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(ab urbe condita DLXII = 562)
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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Lucius_Quinctius_Flamininus '''Konsul Lucius Quinctius Flamininus''']
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gnaeus_Domitius_Ahenobarbus_(Konsul_192_v._Chr.) '''Konsul Gnaeus Domitius Ahenobarbus'''] <br />Gnaeus Domitius wird als erster aus seiner Familie Konsul, gemeinsam mit dem Patrizier Lucius Quinctius Flamininus. Da eine Kriegsgefahr mit Antiochos III. besteht, hält der Senat Ahenobarbus längere Zeit in Rom zurück. Während seines Konsulats muss Rom auf mehreren Fronten kämpfen: In Griechenland wird die Stellung Roms durch ein Bündnis zwischen dem Ätolischen Bund und dem seleukidischen König Antiochos III. bedroht; in der näheren Hispania beginnen die Legionen des Prätors Gaius Flaminius und des Marcus Fulvius einen Feldzug gegen mehrere aufständische keltiberische Stämme wie die Lusitaner. Gnaeus Domitius und sein Kollege Lucius Flamininus wenden sich nach Norditalien, um die dort lebenden gallischen Stämme zu befrieden. Später zieht Gnaeus Domitius nach Norden in den Krieg gegen den gallischen Stamm der Boier. In den Quellen bestehen zwei einander ausschließende Versionen: Entweder führen beide Konsuln – sein Kollege ist Lucius Quinctius Flamininus – den Krieg, oder nur Ahenobarbus. Ahenobarbus wendet sich gegen die Boier und erreicht es, den Stamm ohne größere Schwierigkeiten zu unterwerfen, wobei sich die Anführer freiwillig ergeben; sein Kollege Flamininus hat wesentlich größere Mühe mit seiner Aufgabe und kann die Ligurer erst nach schweren Kämpfen der römischen Autorität unterwerfen. In jedem Fall werden die Boier befriedet, und Gnaeus Domitius bleibt in der Cisalpinischen Gallia auch im folgenden Jahr mit den Vollmachten eines Prokonsuls.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gnaeus_Domitius_Ahenobarbus_(Konsul_192_v._Chr.) '''Konsul Gnaeus Domitius Ahenobarbus''']
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Lucius_Quinctius_Flamininus Konsul Lucius Quinctius Flamininus (2. Amtszeit)] <br />Glabrio erhält das Kommando im neuen Krieg, und Lucius Quinctius tritt als Legat in dessen Heer ein, ebenso wie Titus Quinctius Flaminius, die Vertreter der "scipionischen Partei" Tiberius Sempronius Longus und Lucius Cornelius Scipio (später Asiatikus) sowie die Führer der gegnerischen politischen Gruppierung Lucius Valerius Flaccus und Marcus Porcius Cato. Der ältere Flaminius wird im Zusammenhang mit diesem Krieg nur einmal erwähnt, so dass unklar bleibt, wie lange er sich tatsächlich im Operationsgebiet aufhält; nach Hans Gundel kann er schon nach Beendigung des Krieges 188 v. Chr. nach Rom zurückkehren, nachdem er unter Glabrio an der Niederlage des Antiochos bei Thermopylai und unter Lucius Scipio an der Schlacht bei Magnesia teilgenommen hat.