Kambrium

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Proterozoikum | Kambrium | Ordovizium

LEXIKON

Armfüßer

  • Als Armfüßer (Brachiopoda) werden die Angehörigen eines Tier­stamms bezeichnet, der aus­schließ­lich aus meeres­lebenden, bilateral-symmetrischen Tieren mit zwei­klappigem Gehäuse besteht. Sie ähneln äußerlich den Muscheln (Bivalvia), haben aber anstatt einer linken und rechten Schale (Klappe) eine obere und eine untere, wobei die bauch­seitige Schale meist größer ist. Brachio­poden besitzen ferner an beiden Seiten des Mundes armförmige Tentakel. Die heute lebenden Arten der Armfüßer erreichen im Regelfall Schalen­größen von maximal 5 Zenti­metern, fossile Arten konnten aller­dings auch bis zu 30 Zenti­meter groß werden und vor allem bei den Atremata wie Lingula kann der Stiel ebenfalls bis zu 30 Zentimeter lang werden. Das auf­fäl­ligste Merkmal der Armfüßer ist die zwei­klappige Schale, die in eine Dorsal- und eine Ventral­schale unterteilt wird. Obwohl sie äußerlich dadurch den Muscheln ähneln, kann man sie auf Anhieb an der Lage der Symmetrie­ebene erkennen. Diese geht bei ihnen senkrecht durch die Einzel­klappe und teilt diese in jeweils zwei symmetrische Hälften, während sie bei Muscheln entlang des Schalen­randes verläuft. Neben den in beide Rich­tungen gewölbten, bikon­vexen Schalen, die die Mehrheit der Tiere besitzt, gibt es auch konkav-konvexe und von der normalen Form abwei­chende Formen. (Artikel des Tages)

Burgess-Schiefer

Carpoidea

Chengjiang-Faunengemeinschaft

Chorda dorsalis

  • Die Chorda dorsalis („Rücken­saite“; von latei­nisch chorda „Saite“ und dorsum „Rücken“) oder auch Noto­chord, Achsen­stab, selten Ur­wirbel­säule und häufig schlicht Chorda, ist das ur­sprüng­liche innere Achsen­skelett aller Chorda­tiere (Chordata) und für sie das namens­geben­de Merk­mal. Die Chorda dorsalis ist ein langer, dünner und bieg­samer Stab im Rücken­bereich. Alle Chorda­tiere legen zumin­dest als Embryo­nen eine Chorda dorsalis an, die manch­mal noch von einer binde­gewebi­gen Chorda­scheide umhüllt ist. Zu den Chor­data gehören drei heute noch lebende Tier­gruppen: die Lanzett­fisch­chen (Leptocardia), die Schädel­tiere (Craniata) und die Mantel­tiere (Tunicata). Bei den Lanzett­fisch­chen und einigen erwachse­nen Schädel­tieren durch­zieht die Chorda dorsalis die gesamte Körper­länge zwischen Neural­rohr und Darm­kanal. Bei den übri­gen heuti­gen Schädel­tieren bil­det sie sich voll­ständig oder bis auf kleine Reste zurück, weil sie von der Wirbel­säule (und den Zwischen­wirbel­schei­ben) ersetzt wird. Mantel­tiere (Tunicata) bilden hinge­gen nur im Ruder­schwanz der Larve eine Rücken­saite aus. (Artikel des Tages)

Chordatiere

Conodonten

Dresbachium

Drumium

Einschaler

Emu-Bay-Schiefer

Eocrinoidea (Stachelhäuter)

