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== | ==MAYA== | ||
'''Palenque''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/K%27inich_K%27uk%27_Bahlam_II. Ajaw K'inich K'uk' Bahlam II. (764–nach 783)] <br /> | |||
'''Quiriguá''' | |||
[http://de.wikipedia.org/wiki/ | *[http://de.wikipedia.org/wiki/K%E2%80%99ak%E2%80%99_Tiliw_Chan_Yopaat Ajaw K’ak’ Tiliw Chan Yopaat (725-785)] <br /> | ||
'''Copan''' | |||
[ | *[https://en.wikipedia.org/wiki/Yax_Pasaj_Chan_Yopaat Ajaw Yax Pasaj Chan Yopaat (763-810)] <br /> | ||
[ | ==PIKTEN== | ||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Ciniod_I König Ciniod I. (763–775)] <br /> | |||
==KELTEN== | |||
[http://de.wikipedia.org/wiki/Kunming '''Kunming (Siedlung)'''] | '''Uí Néill''' | ||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Niall_Frossach Hochkönig Niall Frossach (763-765/778)] <br /> | |||
'''Ulaid''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Fiachnae_mac_%C3%81edo_R%C3%B3in König Fiachnae mac Áedo Róin (750–789)] <br /> | |||
'''Connacht''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Dub-Indrecht_mac_Cathail König Dub-Indrecht mac Cathail (764–768)] <br /> | |||
'''Meath''' | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Fallomon_mac_Con_Congalt König Fallomon mac Con Congalt (763-766)] <br />Fallomon mac Con Congalt unterstützt Donnchad Midi gegen dessen Bruder Murchad, der somit ebenfalls ein Sohn Domnall Midis ist. Bei Carn Fiachach, nahe dem späteren Rathconrath, stößt Murchad in einer Schlacht mit Follaman und Donnchad zusammen, in der Murchad getötet wird. | |||
*[[766#KELTEN | Fortsetzung 766]] [[Kategorie:Meath]] | |||
'''Leinster''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Cellach_mac_D%C3%BAnchada König Cellach mac Dúnchada (760–776)] <br /> | |||
'''Uí Mháine''' | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Aedh_Ailghin König Aedh Ailghin (750–767)] <br /> | |||
'''Dalriada''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Muiredach_mac_Ainbcellaig König Muiredach mac Ainbcellaig (733–736)] <br /> | |||
'''Gwynedd''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Caradog_ap_Meirion König Caradog ap Meirion (754-798)] <br /> | |||
'''Königreich Powys''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Brochfael_ab_Elisedd König Brochfael ab Elisedd (755–773)] <br /> | |||
==ANGELSACHSEN== | |||
'''Northumbria''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%86thelwald_Moll König Æthelwald Moll (759–765)] <br />Am 30. Oktober tritt in Pincanheale, einem wichtigen Versammlungsort für nordumbrische Kirchen- und Adelsräte, ein Witenagemot zusammen, also eine Versammlung von Großen und Prälaten des Reiches. Diese Versammlung setzt Æthelwald Moll ab und setzt an seiner Stelle Alhred ein, einen Verwandten des früheren Königs Eadberht, wodurch die ältere Dynastie wieder an die Macht gelangt. Nach seiner Entmachtung erhält Æthelwald die Tonsur und tritt in ein Kloster ein, wie die irischen Annalen von Tigernach berichten, und vieles deutet darauf hin, dass dieser Schritt nicht völlig freiwillig erfolgt ist, sondern als politisch erzwungener Rückzug zu verstehen ist. Sein weiteres Schicksal ist unbekannt. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ealchred '''König Ealchred (765–774)'''] <br />Ealchred ist ein Sohn eines Mannes namens Eanwine. Eine überlieferte Ahnenliste führt seine Abstammung bis auf Ida von Bernicia und dessen Sohn Eadric zurück, doch gilt diese Genealogie als wohl fiktiv. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Egbert_von_York Erzbischof Egbert (York, 735-766)] <br /> | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Frithubeorht Bischof Frithubeorht (Hexham, 734–766)] <br /> | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Cynewulf_von_Lindisfarne Bischof Cynewulf (Lindisfarne, 740–780)] <br /> | |||
*[[766#ANGELSACHSEN | Fortsetzung 766]] [[Kategorie:Northumbria]] | |||
'''Mercia''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Offa_von_Mercia König Offa (757–796)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Milred Bischof Milred (Worcester, 743/745–775)] <br /> | |||
'''East Anglia''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%86thelred_I._(East_Anglia) König Æthelred I. (um 760–um 780)] <br /> | |||
'''Königreich Wessex''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Cynewulf_von_Wessex König Cynewulf (757–786)] <br /> | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/%C3%86thelhard Bischof Æthelhard (Winchester, 765?–793)] <br />Über Æthelhards Herkunft und Kindheit ist nichts überliefert; die Forschung nimmt an, dass er aus dem Königreich Mercia stammt. Er tritt in den Quellen erstmals als Abt eines Klosters in Louth in der späteren Grafschaft Lincolnshire hervor. Irgendwann nach dieser Abtszeit, zu einem nicht genau bezeugten Zeitpunkt, wird Æthelhard zum Bischof von Winchester ernannt. Die Weihe zum Bischof erfolgt gemäss der [https://it.wikipedia.org/wiki/Etelardo_(arcivescovo) italienischen Wikipedia] irgendwann nach dem Jahr 759 und vor 778, sodass seine Amtsübernahme in diese Spanne fällt; die [[https://en.wikipedia.org/wiki/%C3%86thelhard englische Wikipedia] nennt als Beginn das Jahr 765, die [https://fr.wikipedia.org/wiki/%C3%86thelhard französische Wikipedia] erwähnt die Zeit als Bischof gar nicht, sondern berichtet nur über die Wirkung als Erzbischof (793-805). Seine loyale Haltung gegenüber der merzischen Königsmacht, die auch Wessex beeinflusst, seine Erfahrung als Bischof und seine bereits bewiesene Verwaltungskompetenz machen ihn für Offa zu einem geeigneten Kandidaten für den wichtigsten kirchlichen Posten im Süden Englands. So bereitet sich seine spätere Versetzung nach Canterbury bereits in dieser Phase seines Wirkens in Winchester vor. | |||
*[[779#ANGELSACHSEN | Fortsetzung 779]] [[Kategorie:Wessex]] | |||
'''Königreich Essex''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Sigeric_I. König Sigerich I. (758-798)] <br /> | |||
'''Königreich Kent''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ecgberht_II._(Kent) König Ecgberht II. (Westkent, 764/765–779/784)] <br />Ecgberht schenkt Ländereien an Bischof Eardwulf von Rochester, wobei seine Urkunde neben der Zustimmung des Mitkönigs Heahberht auch die licentia des Oberkönigs Offa von Mercia benötigt. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Heahberht_(Kent) König Heahberht (Ostkent, 764-772/776)] <br /> | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/J%C3%A6nberht '''Erzbischof Jænberht (Canterbury, 765–792)'''] <br />Jænberht stammt aus einer angesehenen Familie des Königreichs Kent. Einer seiner Verwandten, Eadhun, ist Ecgberhts reeve (Verwalter). Jænberht hat als Mönch in der Abtei St Augustine in Canterbury gelebt und ist zum Abt dieses Klosters gewählt worden. 765 wird Jænberht am Hof des Königs Offa von Mercia zum Erzbischof von Canterbury geweiht. | |||
*[[766#ANGELSACHSEN | Fortsetzung 766]] [[Kategorie:Kent]] | |||
==FRÄNKISCHES REICH== | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Pippin_der_J%C3%BCngere König Pippin der Jüngere (751–768)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_der_Gro%C3%9Fe Karl (später "der Große") (18)] <br /> | |||
*Eine Handschrift aus der Abtei Corbie im Bistum Amiens zeigt erste Ansätze einer karolingischen Minuskel. In diesem Jahr findet auch ein Wechsel statt; der Abt Leutchar verstirbt oder tritt ab, und Addo wird sein Nachfolger. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Turpin_von_Reims Erzbischof Turpin (Reims, 748–794)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Chrodegang Erzbischof Chrodegang (Metz, 742-766)] <br /> | |||
*Übertragung der Gebeine der Heiligen Nabor und Felix nach Saint-Avold im Bistum Metz. | |||
