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CHRONIK

1127D: Konsul Aulus Cornelius Cossus (Römische Republik)

  • In Rom Beginn des Konsulats von Aulus Cornelius Cossus und Titus Quinctius Pennus Cincinnatus, der zum zweiten Mal Konsul ist.

RÖMISCHE REPUBLIK

(ab urbe condita CCCXXVI = 326)

  • Konsul Lucius Quinctius Cincinnatus?
    Der antike Geschichtsschreiber Diodor nennt Lucius Quinctius Cincinnatus und Aulus Sempronius Atratinus als Konsulnpaar zwischen den Amtsträgern der Jahre 428 und 427; dabei handelt es sich vermutlich um eine Interpolation, zumal Titus Livius kein Konsulat der beiden nennt. In einzelnen antiken Quellen wird Lucius Quinctius Cincinnatus zudem möglicherweise ein Konsulat für 428 zugeschrieben.
  • Konsul Aulus Cornelius Cossus
    Aulus Cornelius Cossus wird während einer von Seuche und Hungersnot geprägten Zeit gemeinsam mit Titus Quinctius Poenus Cincinnatus zum Konsul gewählt. Dieses Konsulnpaar gehört zu den letzten Konsularkollegien vor der Zeit der Militärtribunen mit konsularischer Gewalt. Während ihres Konsulats wird eine Kommission eingesetzt, um in Fidenae diejenigen zu richten, die im vorherigen Jahr gemeinsam mit den Veientern an einem Überfall auf römisches Gebiet beteiligt sind. Diejenigen, die ihre Abwesenheit aus der Stadt zur Zeit des Überfalls nicht nachweisen können, werden nach Ostia verbannt. An ihrer Stelle werden Kolonisten in Fidenae angesiedelt. In diesem Jahr trifft eine Dürre das römische Gebiet und verursacht weitere Seuchen. Nach Festus feiert Cossus während dieses Konsulats einen Triumph und legt die spolia opima im Tempel des Jupiter nieder.
  • Konsul Titus Quinctius Pennus Cincinnatus (1. Amtszeit)
    Titus Quinctius Pennus Cincinnatus wird nach 431 zum zweiten Mal zum Konsul bestellt; sein Amtskollege ist Aulus Cornelius Cossus. Während dieses Konsulats bricht in Rom infolge einer Dürre eine verheerende Hungersnot aus. Nachdem außerdem einzelne Pestfälle auftreten, verbreiten sich in der Stadt abergläubische Rituale. Die Vejer führen mehrere Überfälle durch, doch ein Gegenfeldzug wird auf das nächste Jahr verschoben. Weil vermutet wird, dass die Fidener den Vejern bei den Angriffen geholfen haben, wird eine Untersuchungskommission eingesetzt. Die Vermutung bestätigt sich. Die schuldigen Fidener werden nach Ostia verbannt und durch römische Kolonisten ersetzt.
  • Zweiter Krieg Roms gegen Veji (438-425)
  • Fortsetzung 427

SAMNITEN

  • Die griechische Kolonie Cumae fällt an die Samniten, die somit Kontrolle über die Ebene Kampaniens erlangen.

GRIECHEN

(4. Jahr der 87. / 1. Jahr der 88. Olympiade)

