Zum Inhalt springen

-415

Aus WikiReneKousz
Version vom 13. Juli 2026, 17:53 Uhr von Rk (Diskussion | Beiträge) (Kategorien ergänzt)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
-418 | -417 | -416 | -415 | -414 | -413 | -412

CHRONIK

0510D: Hermenfrevel

  • 10./11. Mai: Während der Vorbereitungen zur Sizilienexpedition kommt es zum Hermenfrevel: Zahlreichen Hermen in Athen werden die Köpfe abgeschlagen. In Verdacht gerät unter anderem der führende Politiker der Stadt und für die Expedition verantwortliche Feldherr Alkibiades. Dieser läuft in der Folge zu Sparta über.

RÖMISCHE REPUBLIK

(ab urbe condita CCCXXXIX = 339)

  • Konsulartribun Quintus Quinctius Cincinnatus (1. Amtszeit)
    Quintus Quinctius Cincinnatus gehört als einer von vier Konsulartribunen zu den Amtsträgern und übt das Imperium aus. Über die konkreten Handlungen der Konsulartribunen ist wenig bekannt. Der Volkstribun Lucius Decius bringt einen Vorschlag zur Kolonisierung von Bolae ein, der jedoch von seinen eigenen Kollegen mit einem Veto verhindert wird.
  • Konsulartribun Gaius Valerius Potitus Volusus (1. Amtszeit)
    Gaius Valerius Potitus Volusus wird zum Konsulartribunen gewählt. Im selben Jahr greifen die Bolaner die im Vorjahr entsandten römischen Kolonisten in Labicum an, in der Erwartung der Unterstützung durch die Aequer, die aber nicht eingreifen und die Bolaner verlieren nach einem kurzen, wenig bedeutenden Krieg Land und Stadt an die Römer. Im selben Jahr wird der Krieg gegen die Veienter aus religiösen Gründen aufgeschoben, weil der Tiber durch Überschwemmungen die Felder der Veienter verwüstet, während die durch eine drei Jahre zuvor erlittene Niederlage geschwächten Aequer den Bolanern nicht zu Hilfe kommen können, so dass die Römer Bola nach kurzer Belagerung einnehmen und Einfälle der Aequer in das Gebiet von Labici, bei denen neue Kolonisten angegriffen werden, zurückschlagen. In Rom geraten der Volkstribun Lucius Decius und seine Kollegen in Streit über die Entsendung von Kolonisten nach Bola nach dem Vorbild von Labici, doch das Veto der anderen Volkstribunen, die die Autorität des Senats betonen, verhindert seinen Vorschlag.
  • Konsulartribun Numerius Fabius Vibulanus (1. Amtszeit)
    Numerius Fabius Vibulanus wird zum Konsulartribunen gewählt. In diesem Jahr greifen die Bolaner die im Vorjahr entsandten römischen Kolonisten von Labicum an, in der Hoffnung auf Unterstützung durch die Äquer, die jedoch nicht eingreifen. Sie werden von den Römern leicht besiegt. „Doch während sie gehofft hatten, dass alle Äquer diese Untat billigen und verteidigen würden, verlieren sie, von den Ihren verlassen, Land und Stadt in einem Krieg, der nicht einmal der Beschreibung würdig ist, da er sich auf eine belanglose Belagerung und eine einzige Schlacht beschränkt.“ (Titus Livius, Ab urbe condita, IV, 4, 49).
  • Militärtribun Publius Cornelius Cossus
    Publius Cornelius Cossus als einer der Konsulartribunen der Römischen Republik im Amt, er gehört der patrizischen Familie der Cornelier an; die konkreten Handlungen der Konsulartribunen dieses Jahres sind nur unvollständig überliefert, doch wird berichtet, dass der Volkstribun Lucius Decius einen Antrag zur Kolonisierung der Stadt Bolae stellt, der jedoch durch ein Veto blockiert wird.
  • Fortsetzung 414

