • Pharao Hakor (391–379)
    Der König von Salamis, Euagoras I., reist nach Ägypten, um Hakor um nach 381 weitere Hilfe zu bitten, doch Hakor sieht keine Notwendigkeit mehr, ihn weiter zu unterstützen, schickt ihn nach Zypern zurück und gibt ihm nur noch etwas Geld mit. Kurz darauf ergibt sich Euagoras Artaxerxes, während Hakor rasch einem kurzlebigen Bündnis mit Sparta und mit Glos, dem Sohn des ägyptischen Admirals Tamos und Unterstützer des Prätendenten Kyros des Jüngeren gegen Artaxerxes II., beitritt und den athenischen Feldherrn Chabrias in seinen Dienst nimmt, während der persische Feldherr Pharnabazos II. in Athen vorstellig wird, um dessen Rückberufung zu erreichen. Im selben Jahr wird Hakor von Psammuthes gestürzt, nachdem dieser ihn im zweiten Regierungsjahr entmachtet hat, doch nach einem Jahr gewinnt Hakor seinen rechtmäßigen Thron zurück, stürzt den Usurpator und datiert seine Herrschaft weiter von seiner ersten Krönung an, indem er die Unterbrechung ignoriert. In diesem Zeitraum beginnt Hakor möglicherweise auch einen Tempelkomplex im nördlichen Sakkara, der später unter Nektanebos II. weiter ausgebaut wird.
  • Fortsetzung 379

KUSCH

KARTHAGO

INDIEN

Anuradhapura

CHINA

Zeit der Streitenden Reiche
(38./39. Zyklus, Jahr des Metall-Büffels; am Beginn des Jahres Metall-Ratte)

Qin

Zhou

Han

  • Markgraf Wen (386–377)
    Ein Bündnis aus Han, Zhao und Wei greift den Staat Qi an und rückt bis Sangqiu vor. Markgraf Wen führt dadurch die offensive Bündnispolitik seines Staates gegen Qi fort.
  • Fortsetzung 378

Zhao

Wei

Qi

Chu

  • König Su (380–370)'
    Xiong Zang besteigt nach dem Tod seines Vaters als König Su den Thron des Staates Chu. Gleich zu Beginn seiner Herrschaft lässt er mehr als siebzig Familien hinrichten, die an der Ermordung des Reformators Wu Qi und an der Schändung des Leichnams von König Dao beteiligt sind. Mit diesen harten Maßnahmen demonstriert er, dass er die Ehre seines Vaters und die Autorität der königlichen Familie entschlossen verteidigt. Zugleich hebt er die von Wu Qi eingeführten Reformen wieder auf und beendet damit eine Phase tiefgreifender militärischer und administrativer Veränderungen in Chu. In den folgenden Jahren nach seinem Herrschaftsantritt führt König Su den Staat Chu durch eine von Rivalität und Kriegen geprägte Zeit. Chu steht im Wettbewerb mit den Mächten Han und Wei, zwei Nachfolgestaaten des einst mächtigen Jin, und beteiligt sich an militärischen Auseinandersetzungen gegen sie. Der König versucht, mit militärischer Stärke und gezielten Feldzügen den Einfluss seines Reiches zu sichern und zu erweitern, auch wenn die inneren Reformen Wu Qis nicht mehr gelten.
  • Fortsetzung 375

JAPAN

QUELLEN

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14.01.2016 Artikel eröffnet

11.03.2026 Grundstock ergänzt

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