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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Manius_Acilius_Glabrio_(Konsul_191_v._Chr.) Manius Acilius Glabrio] <br />Während der Wahlkampagne des Jahres 189 kandidiert Glabrio für das Amt des Zensors, das den idealen cursus honorum eines römischen Aristokraten krönt. Die Quellen berichten von einem erbitterten Wettbewerb, an dem neben Manius Acilius zwei weitere Plebejer, Marcus Claudius Marcellus und Marcus Porcius Cato, sowie drei Patrizier teilnehmen: Titus Quinctius Flamininus, Lucius Valerius Flaccus und Publius Cornelius Scipio Nasica. Nach den Worten des Livius bietet die Bewerbung um dieses Amt „an sich keinen Anlass zu einem so hartnäckigen Wettbewerb, doch sie ruft eine andere, weit angespanntere Fehde hervor“. In der Forschung besteht die Annahme, dass diese Wahlen eng mit dem Kampf zwischen der politischen Gruppierung des Scipio Africanus, zu der Nasica und Glabrio gerechnet werden, und der Gruppe des Cato verbunden sind. Nach Ansicht des Althistorikers V. Kwashnin tritt Glabrio möglicherweise im Paar mit Scipio Nasica an, Cato mit Lucius Valerius Flaccus und Flamininus mit Marcellus. Manius Acilius hat die größten Siegchancen: Sein Triumph ist der jüngste, zudem gewinnt er mit zahlreichen Geschenken die Gunst der Plebs. Viele Nobilitäten sind jedoch mit dem Aufstieg des „homo novus“ unzufrieden, und seine großzügigen Gaben an das Volk werden zum Anlass, ihn vor Gericht zu ziehen. Die Volkstribunen Publius Sempronius Gracchus und Gaius Sempronius Rutulus werfen Glabrio vor, einen Teil der in der Antiochos-Kriegsführung erbeuteten Beute unterschlagen zu haben. Die Anklage stützt sich auf die Aussagen mehrerer Legaten und Militärtribunen, unter ihnen an erster Stelle Cato. Dieser Kandidat erklärt „als Zeuge“, er habe während des Triumphs jene goldenen und silbernen Gefäße nicht bemerkt, die er nach der Einnahme des königlichen Lagers unter der Beute gesehen habe. Manius Acilius bezeichnet die Aussage des Marcus Porcius als „verbrecherisches Falschaussagen“, zieht seine Kandidatur jedoch zurück. Infolgedessen erscheint auch Cato kompromittiert, und als Sieger gehen Flamininus und Marcellus aus der Wahl hervor. Die Ankläger beantragen, Glabrio mit einer Geldstrafe von hunderttausend Sesterzen zu belegen, doch das Volk verweigert die Abstimmung über diesen Antrag, und die Volkstribunen lassen den Prozess fallen. Es gibt die Hypothese, dass hinter den Anklagen gegen Manius Acilius tatsächlich Titus Quinctius und Marcus Claudius Marcellus stehen. Nach Dietmar Kienast können gerade sie jene Nobilitäten sein, die sich nach Livius’ Worten „schmerzlich darüber äußern, dass ein neuer Mensch sie derart überholt hat“ und deshalb das Gerichtsverfahren gegen ihn in die Wege leiten. In ihrem Interesse können die Volkstribunen und sogar Cato handeln, dem die Claudier Marcelli seit den ersten Jahren des Zweiten Punischen Krieges ihre Gunst erweisen. Marcus Porcius kann sich im Prozess gegen Glabrio bewusst selbst dem Schlag aussetzen; nach der Auffassung von Kwashnin kann Cato dazu sogar gezwungen werden. Nach 189 wird Manius Acilius in den Quellen nicht mehr erwähnt. Seine wahrscheinliche Todeszeit verorten deutsche Forscher in die 180er Jahre | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Manius_Acilius_Glabrio_(Konsul_191_v._Chr.) Manius Acilius Glabrio] <br />Während der Wahlkampagne des Jahres 189 kandidiert Glabrio für das Amt des Zensors, das den