*Übertragung der Gebeine des Hl. Nazarius ins Kloster Lorsch im Bistum Metz. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gregor_von_Utrecht Bischof Gregor (Utrecht (754-775)] <br /> | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Lullus Erzbischof Lullus (Mainz, 754-786)] <br /> | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Wiomad Bischof Wiomad (Trier, 762-791)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Megingaud_von_W%C3%BCrzburg Bischof Megingaud (Würzburg, 754–769)] <br />Megingaud beteiligt sich an der Synode zu Attigny. | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Sturmius Abt Sturmius (Fulda, 2. Amtszeit 765–779)] <br />Pippin begnadigt den im Jahr 763 abgesetzten Abt Sturmius wieder, restituiert ihn im Amt und beendet damit die Herrschaft des Bischofs Lullus über das Kloster (der westliche Teil des Klosterguts liegt im Bistum Mainz). Das Kloster erhält das zuvor von Pippin eingezogene Zachariasprivileg zurück und wird nun in den Königsschutz aufgenommen, wodurch es den Status und die Pflichten eines Reichsklosters erhält. Dieser Status bringt umfangreiche weltliche Aufgaben bis hin zur Truppenstellung und häufige Abwesenheit des durch Reichsdienst gebundenen Abtes mit sich, was den ursprünglichen Intentionen Bonifatius teilweise widerspricht. Der Reichsklosterstatus ermöglicht dem Herrscher in der Folgezeit mehrfach erhebliche Eingriffe in die inneren Angelegenheiten Fuldas und trotz formal garantierter freier Abtswahl einen Einfluss auf die Besetzung des Abbatiats. Gleichzeitig erreicht Fulda damit aber das Höchstmaß an Unabhängigkeit, das ein Kloster in der karolingischen Zeit überhaupt erlangen kann. In den folgenden Jahrhunderten dient das Zachariasprivileg in verfälschter Gestalt als Grundlage für den stufenweisen Erwerb zahlreicher Rechte der Fuldaer Äbte. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_II._von_Konstanz Bischof Johannes II. (Konstanz, 760–782)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Tello_(Bischof) Bischof Tello (Chur, 759–765)] <br />Am 15. Dezember stellt Tello in Chur sein Testament als donatio post obitum, eine Schenkung von Todes wegen, aus. Die Urkunde trägt seine eigene Unterschrift und die von zwölf Zeugen und überträgt umfangreiche Güter und Ländereien, vor allem in der unteren Surselva, an das Kloster Disentis. Die Schenkung an Disentis ist möglicherweise als Sühneleistung für eine frühere Bluttat seines Vaters Viktor zu verstehen, der zu Beginn des 8. Jahrhunderts Placidus von Disentis töten liess. Tello stirbt wahrscheinlich noch im Jahr 765, sein Todestag ist der 24. September, auch wenn das Todesjahr nicht völlig gesichert ist. Mit ihm endet die Herrschaft der Viktoriden über Bistum und Provinz, und sein Nachfolger als Bischof von Chur wird Constantius (über Constantius ist kein Wikipedia-Artikel vorhanden). Tellos Testament gehört zu den ältesten erhaltenen Schriftquellen Graubündens und ist eine zentrale Quelle für die rätische Kirchen- und Rechtsgeschichte des 8. Jahrhunderts. In Chur erinnert später eine nach ihm benannte Tellostraße an den Bischof, der zugleich geistlicher Oberhirte, weltlicher Amtsträger und wichtiger Testator der Region gewesen ist. | |||
*[[766#FRÄNKISCHES_REICH | Fortsetzung 766]] [[Kategorie:Fränkisches Reich]] | |||
Herzogtum Aquitanien | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Waifar Herzog Waifar (745-768)] <br /> | |||
Herzogtum Baiern | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Tassilo_III. Herzog Tassilo III. (748–788)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Sigerich_(Regensburg) Bischof Sigerich (Regensburg, 762–768)] <br /> | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Willibald_von_Eichst%C3%A4tt Bischof Willibald (Eichstätt, 741–787)] <br /> | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_von_Verona Bischof Joseph von Verona (Freising, 747/748-764)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeo_von_Freising Bischof Arbeo (Freising, 764–784)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Tegernsee '''Kloster Tegernsee'''] <br />Um 760 bis 765 gründen die Brüder Otkar und Adalbert aus der Huosi-Sippe am "tegarin seo", einem großen See im bayerischen Voralpenland im Bistum Freising, ein Benediktinerkloster und weihen die erste Kirche dem Salvator Mundi. Die Legende erzählt, dass sie zuvor als fürstliche Brüder am Hof Pippins gelebt haben und sich nach der Tötung von Otkars Sohn durch den Königssohn aus der Welt zurückziehen und im eigenen Stammland ein Kloster errichten. St. Galler Mönche besiedeln die neue Gemeinschaft, die missionarische und kulturelle Aktivitäten entfaltet, die bis nach Tirol und Niederösterreich reichen. Um 804 erhält das Kloster nach der Überlieferung die Reliquien des heiligen Quirinus aus Rom und nimmt ihn als neuen Patron der Klosterkirche an. Archäologische Untersuchungen Anfang des 21. Jahrhunderts bestätigen die Existenz zweier sehr nahe verwandter Gründer aus bretonischem Herkunftsraum, die deutlich größer als die Durchschnittsbevölkerung sind und im 8. Jahrhundert leben. Einer der beiden, mit Spuren körperlicher Arbeit wie Holzbearbeitung, wird etwa 36 Jahre alt und lebt ungefähr von 751 bis 787, der andere erreicht etwa 60 Jahre und lebt ungefähr von 743 bis 803. Im Verlauf des späten 8. Jahrhunderts ist Adalbert als Abt urkundlich belegt und nimmt an einer Synode 770 in Dingolfing teil. Die Täler der bayerischen Voralpen bilden zu dieser Zeit genutzte Handelsräume, und das Tegernseer Tal weist bereits eine lockere, noch spätrömisch geprägte Besiedlung auf, sodass die Klostergründung keine eigentliche germanische Landnahme darstellt. Nach dem Sturz des Bayernherzogs Tassilo III. wird Tegernsee karolingisches Königskloster und gerät enger in den Herrschaftsverband des Frankenreiches. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Anthelm Bischof Anthelm (Passau, 763-764/770)] <br /> | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Wikterp Bischof Wikterp (Augsburg, 739-772)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Virgil_von_Salzburg Bischof Virgil (Salzburg, 746–784)] <br /> | |||
*[[768#FRÄNKISCHES_REICH | Fortsetzung 768]] [[Kategorie:Herzogtum Baiern]] | |||
==LANGOBARDENREICH== | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Desiderius_(K%C3%B6nig) König Desiderius (757–774)] <br /> | |||
*[https://it.wikipedia.org/wiki/Tomaso_(arcivescovo_di_Milano) Erzbischof Tomaso (Mailand, 759-783)] <br /> | |||
Herzogtum Friaul | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Petrus_(Friaul) Herzog Petrus (751–774)] <br /> | |||
Herzogtum Spoleto | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Theodicius_of_Spoleto Herzog Theodicius (763–773)] <br /> | |||
Herzogtum Benevent | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Arichis_II. Herzog Arichis II. (758–787)] <br /> | |||
==SPANIEN== | |||
'''Königreich Asturien''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Fruela_I._(Asturien) König Fruela I. (757-768)] <br />Aus Angst, dass sein Bruder Vimarano aufgrund seiner Beliebtheit den Thron gewinnen könnte, tötet Fruela ihn eigenhändig. Dafür wird er "der Grausame" genannt. Als Zeichen der Reue adoptiert Fruela Vimaranos Sohn Vermudo als seinen eigenen Sohn. | |||
*[[768#SPANIEN | Fortsetzung 768]] [[Kategorie:Asturien]] | |||
==KIRCHENSTAAT== | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_I._(Papst) Papst Paul I. (757–767)] <br />Im Jahr 765 gelingt es, die päpstlichen Vorrechte in den Herzogtümern Benevent und Toskana wiederherzustellen. Im Herzogtum Spoleto wird zumindest ein Teil dieser Privilegien erneut anerkannt, sodass die Stellung des Papstes in Mittelitalien relativ gestärkt hervorgeht. | |||
*[[767#KIRCHENSTAAT | Fortsetzung 767]] [[Kategorie:Kirchenstaat]] | |||
==REPUBLIK VENEDIG== | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Maurizio_Galbaio Doge Maurizio Galbaio (764–797)] <br /> | |||
==KARANTANIEN== | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Cheitumar Fürst Cheitumar (751-769)] <br /> | |||
