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788: Unterschied zwischen den Versionen

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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Mauregato_(Asturien) König Mauregato (783–788)] <br />Nach ungefähr sechs Jahren an der Macht stirbt Mauregato um 788/789 eines natürlichen Todes, wie die zeitgenössischen Chroniken ausdrücklich hervorheben. Er wird in der Kirche San Juan Apóstol y Evangelista in Pravia beigesetzt, und nach seinem Tod wählen die Großen des Reiches Bermudo I., genannt der Diakon oder der Mönch, zu seinem Nachfolger.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Mauregato_(Asturien) König Mauregato (783–788)] <br />Nach ungefähr sechs Jahren an der Macht stirbt Mauregato um 788/789 eines natürlichen Todes, wie die zeitgenössischen Chroniken ausdrücklich hervorheben. Er wird in der Kirche San Juan Apóstol y Evangelista in Pravia beigesetzt, und nach seinem Tod wählen die Großen des Reiches Bermudo I., genannt der Diakon oder der Mönch, zu seinem Nachfolger.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Bermudo_I._(Asturien) '''König Bermudo I. (788–791)'''] <br />Bermudo I. gelangt durch einen Wahlakt auf den Thron von Asturien und ersetzt Mauregato I. Er legt seine diakonale bzw. geistliche Stellung ab und beginnt seine Herrschaft über das Königreich Asturien. Sein Aufstieg steht dabei im Zusammenhang mit einer kirchenrechtlich problematischen Thronfolge, weil er vor seiner Königserhebung die Weihe zum Diakon empfangen hat und damit dem geistlichen Stand angehört.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Bermudo_I._(Asturien) '''König Bermudo I. (788–791)'''] <br />Bermudo I. gelangt durch einen Wahlakt auf den Thron von Asturien und ersetzt Mauregato I. Er legt seine diakonale bzw. geistliche Stellung ab und beginnt seine Herrschaft über das Königreich Asturien. Sein Aufstieg steht dabei im Zusammenhang mit einer kirchenrechtlich problematischen Thronfolge, weil er vor seiner Königserhebung die Weihe zum Diakon empfangen hat und damit dem geistlichen Stand angehört.
*[[789#SPANIEN | Fortsetzung 789]] [[Kategorie:Asturien]]
*[[790#SPANIEN | Fortsetzung 790]] [[Kategorie:Asturien]]


==KIRCHENSTAAT==
==KIRCHENSTAAT==

Aktuelle Version vom 5. April 2026, 09:09 Uhr

785 | 786 | 787 | 788 | 789 | 790 | 791

MAYA

Calakmul

Talol

Tikal

Copan

PIKTEN

KELTEN

Uí Néill

Ailech

  • König Máel Dúin mac Áedo Alláin (770-788)
    Im Jahr 788 endet die Herrschaft Máel Dúins mit seinem Tod. In seinem Todesnachtrag wird er mit den Titeln König von In Fochla beziehungsweise König des Nordens bezeichnet, was seinen Status als dominierender Herrscher im nördlichen Irland festhält.
  • König Áed Oirdnide (788–819)
    Áed mac Néill, auch Áed Oirdnide genannt, ist seit 788 König von Ailech. Er gehört zur Dynastie der Cenél nEógain der nördlichen Uí Néill und ist der Sohn von Níall Frossach.
  • Fortsetzung 789

Ulaid

Connacht

  • König Cináed mac Artgail (786–792)
    Im Jahr 788 ist das Gesetz des heiligen Ciarán in Connacht in Kraft. Cináed mac Artgaile proklamiert, wie zuvor sein Vater, das „Gesetz Ciaráns“ und lässt auf einer feierlichen Handlung die verpflichtende Befolgung der im Kloster Clonmacnoise ausgearbeiteten Regeln im Königreich verkünden, die ein System von Bußzahlungen für verschiedene Vergehen festlegen. Damit versucht Cináed, sich die Unterstützung des irischen Klerus zu sichern, indem er die kirchlich geprägte Rechtsordnung in seinem Herrschaftsbereich bestätigt und öffentlich durchsetzt.
  • Fortsetzung 789