idealen cursus honorum eines römischen Aristokraten krönt. Die Quellen berichten von einem erbitterten Wettbewerb, an dem neben Manius Acilius zwei weitere Plebejer, Marcus Claudius Marcellus und Marcus Porcius Cato, sowie drei Patrizier teilnehmen: Titus Quinctius Flamininus, Lucius Valerius Flaccus und Publius Cornelius Scipio Nasica. Nach den Worten des Livius bietet die Bewerbung um dieses Amt „an sich keinen Anlass zu einem so hartnäckigen Wettbewerb, doch sie ruft eine andere, weit angespanntere Fehde hervor“. In der Forschung besteht die Annahme, dass diese Wahlen eng mit dem Kampf zwischen der politischen Gruppierung des Scipio Africanus, zu der Nasica und Glabrio gerechnet werden, und der Gruppe des Cato verbunden sind. Nach Ansicht des Althistorikers V. Kwashnin tritt Glabrio möglicherweise im Paar mit Scipio Nasica an, Cato mit Lucius Valerius Flaccus und Flamininus mit Marcellus. Manius Acilius hat die größten Siegchancen: Sein Triumph ist der jüngste, zudem gewinnt er mit zahlreichen Geschenken die Gunst der Plebs. Viele Nobilitäten sind jedoch mit dem Aufstieg des „homo novus“ unzufrieden, und seine großzügigen Gaben an das Volk werden zum Anlass, ihn vor Gericht zu ziehen. Die Volkstribunen Publius Sempronius Gracchus und Gaius Sempronius Rutulus werfen Glabrio vor, einen Teil der in der Antiochos-Kriegsführung erbeuteten Beute unterschlagen zu haben. Die Anklage stützt sich auf die Aussagen mehrerer Legaten und Militärtribunen, unter ihnen an erster Stelle Cato. Dieser Kandidat erklärt „als Zeuge“, er habe während des Triumphs jene goldenen und silbernen Gefäße nicht bemerkt, die er nach der Einnahme des königlichen Lagers unter der Beute gesehen habe. Manius Acilius bezeichnet die Aussage des Marcus Porcius als „verbrecherisches Falschaussagen“, zieht seine Kandidatur jedoch zurück. Infolgedessen erscheint auch Cato kompromittiert, und als Sieger gehen Flamininus und Marcellus aus der Wahl hervor. Die Ankläger beantragen, Glabrio mit einer Geldstrafe von hunderttausend Sesterzen zu belegen, doch das Volk verweigert die Abstimmung über diesen Antrag, und die Volkstribunen lassen den Prozess fallen. Es gibt die Hypothese, dass hinter den Anklagen gegen Manius Acilius tatsächlich Titus Quinctius und Marcus Claudius Marcellus stehen. Nach Dietmar Kienast können gerade sie jene Nobilitäten sein, die sich nach Livius’ Worten „schmerzlich darüber äußern, dass ein neuer Mensch sie derart überholt hat“ und deshalb das Gerichtsverfahren gegen ihn in die Wege leiten. In ihrem Interesse können die Volkstribunen und sogar Cato handeln, dem die Claudier Marcelli seit den ersten Jahren des Zweiten Punischen Krieges ihre Gunst erweisen. Marcus Porcius kann sich im Prozess gegen Glabrio bewusst selbst dem Schlag aussetzen; nach der Auffassung von Kwashnin kann Cato dazu sogar gezwungen werden. Nach 189 wird Manius Acilius in den Quellen nicht mehr erwähnt. Seine wahrscheinliche Todeszeit verorten deutsche Forscher in die 180er Jahre | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Cornelius_Scipio_Africanus Publius Cornelius Scipio Africanus] <br />189–188: In den Jahren nach dem Sieg über Antiochos III. verschärfen sich die innenpolitischen Konflikte um die Machtstellung der Scipionen. Im Senat gewinnen ihre Gegner die Oberhand und beschuldigen die Brüder in den sogenannten Scipionenprozessen, Bestechungsgelder vom Seleukidenkönig angenommen zu haben, wodurch man versucht, ihren Einfluss zu brechen und sie