==ERSTES BULGARISCHES REICH== | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Telez Knjas Telez (761–765)] <br />Unmittelbar nach der Niederlage von Anchialos im Vorjahr verliert Telez seine Autorität gegenüber den Adelsgruppen, die ihn zuvor an die Macht gebracht haben. Die pro-slawische Fraktion nutzt die Situation und macht Telez für die militärische Katastrophe verantwortlich, was seinen Sturz einleitet. Die Umstände seines Todes bleiben unklar: Einige Quellen berichten, Telez falle bereits in der Schlacht von Anchialos, andere überliefern, er werde nach der Niederlage von Angehörigen der pro-slawischen Adelsfraktion erschlagen. In der Tradition des bulgarischen Adels gilt die gewaltsame Beseitigung eines gescheiterten Herrschers als übliche Sanktion; Telez’ Ende folgt diesem Muster und markiert zugleich das Scheitern der von ihm verkörperten radikal antibyzantinischen Linie. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Sabin_(Bulgarien) '''Knjas Sabin (765–766)'''] <br />Sabin ist Angehöriger des Hauses Wokil; die Überlieferung ordnet ihn entweder als Sohn oder als Bruder des früheren Khans Kormisosch ein. Der Machtwechsel vollzieht sich offenbar nicht allein durch Erbfolge, sondern wesentlich gestützt durch den bulgarischen Adel, der Sabin inthronisiert und ihn damit als Nachfolger des gefallenen Telez akzeptiert. Unmittelbar nach seiner Erhebung zum Herrscher nimmt er geheime Verhandlungen mit dem Byzantinischen Reich auf und lässt diese Kontakte durch seine eigenen Gesandten führen, um nach der Niederlage bei Anchialos möglichst rasch zu einem Ausgleich mit Kaiser Konstantin V. zu kommen. Als die geheimgehaltenen Friedensverhandlungen bekannt werden, verliert Sabin den Rückhalt bei den führenden Adligen Bulgariens. Auf einer Versammlung, in der sich der Adel organisiert gegen seine Politik stellt, wird er seines Amtes enthoben und damit faktisch abgesetzt. Ohne die Unterstützung seiner bisherigen Anhänger bleibt Sabin politisch isoliert und sieht sich gezwungen, das Land zu verlassen, um sein Leben zu retten. | |||
*[[766#ERSTES BULGARISCHES REICH | Fortsetzung 766]] [[Kategorie:Erstes Bulgarisches Reich]] | |||
==BYZANTINISCHES REICH== | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Konstantin_V._(Byzanz) Kaiser Konstantin V. (741–775)] <br />Mehrere Aufstände und Verschwörungen gegen Konstantins Herrschaft werden aufgedeckt und teils blutig niedergeschlagen, vor allem 765, als zahlreiche Würdenträger öffentlich bestraft werden. <br />Nach weiteren Feldzügen und der Ermordung von Toktu und Pagan destabilisiert Konstantin Bulgarien nachhaltig; insgesamt verlieren sechs bulgarische Monarchen wegen Kriegsniederlagen ihren Thron. | |||
*[[766#BYZANTINISCHES_REICH | Fortsetzung 766]] [[Kategorie:Byzantinisches Reich]] | |||
==IBERIEN== | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Nerse_of_Iberia Fürst Nerse (1. Amtszeit 760–772)] <br /> | |||
==ARABER== | |||
(147/148 - 26./27. Februar) | |||
'''Abbasiden''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Al-Mans%C5%ABr_(Abbaside) Kalif al-Mansūr (754–775)] <br /> | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Ja%27far_al-Sadiq Imam Ja'far al-Sadiq (732–765)] <br />Im Jahr 765 (148 n. H.) stirbt Jaʿfar al-Sadiq in Medina im Alter von etwa 64 Jahren; schiitische Quellen führen seinen Tod auf eine Vergiftung im Auftrag al-Mansurs zurück. Er wird auf dem Friedhof al-Baqi in Medina beigesetzt, dessen schiitische Grabstätten 1926 von wahhabitischen Kräften zerstört werden, sodass seine einstige Pilgerstätte danach nur noch in der Erinnerung fortlebt. Nach seinem Tod zerbricht seine Gefolgschaft in mehrere Richtungen, weil die Nachfolgefrage umstritten ist. Die größte Gruppe folgt seinem Sohn Musa al-Kazim und entwickelt sich zur Zwölfer-Schia, während andere auf Ismaʿil ibn Jaʿfar oder dessen Sohn Muhammad ibn Ismaʿil setzen (Ismaʿiliyya), Abdullah al-Aftah oder Muhammad al-Dibaj anerkennen oder sogar erwarten, dass Jaʿfar als verborgener Mahdi zurückkehrt. In der Zwölfer-Schia stützt sich ein Großteil der überlieferten Rechtssätze und Hadithe auf Jaʿfar und seinen Vater, was die jaʿfaritische Rechtsschule dauerhaft prägt. Auch die ismailitische Rechtslehre beruft sich stark auf sein überliefertes Material, und seine Figur wird in fast allen frühislamischen intellektuellen Strömungen zitiert, was die Rekonstruktion seiner tatsächlichen Positionen schwierig macht. Sunnitische Gelehrte wie Malik ibn Anas und al-Dhahabi schätzen Jaʿfar als zuverlässigen Hadithüberlieferer und Rechtsgelehrten, und seine Berichte erscheinen in wichtigen sunnitischen Sammlungen. Viele Sufi-Orden führen ihre spirituellen Ketten auf ihn zurück, schreiben ihm mystische Deutungen des Korans und Aussagen über den inneren Weg zu, auch wenn ein Teil dieser Literatur wahrscheinlich später unter seinem Namen entstanden ist. Zahlreiche Werke über Koranexegese, Mystik, Recht und Naturlehre werden Jaʿfar zugeschrieben, doch lässt sich kein Text sicher als von ihm selbst verfasst nachweisen. Vieles wird wohl von Schülern oder späteren Autoren in seinem Namen niedergeschrieben, etwa mystische Koran-Kommentare, das „Buch des Jafr“, Traktate über Gottesbeweise oder Schriften zur Traumdeutung. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/M%C5%ABs%C4%81_al-K%C4%81zim '''Imam der Zwölferschiiten: Mūsā al-Kāzim (765–799)'''] <br />Musa al‑Kazim wird im Jahr 128 AH (745/746) geboren, in der Überlieferung meist in der Region des Hedschas zwischen Mekka und Medina oder in Medina selbst. Seine Mutter Hamīda bint Saʿīd ist eine berberische Sklavin, die zuvor einem berberischen Sklavenhändler gehört und dann abgekauft worden ist. Er wächst unter der Obhut seines Vaters Jaʿfar as‑Sadiq auf und lebt etwa zwanzig Jahre mit ihm zusammen. Im Jahr 148 AH (765) stirbt Jaʿfar as‑Sadiq, und Musa al‑Kazim übernimmt nach schiitischer Auffassung das Imamat im Alter von etwa zwanzig Jahren. In seiner Imamatszeit verfolgt Mūsā al-Kāzim eine zurückhaltende, quietistische Politik und vermeidet offene Aufstände gegen die abbasidische Herrschaft. Trotzdem gerät er immer wieder unter den Druck der abbasidischen Kalifen, die in ihm einen potenziellen Fokus schiitischer Opposition sehen. Der Kalif al-Mahdī lässt Mūsā für eine gewisse Zeit in Bagdad inhaftieren, setzt ihn also zeitweise außer Gefecht. Er entlässt ihn jedoch wieder und erlaubt ihm die Rückkehr nach Medina, nachdem Mūsā ihm verspricht, keinen Aufstand gegen ihn oder einen seiner Nachkommen zu beginnen. Diese Phase zeigt, dass Mūsā zwar äußerlich auf politische Konfrontation verzichtet, aber dennoch von der Herrschaft als gefährliche religiöse Autorität wahrgenommen wird. | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Isma%27il_ibn_Ja%27far '''Imam der Ismailiten: Ismāʿīl ibn Dschaʿfar (765)'''] <br />Nach überwiegenden Quellen bestimmt Dschafar as-Sadiq seinen Sohn Ismail durch einen göttlich legitimierten nass zum Nachfolger im Imamat. In ismailitischer Überlieferung geschieht diese Designation bereits, als Ismail etwa sieben Jahre alt ist; von da an wird er von seinen Brüdern getrennt und von der Öffentlichkeit weitgehend abgeschirmt, während sein Vater persönlich seine religiöse Ausbildung übernimmt. Diese Berufung gilt aus ismailitischer Sicht als endgültige, von Gott bestätigte Entscheidung, die nach der schiitischen Imamatlehre nicht widerrufen werden kann. Nur ausgewählte Anhänger erfahren in dieser Phase von Ismails Stellung, weil Dschafar aus Gründen der Taqiyya äußerlich Zurückhaltung übt. Ismail steht in Kontakt zu aktivistischen Schiiten aus dem Umfeld seines Vaters, darunter al-Mufaddal ibn Umar al-Dschuʿfi. Der Historiker al-Maqrizi berichtet, al-Mufaddal erkläre Dschafar as-Sadiq sogar für göttlich, worauf Dschafar ihn öffentlich verflucht und sich von ihm distanziert. Ismail, der in antiabbasidischen Plänen verwickelt ist, arbeitet möglicherweise mit Abu l-Chattab al-Asadi zusammen, einem weiteren Aktivisten aus dem Kreis Dschafars. Dschafar muss Abu l-Chattab schließlich ebenfalls öffentlich verwerfen, da dieser extreme Lehrmeinungen mit Gewalt durchzusetzen versucht, während Abu l-Chattab das als Schutzstrategie des Imams deutet; eine Quelle berichtet sogar, Dschafar verbiete Ismail, die von Abu l-Chattab geleitete Lehrstätte zu besuchen. Nach dem Tod Dschafars im Jahr 148/765 bricht unter den Schiiten eine schwere Krise über die Nachfolge aus, weil alle überlebenden Söhne Anspruch auf das Imamat erheben, aber keiner außer Ismail und Musa al-Kazim ausreichend Anhänger um sich sammeln kann. Ismail ist zu diesem Zeitpunkt ungefähr fünfundzwanzig Jahre älter als sein Halbbruder Musa al-Kazim, dessen Mutter eine Berbersklavin ist. Verschiedene Historiker melden, dass "alle" Söhne Dschafars zumindest vorübergehend um die Führung konkurrieren, deren Gefolgschaften aber schnell wieder zerfallen. In der ismailitischen Schrift Kalām-i Pir wird das Ringen schließlich durch eine Entscheidung am Schwarzen Stein in Mekka geklärt, ähnlich früheren Streitfällen; dort fällt das Urteil zugunsten Ismails, worauf Musa al-Kazim ihm die Gefolgschaft schwört. Sunnitische