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gnaeus_Servilius_Caepio_(Konsul_203_v._Chr.) Legat Gnaeus Servilius Caepio] <br />Im Jahr 192 übernimmt Caepio nch 195 eine weitere wichtige diplomatische Aufgabe und bricht mit einer römischen Gesandtschaft nach Griechenland auf, die unter der Leitung des bekannten Feldherrn Titus Quinctius Flamininus steht. Zu dieser Delegation gehören neben Caepio Publius Villius Tappulus und ein Prätorier namens Gnaeus Octavius, die gemeinsam ein Netz diplomatischer Kontakte im östlichen Mittelmeerraum knüpfen sollen. Die römischen Gesandten teilen sich auf verschiedene Reiserouten auf, besuchen zahlreiche griechische Staaten und verhandeln dort jeweils allein oder in kleinen Gruppen mit den politischen Führungen.  
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gnaeus_Servilius_Caepio_(Konsul_203_v._Chr.) Legat Gnaeus Servilius Caepio] <br />Im Jahr 192 übernimmt Caepio nch 195 eine weitere wichtige diplomatische Aufgabe und bricht mit einer römischen Gesandtschaft nach Griechenland auf, die unter der Leitung des bekannten Feldherrn Titus Quinctius Flamininus steht. Zu dieser Delegation gehören neben Caepio Publius Villius Tappulus und ein Prätorier namens Gnaeus Octavius, die gemeinsam ein Netz diplomatischer Kontakte im östlichen Mittelmeerraum knüpfen sollen. Die römischen Gesandten teilen sich auf verschiedene Reiserouten auf, besuchen zahlreiche griechische Staaten und verhandeln dort jeweils allein oder in kleinen Gruppen mit den politischen Führungen.  
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Lucius_Furius_Purpureo Legat Lucius Furius Purpureo] <br />Nach dem Sieg über Antiochus III. in Syrien ist Purpureo einer der zehn Kommissare, die nach Asien entsandt werden, um über den Friedensvertrag und die Neuordnung der eroberten Gebiete zu verhandeln.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Lucius_Furius_Purpureo Legat Lucius Furius Purpureo] <br />Nach dem Sieg über Antiochus III. in Syrien ist Purpureo einer der zehn Kommissare, die nach Asien entsandt werden, um über den Friedensvertrag und die Neuordnung der eroberten Gebiete zu verhandeln.
*In Rom kommt es an 38 Tagen zu Erdbeben.
*In Rom kommt es an 38 Tagen zu Erdbeben.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Keltiberischer_Krieg Erster Keltiberischer Krieg (193-178)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Keltiberischer_Krieg Erster Keltiberischer Krieg (193-178)] <br />
*[[-191#RÖMISCHE_REPUBLIK | Fortsetzung 191]]
*[[-191#RÖMISCHE_REPUBLIK | Fortsetzung 191]] [[Kategorie:Römische Republik]]


