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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Kammu Tennō Kammu (781–806)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Kammu Tennō Kammu (781–806)] <br />
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Shoku_Nihongi '''Shoku Nihongi (Chronik)'''] <br />Vollendung der japanischen Chronik ''Shoku Nihongi'' Die Chronik besteht aus 40 Büchern und ist wie üblich für diese Zeit in Kanbun, also in klassischem Chinesisch, geschrieben. Ausgenommen davon sind 8 altjapanische Gedichte und 62 kaiserliche Erlasse, die in einem Senmyō-gaki genannten Stil abgefasst sind, in dem insbesondere japanische grammatikalische Formen lautlich wiedergegeben werden. Diese geben wichtige Hinweise zur Erforschung der Grammatik der altjapanischen Sprache. Im Jahr 697 beginnt die im Werk behandelte Zeitspanne mit der Thronbesteigung des Tennō Mommu und endet Jahr 791 mit dem 10. Jahr der Herrschaft des Tennō Kammu.
[http://de.wikipedia.org/wiki/Shoku_Nihongi '''Shoku Nihongi (Chronik)''']
*[[806#JAPAN | Fortsetzung 806]]​ [[Kategorie:Japan]]
*Vollendung der japanischen Chronik ''Shoku Nihongi''


==QUELLEN==
==QUELLEN==

Aktuelle Version vom 3. Mai 2026, 16:18 Uhr

794 | 795 | 796 | 797 | 798 | 799 | 800
797 Chronik

MAYA

Talol

Tikal

Copan

PIKTEN

KELTEN

  • Der König von Meath ist bis 797 gleichzeitig auch Hochkönig von Irland, danach ist es der König von Ailech

Ailech

Ulster

Connacht

Meath

  • König von Meath und Hochkönig Donnchad Midi (766/778-793/797)
    Donnchad Midi stirbt am 6. Februar in Clonard, nachdem er fast drei Jahrzehnte lang zuerst als König von Meath und dann als Hochkönig die irische Politik geprägt hat. Nach seinem Tod folgt ihm sein Sohn Domnall als König von Meath nach, wird aber schon 799 von Verwandten ermordet, während andere Söhne wie Conchobar und Máel Ruanaid in der Folgezeit selbst Könige von Meath und Vorfahren späterer Hochkönige werden, sodass Donnchads Dynastie bis zu Máel Sechnaill mac Máele Ruanaid und weiter zu Máel Sechnaill mac Domnaill im 10.–11. Jahrhundert an der Spitze Irlands bleibt. Im Jahr 797 wird aber der König von Ailech Hochkönig
  • König Domnall mac Donnchada Midi (797-799)
    Domnall mac Donnchada Midi ist König von Meath aus dem Clann Cholmáin. Er ist der Sohn von Donnchad Midi, dem Hochkönig von Irland. Er folgt seinem Vater in diesem Jahr als König von Meath nach. Im selben Jahr fällt das Gebiet zwischen dem Tod von Donnchad Midi und der Herrschaftsübernahme seines Sohnes Conchobar mac Donnchado im Jahr 803 in eine Zeit bürgerlicher Unruhen und Verwirrung unter dem Clann Cholmáin. Im Jahr 797 greift der Hochkönig Áed Oirdnide (siehe Ailech) von den Cenél nEógain Meath an und besiegt den Clann Cholmáin in der Schlacht von Druim Ríg. In dieser Schlacht werden zwei Onkel Domnalls, Fínnechta und Diarmait Odar, getötet, ebenso Fínnechta, der Sohn von Follaman aus dem verwandten Caílle Follamain. Áed verwüstet daraufhin Meath, das sich ihm unterwirft, und der Beginn seiner Hochkönigsherrschaft gilt von diesem Zeitpunkt an als eingetreten.
  • 790