GRIECHEN

(1./2. Jahr der 91. Olympiade)

Syrakus

  • Hermokrates
    Hermokrates rät zur Bildung einer über Sizilien hinausgreifenden Koalition gegen Athen, das die Insel in seinen Einflussbereich zwingen will. Für kurze Zeit ist er einer der drei Strategen, wird dann aber von Konkurrenten verdrängt.
  • Fortsetzung 413

Molosser / Epirus

Makedonien

  • König Perdikkas II. (448–413)
  • Archelaos
    Archelaos wird in einem um 415 mit Athen geschlossenen Vertrag nach Perdikkas und Alketas an dritter Stelle genannt. Damit wird er von seinem Vater legitimiert. Die Vater-Sohn-Reihung steht im Zusammenhang mit seiner Abstammung aus dem makedonischen Königshaus.
  • Fortsetzung 413

Athen

  • Peloponnesischer_Krieg (431-404)
    Sizilienexpedition (415-413)
    Frühjahr - Vorgeschichte und Vorbereitung:
    Athen schickt nach der Bitte aus Segesta eine Gesandtschaft nach Segesta, um sich vom Vorhandensein des versprochenen Geldes zu überzeugen. Die Gesandten werden getäuscht, da die Segestaer sich von Nachbarstädten Schmuck und Geschirr leihen und diesen Reichtum bei allen Bewirtungen der Gesandten zeigen, sodass diese Abend für Abend Gold und Silber im Überfluss vorfinden, ohne zu ahnen, dass es sich stets um dasselbe Geschirr handelt. Als die Gesandten im Frühjahr nach Athen zurückkehren, berichten sie folglich vom Reichtum Segestas. Daraufhin beruft Athen die Volksversammlung ein. Der Politiker und Strategos Nikias warnt vor dem geplanten Feldzug, da Athen bereits genug Feinde hat und Sizilien groß und zu weit entfernt ist, weshalb das Risiko nicht kalkulierbar erscheint. Alkibiades, der den Nikiasfrieden ablehnt und sich von einem Sizilienzug Ruhm und Macht verspricht, plädiert dagegen für den Feldzug und überzeugt die Athener mit einer leidenschaftlichen Rede. Nikias versucht, die Volksversammlung noch einmal zur Besinnung zu bringen, indem er argumentiert, dass man eine zu gewaltige Flotte und ein zu großes Heer ausrüsten müsse, wenn man Erfolg haben wolle, muss aber bestürzt feststellen, dass die Versammlung sich davon nicht abschrecken lässt und nun eine Expedition ausrüstet, die sogar größer als die Vorgabe des Alkibiades ist. Die Athener rüsten eine sehr große Expedition aus. Sie stellen 134 Trieren bereit, davon 100 aus Athen und den Rest von Verbündeten, außerdem 5100 Hopliten, darunter 1500 Athener, 480 Bogenschützen, 700 Schleuderer, 30 Reiter, 30 Frachter und 100 Kähne mit Getreide sowie Bäcker, Steinmetzen, Bauleute und Belagerungsgerät, und viele Handelsschiffe schließen sich der Flotte an. Mit der Führung betraut Athen Nikias, gegen seinen Willen, Alkibiades und Lamachos, einen erfahrenen General und Kriegsbefürworter. Die allgemeine Begeisterung der Athener für das Unternehmen ist groß, aber es gibt auch Skeptiker wie Sokrates oder den Astronomen Meton, von dem Plutarch berichtet, dass er sein eigenes Haus in Brand setzt, um für verrückt gehalten zu werden und damit seinen Sohn von der Teilnahme an der Expedition freistellen zu lassen.
    Lage Siziliens:
    Sizilien ist Teil von Magna Graecia und gilt den Griechen als „Neue Welt“, die Insel hat in den letzten 200 Jahren einen großen ökonomischen Aufschwung erlebt und ist reich an Ressourcen, vor allem Getreide, wobei Teile, insbesondere der Westen, im Einflussbereich Karthagos liegen. Zur Zeit der Kolonisierung durch die Griechen leben Sikanen, Sikeler und Elymer auf der Insel, und Segesta ist eine Stadt der Elymer mit dem bereits seit 480 bestehenden Hilfsabkommen mit Athen. Syrakus ist zur Zeit der Expedition die größte Stadt in Sizilien, von der Größe und Einwohnerzahl her mit Athen mit 40'000 Einwohnern vergleichbar, mit einer demokratischen Regierungsform, obwohl die Tyrannis eine längere Tradition besitzt, und als Tochterstadt des dorischen Korinth mit engen Handelsbeziehungen dorthin ein natürlicher Verbündeter Spartas, des Erzfeindes von Athen.
    Hermenfrevel
    Im Sommer, mitten in den Vorbereitungen zur zweiten Sizilienexpedition, werden in einer Nacht fast allen Hermen in Athen die Köpfe abgeschlagen oder verstümmelt, während sich die Athener in einer Phase großer Anspannung befinden. Die Athener werden von diesem Vorfall überrascht, und als Folge entstehen wilde Verdächtigungen gegen verschiedene Personen, die auf irgendeine Weise aus der Norm der Gemeinschaft herausfallen. Im Zuge der Ermittlungen werden weitere religiöse Frevel aufgedeckt und untersucht, nach Zeugenaufrufen häufen sich zunehmend Aussagen und Verdächtigungen zum Hermenfrevel oder anderen religiösen Vergehen, hohe Kopfgelder werden ausgesetzt, und auch Sklaven und Metöken werden zur Aussage aufgefordert. Es erweist sich als besonders schwerwiegend, dass die Mysterien von Eleusis als Posse in Privathäusern aufgeführt werden, wobei unter anderem der für sein ausschweifendes Leben bekannte Alkibiades beteiligt ist, und Opfer der existenzbedrohenden Denunziationen werden auch andere Angehörige der Oberschicht, darunter der spätere Rhetor Andokides sowie der aus den platonischen Dialogen bekannte Phaidros und der Arzt Akumenos. In Athen werden die Vorkommnisse als schlechtes Vorzeichen für die bevorstehende Expedition nach Sizilien oder als Bedrohung für die Demokratie gewertet, wobei die Tyrannis-Angst in der Zeit der attischen Demokratie immer wie ein Damoklesschwert über der Polis schwebt. Ins Zentrum der Anklage tritt zunehmend Alkibiades, der als Feldherr kurz vor der Abfahrt nach Sizilien steht und sich seines Rückhalts bei seinen Untergebenen sicher fühlt, weshalb er einen sofortigen Prozess fordert, während seine Gegner politisch einschätzen, dass der Demos die Expedition nicht in Gefahr bringen will und daher verlangen, Alkibiades solle zuerst nach Sizilien fahren und der Prozess erst nach seiner Rückkehr geführt werden. Als in Athen die Anschuldigungen gegen Alkibiades immer schärfer werden, entscheidet sich die Stadt, den Feldherren zurückzuberufen, schickt das Schiff „Salaminia“, mit dem Alkibiades nach Athen zurückfahren soll, setzt gemeinsam mit ihm andere Soldaten der Expedition unter Verdacht, erlebt, wie Alkibiades das Schiff besteigt und bei einem Halt in Thurioi flieht, bevor er sich nach Umwegen nach Sparta begibt, in Abwesenheit zum Tode verurteilt wird und die Priester aufgefordert werden, Alkibiades zu verfluchen, während eine Priesterin sich weigert, diesen Fluch auszusprechen. In der Folgezeit widmet sich Thukydides im sechsten Buch seines Werkes dem Hermenfrevel und stellt vor allem die machtpolitischen Hintergründe heraus. In seiner Darstellung