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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_II._von_Konstanz Bischof Johannes II. (Konstanz, 760–782)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_II._von_Konstanz Bischof Johannes II. (Konstanz, 760–782)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Tello_(Bischof) Bischof Tello (Chur, 759–765)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Tello_(Bischof) Bischof Tello (Chur, 759–765)] <br />
*[[774#FRÄNKISCHES_REICH | Fortsetzung 774]] [[Kategorie:Fränkisches Reich]]
*[[773#FRÄNKISCHES_REICH | Fortsetzung 773]] [[Kategorie:Fränkisches Reich]]


Herzogtum Gascogne
Herzogtum Gascogne

Aktuelle Version vom 21. Februar 2026, 19:50 Uhr

769 | 770 | 771 | 772 | 773 | 774 | 775

MAYA

Palenque

Calakmul

Talol

Tikal

Quiriguá

Copan

PIKTEN

KELTEN

Uí Néill

  • Hochkönig Niall Frossach (763-765/778)
    Infolge dieses Drucks durch Donnchad Midi gilt es als wahrscheinlich, dass Niall Frossach zwischen 772 und 777 abdankt, möglicherweise sogar bereits um 770 (gemäss französischer und spanischer Wikipedia. Er zieht sich aus der aktiven Politik zurück, und die Königswürde von Tara sowie das damit verbundene, oft als Hochkönigtum verstandene Amt geht wieder auf die Clann Cholmáin über, konkret auf Donnchad Midi. Für das Königreich Ailech folgt ihm nicht direkt ein Sohn, sondern sein Neffe Máel Dúin mac Áedo Alláin, der Sohn seines Bruders Áed Allán, der als König von Ailech bis zu seinem Tod 788 regiert. Niall selbst verbringt seine letzten Jahre offenbar in enger Verbindung mit Iona, einem wichtigen geistlichen Zentrum, und stirbt dort im Jahr 778. Seine Urteile werden in dem etwa achthundert Jahre später verfassten Gedicht Labhram ar iongnaibh Éireann des Dichters Tuileagna Ó Maoil Chonaire erwähnt, der seine Rechtsprechung für vorbildlich hält.
  • Hochkönig Donnchad Midi (766/778-793/797)
    In den Jahren 771 und 772 zieht Donnchad mit Heereszügen nach Norden, was als gezielte Herausforderung der Autorität Nialls als Hochkönig verstanden werden kann.
  • Fortsetzung 774

Ailech

Ulaid

Connacht

Leinster

Uí Mháine

Dalriada

Gwynedd

Königreich Powys

ANGELSACHSEN

Northumbria

Mercia

  • König Offa (757–796)
    Zu Beginn der 770er Jahre erhebt sich im Südosten Widerstand gegen die mercische Vorherrschaft, an dem sich auch die Könige von Sussex beteiligen. In den Quellen tauchen die Herrscher von Sussex aber ab 772 nur noch mit dem Titel dux auf, was zeigt, dass Offa sich dort militärisch und politisch durchsetzt und ihre Königswürde bricht.
  • Bischof Milred (Worcester, 743/745–775)
  • Fortsetzung 772

