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==KELTEN==
*Die Mittellatènezeit wird von der Spätlatènezeit abgelöst.


==RÖMISCHE REPUBLIK==
==RÖMISCHE REPUBLIK==
(ab urbe condita DLXIII = 563)
(ab urbe condita DLXIII = 563)


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Cornelius_Scipio_Nasica_(Konsul_191_v._Chr.) '''Konsul Publius Cornelius Scipio Nasica''']
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Cornelius_Scipio_Nasica_(Konsul_191_v._Chr.) '''Konsul Publius Cornelius Scipio Nasica'''] <br />Nach 192 wiederholt Publius Cornelius seinen Versuch und gewinnt diesmal zusammen mit Manius Acilius Glabrio, der ebenfalls zur „Partei“ der Scipionen gehört, das Konsulat. In der Forschung wird dies auf die drohende Kriegsgefahr mit Antiochos III. zurückgeführt, die die Stellung Scipio Africanus’ stärkt. Zu Beginn des Konsulatsjahres richtet Nasica an die Volksversammlung die Anfrage, ob man Antiochos den Krieg erklären solle. Nach der bejahenden Antwort losen die Konsuln über die Provinzen: Glabrio erhält Griechenland, Publius Cornelius Italien. Bevor Nasica nach Norden aufbricht, um gegen das gallische Volk der Boier zu kämpfen, will er sein Gelübde wegen der Jupiter-Spiele erfüllen und fordert vom Senat Geld, doch die „Väter“ halten diese Forderung für „unerhört und ungerecht“ und schlagen vor, die Spiele aus der Kriegsbeute oder auf eigene Kosten zu finanzieren. Dieser Vorfall kann auf Unmut im Senat über die übermäßigen Ansprüche der Scipionen und auf den Wunsch hinweisen, den Umgang der Feldherren mit der im Krieg erbeuteten Beute zu ordnen. Nach den Spielen zieht Nazica gegen die Gallier und siegt in einer großen Schlacht vollständig. Valerius Antias berichtet, dass 28'000 Boier getötet werden, was als offensichtliche Übertreibung gilt, doch ist bekannt, dass die Gallier dem Konsul Geiseln stellen und auf fast die Hälfte ihres Landes verzichten. Nach seiner Rückkehr nach Rom fordert Nasica einen Triumph, trifft aber auf Widerstand des Volkstribunen Publius Sempronius Blaesus, der vorschlägt, der Feldherr möge zuerst auch den Krieg in Ligurien beenden. Publius Cornelius erhält dennoch den ersehnten Triumph und reist danach mit prokonsularischer Vollmacht erneut nach Gallien.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Manius_Acilius_Glabrio_(Konsul_191_v._Chr.) '''Konsul Manius Acilius Glabrio''']
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Manius_Acilius_Glabrio_(Konsul_191_v._Chr.) '''Konsul Manius Acilius Glabrio'''] <br />Im Jahr nach der erfolglosen Bewerbung von 193 tritt Manius Acilius Glabrio erneut zur Konsulatswahl an und wird diesmal gewählt. Sein Kollege ist der Patrizier Publius Cornelius Scipio Nasica. In der Geschichtsschreibung gilt ihre Wahl als Folge des Beginns des Syrischen Krieges. In dieser Situation wählen die Römer Konsuln, die mit Scipio Africanus verbunden sind, der diesen Konflikt voraussieht, und die den Ruf von Philhellenen, also Verehrern der griechischen Kultur, besitzen. Unmittelbar nach den Wahlen erklären die Römer den Krieg. Durch das Los erhält Glabrio das Kommando im Osten. Im Mai setzt er von Brundisium aus mit einer Armee nach dem Balkan über, die 20'000 Fußsoldaten, 2000 Reiter und 15 Elefanten umfasst. Im Stab des Konsuls dienen der Bruder, der Sohn und der spätere Kollege des Scipio Africanus im zweiten Konsulat, ferner Titus und Lucius Quinctius Flamininus sowie die Führer der dem Haus der Scipionen feindlichen „Partei“, Lucius Valerius Flaccus und Marcus Porcius Cato. Gemeinsam mit den Makedonen erzwingt Glabrio die Übergabe einer Reihe thessalischer Städte. Den weiteren Marsch nach Süden versperren ihm Antiochos und die Ätolier, die die Thermopylen besetzen. Über Nebenwege schickt Manius Acilius zwei Abteilungen in den Rücken des Feindes, die von Cato und Flaccus befehligt werden, während er selbst einen Frontalangriff unternimmt. Im entscheidenden Moment sehen die Soldaten des Antiochos den herannahenden Trupp Catos und ergreifen die Flucht. Nach Livius bleiben von der gesamten Armee des Antiochos nicht mehr als fünfhundert Mann am Leben. Antiochos erkennt, dass der Krieg auf dem Balkan verloren ist, und segelt bald nach Ephesos. Glabrio zwingt daraufhin ohne Kampf alle Gemeinden Phokis, Boiotiens und Euboias zur Unterwerfung. Er begegnet den Besiegten milde, ausgenommen die Bewohner der Stadt Koroneia, die eine Statue des Antiochos im Heiligtum der Minerva aufstellen, und er „erwirbt sich durch seine Mäßigung nach dem Sieg mehr Lob als durch den Sieg selbst“. Da sich Cato in der Schlacht bei den Thermopylen besonders auszeichnet, sieht sich Glabrio gezwungen, gerade ihn mit der Siegesbotschaft nach Rom zu entsenden, obwohl persönliche Abneigung und die Zugehörigkeit zu verschiedenen politischen Gruppierungen dagegen sprechen. Manius Acilius verschiebt jedoch Catos Abreise um zwei Tage und schickt unmittelbar nach der Schlacht zuerst Lucius Cornelius Scipio nach Rom, um den Namen eines Cornelius mit einem weiteren Erfolg der römischen Waffen zu verbinden. Diese List bleibt ohne Erfolg: Marcus Porcius Cato kann Scipio überholen und trifft als Erster in Rom ein. Lucius Cornelius betritt den Senat, als Cato bereits von dem errungenen Sieg berichtet. Vor der Volksversammlung treten die Abgesandten Glabrios gemeinsam auf. Die Ätolier kapitulieren nach der Niederlage und der Flucht des Antiochos nicht, sodass der Krieg weitergeht. Manius Acilius belagert Herakleia an der Eta und nimmt die Stadt nach 24 Tagen ununterbrochener Kämpfe im Sturm. Danach verlegt er die Kampfhandlungen nach Ätolien im engeren Sinne und beginnt die Belagerung der Stadt Naupaktos. „Es läuft darauf hinaus, dass mit einer gewaltsamen Einnahme von Naupaktos das gesamte äto­lische Volk seinem Ende entgegengeht.“ Nach zweimonatiger Belagerung erreicht Titus Quinctius Flamininus, der den Griechen wohlgesinnt ist, den Abschluss eines Waffenstillstands und die Entsendung äto­lischer Gesandter nach Rom.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Lucius_Cornelius_Scipio_Asiaticus_(Konsul_190_v._Chr.) Lucius Cornelius Scipio (später Asiaticus)] <br />Lucius Cornelius nimmt am Feldzug des plebejischen Konsuls Manius Acilius Glabrio gegen Antiochos III. auf dem Balkan teil. Er gehört zum Stab des Oberbefehlshabers zusammen mit den Konsularen Lucius Valerius Flaccus, Marcus Porcius Cato, Tiberius Sempronius Longus und Titus Quinctius Flamininus. Glabrio gehört der „Scipionen‑Partei“ an und sendet daher nach der Schlacht bei den Thermopylen, in der die Römer Antiochos schlagen und ihn zum Rückzug aus Griechenland zwingen, gerade Lucius Cornelius mit der Siegesbotschaft nach Rom, um den Namen eines Scipio mit diesem Erfolg zu verbinden. Wegen seiner „Langsamkeit“ wird Scipio jedoch von Cato überholt. Lucius betritt den Senat, als Marcus Porcius bereits über die Vorgänge im Kriegsgebiet berichtet. Vor der Volksversammlung treten die Gesandten des Glabrio schließlich gemeinsam auf. Die russische Forscherin T. Bobrovnikova ist der Ansicht, dass Manius Acilius nur einen Boten, nämlich Scipio, entsendet, doch nennt Livius Cato ausdrücklich als offiziellen Gesandten, während Plutarch Lucius Cornelius überhaupt nicht erwähnt. Nach der Auffassung von V. Kwashnin kann Glabrio Cato wegen seiner Verdienste in diesem Feldzug nicht von der Gesandtschaft ausschließen und verschiebt daher nur dessen Abreise um einige Tage, um Scipio einen Vorsprung zu geben; dennoch gelingt es Cato, seinen Rivalen zu überholen. In dieser Zeit wird Lucius Cornelius im Elogium als Inhaber der Ämter eines Militärtribuns und eines Quästors erwähnt, ohne dass ihre genauen Daten überliefert sind.