789
MAYA
Calakmul
Talol
Tikal
Copan
PIKTEN
- König Conall mac Taidg (785–789)
Im Jahr 789 findet eine Schlacht zwischen den Pikten statt, in der Conall, Sohn von Tadc, besiegt wird und entkommt, während Constantin als Sieger hervorgeht. Constantin ist dabei Caustantín mac Fergusa, König von Fortriu, der Conall in dieser Schlacht besiegt. Die Annalen von Ulster verzeichnen diese Schlacht als „Schlacht zwischen den Pikten, in der Conall mac Tagd besiegt wird und entkommt, und Constantin ist Sieger“. In den griechischsprachigen Annalen wird festgehalten, dass es eine Schlacht zwischen den Pikten gibt, in der Conall, Sohn von Tánd, besiegt wird und flieht, und Konstantin, der Nachfolger von Konstantin mac Fergusa, der bis dahin König von Fortriu ist, der Sieger ist.
Áed Findliath stirbt im Jahr 789. In den von Flann Mainistrech überlieferten Synchronismen wird der Zeitraum zwischen dem Tod Áed Alláns 743 und dem Tod Áed Findliaths 789 mit sechzehn Königen in Schottland gefüllt, darunter zwei Könige namens Conall. - König Causantín mac Fergusa (789–820)
Causantín oder Constantín mac Fergusa ist König der Pikten in der heutigen Gegend von Schottland und herrscht von 789 bis 820. Er gilt bis in die viktorianische Zeit mitunter als Constantine I. von Schottland; diesen Titel trägt heute allgemein Causantín mac Cináeda. Ihm wird zugeschrieben, die Kirche in Dunkeld gegründet zu haben, die später Reliquien des Heiligen Kolumba aus Iona empfängt. Im Jahr 789 gibt es den ersten Bericht über ihn: In Piktland findet eine Schlacht zwischen Causantín und Conall mac Taidg statt, in der Causantín siegt. Es ist nicht bekannt, ob Causantín schon König ist, bevor er Conall besiegt. - Fortsetzung 805
KELTEN
Uí Néill
Ailech
- König Áed Oirdnide (788–819), Hochkönig Áed Oirdnide (797–819)
Áed besiegt in der Schlacht von Clóitech bei dem heutigen Clady, County Tyrone, Domnall. Damit beendet er offenbar den letzten Versuch der Könige von Cenél Conaill, die Kontrolle über die Gegend um Raphoe zurückzugewinnen. - Fortsetzung 791
Ulaid
- König Fiachnae mac Áedo Róin (750–789)
Fiachnae stirbt, nachdem er fast vier Jahrzehnte als König von Ulaid geherrscht hat. Seine Söhne Eochaid mac Fiachnai und Cairell mac Fiachnai werden später Könige von Ulster, während ein weiterer Sohn, Loingsech mac Fiachnai, als Abt von Downpatrick wirkt und sein Neffe Diarmait Ua Áedo Róin 812 das Kloster Diseart Diarmad in Castledermot gründet und als Céli-Dé-Reformer die Verbindung Bangors mit Leinster erneuert. - König Tommaltach mac Indrechtaig (789–790)
Nach dem Tod von Fiachnae mac Áedo Róin gerät der Dál Fiatach in einen Bürgerkrieg. Tommaltach macht sich in dieser Lage selbst zum König von Ulaid und herrscht nun zugleich als König des Dál nAraide und als König von ganz Ulaid. - Fortsetzung 790
Connacht
- König Cináed mac Artgail (786–792)