öffentlich zu diskreditieren. | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Cornelius_Scipio_Africanus Publius Cornelius Scipio Africanus] <br />189–188: In den Jahren nach dem Sieg über Antiochos III. verschärfen sich die innenpolitischen Konflikte um die Machtstellung der Scipionen. Im Senat gewinnen ihre Gegner die Oberhand und beschuldigen die Brüder in den sogenannten Scipionenprozessen, Bestechungsgelder vom Seleukidenkönig angenommen zu haben, wodurch man versucht, ihren Einfluss zu brechen und sie öffentlich zu diskreditieren. | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Lucius_Cornelius_Scipio_Asiaticus_(Konsul_190_v._Chr.) Lucius Cornelius Scipio Asiaticus] <br />Im Laufe des Jahres 189, während der Krieg noch andauert, kursieren in Rom Gerüchte, die Scipionen hätten ein geheimes Bündnis mit Antiochos geschlossen, und ebenso Gerüchte, sie seien vollständig geschlagen worden und in Gefangenschaft geraten. Im Winter bringt der Legat des Lucius Cornelius, Marcus Aurelius Cotta, die Nachricht vom vollständigen Sieg. Im Schaltmonat zwischen Februar und März zieht Lucius im Triumph in Rom ein. Livius räumt ein, dass dieser Triumph noch prachtvoller ist als der, der nach dem Frieden mit Karthago gefeiert wurde. Lucius Cornelius erlangt den Agnomen „Asiaticus“, um mit seinem Bruder gleichzuziehen, und errichtet später auf dem Kapitol seine Statue in griechischer Chlamys und Sandalen sowie öffentlich ausgestellte Gemälde zur Antiochos‑Kriegsthematik. <br />Im selben Jahr, 189 erhebt Cato, während die Brüder Scipionen fast zwei Jahre – vom Sommer 190 bis zum Frühjahr 188 – von Rom abwesend sind, Anklage gegen Quintus Minucius Thermus und Manius Acilius Glabrio, die der „Fraktion“ der Cornelier angehören. Der erste wird der grausamen Behandlung der Bundesgenossen und der Lüge über seine Siege im Krieg beschuldigt, der zweite der Aneignung eines Teils der Beute. Die Tatsache, dass es nicht zu verurteilenden Gerichtsurteilen kommt, kann auf ein labiles Gleichgewicht zwischen den rivalisierenden politischen Gruppierungen hindeuten; zugleich festigt sich die Gruppe des Cato, nicht zuletzt wegen der Abwesenheit der Scipionen. Wahrscheinlich meint Livius gerade Marcus Porcius und seine Anhänger, wenn er im Zusammenhang mit dem Bericht des Lucius Cornelius über seine Siege schreibt, einige hätten behauptet, „dieser Krieg habe mehr Lärm gemacht, als Mühen erfordert“, denn er sei durch eine einzige Schlacht entschieden worden und „die Blüte des Ruhmes für diesen Sieg sei bereits bei den Thermopylen gepflückt worden“. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Quintus_Minucius_Rufus Legat Quintus Minucius Rufus] <br />Nachdem die Römer den Seleukidenherrscher Antiochos III. besiegt haben, ist Quintus Minucius Rufus der rangälteste Führer jener zehn Senatoren, die nach Kleinasien entsandt werden, um die dortigen Verhältnisse neu zu ordnen. Quintus Minucius Thermus gehört ebenfalls dieser Zehnerkommission an. | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Quintus_Minucius_Rufus Legat Quintus Minucius Rufus] <br />Nachdem die Römer den Seleukidenherrscher Antiochos III. besiegt haben, ist Quintus Minucius Rufus der rangälteste Führer jener zehn Senatoren, die nach Kleinasien entsandt werden, um die dortigen Verhältnisse neu zu ordnen. Quintus Minucius Thermus gehört ebenfalls dieser Zehnerkommission an. | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Lucius_Quinctius_Flamininus Zensor Lucius