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766: Unterschied zwischen den Versionen

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==LEXIKON==
==MAYA==


[http://de.wikipedia.org/wiki/Umor '''Khan Umor'''] und [http://de.wikipedia.org/wiki/Toktu '''Khan Toktu (Bulgarien)''']
'''Palenque'''
*Bei den Bulgaren folgt auf den Khan Subin zunächst Umor in der Herrschaft, der noch im selben Jahr von Toktu abgelöst wird.


[http://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Metten '''Kloster Metten''']
*[http://de.wikipedia.org/wiki/K%27inich_K%27uk%27_Bahlam_II. Ajaw K'inich K'uk' Bahlam II. (764–nach 783)] <br />
*Gründung des Klosters Metten
 
'''Tikal'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/28th_Ruler '''Ajaw 28. Herrscher (766–768)'''] <br />Der sogenannte 28. Herrscher der älteste Sohn des 27. Herrschers von Tikal, Yik’in Chan K’awiil; seine Mutter wird nicht genannt. Er hat mindestens einen jüngeren Bruder, der später unter dem Namen Yax Nuun Ahiin II als 29. Herrscher auf den Thron kommen wird. Seine Herrschaft dauert nur kurz und es sind kaum Monumente oder detaillierte Inschriften überliefert.
*[[768#MAYA | Fortsetzung 768]] [[Kategorie:Tikal]]
 
'''Quiriguá'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/K%E2%80%99ak%E2%80%99_Tiliw_Chan_Yopaat Ajaw K’ak’ Tiliw Chan Yopaat (725-785)] <br />
 
'''Copan'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Yax_Pasaj_Chan_Yopaat Ajaw Yax Pasaj Chan Yopaat (763-810)] <br />
 
==PIKTEN==
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Ciniod_I König Ciniod I. (763–775)] <br />
 
==KELTEN==
 
'''Uí Néill'''
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Niall_Frossach Hochkönig Niall Frossach (763-765/778)] <br />
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Donnchad_Midi '''Hochkönig Donnchad Midi (766/778-793/797)'''] <br />Donnchad übernimmt im Anschluss die Königswürde von Meath, und gemäss der englischen Wikipedia wird er gleichzeitig zumindest im Hintergrund Hochkönig, während Niall Frossach weiterhin lebt. Über das Ende von Nialls Amt als Hochkönig sind die Angaben widersprüchlich; es kann definitiv angegeben werden, ob es bereits im Jahr 765 geendet hat oder erst 767 oder sogar erst mit Nialls Tod 778.
*[[767#KELTEN | Fortsetzung 767]] [[Kategorie:Uí Néill]]
 
'''Ulaid'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Fiachnae_mac_%C3%81edo_R%C3%B3in König Fiachnae mac Áedo Róin (750–789)] <br />
 
'''Connacht'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Dub-Indrecht_mac_Cathail König Dub-Indrecht mac Cathail (764–768)] <br />
 
'''Meath'''
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Fallomon_mac_Con_Congalt König Fallomon mac Con Congalt (763-766)] <br />Fallomon mac Con Congalt stirbt; die Annalen von Ulster bezeichnen seine Tötung als "verräterisch", während die Annalen von Tigernach sie als "hinterlistig" charakterisieren. Da Donnchad Midi der Hauptnutznießer von Follamans Tod ist und anschließend selbst König von Mide wird, liegt der Verdacht nahe, dass der Anschlag zumindest in seinem Interesse, wenn nicht auf seine Anordnung hin erfolgt. Mit Follamans Tod endet die kurze Phase, in der ein Angehöriger der Clann Cholmáin Bicc die Königswürde von Mide innehat, während gleichzeitig die Macht der Clann Cholmáin Máir unter Donnchad weiter anwächst. Die nachträgliche Benennung einer führenden Linie der Clann Cholmáin Bicc als Coille Follamain zeigt, dass Follamans Name innerhalb seiner Sippe als prägendes Bezugspunkt und Identitätsanker fortlebt. In der regionalen Erinnerung bleibt er zugleich als Verbündeter der Clann Cholmáin Máir, als militärischer Akteur in den Auseinandersetzungen der 730er Jahre und als König, der einem verräterischen Anschlag zum Opfer fällt, verankert. Fallomons Nachfolger Donnchad Midi ist 766–797 nicht nur König von Meath, sondern gleichzeitig Hochkönig, daher unmittelbare Fortsetzung unter Uí Néill; 797 kommt Domnall mac Donnchada Midi, der nicht gleichzeitig Hochkönig wird.
*[[797#KELTEN | Fortsetzung unter Meath 797]] [[Kategorie:Meath]]
 
'''Leinster'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Cellach_mac_D%C3%BAnchada König Cellach mac Dúnchada (760–776)] <br />
 
'''Uí Mháine'''
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Aedh_Ailghin König Aedh Ailghin (750–767)] <br />
 
'''Dalriada'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Muiredach_mac_Ainbcellaig König Muiredach mac Ainbcellaig (733–736)] <br />
 
'''Gwynedd'''
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Caradog_ap_Meirion König Caradog ap Meirion (754-798)] <br />
 
'''Königreich Powys'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Brochfael_ab_Elisedd König Brochfael ab Elisedd (755–773)] <br />
 