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gaius_Laelius_(Konsul_190_v._Chr.) Gaius Laelius] <br />Mit Beginn des großen Krieges gegen den neuen mächtigen Gegner Antiochos III. benötigt Rom Scipio Africanus erneut. Auf den Konsulwahlen des Jahres 191 siegen daher Lucius Cornelius Scipio, der jüngere Bruder Scipios, und Gaius Laelius. Beide Konsuln beanspruchen Griechenland als Provinz, und ausschlaggebend wird das Versprechen Scipios Africanus, als Legat bei seinem Bruder zu dienen. Es existieren drei Versionen des weiteren Ablaufs. Nach Livius, der Laelius eine stärkere Unterstützung im Senat zuschreibt, schlägt dieser vor, auf die Losung zu verzichten und die Entscheidung dem Senat zu überlassen; als Publius Scipio daraufhin seine Erklärung abgibt, entscheidet der Senat zugunsten der Brüder. Nach Valerius Maximus wird jedoch gelost, und das begehrte Los fällt an Laelius, doch Scipio Africanus, obwohl eng mit Laelius verbunden, gibt sein Versprechen, um den Senat zu bewegen, Griechenland seinem Freund zu entziehen und dem Bruder zuzusprechen. Nach einer von Ciceros Philippiken verfällt der Losentscheid auf Lucius, aber im Senat regt sich Widerstand gegen diese Ernennung, da Lucius Scipio als wenig befähigt gilt; erst dann hält Publius seine Rede, um die Familie vor dieser Schmach zu bewahren. In der Forschung werden diese Nachrichten bezweifelt, da Laelius all seine Erfolge dem Patronat Scipios verdankt, im Senat kaum eine eigenständige Machtbasis besitzen kann und seine enge Freundschaft mit Scipio nie in Frage steht. Möglich ist, dass er einfach zugunsten seines Kollegen auf Griechenland verzichtet. Laelius bleibt in Italien. Während seines Konsulats befasst er sich mit gallischen Angelegenheiten, wirbt neue Siedler für Cremona und Placentia gemäß einem Senatsbeschluss an und setzt einen Beschluss über zwei neue Kolonien im Land der Boier durch. Seine Vollmachten in Gallien werden auf das folgende Jahr ausgedehnt.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gnaeus_Domitius_Ahenobarbus_(Konsul_192_v._Chr.) Prokonsul Gnaeus Domitius Ahenobarbus] <br />Im Jahr nach seinem Konsulat hält Gnaeus Domitius sich weiterhin in der Cisalpinischen Gallia auf und übt dort als Prokonsul sein Kommando aus, während er in Oberitalien gegen die Boier kämpft.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Lucius_Aemilius_Paullus_Macedonicus Prätor Lucius Aemilius Paullus Macedonicus] <br />Paullus wird zum Prätor gewählt. Danach geht er in die hispanischen Provinzen und kämpft dort von 191 bis 189 mit wechselndem Erfolg gegen die Lusitaner. Im selben Zeitraum wird er auch als Statthalter der Weiteren Spanien beschrieben.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gaius_Livius_Salinator Prätor Gaius Livius Salinator (2. Amtszeit)] <br />Gaius Livius Salinator wird zum zweiten Mal Prätor. In diesem Amt führt er den Oberbefehl über die römische Flotte im Krieg gegen Antiochos III. und den Ätolischen Bund. Er unterwirft die Inseln Kephallenia und Zakynthos, bindet Schiffe Pergamons in seine Flotte ein, zieht mit diesen Kräften an die Küste Kleinasiens und schlägt dort die Flotte des Antiochos unter Polyxenidas. Danach organisiert er nach dem Überwintern in Phokaia die Überfahrt der römischen Armee unter Lucius Cornelius Scipio über den Hellespont. In den Angaben des Textes steht dieses Jahr auch im Zusammenhang mit seiner zweiten Prätur und seiner Tätigkeit als Flottenführer im Krieg gegen Antiochos.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Baebius_Tamphilus Proprätor Marcus Baebius Tamphilus] <br />Marcus Baebius Tamphilus leitet zu Beginn des Römisch-Syrischen Krieges als Proprätor die Befreiung Thessaliens, das von seleukidischen Truppen besetzt ist. Im Winter 191 verhandelt er in Dassaretis mit Philipp V. von Makedonien. Er einigt sich darauf, dass Philipp alle Gebiete behalten soll, die er von den Aitoliern und ihren Verbündeten erobert, und Baebius selbst besetzt die strategisch gelegene thessalische Stadt Larisa rechtzeitig, um ihre Eroberung durch Antiochus zu verhindern. Vor der Ankunft des neuen Konsuls Manius Acilius Glabrio im April führen Philipp und Baebius in Thessalien sehr schnelle Operationen durch, durch die die meisten im Vorjahr verlorenen Städte zurückgewonnen werden. Der Feldzug des Antiochus endet mit einer Niederlage bei Thermopylai; er muss Griechenland verlassen und nach Ephesos zurückkehren.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Lucius_Valerius_Flaccus_(Konsul_195_v._Chr.) Legat Lucius Valerius Flaccus] <br />Flaccus dient als Legat unter Manius Acilius Glabrio im Krieg gegen die Aitolier und nimmt an der Schlacht bei den Thermopylen teil.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Appius_Claudius_Pulcher_(Konsul_185_v._Chr.) Appius Claudius Pulcher] <br />Appius Claudius Pulcher befindet sich weiterhin auf dem Balkan. Er führt die römische Vorhut gegen König Antiochos III. nach Thessalien und bewirkt durch eine Täuschung, dass Larissa von der Belagerung durch Antiochos befreit wird. Danach nimmt er an der Belagerung von Herakleia teil.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Tempel_der_Magna_Mater '''Tempel der Magna Mater (Rom)'''] <br />0411D: Auf dem Palatinhügel wird in Rom der Magna-Mater-Tempel geweiht.
*Rom gliedert den Norden Italiens an das Reich an.
*Rom gliedert den Norden Italiens an das Reich an.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Tempel_der_Magna_Mater '''Tempel der Magna Mater (Rom)'''] <br />0411D: Auf dem Palatinhügel wird in Rom der Magna-Mater-Tempel geweiht.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Keltiberischer_Krieg Erster Keltiberischer Krieg (193-178)] <br />191–189: Lucius Aemilius Paullus bekämpft weitere Aufstände im Süden der Iberischen Halbinsel und setzt die römische Herrschaft durch
*[[-190#RÖMISCHE_REPUBLIK | Fortsetzung 190]]
*[[-190#RÖMISCHE_REPUBLIK | Fortsetzung 190]] [[Kategorie:Römische Republik]]
 