Quinctius Flamininus] <br />Im Jahr 189 v. Chr. bewerben sich Marcus Porcius Cato und Lucius Valerius Flaccus vergeblich um das Amt der Zensoren und unterliegen bei den Wahlen Titus Flaminius und dessen Verbündetem Marcus Claudius Marcellus. | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Lucius_Quinctius_Flamininus Zensor Lucius Quinctius Flamininus] <br />Im Jahr 189 v. Chr. bewerben sich Marcus Porcius Cato und Lucius Valerius Flaccus vergeblich um das Amt der Zensoren und unterliegen bei den Wahlen Titus Flaminius und dessen Verbündetem Marcus Claudius Marcellus. | ||
Aktuelle Version vom 21. März 2026, 13:35 Uhr
RÖMISCHE REPUBLIK
(ab urbe condita DLXV = 565)
- Konsul Gnaeus Manlius Vulso
Manlius Vulso besetzt Ancyra (heute Ankara), das aber unter regionaler Herrschaft bleibt. - Konsul Marcus Fulvius Nobilior
Marcus Fulvius Nobilior gewinnt im Römisch-Syrischen Krieg die wichtige Stadt Ambrakia. - Manius Acilius Glabrio
Während der Wahlkampagne des Jahres 189 kandidiert Glabrio für das Amt des Zensors, das den idealen cursus honorum eines römischen Aristokraten krönt. Die Quellen berichten von einem erbitterten Wettbewerb, an dem neben Manius Acilius zwei weitere Plebejer, Marcus Claudius Marcellus und Marcus Porcius Cato, sowie drei Patrizier teilnehmen: Titus Quinctius Flamininus, Lucius Valerius Flaccus und Publius Cornelius Scipio Nasica. Nach den Worten des Livius bietet die Bewerbung um dieses Amt „an sich keinen Anlass zu einem so hartnäckigen Wettbewerb, doch sie ruft eine andere, weit angespanntere Fehde hervor“. In der Forschung besteht die Annahme, dass diese Wahlen eng mit dem Kampf zwischen der politischen Gruppierung des Scipio Africanus, zu der Nasica und Glabrio gerechnet werden, und der Gruppe des Cato verbunden sind. Nach Ansicht des Althistorikers V. Kwashnin tritt Glabrio möglicherweise im Paar mit Scipio Nasica an, Cato mit Lucius Valerius Flaccus und Flamininus mit Marcellus. Manius Acilius hat die größten Siegchancen: Sein Triumph ist der jüngste, zudem gewinnt er mit zahlreichen Geschenken die Gunst der Plebs. Viele Nobilitäten sind jedoch mit dem Aufstieg des „homo novus“ unzufrieden, und seine großzügigen Gaben an das Volk werden zum Anlass, ihn vor Gericht zu ziehen. Die Volkstribunen Publius Sempronius Gracchus und Gaius Sempronius Rutulus werfen Glabrio vor, einen Teil der in der Antiochos-Kriegsführung erbeuteten Beute unterschlagen zu haben. Die Anklage stützt sich auf die Aussagen mehrerer Legaten und Militärtribunen, unter ihnen an erster Stelle Cato. Dieser Kandidat erklärt „als Zeuge“, er habe während des Triumphs jene goldenen und silbernen Gefäße nicht bemerkt, die er nach der Einnahme des königlichen Lagers unter der Beute gesehen habe. Manius Acilius bezeichnet die Aussage des Marcus Porcius als „verbrecherisches Falschaussagen“, zieht seine Kandidatur jedoch zurück. Infolgedessen erscheint auch Cato kompromittiert, und als Sieger gehen Flamininus und Marcellus aus der Wahl hervor. Die Ankläger beantragen, Glabrio mit einer Geldstrafe von hunderttausend Sesterzen zu belegen, doch das Volk verweigert die Abstimmung über diesen Antrag, und die Volkstribunen lassen den Prozess fallen. Es gibt die Hypothese, dass hinter den Anklagen gegen Manius Acilius tatsächlich Titus Quinctius und Marcus Claudius Marcellus stehen. Nach Dietmar Kienast können gerade sie jene Nobilitäten sein, die sich nach Livius’ Worten „schmerzlich darüber äußern, dass ein neuer Mensch sie derart