==ANGELSACHSEN==
 
'''Northumbria'''
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ealchred König Ealchred (765–774)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Egbert_von_York Erzbischof Egbert (York, 735-766)] <br />Egbert stirbt am 19. November in York und wird neben seinem Bruder in der Kathedrale begraben; sein Nachfolger wird Æthelberht. Aufgrund seiner Gelehrsamkeit erhält er von Wilhelm von Malmesbury den Beinamen "Schatzkammer aller freien Künste". Ihm werden Werke wie das ''Dialogus ecclesiasticae institutionis'' und das Bußbuch ''Excarpsus'' zugeschrieben, während andere, wie das ''Pontificale Ecgberhti'', später entstehen.
*[https://en.wikipedia.org/wiki/%C3%86thelbert_of_York '''Erzbischof Æthelbert (York, 766–780)'''] <br />Æthelberht ist mit seinem Vorgänger Ecgberht verwandt, der Bruder des Königs Eadberht von Northumbria ist. Seine Familie gibt ihn schon als kleines Kind in ein Kloster, wo er Schüler der von Ecgberht gegründeten Schule von York wird. In dieser Schule wird er in kirchlichen Fächern, in der Heiligen Schrift und in den damals üblichen freien Künsten ausgebildet, und er fällt früh durch Begabung und Charakter auf. Ecgberht weiht ihn später zum Priester und überträgt ihm die Leitung der Schule, sodass Æthelberht schon als junger Kleriker eine zentrale Rolle in der Bildungseinrichtung der Kirche von York einnimmt. In seiner Zeit als Schulleiter baut Æthelberht systematisch eine umfassende Bibliothek in York auf, die zu den größten Büchersammlungen Europas außerhalb Roms gehört. Er sammelt Werke lateinischer und griechischer Klassiker, Schriften der Kirchenväter und anderer christlicher Autoren sowie Texte einzelner hebräischer Autoren, die im Kanon der Gelehrten des 8. Jahrhunderts wichtig sind. Um diese Bücher zu beschaffen, reist er weit, unter anderem nach Rom, und knüpft Kontakte, über die Handschriften nach York gelangen. In der Schule unterrichtet er die Fächer des Triviums – Grammatik, Rhetorik, Dialektik – sowie des Quadriviums – Arithmetik, Geometrie, Musik und Astronomie – und lehrt zusätzlich die Berechnung der kirchlichen Festtage und Grundlagen der Naturkunde. Zu seinen Schülern gehört auch Alkuin, der ihn später als Lehrer und enger Freund beschreibt und der die Hauptquelle für das Leben Æthelberhts liefert. Im Jahr 766 folgt Æthelberht seinem Verwandten Ecgberht im Amt des Erzbischofs von York nach, und am 24. April 767, dem Gedenktag des früheren Erzbischofs Wilfrid, empfängt er die Bischofsweihe. Die Wahl dieses Datums wirkt wie ein bewusstes Zeichen, dass Æthelberht die ehrgeizigen Vorstellungen Wilfrids von der Bedeutung des Erzbistums York erneuern will.
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Frithubeorht Bischof Frithubeorht (Hexham, 734–766)] <br />
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Cynewulf_von_Lindisfarne Bischof Cynewulf (Lindisfarne, 740–780)] <br />
*[[767#ANGELSACHSEN | Fortsetzung 767]] [[Kategorie:Northumbria]]
 
'''Mercia'''
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Offa_von_Mercia König Offa (757–796)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Milred Bischof Milred (Worcester, 743/745–775)] <br />
 
'''East Anglia'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%86thelred_I._(East_Anglia) König Æthelred I. (um 760–um 780)] <br />
 
'''Königreich Wessex'''
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Cynewulf_von_Wessex König Cynewulf (757–786)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/%C3%86thelhard Bischof Æthelhard (Winchester, 765?–793)] <br />
 
'''Königreich Essex'''
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Sigeric_I. König Sigerich I. (758-798)] <br />
 
'''Königreich Kent'''
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ecgberht_II._(Kent) König Ecgberht II. (Westkent, 764/765–779/784)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Heahberht_(Kent) König Heahberht (Ostkent, 764-772/776)] <br />
*[http://en.wikipedia.org/wiki/J%C3%A6nberht Erzbischof Jænberht (Canterbury, 765–792)] <br />Bereits 766 erhält Jænberht vom Papst das Pallium, das als Zeichen der erzbischöflichen Vollmacht dient. Zu diesem Zeitpunkt hat Offa das Königreich Kent seiner Herrschaft unterworfen.
*[[772#ANGELSACHSEN | Fortsetzung 772]] [[Kategorie:Kent]]
 
==FRÄNKISCHES REICH==
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Pippin_der_J%C3%BCngere König Pippin der Jüngere (751–768)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_der_Gro%C3%9Fe Karl (später "der Große") (18)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Turpin_von_Reims Erzbischof Turpin (Reims, 748–794)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Chrodegang Erzbischof Chrodegang (Metz, 742-766)] <br />Am 6. März stirbt Chrodegang in Metz und wird im Kloster Gorze bestattet; sein Gedenktag ist der 6. März.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gregor_von_Utrecht Bischof Gregor (Utrecht (754-775)] <br />
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Lullus Erzbischof Lullus (Mainz, 754-786)] <br />
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Wiomad Bischof Wiomad (Trier, 762-791)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Megingaud_von_W%C3%BCrzburg Bischof Megingaud (Würzburg, 754–769)] <br />
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Sturmius Abt Sturmius (Fulda, 2. Amtszeit 765–779)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_II._von_Konstanz Bischof Johannes II. (Konstanz, 760–782)] <br />
*Die älteste erhaltene Bier-Urkunde dokumentiert eine Lieferung von Geisingen nach St. Gallen.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Tello_(Bischof) Bischof Tello (Chur, 759–765)] <br />
*[[768#FRÄNKISCHES_REICH | Fortsetzung 768]] [[Kategorie:Fränkisches Reich]]
 