East Anglia

Königreich Wessex

Königreich Essex

Königreich Kent

FRÄNKISCHES REICH

  • König Karl der Große (768–800)
    Im Januar greifen sächsische Plünderer die Kirche in Deventer an und setzen das Gotteshaus in Brand. Die Angreifer verwüsten den Ort, rauben, was sie tragen können, und ziehen sich danach in ihr eigenes Gebiet zurück. Die Nachricht von der Plünderung verbreitet sich schnell und erreicht König Karl
    Reichstag zu Worms
    Im Frühjahr beruft König Karl (24) eine Reichsversammlung nach Worms ein, die in der Pfalz der Stadt tagt. Die Annalen bezeichnen die Versammlung teils als Reichstag, teils als Synode, weil sie sowohl politische als auch kirchliche Züge trägt. In Worms treten weltliche Große des Frankenreiches, Bischöfe und andere Geistliche zusammen, um über die Bedrohung durch die Sachsen und die angemessene Antwort zu beraten. Karl entscheidet, sich für einen Feldzug gegen die Sachsen und begründet dies mit dem Schutz der Christen, der Wiederherstellung der Ordnung im Grenzraum und der Bestrafung der Verantwortlichen für die Zerstörung der Kirche von Deventer. Die Großen des Reiches stimmen dem Feldzug zu und stellen Kontingente für das Heer in Aussicht.
    Sachsenkriege Karls des Großen
    Im Sommer rückt Karl von Worms aus über nach Nordosten vor, zieht mit einem fränkischen Aufgebot auf die Eresburg und nimmt diese wichtige sächsische Befestigung ein, die ihm fortan als fränkischer Stützpunkt dient. Von dort führt er sein Heer weiter in Richtung des zentralen sächsischen Heiligtums, der Irminsul, die als überragendes Kultzentrum der Sachsen gilt und ihr religiöses Selbstverständnis verkörpert. Karl erreicht dieses Heiligtum, plündert den Ort und lässt die Irminsul systematisch zerstören; er befiehlt die Beseitigung des Heiligtums. Der Feldzug verläuft zunächst erfolgreich, Karl lässt Beute zusammentragen und befestigt seine neuen Positionen um die Eresburg (später Marsberg-Obermarsberg südlich von Paderborn). Danach zieht er zur Weser; hier hat er eine Verhandlung mit den Sachsen, erhält 12 Geiseln und kehrt nach Francien zurück
  • Erzbischof Turpin (Reims, 748–794)
  • Bischof Angilram (Metz, 768–791)
  • Bischof Gregor (Utrecht (754-775)
  • Konflikte zwischen Angeln und Friesen veranlassen den Diakon Liudger, von England an das Utrechter Martinsstift zurückzukehren, das er erst nach dem Tod seines Lehrers Gregor von Utrecht im Jahr 775 verlassen wird.
  • Bischof Agilfried (Lüttich, 769–787)
  • Willehad, um 740 in Northumbria geboren, ist ein angelsächsischer Kleriker und trägt den angelsächsischen Namen Vilhaed, lateinisch Vilhadus; sein Name bedeutet "der willensstarke Kämpfer". Seit etwa 770 ist Willehad als Missionar tätig, zunächst unter den Friesen, dann auch unter den Sachsen. Um 772 beginnt Willehad seine Mission in Friesland im Gebiet von Dokkum.
  • Erzbischof Lullus (Mainz, 754-786)
  • Karl der Große erhebt das Kloster Lorsch zur Reichsabtei, das bisher dem Bistum Mainz unterstellt gewesen ist. Durch die Erhebung zur Reichsabtei erhält das Kloster das Privileg der Exemtion, wodurch es direkt dem Papst (und faktisch dem König) unterstellt wird und der Jurisdiktion des Mainzer Bischofs weitgehend entzogen ist.
  • Bischof Wiomad (Trier, 762-791)
    Kirchenprovinz Trier
    Trier wird in den Rang eines Metropolitanerzbistums erhoben; damit entsteht die Kirchenprovinz Trier, deren Metropolit jeweils der Kurfürst und Erzbischof von Trier ist. Der neuen Kirchenprovinz werden die Diözesen Metz, Toul und Verdun zugeordnet
  • Bischof Berowelf (Würzburg, 769–794)
  • Karl der Große braucht Missionare und Ausbildungsstätten und nutzt dazu unter anderem das Kloster Neustadt am Main; die fünfzig Mönche aus Würzburg sollen dort für die Mission vorbereitet werden. Im Mai stellt Karl dem Kloster unter Abt Megingaud eine Urkunde aus, die Königsschutz und Immunität gewährt. Beim Bau der Vierungskirche des Klosters Neustadt in den Jahren 772 bis 781 dient Willibalds Bischofskirche in Eichstätt als architektonisches Vorbild.​
  • Abt Sturmius (Fulda, 2. Amtszeit 765–779)
  • Bischof Johannes II. (Konstanz, 760–782)
  • Bischof Tello (Chur, 759–765)
  • Fortsetzung 773

Herzogtum Gascogne

Herzogtum Baiern

  • Herzog Tassilo III. (748–788)
    Papst Hadrian I. tauft in Rom Tassilos Sohn Theodo und salbt ihn.
    Tassilo unterwirft die Karantanen im Osten und erweitert damit seinen Machtbereich, zugleich dient diese Expansion der Missionierung der Slawen.​ Über das südliche Tirol, das er wohl als Mitgift seiner Frau Liutberga erhält, gewinnt er die Herrschaft und erlangt die Kontrolle über das Bistum Säben; damit verfügt er über Gebiete außerhalb des fränkischen Machtbereichs. - 772 folgt die Gründung des Stifts Niedernburg in Passau, das seine kirchenpolitische Präsenz an der Donau stärkt.
  • Bischof Simpert (Regensburg, 768–791)
  • Bischof Willibald (Eichstätt, 741–787)
  • Bischof Arbeo (Freising, 764–784)
    Arbeo verlegt das Kloster Scharnitz nach Schlehdorf am Kochelsee.
  • Bischof Wisurich (Passau, 770–777)
  • Bischof Wikterp (Augsburg, 739-772)
    Nach einer Überlieferung stirbt Wikterp am 18. April 771 in Augsburg, andere Angaben setzen seinen Tod allgemein in die Zeit um 772 bzw. zwischen 749 und 752 an; die exakte Datierung bleibt unsicher. Bekannt ist, dass er in Epfach bestattet wird.
  • Bischof Tozzo (Augsburg, 772–778)
    Tozzo wuchs als Benediktiner‑Mönch im Kloster Murbach heran und wirkte danach als Wanderprediger und Seelsorger im Allgäu. Noch zu Pippins Lebzeiten begegnete er dem Heiligen Magnus von Füssen, mit dem er eng zusammenarbeitete und der ihn bei König Pippin als Kandidaten für das Bischofsamt empfahl. Im April 772 folgt Tozzo nun dem verstorbenen Bischof Wikterp als Bischof von Augsburg nach.
  • Bischof Virgil (Salzburg, 746–784)
  • Fortsetzung 774