überholt hat“ und deshalb das Gerichtsverfahren gegen ihn in die Wege leiten. In ihrem Interesse können die Volkstribunen und sogar Cato handeln, dem die Claudier Marcelli seit den ersten Jahren des Zweiten Punischen Krieges ihre Gunst erweisen. Marcus Porcius kann sich im Prozess gegen Glabrio bewusst selbst dem Schlag aussetzen; nach der Auffassung von Kwashnin kann Cato dazu sogar gezwungen werden. Nach 189 wird Manius Acilius in den Quellen nicht mehr erwähnt. Seine wahrscheinliche Todeszeit verorten deutsche Forscher in die 180er Jahre - Publius Cornelius Scipio Africanus
189–188: In den Jahren nach dem Sieg über Antiochos III. verschärfen sich die innenpolitischen Konflikte um die Machtstellung der Scipionen. Im Senat gewinnen ihre Gegner die Oberhand und beschuldigen die Brüder in den sogenannten Scipionenprozessen, Bestechungsgelder vom Seleukidenkönig angenommen zu haben, wodurch man versucht, ihren Einfluss zu brechen und sie öffentlich zu diskreditieren. - Lucius Cornelius Scipio Asiaticus
Im Laufe des Jahres 189, während der Krieg noch andauert, kursieren in Rom Gerüchte, die Scipionen hätten ein geheimes Bündnis mit Antiochos geschlossen, und ebenso Gerüchte, sie seien vollständig geschlagen worden und in Gefangenschaft geraten. Im Winter bringt der Legat des Lucius Cornelius, Marcus Aurelius Cotta, die Nachricht vom vollständigen Sieg. Im Schaltmonat zwischen Februar und März zieht Lucius im Triumph in Rom ein. Livius räumt ein, dass dieser Triumph noch prachtvoller ist als der, der nach dem Frieden mit Karthago gefeiert wurde. Lucius Cornelius erlangt den Agnomen „Asiaticus“, um mit seinem Bruder gleichzuziehen, und errichtet später auf dem Kapitol seine Statue in griechischer Chlamys und Sandalen sowie öffentlich ausgestellte Gemälde zur Antiochos‑Kriegsthematik.
Im selben Jahr, 189 erhebt Cato, während die Brüder Scipionen fast zwei Jahre – vom Sommer 190 bis zum Frühjahr 188 – von Rom abwesend sind, Anklage gegen Quintus Minucius Thermus und Manius Acilius Glabrio, die der „Fraktion“ der Cornelier angehören. Der erste wird der grausamen Behandlung der Bundesgenossen und der Lüge über seine Siege im Krieg beschuldigt, der zweite der Aneignung eines Teils der Beute. Die Tatsache, dass es nicht zu verurteilenden Gerichtsurteilen kommt, kann auf ein labiles Gleichgewicht zwischen den rivalisierenden politischen Gruppierungen hindeuten; zugleich festigt sich die Gruppe des Cato, nicht zuletzt wegen der Abwesenheit der Scipionen. Wahrscheinlich meint Livius gerade Marcus Porcius und seine Anhänger, wenn er im Zusammenhang mit dem Bericht des Lucius Cornelius über seine Siege schreibt, einige hätten behauptet, „dieser Krieg habe mehr Lärm gemacht, als Mühen erfordert“, denn er sei durch eine einzige Schlacht entschieden worden und „die Blüte des Ruhmes für diesen Sieg sei bereits bei den Thermopylen gepflückt worden“. - Legat Quintus Minucius Rufus
Nachdem die Römer den Seleukidenherrscher Antiochos III. besiegt haben, ist Quintus Minucius Rufus der rangälteste Führer jener zehn Senatoren, die nach Kleinasien entsandt werden, um die dortigen Verhältnisse neu zu ordnen. Quintus Minucius Thermus gehört ebenfalls dieser Zehnerkommission an. - Zensor Lucius Quinctius Flamininus
Im Jahr 189 v. Chr. bewerben sich Marcus Porcius Cato und Lucius Valerius Flaccus vergeblich um das Amt der Zensoren und unterliegen bei den Wahlen Titus Flaminius und dessen Verbündetem Marcus Claudius Marcellus. - Publius Cornelius Scipio Nasica
