1359: Unterschied zwischen den Versionen

Aus WikiReneKousz
(Grundstock 1)
(Grundstock)
Zeile 1: Zeile 1:
<center>[[1356]] | [[1357]] | [[1358]] | '''1359''' | [[1360]] | [[1361]] | [[1362]]</center>
<center>[[1356]] | [[1357]] | [[1358]] | [http://de.wikipedia.org/wiki/1359 '''1359'''] | [[1360]] | [[1361]] | [[1362]]</center>
----
----


Zeile 5: Zeile 5:


1114D: [http://de.wikipedia.org/wiki/Gregorios_Palamas '''Gregorios Palamas''']
1114D: [http://de.wikipedia.org/wiki/Gregorios_Palamas '''Gregorios Palamas''']
*Gregorios Palamas (griechisch Γρηγόριος Παλαμάς; * Ende 1296 oder Anfang 1297 in Konstantinopel; † 14. November 1359 in Thessalonike) war ein orthodoxer byzantinischer Theologe, Schriftsteller und Erzbischof von Thessalonike. Er wurde 1368 heiliggesprochen und zählt zu den höchsten Autoritäten der östlichen Kirche. Seine Lehre, der Palamismus, war die letzte Weiterentwicklung der orthodoxen Theologie, die für verbindlich erklärt wurde. Ein Hauptmerkmal des Palamismus ist seine Unterscheidung zwischen einem prinzipiell für die Geschöpfe unzugänglichen Wesen Gottes und den Energien Gottes, mit denen Gott sich zu erkennen gebe. Seinem Wesen nach bleibe Gott, selbst wenn er sich willentlich dem Nichtgöttlichen zuwende, immer von seiner eigenen Zuwendung getrennt und unerkennbar. In seinen Taten hingegen, das heißt in seinen Energien, könne Gott erkannt und erfahren werden. Diese Energien hält Palamas ebenso wie Gottes Wesen für ungeschaffen. Mit der Unterscheidung zwischen Wesen und Energien Gottes und der Behauptung der Ungeschaffenheit der Energien verteidigt Palamas theologisch den sogenannten Hesychasmus, die Gebetspraxis der Athos-Mönche, deren Gemeinschaft er selbst angehörte. Der Hesychasmus geht von der Annahme aus, dass das ungeschaffene Taborlicht vom Menschen geschaut werden könne, womit Gott in seinen Energien wahrnehmbar werde. Palamas’ Gegner meinen dagegen, dass es außerhalb von Gottes ungeschaffenem Wesen nur geschaffene Wirkungen gebe.
*Gregorios Palamas (griechisch Γρηγόριος Παλαμάς; * Ende 1296 oder Anfang 1297 in Konstantinopel; † 14. November 1359 in Thessalonike) war ein orthodoxer byzantinischer Theologe, Schriftsteller und Erzbischof von Thessalonike. Er wurde 1368 heiliggesprochen und zählt zu den höchsten Autoritäten der östlichen Kirche. Seine Lehre, der Palamismus, war die letzte Weiterentwicklung der orthodoxen Theologie, die für verbindlich erklärt wurde. Ein Hauptmerkmal des Palamismus ist seine Unterscheidung zwischen einem prinzipiell für die Geschöpfe unzugänglichen Wesen Gottes und den Energien Gottes, mit denen Gott sich zu erkennen gebe. Seinem Wesen nach bleibe Gott, selbst wenn er sich willentlich dem Nichtgöttlichen zuwende, immer von seiner eigenen Zuwendung getrennt und unerkennbar. In seinen Taten hingegen, das heißt in seinen Energien, könne Gott erkannt und erfahren werden. Diese Energien hält Palamas ebenso wie Gottes Wesen für ungeschaffen. Mit der Unterscheidung zwischen Wesen und Energien Gottes und der Behauptung der Ungeschaffenheit der Energien verteidigt Palamas theologisch den sogenannten Hesychasmus, die Gebetspraxis der Athos-Mönche, deren Gemeinschaft er selbst angehörte. Der Hesychasmus geht von der Annahme aus, dass das ungeschaffene Taborlicht vom Menschen geschaut werden könne, womit Gott in seinen Energien wahrnehmbar werde. Palamas’ Gegner meinen dagegen, dass es außerhalb von Gottes ungeschaffenem Wesen nur geschaffene Wirkungen gebe. (Artikel des Tages)


==LEXIKON==
==LEXIKON==
[http://de.wikipedia.org/wiki/Ismail_II._%28Granada%29 '''Emir Ismail II. (Granada)''']
*Ismail II. (1339-1360) war Emir von Granada von 1359 bis 1360.
[http://de.wikipedia.org/wiki/Dmitri_Donskoi '''Großfürst Dmitri Donskoi (Moskau)''']
*Dmitri Donskoi (13501389) war von 1359 bis 1389 Großfürst von Wladimir-Moskau. Sein Beiname bedeutet der vom Don und bezieht sich auf seinen Sieg (1380) in der Schlacht auf dem nahe dem Don gelegenen Schnepfenfeld. Er vollendete die von Iwan Kalita (reg. 1325–1341) begründete Vorherrschaft Moskaus unter den russischen Fürsten und forderte in der Schlacht von Kulikowo 1380 erfolgreich die Mongolen heraus, die seinerzeit über Russland herrschten. Auch wenn er sie nicht völlig abschütteln konnte (dies gelang erst 1480), so war dieses Ereignis doch ein Wendepunkt der russischen Geschichte. Der Aufstieg Moskaus war nicht mehr aufzuhalten.
[http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_I._%28Zypern%29 '''König Peter I. (Zypern)''']
*Peter I. (1328-1369) war König von Zypern ab 1359. Er war der Sohn von König Hugo IV. und seiner zweiten Ehefrau Alice von Ibelin.


[http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCchmeister-_und_Lietzo%E2%80%99sches_Familienstipendium_in_Zerbst '''Küchmeister- und Lietzo’sches Familienstipendium in Zerbst''']
[http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCchmeister-_und_Lietzo%E2%80%99sches_Familienstipendium_in_Zerbst '''Küchmeister- und Lietzo’sches Familienstipendium in Zerbst''']
*Das Küchmeister- und Lietzo'sche Familienstipendium ist eine Stiftung des privaten Rechts mit Sitz in Zerbst und gehört zu den ältesten Stiftungen Deutschlands. Diese "mildtätige" Familienstiftung ist seit der Reformationszeit auf Martin Luthers Initiative beauftragt mit der Förderung von Oberschülern und Studenten. Diese sind meist Nachkommen der Stifter. Der Name der Stiftung geht zurück auf das mittelalterliche Dienstadelsgeschlecht der Küchmeister (auch Kokemester oder Coci) sowie eine mittelalterliche Zerbster Bürgerfamilie namens Lyczowe oder Lietzo, die aus der slawischen Urbevölkerung Anhalts stammte.
*Das Küchmeister- und Lietzo'sche Familienstipendium ist eine Stiftung des privaten Rechts mit Sitz in Zerbst und gehört zu den ältesten Stiftungen Deutschlands. Diese "mildtätige" Familienstiftung ist seit der Reformationszeit auf Martin Luthers Initiative beauftragt mit der Förderung von Oberschülern und Studenten. Diese sind meist Nachkommen der Stifter. Der Name der Stiftung geht zurück auf das mittelalterliche Dienstadelsgeschlecht der Küchmeister (auch Kokemester oder Coci) sowie eine mittelalterliche Zerbster Bürgerfamilie namens Lyczowe oder Lietzo, die aus der slawischen Urbevölkerung Anhalts stammte.
[http://de.wikipedia.org/wiki/Alboino_II._della_Scala '''Podesta Alboino II. della Scala (Verona)''']
*Alboino II. della Scala (1343-1375) aus der Familie der Scaliger wurde 1359 Herr von Verona, als sein Bruder und Vorgänger Cangrande II. della Scala vom dritten Bruder Cansignorio della Scala ermordet worden war. Alle drei waren Söhne von Mastino II. della Scala, dem Herren von Verona bis zum Jahr 1352.
[http://de.wikipedia.org/wiki/Abu_Hammu_II._Musa '''Sultan Abu Hammu II. Musa (Algerien)''']
*Abu Hammu II. Musa († 1383) war Sultan der Abdalwadiden in Algerien von 1359-1383.
[http://de.wikipedia.org/wiki/Murad_I. '''Sultan Murad I. (Osmanisches Reich)''']
*Murad I. († 1389) war 1359 bis 1389 Sultan des Osmanischen Reiches.


==QUELLEN==
==QUELLEN==
Zeile 17: Zeile 35:


19.11.2011 Artikel eröffnet
19.11.2011 Artikel eröffnet
05.06.2013 Grundstock erstellt (zusammen mit Debussy)
<center>[[1356]] | [[1357]] | [[1358]] | '''1359''' | [[1360]] | [[1361]] | [[1362]]</center>

Version vom 5. Juni 2013, 17:47 Uhr

1356 | 1357 | 1358 | 1359 | 1360 | 1361 | 1362

NOVEMBER

1114D: Gregorios Palamas

  • Gregorios Palamas (griechisch Γρηγόριος Παλαμάς; * Ende 1296 oder Anfang 1297 in Konstantinopel; † 14. November 1359 in Thessalonike) war ein orthodoxer byzantinischer Theologe, Schriftsteller und Erzbischof von Thessalonike. Er wurde 1368 heiliggesprochen und zählt zu den höchsten Autoritäten der östlichen Kirche. Seine Lehre, der Palamismus, war die letzte Weiterentwicklung der orthodoxen Theologie, die für verbindlich erklärt wurde. Ein Hauptmerkmal des Palamismus ist seine Unterscheidung zwischen einem prinzipiell für die Geschöpfe unzugänglichen Wesen Gottes und den Energien Gottes, mit denen Gott sich zu erkennen gebe. Seinem Wesen nach bleibe Gott, selbst wenn er sich willentlich dem Nichtgöttlichen zuwende, immer von seiner eigenen Zuwendung getrennt und unerkennbar. In seinen Taten hingegen, das heißt in seinen Energien, könne Gott erkannt und erfahren werden. Diese Energien hält Palamas ebenso wie Gottes Wesen für ungeschaffen. Mit der Unterscheidung zwischen Wesen und Energien Gottes und der Behauptung der Ungeschaffenheit der Energien verteidigt Palamas theologisch den sogenannten Hesychasmus, die Gebetspraxis der Athos-Mönche, deren Gemeinschaft er selbst angehörte. Der Hesychasmus geht von der Annahme aus, dass das ungeschaffene Taborlicht vom Menschen geschaut werden könne, womit Gott in seinen Energien wahrnehmbar werde. Palamas’ Gegner meinen dagegen, dass es außerhalb von Gottes ungeschaffenem Wesen nur geschaffene Wirkungen gebe. (Artikel des Tages)

LEXIKON

Emir Ismail II. (Granada)

  • Ismail II. (1339-1360) war Emir von Granada von 1359 bis 1360.

Großfürst Dmitri Donskoi (Moskau)

  • Dmitri Donskoi (13501389) war von 1359 bis 1389 Großfürst von Wladimir-Moskau. Sein Beiname bedeutet der vom Don und bezieht sich auf seinen Sieg (1380) in der Schlacht auf dem nahe dem Don gelegenen Schnepfenfeld. Er vollendete die von Iwan Kalita (reg. 1325–1341) begründete Vorherrschaft Moskaus unter den russischen Fürsten und forderte in der Schlacht von Kulikowo 1380 erfolgreich die Mongolen heraus, die seinerzeit über Russland herrschten. Auch wenn er sie nicht völlig abschütteln konnte (dies gelang erst 1480), so war dieses Ereignis doch ein Wendepunkt der russischen Geschichte. Der Aufstieg Moskaus war nicht mehr aufzuhalten.

König Peter I. (Zypern)

  • Peter I. (1328-1369) war König von Zypern ab 1359. Er war der Sohn von König Hugo IV. und seiner zweiten Ehefrau Alice von Ibelin.

Küchmeister- und Lietzo’sches Familienstipendium in Zerbst

  • Das Küchmeister- und Lietzo'sche Familienstipendium ist eine Stiftung des privaten Rechts mit Sitz in Zerbst und gehört zu den ältesten Stiftungen Deutschlands. Diese "mildtätige" Familienstiftung ist seit der Reformationszeit auf Martin Luthers Initiative beauftragt mit der Förderung von Oberschülern und Studenten. Diese sind meist Nachkommen der Stifter. Der Name der Stiftung geht zurück auf das mittelalterliche Dienstadelsgeschlecht der Küchmeister (auch Kokemester oder Coci) sowie eine mittelalterliche Zerbster Bürgerfamilie namens Lyczowe oder Lietzo, die aus der slawischen Urbevölkerung Anhalts stammte.

Podesta Alboino II. della Scala (Verona)

  • Alboino II. della Scala (1343-1375) aus der Familie der Scaliger wurde 1359 Herr von Verona, als sein Bruder und Vorgänger Cangrande II. della Scala vom dritten Bruder Cansignorio della Scala ermordet worden war. Alle drei waren Söhne von Mastino II. della Scala, dem Herren von Verona bis zum Jahr 1352.

Sultan Abu Hammu II. Musa (Algerien)

  • Abu Hammu II. Musa († 1383) war Sultan der Abdalwadiden in Algerien von 1359-1383.

Sultan Murad I. (Osmanisches Reich)

  • Murad I. († 1389) war 1359 bis 1389 Sultan des Osmanischen Reiches.

QUELLEN

Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel, daraus wird dann der Einleitungstext im ersten Abschnitt zitiert. Alle anderen Quellen sind am blauen Link am Schluss des jeweiligen Abschnitts erkennbar, daraus stammt dann auch der Text des Abschnitts.

19.11.2011 Artikel eröffnet

05.06.2013 Grundstock erstellt (zusammen mit Debussy)

1356 | 1357 | 1358 | 1359 | 1360 | 1361 | 1362