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LEXIKON

Catilinarische Verschwörung

  • Die Catilinarische Verschwörung war ein misslungener Umsturzversuch des Senators Lucius Sergius Catilina im Jahr 63 v. Chr., mit dem dieser die Macht in der römischen Republik an sich reißen wollte. Bekannt ist die Verschwörung besonders durch Ciceros Reden gegen Catilina sowie durch Sallusts historische Monographie De coniuratione Catilinae.
  • Wer Ciceros Catilinarische Reden liest, taucht in einen spannenden Plot aus Spionage, Verschwörung, Mord und Verbrechensaufklärung ein und blickt tief in die politische und gesellschaftliche Situation der römischen Republik während der Phase ihres Niedergangs. Zugleich erfährt er Interessantes über den Autor, den Politiker Marcus Tullius Cicero. Dessen Nibelungentreue zur römischen Ständeordnung lässt sich mit seiner Herkunft erklären: Cicero war ein Emporkömmling, ein Homo novus, und an der Vehemenz, mit der er den Führungsanspruch der römischen Elite gegen den Unmut des Volkes verteidigt, spürt man deutlich seinen Stolz, es bis ganz nach oben geschafft zu haben. Sein Gegner, Lucius Sergius Catilina, war zwar kein wirklicher Reformer, kein Anwalt der kleinen Leute, eher ein Ehrgeizling und Abenteurer. Doch ihm hingen Verschuldete, Benachteiligte und Enteignete an. Im Rückblick lässt sich sagen, dass Ciceros unnachgiebige Haltung gegenüber den berechtigten Forderungen dieser sozialen Gruppen den Sturz der überkommenen Ordnung beschleunigt hat. Der Retter Roms, als der er sich in den Catilinarischen Reden darstellt, war also in Wirklichkeit ein tragischer Held. (getAbstract)

QUELLEN

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23.04.2009 Artikel eröffnet