==ILLYRER==
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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_V._(Makedonien) König Philipp V. (221–179)] <br />vor 192: Heirat mit Antiochis, Tochter des Seleukidenkönigs Antiochos III.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_V._(Makedonien) König Philipp V. (221–179)] <br />vor 192: Heirat mit Antiochis, Tochter des Seleukidenkönigs Antiochos III.
*[[-190#GRIECHEN | Fortsetzung 190]]
*[[-190#GRIECHEN | Fortsetzung 190]] [[Kategorie:Makedonien]]


'''Sparta'''
'''Sparta'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Nabis_(Sparta) König Nabis (199-192)] <br />Nabis wird von einem aitolischen Offizier ermordet. Kurz darauf wird Sparta von Philopoimen gezwungen, sich dem Achaiischen Bund anzuschließen – das Ende der unabhängigen Politik Spartas
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Nabis_(Sparta) König Nabis (199-192)] <br />Nabis wird von einem aitolischen Offizier ermordet. Kurz darauf wird Sparta von Philopoimen gezwungen, sich dem Achaiischen Bund anzuschließen – das Ende der unabhängigen Politik Spartas [[Kategorie:Sparta]]


'''Bosporanisches Reich'''
'''Bosporanisches Reich'''
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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Eumenes_II. König Eumenes II. (197–158)] <br />Eumenes' Bruder Attalos II. wird erstmals politisch aktiv und reist als Gesandter nach Rom, um über die Aktivitäten des Seleukidenkönigs Antiochos III. zu berichten
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Eumenes_II. König Eumenes II. (197–158)] <br />Eumenes' Bruder Attalos II. wird erstmals politisch aktiv und reist als Gesandter nach Rom, um über die Aktivitäten des Seleukidenkönigs Antiochos III. zu berichten
*[[-190#GRIECHEN | Fortsetzung 190]]
*[[-190#GRIECHEN | Fortsetzung 190]] [[Kategorie:Pergamon]]