steht Alkibiades im Zentrum der Anklage, der aufgrund seiner Lebensführung und seines Erfolgs in vielen Lebenslagen ohnehin immer wieder Angriffen ausgesetzt ist, während der Hermenfrevel von seinen Gegnern genutzt wird, um ihn der Absicht einer Tyrannis zu verdächtigen und Thukydides berichtet, dass diese Gegner selbst die Absicht haben, die Macht zu übernehmen. Thukydides deutet auch das Angebot der Gegner von Alkibiades, den Feldherrn zunächst nach Sizilien ziehen zu lassen, als List, mit der sie während seiner Abwesenheit Verleumdungen verbreiten wollen, um eine bessere Ausgangsposition im kommenden Prozess zu gewinnen. Dieser Plan verläuft nach Thukydides erfolgreich, da die Gegner Hermenfrevel und Schändung der Eleusinischen Mysterien gegen Alkibiades in Abwesenheit anführen können, und der Wert der thukydideischen Ausführungen liegt nach dieser Darstellung vor allem in dem Einblick in die Machtkonstellationen und Auseinandersetzungen zwischen den politischen Akteuren in Athen. Problematisch ist in dieser Sichtweise, dass Thukydides genaue Kenntnisse über die Hintergründe einer Verschwörung beansprucht, die offenbar nicht einfach aufzudecken ist und über die eine ganze Polis rätselt, und dass er klar Partei für Alkibiades ergreift, seine Gegner als „schlechte Leute“ darstellt und zugleich zeigt, wie durch Gerüchte und eine gewisse Eigendynamik ein Bürger Athens, der vom gewohnten Durchschnitt abweicht, aus der Gesellschaft ausgeschlossen wird. In dieser Perspektive erscheint ein Bürger, der nicht dem gängigen Bild entspricht, als jemand, dem solche Taten zugetraut werden, und Alkibiades muss seine teils exzentrische Lebensweise mit seiner Emigration bezahlen, während der Hermenfrevel – den Ausführungen des Thukydides folgend – lediglich als Vorwand gilt. Über 300 Jahre nach den Vorgängen zeigt der römische Historiker Cornelius Nepos in seiner Alkibiades-Biographie die grundlegenden Ereignisse und führt das zusätzliche Detail an, dass sämtliche Hermen Athens von der Schändung betroffen sind, mit Ausnahme der Hermen vor dem Haus des Andokides. Diese Behauptung ist in zeitnäher verfassten Quellen nicht nachgewiesen, während im Text festgehalten wird, dass Andokides wohl als Kronzeuge gegen Alkibiades auftritt.
    Sommer - Überfahrt und erster Feldzug:
    Die Flotte setzt zunächst nach Italien über, wo die griechischen Städte aus Angst, in den Krieg hineingezogen zu werden, die Aufnahme verweigern. Vorausgeschickte Schiffe nach Segesta kehren zur Flotte zurück und berichten, dass das versprochene Geld nicht vorhanden ist. Nach Beratungen, bei denen Nikias vergeblich auf die baldige Rückkehr nach Athen drängt, beschließt die Führung, zunächst in Sizilien Verbündete für einen Angriff auf Syrakus zu suchen. Unterdessen wird Alkibiades nach Athen zurückberufen, um sich dem Prozess wegen des Hermenfrevels zu stellen, entkommt aber auf dem Rückweg nach Athen nach Sparta, wo er in den folgenden Jahren Sparta im Kampf gegen seine Heimatstadt beraten soll. Die athenische Flotte fährt weiter die Küste Siziliens entlang, gewinnt einige wenige Verbündete wie die ionischen Poleis Naxos und Katane, erobert die mit Segesta verfeindete sikanische Stadt Hykkara und widmet sich dem Sklavenhandel, während der Sommer