Molosser / Epirus

Makedonien

Athen

  • In Athen führt Diotimos das Archontenamt (431–427 v. Chr.), Hagnon bleibt Stratege.
  • Peloponnesischer_Krieg (431-404)
    Belagerung von Plataiai (429-427)
    Im Winter gehen den Belagerten die Vorräte zur Neige. In einer stürmischen und mondlosen Nacht unternehmen sie einen heimlichen Ausbruchsversuch. 200 Personen entkommen nach Athen.
    Ende Juni: Die Stadt Mytilene auf Lesbos erhebt sich gegen die athenische Herrschaft und entsendet Boten nach Sparta, um eine Aufnahme in den in Olympia residierenden peloponnesischen Bund zu beantragen. Die Athener dirigieren daraufhin 40 Schiffe, die ursprünglich für ein Unternehmen gegen die peloponnesische Küste vorgesehen waren, um nach Lesbos und beginnen mit der Belagerung der abtrünnigen Stadt. Der spartanische Nauarch Alkidas kommandiert seinerseits 40 Schiffe der peloponnesischen Allianz, die den Mytilenern zu Hilfe eilen sollen. Der Aufstand wird jedoch nach einem Waffenstillstandsabkommen letztlich niedergeschlagen, noch ehe die peloponnesische Flotte eintrifft. Die Athener richten mehr als tausend Einwohner hin und entsenden 2700 Kleruchen, die sich im folgenden Jahr auf der Insel niederlassen.
    Trotz Aufmunterung durch die Ionier lehnt es Alkidas ab, die Athener direkt anzugreifen. Stattdessen überführt er seine Flotte zum Kyllene. Dort wird sie verstärkt und anschließend nach Korkyra geschickt, in welchem ebenfalls eine gegen Athen gerichtete Erhebung ausgebrochen ist. Die spartanischen Befehlshaber Brasidas und Alkidas besiegen daraufhin eine Flotte aus Korkyra. Als sie aber erfahren, dass 60 von Eurymedon kommandierte athenische Schiffe aus Leukas ausgelaufen sind, um die Spartaner abzufangen, ziehen sie sich wieder zurück.
    Sommer: Sparta fällt unter Archidamos II. zum dritten Mal in Attika ein.
    Athen gelingt es, 100 Schiffe in den Isthmus von Korinth und an den Peloponnes zu entsenden. Außergewöhnlicherweise befinden sich neben Theten und Metöken auch Zeugiten an Bord.
  • Attische Seuche (430–426)
    In Athen wütet weiterhin die Attische Seuche.
  • Platon
    Platon wird 428 oder 427 zur Zeit der Attischen Seuche in Athen oder auf Aigina geboren. Er entstammt einer vornehmen und wohlhabenden Familie; sein Vater Ariston führt sich auf den mythischen König Kodros zurück, seine Mutter Periktione ist mit dem Gesetzgeber Solon verwandt. Er wächst während des Peloponnesischen Kriegs auf und erhält als Sohn aus gutem Hause Unterricht in Sport, Grammatik, Malerei, Musik und Dichtung. In seiner Jugend nimmt er an den Isthmischen Spielen teil und ist ein preisgekrönter Ringer. Kratylos, ein Anhänger Heraklits, führt Platon in die Philosophie ein.
  • Der bekränzte Hippolytos (Schauspiel von Euripides) März/April: Euripides' Tragödie Der bekränzte Hippolytos wird erstmals bei den Dionysien aufgeführt und gewinnt dort den ersten Preis.
    Euripides greift die Sage des Hippolytos zweimal auf. Sein älteres Werk Der verhüllte Hippolytos geht verloren; mit diesem Stück hat er vermutlich wenig Erfolg, da es zu anstössig ist. In Der bekränzte Hippolytos ist Hippolytos der Sohn des Helden Theseus und der Amazonenkönigin Hippolyte. Er verehrt Artemis, die Göttin der Jagd und der Keuschheit. Aphrodite ist darüber verärgert und neidisch und rächt sich an ihm: Als Göttin der Liebe bewirkt sie, dass Phaidra beginnt, ihren Stiefsohn Hippolytos zu lieben. Durch Phaidras Amme erfährt Hippolytos von ihrer Zuneigung. Er ist schwer schockiert und weist sie entschieden zurück. Daraufhin erhängt sich Phaidra. Sie hinterlässt einen Abschiedsbrief, in dem sie Hippolytos beschuldigt, ihr Gewalt angetan zu haben. Als Phaidras Gatte Theseus nach Hause kommt und den Brief liest, schlägt seine Trauer in blinden Zorn um. Er verbannt Hippolytos aus Troizen und verflucht ihn bei seinem Vater Poseidon; auf Hippolytos’ Erklärungsversuche geht er nicht ein. Poseidon erfüllt Theseus’ Wunsch unverzüglich: Er lässt ein Meerungeheuer emporsteigen, das Hippolytos’ Pferde auf dem Weg in die Verbannung erschreckt. Hippolytos wird dadurch beinahe zu Tode geschleift. Währenddessen erscheint Artemis dem Theseus und klärt ihn über die wahren Begebenheiten auf. Theseus bereut seinen voreiligen Fluch. Bei ihrer letzten Begegnung vergibt Hippolytos seinem Vater. Kurz darauf stirbt er an den Folgen des Unfalls. Auch Ovid verwendet den Stoff des Euripides in seinen Heroides und den Metamorphosen. Seneca schreibt die Tragödie Phaedra. Euripides’ Stoff dient zudem als Vorlage für die Tragödie Phèdre des französischen Dichters Jean Racine und für die Oper Phèdre von Jean-Baptiste Lemoyne.
    In der getAbstract-App ist eine Zusammenfassung und Interpretation vorhanden.
  • Fortsetzung 427

Olympia

  • Dorieus, Sohn des Diagoras von Rhodos, gewinnt zum zweiten Mal das Pankration bei den Olympischen Spielen (88. Olympiade) und wird damit neuerlich Periodonike. Symmachos aus Messene wird Sieger im Stadionlauf.
  • Fortsetzung 424

​ Sparta

  • König der Eurypontiden: Archidamos II. (469–427)
    Das spartanische Heer unternimmt unter dem Oberbefehl des Archidamos erneut einen Feldzug nach Attika. Dort verwüsten die Soldaten die Felder, bis ihnen selbst die Lebensmittel ausgehen. Die Spartaner haben Attika in den vorangegangenen Jahren zweimal verwüstet, weshalb der Feldzug eher eine psychologische als eine wirtschaftliche Wirkung hat. Die Schwächung Athens durch die Handlungen der Spartaner und durch die Pestepemie wird zur Ursache des Aufstandes von Mytilene auf Lesbos.
  • König der Agiaden: Pausanias (1. Amtszeit 445–426)
  • Fortsetzung 427

Bosporanisches Reich

ODRYSEN

ACHÄMENIDENREICH

KUSCH

INDIEN

Haryanka

Anuradhapura

CHINA

Zeit der Streitenden Reiche
(37./ 38. Zyklus, Jahr des Wasser-Büffels; am Beginn des Jahres Wasser-Ratte)

Jin

Qin

  • Herzog Huai (428–425)
    Herzog Huai gehört zum Haus Ying und ist ein jüngerer Sohn Herzog Ligongs von Qin. Sein posthumer Name lautet Herzog Huai. Er hat den Sohn Zhaozi sowie einen jüngeren Sohn, der später als Herzog Jian von Qin bekannt ist.
  • Jian
    Jian von Qin wird mit dem persönlichen Namen Ying Daozi geboren. Er ist der jüngere Sohn von Herzog Huai von Qin und der Onkel seines Vorgängers Herzog Ling von Qin.
  • Fortsetzung 425

Zhou

Qi

Chu

JAPAN

QUELLEN

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20.11.2019 Artikel eröffnet

15.05.2023 Grundstock erstellt

25.09.2026 Grundstock ergänzt

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