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791: Unterschied zwischen den Versionen

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==CHRONIK==
==MAYA==


0929D: [https://de.wikipedia.org/wiki/Adalwin_(Regensburg) '''Bischof Adalwin (Regensburg)''']
'''Calakmul'''
*Adalwin folgt dem am 29. September gestorbenen Simpert als Bischof von Regensburg nach.


1108D: [https://de.wikipedia.org/wiki/Richbod '''Erzbischof Richbod (Trier)''']
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Bolon_K%CA%BCawiil_II Ajaw Bolon Kʼawiil II. (771-789)] <br />
*Richbod, Abt des Klosters Lorsch, wird Erzbischof von Trier als Nachfolger des am 8. November gestorbenen Wiomad.


==LEXIKON==
'''Talol'''


[http://de.wikipedia.org/wiki/Abtei_Saint-Paul_de_Cormery '''Abtei Saint-Paul de Cormery''']
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ukit_Kan_Lek_Tok Ajaw Ukit Kan Lek Tok (770-801)] <br />


[http://de.wikipedia.org/wiki/Idris_II. '''Emir Idris II. (Idrisiden)''']
'''Tikal'''
*Idris I., Begründer der marokkanischen Herrschaft der Idrisiden, wird noch vor der Geburt seines Sohnes Idris II. vergiftet – angeblich auf Anordnung des Abbasiden-Kalifen Hārūn ar-Raschīd. Die Regentschaft für den neugeborenen Idris II. übernimmt der langjährige Diener Raschid.


[http://de.wikipedia.org/wiki/Alfons_II._(Asturien) '''König Alfons II. (Asturien)''']
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Yax_Nuun_Ahiin_II Ajaw Yax Nuun Ahiin II. (768-794)] <br />
*Bermudo I. von Asturien tritt als König zugunsten seines Neffen Alfons II., des Keuschen, zurück.
 
'''Copan'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Yax_Pasaj_Chan_Yopaat Ajaw Yax Pasaj Chan Yopaat (763-810)] <br />
 
==PIKTEN==
   
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Causant%C3%ADn_mac_Fergusa König Causantín mac Fergusa (789–820)] <br />
 
==KELTEN==
 
'''Uí Néill'''
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Donnchad_Midi Hochkönig Donnchad Midi (766/778-793/797)] <br />
 
'''Ailech'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/%C3%81ed_Oirdnide König Áed Oirdnide (788–819)] <br />In Tailtiu kommt es zu einer Schlacht im Zusammenhang mit dem großen Uí-Néill-Fest oenach Tailten. Áed flieht von dort und wird vermutlich bis Slane verfolgt; mehrere seiner Verbündeten sterben, darunter die Könige zweier Zweige der Uí Chremthainn. In den frühen Quellen erhält er in diesem Zusammenhang den Beinamen Áed Ingor, „Áed der Ungehorsame“.
*[[794#KELTEN | Fortsetzung 794]] [[Kategorie:Ailech]]
 
'''Ulaid'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Eochaid_mac_Fiachnai König Eochaid mac Fiachnai (790–810)] <br />
 
'''Connacht'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Cin%C3%A1ed_mac_Artgail König Cináed mac Artgail (786–792)] <br />Artgal mac Cathail, der Vater Cináeds und früherer König von Connacht, stirbt im Jahr 791. Zuvor hat Artgal mac Cathail bereits 782 auf den Thron verzichtet und damit die Bahn für seine Nachfolger in Connacht frei gemacht. Cináed bleibt als Sohn Artgals ein Angehöriger des Síl-Cathail-Septs der Uí Briúin Aí und herrscht im Rahmen der umstrittenen Nachfolge über Connacht.
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Artgal_mac_Cathail Artgal mac Cathail] <br />Der ehemalige König Artgal mac Cathail stirbt.
*[[792#KELTEN | Fortsetzung 792]] [[Kategorie:Connacht]]
 
'''Leinster'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Bran_Ardchenn König Bran Ardchenn (785-795)] <br />
 
'''Dalriada'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Donncoirce König Donncoirce (782-792)] <br />Im Jahr 791, entsprechend 792, erscheint in den Annalen von Ulster die einzige überlieferte Nachricht über Donncoirce, in der er als „Donncoirce, König von Dalriada“ bezeichnet wird. Donncoirce ist wahrscheinlich bis zu seinem Tod im Jahr 792 König von Dál Riata. Danach geht Dalriada an die Pikten; erst [[835]] erscheint wieder ein eigener König.
*[[835#KELTEN | Fortsetzung 835]] [[Kategorie:Dalriada]]
 
'''Gwynedd'''
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Caradog_ap_Meirion König Caradog ap Meirion (754-798)] <br />
 
'''Königreich Powys'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Cadell_ap_Brochfael König Cadell ap Brochfael (773–808)] <br />
 
==ANGELSACHSEN==
 
'''Northumbria'''
*[http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%86thelred_I._(Northumbria) König Æthelred I. (2. Amtszeit 790–796)] <br />Æthelred lässt Ælf und Ælfwine, die Söhne Ælfwalds, als Thronrivalen aus York entführen und bei Wonwaldremere, also Windermere, ermorden. Ausserdem lässt er den Ealdorman und späteren König Eardwulf gefangen nehmen, der in Ripon vor den Toren des Klosters hingerichtet werden soll, die Hinrichtung jedoch überlebt. Der gescheiterte Mordanschlag zeigt die Härte und Brutalität von Æthelreds Herrschaft, steigert aber zugleich die Unzufriedenheit im Adel, da mächtige Familien um ihr Leben und ihren Einfluss fürchten. Die Unzufriedenheit mit Æthelreds Herrschaft wächst an, sodass Osred aus seinem Exil zurückgerufen wird.
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Eanbald_(died_796) Erzbischof Eanbald I. (York, 780-796)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Higbald_von_Lindisfarne Higbald (Lindisfarne, 780–802)] <br />
*[[792#ANGELSACHSEN | Fortsetzung 792]] [[Kategorie:Northumbria]]
 