Herzogtum Aquitanien
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Waifar Herzog Waifar (745-768)] <br />
 
Herzogtum Baiern
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Tassilo_III. Herzog Tassilo III. (748–788)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Sigerich_(Regensburg) Bischof Sigerich (Regensburg, 762–768)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Metten '''Kloster Metten'''] <br />Im 8. und 9. Jahrhundert entsteht im Bistum Regensburg in Metten ein Benediktinerkloster, das zu den ältesten Klöstern Altbayerns gehört. Der edle Priester Gamelbert, Grundherr in Michaelsbuch, gründet um 766 die Abtei zum heiligen Erzengel Michael auf eigenem Besitz und überträgt sie der benediktinischen Lebensform. Wahrscheinlich wirkt auch Tassilo III. an der Gründung mit, und als erster Abt setzt Gamelbert seinen Verwandten Utto ein.
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Willibald_von_Eichst%C3%A4tt Bischof Willibald (Eichstätt, 741–787)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeo_von_Freising Bischof Arbeo (Freising, 764–784)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Anthelm Bischof Anthelm (Passau, 763-764/770)] <br />
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Wikterp Bischof Wikterp (Augsburg, 739-772)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Virgil_von_Salzburg Bischof Virgil (Salzburg, 746–784)] <br />
*[[768#FRÄNKISCHES_REICH | Fortsetzung 768]]​ [[Kategorie:Herzogtum Baiern]]
 
==LANGOBARDENREICH==
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Desiderius_(K%C3%B6nig) König Desiderius (757–774)] <br />
*[https://it.wikipedia.org/wiki/Tomaso_(arcivescovo_di_Milano) Erzbischof Tomaso (Mailand, 759-783)] <br />
 
Herzogtum Friaul
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Petrus_(Friaul) Herzog Petrus (751–774)] <br />
 
Herzogtum Spoleto
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Theodicius_of_Spoleto Herzog Theodicius (763–773)] <br />
 
Herzogtum Benevent
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Arichis_II. Herzog Arichis II. (758–787)] <br />
 
==SPANIEN==
 
'''Königreich Asturien'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Fruela_I._(Asturien) König Fruela I. (757-768)] <br />
 
==KIRCHENSTAAT==
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_I._(Papst) Papst Paul I. (757–767)] <br />
 
==REPUBLIK VENEDIG==
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Maurizio_Galbaio Doge Maurizio Galbaio (764–797)] <br />
 
==KARANTANIEN==
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Cheitumar Fürst Cheitumar (751-769)] <br />
 
==ERSTES BULGARISCHES REICH==
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Sabin_(Bulgarien) Knjas Sabin (765–766)] <br />Sabin flieht nach seiner faktischen Absetzung im Vorjahr über den Schwarzmeerhafen Nessebar nach Konstantinopel. In der byzantinischen Hauptstadt findet er Asyl, und Kaiser Konstantin V. ermöglicht wenig später auch die Flucht seiner Familie, die mit seiner Hilfe ebenfalls nach Konstantinopel gelangt. Sabin verbringt den Rest seines Lebens im Exil im byzantinischen Machtbereich, ohne noch einmal realen Einfluss auf die bulgarische Politik zu gewinnen. Alle Versuche, ihn politisch zu rehabilitieren oder eine Rückkehr an die Spitze Bulgariens zu erreichen, scheitern.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Umor '''Knjas Umor (766)'''] <br />Laut der Bulgarischen Fürstenliste regiert der dem Hause Wolkil angehörende Umor nur 40 Tage. Offenbar gehört er ebenso wie sein Vorgänger zu den Anhängern eines dauerhaften Friedens mit dem byzantinischen Reich und wird ebenso wie dieser aufgrund seiner Ausgleichspolitik vertrieben.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Toktu '''Knjas Toktu (766-767)'''] <br />Als Nächster kommt Toktu an die Macht und wird Herrscher von Bulgarien. Der byzantinische Patriarch Nikephoros schildert ihn als einen Bulgaren und als Bruder eines Mannes namens Bayan. Noch bevor er eine erkennbare Politik gegenüber Byzanz oder im Inneren des Reiches etabliert, formiert sich im Adel eine starke Opposition gegen ihn. Diese richtet sich sowohl gegen seine Person als auch gegen die politische Linie, die man ihm und seinem Umfeld zuschreibt.
*[[767#ERSTES BULGARISCHES REICH | Fortsetzung 767]] [[Kategorie:Erstes Bulgarisches Reich]]
 