und zwölfer-schiitische Autoren versuchen die Abkehr vom ursprünglichen nass auf Ismail damit zu erklären, dass Ismail dem Trinken zugeneigt sei oder extremistischen Kreisen anhänge, was von ismailitischer Seite als Übertreibung zurückgewiesen wird. Einige Zwölfer vertreten zudem die Lehre vom bada, nach der Gott seine Entscheidung geändert und Dschafar den nass zugunsten Musas al-Kazim erneuert habe, nachdem Ismail gestorben sei. Der zwölfer Gelehrte ʿAbdulaziz Sadschedina weist jedoch darauf hin, dass diese Vorstellung von einem "Meinungswechsel" Gottes Fragen nach Gottes Wissen und nach der Fähigkeit der Imame aufwirft, die Zukunft sicher vorherzusagen. Dschafar wird außerdem mit dem Satz zitiert, Gott nehme zwar in allem Veränderungen vor, aber nicht im Imamat, was ismailitische Autoren als Argument gegen jede Änderung des ursprünglichen nass verwenden. Spätere Autoren wie an-NauBakhti und asch-Schahrastani halten fest, dass die einmalige Designation nicht aufgehoben werden kann, weshalb das Imamat nach Ismail auf dessen Sohn Muhammad übergehen müsse. Die Gruppe der Mubarakiyya vertritt die Auffassung, Ismail habe zu Lebzeiten seinen Sohn Muhammad zu seinem Erben im Imamat bestimmt und dessen Missionare in verschiedene Regionen ausgeschickt, um in seinem Namen den Treueid zu empfangen. Eine andere frühe ismailitische Strömung meint, nicht Ismail, sondern Dschafar selbst habe Muhammad ibn Ismail als siebten Imam eingesetzt, der zugleich der verborgene letzte Imam und erwartete Mahdi sei. Diese Richtung bildet später einen Kern der Qarmaten, die Muhammad ibn Ismail als siebten und letzten Imam anerkennen. In der Schrift Asrar an-Nutaqa schildert Dschafar ibn Mansur al-Yaman eine Szene, in der der sterbende Ismail in Gegenwart seines Vaters und ausgewählter Anhänger die Imamatwürde auf seinen Sohn Muhammad überträgt und einen seiner Beauftragten als "Schleier" einsetzt, um die Aufmerksamkeit der Verfolger auf sich zu ziehen. Die Mubarakiyya begründen daraus das Prinzip, dass das Imamat nach dem Beispiel von Hasan und Husain nicht wieder von Bruder zu Bruder übergehen dürfe, sondern in der Nachkommenschaft des designierten Imams bleiben müsse, weshalb sie Musa al-Kazim und andere Brüder Ismails zurückweisen. Die Mubarakiyya bilden sich bereits zu Lebzeiten Ismails als seine Anhängerschaft und gelten als eine der frühesten Gruppen, aus denen sich die ismailitische Bewegung formt. Spätere Forscher schließen daraus, dass "Mubarakiyya" ursprünglich sowohl ein Name für die entstehende Ismailiya als auch eine regionale Bezeichnung für die Gefolgschaft Ismails ist, die in der Zeit Muhammads ibn Ismail weitgehend im allgemeinen Ismailitentum aufgeht. An-NauBakhti berichtet, dass die Gruppe, die Muhammad unterstützt, nach al-Mubarak benannt wird, den er als Klienten (mawla) Ismails auffasst; der Orientalist Wladimir Iwanow zeigt jedoch anhand ismailitischer Quellen, dass "al-Mubarak" selbst ein Beiname Ismails ist. Aus diesen Linien entwickeln sich schließlich die späteren ismailitischen Imame, einschließlich der fatimidischen Tradition, die Ismail als sechsten Imam zählt. | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Abdallah_al-Aftah '''Imam der Schia: Abdallāh al-Aftah (765–766)'''] <br />ʿAbdallāh al-Aftah ibn Dschaʿfar as-Sādiq ist ein Sohn des schiitischen Imams Dschaʿfar as-Sādiq und Vollbruder von Ismāʿīl ibn Dschaʿfar. Sein Beiname "al-Aftah" bezieht sich auf sein Aussehen und bedeutet entweder "breitköpfig" (aftah ar-raʾs) oder "breitfüßig" (aftah ar-ridschlain). Während sein Vater noch lebt, unterstützt ʿAbdallāh al-Aftah den Aufstand seines Verwandten Muhammad an-Nafs az-Zakiyya gegen die herrschende abbasidische Ordnung. Damit positioniert er sich politisch auf der Seite eines alidischen Revoltenführers und tritt innerhalb der schiitischen Familie als aktiver Unterstützer oppositioneller Bewegungen auf. Als Dschaʿfar as-Sādiq stirbt, erkennt die Mehrheit seiner Anhänger ʿAbdallāh al-Aftah als neuen Imam an. Diese Gruppe wird "Fathiten" genannt und bildet nach dem muʿtazilitischen Häresiographen Abū l-Qāsim al-Balkhī al-Kaʿbī (gest. 931) die zahlenmäßig größte und wichtigste Fraktion unter den Anhängern Dschaʿfar as-Sādiqs. Zur Stützung seines Anspruchs auf das Imamat beruft sich ʿAbdallāh al-Aftah offenbar auf eine zweite Nass-Ernennung durch seinen Vater, die nach dem Tod Ismāʿīls erfolgt sein soll. Seine Anhänger zitieren außerdem eine angebliche Überlieferung Dschaʿfars, nach der das Imamat jeweils auf den ältesten Sohn des Imams übergehen müsse. Auf dieser Basis betrachten sie ʿAbdallāh al-Aftah als den rechtmäßigen Nachfolger, obwohl andere schiitische Linien diesen Anspruch bestreiten. | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_II._(Jerusalem) Patriarch Theodoros II. (Jerusalem, 745/749–770)] <br /> | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Pope_Michael_I_of_Alexandria Papst und Patriarch Michael I. (Alexandria, 743–767)] <br /> | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Cosmas_I_of_Alexandria Griechisch-orthodoxer Patriarch Kosmas I. (Alexandria, 727–768)] <br /> | |||
*[[766#ARABER | Fortsetzung 766]] [[Kategorie:Abbasiden]] | |||
'''Emirat Noukour''' | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Sa%27id_I_ibn_Idris Emir Sa'id I ibn Idris (760–803)] <br /> | |||
'''Kalifat von Tlemcen''' | |||
*[http://fr.wikipedia.org/wiki/Abou_Qurra '''Kalif Abū Qurra (765-778)'''] <br />Um 736 verkündet Abū Qurra die sufritische Richtung des Charidschitentums unter den Zéneten und anderen Berberstämmen im zentralen Maghreb. Er gehört selbst den Banū Ifran und der mit ihnen verbundenen Gruppe der Maghila an, deren Angehörige ihn nach und nach zu ihrem religiösen Führer erheben. In dieser Zeit verbreitet er seine Lehre so wirksam, dass ihn die Zéneten und weiteren Berberstämme als Imam und politischen Anführer anerkennen. Damit bildet sich der Kern eines neuen, sufritisch geprägten Berberreiches, dessen Zentrum im Raum des späteren Tlemcen liegt. Nach dem Tod von Ḫālid ibn Ḥamīd, eines vorangegangenen Berberführers, wird Abū Qurra im Jahr 765 von Mitgliedern seiner Stammesgruppe förmlich zum Kalifen ausgerufen; die Banū Ifran und Maghila haben die faktische Kontrolle über weite Teile des zentralen Maghreb gewonnen und treten offen gegen die Herrschaft der Umajjaden und Abbasiden auf. Abū Qurra steht nun an der Spitze eines politisch und militärisch bedeutenden Berberbundes, der einen eigenständigen charidschitischen Staat bilden will. | |||
*[[767#ARABER | Fortsetzung 767]] [[Kategorie:Kalifat von Tlemcen]] | |||
'''Emirat von Córdoba''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Abd_ar-Rahman_I. Emir Abd ar-Rahman I. (Córdoba, 756–788)] <br /> | |||
==MAKURIA== | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Cyriacus_(Makuria) König Cyriacus (747-768)] | |||
==UIGURISCHES KAGANAT== | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/B%C3%B6g%C3%BC_Qaghan Kagan Bögü (759–780)] <br /> | |||
==TÜRGESCH== | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Ata_Boyla_Qaghan Kagan Ata Boyla (755-766)] <br /> | |||
==INDIEN== | |||
'''Pratihara''' | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Kakustha_(Pratihara_dynasty) König Kakustha] und [https://en.wikipedia.org/wiki/Devaraja_(Pratihara_dynasty) König Devaraja (nacheinander 760-780)] <br /> | |||
'''Malla''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Kanu_Malla König Kanu Malla (757–764)] <br /> | |||
'''Chauhan-Dynastie''' | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Chandraraja_I König Chandraraja I. (759–771)] <br /> | |||
'''Rashtrakuta''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Krishna_I König Krishna I. (756-774)] <br /> | |||
'''Westliche Ganga-Dynastie''' | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Sripurusha König Sripurusha (726–788)] <br /> | |||
'''Pallava''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Nandivarman_II König Nandivarman II. (731–796)] <br /> | |||
'''Anuradhapura''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Aggabodhi_VI König Aggabodhi VI. (741–781)] <br /> | |||
==TIBET== | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Trisong_Detsen König Trisong Detsen (755–797)] <br /> | |||
==CHINA== | |||
(57./58. Zyklus - Jahr der Holz-Schlange; am Beginn des Jahres Holz-Drache) | |||