'''Mercia'''
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Offa_von_Mercia König Offa (757–796)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Unwona Bischof Unwona (Leicester, 781/785-801/803)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Hygeberht Erzbischof Hygeberht (Lichfield, 787–799)] <br />
*[http://en.wikipedia.org/wiki/J%C3%A6nberht Erzbischof Jænberht (Canterbury, 765–792)] <br />
 
'''East Anglia'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%86thelberht_II._(East_Anglia) König Æthelberht II. (780–794)] <br />
 
'''Königreich Wessex'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Beorhtric König Beorhtric (786–802)] <br />
 
'''Königreich Essex'''
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Sigeric_I. König Sigerich I. (758-798)] <br />
 
==FRÄNKISCHES REICH==
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_der_Gro%C3%9Fe König Karl der Große (768–800)] <br />Karl der Große (43) beginnt eine großangelegte Invasion des Awarenreichs, wobei offenbleibt, ob er damit die Grenze im Südosten stabilisieren oder einfach erobern wollte. Der folgende Krieg wird von Einhard als der größte Karls neben den Sachsenkriegen beschrieben und hat auch symbolische Bedeutung, weil er gegen „Heiden“ geführt wird und Karl so als christlicher Herrscher erscheinen kann. Beim Feldzug weichen die Awaren den Franken aus, während die Franken zur Versorgung des Heeres eine große Flussflotte auf der Donau einsetzen. <br />Karl bringt seinen Töchtern besondere Zuneigung entgegen und bezeichnet sie in einem Brief als ''dulcissimae filiae'', also seine „allersüßesten Töchter“.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Abtei_Saint-Paul_de_Cormery '''Abtei Saint-Paul de Cormery'''] <br />Als monastische Gründung des Abtes Ithier von Saint-Martin aus dem Jahr 791 wird Saint-Paul bereits im Jahr 800 von Alkuin zur Abtei erhoben, die sich der Benediktinerregel unterwirft.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Turpin_von_Reims Erzbischof Turpin (Reims, 748–794)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Angilram_von_Metz Erzbischof Angilram (Metz, 768–791)] <br />Angilram stirbt im Oktober, nach verschiedenen Überlieferungen am 23., 25. oder 26. Oktober, wobei in der deutschsprachigen Forschung meist der 26. Oktober angegeben wird. Mit seinem Tod endet eine lange und einflussreiche Amtszeit, in der er seit 768 Bischof von Metz und seit den 780er Jahren Erzkapellan am Hof Karls des Großen ist. Die Diözese Metz bleibt nach seinem Tod längere Zeit ohne regulären Bischof, während der König die bischöflichen Güter treuhänderisch verwaltet. Später übernimmt Drogo, ein unehelicher Sohn Karls des Großen, den Bischofsstuhl von Metz, nachdem die Zeit der Vakanz beendet ist. Die „Capitula Angilramni“, die angeblich Papst Hadrian I. im Jahr 786 an Angilram übergeben hat, erweisen sich in der Forschung jedoch als spätere Fälschung aus dem Umfeld der Pseudoisidorischen Dekretalen und entstehen erst zwischen 847 und 853. In der römisch-katholischen Kirche gilt Angilram als Heiliger; sein Gedenktag ist der 25. Oktober, und in der hagiographischen Tradition zählt er zu den sieben heiligen Bischöfen von Metz, deren gemeinsamer Gedenktag am 28. Oktober gefeiert wird.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Liudger Liudger] <br />Um 791 reist der Priester Liudger nach Helgoland, während weiter die Friesenmission läuft. In Leer gründet er eine Kirche.
*[https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%93%D0%B5%D1%80%D0%B1%D0%B0%D0%BB%D1%8C%D0%B4 Bischof Gerobald (Lüttich, 787-809)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Hildebold_von_K%C3%B6ln Bischof Hildebold (Köln, 787-795)] <br />Karl der Große ernennt seinen Freund Hildebold zum Erzkaplan der Hofkapelle sowie zum Kanzler der Reichskanzlei. Hildebold ist damit einer der bedeutendsten Berater Karls und steht im Zentrum der königlichen Herrschaftsausübung. In der Hofkapelle Karls des Großen werden viele Alkuinschüler und Mitglieder der Hofgesellschaft mit gelehrten und biblischen Namen bezeichnet; Hildebold trägt den Beinamen Aaron, der wohl mit seinem hohepriesterlichen Amt als Bischof verbunden ist. Seine Zeitgenossen Alkuin, Angilbert und Theodulf erwähnen ihn mehrfach in ihren Gedichten, was seine hervorgehobene Stellung am Hof zeigt. Die Hofkapelle mit ihren Kaplänen bildet das Zentrum sowohl der weltlichen Ordnung als auch der kirchlichen Verwaltung. Sie übt großen Einfluss auf das geistliche, geistige und politische Leben aus. In ihrem Umfeld entsteht die Grundlage für die Schriftentwicklung des christlichen Abendlandes. Hildebold ist somit ein einflussreicher Mann am Hofe Karls.
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Richulf Erzbischof Richulf (Mainz, 787–813)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Wiomad Bischof Wiomad (Trier, 762-791)] <br />Wiomad schließt sich Karl dem Großen nach 774 erneut an, als dieser gegen die Awaren zieht. Während dieses Feldzugs stirbt Wermad sehr wahrscheinlich; sein Tod wird für das Jahr 791 angenommen, das genaue Datum bleibt unbekannt. Nach seinem Tod folgt ihm Richbod als Bischof von Trier nach und führt die von ihm geprägte Bistumstradition fort.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Richbod '''Erzbischof Richbod (Trier, 791–804)'''] <br />Nach dem Tod Wiomads Ende 791 übernimmt Richbod zusätzlich dessen Bischofsstuhl in Trier, spätestens 794. Aus der Zeit zwischen 791/792 und 796/800 sind vier Briefe von Alkuin an Richbod erhalten. In den Briefen nennt Alkuin ihn Makarius und sich selbst Flaccus. In der Zeit zwischen 791/792 und 796/800 schreibt Alkuin vier Briefe an Richbod. Richbod gehört mit seiner auf der Antike fußenden Bildung zu den Vertretern der karolingischen Renaissance.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Berowelf Bischof Berowelf (Würzburg, 769–794)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Baugulf_von_Fulda Abt Baugulf (Fulda, 779–802)] <br />Baubeginn an der Ratgar-Basilika im Kloster Fulda
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Egino_von_Konstanz Bischof Egino (Konstanz, 782–811)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Waldo_von_Reichenau Abt Waldo von Reichenau (Reichenau 786–806)] <br />Als Erzieher und Berater König Pippins geht Waldo nach Pavia. Dort wirkt er von 791 bis 801 als Administrator des Bistums.
*[[792#FRÄNKISCHES_REICH | Fortsetzung 792]] [[Kategorie:Fränkisches Reich]]
 