Leinster

Dalriada

Gwynedd

Königreich Powys

ANGELSACHSEN

Northumbria

  • König Ælfwald I. (778/779–788)
    Ælfwald wird am 23. September durch den Ealdorman Sicga bei Scythlecester, wahrscheinlich das späteres Chesters, ermordet. Er wird in der Church of Saint Andrew der Abtei von Hexham beerdigt. An der Stätte seines Todes wird eine Kirche errichtet. Er wird als Heiliger verehrt, und ausgehend von Hexham Abbey gibt es einen Kult um Ælfwald.
  • König Osred II. (788-790)
    Ælfwalds Söhne Ælf und Ælfwine sind als Thronerben vermutlich noch zu jung, sodass Osred, sein Verwandter, auf den Thron folgt.
  • Æthelred I.
    Während der Regierungszeit Ælfwalds I. und Osreds II. bleibt Æthelred im Exil. Osreds Stellung ist offenbar unsicher, und in der northumbrischen Oberschicht formieren sich Kreise, die eine Rückkehr Æthelreds vorbereiten.
  • Erzbischof Eanbald I. (York, 780-796)
    Im Jahr 788 führt Eanbald wahrscheinlich erneut eine Kirchenversammlung.
  • Bischof Higbald (Lindisfarne, 780–802)
  • Fortsetzung 790

Mercia

East Anglia

Königreich Wessex

Königreich Essex

FRÄNKISCHES REICH

  • König Karl der Große (768–800)
    Im Jahr 788 beenden Karl und sein Vorgehen im Osten seines Reiches die Selbstständigkeit des Stammesherzogtums Baiern. Im selben Jahr unternehmen die Awaren Einfälle in das Frankenreich, unter anderem nach Oberitalien und Bayern. Diese Vorstöße scheitern, und bei den folgenden Verhandlungen in Worms im Jahr 790 kommt keine Einigung zustande. Im gleichen Jahr wird Tassilo im Juni nach Ingelheim vorgeladen und dort zusammen mit seiner Familie festgesetzt. Ihm wird vorgeworfen, mit den Awaren paktiert zu haben; hinzu kommt der Vorwurf der „Fahnenflucht“. Profränkische bayerische Adelige sagen gegen den Herzog aus, der zum Tode verurteilt wird. Karl wandelt das Urteil in lebenslange Klosterhaft um.
    Karl erobert das slowenische Fürstentum Karantanien.
    In Aibling und in Ranshofen werden karolingische Pfalzen errichtet
  • Granusturm
    Der Granusturm, ein Teil der Aachener Kaiserpfalz, wird fertiggestellt.
  • Erzbischof Turpin (Reims, 748–794)
  • Bischof, ab 787 Erzbischof Angilram (Metz, 768–791)
    Um 788 überträgt Karl der Große Angilram zusätzlich die Abtei Herrenchiemsee (Chiemsee) im neu gewonnenen bairischen Gebiet, obwohl sie geographisch weit von Metz entfernt ist. Angilram nimmt damit zugleich die Rolle eines Abtes in mehreren Klöstern ein und vereinigt Bischofsamt, Erzkapellansamt und Abtswürde in seiner Person. Angilram interessiert sich besonders für Geschichtsschreibung und Liturgie und fördert entsprechende Projekte. Er veranlasst den Gelehrten Paulus Diakonus, das Werk „Liber de episcopis Mettensibus“, die Geschichte der Bischöfe von Metz, zu verfassen, das