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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Valerius_Laevinus Prokonsul Marcus Valerius Laevinus (Sizilien, 209-206)] <br />Marcus Valerius Laevinus kehrt nach Rom zurück | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Valerius_Laevinus Prokonsul Marcus Valerius Laevinus (Sizilien, 209-206)] <br />Marcus Valerius Laevinus kehrt nach Rom zurück | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Sulpicius_Galba_Maximus Prokonsul Publius Sulpicius Galba Maximus (210-206)] <br /> | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Sulpicius_Galba_Maximus Prokonsul Publius Sulpicius Galba Maximus (210-206)] <br /> | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Cornelius_Scipio_Africanus Publius Cornelius Scipio, später Africanus] <br />Mago ist nach Hasdrubals Abzug nach Italien nun Oberbefehlshaber der karthagischen Streitkräfte in Hispania und nutzt den Winter, um eine neue massive Armee aus 70'000 Infanteristen, 4500 Reitern und 32 Elefanten aufzustellen, die im Frühjahr ostwärts Richtung Cádiz marschiert. Scipio verfügt demgegenüber nur über etwa 45'000 Infanteristen und 3000 Reiter und befindet sich erneut in einer ungünstigen Lage, da die Karthager bei Ilipa eine Anhöhe besetzt halten und die Schlachtordnung bereits formiert ist, wodurch er zunächst defensiv bleibt. Es kommt zu einer mehrtägigen, durch Unterbrechungen geprägten Schlacht, in der Scipio die Müdigkeit und Unordnung im feindlichen Lager ausnutzt, seine Truppen früh in Gefechtsordnung aufstellen lässt und die Karthager zur unvorbereiteten Schlacht zwingt, während seine Reiterei die Flanken angreift und die Elefanten in Panik gerät, sodass diese eigene Truppen niedertrampeln. Am Ende zwingt er Mago zum Rückzug, und nach dem Sieg bei Ilipa ziehen sich die Karthager aus Spanien zurück, während Scipio die verbliebenen Städte unterwirft, abtrünnige Stämme wie Indibilis hart bestraft und sogar eine Meuterei in den eigenen Reihen wegen verspäteter Soldzahlung durch geschicktes Vorgehen beendet. Durch den Erfolg von Ilipa erhält er die strategische Möglichkeit, Karthago nun direkt in Afrika anzugreifen, kehrt aber zunächst nach Rom zurück, wo er sich zum Jahresende im Alter von 31 Jahren für das Konsulat des Jahres 205 wählen lässt. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Punischer_Krieg Zweiter Punischer Krieg (218-201)] <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Ilipa '''Schlacht von Ilipa'''] <br />Sieg des Scipio Africanus in der Schlacht von Ilipa über die Karthager unter Mago Barkas und Hasdrubal sowie ihrem ostnumidischen Verbündeten Massinissa. Die Karthager ziehen das Restheer in ihre Heimat zurück und überlassen die Iberische Halbinsel den Römern. | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Punischer_Krieg Zweiter Punischer Krieg (218-201)] <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Ilipa '''Schlacht von Ilipa'''] <br />Sieg des Scipio Africanus in der Schlacht von Ilipa über die Karthager unter Mago Barkas und Hasdrubal sowie ihrem ostnumidischen Verbündeten Massinissa. Die Karthager ziehen das Restheer in ihre Heimat zurück und überlassen die Iberische Halbinsel den Römern. | ||
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Aktuelle Version vom 17. Februar 2026, 18:19 Uhr
RÖMISCHE REPUBLIK
(ab urbe condita DXLVIII = 548)
- Konsul Lucius Veturius Philo