Aquitanien
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_der_Fromme Unterkönig Ludwig der Fromme (Aquitanien, 781–814)] <br />
 
Neustrien
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_der_J%C3%BCngere Unterkönig Karl der Jüngere (788-800)]<br />
 
Grafschaft Toulouse
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_von_Aquitanien Graf Wilhelm von Aquitanien (790-806)] <br />
 
Abodriten
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Witzan Samtherrscher (Vasall) Witzan (789-795)] <br />
Herzogtum Sachsen
 
*Die heilige Ida errichtet eine der ersten christlichen Kirchen Westfalens in Herzfeld.
*[[799#FRÄNKISCHES_REICH | Fortsetzung 799]] [[Kategorie:Herzogtum Sachsen]]
Herzogtum Baiern
 
*Herzog Karl der Große (788–814) <br />Karl der Große hält sich in den Wintern 791 bis 793 in der ehemaligen bayerischen Herzogsstadt Regensburg auf, um die Eingliederung Baierns in das Fränkische Reich zu sichern und seine Herrschaft vor Ort zu festigen. Als Nachfolger in der bayerischen Herrschaft setzt er seinen Schwager Gerold, einen fränkisch-alamannischen Grafen und Bruder seiner dritten Ehefrau Hildegard, als Präfekten ein
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Simpert_(Regensburg) Bischof Simpert (Regensburg, 768–791)] <br />
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhoh_(Eichst%C3%A4tt) Bischof Gerhoh (Eichstätt, 787–806)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Atto_von_Freising Bischof Atto (Freising, 783/784–810/811)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Waldrich_von_Passau Bischof Waldrich (Passau, 777–804)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Augustiner-Chorherrenstift_St._P%C3%B6lten '''Kloster St. Pölten'''] <br />Das exakte Gründungsjahr des Hippolytklosters liegt im Dunkeln, doch eine Gründung um das Jahr 800 gilt als wahrscheinlich. Das Kloster besteht mit großer Wahrscheinlichkeit bereits einige Zeit davor. Das Gebiet des späteren Niederösterreichs befindet sich im 8. Jahrhundert zwischen dem Karolingerreich im Westen und dem byzantinischen Reich im Osten Europas. Herrscher über dieses Gebiet sind im 8. Jahrhundert die Awaren. Karl der Große drängt die Awaren im Jahr 791 im Awarenfeldzug von Westen kommend weiter nach Osten zurück. Dadurch wird der spätere niederösterreichische Zentralraum Teil des Frankenreiches Karls, das christlich geprägt ist. Die dazugewonnenen Gebiete werden an Mitstreiter der Franken verteilt, darunter Adelige und auch Klöster. So gelangt das Benediktinerstift Tegernsee im fränkischen Bayern zu Besitzungen in der Region des späteren St. Pöltens. <br />Adalbert und Ottokar gründen der Überlieferung nach in der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts das Kloster Tegernsee. Nach dem Awarenfeldzug errichten die beiden in dem dazugewonnenen Gebiet ein Kloster, das spätere Stift St. Pölten, um ihre Besitzansprüche zu festigen. In dieses Kloster bringen sie Reliquien des heiligen Hippolyt, die sie zuvor von Abt Fulrad aus St. Denis erhalten haben, der die Reliquien direkt in Rom bekommen hat. Diese Reliquien werden namensgebend für das Kloster sowie für die Siedlung und spätere Stadt, die rundherum entsteht. „Pölten“ leitet sich von „Hippolyt“ ab. Zum Zeitpunkt der Klostergründung besteht an diesem Ort keine Besiedelung mehr. Der Ort war in der Römerzeit als Aelium Cetium eine bedeutende Stadt gewesen, die in der Zeit der Völkerwanderung in der Mitte des 5. Jahrhunderts erlischt. <br />Erstmals urkundlich erwähnt wird das Stift an der Traisen im Jahr 976. Es wird in dieser Urkunde als zum Bistum Passau gehörig genannt. Nach der Neugründung des Stifts Tegernsee fordert dieses die „abbatia ad sanctum Yppolitum“ im 11. Jahrhundert wieder zurück, allerdings vergeblich.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Adalwin_(Regensburg) '''Bischof Adalwin (Regensburg, 791–816)'''] <br />Adalwin ist der vierte Bischof von Regensburg und amtiert von 791 bis 816. Er ist als Bischof von Regensburg zugleich Vorsteher von Kloster Sankt Emmeram. In seine Amtszeit fällt die erste urkundliche Erwähnung der Peterskirche, die ein Vorgängerbau des Regensburger Domes ist. Karl der Große macht dem Bischof Schenkungen.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Arn_von_Salzburg Bischof Arn von (Salzburg 785–798)] <br />Seit 791 wirkt Arn als einer von zwölf erwählten Gesandten des Königs (missi dominici, Königsboten).<br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Notitia_Arnonis Notitia Arnonis] Karl der Große bestätigt den Kirchenbesitz, indem er die registrierten Chartae in der Form der Notitia pauschal anerkennt. Bischof Arn erlangt – wohl im Dezember – eine entsprechende Urkunde Karls, wobei er den Eindruck vermittelt, er habe auch selbst Befragungen (inquisitiones) sehr alter, wahrheitsliebender, adliger Männer durchführen lassen. Deren 52 Namen – erst die Kleriker, dann die Laien – werden einzeln aufgeführt. Herwig Wolfram widerlegt die Behauptung, dass eine solche Befragung durchgeführt worden wäre.
*[[792#FRÄNKISCHES_REICH | Fortsetzung 792]] [[Kategorie:Herzogtum Baiern]]
 