zum Vorbild vieler späterer mittelalterlicher Bischofsgeschichten wird. Außerdem lässt er Donatus das Leben des heiligen Trudo von Saint-Trond schreiben, wobei Donatus ihn ausdrücklich als seinen Lehrer bezeichnet. In der Liturgie greift Angilram in die „Regula canonicorum“ des Chrodegang ein und fügt drei neue Abschnitte hinzu, unter anderem zur Feier der Pfingstoktav. Die älteste Fassung der „Ordines Romani“, liturgischer Ordnungen römischer Prägung, wird in der Forschung ebenfalls seinem Einfluss zugeschrieben. Angilram lässt zudem eine großformatige, einbändige Bibel herstellen, die als eine der ersten einbändigen Bibeln der karolingischen Renaissance gilt, später aber im 20. Jahrhundert verloren geht. Im gleichen Jahr begleitet Angilram Karl den Großen nach Regensburg, wo der König den bayerischen Herzog Tassilo III. absetzt. Kurz nach dieser Entmachtung erhält Angilram im Namen der Diözese Metz das Kloster Chiemsee im neu gewonnenen bayerischen Gebiet, was als besonderes Zeichen königlichen Vertrauens gilt. Durch diese Übertragung übernimmt er die Aufsicht über ein weit entferntes Kloster und dehnt den Einfluss des Bistums Metz in das östliche Reichsgebiet aus. Angilram wirkt zugleich als Abt von Senones und von Sint-Truiden und verwaltet damit mehrere bedeutende Klöster neben seinem Bischofsamt. Seine Beziehungen zum König bleiben vor allem praktisch und politisch orientiert, da er an der Reichskirchpolitik beteiligt ist und in königlichen Angelegenheiten als erfahrener Ratgeber dient. In seiner Diözese setzt er die Reformen für Klerus und Klosterwesen fort und prägt dadurch das kirchliche Leben im Raum Metz nachhaltig.
  • Bischof Gerobald (Lüttich, 787-809)
  • Bistum Bremen
    0714D: Karl der Große errichtet nach altrömischer Sitte in Speyer das Bistum Bremen als Bistum für den nördlichen Teil Sachsens und verleiht diese neue Diözese im Auftrag von Papst Hadrian I. sowie nach Rat des Mainzer Erzbischofs Lullus und der anwesenden Bischöfe an Willehad.
    Bischof Willehad (Bremen, 788-789)
    Willehad macht daraufhin Bremen zu seiner Residenz und gestaltet die Stadt zum Mittelpunkt seiner bischöflichen Tätigkeit und zum Missionszentrum der Region. Nach dem Vorbild des northumbrischen Kirchenwesens organisiert er die pastorale Versorgung der Sachsen im Gau Wigmodi durch reisende Priester, sodass zunächst nur wenige feste Kirchengründungen im Elbe-Weser-Raum entstehen, die Seelsorge aber dennoch gewährleistet ist.
  • Bischof Hildebold (Köln, 787-795)
  • Erzbischof Richulf (Mainz, 787–813)
  • Bischof Wiomad (Trier, 762-791)
  • Bischof Berowelf (Würzburg, 769–794)
  • Abt Baugulf (Fulda, 779–802)
  • Bischof Egino (Konstanz, 782–811)
  • Abt Waldo von Reichenau (Reichenau 786–806)
  • Fortsetzung 789