Veturius wird zum Konsul gewählt und erhält Quintus Caecilius Metellus, mit dem er schon bei der Metaurus-Delegation zusammengearbeitet hat, als Kollegen. Beide Konsuln bekommen Bruttium als Provinz zugeteilt, wo sich Hannibal weiterhin hält und wo noch immer Krieg herrscht. Bevor sie Rom verlassen, verpflichtet der Senat sie, in die verwüstete Provinz dorthin zurückgekehrte Plebejer wieder in ihre Heimatorte einzugliedern und Beschwerden über benachbarte Gallier zu bearbeiten, die in der Kriegswirrnis dort Verwüstungen angerichtet haben. Die Konsuln erlassen einen Edikt, das die Bürger von Cremona und Placentia auffordert, in einer gesetzten Frist in ihre Städte zurückzukehren, und stellen bei ihrer Ankunft im Frühjahr fest, dass viele bereits Heimkehr angetreten haben. Um gallische und karthagertreue Kräfte zu vertreiben, verwüsten sie den Bezirk von Consentia, machen reiche Beute und retten diese trotz eines Hinterhalts durch Bruttier und numidische Speerwerfer auf dem Marsch nach Lukanien, sodass schließlich Lukanien ohne Widerstand zu Rom zurückkehrt. Auf dem Rückweg geraten die Konsuln in einem Engpass in Berührung mit einer feindlichen Streitmacht; es kommt zu einem gefährlichen Moment, aber zu keiner wirklichen Schlacht, und die Römer entkommen ohne größere Verluste. Anschließend unterwerfen Veturius und sein Kollege das benachbarte Lukanien widerstandslos, sodass diese Region wieder fest unter römischer Kontrolle steht. Am Ende seiner Konsulatszeit kehrt Veturius Philo auf Ruf des Senats nach Rom zurück, um die Wahlen für das folgende Jahr zu leiten. Unter seinem Vorsitz werden Publius Cornelius Scipio Africanus und Publius Licinius Crassus Dives als Konsuln für 205 gewählt. Veturius selbst bleibt 205 im Unterschied zu seinem Amtskollegen Metellus nicht als Feldherr in Bruttium, sondern übergibt das dortige Oberkommando an den neuen Konsul Licinius Crassus, dem Bruttium als Provinz zufällt. - Konsul Quintus Caecilius Metellus
Metellus gerät in Rom in einen berühmten Streit mit dem Dichter Gnaeus Naevius. Naevius kommentiert den Amtsantritt mit dem Spott "Es ist das Schicksal, das die Meteller zu Konsuln in Rom macht", worauf Metellus scharf antwortet: "Die Meteller werden den Dichter Naevius dafür büßen lassen." In der Folge wird Naevius durch eine von den Metellern geführte Adelsgruppe aus Rom verdrängt und in Utica inhaftiert, wo er nach Hieronymus’ Bericht schließlich stirbt. Danach zieht Metellus mit Venturius zusammen in die Provinz Bruttium. - Prokonsul Marcus Valerius Laevinus (Sizilien, 209-206)
Marcus Valerius Laevinus kehrt nach Rom zurück - Prokonsul Publius Sulpicius Galba Maximus (210-206)
- Publius Cornelius Scipio, später Africanus
Mago ist nach Hasdrubals Abzug nach Italien nun Oberbefehlshaber der karthagischen Streitkräfte in Hispania und nutzt den Winter, um eine neue massive Armee aus 70'000 Infanteristen, 4500 Reitern und 32 Elefanten aufzustellen, die im Frühjahr ostwärts Richtung Cádiz marschiert. Scipio verfügt demgegenüber nur über etwa 45'000 Infanteristen und 3000 Reiter und befindet sich erneut in einer ungünstigen Lage, da die Karthager bei Ilipa eine Anhöhe besetzt halten und die Schlachtordnung bereits formiert ist, wodurch er zunächst defensiv bleibt. Es kommt zu einer mehrtägigen, durch Unterbrechungen geprägten Schlacht, in der Scipio die Müdigkeit und Unordnung im feindlichen Lager ausnutzt, seine Truppen früh in Gefechtsordnung aufstellen lässt und die Karthager zur unvorbereiteten Schlacht zwingt, während seine Reiterei die Flanken angreift und die Elefanten in Panik gerät, sodass diese eigene Truppen niedertrampeln. Am Ende zwingt er Mago zum Rückzug, und nach dem Sieg bei Ilipa ziehen sich die Karthager aus Spanien zurück, während Scipio die verbliebenen Städte unterwirft, abtrünnige Stämme wie Indibilis hart bestraft und sogar eine Meuterei in den eigenen Reihen wegen verspäteter Soldzahlung durch geschicktes Vorgehen beendet. Durch den Erfolg von Ilipa erhält er die strategische Möglichkeit, Karthago nun direkt in Afrika anzugreifen, kehrt aber zunächst nach Rom zurück, wo er sich zum Jahresende im Alter von 31 Jahren für das Konsulat des Jahres 205 wählen lässt. - Zweiter Punischer Krieg (218-201)