Erdöl

  • Erdöl ist ein in der oberen Erdkruste eingelagertes, hauptsächlich aus Kohlenwasserstoffen bestehendes Stoffgemisch, das bei Umwandlungsprozessen organischer Stoffe entsteht. Das als Rohstoff bei der Förderung aus Speichergesteinen gewonnene und noch nicht weiter behandelte Erdöl wird auch als Rohöl bezeichnet. Obwohl Erdöl bereits in der Antike genutzt wurde, begann die systematische Erschließung des Rohstoffs erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In Deutschland fanden erste Bohrungen 1856 und 1858 in Norddeutschland statt. Bekannter wurde die Bohrung nach Öl, die Edwin L. Drake am 27. August 1859 am Oil Creek in Titusville (Pennsylvania) durchführte. Erdöl ist ein fossiler Energieträger und dient zur Erzeugung von Elektrizität und als Treibstoff fast aller Verkehrs- und Transportmittel. Wichtig ist Erdöl zudem in der chemischen Industrie, es wird zur Herstellung von Kunststoffen und anderen Chemieprodukten benötigt. Daher rührt unter anderem die Bezeichnung „Schwarzes Gold“ wie auch die Bedeutung von zumeist politisch bedingten Ölkrisen für die Weltwirtschaft. Allein in den Jahren von 2000 bis 2009 wurden weltweit etwa 242 Milliarden Barrel – ein Barrel entspricht ungefähr 159 Liter – gefördert. Die IEA gibt für das 1. Quartal 2015 einen Tagesverbrauch von 93,63 Millionen Barrel an. Dies sind 14.885.297.400 Liter täglich. Für das 4. Quartal 2015 schätzt man den Bedarf sogar auf 95,24 Millionen Barrel, etwas über 15,14 Milliarden Liter täglich. Für das 4. Quartal 2016 wird der Verbrauch sogar auf 96,78 Millionen Barrel geschätzt.[3] Dennoch besteht ein großer Überschuss an Erdöl auf dem Weltmarkt der vor allem durch neue Fördertechniken verursacht wurde. Erdölfirmen wie BP gehören zu den größten Wirtschaftsunternehmen weltweit. Unfälle wie bei der Ölpest im Golf von Mexiko 2010 haben bedeutende Umweltauswirkungen. Erdöltransportwege und deren Bewirtschaftung sind wie bei Nord Stream oder der Erdölleitung Freundschaft Gegenstand von politischen Energiestreitigkeiten wie Basis von weitreichenden Wirtschaftsentwicklungen. Die Ölpreise sind wichtige Indikatoren für die Wirtschaftsentwicklung. Unter dem Stichwort Globales Ölfördermaximum wird eine Erschöpfung der weltweiten wirtschaftlich ausbeutbaren Vorräte diskutiert. Marion King Hubbert sagte in den 1950er-Jahren den Höhepunkt der amerikanischen Erdölförderung korrekt für das Jahr 1970 voraus. 1974 schätzte er jedoch fälschlicherweise, dass man das weltweite Maximum bei gleichbleibenden Bedingungen 1995 erreichen werde. (Artikel des Tages)

Foraminiferen

  • Foraminiferen (Foraminifera), selten auch Kammerlinge genannt, sind einzellige, zumeist gehäusetragende Protisten aus der Gruppe der Rhizaria. Sie umfassen rund 10.000 rezente und 40.000 fossil bekannte Arten und stellen damit die bei weitem größte Gruppe der Rhizaria dar. Nur rund fünfzig Arten leben im Süßwasser, alle übrigen Foraminiferen bewohnen marine Lebensräume von den Küsten bis in die Tiefsee. Die Tiere besiedeln zumeist den Meeresboden (Benthos); ein kleiner Teil, die Globigerinida, lebt planktisch. Die Mehrheit aller Foraminiferen zeichnet sich durch ein Gehäuse aus. Die außerordentlich formenreiche Gruppe ist fossil seit dem Kambrium (vor rund 560 Millionen Jahren) nachgewiesen, Untersuchungen der molekularen Uhr verweisen jedoch auf ein deutlich höheres Alter von 690 bis 1150 Millionen Jahren. Foraminiferen dienen in der Paläontologie aufgrund ihrer gut fossil erhaltungsfähigen, oft gesteinsbildenden Schalen als Leitfossilien der Kreide, des Paläogen und des Neogen. (Artikel des Tages)