Aquitanien

Neustrien

  • Unterkönig Karl der Jüngere (788-800)
    Karl der Jüngere, Sohn Karls des Großen, wird zum Unterkönig in Neustrien eingesetzt. Damit zeigt sich klar, dass ihn sein Vater vor seinen jüngeren Brüdern Pippin/Karlmann und Ludwig als Nachfolger vorsieht; diesen sind bereits 781 Italien beziehungsweise Aquitanien zugewiesen worden. Bei der Kaiserkrönung seines Vaters am 25. Dezember 800 wird er konsequenterweise zum König gesalbt und gekrönt.
  • Fortsetzung 789

Grafschaft Toulouse

​ Herzogtum Sachsen

  • Im Rahmen der Sachsenkriege zerstören Sachsen das Kloster Kaiserswerth am Rhein.
  • Fortsetzung 789

​ Herzogtum Baiern

  • Herzog Tassilo III. (748–788)
    Karl stellt Tassilo in der Ingelheimer Pfalz in einem lehnsrechtlichen Prozess wegen der angeblichen Pflichtverletzung von 763 und wegen Hochverrats durch Kontakte zu den Awaren vor Gericht; anwesend sind auch seine eigenen Landsleute.​ Tassilo wird zunächst zum Tod verurteilt, dann begnadigt und endgültig in die Abtei Jumièges verbannt, was Karl ein gesichertes Aufmarschgebiet gegen die Awaren verschafft.​ Beweise für eine tatsächliche Schuld Tassilos lassen sich nicht erbringen; der Prozess erscheint als politisch motiviertes Instrument zur Ausschaltung eines mächtigen Verwandten.​ Baiern wird durch fränkische Grafen verwaltet, das agilolfingische Herzogsgut eingezogen und in karolingisches Königsgut umgewandelt. Durch die Absetzung Tassilos werden Niederalteich, Frauenchiemsee, Mondsee und Wessobrunn Reichsklöster. Die Awaren, mit denen sich Tassilo verbündet hat, reagieren auf dessen Absetzung mit einem Einfall ins östliche Frankenreich. Dies ist der Beginn einer mehrjährigen fränkisch-awarischen Auseinandersetzung.
    Um 788 werden das Kloster Münchsmünster und das Stift Niedermünster gegründet oder neu geordnet, was zeitlich bereits in die Phase seines politischen Niedergangs fällt.
  • Herzog Karl der Große (788–814)
  • Bischof Simpert (Regensburg, 768–791)
  • Bischof Gerhoh (Eichstätt, 787–806)
  • Bischof Atto (Freising, 783/784–810/811)
  • Bischof Waldrich (Passau, 777–804)
  • Bischof Simpert (Augsburg, 778–807)
  • Bischof Arn von (Salzburg 785–798)
    788 kommt es in Ingelheim zum Sturz und zur Verurteilung Tassilos, die Arn nicht verhindern kann.
  • Notitia Arnonis
    Die Zusammenstellung der Notitia Arnonis stammt aus der Zeit um 790 und wird für Bischof Arn erstellt. Sie entsteht kurz nach dem Übergang der Herrschaft über Bayern von den Agilolfingern an die fränkischen Karolinger im Jahr 788. Es besteht also Bedarf, die vorfränkischen Besitzungen zu sichern, zumal sich einige der Großen offenbar bereits Kirchengut aneignen. Dabei passt man sich sprachlich den fränkischen Gebräuchen insofern an, als Bajuwarismen vermieden werden. So erscheinen die Zeugen, statt wie unter den Agilolfingern üblich fein differenzierend, bloß als „bayerische Freie“. Mit der Kompilation der Notitia wird ein gewisser Benedikt beauftragt, der aber nur die unmittelbar herzoglichen Donationen wie die sogenannten Konsensschenkungen aufnimmt. Das Verzeichnis nennt viele Ortsnamen, Siedlungen und Kirchen in Süddeutschland und Österreich zum ersten Mal.
  • Fortsetzung 789

Herzogzum Mailand

Herzogtum Treviso

Herzogtum Friaul

  • Unroch I. wird Herzog von Friaul; er ist Nachfolger des Marcarius; über beide Herzöge sind keine Wikipedia-Artikel vorhanden (selbst in der italienischen Wikipedia nicht)

Herzogtum Spoleto

  • Herzog Hildeprand (774–789)
    Hildeprand schließt sich fränkischen und langobardischen Truppen an, um einem byzantinischen Einfall Widerstand zu leisten. In diesem militärischen Zusammenhang steht er klar auf der Seite der fränkisch‑langobardischen Kräfte gegen die Byzantiner.
  • Winigis
    Winigis wird von Karl dem Großen mit fränkischen Truppen entsandt, um die Herzöge Hildeprand von Spoleto und Grimoald III. von Benevent gegen einen byzantinischen Einmarsch zu unterstützen. Bei dieser ersten überlieferten Handlung besiegt er in Kalabrien ein byzantinisches Expeditionsheer unter Theodoros, und nach dem Tod Hildeprands auf dem Feldzug wird Winigis als Nachfolger im Herzogtum Spoleto eingesetzt.
  • Fortsetzung 789

Herzogtum Benevent

  • Herzog Grimoald III. (788-806)
    Grimoald III. ist der einzige den Vater überlebende Sohn des Herzogs Arichis II. von Benevent und der Adelperga, Tochter von König Desiderius. Anfang 788 wird Grimoald, der Karls Oberherrschaft anerkennt und einen Treueid schwört, Herzog von Benevent und Salerno. Ein byzantinisches Heer unter dem sacellarius Johannes, dem patricius Theodorus von Sizilien und Adelchis landet 788 in Kalabrien und verwüstet das beneventanische Gebiet. Grimoald zieht mit dux Hildeprand von Spoleto und dessen Aufgebot sowie einigen Franken, die unter Karls Bevollmächtigtem Wineghisus stehen, den Invasoren entgegen und schlägt sie in einer für die Byzantiner verlustreichen Schlacht. Neben dem Oberbefehlshaber Johannes sollen 4000 Griechen gefallen und 1000 in Gefangenschaft geraten sein.
  • Fortsetzung 790