'''Tang-Dynastie''' | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Emperor_Daizong_of_Tang Kaiser Daizong (762–779)] <br /> | |||
*Eine buddhistische Nonne Guangcheng behauptet, die Kaiserinmutter Shen zu sein, erweist sich aber unter Verhör nur als Amme Li Kuos und wird von Daizong zu Tode gegeißelt. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Kunming '''Kunming (Siedlung)'''] <br />Bereits 279 v. Chr. existiert an der Stelle der Stadt Tuadong, die 765 gegründet wird, eine frühe Siedlung. Diese Siedlung liegt im Gebiet der späteren Provinzhauptstadt Yunnan am Nordrand des Dian-Sees auf dem etwa 2000 Meter hohen Ost-Yunnan-Plateau. Die Lage sorgt für ein vergleichsweise mildes Klima, das später zum Beinamen "Stadt des Frühlings" führt. Die Region entwickelt sich früh zu einem Siedlungs- und Handelsraum, der durch den See und die umgebenden Hochlandrouten angebunden ist. Tuadong bildet den städtischen Kern, aus dem sich das spätere Kunming entwickelt. | |||
*[[778#CHINA | Fortsetzung 778]] [[Kategorie:Tang-Dynastie]] | |||
==KOREA== | |||
'''Silla''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Gyeongdeok_of_Silla König Gyeongdeok (742–765)] <br />Gegen Ende seiner Regierung ist Gyeongdeoks Herrschaft als eine Blütezeit des vereinigten Silla bekannt, besonders im Hinblick auf buddhistische Kunst, Architektur und Verwaltungskultur. Er setzt seine Politik der Zentralisierung, der Angleichung an chinesische Verwaltungsformen und der Förderung buddhistischer Bauten konsequent fort. Im Jahr 765 stirbt Gyeongdeok, nachdem er über zwei Jahrzehnte regiert hat. Nach seinem Tod tritt sein Sohn Hyegong, zunächst unter der Regentschaft von Gyeongdeoks Mutter, den Thron an und führt die Dynastie fort. In Gyeongju befindet sich ein großes Königsgrab, das gemeinhin Gyeongdeok zugeschrieben wird. Die Identifizierung des Grabes ist umstritten, doch die Stätte ist heute als Historische Stätte Nr. 23 Südkoreas geschützt. | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Hyegong_of_Silla '''König Hyegong (765–780)'''] <br />Hyegong, 758 als Kim Kŏn-un geboren, ist das einzige Kind von Gyeongdeok und seiner Frau, Königin Gyeongsu. Hyegong besteigt im Alter von etwa acht Jahren nach dem Tod seines Vaters den Thron und wird zum 36. Herrscher von Silla gekrönt. Aufgrund seines jungen Alters liegt die praktische Ausübung der Macht zunächst weitgehend bei hohen Beamten und Hofkreisen, während er formal als König gilt. Schon zu diesem Zeitpunkt beginnt sich abzuzeichnen, dass seine Regentschaft nicht stabil verlaufen wird, da eine so frühe Thronbesteigung den Einfluss von Adelsfraktionen und Hofbeamten stärkt. Die Chronik ''Samguk sagi'' schildert sein Leben als ausschweifend und unsittlich, besonders in jungen Jahren. Sein Verhalten führt dazu, dass der Palast in Unordnung gerät und klare Führung fehlt. Intrigen, persönliche Vergnügungen und Vernachlässigung königlicher Pflichten prägen nach dieser Darstellung das Bild seiner Herrschaft. Zugleich berichten spätere Quellen von seiner Persönlichkeit und seinem Auftreten als auffallend weiblich. Chronisten beschreiben ihn als "dem äußeren Anschein nach ein Mann, dem Wesen nach aber eine Frau". Im Werk ''Dongsa Gangmok'' charakterisiert Ahn Jeong-bok seine Regierungszeit als ungewöhnlich und hebt hervor, dass über Hyegong gesagt wird, er sei „als Mann zu einer Frau geworden“ und habe als Kind mit Mädchenspielzeug gespielt. | |||
*[[768#KOREA | Fortsetzung 768]] [[Kategorie:Silla]] | |||
'''Balhae''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Mun_of_Balhae König Mun (737–793)] <br /> | |||
==JAPAN== | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/K%C5%8Dken Tennō Shōtoku (2. Amtszeit 764–770)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Tempy%C5%8D-Jingo '''Tempyō-Jingo (Japan)'''] <br />0723D: Die japanische Ära Tempyō-Jingo beginnt. | |||
*Der verbannte ehemalige Tennō [http://de.wikipedia.org/wiki/Junnin Junnin] stirbt auf der Insel Awaji einen Tag nach einem gescheiterten Fluchtversuch eines nicht natürlichen Todes. | |||
*[[770#JAPAN | Fortsetzung 770]] [[Kategorie:Japan]] | |||
==QUELLEN== | ==QUELLEN== | ||
Aktuelle Version vom 4. Februar 2026, 10:35 Uhr
MAYA
Palenque
Quiriguá
Copan
PIKTEN
KELTEN
Uí Néill
Ulaid
Connacht
Meath
- König Fallomon mac Con Congalt (763-766)
Fallomon mac Con Congalt unterstützt Donnchad Midi gegen dessen Bruder Murchad, der somit ebenfalls ein Sohn Domnall Midis ist. Bei Carn Fiachach, nahe dem späteren Rathconrath, stößt Murchad in einer Schlacht mit Follaman und Donnchad zusammen, in der Murchad getötet wird. - Fortsetzung 766
Leinster
Uí Mháine
Dalriada
Gwynedd
Königreich Powys
ANGELSACHSEN
Northumbria
- König Æthelwald Moll (759–765)
Am 30. Oktober tritt in Pincanheale, einem wichtigen Versammlungsort für nordumbrische Kirchen- und Adelsräte, ein Witenagemot zusammen, also eine Versammlung von Großen und Prälaten des Reiches. Diese Versammlung setzt Æthelwald Moll ab und setzt an seiner Stelle Alhred ein, einen Verwandten des früheren Königs Eadberht, wodurch die ältere Dynastie wieder an die Macht gelangt. Nach seiner Entmachtung erhält Æthelwald die Tonsur und tritt in ein Kloster ein, wie die irischen Annalen von Tigernach berichten, und vieles deutet darauf hin, dass dieser Schritt nicht völlig freiwillig erfolgt ist, sondern als politisch erzwungener Rückzug zu verstehen ist. Sein weiteres Schicksal ist unbekannt. - König Ealchred (765–774)
Ealchred ist ein Sohn eines Mannes namens Eanwine. Eine überlieferte Ahnenliste führt seine Abstammung bis auf Ida von Bernicia und dessen Sohn Eadric zurück, doch gilt diese Genealogie als wohl fiktiv. - Erzbischof Egbert (York, 735-766)
- Bischof Frithubeorht (Hexham, 734–766)
- Bischof Cynewulf (Lindisfarne, 740–780)
- Fortsetzung 766
Mercia
East Anglia
Königreich Wessex
- König Cynewulf (757–786)
- Bischof Æthelhard (Winchester, 765?–793)
Über Æthelhards Herkunft und Kindheit ist nichts überliefert; die Forschung nimmt an, dass er aus dem Königreich Mercia stammt. Er tritt in den Quellen erstmals als Abt eines Klosters in Louth in der späteren Grafschaft Lincolnshire hervor. Irgendwann nach dieser Abtszeit, zu einem nicht genau bezeugten Zeitpunkt, wird Æthelhard zum Bischof von Winchester ernannt. Die Weihe zum Bischof erfolgt gemäss der italienischen Wikipedia irgendwann nach dem Jahr 759 und vor 778, sodass seine Amtsübernahme in diese Spanne fällt; die [englische Wikipedia nennt als Beginn das Jahr 765, die französische Wikipedia erwähnt die Zeit als Bischof gar nicht, sondern berichtet nur über die Wirkung als Erzbischof (793-805). Seine loyale Haltung gegenüber der merzischen Königsmacht, die auch Wessex beeinflusst, seine Erfahrung als Bischof und seine bereits bewiesene Verwaltungskompetenz machen ihn für Offa zu einem geeigneten Kandidaten für den wichtigsten kirchlichen Posten im Süden Englands. So bereitet sich seine spätere Versetzung nach Canterbury bereits in dieser Phase seines Wirkens in Winchester vor. - Fortsetzung 779
Königreich Essex
Königreich Kent
- König Ecgberht II. (Westkent, 764/765–779/784)
Ecgberht schenkt Ländereien an Bischof Eardwulf von Rochester, wobei seine Urkunde neben der Zustimmung des Mitkönigs Heahberht auch die licentia des Oberkönigs Offa von Mercia benötigt. - König Heahberht (Ostkent, 764-772/776)
- Erzbischof Jænberht (Canterbury, 765–792)
Jænberht stammt aus einer angesehenen Familie des Königreichs Kent. Einer seiner Verwandten, Eadhun, ist Ecgberhts reeve (Verwalter). Jænberht hat als Mönch in der Abtei St Augustine in Canterbury gelebt und ist zum Abt dieses Klosters gewählt worden. 765 wird Jænberht am Hof des Königs Offa von Mercia zum Erzbischof von Canterbury geweiht. - Fortsetzung 766
FRÄNKISCHES REICH
- König Pippin der Jüngere (751–768)
- Karl (später "der Große") (18)
- Eine Handschrift aus der Abtei Corbie im Bistum Amiens zeigt erste Ansätze einer karolingischen Minuskel. In diesem Jahr findet auch ein Wechsel statt; der Abt Leutchar verstirbt oder tritt ab, und Addo wird sein Nachfolger.
- Erzbischof Turpin (Reims, 748–794)
- Erzbischof Chrodegang (Metz, 742-766)
- Übertragung der Gebeine der Heiligen Nabor und Felix nach Saint-Avold im Bistum Metz.
- Übertragung der Gebeine des Hl. Nazarius ins Kloster Lorsch im Bistum Metz.