Herzogzum Mailand
 
*[https://it.wikipedia.org/wiki/Pietro_I_(arcivescovo_di_Milano) Erzbischof Petrus I. (784-801)] <br />
 
Herzogtum Treviso
 
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Fortunatus_II. Bischof Fortunatus II. (Treviso, 777-806)] <br />
 
Herzogtum Spoleto
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Winigis Herzog Winigis (789–822)]
 
Herzogtum Benevent
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Grimoald_III. Herzog Grimoald III. (788-806)] <br />
*König Pippin, Karls Sohn und Stellvertreter in Italien, verwüstet Benevent.
*[[792#FRÄNKISCHES_REICH | Fortsetzung 792]]​ [[Kategorie:Herzogtum Benevent]]
 
==SPANIEN==
 
'''Königreich Asturien'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Bermudo_I._(Asturien) König Bermudo I. (788-791)] <br />Bermudo sieht sich Angriffen ausgesetzt, besonders muslimischen Razzien in Älaba und Galizien. Bei der Schlacht am Burbia, im Bierzo, erleidet er eine Niederlage gegen die Muslime und dankt daraufhin vom Thron ab; Alfons II. wird anschließend Alleinherrscher. Ob diese Abdankung freiwillig erfolgt oder unter Druck nach der Niederlage geschieht, bleibt in den Texten unterschiedlich bewertet.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Alfons_II._(Asturien) '''König Alfons II. (791-842)'''] <br />Nach dem Tod Mauregatos wird Bermudo I. König und erhebt Alfons zum Mitherrscher. Als Bermudo I. 791 abdankt, kommt Alfons an die Macht, wird zum König gesalbt und am 14. September in Asturien endgültig zum König ausgerufen. Er verlegt die Hauptstadt nach Oviedo.
*[[794#SPANIEN | Fortsetzung 794]] [[Kategorie:Asturien]]
 
==KIRCHENSTAAT==
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Hadrian_I. Papst Hadrian I. (772–795)] <br />
 
==REPUBLIK VENEDIG==
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Maurizio_Galbaio Doge Maurizio Galbaio (764–797)] <br />(möglicherweise bereits 787 gestorben)
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Giovanni_Galbaio Doge Johannes Galbaio (787–803)] <br />
*Die Franken greifen Benevent an, sehen sich aber nicht in der Lage, die Unabhängigkeit der Langobarden im Süden der Halbinsel zu brechen. Damit bleibt im Süden ein langobardischer Machtfaktor bestehen, während im Norden fränkischer und byzantinischer Einfluss aufeinandertreffen.
*[[794#REPUBLIK_VENEDIG | Fortsetzung 794]] [[Kategorie:Venedig]]
 
==WESTSLAWEN==
 
'''Sorben'''
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Miliduch Herzog Miliduch (790-806)] <br />
 
==SÜDSLAWEN==
 
'''Kroatien'''
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Vi%C5%A1eslav_of_Croatia Fürst Višeslav (c.785–c.802)] <br />
 
==ERSTES BULGARISCHES REICH==
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Kardam_(Bulgarien) Khan Kardam (777–803)] <br />Der byzantinische Kaiser Konstantin VI. beschließt Gegenmaßnahmen und marschiert in Richtung Sagore. Kardam kommt ihm zuvor, überrascht und besiegt die Byzantiner in der Nähe von Adrianopel, woraufhin sich diese zurückziehen.
*[[792#ERSTES_BULGARISCHES_REICH | Fortsetzung 792]] [[Kategorie:Erstes Bulgarisches Reich]]
 
==BYZANTINISCHES REICH==
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Konstantin_VI._(Byzanz) Kaiser Konstantin VI. (780–797)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_von_Grado Patriarch Johannes (Grado, 766–802)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Tarasios Patriarch Tarasios (Konstantinopel, 784–806)] <br />
 
==ARABER==
(174/175 - 9./10. Mai)
 
'''Abbasiden'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/H%C4%81r%C5%ABn_ar-Rasch%C4%ABd Kalif Hārūn ar-Raschīd (786-809)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Muhammad_ibn_Isma%27il Imam der Ismailiten: Muhammad ibn Isma'il (775-813)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/M%C5%ABs%C4%81_al-K%C4%81zim Imam der Zwölferschiiten: Mūsā al-Kāzim (765–799)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Elias_II._(Jerusalem) Patriarch Elias II. (Jerusalem, 770–797)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Pope_John_IV_of_Alexandria Papst und Patriarch Johannes IV. (Alexandria, 777–799)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Patriarch_Politianus_of_Alexandria Griechisch-orthodoxer Patriarch Politianos (Alexandria, 768–813)] <br />
 
'''Rustamiden'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Abd_al-Wahhab_ibn_Abd_al-Rahman Imam Abd al-Wahhab ibn Abd al-Rahman (788–823)] <br />
'''Emirat Noukour'''
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Sa%27id_I_ibn_Idris Emir Sa'id I ibn Idris (760–803)] <br />
 