Fortunium

Furongium

Gliederfüßer

Graptolithen

Guzhangium

Jiangshanium

Kahnfüßer

Kaili-Formation

Kaledonische Orogenese

Kambrische Explosion

Kieferlose

Kopffüßer

Krebstiere

  • Die Krebse oder Krebstiere (Crustacea) bilden mit weltweit mindestens 52.000 rezent bekannten Arten einen Unterstamm innerhalb der Gliederfüßer (Arthropoda), die sich vor allem durch eine große Formenvielfalt auszeichnen als evolutionäre Anpassung an verschiedene Lebensräume und Lebensweisen. Zu Lebensmittelzwecken verwendete Krebstiere werden in der Kochkunst als Krustentiere bezeichnet. Gerade aufgrund der Formenvielfalt fällt es oft schwer, individuelle Merkmale zur Unterscheidung von Gruppen zu finden. Als offensichtliche Unterschiede zu den Tracheentieren (Insekten und Myriapoden) fallen vor allem die Anzahl der Antennen (zwei Paar, weshalb sie manchmal auch als Diantennata bezeichnet werden) und die Kiemen auf. Bei diesen Merkmalen handelt es sich jedoch um Merkmale, die erst bei den Tracheaten abgewandelt wurden, also Plesiomorphien. (Artikel des Tages)

Maotianshan-Schiefer

Meeresschnecken

Mineral

Mount Cap Formation

Muscheln

Nesseltiere

  • Die Nesseltiere (Cnidaria; altgr. κνίδη knidē ‚Nessel‘) sind einfach gebaute, vielzellige Tiere, die die Küsten, den Grund und das offene Wasser der Weltmeere und einige Süßgewässer bewohnen und durch den Besitz von Nesselkapseln gekennzeichnet sind. Bekannte Untergruppen sind Schirm- und Würfelquallen, die sessilen Blumentiere mit den Seeanemonen, Stein- und Weichkorallen sowie die vielgestaltigen Hydrozoen, zu denen auch die Staatsquallen und der in Bächen und Flüssen in Mitteleuropa heimische Süßwasserpolyp gehören. Sie umfassen derzeit über 11 000 rezente Arten[1]. Einige Nesseltiere (z. B. Polypodium hydriforme und die Myxozoa) sind Parasiten geworden. (Artikel des Tages)

Ooid

Paibium

Perry Rhodan

Pfeilschwanzkrebse

Schnabelschaler

Schwämme

Seelilien und Haarsterne

Small-Shelly-Fauna

Stachelhäuter

  • Die Stachelhäuter (Echinodermata) (von griech. ἐχῖνος echinos „Igel“ und δέρμα derma „Haut“) sind ein zu den Deuterostomiern gehörender Tierstamm. Weltweit sind etwa 6300 rezente Arten der Stachelhäuter bekannt, womit sie die zweitgrößte Tiergruppe innerhalb der Neumundtiere (Deuterostomia) nach den Chordatieren (Chordata) bilden. Es handelt sich bei ihnen durchweg um Meeresbewohner, die bis auf wenige Tiefseearten reine Bodenbewohner sind – d. h. vorwiegend im Flachmeer leben. Neben ihrer weiten Verbreitung sind sie auch geologisch von Bedeutung, weil ihre abgestorbenen Schalen und Skelettteile wesentlich zur Bildung von Kalkgesteinen beitragen. Bei Vorherrschen einer Skelettart erhalten sie Namen wie Trochiten- oder Crinoidenkalk, die sich unter anderem in den Kalkalpen finden. Mengenmäßig überwiegen aber die Ablagerungen der winzigen, schwebenden Kalkalgen. Die Echinodermata werden traditionell in die meist gestielten Pelmatozoa sowie die freilebenden Eleutherozoa unterteilt. Zu den Pelmatozoa zählen mehrere als „Seelilien“ zusammengefasste Taxa sowie die sekundär freilebenden Haarsterne (Crinoidea). Die Eleutherozoa umfassen die bekannteren Gruppen der Stachelhäuter: die Seesterne (Asteroidea) und die Schlangensterne (Ophiuroidea), die Seeigel (Echinoidea) sowie die Seewalzen (Holothuroidea). Die seit 1986 als eine weitere Klasse identifizierten Seegänseblümchen (Concentricycloidea) werden inzwischen zu den Seesternen gestellt. (Artikel des Tages)