Schlacht von Ilipa
Sieg des Scipio Africanus in der Schlacht von Ilipa über die Karthager unter Mago Barkas und Hasdrubal sowie ihrem ostnumidischen Verbündeten Massinissa. Die Karthager ziehen das Restheer in ihre Heimat zurück und überlassen die Iberische Halbinsel den Römern. - Fortsetzung 205
ILLYRER
- König Scerdilaidas (218–206)
Scerdilaidas stirbt. Sein Sohn Pleuratus III., der möglicherweise bereits Mitregent ist, folgt ihm im Folgejahr auf den Thron - Fortsetzung 205
GRIECHEN
(2./3. Jahr der 143. Olympiade)
Makedonien
- König Philipp V. (221–179)
- Erster Makedonisch-Römischer Krieg (215-205)
Die Aitoler schließen einen Vorfrieden mit Philipp, da die römische Unterstützung nachlässt - Fortsetzung 205
Sparta
Bosporanisches Reich
Pergamon
Pontos
Bithynien
Kappadokien
Seleukidenreich
- König Antiochos III. (223–187)
Antiochos III. greift nach seinem Sieg über das Partherreich das Griechisch-Baktrische Königreich an, um es im Rahmen seiner Anabasis wieder dem Seleukidenreich einzuverleiben, muss aber die Unabhängigkeit des Greko-Baktrischen Königreichs doch anerkennen; Rückkehr nach Westen - Fortsetzung 204
Griechisch-Baktrisches Königreich
- König Euthydemos I. (235–200)
206 wird ein Friedensvertrag geschlossen: Euthydemos I. darf König bleiben, muss jedoch Antiochos als Oberherrn anerkennen, Unterstützung zusichern und Kriegselefanten abgeben - Fortsetzung 200
Ägypten
- König Ptolemaios IV. (221-204)
- Königin Arsinoë III. (220–204)
- 206–185: Großer Aufstand in Ober- und Unterägypten unter Horwennefer und Ankhwennefer
- Fortsetzung 205
IBERIA
PARTHERREICH
(105/106)
MASSYLIER
- Das Königreich der Massylier existiert seit mindestens dem vierten Jahrhundert vor Christus, aber erst von diesem Jahr an lassen sich exakte Regierungszeiten ermitteln; zuvor ist auch ganz allgemein die Quellenlage sehr dünn.
- König Capussa (206)
- König Lacumazes (206)
- König Massinissa (206–148)
Wechsel der Allianz: Massinissa paktiert mit Rom gegen Karthago - Fortsetzung 205
MASSÄSYLIER
- König Syphax (220-203)
Heirat mit Sophonisbe, Tochter des karthagischen Feldherrn Hasdrubal, und Wechsel auf die Seite Karthagos - Fortsetzung 204
INDIEN
Maurya-Reich
Anuradhapura
VIETNAM
Triệu-Dynastie
- Sturz der Qin-Dynastie; Zhao Tuo erklärt sich zum König von Nanyue (Südliche Yue) und macht Panyu (heute Guangzhou) zur Hauptstadt
- Fortsetzung 203
XIONGNU
CHINA
(41/42. Zyklus - Jahr des Holz-Schafes; am Beginn des Jahres Holz-Pferdes)
Qin-Dynastie
- Kaiser Ziying (207-206)
- Der Kriegsherr und Rebell Xiang Yu erreicht Xianyang, lässt Ziying und seine Familie hinrichten, plündert und zerstört den Palast. Damit endet die Qin-Dynastie und die 700-jährige Existenz des Staates Qin
- Fortsetzung unter Han-Dynastie
Han-Dynastie
- König Liu Bang (206–195)
Liu Bang erobert die Qin-Hauptstadt Xianyang und beendet damit die Qin-Dynastie. Beginn der Han-Dynastie: Liu Bang wird zum König von Han ernannt, während rivalisierende Kriegsherren (vor allem Xiang Yu) um die Vorherrschaft kämpfen.
206–202 Chu-Han-Krieg: Anhaltende Kämpfe zwischen Liu Bang und Xiang Yu um die Kontrolle über China - Fortsetzung 204
JAPAN
QUELLEN
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24.12.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt
19.06.2025 Grundstock ergänzt