==GRIECHEN==
(1./2. Jahr der 147. Olympiade)


'''Illyrien'''
==ILLYRER==


*[https://en.wikipedia.org/wiki/Pleuratus_III König Pleuratos III. (205-181)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Pleuratus_III König Pleuratos III. (205-181)] <br />


*'''196:''' Belohnung durch die Römer: Erhalt der strategisch wichtigen Region Lynkestis sowie Kontrolle über die Parthiner und weitere Städte in Illyrien, die zuvor von Makedonien beherrscht wurden [[-189#GRIECHEN | Fortsetzung 189]]
==GRIECHEN==
*'''197:''' Beteiligung am Zweiten Makedonischen Krieg auf Seiten der Römer, allerdings mit geringem militärischem Einfluss im Vergleich zu Bato
(1./2. Jahr der 147. Olympiade)
*'''199:''' Gemeinsamer Einfall mit Bato von Dardania in makedonisches Gebiet
*'''200:''' Pleuratos bietet den Römern militärische Unterstützung gegen Makedonien an, die jedoch zunächst abgelehnt wird
*'''205:''' Pleuratos III. wird als Partei im Vertrag von Phoinike genannt. Beginn der Alleinherrschaft nach dem Tod oder Rücktritt seines Vaters
*'''206:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Scerdilaidas König Scerdilaidas (218–206)]
*'''Vor 205:''' Möglicherweise Mitregent mit seinem Vater Scerdilaidas. Vorbereitung auf die Alleinherrschaft im ardäischen Staat


'''Makedonien'''
'''Makedonien'''
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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_V._(Makedonien) König Philipp V. (221–179)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_V._(Makedonien) König Philipp V. (221–179)] <br />


*'''196:''' Römische Freiheitserklärung für Griechenland durch Flamininus, Ende der makedonischen Hegemonie in Griechenland. Philipp wird gezwungenermaßen Verbündeter Roms, beteiligt sich an Kriegen gegen den Ätolischen Bund und Antiochos III., kann seine Stellung im östlichen Balkanraum jedoch teilweise konsolidieren [[-181#GRIECHEN | Fortsetzung 181]]
'''Bosporanisches Reich'''
*'''197:''' Niederlage Philipps in der Schlacht bei Kynoskephalai gegen Rom unter Titus Quinctius Flamininus. Im anschließenden Frieden muss Philipp seine Flotte, wichtige Stützpunkte und die Hegemonie über Griechenland aufgeben. Er darf nicht mehr in Griechenland expandieren
 