SPANIEN

Königreich Asturien

  • König Mauregato (783–788)
    Nach ungefähr sechs Jahren an der Macht stirbt Mauregato um 788/789 eines natürlichen Todes, wie die zeitgenössischen Chroniken ausdrücklich hervorheben. Er wird in der Kirche San Juan Apóstol y Evangelista in Pravia beigesetzt, und nach seinem Tod wählen die Großen des Reiches Bermudo I., genannt der Diakon oder der Mönch, zu seinem Nachfolger.
  • König Bermudo I. (788–791)
    Bermudo I. gelangt durch einen Wahlakt auf den Thron von Asturien und ersetzt Mauregato I. Er legt seine diakonale bzw. geistliche Stellung ab und beginnt seine Herrschaft über das Königreich Asturien. Sein Aufstieg steht dabei im Zusammenhang mit einer kirchenrechtlich problematischen Thronfolge, weil er vor seiner Königserhebung die Weihe zum Diakon empfangen hat und damit dem geistlichen Stand angehört.
  • Fortsetzung 790

KIRCHENSTAAT

  • Papst Hadrian I. (772–795)
    Hadrian setzt seine Zusammenarbeit mit Karl dem Großen fort und beteiligt sich an der kirchlichen Neuordnung des Frankenreichs; er verleiht Bischöfen im Reich das Pallium, das als Zeichen der metropolitanen Würde und enger Verbundenheit mit dem römischen Stuhl gilt.
  • Fortsetzung 795

REPUBLIK VENEDIG

  • Doge Maurizio Galbaio (764–797)
    (möglicherweise bereits 787 gestorben)
  • Doge Johannes Galbaio (787–803)
    Anfang 788 wird in Benevent, dem letzten langobardischen Machtbereich, Grimoald (III.) aus fränkischer Geiselhaft entlassen und gegen den Willen des Papstes zum Nachfolger seines Vaters gemacht. Grimoald muss Karl den Treueeid schwören, sich den Bart scheren lassen und die fränkische Oberhoheit auf Siegeln und Münzen anerkennen. Adelchis, der Sohn König Desiderius’, steht im Bund mit Byzanz, erleidet jedoch noch 788 gemeinsam mit seinen byzantinischen Verbündeten eine vernichtende Niederlage. Nach diesem Sieg heiratet Grimoald eine Schwägerin Kaiser Konstantins VI. namens Euanthia, was die Franken als Provokation ansehen.
  • Fortsetzung 791

SÜDSLAWEN

Kroatien

ERSTES BULGARISCHES REICH

BYZANTINISCHES REICH

  • Regentin Irene (780-790)
    Irene löst die Verlobung Konstantins mit Rotrud endgültig und lässt für ihn eine neue Braut, Maria von Amnia, auswählen, um ihre außenpolitische Linie zu ändern.
  • Kaiser Konstantin VI. (780–797)
    Irene löst eigenmächtig die Verlobung Konstantins mit Rotrude, einer Tochter Karls des Großen. Die Byzantiner wenden sich daraufhin gegen Karl den Großen und unterstützen nun Adalgis. Adalgis erhält das Kommando über ein römisches Expeditionskorps, das gegen Ende Jahr in Kalabrien landet. Dieses Heer wird von den vereinten Truppen der langobardischen Herzöge Hildeprand von Spoleto und Grimoald III. von Benevent sowie fränkischen Truppen unter Winiges geschlagen.
  • Patriarch Johannes (Grado, 766–802)
  • Patriarch Tarasios (Konstantinopel, 784–806)
  • Fortsetzung 790

IBERIEN

ARABER

(171/172 - 10./11. Juni)