LANGOBARDENREICH

  • König Desiderius (757–774)
    Nachdem Karl 772 seine langobardische Gemahlin verstoßen hat, bildet der Hof des Desiderius ein Zentrum der Opposition gegen den Frankenkönig. Im Frühjahr 772 besetzt Desiderius Faenza, Ferrara und Comacchio, verwüstet das Umland von Ravenna und drängt Papst Hadrian I., die Söhne Karlmanns zu fränkischen Königen zu salben. Hadrian I. verweigert diese Salbung, entlässt seine pro‑langobardischen Ratgeber, und Desiderius besetzt daraufhin weitere Städte wie Senigallia, Jesi, Urbino, Gubbio und Otricoli und brandschatzt im römischen Dukat. Er marschiert gegen Rom, lässt sich angeblich nur durch die angedrohte Exkommunikation von einem Angriff abhalten, worauf Hadrian die Franken zu Hilfe ruft.
  • Kloster San Pietro al Monte
    Zwischen dem 5. und dem 8. Jahrhundert entstehen auf dem Berg über Civate erste christliche Bauten, die später den Boden für das Kloster bereiten. Nach der Legende jagt Desiderius' Sohn Adalgis (Adelchis) im Gebiet von Civate und verliert bei einer Wildschweinjagd durch einen Unfall das Augenlicht. In der Nähe des späteren Sanktuariums findet er eine Quelle; er wäscht seine verletzten Augen mit dem Quellwasser und erhält auf wunderbare Weise das Augenlicht zurück. Desiderius erkennt dieses Wunder als göttliches Zeichen und gelobt, an dieser Stelle ein Kloster zu errichten. Also gründet er ein erstes kleines Benediktinerkloster auf dem bereits bestehenden heiligen Areal. Das neue Kloster trägt die Patrozinien Petrus und Paulus, besteht zunächst aus einer eher bescheidenen monastischen Anlage und bezieht die älteren Turm- und Kapellenreste ein. Die Legende gibt das Jahr 772 als Gründungsjahr des Klosters San Pietro al Monte dar, auch wenn archäologische und schriftliche Belege diese genaue Jahreszahl nicht sicher bestätigen. (siehe auch finestresullarte)
  • Erzbischof Tomaso (Mailand, 759-783)

Herzogtum Friaul

Herzogtum Spoleto

Herzogtum Benevent

Fortsetzung 773

SPANIEN

Königreich Asturien

KIRCHENSTAAT

  • Papst Stephan III. (768–772)
    Am 24. Januar stirbt Stephan in Rom. Er soll im Vatikan beerdigt sein, doch der genaue Ort seines Grabes ist nicht bekannt.
  • Papst Hadrian I. (772–795)
    Im Jahr 700 kommt Hadrian in Rom zur Welt, als Sohn des römischen Adligen Theodor. Hadrian entstammt der militärischen Aristokratie der Stadt, einer Familie, die in Rom als domini de via Lata bekannt ist. Sein Vater Theodor stirbt, als Hadrian noch sehr jung ist, und sein Onkel Theodotus nimmt ihn in sein Haus auf. Dieser Onkel trägt die Titel consul, dux et primicerius Sanctae Romanae Ecclesiae. Im Jahr 772 wählt der römische Klerus Hadrian zum Papst, und er tritt am 1. Februar das Amt als Bischof von Rom an. Als Hadrian erfährt, dass der einflussreiche Beamte Paul Afiarta Gegner der langobardischen Pläne verbannen oder einkerkern lassen hat, entlässt er diese Gefangenen aus der Haft und ermöglicht den Verbannten ihre Rückkehr. Unterdessen verleumdet Paul Afiarta den Papst bei König Desiderius, sodass dieser schwört, Hadrian notfalls in Ketten nach Pavia bringen zu lassen. Schon kurz nach Hadrians Amtsantritt greift Desiderius die Gebiete des Kirchenstaates an.
  • Fortsetzung 773