*'''200–197:''' Zweiter Makedonischer Krieg: Nach Hilfsgesuchen von Pergamon, Rhodos und Athen an Rom kommt es zum Krieg.
*[http://fr.wikipedia.org/wiki/Spartocos_V König Spartokos V. (um 200-180)]
*'''201:''' Höhepunkt der makedonischen Seepolitik: Philipp versucht, mit einer großen Flotte die Vorherrschaft in der Ägäis auszubauen und Gebiete auf Kosten des Ptolemäerreiches zu gewinnen
*'''205:''' Friede von Phoinike mit Rom – Status quo wird anerkannt, Makedonien bleibt weitgehend ungeschwäch
*'''215–205:''' Erster Makedonischer Krieg: Philipp verbündet sich mit Hannibal während des Zweiten Punischen Kriegs gegen Rom, um Gebietsgewinne in Illyrien zu erzielen
*'''220–217:''' Bundesgenossenkrieg (Sozialkrieg): Philipp verteidigt erfolgreich die makedonische Hegemonie in Griechenland gegen verschiedene griechische Mittelmächte
*'''221:''' Philipp V. wird nach dem Tod seines Stiefvaters und Großonkels Antigonos III. Doson König von Makedonien
*'''221:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Antigonos_III._Doson König Antigonos III. Doson (229–221)]
*'''238:''' Geburt Philipps V. aus dem Haus der Antigoniden, Sohn von Demetrios II. und Chryseis


'''Pergamon'''
'''Pergamon'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Eumenes_II. König Eumenes II. (197–158)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Eumenes_II. König Eumenes II. (197–158)] <br />
*Beim nächsten Eintrag: [[-182#GRIECHEN | Fortsetzung 182]]


'''Pontos'''
'''Pontos'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Mithridates_III._(Pontos) König Mithridates III. (220–185)]
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Mithridates_III._(Pontos) König Mithridates III. (220–185)]
*'''220:''' Mithridates III. ist der vierte König von Pontos. Seine Existenz und Regierungszeit sind in den klassischen literarischen Quellen nicht direkt belegt, sondern werden erst aus numismatischen Funden und Hinweisen bei Plutarch und Appian erschlossen. Er ist der erste König von Pontos, der Münzen mit seinem eigenen Bildnis prägen lässt. Es ist unklar, ob er oder bereits sein Vorgänger einen erfolglosen Versuch zur Einnahme der Stadt Sinope unterommen hat (um 220). Die genaue Datierung seiner Herrschaft schwankt in der Forschung zwischen 220–185 und 210–190. [[-185#GRIECHEN | Fortsetzung 185]]
*'''220:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Mithridates_II._(Pontos) König König Mithridates II. (256/250–220)]


'''Bithynien'''
'''Bithynien'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Prusias_I. König Prusias I. (228–182)] <br />Als die Römer gegen den Seleukiden-König Antiochos III. kämpfen, verhält sich Prusias neutral. Führende Vertreter der bedeutenden römischen Patrizierfamilie der Scipionen garantieren ihm nämlich die Wahrung seines Besitzstandes.  
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Prusias_I. König Prusias I. (228–182)] <br />Als die Römer gegen den Seleukiden-König Antiochos III. kämpfen, verhält sich Prusias neutral. Führende Vertreter der bedeutenden römischen Patrizierfamilie der Scipionen garantieren ihm nämlich die Wahrung seines Besitzstandes.  
*[[-189#GRIECHEN | Fortsetzung 189]]
*[[-189#GRIECHEN | Fortsetzung 189]] [[Kategorie:Bithynien]]
 
*'''202:''' Philipp V. überlässt Prusias die Hafenstädte Kios und Myrleia, die in Prusias ad Mare und Apameia umbenannt werden [[-190#GRIECHEN | Fortsetzung 190]]
*'''215:''' Während des Ersten makedonisch-römischen Kriegs ist Prusias mit König Philipp V. gegen Pergamon verbündet. Er erweitert das Gebiet Bithyniens in einer Serie von Kriegen gegen den pergamenischen König Attalos I. und gegen Herakleia Pontike am Schwarzen Meer.
*'''216:''' Sieg über die Aigosagen (keltischer Stamm)
*'''220:''' Krieg gegen Byzantion; Eroberung und später Rückgabe asiatischer Gebiete
*'''227:''' Unterstützung für Rhodos nach einem Erdbeben
*'''228:''' Thronbesteigung als Nachfolger seines Vaters Ziaela; im Verlauf seiner Regierung heiratet er Apame III., die Tochter von Demetrios II. von Makedonien und festigt damit die Allianz mit Makedonien.
*'''228:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Ziaelas König Ziaelas (254–228)]


'''Kappadokien'''
'''Kappadokien'''
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*[http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6misch-Syrischer_Krieg Römisch-Syrischer Krieg (192-188)] <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_den_Thermopylen_(R%C3%B6mer) '''Schlacht bei den Thermopylen'''] <br />Die Römer schlagen im Römisch-Syrischen Krieg bei den Thermopylen den Seleukidenkönig Antiochos III. den Großen vernichtend. Antiochos muss alle militärischen Stützpunkte in Griechenland aufgeben.  
*[http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6misch-Syrischer_Krieg Römisch-Syrischer Krieg (192-188)] <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_den_Thermopylen_(R%C3%B6mer) '''Schlacht bei den Thermopylen'''] <br />Die Römer schlagen im Römisch-Syrischen Krieg bei den Thermopylen den Seleukidenkönig Antiochos III. den Großen vernichtend. Antiochos muss alle militärischen Stützpunkte in Griechenland aufgeben.  
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ptolemaios_(Kommagene) Satrap Ptolemaios (Kommagene, 201-163)]
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ptolemaios_(Kommagene) Satrap Ptolemaios (Kommagene, 201-163)]
*[[-190#GRIECHEN | Fortsetzung 190]]
*[[-190#GRIECHEN | Fortsetzung 190]] [[Kategorie:Seleukidenreich]]
 
