1494

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Version vom 29. Juni 2019, 07:49 Uhr von Rk (Diskussion | Beiträge) (0607D: Vertrag von Tordesillas (dradio.de))
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JUNI

0607D: Vertrag von Tordesillas

  • Warum spricht man heute in Brasilien Portugiesisch und in den anderen lateinamerikanischen Ländern Spanisch? Die damals vorherrschenden Seemächte Spanien und Portugal einigten sich 1494 darauf, wie sie die neu entdeckte Welt untereinander aufteilen wollten – und legten eine Demarkationslinie fest. (dradio.de 2019)

LEXIKON

Das Narrenschiff (Brant)

  • Das Narrenschiff des Sebastian Brant (1457–1521), 1494 gedruckt von Johann Bergmann von Olpe in Basel, wurde das erfolgreichste deutschsprachige Buch vor der Reformation. Es handelt sich um eine spätmittelalterliche Moralsatire, die eine Typologie von über 100 Narren auf einem Schiff mit Kurs gen Narragonien entwirft und so der verkehrten Welt durch eine unterhaltsame Schilderung ihrer Laster kritisch den Spiegel vorhält. Das Werk wurde 1497 ins Lateinische übersetzt und durch Weiterübersetzungen in verschiedene Landessprachen in ganz Europa verbreitet.
  • Als Sebastian Brants Narrenschiff 1494 erschien, war es eine Sensation. Das Buch geriet zum deutschsprachigen Bestseller der frühen Neuzeit und wurde noch zu Lebzeiten des Autors in mehrere Sprachen übersetzt. Mit seiner Klage über Gottlosigkeit und Sittenverfall wie auch mit seiner Prophezeiung des nahen Weltendes traf Brant den Nerv seiner krisengeschüttelten Zeit. Für die immer wiederkehrenden Kriege, Hungersnöte und Seuchen machte der Basler Jurist und Humanist nicht zuletzt die Lasterhaftigkeit der Menschen verantwortlich, die nur noch nach Besitz gierten und darüber die göttliche Weisheit vergäßen. Brants satirische Zeitgeistkritik bleibt indes nicht abstrakt und blutleer, sondern taucht tief in das pralle Leben des Mittelalters. In einer volkstümlichen, oft derben Sprache erzählt Brant von den kleinen und großen menschlichen Schwächen. Der Leser soll seine eigene Torheit erkennen und sich durch Einsicht bessern. In vielerlei Hinsicht mag das Buch noch spätmittelalterlichem Denken verhaftet sein, seine Botschaft aber mutet schon modern an: Erkenne dich selbst und ändere dein Leben. (getAbstract)

Gemäldegalerie

Herzog Ludovico Sforza (Mailand)

  • Ludovico Sforza (1452-1508), seiner dunklen Haut- oder Haarfarbe wegen auch il Moro, „der Dunkle“ genannt, aus der Familie Sforza, war der fünfte Sohn des Herzogs Francesco I. Sforza von Mailand. Er wurde selbst Herzog und berühmt als Förderer Leonardo da Vincis und anderer Künstler.

Kaiser Amde Seyon II. (Äthiopien)

  • Amde Seyon II. († 1494) war 1494 für wenige Monate Negus Negest (Kaiser) von Äthiopien.

Kaiser Na’od I. (Äthiopien)

  • Na’od I. († 1508) war von 1494 bis zu seinem Tode Kaiser von Äthiopien.

König Alfons II. (Neapel)

  • Alfons II. (1448-1495) war König von Neapel vom 25. Januar 1494 bis zum 23. Januar 1495.

König Yeonsangun (Korea)

  • Yeonsangun (1476-1506) war der zehnte König der koreanischenen Joseon-Dynastie (1494–1506).

Lübecker Bibel

  • Die Lübecker Bibel ist eine 1494 von Steffen Arndes in Lübeck gedruckte mittelniederdeutsche Ausgabe einer glossierten Bibel nach der Vulgata, die in ihrer Sprach-, Druck- und Illustrationsqualität eine Sonderstellung unter den vorlutherischen deutschen Bibeln einnimmt. Sie gilt als die bedeutendste volkssprachliche Bibel vor der Reformation und darüber hinaus als eines der hervorragendsten Zeugnisse der literarischen Gattung des spätmittelalterlichen Erbauungsbuches.

Markgraf Wilhelm XI. (Montferrat)

  • Wilhelm XI. (1486-1518) war Markgraf von Montferrat. Er war der Sohn von Markgraf Bonifatius III. (1424–1494) und dessen Ehefrau Maria Branković (1466–1495), und trat das Erbe seines Vaters 1494 an.

Poyining's Law

  • Poynings’ Law (Poynings’ Gesetz) geht zurück auf Sir Edward Poynings KG (1459–1521) und dessen Erklärung gegenüber dem irischen Parlament in Drogheda im Jahr 1494. In seiner Position als Lord Deputy (Stellvertreter des englischen Königs Heinrich VII. in Irland) versammelte Poynings am 1. Dezember das irische Parlament mit der Absicht die Lordschaft Irland wieder näher an die englische Monarchie und das englische Parlament zu binden.

Seigneur Jean II. (Monaco)

  • Jean II. (1468-1505) aus der Familie der Grimaldi war von 1494 bis zu seinem Tode Herr von Monaco.

QUELLEN

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06.08.2009 Artikel eröffnet

06.11.2012 Grundstock erstellt (zusammen mit Debussy)

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