'''Idrisiden'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Idris_I_of_Morocco Emir Idris I. (788–791)] <br />Idris' Eroberungen vom Vorjahr rufen die Rache des Abbasidenkalifen Harun al-Raschid hervor, der Gesandte schickt, um Idris zu töten. Idris I. stirbt in Walīlī, angeblich durch Gift der Agenten des Kalifen. Sein Sohn Idris II. wird wenige Monate später geboren und von den Awraba unter der Regentschaft von Raschid, dem Freigelassenen und Berater seines Vaters, aufgezogen. Der Leichnam von Idris wird auf einem Hügel unweit von Walīlī begraben. Der Ort seines Grabes wächst zu einem Dorf namens Moulay Idriss Zerhoun heran. Um sein Mausoleum entwickelt sich im Laufe der Jahrhunderte eine Zawiya, die bis heute ein wichtiger religiöser Ort in Marokko bleibt.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Idris_II. '''Emir Idris II. (791–828)'''] <br />Idris II. wird zwei Monate nach dem Tod seines Vaters Idris I. geboren. Er ist der Sohn von Kenza, der Ehefrau seines Vaters, und der Tochter des Awraba-Stammeschefs Ishaq ibn Mohammed al-Awarbi. Er wächst unter dem Berberstamm der Awraba in Walili auf. Die Regentschaft für den Minderjährigen führt Raschid, der langjährige Diener von Idris I. aus (über Raschid ist kein Wikipedia-Artikel vorhanden).
*[[803#ARABER | Fortsetzung 803]] [[Kategorie:Idrisiden]]
 
'''Emirat von Córdoba'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Hischam_I. Emir Hischam I. (788–796)] <br />Während Hischams Regierungszeit kommt zu einem Feldzug gegen die christlichen Reiche im Norden. Dabei erleiden die Muslime eine Niederlage bei Burgos, doch die Vorherrschaft auf der Iberischen Halbinsel bleibt bestehen.
*[[793#ARABER | Fortsetzung 793]] [[Kategorie:Emirat von Córdoba]]
 
==CHASAREN==
 
*[http://it.wikipedia.org/wiki/Obadiah_(Khazaria) Kagan Obadia (786-809)] <br />
 
==UIGURISCHES KAGANAT==
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Qutluq_Bilge_Qaghan Kagan Qutluq Bilge (790-795)] <br />
 
==INDIEN==
 
'''Pratihara'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Vatsaraja König Vatsaraja (780–800)] <br />
 
'''Chauhan-Dynastie'''
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Durlabharaja_I König Durlabharaja I. (784–809)] <br />
 
'''Östliche Chalukya'''
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Vishnuvardhana_IV König Vishnuvardhana IV. (772–808)] <br />
 
'''Rashtrakuta'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Dhruva_Dharavarsha König Dhruva Dharavarsha (780-793)] <br />
 
'''Westliche Ganga-Dynastie'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Shivamara_II König Shivamara II. (788-816)] <br />
 
'''Pallava'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Nandivarman_II König Nandivarman II. (731–796)] <br />
 
'''Anuradhapura'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Mahinda_II König Mahinda II. (787-807)] <br />Bevor Mahinda II mit seinem Heer nach Ruhunu einrückt, beruft er im Thuparama eine Versammlung von Mönchen sowie Weisen des Reiches ein, um ihre Zustimmung zu seinem Vorgehen einzuholen. Als er sich ihrer Unterstützung vergewissert hat, bricht er mit seinem gesamten Kriegsgerät auf, rückt mit forcierten Märschen nach Ruhunu vor und nimmt eine Stellung auf einem Hügel namens Marapabbata ein, der als uneinnehmbar gilt. Dappula erkennt, dass die Position des Königs auf dem Hügel nicht zu erobern ist, und entsendet Gesandte, um Frieden auszuhandeln; er bietet an, Ruhunu zu behalten, im Gegenzug aber einen Tribut in Form von Pferden, Elefanten und Edelsteinen zu zahlen. Im Rahmen dieses Abkommens wird der Fluss Kalu Ganga als westliche Grenze Ruhunus festgelegt; mit diesem Vertrag kehrt Frieden im Land ein, der für den Rest der Regierungszeit Mahindas II anhält.
*[[792#INDIEN | Fortsetzung 792]] [[Kategorie:Anuradhapura]]
 
==TIBET==
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Trisong_Detsen König Trisong Detsen (755–797)] <br />
*Die Karluken verbünden sich mit Tibet.
*[[792#TIBET | Fortsetzung 792]] [[Kategorie:Tibet]]
 
==CHINA==
(58./59. Zyklus - Jahr des Metall-Schafes; am Beginn des Jahres Metall-Pferd)
 
'''Tang-Dynastie'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Tang_Dezong Kaiser Tang Dezong (779–805)] <br />
 
==KOREA==
 
'''Silla'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Wonseong_of_Silla König Wonseong (785–798)] <br />
 
'''Balhae'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Mun_of_Balhae König Mun (737–793)] <br />
 
==JAPAN==
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Kammu Tennō Kammu (781–806)] <br />
 
==KALINGGA==
 
*'''Zuletzt 725'''


==QUELLEN==
==QUELLEN==
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18.09.2023 Grundstock erstellt
18.09.2023 Grundstock erstellt
13.04.2026 Grundstock ergänzt


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Aktuelle Version vom 15. April 2026, 16:48 Uhr

788 | 789 | 790 | 791 | 792 | 793 | 794

MAYA

Calakmul

Talol

Tikal

Copan

PIKTEN

KELTEN

Uí Néill

Ailech

  • König Áed Oirdnide (788–819)
    In Tailtiu kommt es zu einer Schlacht im Zusammenhang mit dem großen Uí-Néill-Fest oenach Tailten. Áed flieht von dort und wird vermutlich bis Slane verfolgt; mehrere seiner Verbündeten sterben, darunter die Könige zweier Zweige der Uí Chremthainn. In den frühen Quellen erhält er in diesem Zusammenhang den Beinamen Áed Ingor, „Áed der Ungehorsame“.
  • Fortsetzung 794