REPUBLIK VENEDIG

  • Doge Maurizio Galbaio (764–797)
    Schon vor dem Zusammenbruch des Langobardenreichs verschärfen sich die Spannungen: Maurizio, der sich am byzantinischen Lager orientiert, steht mit dem Papst in Konflikt, der sein Herrschaftsgebiet auf Kosten Venedigs und des Byzantinischen Reichs ausweiten will. Der König Desiderius betrachtet die byzanzfreundliche Politik des Dogen mit Misstrauen und lässt Johannes, den Sohn des Dogen, der in späterer Tradition Giovanni Galbaio genannt wird, gefangen nehmen, nachdem dieser auf Seiten der Byzantiner in Istrien gegen die Langobarden kämpft. Johannes dient etwa ab 772/773 als Geisel am langobardischen Hof, wie der Liber pontificalis berichtet, während die venezianischen Quellen diese Geiselnahme verschweigen.
  • Fortsetzung 774
  • zuletzt 772

KARANTANIEN

  • Erst 772 kann Herzog Tassilo III. von Baiern militärisch in Karantanien eingreifen, die Aufstände niederschlagen und Valhun als Herrscher einsetzen, wodurch die fränkisch-bairische Oberherrschaft erneut gefestigt wird. Die Christianisierung Karantaniens wird danach nicht mehr primär durch eine feste Diözesenstruktur, sondern vor allem durch Wanderpriester fortgesetzt, die weiterhin im Land missionieren.

ERSTES BULGARISCHES REICH

BYZANTINISCHES REICH

IBERIEN

ARABER

(155/156 - 1./2. Dezember)

Abbasiden

Emirat Noukour

Kalifat von Tlemcen

Emirat von Córdoba

UIGURISCHES KAGANAT

INDIEN

Pratihara

Chauhan-Dynastie

König Gopendraraja (771–784)

  • zuletzt 771

Östliche Chalukya

Rashtrakuta

Westliche Ganga-Dynastie

Pallava

Anuradhapura

TIBET

CHINA

(57./58. Zyklus - Jahr der Wasser-Ratte; am Beginn des Jahres Metall-Schwein)

Tang-Dynastie

KOREA

Silla

Balhae

JAPAN

  • Tennō Kōnin (770–781)
    Kōnin erhebt seine Gemahlin Prinzessin Inoe, eine Tochter des früheren Tennō Shōmu, zur Kaiserin und macht den gemeinsamen Sohn Prinz Osabe zum Kronprinzen. Am Hof bildet sich jedoch ein Lager um Prinz Yamabe, einen Sohn Kōnins mit der Konkubine Takano no Niigasa, das auf eine Änderung der Nachfolge drängt. 772 erhebt der Hof gegen Kaiserin Inoe die Anklage der Hochverratsmagie, sie soll durch Fluchzauber den Kaiser und andere Mitglieder der kaiserlichen Familie geschädigt haben; zugleich verliert Osabe seine Stellung als Kronprinz und wird herabgesetzt. Die beiden werden im folgenden Jahr unter Hausarrest gestellt und sterben bald darauf unter ungeklärten, als "unnatürlich" beschriebenen Umständen, was den Verdacht auf eine politisch motivierte Ausschaltung nährt. Nach dem Sturz Inoes und Osabes verliert auch Kōnins Gemahlin Ikami (Inoe) ihren Rang, sie erkrankt und stirbt kurze Zeit später, sodass die alte Thronfolgelinie endgültig ausgeschaltet ist. Am Hof setzt sich nun das Lager um Prinz Yamabe durch; Historiker vermuten später eine gezielte Intrige Yamabes und seiner Verbündeten hinter den Vorwürfen gegen Inoe und Osabe. Kōnin ernennt schließlich Yamabe zum neuen Kronprinzen und bereitet damit die spätere Thronbesteigung vor, durch die der spätere Kaisers Kanmu an die Macht kommt. In dieser späten Phase seiner Herrschaft konzentriert sich Kōnin weiterhin auf die Stabilisierung der Verwaltung, während die Weichen für eine umfassende politische Neuausrichtung unter seinem Sohn gestellt werden. Siehe auch religion-in-japan
  • Fortsetzung 781

QUELLEN

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05.06.2009 Artikel eröffnet

07.10.2023 Grundstock erstellt

21.02.2026 Grundstock ergänzt

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