*'''192–188:''' Krieg gegen Rom (Römisch-Syrischer Krieg): 192 Einmarsch in Griechenland [[-191#GRIECHEN | Fortsetzung 191]]
*'''196–191:''' Seleukos IV. wird Statthalter (Vizekönig) seines Vaters in Thrakien; Wiederaufbau von Lysimacheia als Verwaltungszentrum
*'''196:''' Besetzung Thrakiens und Überquerung des Hellesponts
*'''202–198:''' Fünfter Syrischer Krieg: Antiochos III. erobert Phönizien und Palästina; Sieg in der Schlacht am Panion (200 v. Chr.)
*'''203:''' Bündnis mit Philipp V. von Makedonien zur Aufteilung der ptolemäischen Besitzungen
*'''206:''' Anerkennung der Unabhängigkeit des Greko-Baktrischen Königreichs; Rückkehr nach Westen
*'''212–206:''' Ostfeldzug: Antiochos III. unterwirft Armenien, Parthien, Medien und Baktrien, dringt bis Indien vor. Er nimmt den persischen Titel "Großkönig" an
*'''213:''' Besiegt und tötet den Gegenkönig Achaios in Kleinasien
*'''ca. 218–217:''' Geburt von Seleukos IV. Philopator, Sohn des Antiochos III. und der Laodike von Pontos
*'''221–217:''' Vierter Syrischer Krieg gegen Ägypten (Ptolemäerreich); Niederlage in der Schlacht bei Raphia (217 v. Chr.) gegen Ptolemaios IV.
*'''222–220:''' Niederschlagung der Revolte der Satrapen Molon (Media) und Alexander (Persis)
*'''223:''' Thronbesteigung von Antiochos III. nach der Ermordung seines Bruders Seleukos III.
*'''223:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Seleukos_III. König Seleukos III. (226–223)]
*'''242:''' Geburt des Antiochos III., Sohn von Seleukos II. Kallinikos


'''Griechisch-Baktrisches Königreich'''
'''Griechisch-Baktrisches Königreich'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Demetrios_I._(Baktrien) König Demetrios I. (200–182)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Demetrios_I._(Baktrien) König Demetrios I. (200–182)] <br />
*'''um 200:''' Demetrios I. wird König von Baktrien nach dem Tod seines Vaters Euthydemos [[-190#GRIECHEN | Fortsetzung 190]]
*'''um 200:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Euthydemos_I. König Euthydemos I. (235–200)]


'''Ägypten'''
'''Ägypten'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ptolemaios_V. König Ptolemaios V. (205-180)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ptolemaios_V. König Ptolemaios V. (204-180)] <br />
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kleopatra_I. Königin Kleopatra I. (193-180)] <br />
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kleopatra_I. Königin Kleopatra I. (193-180)] <br />
 
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Anchwennefer König Anchwennefer (199-186)] <br />Rückeroberung von Theben durch die ptolemäische Armee, Rückzug der Rebellen weiter nach Süden
*'''193:''' Kleopatra I. heiratet Ptolemaios V., den König von Ägypten aus der Dynastie der Ptolemäer. Seit ihrer Hochzeit wird sie in den ptolemäischen Königskult aufgenommen und erhält verschiedene Ehrentitel, darunter theá Epiphanes („erschienene Göttin“) [[-186#GRIECHEN | Fortsetzung 186]]
*[[-190#GRIECHEN | Fortsetzung 190]] [[Kategorie:Aegypten]]
*'''194/193:''' Ptolemaios V. heiratet Kleopatra I., Tochter von Antiochos III. (Seleukiden)
*'''196:''' Ptolemaios V. erlässt das Dekrets von Memphis (Rosetta-Stein, 23. März/3. April)
*'''197:''' Ptolemaios V. wird offiziell zum Pharao in Memphis gekrönt (23. Nov./3. Dez.)
*'''202–196 :'''Fünfter Syrischer Krieg gegen das Seleukidenreich; Verlust von Koilesyrie
*'''204–197:''' Regentschaft durch verschiedene Höflinge und Minister; politische Instabilität
*'''204:''' Tod von Ptolemaios IV.; Ptolemaios V. wird als Kind König von Ägypten
*'''Um 204:''' Kleopatra I. wird als Tochter des Seleukidenkönigs Antiochos III. und der Laodike geboren
*'''206–185:''' Großer Aufstand in Ober- und Unterägypten unter Horwennefer und Ankhwennefer
*'''210:''' 1006D Ptolemaios V. wird als Sohn von Ptolemaios IV. und Arsinoë III. geboren


==IBERIA==
==IBERIA==
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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Arsakes_II. Großkönig Arsakes II. (217–185)]
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Arsakes_II. Großkönig Arsakes II. (217–185)]
*'''um 192–188:''' Nach der Niederlage der Seleukiden gegen Rom (Syrischer Krieg) ergibt sich für Parthien erneut die Chance auf Unabhängigkeit. [[-188#PARTHERREICH | Fortsetzung 188]]
*'''209:''' Niederlage gegen Antiochos III. (Seleukiden); Parthien wird von den Seleukiden zurückerobert, Hauptstadt Hekatompylos besetzt. Nach 209: Arsakes II. akzeptiert feudale Abhängigkeit von den Seleukiden und regiert Parthien und Hyrkanien als Vasall.
*'''um 217:''' Thronbesteigung als Nachfolger seines Vaters Arsakes I.
*'''um 217:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Arsakes_I. Großkönig Arsakes I. (247–217)]


==MASSYLIER==
==MASSYLIER==
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*[http://en.wikipedia.org/wiki/Shatadhanvan König Shatadhanvan (195–187)]
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Shatadhanvan König Shatadhanvan (195–187)]
*'''195:''' Während Shatadhanvans Regierungszeit ist das Mauryareich bereits stark geschwächt. Viele Randgebiete wie der Nordwesten (Gandhara, Punjab) und der Dekkan haben sich abgespalten oder sind von äußeren Mächten erobert worden. Die Macht des Königs beschränkt sich weitgehend auf das Kerngebiet um Pataliputra (später Patna). Die zuvor zentralisierte Verwaltung ist zerfallen. Regionale Statthalter agieren zunehmend unabhängig, was die Durchsetzung von Reformen und die Kontrolle über die Provinzen erschwert. Shatadhanvan versucht, die Zentralgewalt wiederherzustellen und wirtschaftliche Reformen einzuleiten (z. B. Steuerreformen, Förderung der Landwirtschaft), hat damit aber nur begrenzten Erfolg. Während seiner Herrschaft verliert das Reich weitere Gebiete und Einfluss. Die wirtschaftliche Situation verschlechtert sich weiter, was die Stabilität des Reiches zusätzlich schwächt.
*'''195:''' [http://en.wikipedia.org/wiki/Devavarman_(Maurya) König Devavarman (202–195)] [[-187#INDIEN | Fortsetzung 187]]