- Bischof Gregor (Utrecht (754-775)
- Erzbischof Lullus (Mainz, 754-786)
- Bischof Wiomad (Trier, 762-791)
- Bischof Megingaud (Würzburg, 754–769)
Megingaud beteiligt sich an der Synode zu Attigny. - Abt Sturmius (Fulda, 2. Amtszeit 765–779)
Pippin begnadigt den im Jahr 763 abgesetzten Abt Sturmius wieder, restituiert ihn im Amt und beendet damit die Herrschaft des Bischofs Lullus über das Kloster (der westliche Teil des Klosterguts liegt im Bistum Mainz). Das Kloster erhält das zuvor von Pippin eingezogene Zachariasprivileg zurück und wird nun in den Königsschutz aufgenommen, wodurch es den Status und die Pflichten eines Reichsklosters erhält. Dieser Status bringt umfangreiche weltliche Aufgaben bis hin zur Truppenstellung und häufige Abwesenheit des durch Reichsdienst gebundenen Abtes mit sich, was den ursprünglichen Intentionen Bonifatius teilweise widerspricht. Der Reichsklosterstatus ermöglicht dem Herrscher in der Folgezeit mehrfach erhebliche Eingriffe in die inneren Angelegenheiten Fuldas und trotz formal garantierter freier Abtswahl einen Einfluss auf die Besetzung des Abbatiats. Gleichzeitig erreicht Fulda damit aber das Höchstmaß an Unabhängigkeit, das ein Kloster in der karolingischen Zeit überhaupt erlangen kann. In den folgenden Jahrhunderten dient das Zachariasprivileg in verfälschter Gestalt als Grundlage für den stufenweisen Erwerb zahlreicher Rechte der Fuldaer Äbte. - Bischof Johannes II. (Konstanz, 760–782)
- Bischof Tello (Chur, 759–765)
Am 15. Dezember stellt Tello in Chur sein Testament als donatio post obitum, eine Schenkung von Todes wegen, aus. Die Urkunde trägt seine eigene Unterschrift und die von zwölf Zeugen und überträgt umfangreiche Güter und Ländereien, vor allem in der unteren Surselva, an das Kloster Disentis. Die Schenkung an Disentis ist möglicherweise als Sühneleistung für eine frühere Bluttat seines Vaters Viktor zu verstehen, der zu Beginn des 8. Jahrhunderts Placidus von Disentis töten liess. Tello stirbt wahrscheinlich noch im Jahr 765, sein Todestag ist der 24. September, auch wenn das Todesjahr nicht völlig gesichert ist. Mit ihm endet die Herrschaft der Viktoriden über Bistum und Provinz, und sein Nachfolger als Bischof von Chur wird Constantius (über Constantius ist kein Wikipedia-Artikel vorhanden). Tellos Testament gehört zu den ältesten erhaltenen Schriftquellen Graubündens und ist eine zentrale Quelle für die rätische Kirchen- und Rechtsgeschichte des 8. Jahrhunderts. In Chur erinnert später eine nach ihm benannte Tellostraße an den Bischof, der zugleich geistlicher Oberhirte, weltlicher Amtsträger und wichtiger Testator der Region gewesen ist. - Fortsetzung 766
Herzogtum Aquitanien
Herzogtum Baiern
- Herzog Tassilo III. (748–788)
- Bischof Sigerich (Regensburg, 762–768)
- Bischof Willibald (Eichstätt, 741–787)
- Bischof Joseph von Verona (Freising, 747/748-764)
- Bischof Arbeo (Freising, 764–784)
- Kloster Tegernsee
Um 760 bis 765 gründen die Brüder Otkar und Adalbert aus der Huosi-Sippe am "tegarin seo", einem großen See im bayerischen Voralpenland im Bistum Freising, ein Benediktinerkloster und weihen die erste Kirche dem Salvator Mundi. Die Legende erzählt, dass sie zuvor als fürstliche Brüder am Hof Pippins gelebt haben und sich nach der Tötung von Otkars Sohn durch den Königssohn aus der Welt zurückziehen und im eigenen Stammland ein Kloster errichten. St. Galler Mönche besiedeln die neue Gemeinschaft, die missionarische und kulturelle Aktivitäten entfaltet, die bis nach Tirol und Niederösterreich reichen. Um 804 erhält das Kloster nach der Überlieferung die Reliquien des heiligen Quirinus aus Rom und nimmt ihn als neuen Patron der Klosterkirche an. Archäologische Untersuchungen Anfang des 21. Jahrhunderts bestätigen die Existenz zweier sehr nahe verwandter Gründer aus bretonischem Herkunftsraum, die deutlich größer als die Durchschnittsbevölkerung sind und im 8. Jahrhundert leben. Einer der beiden, mit Spuren körperlicher Arbeit wie Holzbearbeitung, wird etwa 36 Jahre alt und lebt ungefähr von 751 bis 787, der andere erreicht etwa 60 Jahre und lebt ungefähr von 743 bis 803. Im Verlauf des späten 8. Jahrhunderts ist Adalbert als Abt urkundlich belegt und nimmt an einer Synode 770 in Dingolfing teil. Die Täler der bayerischen Voralpen bilden zu dieser Zeit genutzte Handelsräume, und das Tegernseer Tal weist bereits eine lockere, noch spätrömisch geprägte Besiedlung auf, sodass die Klostergründung keine eigentliche germanische Landnahme darstellt. Nach dem Sturz des Bayernherzogs Tassilo III. wird Tegernsee karolingisches Königskloster und gerät enger in den Herrschaftsverband des Frankenreiches. - Bischof Anthelm (Passau, 763-764/770)
- Bischof Wikterp (Augsburg, 739-772)
- Bischof Virgil (Salzburg, 746–784)
- Fortsetzung 768
LANGOBARDENREICH
Herzogtum Friaul
Herzogtum Spoleto
Herzogtum Benevent
SPANIEN
Königreich Asturien
- König Fruela I. (757-768)
Aus Angst, dass sein Bruder Vimarano aufgrund seiner Beliebtheit den Thron gewinnen könnte, tötet Fruela ihn eigenhändig. Dafür wird er "der Grausame" genannt. Als Zeichen der Reue adoptiert Fruela Vimaranos Sohn Vermudo als seinen eigenen Sohn. - Fortsetzung 768
KIRCHENSTAAT
- Papst Paul I. (757–767)
Im Jahr 765 gelingt es, die päpstlichen Vorrechte in den Herzogtümern Benevent und Toskana wiederherzustellen. Im Herzogtum Spoleto wird zumindest ein Teil dieser Privilegien erneut anerkannt, sodass die Stellung des Papstes in Mittelitalien relativ gestärkt hervorgeht. - Fortsetzung 767
REPUBLIK VENEDIG
KARANTANIEN
ERSTES BULGARISCHES REICH
- Knjas Telez (761–765)
Unmittelbar nach der Niederlage von Anchialos im Vorjahr verliert Telez seine Autorität gegenüber den Adelsgruppen, die ihn zuvor an die Macht gebracht haben. Die pro-slawische Fraktion nutzt die Situation und macht Telez für die militärische Katastrophe verantwortlich, was seinen Sturz einleitet. Die Umstände seines Todes bleiben unklar: Einige Quellen berichten, Telez falle bereits in der Schlacht von Anchialos, andere überliefern, er werde nach der Niederlage von Angehörigen der pro-slawischen Adelsfraktion erschlagen. In der Tradition des bulgarischen Adels gilt die gewaltsame Beseitigung eines gescheiterten Herrschers als übliche Sanktion; Telez’ Ende folgt diesem Muster und markiert zugleich das Scheitern der von ihm verkörperten radikal antibyzantinischen Linie. - Knjas Sabin (765–766)
Sabin ist Angehöriger des Hauses Wokil; die Überlieferung ordnet ihn entweder als Sohn oder als Bruder des früheren Khans Kormisosch ein. Der Machtwechsel vollzieht sich offenbar nicht allein durch Erbfolge, sondern wesentlich gestützt durch den bulgarischen Adel, der Sabin inthronisiert und ihn damit als Nachfolger des gefallenen Telez akzeptiert. Unmittelbar nach seiner Erhebung zum Herrscher nimmt er geheime Verhandlungen mit dem Byzantinischen Reich auf und lässt diese Kontakte durch seine eigenen Gesandten führen, um nach der Niederlage bei Anchialos möglichst rasch zu einem Ausgleich mit Kaiser Konstantin V. zu kommen. Als die geheimgehaltenen Friedensverhandlungen bekannt werden, verliert Sabin den Rückhalt bei den führenden Adligen Bulgariens. Auf einer Versammlung, in der sich der Adel organisiert gegen seine Politik stellt, wird er seines Amtes enthoben und damit faktisch abgesetzt. Ohne die Unterstützung seiner bisherigen Anhänger bleibt Sabin politisch isoliert und sieht sich gezwungen, das Land zu verlassen, um sein Leben zu retten. - Fortsetzung 766
BYZANTINISCHES REICH
- Kaiser Konstantin V. (741–775)
Mehrere Aufstände und Verschwörungen gegen Konstantins Herrschaft werden aufgedeckt und teils blutig niedergeschlagen, vor allem 765, als zahlreiche Würdenträger öffentlich bestraft werden.