Die Annalen melden ein neues Bruderkriegsgeschehen unter den Connachtern und berichten von einer Schlacht bei Druim Góise. In dieser Schlacht wird Fogartach mac Cathail, ein weiterer Onkel Cináeds, geschlagen und muss fliehen. Die inneren Auseinandersetzungen innerhalb der Connachta setzen sich damit fort, während die Stellung Cináeds als Herrscher weiterhin nicht in den Annalen und Königslisten bestätigt wird. Ebenfalls 789 richten die Uí Aillelo ein Blutbad unter den Luigne an, indem sie sie in der Schlacht von Achad Ablae in der Baronie Corann niedermetzeln. Zur gleichen Zeit wird die „Schlacht von Achad Ablae“ als weiteres Zeichen dafür genannt, dass auch andere Gruppen in Connacht versuchen, ihre Machtansprüche während der umstrittenen Herrschaft Cináeds gewaltsam durchzusetzen. - Fortsetzung 790
Leinster
Dalriada
Gwynedd
Königreich Powys
ANGELSACHSEN
Northumbria
Mercia
- König Offa (757–796)
Während Offa im Inneren und an seinen Grenzfronten kämpft, pflegt er zugleich Außenbeziehungen zum Frankenreich unter Karl dem Großen. In Briefen spricht Karl ihn als „Bruder“ an, ordnet ihn aber dennoch nicht völlig auf gleicher Rangstufe mit sich selbst ein. Karl bietet an, einen seiner Söhne mit Offas Tochter Aelfflaed zu verheiraten, was die Nähe der Reiche betont. Als Offa dagegen vorschlägt, eine Tochter Karls mit seinem eigenen Sohn Ecgfrith zu vermählen, lehnt Karl dieses Gegenangebot ab, was die Grenzen der politischen Gleichstellung deutlich macht. - Bischof Unwona (Leicester, 781/785-801/803)
- Erzbischof Hygeberht (Lichfield, 787–799)
Urkunden aus diesem Jahr bezeichnen Hygeberht als Erzbischof. Gemeinsame Synoden der Kirchenprovinzen Lichfield und Canterbury finden statt, über die beide Erzbischöfe gemeinsam präsidieren, obwohl eigentlich jede Provinz ihre eigene Synode abhält. - Erzbischof Jænberht (Canterbury, 765–792)
- Fortsetzung 792
East Anglia
Königreich Wessex
- König Beorhtric (786–802)
Beorhtric heiratet Eadburh, eine Tochter König Offas von Mercia. Zu dieser Zeit geht er mit Offa wohl ein formelles Bündnis ein, in dem Offa der dominierende Partner ist. Zwischen 789 und 796 treiben Offa und Beorhtric den westsächsischen Thronprätendenten Ecgberht ins fränkische Exil. Offa erhält die Möglichkeit, über Ländereien im westsächsischen Somerset zu verfügen, doch bleibt Beorhtric trotz dieser Einflussnahme ein unabhängiger König. Ebenfalls 789 erfolgt während Beorhtrics Regierungszeit der erste Wikingerüberfall auf Wessex. Mit drei Schiffen landen Dänen oder Norweger an der Küste von Dorset in der Nähe der Isle of Portland. Sie töten den königlichen Beamten Beaduheard, der, ohne zu erkennen, wer die Ankommenden sind, zu ihnen hinausreitet, um sie in die Hauptstadt zu geleiten. Diese frühen Überfälle bleiben zunächst weitgehend ohne Folgen. In derselben Zeit wird berichtet, dass die Westsachsen offenbar das Geld Offas benutzen. Die einzige für diesen Zeitraum bekannte Münze ist der Penny Offas, der von der Oberen Themse bis nach Wareham verbreitet ist, einem Gebiet, das unmittelbar mit Beorhtric verbunden ist. - Bischof Æthelhard (Winchester, 765?–793)
- Fortsetzung 790
Königreich Essex
FRÄNKISCHES REICH
- König Karl der Große (768–800)
