503
Erscheinungsbild
MAYA
Palenque
Tikal
Copan
PIKTEN
KELTEN
Ulaid
Connacht
Dalriada
Gwynedd
ANGELSACHSEN
- Mögliches Jahr der Schlacht von Mons Badonicus; siehe auch 500. Laut den frühen Quellen wird der Vormarsch der Angelsachsen in Britannien durch ihre Niederlage am Mons Badonicus für eine Reihe von Jahren aufgehalten, wenngleich auch die Romano-Briten hohe Verluste erlitten haben dürften.
- Fortsetzung 508
Königreich Kent
WESTGERMANEN
Westgoten
Burgunden
- König Sigismund in Genf (501–524)
- König Gundobad in Lyon (480–516)
- Bischof Avitus von Vienne (494-518)
Fränkisches Reich
- König Chlodwig I. (481/482–511)
Chlodwig I. und Alarich II., König der Goten, unterzeichnen in Amboise ein Friedensabkommen. - Bischof Remigius von Reims (459–533)
- Fortsetzung 506
Rheinfranken
Thüringer
Vandalen
OSTGERMANEN
Ostgotenreich
(ab urbe condita MCCLVI = 1256)
- König Theoderich der Große (474–526)
- Konsul Flavius Volusianus
Flavius Volusianus wird zusammen mit Dexicrates (siehe Oströmisches Reich) Konsul. Sein Vater ist ein Marcianus, sein Bruder ein Maximus, und beide tragen wie Volusianus den Ehrentitel vir clarissimus; zudem ist er Patricius. Er besitzt sowohl einen „Turm“ am Circus Maximus als auch einen Platz im Kolosseum. - Rufius Magnus Faustus Avienus
Avienus ist in Rom, als er von einer Krankheit betroffen wird. - Papst Symmachus (498–514)
- Papst Laurentius (498-505)
- Erzbischof Caesarius von Arles (503–546)
- Fortsetzung 504
Langobarden
OSTRÖMISCHES REICH
- Kaiser Anastasios I. (491–518)
- Konsul Dexicrates
Flavius Dexicrates ist zusammen mit Volusianus (siehe Ostgotenreich) Konsul. Eine griechische Inschrift bezeugt, dass Dexicrates als als vir gloriosus patricius, an der Errichtung von Grenzsteinen in Kalamousou beteiligt ist. Kalamousou ist ein Ort unbekannter Lage nördlich von Konstantinopel. Vermutlich geschieht dies im Rahmen einer administrativen Landvermessung. - Magister militum Areobindus
Areobindus wurde um 460 geboren und entstammt einer Familie des spätrömischen Militäradels. Sein Vater Dagalaifus war bereits vor 461 Konsul, sein Großvater Areobindus war 434 Konsul, und über seine Mutter Godisthea ist er mit Ardabur und Aspar verbunden; die Familie gilt offenbar als arianisch. Damit gehört Areobindus weiterhin zu einer Familie, die im oströmischen Militär- und Kaiserumfeld hoch aufgestiegen ist. Seit 479 ist Areobindus in zweiter Ehe mit Anicia Iuliana verheiratet, einer Tochter des weströmischen Kaisers Olybrius. Aus dieser Ehe stammt der Sohn Olybrius, der 491 bereits als Kind zum Konsul ernannt wurde; aus erster Ehe stammt der Sohn Dagalaifus. Im Jahr 503 ernennt Kaiser Anastasios Areobindus zum magister militum und betraut ihn mit einem Kommando im wieder aufflammenden Perserkrieg. Im Mai belagern Patricius und Hypatius Amida, während Areobindus mit 12'000 Mann bei Dara stationiert ist, um Nisibis und das Heer Schah Kavads I. zu überwachen. Er schlägt einen persischen Angriff von Singara zurück und drängt die Gegner bis Nisibis zurück. - Flavius Celer
Anastasios ernennt Flavius Celer zusammen mit Areobindus zu Befehlshabern der römischen Armeen im Krieg gegen Persien, nachdem Uneinigkeiten unter den Kommandanten den militärischen Erfolg gefährden. - Akakianisches Schisma (484–519)
- Patriarch Makedonios II. (Konstantinopel, 496–511)
- Patriarch Flavian II. (Antiochien, 498-512)
- Patriarch Elias von Jerusalem (494-513)
- Papst und Patriarch Johannes II. (Alexandria, 505–516)
- Fortsetzung 504
IBERIA
SASSANIDENREICH
Römisch-Persische Kriege
- Von Kaiser Anastasios I. entsandte Oströmische Truppen von 52.000 Mann unter dem im Vorjahr zum magister officiorum ernannten Illyrer Celer führen die im Vorjahr begonnene dritte Belagerung von Amida im Krieg gegen das Sassanidenreich fort. Es gelingt ihnen, den Ort völlig von der Außenwelt abzuschneiden, so dass es zu Seuchen und einer schweren Hungersnot kam. Die Quellen berichten sogar von Kannibalismus: Die Einwohner der Stadt, denen die Perser nichts von ihren knappen Vorräten abgaben, hätten schließlich verhungerte Mitbürger verspeist.