Abbasiden

Rustamiden

  • Imam ʿAbd ar-Rahmān ibn Rustam (776–788)
    168 AH / 784–788: Nach ibaditischer Historiographie (al-Wardschlāni, asch-Schammachi) richtet Abd ar-Rahman ibn Rustam in Erwartung seines Todes einen Schura-Rat ein, der den nächsten Imam wählen soll. Die Zahl der Mitglieder schwankt in den Überlieferungen zwischen sechs, sieben und acht, und das Verfahren orientiert sich ausdrücklich an dem Vorbild des zweiten rechtgeleiteten Kalifen Umar ibn al-Chattab, der seinerseits einen Rat zur Bestimmung seines Nachfolgers eingesetzt hat. Der Rat umfasst unter anderem seinen Sohn Abd al-Wahhab und Yazid ibn Fandin, den späteren Anführer der Nukkari-Opposition. Nach einem Monat Beratung entscheidet sich die Versammlung für Masud al-Andalusi, der trotz seines Rufes für Frömmigkeit und Wissen flieht und sich verbirgt, um der Investitur zu entgehen. Daraufhin wendet sich die Gemeinde Abd al-Wahhab zu, der durch die Banu-Ifran-Abstammung seiner Mutter auf starke Unterstützung der Zenata zählen kann, und nachdem die Entscheidung gefallen ist, kehrt Masud zurück und legt öffentlich seinen Treueid ab. Der Historiker Brahim Bahaz bezweifelt diese Darstellung und hält die Parallele zu Umar ibn al-Chattab für wenig zuverlässig. Er verweist darauf, dass die spätere Nukkariyya-Spaltung die Legitimität des Rates weiter in Frage stellt, und weist darauf hin, dass der Chronist Ibn as-Saghir aus dem 9.–10. Jahrhundert den Rat überhaupt nicht erwähnt, sondern berichtet, Abd ar-Rahman habe seinen Sohn direkt bestimmt. Der Tod von ʿAbd ar-Rahmān wird in den überlieferten Texten derzeit nur vom spätmaghrebinischen Gelehrten Ibn ʿIdhari al-Marrakuschī in seinem Werk al-Bayan al-Mughrib (um 1312) berichtet. Er nennt für den Tod das Jahr 168 AH (784–785), wobei seine Angabe wahrscheinlich auf den verlorenen Chroniken von Ibn al-Warraq aus dem 10. Jahrhundert beruht; gemäss des Wikipedia-Artikels über den Nachfolger starb er aber erst im Jahr 788.
  • Imam Abd al-Wahhab ibn Abd al-Rahman (788–823)
    Abd al-Wahhab ibn Abd al-Rahman wird um 747/748 geboren. Er ist der Sohn des ibaditischen Imams Abd al-Rahman ibn Rustam, des Gründers der Dynastie des Maghreb, und er übernimmt von seinem Vater die ibaditische Überlieferung. Vor seinem Tod, der vermutlich 788 eintritt, setzt Abd al-Rahman ibn Rustam einen Rat ein, der den nächsten Imām wählen soll. Nach einem Monat Beratung wählen die Stammesführer und Notablen Abd al-Wahhab der Hidschra zum Imām; im selben Jahr beginnt sein Mandat, das bis 208 der Hidschra reicht. Unter seiner Herrschaft trägt Abd al-Wahhab neben dem Titel Imam auch die geläufigen Bezeichnungen „mächtiger König“ und „starker Sultan“. Er widmet sich der Organisation der Verwaltung und richtet in Tahert eine Hierarchie mit einem Sahib as-surta, einem Sahib bayt al-mal und einem Qadi ein, die jeweils von zahlreichem Personal unterstützt werden. Er ernennt Walis im Gebiet des Maghreb. Die Korrespondenz wird dabei teils auf Arabisch, teils auf Berberisch geführt. Tahert erlebt in dieser Zeit eine deutliche Entwicklung mit dem Bau einer befestigten Umwallung und einer zunehmenden Trennung der Viertel nach Ethnien und ausgeübten Tätigkeiten. Während seines Mandats festigt Abd al-Wahhab seine Macht und stärkt Bündnisse mit verschiedenen politischen Akteuren der Region. Er schließt ein Abkommen mit dem abbasidischen Statthalter von Kairouan, während sich die Macht der Idrisiden und Aghlabiden weiter konsolidiert. Außerdem verbindet er seine Familie mit jener der Banu Midrar von Sijilmassa und hält enge Beziehungen zu den Umayyaden von Córdoba aufrecht. Er vereint seine Kräfte mit den Aghlabiden, um Sizilien zu erobern, und intensiviert die Beziehungen mit dem Sudan.
  • Fortsetzung 789