'''Pontos'''
'''Pontos'''
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*[http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6misch-Syrischer_Krieg '''Römisch-Syrischer Krieg (192-188)'''] <br />Frühjahr/Sommer: Nachdem der Magnetarch der griechischen polis Demetrias dem römischen Feldherrn Titus Quinctius Flamininus eine imperialistische Politik vorgeworfen hat, muss er aus der Stadt fliehen und es wird eine romfreundliche Regierung eingesetzt. Nachdem Flamininus wieder nach Rom zurückgekehrt ist, wird der Magnetarch jedoch von aitolischen Truppen zurück in die Stadt geleitet und übernimmt gewaltsam die Kontrolle. Die Aitoler versuchen in der Folge auch in der Stadt Chalkis einen Umsturz herbeizuführen und Nabis, den König von Sparta, für ein Bündnis gegen Rom zu gewinnen, beides vergeblich. Nabis wird von dem Aitolern bei einem gemeinsamen Manöver ermordet, doch gelingt es ihnen nicht, die Kontrolle über die Stadt zu erringen. Rom ist keineswegs bereit, den Abfall Demetrias’ hinzunehmen, weshalb der Gesandte Publius Villius Tappulus der Stadt Konsequenzen androht und damit indirekt auch den Aitolern. Da eine aitolische Niederlage auch Auswirkungen auf das mit ihnen verbündete Seleukidenreich haben würde, reagiert dessen Herrscher Antiochos III. mit einer Invasion in Griechenland, ohne darauf jedoch besonders vorbereitet zu sein. Dem folgenden Römisch-Syrischen Krieg zwischen Seleukiden und Römern und den jeweiligen Verbündeten ist ein vierjähriger kalter Krieg vorausgegangen, bei dem es den beiden Großmächten nicht gelungen ist, ihre Interessensphären gegeneinander abzustecken. Antiochos wird bei seiner Ankunft in Demetrias von den romfeindlichen Stadtherren freundlich begrüßt. Er zieht weiter und erobert nach einem kleineren Gefecht mit römischen Einheiten Chalkis. Trotz dieses Erfolges bleiben die griechischen Staaten Antiochos gegenüber reserviert und verhalten sich abwartend. Im Winter fällt die seleukidisch-aitolische Allianz im romfreundlichen Thessalien ein. <br />Artikel des Tages: Der Römisch-Syrische Krieg war ein mi­litä­ri­scher Kon­flikt wäh­rend der Jahre 192 bis 188 v. Chr. und wurde in Grie­chen­land, der Ägäis und Klein­asien aus­getra­gen. Dabei standen sich zwei Koa­litio­nen unter der Füh­rung des Römi­schen Reiches be­zie­hungs­weise des sy­ri­schen Seleu­kiden­rei­ches unter Antio­chos III. dem Großen gegen­über. Den Kampf­hand­lun­gen ging seit 196 v. Chr. ein „Kalter Krieg“ zwi­schen beiden Groß­mäch­ten voraus. Während dieses Zeit­raumes bemüh­ten sie sich um eine fried­liche Ab­gren­zung ihrer Inte­res­sen­sphä­ren, schlos­sen aber gleich­zeitig Bünd­nisse mit regio­nalen Mittel­mäch­ten. Die mili­täri­sche Aus­einan­der­setzung endete mit einem deut­li­chen Sieg der Römer. Im Frie­den von Apa­meia wurden die Seleu­kiden 188 v. Chr. aus Klein­asien ver­drängt, wäh­rend ihre ver­lo­renen Terri­torien an rö­mische Alli­ierte fielen. Der Rö­misch-Sy­rische Krieg ver­än­derte die poli­tische Mächte­konstel­lation im Mit­tel­meer er­heb­lich. Der grie­chi­sche Histo­riker Poly­bios glaub­te in der Zeit von 218 bis 146 v. Chr. einen poli­ti­schen Pro­zess zu er­ken­nen, der die Ent­ste­hung des rö­mischen Welt­reichs zur Folge hatte. Der Krieg gegen Antio­chos mar­kierte dabei das Ende der ersten Phase, in der Rom nach­einan­der die Groß­mächte Kar­thago, Make­do­nien und Syrien be­zwang.