Karl der Große (41) führt mit einem Heer aus Franken, Sachsen, Friesen, Sorben und Abodriten einen ersten Feldzug gegen den slawischen Stammesverband der Wilzen jenseits der Elbe. Dabei gelangt das fränkische Heer bis zur Peene. In den Annales regni Francorum und den Metzer Annalen wird Witzan in diesem Zusammenhang erstmals als Samtherrscher des westslawischen Stammes der Abodriten erwähnt; er begleitet Karl auf diesem Feldzug. Der wilzische Samtherrscher Dragowit öffnet nach längeren Verhandlungen dem fränkischen König seine Festung und ergibt sich kampflos. In Anerkennung von Karls Oberherrschaft unterwerfen sich anschließend auch die gefangenen Fürsten der elbnahen Kleinstämme, leisten Karl den Treueeid und stellen Geiseln. Entsprechend der karolingischen Doktrin von einer Reichsgrenze an der Elbe lässt Karl der Große keine Besatzungstruppen im Gebiet der Wilzen zurück. Politische Veränderungen nimmt Karl nur in der Prignitz vor: Zu deren Befriedung unterstellt er die dortigen Kleinstämme der Linonen, Smeldinger und Bethenzer der Oberhoheit der Abodriten unter ihrem Samtherrscher Witzan. - Admonitio generalis (Kapitular)
Die Admonitio generalis ist ein von Karl dem Großen erlassenes Kapitular und gehört zu den bekanntesten Kapitularien überhaupt. Sie ist in Aachen verfasst und als ausführliches Send- und Mahnschreiben an die Bischöfe, den übrigen Klerus, die weltlichen Würdenträger und das Volk des Reiches gerichtet. Sie bezieht sich ausschließlich auf die Bibel und das kirchliche Recht und bildet in ihrer Form ein Reformprogramm für das gesamte Fränkische Reich. Der bedeutende Gelehrte Alkuin wirkt an ihrer Formulierung mit. Sie führt die Initiative zu einer umfassenden Bildungsreform weiter; deren erstes erhaltenes Dokument ist die an Abt Baugulf von Fulda gerichtete und später zur weiteren Verbreitung an Angilram von Metz übersandte Epistola de litteris colendis von 784/85.
Die Admonitio generalis ist in zwei Hauptabschnitte geteilt. In den Kapiteln 1 bis 59 werden Gegenstände der kirchlichen Ordnung behandelt; im Großen und Ganzen sind das Wiederholungen von Anweisungen, die Papst Hadrian I. im Jahr 774 gegeben hat, besonders Canones und päpstliche Dekretalen aus der Sammlung des Dionysius Exiguus. Ziel ist es, das alte, als vorbildlich angesehene Kirchenrecht wiederherzustellen. Im zweiten Abschnitt, den Kapiteln 60 bis 82, wird das eigentliche Reformprogramm initiiert. Karl beabsichtigt damit die Fundamentalchristianisierung der oft noch heidnisch geprägten Stammesgesellschaft des Reiches. Er hält die geistlichen und weltlichen Machthaber dazu an, einträchtig zusammenzuwirken, und installiert ein großangelegtes Programm zur Bildungspflege im Rahmen der kirchlichen Institutionen. So wird die Gründung von Domschulen befohlen, und an jedem Bischofssitz und jedem Kloster müssen Schreib- und Leseschulen gegründet werden. Bahnbrechend ist womöglich die Anordnung zur Verwendung der Volkssprache in Seelsorge und Predigt; diese wird später auf der Synode von Frankfurt im Jahr 794 bekräftigt, indem der Volkssprache der gleiche Rang wie dem Lateinischen zuerkannt wird, während Liturgie und Bibeltext lateinisch bleiben. - Im Jahr 789 nimmt der Königsbote den Treueeid ab, den alle männlichen Bewohner des Reiches ab dem Alter von zwölf Jahren dem König leisten müssen. Die Königsboten, also die missi dominici, werden paarweise entsandt, je ein weltlicher und ein geistlicher Bote, um Anweisungen und Erlasse durchzusetzen, Abgaben einzutreiben und die königliche Herrschaftspräsenz vor Ort sichtbar zu machen. Sie üben, wenn nötig, in dem ihnen zugeteilten Bezirk unmittelbare Herrschaftsgewalt aus und fällen Urteile.