Emirat Noukour

Idrisiden

  • Emir Idris I. (788–791)
    Idris beteiligt sich 786 zusammen mit Yahya an einem weiteren alidischen Aufstand unter al-Husayn ibn Ali al-Abid. Nach der Niederlage des Aufstands bei der Schlacht von Fakhkh entkommt er und bleibt zunächst im Versteck, bevor er nach Ägypten geht. Mit Hilfe des örtlichen Leiters des Kalifen-Postsystems, Wadih, verlässt er Ägypten und erreicht den Maghreb. Idris herrscht von 788 an. Er flieht aus dem Hedschas als Folge der Schlacht von Fakhkh und gilt als Hasanide sowie als Gründer der Idrisidendynastie in einem Teil Nordmarokkos.
  • Moulay Idris (Siedlung)
    Die Stadt wird von Idris I. gegründet. Hier befindet sich auch sein Mausoleum, das in einer Zāwiya erbaut wird.
  • Fortsetzung 789

Emirat von Córdoba

  • Emir Abd ar-Rahman I. (Córdoba, 756–788)
    Abd ar-Rahman stirbt in Córdoba, und sein Sohn Hischam I. folgt ihm unmittelbar auf den Thron, wobei die von ihm begründete Dynastie al-Andalus bis 1031 prägt.
  • Emir Hischam I. (788–796)
    Hischam ibn Abd ar-Rahman, 757 in Córdoba geboren, ist der älteste Sohn von Abd ar-Rahman I. und dessen Frau Halul und damit der jüngere Halbbruder von Sulaiman. Im Jahr 788 tritt Hischam die Nachfolge seines Vaters Abd ar-Rahman I. im Emirat von Córdoba an und wird der zweite Emir von Córdoba. Zu Beginn seiner Herrschaft muss er sich gegen seine Brüder Sulaiman und Abd Allah durchsetzen. Sulaiman herrscht in Toledo, gewinnt Abd Allah für seine Seite, verliert aber nach dem Machtkampf gegen Hischam, sodass beide Brüder schließlich ins Maghreb-Exil gehen.
  • Fortsetzung 791

CHASAREN

UIGURISCHES KAGANAT

  • Kagan Tun Baga Tarkhan (780–789)
    Am 30. November wird der Vertrag durch die Verlobung von Kaiser Dezongs Tochter Prinzessin Xian’an mit Tun Baga Tarkhan besiegelt, wobei die Eheschließung im Neuen Buch der Tang ausführlich dokumentiert wird. Die männliche Delegation von 1000 Personen steht unter der Leitung von Inanchu Bilge, während die weibliche Delegation von Kutluk Bilge Konchuy, der jüngeren Schwester Tun Baga Tarkhans, geführt wird. Tun Baga Tarkhan ersucht Kaiser Dezong, die chinesische Bezeichnung der Uiguren von Huihu in Huihe zu ändern, und erhält den neuen Titel Changshou Tianqin Qaghan („lang lebender, von Himmel begünstigter Qaghan“), während Prinzessin Xian’an den Titel Zhihuiduan Zhengshou Xiaoshun Khatun erhält. Am selben Tag heiratet Tun Baga Tarkhan Prinzessin Xian’an, die Tochter Kaiser Dezongs.
  • Fortsetzung 789

INDIEN

Pratihara

Chauhan-Dynastie

Östliche Chalukya

Rashtrakuta

  • König Dhruva Dharavarsha (780-793)
    Dhruva Dharavarsha führt erneut einen Feldzug gegen die Westliche Ganga‑Dynastie. Bereits zuvor hat er deren Herrscher Shivamara II. von Gangavadi besiegt, gefangen genommen und seinen eigenen Sohn, den Prinzen Kambarasa, als Statthalter eingesetzt. Zudem zwingt er den Pallava‑Herrscher Nandivarman II., die Oberhoheit der Rashtrakutas anzuerkennen, wofür dieser ihm zahlreiche Elefanten übergibt.
  • Fortsetzung 793