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6misch-Syrischer_Krieg '''Römisch-Syrischer Krieg (192-188)'''] <br />Frühjahr/Sommer: Nachdem der Magnetarch der griechischen polis Demetrias dem römischen Feldherrn Titus Quinctius Flamininus eine imperialistische Politik vorgeworfen hat, muss er aus der Stadt fliehen und es wird eine romfreundliche Regierung eingesetzt. Nachdem Flamininus wieder nach Rom zurückgekehrt ist, wird der Magnetarch jedoch von aitolischen Truppen zurück in die Stadt geleitet und übernimmt gewaltsam die Kontrolle. Die Aitoler versuchen in der Folge auch in der Stadt Chalkis einen Umsturz herbeizuführen und Nabis, den König von Sparta, für ein Bündnis gegen Rom zu gewinnen, beides vergeblich. Nabis wird von dem Aitolern bei einem gemeinsamen Manöver ermordet, doch gelingt es ihnen nicht, die Kontrolle über die Stadt zu erringen. Rom ist keineswegs bereit, den Abfall Demetrias’ hinzunehmen, weshalb der Gesandte Publius Villius Tappulus der Stadt Konsequenzen androht und damit indirekt auch den Aitolern. Da eine aitolische Niederlage auch Auswirkungen auf das mit ihnen verbündete Seleukidenreich haben würde, reagiert dessen Herrscher Antiochos III. mit einer Invasion in Griechenland, ohne darauf jedoch besonders vorbereitet zu sein. Dem folgenden Römisch-Syrischen Krieg zwischen Seleukiden und Römern und den jeweiligen Verbündeten ist ein vierjähriger kalter Krieg vorausgegangen, bei dem es den beiden Großmächten nicht gelungen ist, ihre Interessensphären gegeneinander abzustecken. Antiochos wird bei seiner Ankunft in Demetrias von den romfeindlichen Stadtherren freundlich begrüßt. Er zieht weiter und erobert nach einem kleineren Gefecht mit römischen Einheiten Chalkis. Trotz dieses Erfolges bleiben die griechischen Staaten Antiochos gegenüber reserviert und verhalten sich abwartend. Im Winter fällt die seleukidisch-aitolische Allianz im romfreundlichen Thessalien ein. <br />Artikel des Tages: Der Römisch-Syrische Krieg war ein mi­litä­ri­scher Kon­flikt wäh­rend der Jahre 192 bis 188 v. Chr. und wurde in Grie­chen­land, der Ägäis und Klein­asien aus­getra­gen. Dabei standen sich zwei Koa­litio­nen unter der Füh­rung des Römi­schen Reiches be­zie­hungs­weise des sy­ri­schen Seleu­kiden­rei­ches unter Antio­chos III. dem Großen gegen­über. Den Kampf­hand­lun­gen ging seit 196 v. Chr. ein „Kalter Krieg“ zwi­schen beiden Groß­mäch­ten voraus. Während dieses Zeit­raumes bemüh­ten sie sich um eine fried­liche Ab­gren­zung ihrer Inte­res­sen­sphä­ren, schlos­sen aber gleich­zeitig Bünd­nisse mit regio­nalen Mittel­mäch­ten. Die mili­täri­sche Aus­einan­der­setzung endete mit einem deut­li­chen Sieg der Römer. Im Frie­den von Apa­meia wurden die Seleu­kiden 188 v. Chr. aus Klein­asien ver­drängt, wäh­rend ihre ver­lo­renen Terri­torien an rö­mische Alli­ierte fielen. Der Rö­misch-Sy­rische Krieg ver­än­derte die poli­tische Mächte­konstel­lation im Mit­tel­meer er­heb­lich. Der grie­chi­sche Histo­riker Poly­bios glaub­te in der Zeit von 218 bis 146 v. Chr. einen poli­ti­schen Pro­zess zu er­ken­nen, der die Ent­ste­hung des rö­mischen Welt­reichs zur Folge hatte. Der Krieg gegen Antio­chos mar­kierte dabei das Ende der ersten Phase, in der Rom nach­einan­der die Groß­mächte Kar­thago, Make­do­nien und Syrien be­zwang.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ptolemaios_(Kommagene) Satrap Ptolemaios (Kommagene, 201-163)]
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ptolemaios_(Kommagene) Satrap Ptolemaios (Kommagene, 201-163)]
*[[-191#GRIECHEN | Fortsetzung 191]]
*[[-191#GRIECHEN | Fortsetzung 191]] [[Kategorie:Seleukidenreich]]