Ulaid

Connacht

  • König Cináed mac Artgail (786–792)
    Artgal mac Cathail, der Vater Cináeds und früherer König von Connacht, stirbt im Jahr 791. Zuvor hat Artgal mac Cathail bereits 782 auf den Thron verzichtet und damit die Bahn für seine Nachfolger in Connacht frei gemacht. Cináed bleibt als Sohn Artgals ein Angehöriger des Síl-Cathail-Septs der Uí Briúin Aí und herrscht im Rahmen der umstrittenen Nachfolge über Connacht.
  • Artgal mac Cathail
    Der ehemalige König Artgal mac Cathail stirbt.
  • Fortsetzung 792

Leinster

Dalriada

  • König Donncoirce (782-792)
    Im Jahr 791, entsprechend 792, erscheint in den Annalen von Ulster die einzige überlieferte Nachricht über Donncoirce, in der er als „Donncoirce, König von Dalriada“ bezeichnet wird. Donncoirce ist wahrscheinlich bis zu seinem Tod im Jahr 792 König von Dál Riata. Danach geht Dalriada an die Pikten; erst 835 erscheint wieder ein eigener König.
  • Fortsetzung 835

Gwynedd

Königreich Powys

ANGELSACHSEN

Northumbria

  • König Æthelred I. (2. Amtszeit 790–796)
    Æthelred lässt Ælf und Ælfwine, die Söhne Ælfwalds, als Thronrivalen aus York entführen und bei Wonwaldremere, also Windermere, ermorden. Ausserdem lässt er den Ealdorman und späteren König Eardwulf gefangen nehmen, der in Ripon vor den Toren des Klosters hingerichtet werden soll, die Hinrichtung jedoch überlebt. Der gescheiterte Mordanschlag zeigt die Härte und Brutalität von Æthelreds Herrschaft, steigert aber zugleich die Unzufriedenheit im Adel, da mächtige Familien um ihr Leben und ihren Einfluss fürchten. Die Unzufriedenheit mit Æthelreds Herrschaft wächst an, sodass Osred aus seinem Exil zurückgerufen wird.
  • Erzbischof Eanbald I. (York, 780-796)
  • Higbald (Lindisfarne, 780–802)
  • Fortsetzung 792

Mercia

East Anglia

Königreich Wessex

Königreich Essex

FRÄNKISCHES REICH

  • König Karl der Große (768–800)
    Karl der Große (43) beginnt eine großangelegte Invasion des Awarenreichs, wobei offenbleibt, ob er damit die Grenze im Südosten stabilisieren oder einfach erobern wollte. Der folgende Krieg wird von Einhard als der größte Karls neben den Sachsenkriegen beschrieben und hat auch symbolische Bedeutung, weil er gegen „Heiden“ geführt wird und Karl so als christlicher Herrscher erscheinen kann. Beim Feldzug weichen die Awaren den Franken aus, während die Franken zur Versorgung des Heeres eine große Flussflotte auf der Donau einsetzen.
    Karl bringt seinen Töchtern besondere Zuneigung entgegen und bezeichnet sie in einem Brief als dulcissimae filiae, also seine „allersüßesten Töchter“.
  • Abtei Saint-Paul de Cormery
    Als monastische Gründung des Abtes Ithier von Saint-Martin aus dem Jahr 791 wird Saint-Paul bereits im Jahr 800 von Alkuin zur Abtei erhoben, die sich der Benediktinerregel unterwirft.
  • Erzbischof Turpin (Reims, 748–794)
  • Erzbischof Angilram (Metz, 768–791)
    Angilram stirbt im Oktober, nach verschiedenen Überlieferungen am 23., 25. oder 26. Oktober, wobei in der deutschsprachigen Forschung meist der 26. Oktober angegeben wird. Mit seinem Tod endet eine lange und einflussreiche Amtszeit, in der er seit 768 Bischof von Metz und seit den 780er Jahren Erzkapellan am Hof Karls des Großen ist. Die Diözese Metz bleibt nach seinem Tod längere Zeit ohne regulären Bischof, während der König die bischöflichen Güter treuhänderisch verwaltet. Später übernimmt Drogo, ein unehelicher Sohn Karls des Großen, den Bischofsstuhl von Metz, nachdem die Zeit der Vakanz beendet ist. Die „Capitula Angilramni“, die angeblich Papst Hadrian I. im Jahr 786 an Angilram übergeben hat, erweisen sich in der Forschung jedoch als spätere Fälschung aus dem Umfeld der Pseudoisidorischen Dekretalen und entstehen erst zwischen 847 und 853. In der römisch-katholischen Kirche gilt Angilram als Heiliger; sein Gedenktag ist der 25. Oktober, und in der hagiographischen Tradition zählt er zu den sieben heiligen Bischöfen von Metz, deren gemeinsamer Gedenktag am 28. Oktober gefeiert wird.
  • Liudger
    Um 791 reist der Priester Liudger nach Helgoland, während weiter die Friesenmission läuft. In Leer gründet er eine Kirche.
  • Bischof Gerobald (Lüttich, 787-809)
  • Bischof Hildebold (Köln, 787-795)
    Karl der Große ernennt seinen Freund Hildebold zum Erzkaplan der Hofkapelle sowie zum Kanzler der Reichskanzlei. Hildebold ist damit einer der bedeutendsten Berater Karls und steht im Zentrum der königlichen Herrschaftsausübung. In der Hofkapelle Karls des Großen werden viele Alkuinschüler und Mitglieder der Hofgesellschaft mit gelehrten und biblischen Namen bezeichnet; Hildebold trägt den Beinamen Aaron, der wohl mit seinem hohepriesterlichen Amt als Bischof verbunden ist. Seine Zeitgenossen Alkuin, Angilbert und Theodulf erwähnen ihn mehrfach in ihren Gedichten, was seine hervorgehobene Stellung am Hof zeigt. Die Hofkapelle mit ihren Kaplänen bildet das Zentrum sowohl der weltlichen Ordnung als auch der kirchlichen Verwaltung. Sie übt großen Einfluss auf das geistliche, geistige und politische Leben aus. In ihrem Umfeld entsteht die Grundlage für die Schriftentwicklung des christlichen Abendlandes. Hildebold ist somit ein einflussreicher Mann am Hofe Karls.
  • Erzbischof Richulf (Mainz, 787–813)
  • Bischof Wiomad (Trier, 762-791)
    Wiomad schließt sich Karl dem Großen nach 774 erneut an, als dieser gegen die Awaren zieht. Während dieses Feldzugs stirbt Wermad sehr wahrscheinlich; sein Tod wird für das Jahr 791 angenommen, das genaue Datum bleibt unbekannt. Nach seinem Tod folgt ihm Richbod als Bischof von Trier nach und führt die von ihm geprägte Bistumstradition fort.
  • Erzbischof Richbod (Trier, 791–804)
    Nach dem Tod Wiomads Ende 791 übernimmt Richbod zusätzlich dessen Bischofsstuhl in Trier, spätestens 794. Aus der Zeit zwischen 791/792 und 796/800 sind vier Briefe von Alkuin an Richbod erhalten. In den Briefen nennt Alkuin ihn Makarius und sich selbst Flaccus. In der Zeit zwischen 791/792 und 796/800 schreibt Alkuin vier Briefe an Richbod. Richbod gehört mit seiner auf der Antike fußenden Bildung zu den Vertretern der karolingischen Renaissance.
  • Bischof Berowelf (Würzburg, 769–794)
  • Abt Baugulf (Fulda, 779–802)
    Baubeginn an der Ratgar-Basilika im Kloster Fulda
  • Bischof Egino (Konstanz, 782–811)
  • Abt Waldo von Reichenau (Reichenau 786–806)
    Als Erzieher und Berater König Pippins geht Waldo nach Pavia. Dort wirkt er von 791 bis 801 als Administrator des Bistums.
  • Fortsetzung 792