- Reichstag zu Worms
Karl hält sich zum Jahresende, spätestens ab Weihnachten, in Worms auf, und er bleibt dort weiter fast das gesamte Jahr 790, weil er in dieser Zeit keinen Kriegszug führt. Er unterbricht den Aufenthalt nur durch eine Reise den Main aufwärts zur wohl neu erbauten Königspfalz Saltz bei Bad Neustadt an der Saale. In Worms empfängt er eine Gesandtschaft der Hunnen, also der Awaren. In der Literatur gilt es als möglich, dass während dieses langen Aufenthalts in Worms eine Reichsversammlung stattfindet. Die Annales mosellani führen diese Reichsversammlung allerdings unter dem Jahr 789 auf. Danach treffen sich in Worms König Karl, seine Söhne, König Pippin von Italien und König Ludwig von Aquitanien. Vermutet wird außerdem, dass auch Königin Fastrada, Prinz Karl der Jüngere und die Töchter König Karls des Großen in Worms anwesend sind. Ob aus diesem Familientreffen eine Reichsversammlung abzuleiten ist, bleibt fraglich, denn Reichsversammlungen dienen in dieser Zeit vorrangig dazu, ein militärisches Aufgebot zu organisieren, und Karl hält sich gerade deshalb so lange in Worms auf, weil kein Feldzug ansteht. - Die Synode von Aachen beschließt eine Vermehrung der Kloster- und Domschulen und die Einführung von Prüfungen bei Priesterweihen.
- Pippin, Sohn Karls des Großen, unterwirft von der Mark Friaul aus Istrien. Da diese Region auch zur Interessenssphäre von Byzanz zählt, kommt es allmählich zu einer Entfremdung zwischen dem Frankenreich und Byzanz.
- Erzbischof Turpin (Reims, 748–794)
- Erzbischof Angilram (Metz, 768–791)
- Bischof Gerobald (Lüttich, 787-809)
- Bischof Willehad (Bremen, 788-789)
1101D: An Allerheiligen weiht Willehad den ersten Dom zu Bremen, der als Holzbau errichtet ist und den neuen Bischofssitz sichtbar markiert. Der Dom wird zum liturgischen Zentrum der Diözese und zum Zeichen der kirchlichen Etablierung im ehemals heidnischen Gebiet.
1108D: Eine Woche nach dieser Weihe stirbt Willehad in Blexen an der Weser an einem heftigen Fieber, nachdem er noch einmal in seinem Missionsgebiet unterwegs ist. Er wird zunächst in einer Grabkapelle am Dom in Bremen bestattet, wo sein Grab bald als Stätte der Verehrung gilt und Gläubige anzieht. Erst im Jahr 805 tritt sein Nachfolger das Amt des Bischofs von Bremen an. - Bischof Hildebold (Köln, 787-795)
- Erzbischof Richulf (Mainz, 787–813)
- Bischof Wiomad (Trier, 762-791)
- Eschelbronn (Siedlung)
Eschelbronn wird erstmals in einer Schenkungsurkunde des Lehnsherren Folkrich aus dem Zeitraum zwischen dem 9. Oktober 788 und dem 8. Oktober 789, die sich im Lorscher Codex befindet. Sie wird kurz nach dem Tod von Folkrichs Frau Regisvinde zu deren Seelenheil im Kloster Lorsch unterzeichnet und betraf 14 Joch Ackerland.