==BYZANTINISCHES REICH==
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Konstantin_V._(Byzanz) Kaiser Konstantin V. (741–775)] <br />Konstantin lässt den Valens-Aquädukt in Konstantinopel renovieren.
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Constantine_II_of_Constantinople Patriarch Konstantin II. (Konstantinopel, 754-766)] <br />Im Juni wird eine Verschwörung unter Konstantin Podopagouros gegen Kaiser Konstantin V. aufgedeckt, in die auch Patriarch Konstantin II. verwickelt ist. Nach der Aufdeckung der Verschwörung wird Konstantin II. im Jahr 766 als Patriarch abgesetzt und ins Gefängnis geworfen.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Niketas_I._(Konstantinopel) '''Patriarch Niketas I. (Konstantinopel, 766–780)'''] <br />Niketas I. ist ein byzantinischer Eunuch slawischer Herkunft und zunächst Priester an der Kirche der Heiligen Apostel in Konstantinopel. Er lebt in der Zeit der ersten byzantinischen Bilderstürmerperiode und bewegt sich von Anfang an im Umfeld des kaiserlichen Hofes, wo seine Loyalität zu den jeweils herrschenden religiösen Positionen seine Karriere ermöglicht. 766 wird er am 16. November von Konstantin V. zum neuen Patriarchen von Konstantinopel ernannt. Am Vorabend der Hinrichtung seines gestürzten Vorgängers leitet Niketas eine öffentliche Zeremonie der Demütigung und Exkommunikation des gefallenen Patriarchen, wodurch er seine bedingungslose Zustimmung zur kaiserlichen Politik demonstriert und sich als verlässlicher Träger der ikonoklastischen Reformen präsentiert.
*[[767#BYZANTINISCHES_REICH | Fortsetzung 767]] [[Kategorie:Byzantinisches Reich]]
 
==IBERIEN==
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Nerse_of_Iberia Fürst Nerse (1. Amtszeit 760–772)] <br />
 
==ARABER==
(148/149 (15./16. Februar)
 
'''Abbasiden'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Al-Mans%C5%ABr_(Abbaside) Kalif al-Mansūr (754–775)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Humayd_ibn_Qahtaba Statthalter Humayd ibn Qahtaba (Arminiya, 766–768), Chorasan 768-776] <br />Humayd wird zum Gouverneur von Armenien (Arminiya) ernannt.
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Abu_Awn_Abd_al-Malik_ibn_Yazid Statthalter Abu Awn Abd al-Malik ibn Yazid (Chorasan, 766-767)] <br />766/767 beteiligt sich Abu ʿAwn an der Niederschlagung des Aufstands von Ustāḏ Sīs in Chorasan. Ustāḏ Sīs kapituliert und unterstellt sich selbst sowie seine Anhänger dem Schiedsentscheid Abu ʿAwns, den er nach einigen Quellen vielleicht noch aus Revolutionszeiten persönlich kennt. Abu ʿAwn ordnet die Verhaftung Ustāḏ Sīs’ und seiner Familie sowie ihre Verschickung nach Bagdad an, lässt aber den Rest seiner Gefolgsleute – etwa 30'000 Mann – frei.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/M%C5%ABs%C4%81_al-K%C4%81zim Imam der Zwölferschiiten: Mūsā al-Kāzim (765–799)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Abdallah_al-Aftah Imam der Schia: Abdallāh al-Aftah (765–766)] <br />Rund siebzig Tage nach dem Tod seines Vaters stirbt ʿAbdallāh al-Aftah selbst, und zwar ohne hinterlassene Kinder. Sein kinderloser Tod bringt die Fathiten in eine Nachfolgekrise, weil ihr Prinzip der Erbfolge von Vater auf Sohn nun nicht mehr direkt anwendbar ist. Der Großteil seiner bisherigen Anhänger schließt sich daraufhin seinem Bruder Mūsā al-Kāzim an und erkennt ihn als neuen Imam an. Andere Fathiten halten an ʿAbdallāh al-Aftah fest, betrachten ihn als siebten Imam und zählen Mūsā al-Kāzim als achten Imam. Wieder andere vertreten die Auffassung, dass das Imamat mit dem Tod ʿAbdallāhs al-Aftah endet und keine legitime Fortsetzung mehr findet. Eine weitere Untergruppe löst das Problem der fehlenden Nachkommenschaft, indem sie einen Sohn ʿAbdallāhs erfindet, den sie Muhammad ibn ʿAbdallāh al-Aftah nennen. Für diese Gruppe ist unabdingbar, dass das Imamat ausschließlich von Vater auf Sohn übergeht und nicht von Bruder auf Bruder, weshalb sie diesen fiktiven Sohn zum Träger des Imamsamtes und sogar zum erwarteten Mahdī erklärt. In der Frühzeit des fatimidisch-ismailitischen Kalifats entsteht eine alternative genealogische Deutung, die ʿAbdallāh al-Aftah nachträglich in den ismailitischen Imamatsstamm integriert. In einem Schreiben des ersten fatimidischen Kalifen ʿAbdallāh al-Mahdī bi-Llāh an die ismailitische Gemeinde im Jemen, das Jaʿfar ibn Mansūr al-Yaman überliefert, wird ʿAbdallāh al-Aftah als „Sāhib al-Haqq“, also als rechtmäßiger Nachfolger Dschaʿfar as-Sādiqs, bezeichnet. Al-Mahdī bi-Llāh erklärt darin nicht Ismāʿīl ibn Dschaʿfar und dessen Sohn Muhammad ibn Ismāʿīl zu seinen Vorfahren, sondern setzt stattdessen al-Aftah an diese Stelle. Nach dieser Darstellung nennt sich al-Aftah aus Gründen der Taqīya (Verstellung zum Schutz) selbst "Ismāʿīl ibn Dschaʿfar", und jeder seiner Nachfolger nimmt den Namen Muhammad an. Der Kalif legt seine eigene Abstammung so dar, dass er sich als ʿAlī ibn al-Husain ibn Ahmad ibn ʿAbdallāh ibn ʿAbdallāh ibn Dschaʿfar as-Sādiq bezeichnet und damit seine fatimidische Herkunft legitimieren will. Später wird die ismailitische Imamatslehre jedoch in anderer Weise formuliert, weil die von ʿAbdallāh al-Mahdī bi-Llāh gegebene Genealogie von seinen Nachfolgern nicht dauerhaft akzeptiert wird. In der weiteren ismailitischen Tradition rückt diese besondere Rolle ʿAbdallāhs al-Aftah deshalb in den Hintergrund oder wird durch andere genealogische Modelle ersetzt.
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_II._(Jerusalem) Patriarch Theodoros II. (Jerusalem, 745/749–770)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Pope_Michael_I_of_Alexandria Papst und Patriarch Michael I. (Alexandria, 743–767)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Cosmas_I_of_Alexandria Griechisch-orthodoxer Patriarch Kosmas I. (Alexandria, 727–768)] <br />
*[[767#ARABER | Fortsetzung 767]] [[Kategorie:Abbasiden]]
 