Strahlentierchen

Terreneuvium

Tranås (Granit)

Trilobiten

Weichtiere

Wheeler Shale

Wiwaxia

  • Wiwaxia ist eine ausgestorbene Tiergattung, die in den Fossillagerstätten des unteren und mittleren Kambriums wie dem Burgess-Schiefer überliefert ist. Zwei Arten, die dieser Gattung zugeschrieben werden, sind bekannt. Der weiche Körper der Tiere war mit Rückenpanzerplättchen (Skleriten) und langen stachelähnlichen Körperfortsätzen besetzt, welche sich in den Sedimentgesteinen hauptsächlich erhalten haben. Vollständige erhaltene Exemplare haben eine Länge von 3,4 mm bis etwas über 5 cm. Die genaue taxonomische Einordnung der Gattung ist unter Paläontologen noch umstritten. Wiwaxia wurde ursprünglich 1899 von George Frederic Matthew anhand eines einzelnen Stachels beschrieben. Halbwegs vollständige Exemplare wurden im Burgess-Schiefer gefunden, der das mittlere Kambrium vor 505 Millionen Jahren repräsentiert. Fragmentarisch erhaltene Fossilien entdeckte man in geringfügig älteren oder jüngeren Schichten nahe dem Burgess-Schiefer, in der Kaili-Formation in China, die auf das Ende des mittleren Kambriums datiert wird, sowie in den mittelkambrischen Schichten der Buchava-Formation in Tyrovice in der Tschechischen Republik. (Artikel des Tages)

ANMERKUNGEN

Schöpfung oder Evolution? Gerade heute wird diese Frage wieder dringender als auch schon (federführend die USA), an dieser Stelle zur Entschärfung der Fronten nur soviel: wenn uns nur schon der nächste Stern aus über 4 Millionen Lichtjahren Entfernung entgegenfunkelt, heisst das doch nicht weniger, dass er schon seit mindestens eben diesen 4 Millionen Jahren existiert; umso länger natürlich die uns weiter entfernten Objekte. Wir haben es vermutlich tatsächlich mit solchen Zeiträumen zu tun wie sie in dieser Chronik auftauchen. Auch lassen sich geologische Schichtungen feststellen, welche eine gewisse Reihenfolge des Auftretens unserer Lebensformen nahelegen. - Andererseits: Auch ein Autofriedhof, der schon über hundert Jahre in Betrieb wäre, hätte eine klare Schichtung: zuunterst die Kutschen, gefolgt von den ersten Automobilen bis hin zu den heutigen Modellen. Nur mit dem Unterschied, dass niemand auf die Idee käme, dass die Autos aus Zufall entstanden sein sollen. Es ist so, wie wenn ein Plattenspieler eine Beethovensonate abspielt: alles ist technisch messbar und erklärbar und doch würde eine wichtige Dimension fehlen, nämlich die Musik; andererseits braucht die Musik eine physische, also wissenschaftlich messbare und erklärbare Manifestation, um sich akustisch überhaupt hörbar zu machen. Genau so sehe ich es mit der Erdgeschichte: vor uns liegt fein säuberlich eine Kette von Trilobiten, Panzerfischen, Sauriern, Mammuts, Neanderthalern und Homines sapientes. Wer oder was aber als treibende Kraft dahintersteht, kann kein einziger Mensch ehrlich beweisen; es ist stets eine Frage des Blicks, welche Antwort uns die Natur zu dieser Frage zu geben scheint. Und jetzt, genau hier, wird's persönlich: Mein subjektiver Blick sagt mir: da ist mehr als nur Zufall...

01.11.2009 Artikel eröffnet

28.11.2015 Grundstock erstellt

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