Artikel des Tages: Eschelbronn ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg. Sie liegt im nördlichen Kraichgau am Schwarzbach und gehört zum Rhein-Neckar-Kreis. In der Region ist der Ort wegen der dort ansässigen Möbelproduktions- und Vertriebsunternehmen als traditionsreiches „Schreinerdorf“ bekannt. Er ist durch die Schwarzbachtalbahn an die umliegenden Ortschaften angebunden. Eschelbronn wurde 788/789 erstmals urkundlich erwähnt und hatte in den folgenden Jahrhunderten bezüglich seiner Besitzverhältnisse und Ortsherren die wechselhafteste Geschichte der Dörfer der Meckesheimer Zent, wobei die Herren von Venningen und die Familie Seckendorff zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert eine besondere Rolle spielten. Die ehemalige Wasserburg Eschelbronn, die 1220 errichtet wurde, ist eines der am detailliertesten erforschten Burgareale in Baden-Württemberg. - Bischof Berowelf (Würzburg, 769–794)
- Abt Baugulf (Fulda, 779–802)
- Bischof Egino (Konstanz, 782–811)
- Abt Waldo von Reichenau (Reichenau 786–806)
- Fortsetzung 790
Aquitanien
Neustrien
- Unterkönig Karl der Jüngere (788-800)
Karl der Große überträgt seinem Sohn Karl die Herrschaft über das „Königreich westlich der Seine“, das dem Herzogtum Maine in Neustrien entspricht. Ebenfalls 789 schlägt Karl der Große König Offa von Mercien vor, eine Tochter Offas solle Karl den Jüngeren heiraten; Offa erwidert, sein Sohn Ecgfrith solle im Gegenzug Karls Tochter Bertha heiraten. Daraus entsteht ein Konflikt zwischen Mercia und dem Fränkischen Reich, worauf Karl die Kontakte mit den Angelsachsen abbricht und angelsächsischen Schiffen die fränkischen Häfen sperrt. - Fortsetzung 792
Grafschaft Toulouse
- Graf Chorso (778–790)
Astronomus verfasst die Vita Hludowici Imperatoris. In dieser Vita wird Chorso "Chorso dux Tolosanus" genannt. - Fortsetzung 790
Abodriten
- Samtherrscher (Vasall) Witzan (789-795)
Karl der Große begründet vermutlich im Jahr 780 ein militärisches Bündnis mit Witzan gegen die Sachsen. Dieses Bündnis kann an der Ohremündung bei Wolmirstedt geschlossen worden sein. Der Inhalt des Bündnisses ist unbekannt, doch die fränkischen Annalisten nehmen Witzan als Vasallen Karls des Großen wahr. Witzan wird erstmals zum Jahr 789 erwähnt. Die Annales regni Francorum und die Annales Mettenses bezeichnen ihn als Anführer („princeps“) der Abodriten. Bereits seit Mitte des 8. Jahrhunderts sind Handelsbeziehungen mit den Slawen nordöstlich der Elbe belegt. Im Jahr 789 begleitet Witzan den Frankenherrscher auf dessen Feldzug gegen die Wilzen. Während des Feldzuges deckt er mit seinem abodritischen Aufgebot von der anderen, wilzischen Elbseite her die Elbquerung des fränkisch-sächsischen Heeres. Anschließend kämpfen Witzan und seine Leute an der Seite der Franken in der Prignitz und an der Elde gegen die Linonen, Smeldinger und Bethenzer. Deren Kleinkönige werden gefangen und als Geiseln bis in den Peeneraum verschleppt. Dort müssen sie sich nach Einnahme der wilzischen Hauptburg bei Vorwerk (Demmin) dem fränkischen Herrscher unterwerfen und ihm den Treueeid leisten. Einhard berichtet demgegenüber in der Vita Karoli Magni lediglich, Auslöser des Feldzuges seien fortwährende Angriffe der Wilzen gegen die Abodriten gewesen. - Fortsetzung 795
Herzogtum Sachsen
- Friedrichs-Gymnasium Herford
Mit der Gründung eines Stifts für die Töchter des sächsischen Hochadels durch den Hl. Waltger beginnt die urkundlich nicht zu fassende Schulgeschichte. R. Pape nimmt an, dass es eine zweizügige Schule für die Adelstöchter und für angehende Ministranten und Geistliche ist. - Kloster Müdehorst