'''Emirat Noukour'''
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Sa%27id_I_ibn_Idris Emir Sa'id I ibn Idris (760–803)] <br />
 
'''Kalifat von Tlemcen'''
 
*[http://fr.wikipedia.org/wiki/Abou_Qurra '''Kalif Abū Qurra (765-778)'''] <br />
 
'''Emirat von Córdoba'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Abd_ar-Rahman_I. Emir Abd ar-Rahman I. (Córdoba, 756–788)] <br />Von 766 bis 776 schlägt Abd ar-Rahman wiederholte Berberaufstände in al-Andalus nieder und setzt sich gegen weitere Verschwörungen arabischer Adliger durch. In den späten 770er Jahren wehrt er eine neue von dem Fürsten Shaqiya geführte Erhebung ab und sichert damit erneut seine Stellung als Emir.
*[[788#ARABER | Fortsetzung 788]] [[Kategorie:Emirat von Córdoba]]
 
==MAKURIA==
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Cyriacus_(Makuria) König Cyriacus (747-768)]
 
==CHASAREN==
 
*Die Chasaren werden vom westtürkischen Kaganat unabhängig. [[Kategorie:Chasaren]]
 
==UIGURISCHES KAGANAT==
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/B%C3%B6g%C3%BC_Qaghan Kagan Bögü (759–780)] <br />
 
==TÜRGESCH==
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Ata_Boyla_Qaghan Kagan Ata Boyla (755-766)] <br />Die Karluken dringen in das Gebiet der Türgesh ein und zerstören den Türgesh-Staat. Viele Türgesh fliehen vor dieser Invasion, sodass ein großer Teil der Flüchtlinge in das Gebiet von Yanqi (Karaschar) ausweicht. Ata Boyla führt seine Türgesh-Gefolgsleute während dieser Fluchtbewegung nach Yanqi. Von dort aus unterstellt er sich mit seinem Volk dem Uiguren-Khaganat und erkennt dessen Oberherrschaft an. [[Kategorie:Türgesch]]
 
==INDIEN==
 
'''Pratihara'''
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Kakustha_(Pratihara_dynasty) König Kakustha] und [https://en.wikipedia.org/wiki/Devaraja_(Pratihara_dynasty) König Devaraja (nacheinander 760-780)] <br />
 
'''Malla'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Kanu_Malla König Kanu Malla (757–764)] <br />
 
'''Chauhan-Dynastie'''
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Chandraraja_I König Chandraraja I. (759–771)] <br />
 
'''Rashtrakuta'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Krishna_I König Krishna I. (756-774)] <br />
 
'''Westliche Ganga-Dynastie'''
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Sripurusha König Sripurusha (726–788)] <br />
 
'''Pallava'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Nandivarman_II König Nandivarman II. (731–796)] <br />
 
'''Anuradhapura'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Aggabodhi_VI König Aggabodhi VI. (741–781)] <br />
 
==TIBET==
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Trisong_Detsen König Trisong Detsen (755–797)] <br />
 
==CHINA==
(57./58. Zyklus - Jahr des Feuer-Pferdes; am Beginn des Jahres Holz-Schlange)
 
'''Tang-Dynastie'''
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Emperor_Daizong_of_Tang Kaiser Daizong (762–779)] <br />
 
==KOREA==
 
'''Silla'''
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Hyegong_of_Silla König Hyegong (765–780)] <br />
 
'''Balhae'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Mun_of_Balhae König Mun (737–793)] <br />
 
==JAPAN==
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/K%C5%8Dken Tennō Shōtoku (2. Amtszeit 764–770)] <br />