Nasica stellt im Tempel des Herkules in Rom eine Statue dieses Gottes auf und auf dem Kapitol einen vergoldeten Sechsspänner, wahrscheinlich finanziert aus der in Gallien erbeuteten Beute. Im selben Jahr kandidiert er für das Amt des Zensors. Die Quellen berichten von einem erbitterten Wettbewerb, an dem außer Nazica Titus Quinctius Flamininus, Lucius Valerius Flaccus, Marcus Porcius Cato, Manius Acilius Glabrio und Marcus Claudius Marcellus teilnehmen. Livius bemerkt, dass die Bewerbung um dieses Amt an sich keinen Anlass zu einem so hartnäckigen Wettstreit zu geben scheint, aber einen anderen, noch heftigeren Konflikt entfacht. In der Forschung wird angenommen, dass diese Wahlen eng mit dem Kampf zwischen den politischen Gruppierungen Scipio Africanus’ und Catons verbunden sind. Der Althistoriker W. Kwashnin nimmt an, dass Publius Cornelius gemeinsam mit Glabrio, Cato mit Lucius Valerius Flaccus und als dritte Bewerberpaar Flamininus und Marcellus antreten. Glabrio, der die größten Chancen auf den Sieg hat, wird der Unterschlagung eines Teils der Beute aus dem Antiochos-Krieg beschuldigt und zum Rückzug seiner Kandidatur gezwungen; dadurch scheitert auch Nazica. Zu Zensoren werden Marcellus und Flamininus gewählt. - Erster Keltiberischer Krieg (193-178)
Lucius Baebius Dives, der neu ernannte Prätor von Hispania ulterior wird auf dem Weg in seine Provinz von den Ligurern angegriffen und verletzt, viele seiner Männer getötet. Er selbst erliegt drei Tage nach dem Kampf in Massilia seinen Verletzungen. - Fortsetzung 188
ILLYRER
- König Pleuratos III. (205-181)
Pleuratos gilt als idealer Klientelkönig Roms. Darf mit einer Flotte von sechzig lembi (leichten Kriegsschiffen) die Küste von Ätolien plündern, erhält aber keine neuen Gebiete - Fortsetzung 181
GRIECHEN
(3./4. Jahr der 147. Olympiade)
Makedonien
Bosporanisches Reich
Pergamon
Pontos
Bithynien
- König Prusias I. (228–182)
Trotz des Versprechens der Scipionen vom Vorjahr verlangt der römische Senat nun, dass Prusias Phrygien dem pergamenischen König Eumenes II. zurückgeben müsse. Daraufhin kommt es zu einem fünf Jahre dauernden Krieg zwischen Prusias und Eumenes II. bis 183. - Fortsetzung 183
Kappadokien
- König Ariarathes IV. (220-163)
Unterstützung der Gallier gegen den römischen Feldherrn Gnaeus Manlius Vulso; nach Tributforderung Zahlung von 200 Talenten an Rom.
Friedensverhandlungen mit Rom in Ephesos; Friedensschluss gegen Zahlung von 600 Talenten. - Fortsetzung 163
Seleukidenreich
- König Antiochos III. (223–187)
- Römisch-Syrischer Krieg (192-188)
Teilnahme an der Schlacht bei Magnesia gegen die Römer; Niederlage der Seleukiden, Verlust von Thrakien und Kleinasien. Mitregent seines Vaters Antiochos III. im Gesamtreich. - Zwei Statthalter des Antiochos III. üben gegen diesen den Aufstand: Artaxias I. ruft sich nach der Niederlage der Seleukiden gegen die Römer in der Schlacht bei Magnesia zum König von Armenien aus, Zariadris wird König der Sophene.
- Satrap Ptolemaios (Kommagene, 201-163)
- Fortsetzung 188
Indo-Griechisches Reich
Griechisch-Baktrisches Königreich
Ägypten
IBERIA
ARMENIEN
PARTHERREICH
(123/124)
MASSYLIER
INDIEN
Maurya-Reich
Anuradhapura
Ruhuna
VIETNAM
Triệu-Dynastie
XIONGNU
CHINA
(41/42. Zyklus - Jahr der Wasser-Ratte; am Beginn des Jahres Metall-Schwein)
Han-Dynastie
JAPAN
QUELLEN
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09.01.2024 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt
18.05.2025 Grundstock ergänzt