Aquitanien

Neustrien

Grafschaft Toulouse

Abodriten

​ Herzogtum Sachsen

  • Die heilige Ida errichtet eine der ersten christlichen Kirchen Westfalens in Herzfeld.
  • Fortsetzung 799

​ Herzogtum Baiern

  • Herzog Karl der Große (788–814)
    Karl der Große hält sich in den Wintern 791 bis 793 in der ehemaligen bayerischen Herzogsstadt Regensburg auf, um die Eingliederung Baierns in das Fränkische Reich zu sichern und seine Herrschaft vor Ort zu festigen. Als Nachfolger in der bayerischen Herrschaft setzt er seinen Schwager Gerold, einen fränkisch-alamannischen Grafen und Bruder seiner dritten Ehefrau Hildegard, als Präfekten ein
  • Bischof Simpert (Regensburg, 768–791)
  • Bischof Gerhoh (Eichstätt, 787–806)
  • Bischof Atto (Freising, 783/784–810/811)
  • Bischof Waldrich (Passau, 777–804)
  • Kloster St. Pölten
    Das exakte Gründungsjahr des Hippolytklosters liegt im Dunkeln, doch eine Gründung um das Jahr 800 gilt als wahrscheinlich. Das Kloster besteht mit großer Wahrscheinlichkeit bereits einige Zeit davor. Das Gebiet des späteren Niederösterreichs befindet sich im 8. Jahrhundert zwischen dem Karolingerreich im Westen und dem byzantinischen Reich im Osten Europas. Herrscher über dieses Gebiet sind im 8. Jahrhundert die Awaren. Karl der Große drängt die Awaren im Jahr 791 im Awarenfeldzug von Westen kommend weiter nach Osten zurück. Dadurch wird der spätere niederösterreichische Zentralraum Teil des Frankenreiches Karls, das christlich geprägt ist. Die dazugewonnenen Gebiete werden an Mitstreiter der Franken verteilt, darunter Adelige und auch Klöster. So gelangt das Benediktinerstift Tegernsee im fränkischen Bayern zu Besitzungen in der Region des späteren St. Pöltens.
    Adalbert und Ottokar gründen der Überlieferung nach in der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts das Kloster Tegernsee. Nach dem Awarenfeldzug errichten die beiden in dem dazugewonnenen Gebiet ein Kloster, das spätere Stift St. Pölten, um ihre Besitzansprüche zu festigen. In dieses Kloster bringen sie Reliquien des heiligen Hippolyt, die sie zuvor von Abt Fulrad aus St. Denis erhalten haben, der die Reliquien direkt in Rom bekommen hat. Diese Reliquien werden namensgebend für das Kloster sowie für die Siedlung und spätere Stadt, die rundherum entsteht. „Pölten“ leitet sich von „Hippolyt“ ab. Zum Zeitpunkt der Klostergründung besteht an diesem Ort keine Besiedelung mehr. Der Ort war in der Römerzeit als Aelium Cetium eine bedeutende Stadt gewesen, die in der Zeit der Völkerwanderung in der Mitte des 5. Jahrhunderts erlischt.
    Erstmals urkundlich erwähnt wird das Stift an der Traisen im Jahr 976. Es wird in dieser Urkunde als zum Bistum Passau gehörig genannt. Nach der Neugründung des Stifts Tegernsee fordert dieses die „abbatia ad sanctum Yppolitum“ im 11. Jahrhundert wieder zurück, allerdings vergeblich.
  • Bischof Adalwin (Regensburg, 791–816)
    Adalwin ist der vierte Bischof von Regensburg und amtiert von 791 bis 816. Er ist als Bischof von Regensburg zugleich Vorsteher von Kloster Sankt Emmeram. In seine Amtszeit fällt die erste urkundliche Erwähnung der Peterskirche, die ein Vorgängerbau des Regensburger Domes ist. Karl der Große macht dem Bischof Schenkungen.
  • Bischof Arn von (Salzburg 785–798)
    Seit 791 wirkt Arn als einer von zwölf erwählten Gesandten des Königs (missi dominici, Königsboten).
    Notitia Arnonis Karl der Große bestätigt den Kirchenbesitz, indem er die registrierten Chartae in der Form der Notitia pauschal anerkennt. Bischof Arn erlangt – wohl im Dezember – eine entsprechende Urkunde Karls, wobei er den Eindruck vermittelt, er habe auch selbst Befragungen (inquisitiones) sehr alter, wahrheitsliebender, adliger Männer durchführen lassen. Deren 52 Namen – erst die Kleriker, dann die Laien – werden einzeln aufgeführt. Herwig Wolfram widerlegt die Behauptung, dass eine solche Befragung durchgeführt worden wäre.
  • Fortsetzung 792