==QUELLEN==
==QUELLEN==

Aktuelle Version vom 8. Februar 2026, 12:54 Uhr

763 | 764 | 765 | 766 | 767 | 768 | 769

MAYA

Palenque

Tikal

  • Ajaw 28. Herrscher (766–768)
    Der sogenannte 28. Herrscher der älteste Sohn des 27. Herrschers von Tikal, Yik’in Chan K’awiil; seine Mutter wird nicht genannt. Er hat mindestens einen jüngeren Bruder, der später unter dem Namen Yax Nuun Ahiin II als 29. Herrscher auf den Thron kommen wird. Seine Herrschaft dauert nur kurz und es sind kaum Monumente oder detaillierte Inschriften überliefert.
  • Fortsetzung 768

Quiriguá

Copan

PIKTEN

KELTEN

Uí Néill

  • Hochkönig Niall Frossach (763-765/778)
  • Hochkönig Donnchad Midi (766/778-793/797)
    Donnchad übernimmt im Anschluss die Königswürde von Meath, und gemäss der englischen Wikipedia wird er gleichzeitig zumindest im Hintergrund Hochkönig, während Niall Frossach weiterhin lebt. Über das Ende von Nialls Amt als Hochkönig sind die Angaben widersprüchlich; es kann definitiv angegeben werden, ob es bereits im Jahr 765 geendet hat oder erst 767 oder sogar erst mit Nialls Tod 778.
  • Fortsetzung 767

Ulaid

Connacht

Meath

  • König Fallomon mac Con Congalt (763-766)
    Fallomon mac Con Congalt stirbt; die Annalen von Ulster bezeichnen seine Tötung als "verräterisch", während die Annalen von Tigernach sie als "hinterlistig" charakterisieren. Da Donnchad Midi der Hauptnutznießer von Follamans Tod ist und anschließend selbst König von Mide wird, liegt der Verdacht nahe, dass der Anschlag zumindest in seinem Interesse, wenn nicht auf seine Anordnung hin erfolgt. Mit Follamans Tod endet die kurze Phase, in der ein Angehöriger der Clann Cholmáin Bicc die Königswürde von Mide innehat, während gleichzeitig die Macht der Clann Cholmáin Máir unter Donnchad weiter anwächst. Die nachträgliche Benennung einer führenden Linie der Clann Cholmáin Bicc als Coille Follamain zeigt, dass Follamans Name innerhalb seiner Sippe als prägendes Bezugspunkt und Identitätsanker fortlebt. In der regionalen Erinnerung bleibt er zugleich als Verbündeter der Clann Cholmáin Máir, als militärischer Akteur in den Auseinandersetzungen der 730er Jahre und als König, der einem verräterischen Anschlag zum Opfer fällt, verankert. Fallomons Nachfolger Donnchad Midi ist 766–797 nicht nur König von Meath, sondern gleichzeitig Hochkönig, daher unmittelbare Fortsetzung unter Uí Néill; 797 kommt Domnall mac Donnchada Midi, der nicht gleichzeitig Hochkönig wird.
  • Fortsetzung unter Meath 797

Leinster

Uí Mháine

Dalriada

Gwynedd

Königreich Powys

ANGELSACHSEN

Northumbria

  • König Ealchred (765–774)
  • Erzbischof Egbert (York, 735-766)
    Egbert stirbt am 19. November in York und wird neben seinem Bruder in der Kathedrale begraben; sein Nachfolger wird Æthelberht. Aufgrund seiner Gelehrsamkeit erhält er von Wilhelm von Malmesbury den Beinamen "Schatzkammer aller freien Künste". Ihm werden Werke wie das Dialogus ecclesiasticae institutionis und das Bußbuch Excarpsus zugeschrieben, während andere, wie das Pontificale Ecgberhti, später entstehen.
  • Erzbischof Æthelbert (York, 766–780)
    Æthelberht ist mit seinem Vorgänger Ecgberht verwandt, der Bruder des Königs Eadberht von Northumbria ist. Seine Familie gibt ihn schon als kleines Kind in ein Kloster, wo er Schüler der von Ecgberht gegründeten Schule von York wird. In dieser Schule wird er in kirchlichen Fächern, in der Heiligen Schrift und in den damals üblichen freien Künsten ausgebildet, und er fällt früh durch Begabung und Charakter auf. Ecgberht weiht ihn später zum Priester und überträgt ihm die Leitung der Schule, sodass Æthelberht schon als junger Kleriker eine zentrale Rolle in der Bildungseinrichtung der Kirche von York einnimmt. In seiner Zeit als Schulleiter baut Æthelberht systematisch eine umfassende Bibliothek in York auf, die zu den größten Büchersammlungen Europas außerhalb Roms gehört. Er sammelt Werke lateinischer und griechischer Klassiker, Schriften der Kirchenväter und anderer christlicher Autoren sowie Texte einzelner hebräischer Autoren, die im Kanon der Gelehrten des 8. Jahrhunderts wichtig sind. Um diese Bücher zu beschaffen, reist er weit, unter anderem nach Rom, und knüpft Kontakte, über die Handschriften nach York gelangen. In der Schule unterrichtet er die Fächer des Triviums – Grammatik, Rhetorik, Dialektik – sowie des Quadriviums – Arithmetik, Geometrie, Musik und Astronomie – und lehrt zusätzlich die Berechnung der kirchlichen Festtage und Grundlagen der Naturkunde. Zu seinen Schülern gehört auch Alkuin, der ihn später als Lehrer und enger Freund beschreibt und der die Hauptquelle für das Leben Æthelberhts liefert. Im Jahr 766 folgt Æthelberht seinem Verwandten Ecgberht im Amt des Erzbischofs von York nach, und am 24. April 767, dem Gedenktag des früheren Erzbischofs Wilfrid, empfängt er die Bischofsweihe. Die Wahl dieses Datums wirkt wie ein bewusstes Zeichen, dass Æthelberht die ehrgeizigen Vorstellungen Wilfrids von der Bedeutung des Erzbistums York erneuern will.
  • Bischof Frithubeorht (Hexham, 734–766)
  • Bischof Cynewulf (Lindisfarne, 740–780)
  • Fortsetzung 767

