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LEXIKON

Islamische Expansion

  • Die islamische Expansion bezeich­net die Erobe­rungen der Araber von der Mitte der 630er Jahre an und die damit einher­gehende Ausdeh­nung des Islam bis ins 8. Jahr­hun­dert hinein. Mit dem Beginn der islami­schen Expan­sion wird häufig auch das Ende der Antike ange­setzt. In den 630er Jahren begann der Angriff der Araber auf das Oströmi­sche bzw. Byzan­tini­sche Reich und das neu­persi­sche Sas­saniden­reich, wobei beide spät­anti­ken Groß­mächte von einem lang­jähri­gen Krieg gegen­einan­der stark ge­schwächt waren. Wäh­rend die Ost­römer ein Rest­reich mit dem Schwer­punkt Klein­asien und Balkan halten konnten, ging das Sas­saniden­reich 651 unter. Die Araber erober­ten zu Beginn des 8. Jahr­hun­derts das West­goten­reich auf der Iberi­schen Halb­insel und drangen im Osten bis nach Zen­tral­asien vor. Die Islami­sierung der erober­ten Gebiete verlief unter­schied­lich schnell und ging zunächst eher lang­sam voran; noch gut 300 Jahre nach der militäri­schen Erobe­rung stellten Muslime in vielen Teilen des Reiches nicht die Mehr­heit. Der arabi­sche Vor­marsch konnte schließ­lich im Osten von den Byzanti­nern gestoppt werden, wäh­rend den Arabern im Westen nur kleinere Vor­stöße in das Franken­reich gelangen. (Artikel des Tages)

QUELLEN

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26.07.2021 Artikel eröffnet