Das Kloster Müdehorst wird gegründet. - Arnsberg (Siedlung)
Artikel des Tages: Arnsberg ist eine große kreisangehörige Stadt im Sauerland im Land Nordrhein-Westfalen und Sitz des Regierungsbezirks Arnsberg. Bis zur kommunalen Neugliederung von 1975 war Arnsberg Sitz des Kreises Arnsberg und gehört seitdem zum Hochsauerlandkreis. Auch die Struktur der heutigen Stadt geht auf die kommunale Neugliederung zurück. Damals wurden Neheim-Hüsten, Arnsberg und eine Reihe von weiteren Gemeinden zu einer neuen Stadt zusammengeschlossen. Die Stadt liegt im Norden des Rheinischen Schiefergebirges im Tal der Ruhr. Dieser Fluss prägt die Stadt wesentlich. Im Stadtgebiet münden die kleineren Flüsse Röhr und Möhne in die Ruhr. Geologisch betrachtet liegt Arnsberg auf einem östlichen Ausläufer des Remscheid-Altenaer Sattels. Innerhalb des Stadtgebietes stammen die Gesteinsformationen überwiegend aus dem Pennsylvanium. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Arnsberg in den karolingischen Urbaren der Abtei Werden an der Ruhr im Jahr 789. - Fortsetzung 790
Herzogtum Baiern
- Herzog Karl der Große (788–814)
- Bischof Simpert (Regensburg, 768–791)
Zwischen 789 und 792 ist ein „Sintpert“ als Abt des Klosters Murbach im Elsass bezeugt; wegen Namensgleichheit und der wenigen gleichnamigen Bischöfe gilt es als relativ wahrscheinlich, dass es sich um denselben Simpert von Augsburg handelt. Ab 789 übt Simpert angeblich gleichzeitig das Amt des Bischofs von Neuburg‑Staffelsee aus, und ein päpstliches Schreiben vom 11. April 800 bezeichnet ihn ausdrücklich als „Bischof von Staffelsee“. Er soll zudem Abt des Klosters Staffelsee auf der Insel Wörth sein, auch wenn zur Geschichte dieses Bistums nur wenige Dokumente erhalten sind. - Bischof Gerhoh (Eichstätt, 787–806)
- Bischof Atto (Freising, 783/784–810/811)
- Bischof Waldrich (Passau, 777–804)
- Bischof Simpert (Augsburg, 778–807)
- Bischof Arn von (Salzburg 785–798)
- Fortsetzung 791
Herzogzum Mailand
- Erzbischof Petrus I. (784-801)
Am 23. Oktober entsteht ein Dokument, in dem der Übergang von Eigentum zwischen dem Erzbischof und dem Diakon Forte des Klosters Sant’Ambrogio erwähnt wird. Die betreffenden Immobilien befinden sich in Legnanello. Dass Pietro später als Mitglied der mailändischen Adelsfamilie Oldrati dargestellt wird, geht wahrscheinlich auf eine falsche Interpretation dieses Dokuments zurück. Die Familie Oldrati lässt sich später in Legnano nieder und besitzt dort mehrere Güter. Dasselbe Dokument liefert außerdem einige Informationen über die Gründung des Klosters Sant’Ambrogio in Mailand, das offiziell am 23. Oktober errichtet wird. - Fortsetzung 800
Herzogtum Treviso
Herzogtum Spoleto
- Herzog Hildeprand (774–789)
Hildeprand stirbt als Herzog von Spoleto. Nach seinem Tod setzt man einen vom König ernannten Nachfolger ein, einen Franken namens Winiges. Damit geht das Herzogtum Spoleto in die Hand eines königlichen Amtsherzogs fränkischer Herkunft über. - Herzog Winigis (789–822)
- Fortsetzung 799
Herzogtum Benevent
SPANIEN
Königreich Asturien
KIRCHENSTAAT
REPUBLIK VENEDIG
- Doge Maurizio Galbaio (764–797)
(möglicherweise bereits 787 gestorben) - Doge Johannes Galbaio (787–803)
SÜDSLAWEN
Kroatien
ERSTES BULGARISCHES REICH
BYZANTINISCHES REICH
- Regentin Irene (780-790)
- Kaiser Konstantin VI. (780–797)
- Patriarch Johannes (Grado, 766–802)
- Patriarch Tarasios (Konstantinopel, 784–806)
IBERIEN
ARABER
(172/173 - 30./31. Mai)
Abbasiden
- Kalif Hārūn ar-Raschīd (786-809)
Hārūns Mutter al-Chaizurān stirbt. - Auch in Ägypten kommt es zu Unruhen, die gegen das Kalifat gerichtet sind.