'''Anuradhapura'''
'''Anuradhapura'''
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*[http://en.wikipedia.org/wiki/Zhao_Tuo König Zhao Tuo (203–137)]
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Zhao_Tuo König Zhao Tuo (203–137)]
==XIONGNU==
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Modu_Chanyu Chanyu Mao-tun (209-174)] <br />


==CHINA==
==CHINA==
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*[https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BC_Zhi Regentin Lü Zhi (195-180)] <br />
*[https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BC_Zhi Regentin Lü Zhi (195-180)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Han_Huidi Kaiser Han Huidi (195–188)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Han_Huidi Kaiser Han Huidi (195–188)] <br />
*'''194:''' Lü Zhi: Ermordung der Konkubine Qi und ihres Sohnes Prinz Ruyi, um die Thronfolge ihres eigenen Sohnes zu sichern *[[-188#CHINA | Fortsetzung 188]]
*'''195:''' Tod von Kaiser Gaozu; sein Sohn Liu Ying wird als Kaiser Hui eingesetzt, Lü Zhi (bisher von 202-195 Kaiserin) wird Kaiserinwitwe (Empress Dowager) und De-facto-Regentin: Übernahme der Regierungsgeschäfte, da Kaiser Hui schwach und zurückgezogen ist. Förderung der Landwirtschaft und wirtschaftliche Erholung nach den Wirren der Streitenden Reiche. Strenge, aber effiziente Verwaltung, die von Zeitgenossen und Nachwelt sowohl für ihre Grausamkeit als auch für ihre Regierungsfähigkeit anerkannt wird.
*'''196:''' Nach einem Aufstand wird Liu Heng zum Prinzen von Dai ernannt
*'''202–195:''' Lü Zhi: Zeit als Kaiserin (202–195): Liu Bang proklamiert sich zum Kaiser der Han-Dynastie; Lü Zhi wird Kaiserin. Verwaltung der Hauptstadt Chang’an und der Kernlande während Abwesenheit des Kaisers; Aufbau eines starken Netzwerks unter den Beamten. Beteiligung an der Beseitigung politischer Rivalen wie Han Xin und Peng Yue zur Sicherung der Macht der Liu-Familie
*'''202:''' Geburt von Liu Heng, fünfter Sohn von Kaiser Gaozu (Liu Bang), dem Gründer der Han-Dynastie, und der Konkubine Bo
*'''210:''' Geburt von Liu Ying, dem späteren Kaiser Han Huidi, als Sohn von Kaiser Han Gaozu (Liu Bang) und Kaiserin Lü Zhi


==JAPAN==
==JAPAN==

Aktuelle Version vom 25. April 2026, 08:14 Uhr

-194 | -193 | -192 | -191 | -190 | -189 | -188

RÖMISCHE REPUBLIK

(ab urbe condita DLXIII = 563)

