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Erscheinungsbild
RÖMISCHE REPUBLIK
(ab urbe condita DL = 550)
- Konsul Marcus Cornelius Cethegus
- Konsul Publius Sempronius Tuditanus
- Zensor Gaius Claudius Nero und Zensor Marcus Livius Salinator
Claudius Nero und Marcus Livius Salinator treten erneut gemeinsam in ein hohes Amt an: Die zenturiatskomitien wählen sie zu Zensoren; ihre Zensur dauert außergewöhnlich lange – fünf Jahre statt der üblichen 18 Monate –, und umfasst die Durchführung des Bürgerzählungs, die Überprüfung der Senatorenlisten, die Vergabe öffentlicher Bau‑ und Pachtverträge sowie die Abhaltung des Reinigungsrituals, des Lustrum. Unter ihrer Zensur wird Quintus Fabius Maximus zum zweiten Mal als princeps senatus, also als Anführer der Senatsliste, bestimmt, und sieben Senatoren erhalten eine nota, ein Makelzeichen, das ihre Ausschließung aus dem Senat bedeutet. Sie vergeben Verträge für den Bau einer Straße vom Forum Boarium zum Tempel der Venus sowie für den Bau eines Tempels der Magna Mater auf dem Palatin und führen eine neue Salzsteuer ein, die in der Bevölkerung als unpopulär gilt. Die Zählung der Bürger zieht sich länger hin als üblich, weil Beauftragte in die Provinzen geschickt werden, um die Zahl der römischen Bürger in den Heeren zu erfassen. Der Historiker Livius nennt für das Jahr 204 eine Zahl von 214'000 Bürgern; moderne Schätzungen korrigieren sie aufgrund von Soldaten im Ausland und nur vorübergehend entrechteten Bürgern auf etwa 240'000. Frauen, Kinder, Sklaven und Fremde bleiben in dieser Zählung unberücksichtigt, und Nero führt das Lustrum erst später durch, weil die Vorarbeiten für den Zensus so umfangreich sind. Die Zensur wird allerdings durch persönliche Fehden überschattet. Als die Musterung des Ritterstandes beginnt und beide Zensoren als Besitzer öffentlicher Reitpferde selbst Rechenschaft ablegen müssen, befiehlt Nero seinem Kollegen Livius, sein Pferd zu verkaufen, weil dieser 218 vom Volk wegen unsachgemäßer Behandlung von Kriegsbeute verurteilt worden ist. Livius revanchiert sich sofort, indem er Nero seinerseits zum Verkauf seines Pferdes auffordert, mit der Begründung, dieser habe damals im Prozess falsch ausgesagt; da Zensurmaßnahmen jedoch nur gemeinsam gültig sind, bleibt diese gegenseitige Bloßstellung symbolisch, beschädigt aber das Ansehen des Amtes. Am Ende der Amtszeit versucht jeder der beiden, den anderen in die Klasse der Aerarii zu versetzen, eine Gruppe von Bürgern mit herabgesetztem Status und höherer Steuerlast, die moralische oder andere Verfehlungen büßen sollen. Der Volkstribun Gnaeus Baebius beantragt schließlich, beide Zensoren wegen ihres unwürdigen Verhaltens anzuklagen, doch der Senat blockiert das Verfahren, um die Würde der Zensur nicht dem Stimmungswechsel der Menge auszuliefern. Wahrscheinlich dient dieser Vorstoß aber dazu, Nero und Livius einen "Schock" zu versetzen und sie zu einem würdigeren Auftreten zu bewegen. - Als der Legat Quintus Pleminius wegen Plünderungen in Lokroi angeklagt wird, verlangt der ehemalige Konsul Quintus Fabius Maximus Verrucosus, auch den vorjährigen Konsul Scipio als verantwortlichen Oberbefehlshaber mit anzuklagen. Plutarch schildert darüber hinaus eine enge politische Front von Fabius und Cato gegen Scipio, die in dieser Zuspitzung wohl übertrieben ist, aber reale Gegensätze in der Kriegsphilosophie widerspiegelt. Der alte Fabius erscheint nun in der Tradition gelegentlich als intriganter Gegner des erfolgreichen Feldherrn Scipio. Fabius wird erneut zum Princeps senatus gewählt und hält die Leichenrede auf seinen verstorbenen Sohn, die er als einzige seiner Reden veröffentlicht. Dieses Werk, das Cicero später lobt, ist geht bis auf ein unsicheres Fragment verloren.