Mercia

East Anglia

Königreich Wessex

Königreich Essex

Königreich Kent

FRÄNKISCHES REICH

Herzogtum Aquitanien

Herzogtum Baiern

LANGOBARDENREICH

Herzogtum Friaul

Herzogtum Spoleto

Herzogtum Benevent

SPANIEN

Königreich Asturien

KIRCHENSTAAT

REPUBLIK VENEDIG

KARANTANIEN

ERSTES BULGARISCHES REICH

  • Knjas Sabin (765–766)
    Sabin flieht nach seiner faktischen Absetzung im Vorjahr über den Schwarzmeerhafen Nessebar nach Konstantinopel. In der byzantinischen Hauptstadt findet er Asyl, und Kaiser Konstantin V. ermöglicht wenig später auch die Flucht seiner Familie, die mit seiner Hilfe ebenfalls nach Konstantinopel gelangt. Sabin verbringt den Rest seines Lebens im Exil im byzantinischen Machtbereich, ohne noch einmal realen Einfluss auf die bulgarische Politik zu gewinnen. Alle Versuche, ihn politisch zu rehabilitieren oder eine Rückkehr an die Spitze Bulgariens zu erreichen, scheitern.
  • Knjas Umor (766)
    Laut der Bulgarischen Fürstenliste regiert der dem Hause Wolkil angehörende Umor nur 40 Tage. Offenbar gehört er ebenso wie sein Vorgänger zu den Anhängern eines dauerhaften Friedens mit dem byzantinischen Reich und wird ebenso wie dieser aufgrund seiner Ausgleichspolitik vertrieben.
  • Knjas Toktu (766-767)
    Als Nächster kommt Toktu an die Macht und wird Herrscher von Bulgarien. Der byzantinische Patriarch Nikephoros schildert ihn als einen Bulgaren und als Bruder eines Mannes namens Bayan. Noch bevor er eine erkennbare Politik gegenüber Byzanz oder im Inneren des Reiches etabliert, formiert sich im Adel eine starke Opposition gegen ihn. Diese richtet sich sowohl gegen seine Person als auch gegen die politische Linie, die man ihm und seinem Umfeld zuschreibt.
  • Fortsetzung 767

BYZANTINISCHES REICH

  • Kaiser Konstantin V. (741–775)
    Konstantin lässt den Valens-Aquädukt in Konstantinopel renovieren.
  • Patriarch Konstantin II. (Konstantinopel, 754-766)
    Im Juni wird eine Verschwörung unter Konstantin Podopagouros gegen Kaiser Konstantin V. aufgedeckt, in die auch Patriarch Konstantin II. verwickelt ist. Nach der Aufdeckung der Verschwörung wird Konstantin II. im Jahr 766 als Patriarch abgesetzt und ins Gefängnis geworfen.
  • Patriarch Niketas I. (Konstantinopel, 766–780)
    Niketas I. ist ein byzantinischer Eunuch slawischer Herkunft und zunächst Priester an der Kirche der Heiligen Apostel in Konstantinopel. Er lebt in der Zeit der ersten byzantinischen Bilderstürmerperiode und bewegt sich von Anfang an im Umfeld des kaiserlichen Hofes, wo seine Loyalität zu den jeweils herrschenden religiösen Positionen seine Karriere ermöglicht. 766 wird er am 16. November von Konstantin V. zum neuen Patriarchen von Konstantinopel ernannt. Am Vorabend der Hinrichtung seines gestürzten Vorgängers leitet Niketas eine öffentliche Zeremonie der Demütigung und Exkommunikation des gefallenen Patriarchen, wodurch er seine bedingungslose Zustimmung zur kaiserlichen Politik demonstriert und sich als verlässlicher Träger der ikonoklastischen Reformen präsentiert.
  • Fortsetzung 767

IBERIEN

ARABER

(148/149 (15./16. Februar)