'''Griechisch-Baktrisches Königreich'''
'''Griechisch-Baktrisches Königreich'''
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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Arsakes_II. Großkönig Arsakes II. (217–185)] <br />um 192–188: Nach der Niederlage der Seleukiden gegen Rom (Syrischer Krieg) ergibt sich für Parthien erneut die Chance auf Unabhängigkeit.  
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Arsakes_II. Großkönig Arsakes II. (217–185)] <br />um 192–188: Nach der Niederlage der Seleukiden gegen Rom (Syrischer Krieg) ergibt sich für Parthien erneut die Chance auf Unabhängigkeit.  
*[[-188#PARTHERREICH | Fortsetzung 188]]
*[[-188#PARTHERREICH | Fortsetzung 188]] [[Kategorie:Partherreich]]


==MASSYLIER==
==MASSYLIER==

Version vom 17. März 2026, 16:38 Uhr

-195 | -194 | -193 | -192 | -191 | -190 | -189

RÖMISCHE REPUBLIK

(ab urbe condita DLXII = 562)

  • Konsul Gnaeus Domitius Ahenobarbus
    Gnaeus Domitius wird als erster aus seiner Familie Konsul, gemeinsam mit dem Patrizier Lucius Quinctius Flamininus. Da eine Kriegsgefahr mit Antiochos III. besteht, hält der Senat Ahenobarbus längere Zeit in Rom zurück. Während seines Konsulats muss Rom auf mehreren Fronten kämpfen: In Griechenland wird die Stellung Roms durch ein Bündnis zwischen dem Ätolischen Bund und dem seleukidischen König Antiochos III. bedroht; in der näheren Hispania beginnen die Legionen des Prätors Gaius Flaminius und des Marcus Fulvius einen Feldzug gegen mehrere aufständische keltiberische Stämme wie die Lusitaner. Gnaeus Domitius und sein Kollege Lucius Flamininus wenden sich nach Norditalien, um die dort lebenden gallischen Stämme zu befrieden. Später zieht Gnaeus Domitius nach Norden in den Krieg gegen den gallischen Stamm der Boier. In den Quellen bestehen zwei einander ausschließende Versionen: Entweder führen beide Konsuln – sein Kollege ist Lucius Quinctius Flamininus – den Krieg, oder nur Ahenobarbus. Ahenobarbus wendet sich gegen die Boier und erreicht es, den Stamm ohne größere Schwierigkeiten zu unterwerfen, wobei sich die Anführer freiwillig ergeben; sein Kollege Flamininus hat wesentlich größere Mühe mit seiner Aufgabe und kann die Ligurer erst nach schweren Kämpfen der römischen Autorität unterwerfen. In jedem Fall werden die Boier befriedet, und Gnaeus Domitius bleibt in der Cisalpinischen Gallia auch im folgenden Jahr mit den Vollmachten eines Prokonsuls.
  • Konsul Lucius Quinctius Flamininus (2. Amtszeit)
    Glabrio erhält das Kommando im neuen Krieg, und Lucius Quinctius tritt als Legat in dessen Heer ein, ebenso wie Titus Quinctius Flaminius, die Vertreter der "scipionischen Partei" Tiberius Sempronius Longus und Lucius Cornelius Scipio (später Asiatikus) sowie die Führer der gegnerischen politischen Gruppierung Lucius Valerius Flaccus und Marcus Porcius Cato. Der ältere Flaminius wird im Zusammenhang mit diesem Krieg nur einmal erwähnt, so dass unklar bleibt, wie lange er sich tatsächlich im Operationsgebiet aufhält; nach Hans Gundel kann er schon nach Beendigung des Krieges 188 v. Chr. nach Rom zurückkehren, nachdem er unter Glabrio an der Niederlage des Antiochos bei Thermopylai und unter Lucius Scipio an der Schlacht bei Magnesia teilgenommen hat.
  • Legat Gnaeus Servilius Caepio
    Im Jahr 192 übernimmt Caepio nch 195 eine weitere wichtige diplomatische Aufgabe und bricht mit einer römischen Gesandtschaft nach Griechenland auf, die unter der Leitung des bekannten Feldherrn Titus Quinctius Flamininus steht. Zu dieser Delegation gehören neben Caepio Publius Villius Tappulus und ein Prätorier namens Gnaeus Octavius, die gemeinsam ein Netz diplomatischer Kontakte im östlichen Mittelmeerraum knüpfen sollen. Die römischen Gesandten teilen sich auf verschiedene Reiserouten auf, besuchen zahlreiche griechische Staaten und verhandeln dort jeweils allein oder in kleinen Gruppen mit den politischen Führungen.
  • Legat Lucius Furius Purpureo
    Nach dem Sieg über Antiochus III. in Syrien ist Purpureo einer der zehn Kommissare, die nach Asien entsandt werden, um über den Friedensvertrag und die Neuordnung der eroberten Gebiete zu verhandeln.
  • In Rom kommt es an 38 Tagen zu Erdbeben.
  • Erster Keltiberischer Krieg (193-178)
  • Fortsetzung 191

ILLYRER

GRIECHEN

(4. Jahr der 146. / 1. Jahr der 147. Olympiade)

Makedonien

Sparta

  • König Nabis (199-192)
    Nabis wird von einem aitolischen Offizier ermordet. Kurz darauf wird Sparta von Philopoimen gezwungen, sich dem Achaiischen Bund anzuschließen – das Ende der unabhängigen Politik Spartas

