1600

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JULI

0702D: Schlacht von Nieuwpoort

  • Die Schlacht von Nieuwpoort, war eine Schlacht des Achtzigjährigen Kriegs. Sie fand am 2. Juli 1600 zwischen einer Armee der Vereinigten Niederlande unter Moritz von Oranien und Francis Vere und einer spanischen Armee unter Erzherzog Albrecht VII. von Österreich nahe der Stadt Nieuwpoort im heutigen Belgien statt.

SEPTEMBER

0920D: Schlacht am Moyry Pass

  • Die Schlacht am Moyry Pass (irisch Bealach na mhaighre) fand im September und Oktober 1600 während des Neunjährigen Kriegs in den nördlichen Counties Armagh und Louth in Irland statt. Dies war die erste größere Kampfhandlung nach dem im Jahr 1599 vereinbarten Waffenstillstand zwischen dem irischen Rebellen Hugh O'Neill, 2. Earl of Tyrone und den englischen Truppen unter Charles Blount, 1. Earl of Devonshire.

OKTOBER

1006D: Euridice (Peri)

  • "L'Euridice favola drammatica" – so der vollständige Titel – ist eine Favola in Musica in einem Prolog und sechs Szenen von Jacopo Peri (Musik) mit einem Libretto von Ottavio Rinuccini. In der Einleitung zu seiner Partitur bemerkt der Komponist, dass ein paar Teile der Musik von Giulio Caccini hinzukomponiert wurden. Dieser vertonte später das gesamte Libretto nochmals. Das Werk erlebte seine Uraufführung am 6. Oktober 1600 im Palazzo Pitti in Florenz.
  • Eintrag im Klassikarchiv (classicalarchives.com)

1021D: Schlacht von Sekigahara

  • Die Schlacht von Sekigahara am 21. Oktober 1600 stellte einen Wendepunkt in der japanischen Geschichte dar. Durch den Sieg in dieser Schlacht gelang es dem Haus Tokugawa, seine Vormachtstellung in Japan zu festigen. Im Laufe der nächsten fünfzig Jahre gab es zwar noch einige kleinere Aufstände, aber das Land wurde letztendlich befriedet. Viele Historiker setzen den Übergang von der Sengoku-Zeit zur Edo-Zeit auf das Datum dieser Schlacht.

LEXIKON

Gemäldegalerie

Greckenschloss

  • Das Greckenschloss ist ein um 1600 errichteter Herrensitz der Grecken von Kochendorf, einem Stadtteil von Bad Friedrichshall im Landkreis Heilbronn im nördlichen Baden-Württemberg. Das Hauptgebäude wird seit geraumer Zeit als Schule genutzt.

Schauspiel Der Kaufmann von Venedig (Shakespeare)

  • Der Kaufmann von Venedig (engl. The Merchant of Venice) ist eine Komödie William Shakespeares. Sie entstand zwischen 1596 und 1598 und wurde 1600 in der ersten Quartoausgabe veröffentlicht. Die erste bekannte Aufführung fand am 10. Februar 1605 vor König Jakob I. statt. Das Stück spielt nur zum Teil in Venedig; wichtige Szenen spielen in Belmont, einem Landsitz auf dem Festland. Die Handlung beruht auf „Il Pecorone” von Giovanni Fiorentino und der 195. Geschichte der Anekdotensammlung „Gesta Romanorum”.
  • Der Kaufmann von Venedig gehört zu Shakespeares bekanntesten, aber auch zu seinen problematischsten Stücken. Wie kein anderes provoziert es heutige Leser unmittelbar zu einer kritischen Reaktion. Denn die Figur Shylock entspricht ohne Zweifel dem antisemitischen Klischee eines Juden. Er ist ein hartherziger und hasserfüllter Wucherer, der skrupellos darauf spekuliert, dem Kaufmann Antonio ein Pfund Fleisch aus der Brust schneiden zu können, als dieser ihm einen Kredit schuldig bleibt. Shakespeare bedient sich zwar in unerhörtem Maß antisemitischer Vorurteile, diese werden aber zugleich infrage gestellt. Shylocks wiederholte Klage über die christliche Doppelmoral und den Judenhass haben es modernen Interpreten erlaubt, die Figur als tragischen Antihelden aufzufassen. Was den Umgang mit dem Stück zusätzlich erschwert, ist seine merkwürdige Verknüpfung von erotisiertem Lustspiel und ergreifendem Drama. Der heiteren und romantischen Rahmenhandlung wegen gilt es nach wie vor als Komödie. Doch die gegenläufigen Tonlagen des Stücks, seine doppelbödigen Charaktere, die Mischung verschiedenster Themen und Motive, die vielseitige Sprache und nicht zuletzt das abgründige Monster Shylock machen den Kaufmann von Venedig zu einem schillernden Werk, das sich keinem Genre eindeutig zuordnen lässt. (getAbstract)