Nach weiteren Feldzügen und der Ermordung von Toktu und Pagan destabilisiert Konstantin Bulgarien nachhaltig; insgesamt verlieren sechs bulgarische Monarchen wegen Kriegsniederlagen ihren Thron. - Fortsetzung 766
IBERIEN
ARABER
(147/148 - 26./27. Februar)
Abbasiden
- Kalif al-Mansūr (754–775)
- Imam Ja'far al-Sadiq (732–765)
Im Jahr 765 (148 n. H.) stirbt Jaʿfar al-Sadiq in Medina im Alter von etwa 64 Jahren; schiitische Quellen führen seinen Tod auf eine Vergiftung im Auftrag al-Mansurs zurück. Er wird auf dem Friedhof al-Baqi in Medina beigesetzt, dessen schiitische Grabstätten 1926 von wahhabitischen Kräften zerstört werden, sodass seine einstige Pilgerstätte danach nur noch in der Erinnerung fortlebt. Nach seinem Tod zerbricht seine Gefolgschaft in mehrere Richtungen, weil die Nachfolgefrage umstritten ist. Die größte Gruppe folgt seinem Sohn Musa al-Kazim und entwickelt sich zur Zwölfer-Schia, während andere auf Ismaʿil ibn Jaʿfar oder dessen Sohn Muhammad ibn Ismaʿil setzen (Ismaʿiliyya), Abdullah al-Aftah oder Muhammad al-Dibaj anerkennen oder sogar erwarten, dass Jaʿfar als verborgener Mahdi zurückkehrt. In der Zwölfer-Schia stützt sich ein Großteil der überlieferten Rechtssätze und Hadithe auf Jaʿfar und seinen Vater, was die jaʿfaritische Rechtsschule dauerhaft prägt. Auch die ismailitische Rechtslehre beruft sich stark auf sein überliefertes Material, und seine Figur wird in fast allen frühislamischen intellektuellen Strömungen zitiert, was die Rekonstruktion seiner tatsächlichen Positionen schwierig macht. Sunnitische Gelehrte wie Malik ibn Anas und al-Dhahabi schätzen Jaʿfar als zuverlässigen Hadithüberlieferer und Rechtsgelehrten, und seine Berichte erscheinen in wichtigen sunnitischen Sammlungen. Viele Sufi-Orden führen ihre spirituellen Ketten auf ihn zurück, schreiben ihm mystische Deutungen des Korans und Aussagen über den inneren Weg zu, auch wenn ein Teil dieser Literatur wahrscheinlich später unter seinem Namen entstanden ist. Zahlreiche Werke über Koranexegese, Mystik, Recht und Naturlehre werden Jaʿfar zugeschrieben, doch lässt sich kein Text sicher als von ihm selbst verfasst nachweisen. Vieles wird wohl von Schülern oder späteren Autoren in seinem Namen niedergeschrieben, etwa mystische Koran-Kommentare, das „Buch des Jafr“, Traktate über Gottesbeweise oder Schriften zur Traumdeutung. - Imam der Zwölferschiiten: Mūsā al-Kāzim (765–799)
Musa al‑Kazim wird im Jahr 128 AH (745/746) geboren, in der Überlieferung meist in der Region des Hedschas zwischen Mekka und Medina oder in Medina selbst. Seine Mutter Hamīda bint Saʿīd ist eine berberische Sklavin, die zuvor einem berberischen Sklavenhändler gehört und dann abgekauft worden ist. Er wächst unter der Obhut seines Vaters Jaʿfar as‑Sadiq auf und lebt etwa zwanzig Jahre mit ihm zusammen. Im Jahr 148 AH (765) stirbt Jaʿfar as‑Sadiq, und Musa al‑Kazim übernimmt nach schiitischer Auffassung das Imamat im Alter von etwa zwanzig Jahren. In seiner Imamatszeit verfolgt Mūsā al-Kāzim eine zurückhaltende, quietistische Politik und vermeidet offene Aufstände gegen die abbasidische Herrschaft. Trotzdem gerät er immer wieder unter den Druck der abbasidischen Kalifen, die in ihm einen potenziellen Fokus schiitischer Opposition sehen. Der Kalif al-Mahdī lässt Mūsā für eine gewisse Zeit in Bagdad inhaftieren, setzt ihn also zeitweise außer Gefecht. Er entlässt ihn jedoch wieder und erlaubt ihm die Rückkehr nach Medina, nachdem Mūsā ihm verspricht, keinen Aufstand gegen ihn oder einen seiner Nachkommen zu beginnen. Diese Phase zeigt, dass Mūsā zwar äußerlich auf politische Konfrontation verzichtet, aber dennoch von der Herrschaft als gefährliche religiöse Autorität wahrgenommen wird. - Imam der Ismailiten: Ismāʿīl ibn Dschaʿfar (765)
Nach überwiegenden Quellen bestimmt Dschafar as-Sadiq seinen Sohn Ismail durch einen göttlich legitimierten nass zum Nachfolger im Imamat. In ismailitischer Überlieferung geschieht diese Designation bereits, als Ismail etwa sieben Jahre alt ist; von da an wird er von seinen Brüdern getrennt und von der Öffentlichkeit weitgehend abgeschirmt, während sein Vater persönlich seine religiöse Ausbildung übernimmt. Diese Berufung gilt aus ismailitischer Sicht als endgültige, von Gott bestätigte Entscheidung, die nach der schiitischen Imamatlehre nicht widerrufen werden kann. Nur ausgewählte Anhänger erfahren in dieser Phase von Ismails Stellung, weil Dschafar aus Gründen der Taqiyya äußerlich Zurückhaltung übt. Ismail steht in Kontakt zu aktivistischen Schiiten aus dem Umfeld seines Vaters, darunter al-Mufaddal ibn Umar al-Dschuʿfi. Der Historiker al-Maqrizi berichtet, al-Mufaddal erkläre Dschafar as-Sadiq sogar für göttlich, worauf Dschafar ihn öffentlich verflucht und sich von ihm distanziert. Ismail, der in antiabbasidischen Plänen verwickelt ist, arbeitet möglicherweise mit Abu l-Chattab al-Asadi zusammen, einem weiteren Aktivisten aus dem Kreis Dschafars. Dschafar muss Abu l-Chattab schließlich ebenfalls öffentlich verwerfen, da dieser extreme Lehrmeinungen mit Gewalt durchzusetzen versucht, während Abu l-Chattab das als Schutzstrategie des Imams deutet; eine Quelle berichtet sogar, Dschafar verbiete Ismail, die von Abu l-Chattab geleitete Lehrstätte zu besuchen. Nach dem Tod Dschafars im Jahr 148/765 bricht unter den Schiiten eine schwere Krise über die Nachfolge aus, weil alle überlebenden Söhne Anspruch auf das Imamat erheben, aber keiner außer Ismail und Musa al-Kazim ausreichend Anhänger um sich sammeln kann. Ismail ist zu diesem Zeitpunkt ungefähr fünfundzwanzig Jahre älter als sein Halbbruder Musa al-Kazim, dessen Mutter eine Berbersklavin ist. Verschiedene Historiker melden, dass "alle" Söhne Dschafars zumindest vorübergehend um die Führung konkurrieren, deren Gefolgschaften aber schnell wieder zerfallen. In der ismailitischen Schrift Kalām-i Pir wird das Ringen schließlich durch eine Entscheidung am Schwarzen Stein in Mekka geklärt, ähnlich früheren Streitfällen; dort fällt das Urteil zugunsten Ismails, worauf Musa al-Kazim ihm die Gefolgschaft schwört. Sunnitische und zwölfer-schiitische Autoren versuchen die Abkehr vom ursprünglichen nass auf Ismail damit zu erklären, dass Ismail dem Trinken zugeneigt sei oder extremistischen Kreisen anhänge, was von ismailitischer Seite als Übertreibung zurückgewiesen wird. Einige Zwölfer vertreten zudem die Lehre vom bada, nach der Gott seine Entscheidung geändert und Dschafar den nass zugunsten Musas al-Kazim erneuert habe, nachdem Ismail gestorben sei. Der zwölfer Gelehrte ʿAbdulaziz Sadschedina weist jedoch darauf hin, dass diese Vorstellung von einem "Meinungswechsel" Gottes Fragen nach Gottes Wissen und nach der Fähigkeit der Imame aufwirft, die Zukunft sicher vorherzusagen. Dschafar wird außerdem mit dem Satz zitiert, Gott nehme zwar in allem Veränderungen vor, aber nicht im Imamat, was ismailitische Autoren als Argument gegen jede Änderung des ursprünglichen nass verwenden. Spätere Autoren wie an-NauBakhti und asch-Schahrastani halten fest, dass die einmalige Designation nicht aufgehoben werden kann, weshalb das Imamat nach Ismail auf dessen Sohn Muhammad übergehen müsse. Die Gruppe der Mubarakiyya vertritt die Auffassung, Ismail habe zu Lebzeiten seinen Sohn Muhammad zu seinem Erben im Imamat bestimmt und dessen Missionare in verschiedene Regionen ausgeschickt, um in seinem Namen den Treueid zu empfangen. Eine andere frühe ismailitische Strömung meint, nicht Ismail, sondern Dschafar selbst habe Muhammad ibn Ismail als siebten Imam eingesetzt, der zugleich der verborgene letzte Imam und erwartete Mahdi sei. Diese Richtung bildet später einen Kern der Qarmaten, die Muhammad ibn Ismail als siebten und letzten Imam anerkennen. In der Schrift Asrar an-Nutaqa schildert Dschafar ibn Mansur al-Yaman eine Szene, in der der sterbende Ismail in Gegenwart seines Vaters und ausgewählter