- Legat equitum Lucius Veturius Philo (3. Amtszeit)
Lucius Veturius Philo schließt sich als Legat dem Prokonsul Publius Cornelius Scipio Africanus an, der von Italien nach Nordafrika übersetzt, um den Krieg gegen Karthago auf dessen eigenem Boden zu Ende zu führen. Veturius begleitet Scipio in das neue Operationsgebiet; über seine konkreten militärischen Einsätze in Afrika berichten die Quellen jedoch keine Einzelheiten. - Der ehemalige Konsul Marcus Valerius Laevinus beantragt, dass die 210 von Senatoren und anderen Geldgebern ausgelegten Beträge für den Krieg zurückgezahlt werden, und dieser Antrag wird angenommen.
- Lex Cincia
- Zweiter Punischer Krieg (218-201)
Scipio Africanus landet in Nordafrika; der vor Syphax geflohene Massinissa bietet ihm seine Dienste an.
Schlacht von Crotona
Hannibal kämpft gegen die römischen Legionen bei Crotona – unentschieden.
Karthago beauftragt den Feldherrn Hasdrubal, unterstützt vom verbündeten westnumidischen König Syphax, mit der Abwehr der römischen Invasionstruppen. - Fortsetzung 203
ILLYRER
- König Pleuratos III. (205-181)
Pleuratos III. wird als Partei im Vertrag von Phoinike genannt. Beginn der Alleinherrschaft nach dem Tod oder Rücktritt seines Vaters - Fortsetzung 200
GRIECHEN
(4. Jahr der 143. / 1. Jahr der 144. Olympiade)
Makedonien
Sparta
Bosporanisches Reich
Pergamon
Pontos
Bithynien
Kappadokien
Seleukidenreich
- König Antiochos III. (223–187)
Um 204: Kleopatra I. wird als Tochter von Antiochos III. und der Laodike geboren - Fortsetzung 203
Griechisch-Baktrisches Königreich
Ägypten
- König Ptolemaios IV. (221-204)
Juli oder August: Ptolemaios IV. stirbt unter mysteriösen Umständen (wahrscheinlich durch Vergiftung oder Mord); Ptolemaios V. wird als Kind König von Ägypten - Königin Arsinoë III. (220–204)
Arsinoë III., die für ihren minderjährigen Sohn Ptolemaios V. die Regentschaft in Ägypten führen soll, wird in einer Palastrevolte von den Ministern Agathokles und Sosibios ermordet. Nach dem Bekanntwerden des Todes von Ptolemaios IV. beschließen Philipp V. von Makedonien und der Seleukide Antiochos III. vermutlich einen Raubvertrag zur Aufteilung Ägyptens. Die Regentschaft wird nun durch verschiedene Höflinge und Minister ausgeübt; die politische Lage bleibt instabil (bis 197) - König Ptolemaios V. (204-180)
- König Harwennefer (205-199)
Beleg für Harwennefer in Pathyris, südlich von Theben (0927D) - Fortsetzung 203
IBERIA
PARTHERREICH
(107/108)
MASSYLIER
- König Massinissa (206–148)
Massinissa unterstützt römische Truppen unter Scipio Africanu - Fortsetzung 203
MASSÄSYLIER
- König Syphax (220-203)
Landung Scipios in Afrika; Syphax kämpft nun an der Seite Karthagos gegen Rom und Massinissa - Fortsetzung 203
INDIEN
Maurya-Reich
Anuradhapura
Ruhuna
VIETNAM
Triệu-Dynastie
- um 206: Sturz der Qin-Dynastie; Zhao Tuo erklärt sich zum König von Nanyue (Südliche Yue) und macht Panyu (heute Guangzhou) zur Hauptstadt Fortsetzung 203
XIONGNU
CHINA
(41/42. Zyklus - Jahr des Feuer-Hahns; am Beginn des Jahres Feuer-Affe)
Han-Dynastie
- König Liu Bang (206–195)
- Die Xiongnu vereinigen die Nomadenstämme im Norden des Han-Reiches und bilden fortan die größte äußere Gefahr.
- Fortsetzung 202
JAPAN
QUELLEN
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26.12.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt
15.06.2025 Grundstock ergänzt