Abbasiden

  • Kalif al-Mansūr (754–775)
  • Statthalter Humayd ibn Qahtaba (Arminiya, 766–768), Chorasan 768-776
    Humayd wird zum Gouverneur von Armenien (Arminiya) ernannt.
  • Statthalter Abu Awn Abd al-Malik ibn Yazid (Chorasan, 766-767)
    766/767 beteiligt sich Abu ʿAwn an der Niederschlagung des Aufstands von Ustāḏ Sīs in Chorasan. Ustāḏ Sīs kapituliert und unterstellt sich selbst sowie seine Anhänger dem Schiedsentscheid Abu ʿAwns, den er nach einigen Quellen vielleicht noch aus Revolutionszeiten persönlich kennt. Abu ʿAwn ordnet die Verhaftung Ustāḏ Sīs’ und seiner Familie sowie ihre Verschickung nach Bagdad an, lässt aber den Rest seiner Gefolgsleute – etwa 30'000 Mann – frei.
  • Imam der Zwölferschiiten: Mūsā al-Kāzim (765–799)
  • Imam der Schia: Abdallāh al-Aftah (765–766)
    Rund siebzig Tage nach dem Tod seines Vaters stirbt ʿAbdallāh al-Aftah selbst, und zwar ohne hinterlassene Kinder. Sein kinderloser Tod bringt die Fathiten in eine Nachfolgekrise, weil ihr Prinzip der Erbfolge von Vater auf Sohn nun nicht mehr direkt anwendbar ist. Der Großteil seiner bisherigen Anhänger schließt sich daraufhin seinem Bruder Mūsā al-Kāzim an und erkennt ihn als neuen Imam an. Andere Fathiten halten an ʿAbdallāh al-Aftah fest, betrachten ihn als siebten Imam und zählen Mūsā al-Kāzim als achten Imam. Wieder andere vertreten die Auffassung, dass das Imamat mit dem Tod ʿAbdallāhs al-Aftah endet und keine legitime Fortsetzung mehr findet. Eine weitere Untergruppe löst das Problem der fehlenden Nachkommenschaft, indem sie einen Sohn ʿAbdallāhs erfindet, den sie Muhammad ibn ʿAbdallāh al-Aftah nennen. Für diese Gruppe ist unabdingbar, dass das Imamat ausschließlich von Vater auf Sohn übergeht und nicht von Bruder auf Bruder, weshalb sie diesen fiktiven Sohn zum Träger des Imamsamtes und sogar zum erwarteten Mahdī erklärt. In der Frühzeit des fatimidisch-ismailitischen Kalifats entsteht eine alternative genealogische Deutung, die ʿAbdallāh al-Aftah nachträglich in den ismailitischen Imamatsstamm integriert. In einem Schreiben des ersten fatimidischen Kalifen ʿAbdallāh al-Mahdī bi-Llāh an die ismailitische Gemeinde im Jemen, das Jaʿfar ibn Mansūr al-Yaman überliefert, wird ʿAbdallāh al-Aftah als „Sāhib al-Haqq“, also als rechtmäßiger Nachfolger Dschaʿfar as-Sādiqs, bezeichnet. Al-Mahdī bi-Llāh erklärt darin nicht Ismāʿīl ibn Dschaʿfar und dessen Sohn Muhammad ibn Ismāʿīl zu seinen Vorfahren, sondern setzt stattdessen al-Aftah an diese Stelle. Nach dieser Darstellung nennt sich al-Aftah aus Gründen der Taqīya (Verstellung zum Schutz) selbst "Ismāʿīl ibn Dschaʿfar", und jeder seiner Nachfolger nimmt den Namen Muhammad an. Der Kalif legt seine eigene Abstammung so dar, dass er sich als ʿAlī ibn al-Husain ibn Ahmad ibn ʿAbdallāh ibn ʿAbdallāh ibn Dschaʿfar as-Sādiq bezeichnet und damit seine fatimidische Herkunft legitimieren will. Später wird die ismailitische Imamatslehre jedoch in anderer Weise formuliert, weil die von ʿAbdallāh al-Mahdī bi-Llāh gegebene Genealogie von seinen Nachfolgern nicht dauerhaft akzeptiert wird. In der weiteren ismailitischen Tradition rückt diese besondere Rolle ʿAbdallāhs al-Aftah deshalb in den Hintergrund oder wird durch andere genealogische Modelle ersetzt.
  • Patriarch Theodoros II. (Jerusalem, 745/749–770)
  • Papst und Patriarch Michael I. (Alexandria, 743–767)
  • Griechisch-orthodoxer Patriarch Kosmas I. (Alexandria, 727–768)
  • Fortsetzung 767

Emirat Noukour

Kalifat von Tlemcen

Emirat von Córdoba

  • Emir Abd ar-Rahman I. (Córdoba, 756–788)
    Von 766 bis 776 schlägt Abd ar-Rahman wiederholte Berberaufstände in al-Andalus nieder und setzt sich gegen weitere Verschwörungen arabischer Adliger durch. In den späten 770er Jahren wehrt er eine neue von dem Fürsten Shaqiya geführte Erhebung ab und sichert damit erneut seine Stellung als Emir.
  • Fortsetzung 788

MAKURIA

CHASAREN

  • Die Chasaren werden vom westtürkischen Kaganat unabhängig.

UIGURISCHES KAGANAT

TÜRGESCH

  • Kagan Ata Boyla (755-766)
    Die Karluken dringen in das Gebiet der Türgesh ein und zerstören den Türgesh-Staat. Viele Türgesh fliehen vor dieser Invasion, sodass ein großer Teil der Flüchtlinge in das Gebiet von Yanqi (Karaschar) ausweicht. Ata Boyla führt seine Türgesh-Gefolgsleute während dieser Fluchtbewegung nach Yanqi. Von dort aus unterstellt er sich mit seinem Volk dem Uiguren-Khaganat und erkennt dessen Oberherrschaft an.

INDIEN

Pratihara

Malla

Chauhan-Dynastie

Rashtrakuta

Westliche Ganga-Dynastie

Pallava

Anuradhapura

TIBET

CHINA

(57./58. Zyklus - Jahr des Feuer-Pferdes; am Beginn des Jahres Holz-Schlange)

Tang-Dynastie

KOREA

Silla

Balhae

JAPAN

QUELLEN

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13.10.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt

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