Leinster

Gwynedd

Powys

ANGELSACHSEN

Northumbria

Mercia

  • König Cenwulf (796–821)
    Cenwulf schickt 797 und 798 Gesandte nach Rom zu Papst Leo III. und schlägt vor, für Æthelhard ein neues Erzbistum in London zu schaffen. Die Gesandten machen die Probleme mit dem Erzbistum Lichfield für die Unfähigkeit Papst Hadrians I. verantwortlich, doch Leo III. verwirft den Plan.
  • Alkuin richtet einen Brief an die Menschen in Kent und beklagt, dass kaum noch jemand vom alten Königsgeschlecht übrig sei. Der Aufstand in Kent besteht weiterhin, und Eadberht Præn tritt als Exilant von Karls Hof als Anspruchsteller auf den Kentischen Thron auf.
  • Bischof Unwona (Leicester, 781/785-801/803)
    Unwona wird möglicherweise mit dem Decknamen „Speratus“ Adressat eines Briefes von Alkuin von York. In diesem Brief mahnt Alkuin zum angemessenen Verhalten beim bischöflichen Mahltisch und formuliert die berühmte Mahnung: „verba Dei legantur in sacerdotali convivio: ibi decet lectorem audiri, non citharistam, sermones patrum, non carmina gentilium. Quid Hinieldus cum Christo?“ („Es sollen Gottes Worte beim bischöflichen Mahl verlesen werden. Es ziemt sich, dass ein Leser gehört wird, nicht ein Harfenspieler, väterliche Predigten, nicht heidnische Lieder. Was hat Hinield mit Christus zu tun?“).
  • Erzbischof Hygeberht (Lichfield, 787–799)
  • Fortsetzung 798

East Anglia

Wessex

Essex

Kent

  • König Eadberht III. Præn (796–798)
  • Æthelhard: Da der Rang Lichfields als Erzbistum auf päpstlicher Entscheidung beruht, sind Änderungen nur mit Zustimmung des Papstes möglich. Der König von Mercia, Cenwulf, entsendet eine Gesandtschaft zu Papst Leo III., um die Herabstufung Lichfields zu erreichen und die kirchenpolitischen Probleme zwischen Lichfield und Canterbury zu lösen. In einem Schreiben an den Papst erinnert Coenwulf an einen älteren Plan Papst Gregors des Großen, der zwei Metropolitansitze in Britannien vorsieht, einen im Norden und einen im Süden, wobei der südliche Sitz in London liegen soll. Das Schreiben deutet an, dass Cenwulf überlegt, Æthelhards Metropolitansitz von Canterbury nach London zu verlegen, zugleich aber die grundsätzliche Ordnung der Kirche klären will. Die Gesandtschaft überbringt außerdem einen Brief Æthelhards, der jedoch nicht erhalten geblieben ist. Papst Leo III. lehnt die vorgeschlagene Lösung ab; in seiner Antwort betont er, dass der südliche Erzbischofssitz in Canterbury bleiben muss, und exkommuniziert Eadberht, wobei er auch dessen gewaltsame Entfernung aus Kent billigt, falls Eadberht weiter Æthelhards Rückkehr verhindert.
  • Fortsetzung 798

FRÄNKISCHES REICH

Grafschaft Toulouse

Abodriten

  • Heerführer Drasco (795-804), Samtherrscher Drasco (804–810)
  • Zu Ostern nehmen die nordalbingischen Sachsen in den Gauen Stormarn, Dithmarschen und Holstein die von Karl dem Großen entsandten Königsboten gefangen. Einige der Gesandten werden sofort niedergemetzelt, andere behalten die Sachsen gegen Lösegeld zurück. Vorausgegangen ist, dass Karl der Große in den Sachsenkriegen die sächsischen Gaue bis zur Elbe weitgehend befriedet hat und zur Durchsetzung der Kapitulationsbedingungen diese Gesandten entsendet.
  • Fortsetzung 798

​ Herzogtum Sachsen

  • Gymnasium Paulinum (Münster)
    Im Jahr 797 soll die Domschule in Münster gegründet worden sein. Dabei kann man sich allerdings nicht auf eine urkundliche Erwähnung berufen, sondern auf einen Erlass Karls des Großen von 789, an allen Klöstern und Bischofssitzen eine Schule einzurichten. Dies dürfte auch in Münster, das damals noch „Mimigernafort“ hieß, der Fall gewesen sein. Das Kloster 797 durch Liudger dem heiligen Paulus geweiht, was als Beginn der schola paulina angesehen wird.
  • Fortsetzung 799

​ Herzogtum Baiern

Herzogzum Mailand

Herzogtum Treviso

Herzogtum Spoleto

Herzogtum Benevent

SPANIEN

Asturien

  • König Alfons II. (791-842)
  • Bermudo
    Der ehemalige König Bermudo I. stirbt um das Jahr 797 in Oviedo. Nach seiner Abdankung hat er noch mehrere Jahre gelebt; in einer Überlieferung heißt es sogar, er habe danach als Mönch weitergelebt.
  • Fortsetzung 798