Schauspiel Viel Lärm um nichts (Shakespeare)

  • Viel Lärm um nichts (engl. Much Ado about Nothing) ist eine Komödie um Liebe und Intrigen von William Shakespeare; sie unterscheidet sich von Shakespeares anderen romanesken Komödien durch den realeren Bezug zur Liebe. Claudio interessiert sich vor allem für Heros Erbschaft, Benedikt und Beatrice erliegen nicht der konventionellen Augenliebe, sondern finden sich erst nach Einmischungen der anderen Figuren. Besonders hervorstechend ist das Spiel mit dem Sein und dem Schein, worauf schon das Wortspiel im Titel hinweist – nothing und noting („nichts“ und „wahrnehmen, erkennen“). Damit sind einerseits die Intrigen gegen Hero, andererseits die Sitten der höfischen Selbstinszenierung, insbesondere bei Benedikt und Beatrice, gemeint. Geschrieben wurde das Stück 1599 und erstmals in der Quartoausgabe von 1600 gedruckt.
  • Shakespeares Komödie Viel Lärm um nichts – zwei sich findende Paare sind Zielscheibe von insgesamt acht Intrigen, wohlmeinenden wie übelwollenden – verdankt ihren Erfolg vor allem der Nebenhandlung: Beatrice und Benedikt, die sich im ironischen Schlagabtausch erst necken, finden schließlich zueinander. Überhaupt nicht komisch und schwieriger nachvollziehbar ist die Haupthandlung: Claudio verliebt sich in Hero, wird von Schurken in die Irre geführt, verstößt seine Geliebte und bekommt sie schließlich, obwohl kaum geläutert, wieder. Indem Shakespeare seine konventionellen Hauptfiguren neben dem geistvollen, selbstironischen Benedikt und der schlagfertigen, unabhängigen Beatrice ziemlich blass aussehen lässt, ergreift er sozusagen Partei für das Modell einer gleichberechtigten Partnerschaft. Das Befremden, das Claudios Verhalten beim Leser auslöst, wäre somit beabsichtigt – durchaus möglich, dass Shakespeare das patriarchalische Muster mit seiner Überwertung weiblicher Jungfräulichkeit und den daran geknüpften Vorstellungen von männlicher Ehre bewusst ins Lächerliche zieht. Klar ist: Die Lacher sind auf der Seite der umstürzlerisch Liebenden; ihnen legt Shakespeare ein Feuerwerk an Sprachwitz in den Mund. (getAbstract)

Schauspiel Wie es euch gefällt (Shakespeare)

  • Wie es euch gefällt (englisch As You Like It) ist ein Theaterstück von William Shakespeare. Das Stück wurde am 4. August 1600 zum Druck eingereicht, doch wurde seine Drucklegung zu dieser Zeit offenbar verhindert. Eine Notiz neben dem Eintrag lautet: „…to be staied“. Es war das einzige von vier an diesem Tag im Druckerregister (Stationers Register) eingereichten Stücken, das dauerhaft unter dem Einspruch der Verwahrung blieb und keine Druckerlaubnis erhielt. Dafür sind spezifische Gründe genannt worden. Es gibt keine Quarto-Ausgabe dieses Theaterstückes. Erst 23 Jahre später erschien das Werk erstmals im Druck in der ersten Shakespeare-Gesamtausgabe (Shakespeares Folio).
  • Prinzessin Rosalinde verkleidet sich als Mann und umgarnt als Ganymed ihren angebeteten Orlando, der nichts von ihrer Liebe weiß: Er solle doch, nur so zum Spaß, so tun, als sei Ganymed Rosalinde, und sich um sie bemühen. Dieses Spiel mit den Geschlechterrollen unterhält das Publikum bis heute – wobei zu Shakespeares Zeiten noch hinzukam, dass Rosalinde, wie alle Frauenrollen, von einem Mann gespielt wurde. Die achte Komödie des englischen Nationaldichters kann als leichtes Lustspiel ohne Tiefgang genossen werden, aber auch als Gesellschaftssatire: Denn Rosalinde, der böse Zyniker Jaques und der Narr Probstein lassen es nicht an scharfzüngigen Seitenhieben fehlen. Trotzdem ist Wie es euch gefällt kein revolutionäres Stück. Wie viele Komödien huldigt es letztlich dem Althergebrachten, in diesem Fall der elisabethanischen Ordnung, in der jeder seinen Part kennt und die, falls sie einmal durcheinandergerät, über Umwege wiederhergestellt wird: Alle heiraten, auch Rosalinde streift ihre Hosenrolle ab und kehrt im Hochzeitskleid auf ihren Platz als Frau zurück. (getAbstract)

Quellen

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19.05.2009 Artikel eröffnet

19.03.2012 Grundstock eröffnet

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