  • Konsul Publius Cornelius Scipio Nasica
    Nach 192 wiederholt Publius Cornelius seinen Versuch und gewinnt diesmal zusammen mit Manius Acilius Glabrio, der ebenfalls zur „Partei“ der Scipionen gehört, das Konsulat. In der Forschung wird dies auf die drohende Kriegsgefahr mit Antiochos III. zurückgeführt, die die Stellung Scipio Africanus’ stärkt. Zu Beginn des Konsulatsjahres richtet Nasica an die Volksversammlung die Anfrage, ob man Antiochos den Krieg erklären solle. Nach der bejahenden Antwort losen die Konsuln über die Provinzen: Glabrio erhält Griechenland, Publius Cornelius Italien. Bevor Nasica nach Norden aufbricht, um gegen das gallische Volk der Boier zu kämpfen, will er sein Gelübde wegen der Jupiter-Spiele erfüllen und fordert vom Senat Geld, doch die „Väter“ halten diese Forderung für „unerhört und ungerecht“ und schlagen vor, die Spiele aus der Kriegsbeute oder auf eigene Kosten zu finanzieren. Dieser Vorfall kann auf Unmut im Senat über die übermäßigen Ansprüche der Scipionen und auf den Wunsch hinweisen, den Umgang der Feldherren mit der im Krieg erbeuteten Beute zu ordnen. Nach den Spielen zieht Nazica gegen die Gallier und siegt in einer großen Schlacht vollständig. Valerius Antias berichtet, dass 28'000 Boier getötet werden, was als offensichtliche Übertreibung gilt, doch ist bekannt, dass die Gallier dem Konsul Geiseln stellen und auf fast die Hälfte ihres Landes verzichten. Nach seiner Rückkehr nach Rom fordert Nasica einen Triumph, trifft aber auf Widerstand des Volkstribunen Publius Sempronius Blaesus, der vorschlägt, der Feldherr möge zuerst auch den Krieg in Ligurien beenden. Publius Cornelius erhält dennoch den ersehnten Triumph und reist danach mit prokonsularischer Vollmacht erneut nach Gallien.
  • Konsul Manius Acilius Glabrio
    Im Jahr nach der erfolglosen Bewerbung von 193 tritt Manius Acilius Glabrio erneut zur Konsulatswahl an und wird diesmal gewählt. Sein Kollege ist der Patrizier Publius Cornelius Scipio Nasica. In der Geschichtsschreibung gilt ihre Wahl als Folge des Beginns des Syrischen Krieges. In dieser Situation wählen die Römer Konsuln, die mit Scipio Africanus verbunden sind, der diesen Konflikt voraussieht, und die den Ruf von Philhellenen, also Verehrern der griechischen Kultur, besitzen. Unmittelbar nach den Wahlen erklären die Römer den Krieg. Durch das Los erhält Glabrio das Kommando im Osten. Im Mai setzt er von Brundisium aus mit einer Armee nach dem Balkan über, die 20'000 Fußsoldaten, 2000 Reiter und 15 Elefanten umfasst. Im Stab des Konsuls dienen der Bruder, der Sohn und der spätere Kollege des Scipio Africanus im zweiten Konsulat, ferner Titus und Lucius Quinctius Flamininus sowie die Führer der dem Haus der Scipionen feindlichen „Partei“, Lucius Valerius Flaccus und Marcus Porcius Cato. Gemeinsam mit den Makedonen erzwingt Glabrio die Übergabe einer Reihe thessalischer Städte. Den weiteren Marsch nach Süden versperren ihm Antiochos und die Ätolier, die die Thermopylen besetzen. Über Nebenwege schickt Manius Acilius zwei Abteilungen in den Rücken des Feindes, die von Cato und Flaccus befehligt werden, während er selbst einen Frontalangriff unternimmt. Im entscheidenden Moment sehen die Soldaten des Antiochos den herannahenden Trupp Catos und ergreifen die Flucht. Nach Livius bleiben von der gesamten Armee des Antiochos nicht mehr als fünfhundert Mann am Leben. Antiochos erkennt, dass der Krieg auf dem Balkan verloren ist, und segelt bald nach Ephesos. Glabrio zwingt daraufhin ohne Kampf alle Gemeinden Phokis, Boiotiens und Euboias zur Unterwerfung. Er begegnet den Besiegten milde, ausgenommen die Bewohner der Stadt Koroneia, die eine Statue des Antiochos im Heiligtum der Minerva aufstellen, und er „erwirbt sich durch seine Mäßigung nach dem Sieg mehr Lob als durch den Sieg selbst“. Da sich Cato in der Schlacht bei den Thermopylen besonders auszeichnet, sieht sich Glabrio gezwungen, gerade ihn mit der Siegesbotschaft nach Rom zu entsenden, obwohl persönliche Abneigung und die Zugehörigkeit zu verschiedenen politischen Gruppierungen dagegen sprechen. Manius Acilius verschiebt jedoch Catos Abreise um zwei Tage und schickt unmittelbar nach der Schlacht zuerst Lucius Cornelius Scipio nach Rom, um den Namen eines Cornelius mit einem weiteren Erfolg der römischen Waffen zu verbinden. Diese List bleibt ohne Erfolg: Marcus Porcius Cato kann Scipio überholen und trifft als Erster in Rom ein. Lucius Cornelius betritt den Senat, als Cato bereits von dem errungenen Sieg berichtet. Vor der Volksversammlung treten die Abgesandten Glabrios gemeinsam auf. Die Ätolier kapitulieren nach der Niederlage und der Flucht des Antiochos nicht, sodass der Krieg weitergeht. Manius Acilius belagert Herakleia an der Eta und nimmt die Stadt nach 24 Tagen ununterbrochener Kämpfe im Sturm. Danach verlegt er die Kampfhandlungen nach Ätolien im engeren Sinne und beginnt die Belagerung der Stadt Naupaktos. „Es läuft darauf hinaus, dass mit einer gewaltsamen Einnahme von Naupaktos das gesamte äto­lische Volk seinem Ende entgegengeht.“ Nach zweimonatiger Belagerung erreicht Titus Quinctius Flamininus, der den Griechen wohlgesinnt ist, den Abschluss eines Waffenstillstands und die Entsendung äto­lischer Gesandter nach Rom.
  • Lucius Cornelius Scipio (später Asiaticus)
    Lucius Cornelius nimmt am Feldzug des plebejischen Konsuls Manius Acilius Glabrio gegen Antiochos III. auf dem Balkan teil. Er gehört zum Stab des Oberbefehlshabers zusammen mit den Konsularen Lucius Valerius Flaccus, Marcus Porcius Cato, Tiberius Sempronius Longus und Titus Quinctius Flamininus. Glabrio gehört der „Scipionen‑Partei“ an und sendet daher nach der Schlacht bei den Thermopylen, in der die Römer Antiochos schlagen und ihn zum Rückzug aus Griechenland zwingen, gerade Lucius Cornelius mit der Siegesbotschaft nach Rom, um den Namen eines Scipio mit diesem Erfolg zu verbinden. Wegen seiner „Langsamkeit“ wird Scipio jedoch von Cato überholt. Lucius betritt den Senat, als Marcus Porcius bereits über die Vorgänge im Kriegsgebiet berichtet. Vor der Volksversammlung treten die Gesandten des Glabrio schließlich gemeinsam auf. Die russische Forscherin T. Bobrovnikova ist der Ansicht, dass Manius Acilius nur einen Boten, nämlich Scipio, entsendet, doch nennt Livius Cato ausdrücklich als offiziellen Gesandten, während Plutarch Lucius Cornelius überhaupt nicht erwähnt. Nach der Auffassung von V. Kwashnin kann Glabrio Cato wegen seiner Verdienste in diesem Feldzug nicht von der Gesandtschaft ausschließen und verschiebt daher nur dessen Abreise um einige Tage, um Scipio einen Vorsprung zu geben; dennoch gelingt es Cato, seinen Rivalen zu überholen. In dieser Zeit wird Lucius Cornelius im Elogium als Inhaber der Ämter eines Militärtribuns und eines Quästors erwähnt, ohne dass ihre genauen Daten überliefert sind.