verstreicht. Bei Syrakus kommt es zur ersten Feldschlacht mit dem syrakusischen Heer, die die Athener für sich entscheiden, doch der Mangel an Kavallerie erweist sich als schwerwiegend, sodass man beschließt, in Katane und Naxos zu überwintern und Verstärkung abzuwarten. Syrakus schickt ein Hilfsgesuch nach Korinth und Sparta, und Alkibiades stachelt in Sparta die Spartaner auf und rät ihnen, nicht nur Syrakus beizustehen, sondern auch Dekeleia bei Athen zu besetzen, während Sparta zwar kein Heer, aber den erfahrenen General Gylippos entsendet und nur Korinth die Entsendung einer Flotte beschließt. Athen schickt währenddessen der Expedition 250 Reiter zur Verstärkung und Geld, um 400 weitere Reiter anzuwerben, sodass die Expedition, die anfangs erfolgversprechend startet, immer mehr Ressourcen Athens bindet.
    Thukydides (39)
    Thukydides schließt den dritten Teil seiner Geschichte des Peloponnesischen Krieges mit der Schilderung der brutalen Unterwerfung von Melos 415, im Mittelpunkt steht der berühmte Dialog zwischen Meliern und Athenern, in dem das Spannungsverhältnis zwischen Macht und Recht drastisch zur Sprache kommt. Im vierten Teil des Werkes beschreibt Thukydides die Sizilienexpedition der Athener 415–413 zur Erlangung der Herrschaft über Sizilien, die in einer entscheidenden Niederlage der athenischen Flotte und Hoplitenstreitmacht bei Syrakus endet.
  • Graphe paranomon (Form der gerichtlichen Klage)
    Die Klageart graphē paranomōn wurde vermutlich nach dem Tod des Perikles 429 eingeführt und dient der Überprüfung eines Gesetzes oder sonstigen Beschlusses der Volksversammlung Ekklesia, wobei dahinter die Überlegung steht, dass Beschlüsse psēphismata nicht in Widerspruch zu einem Gesetz und ein neues Gesetz nicht in Widerspruch zu einem bereits geltenden stehen soll. Die graphē paranomōn ist ab 415 belegbar und kann als Ersatz für den Ostrakismos angesehen werden, der zu derselben Zeit abgeschafft wird.
  • Alexandros (Schauspiel von Euripides)
    Euripides verfasst die Tragödie Alexandros, die 415 anlässlich der Dionysien als erster Teil einer Trilogie uraufgeführt wird; die beiden anderen Teile der Trilogie sind die Stücke Palamedes und die Troerinnen. Der Hirtensklave Alexandros nimmt an einem gymnischen Agon zu Ehren des vermeintlich toten Königssohns Paris in Troja teil und besiegt dabei einen trojanischen Prinzen; es kommt zum Streit darüber, ob der Sieg eines Sklaven anerkannt werden könne, und im Zuge des Streites stellt sich heraus, dass es sich bei Alexandros um den tot geglaubten Paris handelt, der von seinen Eltern wegen einer Prophezeiung auf dem Ida-Gebirge ausgesetzt und von Hirten gefunden und aufgezogen worden ist, sodass er, nachdem er als Königssohn wiedererkannt wird, wieder nach Troja aufgenommen wird, wodurch sich die Prophezeiung erfüllt und Troja letztlich zerstört wird.
  • Die Troerinnen (Schauspiel von Euripides)
    vermutlich März: Die Tragödie Die Troerinnen von Euripides wird anlässlich der Dionysien uraufgeführt. Es gehört zur Trilogie Alexandros – Palamedes – Troerinnen, die durch das Satyrspiel Sisyphos ergänzt wird. Die Handlung spielt im Zusammenhang mit dem Trojanischen Krieg, der am wahrscheinlichsten um das Jahr -1200 anzusiedeln sein dürfte.
  • Fortsetzung 414