- Imam der Ismailiten: Muhammad ibn Isma'il (775-813)
- Imam der Zwölferschiiten: Mūsā al-Kāzim (765–799)
- Patriarch Elias II. (Jerusalem, 770–797)
- Papst und Patriarch Johannes IV. (Alexandria, 777–799)
- Griechisch-orthodoxer Patriarch Politianos (768–813)
- Fortsetzung 793
Rustamiden
- Imam Abd al-Wahhab ibn Abd al-Rahman (788–823)
Abd al-Wahhab lässt Idris I. Tlemcen ohne negative Reaktion einnehmen. Ein späterer Versuch von Idris I., die Rustamiden in der Schlacht von Tahert zu stürzen, scheitert. - Fortsetzung 811
Idrisiden
- Emir Idris I. (788–791)
Idris kommt in Tanger an und geht danach nach Walīlī, dem Ort des römischen Volubilis. Dort wird sein Hauptquartier in jüngeren Ausgrabungen entdeckt; es liegt knapp außerhalb der Mauern der römischen Stadt, die damals vom Berberstamm der Awraba unter Ishaq ibn Muhammad bewohnt wird. Er heiratet Kenza von den Awraba und zeugt einen Sohn, Idris II. Dieses Ereignis gilt als Festigung und als Geburt der Idrisidendynastie. Im selben Jahr erobert Idris I große Teile Nordmarokkos und gründet die Stadt Fes. Ebenfalls 789 erobert er Tlemcen im heutigen Algerien vom sufritischen Ifraniden Abu Qurra, und Tlemcen wird Teil des Königreichs. - Fès (Siedlung)
Fès („Medinat Fas“) wird von Idris I. als Heerlager errichtet. - Fortsetzung 790
Emirat von Córdoba
CHASAREN
UIGURISCHES KAGANAT
- Kagan Tun Baga Tarkhan (780–789)
Im Dezember stirbt Tun Baga Tarkhan und wird von seinem Sohn als Herrscher des Uiguren‑Khaganats abgelöst. Nach Luo Xin erhält er postum den Namen Bögü Bilge Tengri Qaghan. - Fortsetzung 790
INDIEN
Pratihara
Chauhan-Dynastie
Östliche Chalukya
Rashtrakuta
Westliche Ganga-Dynastie
Pallava
Anuradhapura
- König Mahinda II. (787-807)
Nach der Abwehr des Angriffs Dappulas wendet Mahinda II seine Aufmerksamkeit erneut dem Norden und Osten des Landes zu, wo die Loyalität der Bewohner, insbesondere der Adligen und Häuptlinge, als unsicher gilt. Er zieht in diese Regionen, unterwirft sie enger seiner Herrschaft, rekrutiert zahlreiche Krieger aus beiden Gebieten und führt diese Kämpfer nach Anuradhapura, wo er in der Folge einige Jahre ohne ernsthafte Opposition regiert. In dieser Phase der Ruhe heiratet Mahinda II die gefangene Witwenkönigin Sangha, die zwar die Frau seines Onkels gewesen ist, aber vermutlich keine Blutsverwandtschaft mit Mahinda aufweist. Königin Sangha erweist sich als liebende und treue Ehefrau und schenkt Mahinda II einen Sohn mit dem Namen Dappula, den der König, nachdem dieser das entsprechende Alter erreicht hat, zum Unterkönig erhebt. - Fortsetzung 790
TIBET
CHINA
(58./59. Zyklus - Jahr der Erde-Schlange; am Beginn des Jahres Erde-Drache)
Tang-Dynastie
- Kaiser Tang Dezong (779–805)
Li Mi stirbt; Dou Can, den dieser empfohlen hat, steigt für einige Zeit zum dominierenden Kanzler auf, verliert aber bald die kaiserliche Gunst, wird verbannt und schließlich zum Selbstmord gezwungen. Lu Zhi rückt zum Hauptkanzler auf und entwirft umfangreiche Reformpläne für Beamtenwesen, Nachschubsystem und Kontrolle der Militärprovinzen. - Fortsetzung 792
KOREA
Silla
Balhae
JAPAN
QUELLEN
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19.03.2018 Artikel eröffnet
20.09.2023 Grundstock erstellt