Bosporanisches Reich

Pergamon

Pontos

Bithynien

Kappadokien

Seleukidenreich

  • König Antiochos III. (223–187)
  • Römisch-Syrischer Krieg (192-188)
    Frühjahr/Sommer: Nachdem der Magnetarch der griechischen polis Demetrias dem römischen Feldherrn Titus Quinctius Flamininus eine imperialistische Politik vorgeworfen hat, muss er aus der Stadt fliehen und es wird eine romfreundliche Regierung eingesetzt. Nachdem Flamininus wieder nach Rom zurückgekehrt ist, wird der Magnetarch jedoch von aitolischen Truppen zurück in die Stadt geleitet und übernimmt gewaltsam die Kontrolle. Die Aitoler versuchen in der Folge auch in der Stadt Chalkis einen Umsturz herbeizuführen und Nabis, den König von Sparta, für ein Bündnis gegen Rom zu gewinnen, beides vergeblich. Nabis wird von dem Aitolern bei einem gemeinsamen Manöver ermordet, doch gelingt es ihnen nicht, die Kontrolle über die Stadt zu erringen. Rom ist keineswegs bereit, den Abfall Demetrias’ hinzunehmen, weshalb der Gesandte Publius Villius Tappulus der Stadt Konsequenzen androht und damit indirekt auch den Aitolern. Da eine aitolische Niederlage auch Auswirkungen auf das mit ihnen verbündete Seleukidenreich haben würde, reagiert dessen Herrscher Antiochos III. mit einer Invasion in Griechenland, ohne darauf jedoch besonders vorbereitet zu sein. Dem folgenden Römisch-Syrischen Krieg zwischen Seleukiden und Römern und den jeweiligen Verbündeten ist ein vierjähriger kalter Krieg vorausgegangen, bei dem es den beiden Großmächten nicht gelungen ist, ihre Interessensphären gegeneinander abzustecken. Antiochos wird bei seiner Ankunft in Demetrias von den romfeindlichen Stadtherren freundlich begrüßt. Er zieht weiter und erobert nach einem kleineren Gefecht mit römischen Einheiten Chalkis. Trotz dieses Erfolges bleiben die griechischen Staaten Antiochos gegenüber reserviert und verhalten sich abwartend. Im Winter fällt die seleukidisch-aitolische Allianz im romfreundlichen Thessalien ein.
    Artikel des Tages: Der Römisch-Syrische Krieg war ein mi­litä­ri­scher Kon­flikt wäh­rend der Jahre 192 bis 188 v. Chr. und wurde in Grie­chen­land, der Ägäis und Klein­asien aus­getra­gen. Dabei standen sich zwei Koa­litio­nen unter der Füh­rung des Römi­schen Reiches be­zie­hungs­weise des sy­ri­schen Seleu­kiden­rei­ches unter Antio­chos III. dem Großen gegen­über. Den Kampf­hand­lun­gen ging seit 196 v. Chr. ein „Kalter Krieg“ zwi­schen beiden Groß­mäch­ten voraus. Während dieses Zeit­raumes bemüh­ten sie sich um eine fried­liche Ab­gren­zung ihrer Inte­res­sen­sphä­ren, schlos­sen aber gleich­zeitig Bünd­nisse mit regio­nalen Mittel­mäch­ten. Die mili­täri­sche Aus­einan­der­setzung endete mit einem deut­li­chen Sieg der Römer. Im Frie­den von Apa­meia wurden die Seleu­kiden 188 v. Chr. aus Klein­asien ver­drängt, wäh­rend ihre ver­lo­renen Terri­torien an rö­mische Alli­ierte fielen. Der Rö­misch-Sy­rische Krieg ver­än­derte die poli­tische Mächte­konstel­lation im Mit­tel­meer er­heb­lich. Der grie­chi­sche Histo­riker Poly­bios glaub­te in der Zeit von 218 bis 146 v. Chr. einen poli­ti­schen Pro­zess zu er­ken­nen, der die Ent­ste­hung des rö­mischen Welt­reichs zur Folge hatte. Der Krieg gegen Antio­chos mar­kierte dabei das Ende der ersten Phase, in der Rom nach­einan­der die Groß­mächte Kar­thago, Make­do­nien und Syrien be­zwang.
  • Satrap Ptolemaios (Kommagene, 201-163)
  • Fortsetzung 191

Griechisch-Baktrisches Königreich

Ägypten

IBERIA

PARTHERREICH

(120/121)

MASSYLIER

INDIEN

Maurya-Reich

Anuradhapura

Ruhuna

VIETNAM

Triệu-Dynastie

XIONGNU

CHINA

(41/42. Zyklus - Jahr des Erde-Hahns; am Beginn des Jahres Erde-Affe)

Han-Dynastie

JAPAN

QUELLEN

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05.07.2018 Artikel eröffnet

06.01.2024 Grundstock erstellt

25.05.2025 Grundstock ergänzt

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