Iberia
Lachmiden
- Klientelkönig Al-Nu'man II ibn al-Aswad (497-503)
Im Mai gehen die byzantinischen Truppen unter dem Heermeister Areobind in die Gegenoffensive und werfen die persischen Truppen nach Nisibin zurück. Im Juli desselben Jahres setzt Kavad I erneut zum Angriff an, erobert das Lager des Areobind und treibt ihn in die Flucht. Al-Nu'man wird mit seinen Truppen wieder flussaufwärts am Euphrat entsandt, aber an der Mündung des Chabur von der byzantinischen Armee unter Timostrat, dem Dux von Kallinikos, gestoppt. Zur selben Zeit greifen byzantinische Araber, entweder Ghassaniden oder Taglibiten, die Hauptstadt der Lakhmiden, Hira, an und nehmen einen dorthin ziehenden Karawanenzug gefangen. Weil die Bewohner Hiras die Stadt verlassen, nehmen die eindringenden Araber Hira nicht ein. Im August erreicht die sassanidische Armee Kavad I mit Al-Nu'man und seinen Arabern das Dorf Upadna. Die byzantinische Armee unter dem Magister Patricius tritt entgegen, wird geschlagen und zieht sich nach Samosata zurück. Al-Nu'man erleidet in der Schlacht bei Upadna schwere, später tödliche Verletzungen. Kavad I will danach nach Edessa ziehen, wo sich Areobind mit dem Hauptteil der byzantinischen Truppen verschanzt hat. Al-Nu'man erklärt, dass er am Zug nach Edessa teilnehmen will, bricht mit seinem Heer auf und stirbt zwei Tage später, vermutlich an den erlittenen Wunden. Der Text setzt seinen Tod in den August oder den frühen Herbst 503. Nach seinem Tod setzt Kavad I wegen der Kriegslage Abu Yafur az-Zumaili als neuen Herrscher der Lakhmiden als „Statthalterkönig“ ein. Erst drei Jahre später wird Imru' l-Qais III zum König der Araber gemacht, nach einigen Quellen ein Sohn Al-Nu'mans II. - Klientelkönig Abu Ya'fur ibn Alqama (503–505)
Abu Ya'fur ibn Alqama ibn ist ein lakhmidischer General, der nach dem Tod von al-Nu'man II ibn al-Aswad im Jahr 503 für einige Jahre al-Hira regiert. Er stammt aus der Familie der Dhumayl, einer adligen Familie lakhmidischer, aber nicht-dynastischer Herkunft. Über sein Leben ist nur wenig bekannt; Nu'man ernennt ihn zum militärischen Statthalter von al-Hira, weil er mit den Kriegen gegen die Byzantiner beschäftigt ist. Dort wird er nahe Circesium getötet. Es bleibt unklar, ob Abu Ya'fur die Lakhmiden eine Zeit lang tatsächlich statt al-Nu'mans Sohn al-Mundhir III regiert oder ob Mundhir unmittelbar nach dem Tod seines Vaters die Herrschaft über den Stamm übernimmt. In einer Sache/Brief von Philoxenus von Mabbug erscheint er, in dem Philoxenus Abu Ya'fur über die „Häresie“ des Nestorius informiert. Abu Ya'fur nimmt danach die Angriffe auf byzantinisch kontrolliertes Land wieder auf. - Klientelkönig Al-Mundhir III. (503/505–554)
503/505: Al-Mundhir III. besteigt den Thron der Lachmiden nach dem Tod seines Vaters oder nach einer kurzen Regentschaft von Abu Ya'fur ibn Alqama. Teilnahme an der Anastasianischen Krieg (Byzanz gegen Persien); Überfall auf Palaestina Salutaris und Arabia Petraea, zahlreiche Römer gefangen genommen.
AKSUMITISCHES REICH
HIMYAR
ROURAN
INDIEN
Alchon-Hunnen
Gupta-Reich
Vakataka
Westliche Ganga-Dynastie
Chalukya
Kamarupa
Anuradhapura
KHMER
Funan
- König Jayavarman Kaundinya (484–514)
- Der Mönch Mandrasena wird als Gesandter nach China gesendet.
- Fortsetzung 511
Chenla
CHINA
(53./54. Zyklus - ahr des Wasser-Schafes; am Beginn des Jahres Wasser-Pferd)
Nördliche Wei-Dynastie
Südliche Liang-Dynastie
- Kaiser Wu (502-549)
um 503–507: Kriege gegen die Nördliche Wei-Dynastie, Verlust wichtiger Grenzstädte, aber letztlich erfolgreiche Verteidigung und Stabilisierung der Grenze
Geburt von Xiao Gang als Sohn von Kaiser Wu am 2. Dezember. - Baosheng-Tempel
In der chinesischen Provinz Jiangsu wird der Baosheng-Tempel errichtet. Der Tempel beherbergt die berühmten Arhat-Statuen. - Fortsetzung 510
KOREA
Goguryeo
- König Munjamyeong (491–519)
Ein Angriff Baekjes auf die Festung Sugok (im heutigen Nord-Hwanghae-do) wird abgewehrt. Goguryeo verteidigt erfolgreich gegen Baekje-Angriffe - Fortsetzung 505
Baekje
- König Muryeong (501–523)
Abwehr eines Angriffs der Mohe. Gesandtschaft nach Japan, Übermittlung eines Bronzespiegels. - Fortsetzung 507
Geumgwan Gaya
Silla
- König Jijeung (500–514)
Offizielle Einführung des Namens „Silla“ für das Reich (vorher verschiedene Schreibweisen und Bezeichnungen); Reformen und Vereinheitlichung der Herrschaftssymbolik. - Fortsetzung 504
JAPAN
QUELLEN
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19.12.2024 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt
01.05.2026 Grundstock ergänzt