  • Gaius Laelius
    Mit Beginn des großen Krieges gegen den neuen mächtigen Gegner Antiochos III. benötigt Rom Scipio Africanus erneut. Auf den Konsulwahlen des Jahres 191 siegen daher Lucius Cornelius Scipio, der jüngere Bruder Scipios, und Gaius Laelius. Beide Konsuln beanspruchen Griechenland als Provinz, und ausschlaggebend wird das Versprechen Scipios Africanus, als Legat bei seinem Bruder zu dienen. Es existieren drei Versionen des weiteren Ablaufs. Nach Livius, der Laelius eine stärkere Unterstützung im Senat zuschreibt, schlägt dieser vor, auf die Losung zu verzichten und die Entscheidung dem Senat zu überlassen; als Publius Scipio daraufhin seine Erklärung abgibt, entscheidet der Senat zugunsten der Brüder. Nach Valerius Maximus wird jedoch gelost, und das begehrte Los fällt an Laelius, doch Scipio Africanus, obwohl eng mit Laelius verbunden, gibt sein Versprechen, um den Senat zu bewegen, Griechenland seinem Freund zu entziehen und dem Bruder zuzusprechen. Nach einer von Ciceros Philippiken verfällt der Losentscheid auf Lucius, aber im Senat regt sich Widerstand gegen diese Ernennung, da Lucius Scipio als wenig befähigt gilt; erst dann hält Publius seine Rede, um die Familie vor dieser Schmach zu bewahren. In der Forschung werden diese Nachrichten bezweifelt, da Laelius all seine Erfolge dem Patronat Scipios verdankt, im Senat kaum eine eigenständige Machtbasis besitzen kann und seine enge Freundschaft mit Scipio nie in Frage steht. Möglich ist, dass er einfach zugunsten seines Kollegen auf Griechenland verzichtet. Laelius bleibt in Italien. Während seines Konsulats befasst er sich mit gallischen Angelegenheiten, wirbt neue Siedler für Cremona und Placentia gemäß einem Senatsbeschluss an und setzt einen Beschluss über zwei neue Kolonien im Land der Boier durch. Seine Vollmachten in Gallien werden auf das folgende Jahr ausgedehnt.
  • Prokonsul Gnaeus Domitius Ahenobarbus
    Im Jahr nach seinem Konsulat hält Gnaeus Domitius sich weiterhin in der Cisalpinischen Gallia auf und übt dort als Prokonsul sein Kommando aus, während er in Oberitalien gegen die Boier kämpft.
  • Prätor Lucius Aemilius Paullus Macedonicus
    Paullus wird zum Prätor gewählt. Danach geht er in die hispanischen Provinzen und kämpft dort von 191 bis 189 mit wechselndem Erfolg gegen die Lusitaner. Im selben Zeitraum wird er auch als Statthalter der Weiteren Spanien beschrieben.
  • Prätor Gaius Livius Salinator (2. Amtszeit)
    Gaius Livius Salinator wird zum zweiten Mal Prätor. In diesem Amt führt er den Oberbefehl über die römische Flotte im Krieg gegen Antiochos III. und den Ätolischen Bund. Er unterwirft die Inseln Kephallenia und Zakynthos, bindet Schiffe Pergamons in seine Flotte ein, zieht mit diesen Kräften an die Küste Kleinasiens und schlägt dort die Flotte des Antiochos unter Polyxenidas. Danach organisiert er nach dem Überwintern in Phokaia die Überfahrt der römischen Armee unter Lucius Cornelius Scipio über den Hellespont. In den Angaben des Textes steht dieses Jahr auch im Zusammenhang mit seiner zweiten Prätur und seiner Tätigkeit als Flottenführer im Krieg gegen Antiochos.
  • Proprätor Marcus Baebius Tamphilus
    Marcus Baebius Tamphilus leitet zu Beginn des Römisch-Syrischen Krieges als Proprätor die Befreiung Thessaliens, das von seleukidischen Truppen besetzt ist. Im Winter 191 verhandelt er in Dassaretis mit Philipp V. von Makedonien. Er einigt sich darauf, dass Philipp alle Gebiete behalten soll, die er von den Aitoliern und ihren Verbündeten erobert, und Baebius selbst besetzt die strategisch gelegene thessalische Stadt Larisa rechtzeitig, um ihre Eroberung durch Antiochus zu verhindern. Vor der Ankunft des neuen Konsuls Manius Acilius Glabrio im April führen Philipp und Baebius in Thessalien sehr schnelle Operationen durch, durch die die meisten im Vorjahr verlorenen Städte zurückgewonnen werden. Der Feldzug des Antiochus endet mit einer Niederlage bei Thermopylai; er muss Griechenland verlassen und nach Ephesos zurückkehren.
  • Legat Lucius Valerius Flaccus
    Flaccus dient als Legat unter Manius Acilius Glabrio im Krieg gegen die Aitolier und nimmt an der Schlacht bei den Thermopylen teil.
  • Appius Claudius Pulcher
    Appius Claudius Pulcher befindet sich weiterhin auf dem Balkan. Er führt die römische Vorhut gegen König Antiochos III. nach Thessalien und bewirkt durch eine Täuschung, dass Larissa von der Belagerung durch Antiochos befreit wird. Danach nimmt er an der Belagerung von Herakleia teil.
  • Tempel der Magna Mater (Rom)
    0411D: Auf dem Palatinhügel wird in Rom der Magna-Mater-Tempel geweiht.
  • Rom gliedert den Norden Italiens an das Reich an.
  • Erster Keltiberischer Krieg (193-178)
    191–189: Lucius Aemilius Paullus bekämpft weitere Aufstände im Süden der Iberischen Halbinsel und setzt die römische Herrschaft durch
  • Fortsetzung 190

ILLYRER

GRIECHEN

(1./2. Jahr der 147. Olympiade)

Makedonien

Bosporanisches Reich

Pergamon

Pontos

Bithynien

  • König Prusias I. (228–182)
    Als die Römer gegen den Seleukiden-König Antiochos III. kämpfen, verhält sich Prusias neutral. Führende Vertreter der bedeutenden römischen Patrizierfamilie der Scipionen garantieren ihm nämlich die Wahrung seines Besitzstandes.
  • Fortsetzung 189

Kappadokien

Seleukidenreich

Griechisch-Baktrisches Königreich

Ägypten

IBERIA

PARTHERREICH

(121/122)

MASSYLIER

INDIEN

Maurya-Reich

Anuradhapura

Ruhuna

VIETNAM

Triệu-Dynastie

XIONGNU

CHINA

(41/42. Zyklus - Jahr des Metall-Hundes; am Beginn des Jahres Erde-Hahn)

Han-Dynastie

JAPAN

QUELLEN

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16.04.2021 Artikel eröffnet

07.01.2024 Grundstock erstellt

22.05.2025 Grundstock ergänzt

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