Anhänger die Imamatwürde auf seinen Sohn Muhammad überträgt und einen seiner Beauftragten als "Schleier" einsetzt, um die Aufmerksamkeit der Verfolger auf sich zu ziehen. Die Mubarakiyya begründen daraus das Prinzip, dass das Imamat nach dem Beispiel von Hasan und Husain nicht wieder von Bruder zu Bruder übergehen dürfe, sondern in der Nachkommenschaft des designierten Imams bleiben müsse, weshalb sie Musa al-Kazim und andere Brüder Ismails zurückweisen. Die Mubarakiyya bilden sich bereits zu Lebzeiten Ismails als seine Anhängerschaft und gelten als eine der frühesten Gruppen, aus denen sich die ismailitische Bewegung formt. Spätere Forscher schließen daraus, dass "Mubarakiyya" ursprünglich sowohl ein Name für die entstehende Ismailiya als auch eine regionale Bezeichnung für die Gefolgschaft Ismails ist, die in der Zeit Muhammads ibn Ismail weitgehend im allgemeinen Ismailitentum aufgeht. An-NauBakhti berichtet, dass die Gruppe, die Muhammad unterstützt, nach al-Mubarak benannt wird, den er als Klienten (mawla) Ismails auffasst; der Orientalist Wladimir Iwanow zeigt jedoch anhand ismailitischer Quellen, dass "al-Mubarak" selbst ein Beiname Ismails ist. Aus diesen Linien entwickeln sich schließlich die späteren ismailitischen Imame, einschließlich der fatimidischen Tradition, die Ismail als sechsten Imam zählt. - Imam der Schia: Abdallāh al-Aftah (765–766)
ʿAbdallāh al-Aftah ibn Dschaʿfar as-Sādiq ist ein Sohn des schiitischen Imams Dschaʿfar as-Sādiq und Vollbruder von Ismāʿīl ibn Dschaʿfar. Sein Beiname "al-Aftah" bezieht sich auf sein Aussehen und bedeutet entweder "breitköpfig" (aftah ar-raʾs) oder "breitfüßig" (aftah ar-ridschlain). Während sein Vater noch lebt, unterstützt ʿAbdallāh al-Aftah den Aufstand seines Verwandten Muhammad an-Nafs az-Zakiyya gegen die herrschende abbasidische Ordnung. Damit positioniert er sich politisch auf der Seite eines alidischen Revoltenführers und tritt innerhalb der schiitischen Familie als aktiver Unterstützer oppositioneller Bewegungen auf. Als Dschaʿfar as-Sādiq stirbt, erkennt die Mehrheit seiner Anhänger ʿAbdallāh al-Aftah als neuen Imam an. Diese Gruppe wird "Fathiten" genannt und bildet nach dem muʿtazilitischen Häresiographen Abū l-Qāsim al-Balkhī al-Kaʿbī (gest. 931) die zahlenmäßig größte und wichtigste Fraktion unter den Anhängern Dschaʿfar as-Sādiqs. Zur Stützung seines Anspruchs auf das Imamat beruft sich ʿAbdallāh al-Aftah offenbar auf eine zweite Nass-Ernennung durch seinen Vater, die nach dem Tod Ismāʿīls erfolgt sein soll. Seine Anhänger zitieren außerdem eine angebliche Überlieferung Dschaʿfars, nach der das Imamat jeweils auf den ältesten Sohn des Imams übergehen müsse. Auf dieser Basis betrachten sie ʿAbdallāh al-Aftah als den rechtmäßigen Nachfolger, obwohl andere schiitische Linien diesen Anspruch bestreiten. - Patriarch Theodoros II. (Jerusalem, 745/749–770)
- Papst und Patriarch Michael I. (Alexandria, 743–767)
- Griechisch-orthodoxer Patriarch Kosmas I. (Alexandria, 727–768)
- Fortsetzung 766
Emirat Noukour
Kalifat von Tlemcen
- Kalif Abū Qurra (765-778)
Um 736 verkündet Abū Qurra die sufritische Richtung des Charidschitentums unter den Zéneten und anderen Berberstämmen im zentralen Maghreb. Er gehört selbst den Banū Ifran und der mit ihnen verbundenen Gruppe der Maghila an, deren Angehörige ihn nach und nach zu ihrem religiösen Führer erheben. In dieser Zeit verbreitet er seine Lehre so wirksam, dass ihn die Zéneten und weiteren Berberstämme als Imam und politischen Anführer anerkennen. Damit bildet sich der Kern eines neuen, sufritisch geprägten Berberreiches, dessen Zentrum im Raum des späteren Tlemcen liegt. Nach dem Tod von Ḫālid ibn Ḥamīd, eines vorangegangenen Berberführers, wird Abū Qurra im Jahr 765 von Mitgliedern seiner Stammesgruppe förmlich zum Kalifen ausgerufen; die Banū Ifran und Maghila haben die faktische Kontrolle über weite Teile des zentralen Maghreb gewonnen und treten offen gegen die Herrschaft der Umajjaden und Abbasiden auf. Abū Qurra steht nun an der Spitze eines politisch und militärisch bedeutenden Berberbundes, der einen eigenständigen charidschitischen Staat bilden will. - Fortsetzung 767
Emirat von Córdoba
MAKURIA
UIGURISCHES KAGANAT
TÜRGESCH
INDIEN
Pratihara
Malla
Chauhan-Dynastie
Rashtrakuta
Westliche Ganga-Dynastie
Pallava
Anuradhapura
TIBET
CHINA
(57./58. Zyklus - Jahr der Holz-Schlange; am Beginn des Jahres Holz-Drache)
Tang-Dynastie
- Kaiser Daizong (762–779)
- Eine buddhistische Nonne Guangcheng behauptet, die Kaiserinmutter Shen zu sein, erweist sich aber unter Verhör nur als Amme Li Kuos und wird von Daizong zu Tode gegeißelt.
- Kunming (Siedlung)
Bereits 279 v. Chr. existiert an der Stelle der Stadt Tuadong, die 765 gegründet wird, eine frühe Siedlung. Diese Siedlung liegt im Gebiet der späteren Provinzhauptstadt Yunnan am Nordrand des Dian-Sees auf dem etwa 2000 Meter hohen Ost-Yunnan-Plateau. Die Lage sorgt für ein vergleichsweise mildes Klima, das später zum Beinamen "Stadt des Frühlings" führt. Die Region entwickelt sich früh zu einem Siedlungs- und Handelsraum, der durch den See und die umgebenden Hochlandrouten angebunden ist. Tuadong bildet den städtischen Kern, aus dem sich das spätere Kunming entwickelt. - Fortsetzung 778
KOREA
Silla
- König Gyeongdeok (742–765)
Gegen Ende seiner Regierung ist Gyeongdeoks Herrschaft als eine Blütezeit des vereinigten Silla bekannt, besonders im Hinblick auf buddhistische Kunst, Architektur und Verwaltungskultur. Er setzt seine Politik der Zentralisierung, der Angleichung an chinesische Verwaltungsformen und der Förderung buddhistischer Bauten konsequent fort. Im Jahr 765 stirbt Gyeongdeok, nachdem er über zwei Jahrzehnte regiert hat. Nach seinem Tod tritt sein Sohn Hyegong, zunächst unter der Regentschaft von Gyeongdeoks Mutter, den Thron an und führt die Dynastie fort. In Gyeongju befindet sich ein großes Königsgrab, das gemeinhin Gyeongdeok zugeschrieben wird. Die Identifizierung des Grabes ist umstritten, doch die Stätte ist heute als Historische Stätte Nr. 23 Südkoreas geschützt. - König Hyegong (765–780)
Hyegong, 758 als Kim Kŏn-un geboren, ist das einzige Kind von Gyeongdeok und seiner Frau, Königin Gyeongsu. Hyegong besteigt im Alter von etwa acht Jahren nach dem Tod seines Vaters den Thron und wird zum 36. Herrscher von Silla gekrönt. Aufgrund seines jungen Alters liegt die praktische Ausübung der Macht zunächst weitgehend bei hohen Beamten und Hofkreisen, während er formal als König gilt. Schon zu diesem Zeitpunkt beginnt sich abzuzeichnen, dass seine Regentschaft nicht stabil verlaufen wird, da eine so frühe Thronbesteigung den Einfluss von Adelsfraktionen und Hofbeamten stärkt. Die Chronik Samguk sagi schildert sein Leben als ausschweifend und unsittlich, besonders in jungen Jahren. Sein Verhalten führt dazu, dass der Palast in Unordnung gerät und klare Führung fehlt. Intrigen, persönliche Vergnügungen und Vernachlässigung königlicher Pflichten prägen nach dieser Darstellung das Bild seiner Herrschaft. Zugleich berichten spätere Quellen von seiner Persönlichkeit und seinem Auftreten als auffallend weiblich. Chronisten beschreiben ihn als "dem äußeren Anschein nach ein Mann, dem Wesen nach aber eine Frau". Im Werk Dongsa Gangmok charakterisiert Ahn Jeong-bok seine Regierungszeit als ungewöhnlich und hebt hervor, dass über Hyegong gesagt wird, er sei „als Mann zu einer Frau geworden“ und habe als Kind mit Mädchenspielzeug gespielt. - Fortsetzung 768
Balhae
JAPAN
- Tennō Shōtoku (2. Amtszeit 764–770)
- Tempyō-Jingo (Japan)
0723D: Die japanische Ära Tempyō-Jingo beginnt. - Der verbannte ehemalige Tennō Junnin stirbt auf der Insel Awaji einen Tag nach einem gescheiterten Fluchtversuch eines nicht natürlichen Todes.
- Fortsetzung 770
QUELLEN
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14.10.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt