1751: Unterschied zwischen den Versionen

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(Die Kunst der Fuge (Bach))
(Encyclopédie (Diderot))
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*''Eine Untersuchung über die Prinzipien der Moral'' ist eine Monografie von David Hume, einem bedeutenden schottischen Philosophen der Aufklärung. Hume verfasste das Werk 1751 als Überarbeitung seines Erstlingswerks ''A Treatise of Human Nature''.
*''Eine Untersuchung über die Prinzipien der Moral'' ist eine Monografie von David Hume, einem bedeutenden schottischen Philosophen der Aufklärung. Hume verfasste das Werk 1751 als Überarbeitung seines Erstlingswerks ''A Treatise of Human Nature''.
*David Hume (1711-1776) ist einer der drei großen englischen Aufklärer (neben Berkeley und Locke). Im leicht verständlichen Essaystil verfasste er im Jahr 1751 seine ''Untersuchung über die Prinzipien der Moral''. Bei dieser Abhandlung verlässt sich der vielleicht kompromissloseste Vertreter des englischen Empirismus auf seine Erkenntnistheorie: "Ich kann nur über das berichten, was ich selbst erfahren habe." Von Spekulationen hält er wenig: Alles, auch moralische Entscheidungen über gut und böse, müssten mit den Methoden des naturwissenschaftlichen Experiments untersucht werden. Das Regelwerk der Moral und die Tugenden und Maximen, die sich durch alle Formen der Gesellschaft ziehen - von der Keimzelle der Familie bis zur bürgerlichen Gesellschaft und den Beziehungen zwischen Staaten -, führt Hume auf ein einziges, alles begründendes Prinzip zurück: die Nützlichkeit. Er lehnt die zu seiner Zeit gängige Idee ab, dass Moral von Gott bestimmt und dem Menschen sozusagen in die Wiege gelegt sei. Was gut und was böse ist, wird für Hume allein dadurch festgelegt, ob die Gesellschaft ein Verhalten schätzt oder missbilligt. Einen ganzen Katalog von Tugenden fördert er zutage und führt eindringlich vor Augen, dass Moral vor allem auf ethischen Empfindungen beruht, die auch dann funktionieren, wenn der Beobachter einer Handlung selbst gar nicht betroffen ist. Humes Überlegungen inspirierten nicht nur den Utilitarismus, sondern auch die Werke von Adam Smith und Immanuel Kant. [http://www.getabstract.com/ShowAbstract.do?dataId=3712 (getAbstract)]
*David Hume (1711-1776) ist einer der drei großen englischen Aufklärer (neben Berkeley und Locke). Im leicht verständlichen Essaystil verfasste er im Jahr 1751 seine ''Untersuchung über die Prinzipien der Moral''. Bei dieser Abhandlung verlässt sich der vielleicht kompromissloseste Vertreter des englischen Empirismus auf seine Erkenntnistheorie: "Ich kann nur über das berichten, was ich selbst erfahren habe." Von Spekulationen hält er wenig: Alles, auch moralische Entscheidungen über gut und böse, müssten mit den Methoden des naturwissenschaftlichen Experiments untersucht werden. Das Regelwerk der Moral und die Tugenden und Maximen, die sich durch alle Formen der Gesellschaft ziehen - von der Keimzelle der Familie bis zur bürgerlichen Gesellschaft und den Beziehungen zwischen Staaten -, führt Hume auf ein einziges, alles begründendes Prinzip zurück: die Nützlichkeit. Er lehnt die zu seiner Zeit gängige Idee ab, dass Moral von Gott bestimmt und dem Menschen sozusagen in die Wiege gelegt sei. Was gut und was böse ist, wird für Hume allein dadurch festgelegt, ob die Gesellschaft ein Verhalten schätzt oder missbilligt. Einen ganzen Katalog von Tugenden fördert er zutage und führt eindringlich vor Augen, dass Moral vor allem auf ethischen Empfindungen beruht, die auch dann funktionieren, wenn der Beobachter einer Handlung selbst gar nicht betroffen ist. Humes Überlegungen inspirierten nicht nur den Utilitarismus, sondern auch die Werke von Adam Smith und Immanuel Kant. [http://www.getabstract.com/ShowAbstract.do?dataId=3712 (getAbstract)]
[http://de.wikipedia.org/wiki/Encyclop%C3%A9die_ou_Dictionnaire_raisonn%C3%A9_des_sciences,_des_arts_et_des_m%C3%A9tiers '''Encyclopédie (Diderot)''']
*Die ''Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers'' (Enzyklopädie oder ein durchdachtes Wörterbuch der Wissenschaften, Künste und Handwerke) ist eine französischsprachige Enzyklopädie, die wohl berühmteste frühe Enzyklopädie im heutigen Verständnis.[1] Sie entstand unter der Herausgeberschaft von Denis Diderot und Jean Baptiste le Rond d’Alembert und enthält Beiträge weiterer 142 Bearbeiter, der sogenannten Enzyklopädisten. Vor allem sei hier Louis de Jaucourt erwähnt. Der erste Band erschien im Jahr 1751. 1780 wurde die Reihe mit dem 35. und letzten Band abgeschlossen. Die Encyclopédie ist eines der Hauptwerke der Aufklärung. Sie umfasste mehr als 70.000 Artikel. Im Nachfolgewerk, der Encyclopédie méthodique, erfuhr die Encyclopédie eine Neubearbeitung, Erweiterung und Neuaufteilung in verschiedene Fachlexika. Zwischen 1782 bis 1832 erschienen 166 Bände, herausgegeben von dem Verleger Charles-Joseph Panckoucke und Madame Thérèse-Charlotte Agasse. Ein weiteres Nachfolgewerk war die Encyclopédie d’Yverdon des Fortunato Bartolomeo de Felice (1723–1789), die als Quartausgabe in der Zeit von 1770 bis 1780 erschien.
*Google und Wikipedia erheben im Internetzeitalter den Anspruch, das Wissen der Welt zu organisieren. Das gleiche Ziel setzten sich im 18. Jahrhundert auch Denis Diderot und seine Kollegen mit der Herausgabe der ''Enzyklopädie''. Sie ist das aufklärerische Großprojekt schlechthin. Das 18. Jahrhundert war mit einer nie da gewesenen Wissensexplosion konfrontiert, die es zu verarbeiten galt. Der Anspruch der ''Enzyklopädie'' bestand darin, das Wissen der Welt zu verknüpfen, anstatt es wie in einem Wörterbuch einfach abzuhandeln – daher die zahlreichen Querverweise in den Artikeln. Eine riesige Zahl von Abbildungen sollte alles möglichst anschaulich machen. Die Autoren der ''Enzyklopädie'', darunter Voltaire und Rousseau, scheuten nicht vor pointierten politischen Statements zurück. Ihr Freiheitsbegriff war antimonarchistisch und antikirchlich. So wurde die Enzyklopädie auch zum geistigen Zündstoff für die Revolution. [https://www.getabstract.com/ShowAbstract.do?dataId=20871 (getAbstract)]


[http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:1751_paintings '''Gemäldegalerie''']
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Version vom 20. Dezember 2014, 11:18 Uhr

1748 | 1749 | 1750 | 1751 | 1752 | 1753 | 1754

APRIL

0405D: König Adolf Friedrich (Schweden)

  • Adolf Friedrich (1710-1771) war König von Schweden von 1751 bis 1771.

AUGUST

0831D: Zweiter Karnataka-Krieg

  • Der Zweite Karnataka-Krieg war ein in Indien ausgetragener Kolonialkrieg zwischen dem Königreich Großbritannien und Frankreich. Er fand zwischen 1751 und 1754 statt. Die meisten Kampfhandlungen fanden in der Region Karnataka (engl. Carnatic) statt, worunter man während der Kolonialzeit das Gebiet zwischen den Ostghats und der Koromandelküste im Norden des heutigen Bundesstaats Tamil Nadu verstand.

LEXIKON

Die Kunst der Fuge (Bach)

  • Die Kunst der Fuge ist ein Zyklus von vierzehn Fugen und vier Kanons von Johann Sebastian Bach (BWV 1080, Erstdruck 1751 und 1752). Der Titel stammt aus dem Erstdruck. Aufgrund des Fehlens eines eigen­schriftlichen Werktitels hat man den über­lieferten Titel angezweifelt; andererseits sprechen zahlen­symbolische Überlegungen für die Echtheit der durch Altnikol überlieferten Titel­variante. Mit dem Werk solle anschaulich vermittelt werden, so der erste Bach-Biograph Johann Nikolaus Forkel, „was möglicher Weise über ein Fugenthema gemacht werden könne. Die Variationen, welche sämmtlich vollständige Fugen über einerley Thema sind, werden hier Contrapuncte genannt“. Um die kontra­punktische Struktur des Werkes zu verdeutlichen, hat Bach jede Stimme – alle vorkommenden Fugen, Doppelfugen, Spiegelfugen usw. sind höchstens vierstimmig – auf einem eigenen Noten­system, also in Partitur­form, ausgeschrieben. Das fragmentarisch überlieferte Werk Bachs bietet bis heute Anlass nicht nur zu vielfältigen Spekulationen, sondern ist auch Gegen­stand akribischer werk­analytischer, musik­geschichtlicher und quellen­kritischer Unter­suchungen. (Artikel des Tages)

Eine Untersuchung über die Prinzipien der Moral (Hume)

  • Eine Untersuchung über die Prinzipien der Moral ist eine Monografie von David Hume, einem bedeutenden schottischen Philosophen der Aufklärung. Hume verfasste das Werk 1751 als Überarbeitung seines Erstlingswerks A Treatise of Human Nature.
  • David Hume (1711-1776) ist einer der drei großen englischen Aufklärer (neben Berkeley und Locke). Im leicht verständlichen Essaystil verfasste er im Jahr 1751 seine Untersuchung über die Prinzipien der Moral. Bei dieser Abhandlung verlässt sich der vielleicht kompromissloseste Vertreter des englischen Empirismus auf seine Erkenntnistheorie: "Ich kann nur über das berichten, was ich selbst erfahren habe." Von Spekulationen hält er wenig: Alles, auch moralische Entscheidungen über gut und böse, müssten mit den Methoden des naturwissenschaftlichen Experiments untersucht werden. Das Regelwerk der Moral und die Tugenden und Maximen, die sich durch alle Formen der Gesellschaft ziehen - von der Keimzelle der Familie bis zur bürgerlichen Gesellschaft und den Beziehungen zwischen Staaten -, führt Hume auf ein einziges, alles begründendes Prinzip zurück: die Nützlichkeit. Er lehnt die zu seiner Zeit gängige Idee ab, dass Moral von Gott bestimmt und dem Menschen sozusagen in die Wiege gelegt sei. Was gut und was böse ist, wird für Hume allein dadurch festgelegt, ob die Gesellschaft ein Verhalten schätzt oder missbilligt. Einen ganzen Katalog von Tugenden fördert er zutage und führt eindringlich vor Augen, dass Moral vor allem auf ethischen Empfindungen beruht, die auch dann funktionieren, wenn der Beobachter einer Handlung selbst gar nicht betroffen ist. Humes Überlegungen inspirierten nicht nur den Utilitarismus, sondern auch die Werke von Adam Smith und Immanuel Kant. (getAbstract)

Encyclopédie (Diderot)

  • Die Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers (Enzyklopädie oder ein durchdachtes Wörterbuch der Wissenschaften, Künste und Handwerke) ist eine französischsprachige Enzyklopädie, die wohl berühmteste frühe Enzyklopädie im heutigen Verständnis.[1] Sie entstand unter der Herausgeberschaft von Denis Diderot und Jean Baptiste le Rond d’Alembert und enthält Beiträge weiterer 142 Bearbeiter, der sogenannten Enzyklopädisten. Vor allem sei hier Louis de Jaucourt erwähnt. Der erste Band erschien im Jahr 1751. 1780 wurde die Reihe mit dem 35. und letzten Band abgeschlossen. Die Encyclopédie ist eines der Hauptwerke der Aufklärung. Sie umfasste mehr als 70.000 Artikel. Im Nachfolgewerk, der Encyclopédie méthodique, erfuhr die Encyclopédie eine Neubearbeitung, Erweiterung und Neuaufteilung in verschiedene Fachlexika. Zwischen 1782 bis 1832 erschienen 166 Bände, herausgegeben von dem Verleger Charles-Joseph Panckoucke und Madame Thérèse-Charlotte Agasse. Ein weiteres Nachfolgewerk war die Encyclopédie d’Yverdon des Fortunato Bartolomeo de Felice (1723–1789), die als Quartausgabe in der Zeit von 1770 bis 1780 erschien.
  • Google und Wikipedia erheben im Internetzeitalter den Anspruch, das Wissen der Welt zu organisieren. Das gleiche Ziel setzten sich im 18. Jahrhundert auch Denis Diderot und seine Kollegen mit der Herausgabe der Enzyklopädie. Sie ist das aufklärerische Großprojekt schlechthin. Das 18. Jahrhundert war mit einer nie da gewesenen Wissensexplosion konfrontiert, die es zu verarbeiten galt. Der Anspruch der Enzyklopädie bestand darin, das Wissen der Welt zu verknüpfen, anstatt es wie in einem Wörterbuch einfach abzuhandeln – daher die zahlreichen Querverweise in den Artikeln. Eine riesige Zahl von Abbildungen sollte alles möglichst anschaulich machen. Die Autoren der Enzyklopädie, darunter Voltaire und Rousseau, scheuten nicht vor pointierten politischen Statements zurück. Ihr Freiheitsbegriff war antimonarchistisch und antikirchlich. So wurde die Enzyklopädie auch zum geistigen Zündstoff für die Revolution. (getAbstract)

Gemäldegalerie

König Adolf Friedrich (Schweden)

  • Adolf Friedrich (1710-1771) war König von Schweden von 1751 bis 1771.

QUELLEN

Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel, daraus wird dann der Einleitungstext im ersten Abschnitt zitiert. Alle anderen Quellen sind am blauen Link am Schluss des jeweiligen Abschnitts erkennbar, daraus stammt dann auch der Text des Abschnitts.

23.12.2009 Artikel eröffnet

03.12.2010 Grundstock erstellt

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