KIRCHENSTAAT

  • Papst Leo III. (795–816)
    Irene von Athen steigt auf den Thron des Byzantinischen Reiches und erklärt sich zur basilissa dei Romei, also zur Kaiserin der Römer. Weil in Konstantinopel eine Frau den „römischen“ Thron innehat, betrachtet Leo III. den römischen Thron als vakant. Irene ist die erste Frau mit voller Macht über das Byzantinische Reich und nimmt zusätzlich den männlichen Kaisertitel basileus dei Romei an.
  • Fortsetzung 798

REPUBLIK VENEDIG

  • Doge Maurizio Galbaio (764–797)
    (möglicherweise bereits 787 gestorben)
  • Doge Johannes Galbaio (787–803)
    In der modernen Forschung wird die auf Andrea Dandolo zurückgehende Dauer der Regierungszeiten nicht mehr akzeptiert, stattdessen wird die Chronik des Johannes Diaconus herangezogen. Auf dieser Grundlage kommt die Forschung zu der Auffassung, dass Doge Johannes erst 797 und damit zehn Jahre später als von Andrea Dandolo behauptet sein Amt als alleinregierender Doge antritt.
  • Fortsetzung 800

WESTSLAWEN

Heveller

  • Bau einer slawischen Burganlage bei Spandau

Sorben

SÜDSLAWEN

Kroatien

ERSTES BULGARISCHES REICH

BYZANTINISCHES REICH

  • Kaiser Konstantin VI. (780–797)
    Am 19. August wird Konstantin von den Anhängern seiner Mutter gefangen genommen, geblendet und inhaftiert, nachdem Irene eine Verschwörung organisiert hat. Irene lässt sich als erste regierende Kaiserin von Konstantinopel krönen. Der genaue Todeszeitpunkt Konstantins ist unbekannt, doch stirbt er sicher vor 805; möglicherweise erliegt er bald nach der Blendung seinen Verletzungen. Die Blendung kann in besonders brutaler Weise ausgeführt sein, um sein Überleben zu verhindern. Er wird im von Irene gegründeten Kloster der heiligen Euphrosyne bestattet.
  • Mitkaiserin (792-797), nun Kaiserin Irene (797-802)
    Nach 797 lässt Irene sich auf Münzen und Siegeln nun mit eigenen Titeln darstellen, meist als Basilissa oder Augusta, und verzichtet offiziell auf den männlichen Titel Basileus, auch wenn einige Quellen ihr die Form „Irene Basileus“ zuschreiben. Um 797 beginnt Irene, die Steuern zu senken, um Popularität bei Volk und Hauptstadtbevölkerung zu gewinnen, was jedoch die Finanzen des Reiches belastet. In den folgenden Jahren verschlechtern sich die Staatsfinanzen; Irene muss wertvolle Kirchenschätze und kaiserliche Güter veräußern, um Einnahmen zu erzielen. Zwischen ihren wichtigsten Höflingen, insbesondere Staurakios und Aëtios, entstehen heftige Rivalitäten um Einfluss, die die Regierungspolitik der Kaiserin schwächen. Einflussreiche Kreise des Hofes versuchen mehrmals, ihren Schwager Nikephoros, einen Sohn Konstantins V., auf den Thron zu bringen; Irene kann diese Pläne zunächst vereiteln.
  • Patriarch Johannes (Grado, 766–802)
    Nach dem Tod des Dogen Mauritius I. führt dessen Sohn und Nachfolger Johannes die Auseinandersetzung mit dem Patriarchen Johannes von Grado konsequent fort. Die Ablehnung der Einsetzung des Griechen Cristoforo auf den Bischofssitz von Olivolo durch den Patriarchen gilt in Venedig als unzulässige Einmischung in die inneren Verhältnisse des Herzogtums. In einem Klima wachsenden fränkischen Drucks und innerer Spannungen zwischen Grado, dem Dogen und den Laguneninseln kulminiert der Konflikt nun in Gewalt. Der neue Doge Johannes verfolgt eine klare Anlehnungspolitik an das Frankenreich und versucht zugleich, stärker in die kirchlichen und politischen Verhältnisse der Lagune hineinzuregieren. Um den Widerstand des Patriarchen zu brechen, beauftragt er seinen Sohn Mauritius (II.) mit einem militärischen Unternehmen gegen Grado. Mauritius (II.) führt eine Flotte gegen die Stadt, besetzt sie und greift damit direkt die Person des Patriarchen an.
  • Patriarch Tarasios (Konstantinopel, 784–806)
  • Fortsetzung 800