Westliche Ganga-Dynastie

  • König Sripurusha (726–788)
  • König Shivamara II. (788-816)
    Shivamara II. ist der Sohn von Sripurusha und regiert von 788 bis 816 das Westliche-Ganga-Reich. Er ist auch ein angesehener Gelehrter in Kannada, Sanskrit und Prakrit und tritt die Ganga-Herrschaft zu einer Zeit an, in der die Rashtrakuta in Südindien und im Dekkan aufsteigen. Während dieser Zeit steht Shivamara II. in ständigem Konflikt mit den Rashtrakuta. Der Rashtrakuta-Monarch Dhruva Dharavarsha besiegt ihn in Mudagunduru und nimmt den Ganga-König gefangen; danach übernehmen die Rashtrakuta durch die Ernennung von Kambharasa, dem Sohn von Dhruva Dharavarsha, als Statthalter direkt die Kontrolle über Gangavadi. Shivamara II. wird später wieder freigelassen, nur um während der Herrschaft von Govinda III. erneut eingesperrt zu werden, nachdem er sich weigert, den Rashtrakuta-Tribut zu zahlen. Danach wird er wieder freigelassen und widersetzt sich dem Rashtrakuta-Joch erneut, indem er Kriege führt. In dieser Zeit ist Manne bei Bangalore eine seiner Hauptstädte. Trotz mehrfacher Gefangenschaft und eines dauernden Kriegszustands findet er Zeit für literarische Werke. Dazu gehören Gajashtaka in Kannada, Gajamathakalpana in Sanskrit und Sethubandha in Prakrit. Laut dem Historiker Kamath gilt er als einer der berühmten Könige der Westlichen-Ganga-Dynastie.
  • Fortsetzung 816

Pallava

Anuradhapura

  • König Mahinda II. (787-807)
    Mahindas Vetter Dappula hat sich nach Ruhunu zurückgezogen und erholt sich dort von seiner letztjährigen Niederlage; er nutzt die Jahre der Ruhe, um sich wieder zu bewaffnen und eine neue Streitmacht aufzubauen. Mit einem im Süden ausgehobenen Heer, unterstützt von zwei seiner Neffen, die in dem dortigen Distrikt leben, unterwirft er zunächst die Bewohner von Malaya Rata und zieht dann mit verstärkten Kräften nach Norden. In einer nächtlichen Operation schließt er einen Ring um die Hauptstadt Anuradhapura und belagert sie; Lärm von Pferden, Elefanten und Kriegsinstrumenten ist so gewaltig, dass es heißt, der Himmel drohe zu zerreißen. Mahinda berät sich in der belagerten Stadt mit seinen Ministern und Generälen, die erklären, dass der Glanz des Königtums keinen Wert habe, wenn sie sich in der Stunde des Bedarfs des Königs zurückzögen; durch diese Worte ermutigt, sammelt Mahinda sein Heer, besteigt im Morgengrauen seinen Elefanten, reitet mit seinen Soldaten zu einem der Stadttore und führt einen überraschenden Ausfall gegen die Belagerer, die mit einem solchen Angriff nicht rechnen. Die Truppen Dappulas geraten in Panik, werden an allen Fronten überrannt und erleiden hohe Verluste; die beiden Neffen Dappulas geraten in Gefangenschaft, während Dappula selbst mit den Resten seines Heeres nach Ruhunu entkommt. Mahinda II verzichtet bewusst auf eine Verfolgung des geschlagenen Feindes, zieht sich mit seinen Truppen wieder in die Hauptstadt Anuradhapura zurück und feiert dort den Sieg.
  • Fortsetzung 789

TIBET

CHINA

(58./59. Zyklus - Jahr des Erde-Drachen; am Beginn des Jahres Feuer-Hase)

Tang-Dynastie

KOREA

Silla

Balhae

JAPAN

QUELLEN

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21.09.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt

01.04.2026 Grundstock ergänzt

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