Sparta

Bosporanisches Reich

Salamis

  • König Abdemon (415-411)
    Abdemon ist König von Salamis auf Zypern; Er ist phönizischer Herkunft und wird entweder in Tyros oder in Kition geboren. Um 415 setzt Abdemon den phönizischen Herrscher von Salamis ab. Euagoras, der angeblich aus einer griechischen Dynastie stammt, muss die Stadt verlassen und geht ins Exil nach Soli.
  • Fortsetzung 411

ODRYSEN

ACHÄMENIDENREICH

  • Großkönig Dareios II. (423–404)
  • Satrap Ariobarzanes (Kios, 420-402)
  • Satrap Tissaphernes (Lydien, 1. Amtszeit 415-408)
    Tissaphernes, Jahrgang 445, gehört zu einer bedeutenden persischen Familie und ist der Enkel des Hydarnes, eines hervorragenden persischen Feldherrn, der zur Zeit von Xerxes’ Invasion in Griechenland den Befehl über die Unsterblichen führt. Seine Schwester Stateira wird Gemahlin des Artaxerxes II., und sein Bruder Terituchmes folgt seinem Vater als Satrap von Hyrkanien.
  • Hypatia
    Artikel des Tages: Hypatia (auch Hypatia von Alexandria; * um 355 in Alexandria; † März 415 oder März 416 in Alexandria) war eine griechische spätantike Mathematikerin, Astronomin und Philosophin. Von ihren Werken ist nichts erhalten geblieben, Einzelheiten ihrer Lehre sind nicht bekannt. Sie unterrichtete öffentlich und vertrat einen vermutlich mit kynischem Gedankengut angereicherten Neuplatonismus. Als Vertreterin einer nichtchristlichen philosophischen Tradition gehörte sie im überwiegend christlichen Alexandria der bedrängten paganen Minderheit an. Dennoch konnte sie lange unangefochten lehren und erfreute sich hohen Ansehens. Schließlich wurde sie aber das Opfer eines politischen Machtkampfs, in dem religiöse Gegensätze instrumentalisiert wurden. Eine aufgehetzte christliche Menge brachte sie in eine Kirche, ermordete sie dort und schändete den Leichnam. Der Nachwelt blieb Hypatia hauptsächlich wegen der spektakulären Umstände ihres Todes in Erinnerung. Kein anderer Einzelfall von Heidenverfolgung erregte so großes Aufsehen. Seit dem 18. Jahrhundert wird Hypatias Ermordung oft im Rahmen von Kritik am kirchlich organisierten Christentum als Beispiel für Intoleranz und für eine wissenschaftsfeindliche Haltung kirchlicher Kreise angeführt. In feministischer Literatur erscheint sie als frühe Vertreterin einer mit überlegenem Wissen ausgestatteten emanzipierten Weiblichkeit und als Opfer einer frauenfeindlichen Haltung ihrer Gegner. Moderne nichtwissenschaftliche Darstellungen und belletristische Bearbeitungen des Stoffs zeichnen ein Bild, das oft wenig Ähnlichkeit mit den quellenmäßig abgedeckten Befunden der Forschung hat.
  • Fortsetzung 414

KUSCH

INDIEN

Shishunaga

Anuradhapura

CHINA

Zeit der Streitenden Reiche
(38. (39.) Zyklus, Jahr des Feuer-Tigers; am Beginn des Jahres Holz-Büffel)

Jin

Qin

  • Herzog Ling (424–415)
    Ling stirbt nach zehn Jahren die Regierungszeit; der Herzogsthron geht auf seinen Onkel Jian über, einen Sohn von Herzog Huai und jüngeren Bruder von Zhaozi, während der Sohn von Herzog Ling, Shixi, der später als Herzog Xian von Qin bekannt sein wird, ins Exil nach Wei geschickt wird.
  • Fortsetzung 414

Zhou

Wei

Qi

Chu

JAPAN

QUELLEN

Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel; alle anderen Links sind nach der jeweiligen Quelle benannt.

15.04.2011 Artikel eröffnet

26.05.2023 Grundstock erstellt

09.07.2026 Grundstock ergänzt

-418 | -417 | -416 | -415 | -414 | -413 | -412