IBERIEN

ARABER

(180/181 - 4./5. März)

Abbasiden

Rustamiden

Idrisiden

Emirat von Córdoba

  • Emir al-Hakam I. (796–822)
    al-Hakam geht in Toledo gegen die Unabhängigkeitsbestrebungen der Stadt vor. ‘Amrus ibn Yusuf trifft dort ein, gewinnt das Vertrauen der örtlichen Notablen und kündigt ein Festmahl zu Ehren des vierzehnjährigen Erben ‘Abd ar-Rahman an. Beim anschließenden Fest wird die Aristokratie nach und nach in das Gebäude gelockt und dort in einem Hinterhalt getötet; der Bericht beschreibt, dass siebenhundert führende Bürger unwissentlich in den Tod gehen. Der Text betont zugleich, dass die Erzählung vom „Tag des Grabens“ wohl fiktiv ist, aber die Entschlossenheit des Emirs zeigt, die lokale Elite zu unterwerfen.
  • Fortsetzung 798

CHASAREN

UIGURISCHES KAGANAT

INDIEN

Pratihara

Chauhan-Dynastie

Östliche Chalukya

Rashtrakuta

Westliche Ganga-Dynastie

Pallava

Anuradhapura

TIBET

  • König Trisong Detsen (755–797)
    Trisong Detsen hat drei Söhne: Mutri, Muné Tsenpo (Murub) und Mutik Tsenpo (Sadnalegs); der älteste, Mutri Tsenpo, stirbt früh. 797 zieht sich Trisong Detsen in den Palast von Zungkar zurück, verfasst Dharmatexte und übergibt den Thron an seinen zweiten Sohn Muné Tsenpo. Muné Tsenpo verfolgt in etwa eineinhalb Jahren zahlreiche spirituelle und weltliche Ziele und besteht laut Testament von Ba darauf, dass das Begräbnis seines Vaters nach buddhistischen, nicht nach traditionellen Riten abläuft.
  • König Muné Tsenpo (797–799)
    Muné Tsenpo wurde um 762 geboren; sein Name ist ein Zhangzhung-Name und bedeutet „Namkha Tsenpo“ oder „Sky King“. Als Trisong Detsen abdankt und im Nyugmakhar-Palast in Zungkhar Wohnsitz nimmt, übergibt er die Macht an den nächstältesten überlebenden Sohn, Muné (Munrub) Tsenpo. Muné Tsenpo wird in diesem Zusammenhang enthront und herrscht nur etwa ein Jahr und sieben Monate. Während seiner Herrschaft hält er wichtige spirituelle Versammlungen in Samje ab und fördert Gesetzesvorlagen.
  • Fortsetzung 799

CHINA

(58./59. Zyklus - Jahr des Feuer-Büffels; am Beginn des Jahres Feuer-Ratte)

Tang-Dynastie

KOREA

Silla

Balhae

JAPAN

  • Tennō Kammu (781–806)
  • Shoku Nihongi (Chronik)
    Vollendung der japanischen Chronik Shoku Nihongi Die Chronik besteht aus 40 Büchern und ist wie üblich für diese Zeit in Kanbun, also in klassischem Chinesisch, geschrieben. Ausgenommen davon sind 8 altjapanische Gedichte und 62 kaiserliche Erlasse, die in einem Senmyō-gaki genannten Stil abgefasst sind, in dem insbesondere japanische grammatikalische Formen lautlich wiedergegeben werden. Diese geben wichtige Hinweise zur Erforschung der Grammatik der altjapanischen Sprache. Im Jahr 697 beginnt die im Werk behandelte Zeitspanne mit der Thronbesteigung des Tennō Mommu und endet Jahr 791 mit dem 10. Jahr der Herrschaft des Tennō Kammu.
  • Fortsetzung 806

QUELLEN

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29.10.2011 Artikel eröffnet

12.09.2023 Grundstock erstellt

01.05.2026 Grundstock ergänzt

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