Herzogzum Mailand

Herzogtum Treviso

Herzogtum Spoleto

Herzogtum Benevent

SPANIEN

Königreich Asturien

  • König Bermudo I. (788-791)
    Bermudo sieht sich Angriffen ausgesetzt, besonders muslimischen Razzien in Älaba und Galizien. Bei der Schlacht am Burbia, im Bierzo, erleidet er eine Niederlage gegen die Muslime und dankt daraufhin vom Thron ab; Alfons II. wird anschließend Alleinherrscher. Ob diese Abdankung freiwillig erfolgt oder unter Druck nach der Niederlage geschieht, bleibt in den Texten unterschiedlich bewertet.
  • König Alfons II. (791-842)
    Nach dem Tod Mauregatos wird Bermudo I. König und erhebt Alfons zum Mitherrscher. Als Bermudo I. 791 abdankt, kommt Alfons an die Macht, wird zum König gesalbt und am 14. September in Asturien endgültig zum König ausgerufen. Er verlegt die Hauptstadt nach Oviedo.
  • Fortsetzung 794

KIRCHENSTAAT

REPUBLIK VENEDIG

WESTSLAWEN

Sorben

SÜDSLAWEN

Kroatien

ERSTES BULGARISCHES REICH

  • Khan Kardam (777–803)
    Der byzantinische Kaiser Konstantin VI. beschließt Gegenmaßnahmen und marschiert in Richtung Sagore. Kardam kommt ihm zuvor, überrascht und besiegt die Byzantiner in der Nähe von Adrianopel, woraufhin sich diese zurückziehen.
  • Fortsetzung 792

BYZANTINISCHES REICH

ARABER

(174/175 - 9./10. Mai)

Abbasiden

Rustamiden

Emirat Noukour

Idrisiden

  • Emir Idris I. (788–791)
    Idris' Eroberungen vom Vorjahr rufen die Rache des Abbasidenkalifen Harun al-Raschid hervor, der Gesandte schickt, um Idris zu töten. Idris I. stirbt in Walīlī, angeblich durch Gift der Agenten des Kalifen. Sein Sohn Idris II. wird wenige Monate später geboren und von den Awraba unter der Regentschaft von Raschid, dem Freigelassenen und Berater seines Vaters, aufgezogen. Der Leichnam von Idris wird auf einem Hügel unweit von Walīlī begraben. Der Ort seines Grabes wächst zu einem Dorf namens Moulay Idriss Zerhoun heran. Um sein Mausoleum entwickelt sich im Laufe der Jahrhunderte eine Zawiya, die bis heute ein wichtiger religiöser Ort in Marokko bleibt.
  • Emir Idris II. (791–828)
    Idris II. wird zwei Monate nach dem Tod seines Vaters Idris I. geboren. Er ist der Sohn von Kenza, der Ehefrau seines Vaters, und der Tochter des Awraba-Stammeschefs Ishaq ibn Mohammed al-Awarbi. Er wächst unter dem Berberstamm der Awraba in Walili auf. Die Regentschaft für den Minderjährigen führt Raschid, der langjährige Diener von Idris I. aus (über Raschid ist kein Wikipedia-Artikel vorhanden).
  • Fortsetzung 803

Emirat von Córdoba

  • Emir Hischam I. (788–796)
    Während Hischams Regierungszeit kommt zu einem Feldzug gegen die christlichen Reiche im Norden. Dabei erleiden die Muslime eine Niederlage bei Burgos, doch die Vorherrschaft auf der Iberischen Halbinsel bleibt bestehen.
  • Fortsetzung 793

CHASAREN

UIGURISCHES KAGANAT

INDIEN

Pratihara

Chauhan-Dynastie

Östliche Chalukya

Rashtrakuta

Westliche Ganga-Dynastie

Pallava

Anuradhapura

  • König Mahinda II. (787-807)
    Bevor Mahinda II mit seinem Heer nach Ruhunu einrückt, beruft er im Thuparama eine Versammlung von Mönchen sowie Weisen des Reiches ein, um ihre Zustimmung zu seinem Vorgehen einzuholen. Als er sich ihrer Unterstützung vergewissert hat, bricht er mit seinem gesamten Kriegsgerät auf, rückt mit forcierten Märschen nach Ruhunu vor und nimmt eine Stellung auf einem Hügel namens Marapabbata ein, der als uneinnehmbar gilt. Dappula erkennt, dass die Position des Königs auf dem Hügel nicht zu erobern ist, und entsendet Gesandte, um Frieden auszuhandeln; er bietet an, Ruhunu zu behalten, im Gegenzug aber einen Tribut in Form von Pferden, Elefanten und Edelsteinen zu zahlen. Im Rahmen dieses Abkommens wird der Fluss Kalu Ganga als westliche Grenze Ruhunus festgelegt; mit diesem Vertrag kehrt Frieden im Land ein, der für den Rest der Regierungszeit Mahindas II anhält.
  • Fortsetzung 792

TIBET

CHINA

(58./59. Zyklus - Jahr des Metall-Schafes; am Beginn des Jahres Metall-Pferd)

Tang-Dynastie

KOREA

Silla

Balhae

JAPAN

KALINGGA

  • Zuletzt 725

QUELLEN

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24.08.2023 Artikel eröffnet

18.09.2023 Grundstock erstellt

13.04.2026 Grundstock ergänzt

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