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*Die Mittellatènezeit wird von der Spätlatènezeit abgelöst.
*Die Mittellatènezeit wird von der Spätlatènezeit abgelöst.
*[[-80#KELTEN | Fortsetzung 80]] [[Kategorie:Kelten]]


==RÖMISCHE REPUBLIK==
==RÖMISCHE REPUBLIK==
(ab urbe condita DLXIV = 564)
(ab urbe condita DLXIV = 564)


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Lucius_Cornelius_Scipio_Asiaticus_(Konsul_190_v._Chr.) '''Konsul Lucius Cornelius Scipio Asiaticus''']
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Lucius_Cornelius_Scipio_Asiaticus_(Konsul_190_v._Chr.) '''Konsul Lucius Cornelius Scipio (später Asiaticus)'''] <br />Die Quellen erklären übereinstimmend, dass beide Konsuln Griechenland als Provinz beanspruchen und dass der ausschlaggebende Faktor das Versprechen Scipios Africanus ist, als Legat an der Seite seines wenig erfahrenen und wenig fähigen Bruders zu dienen. Es existieren drei Versionen des Geschehens: Nach Livius schlägt Laelius, der im Senat die stärkere Unterstützung hat, vor, auf das Losverfahren zu verzichten und die Entscheidung den Senatoren zu überlassen; in diesem Moment gibt Publius Scipio seine Erklärung ab, und der Senat entscheidet zugunsten der Brüder. Nach Valerius Maximus findet die Auslosung doch statt, und das Los fällt auf Laelius, doch Scipio Africanus, obwohl „aufs engste mit Laelius verbunden“, gibt sein Versprechen, um den Senat zu bewegen, Griechenland dem Freund wegzunehmen und dem Bruder zu übertragen. Schließlich berichtet eine der Philippiken Ciceros, das Los sei auf Lucius gefallen; im Senat bilde sich jedoch eine Opposition gegen diese Ernennung, weil Lucius Scipio als wenig befähigter Mann gilt, und erst dann hält Publius es für nötig, „die Familie vor dieser Schande zu schützen“. In der Forschung werden diese Berichte bezweifelt: Laelius verdankt alle seine Erfolge der Familie der Scipionen, Lucius Cornelius besitzt im Senat offenbar die stärkere Unterstützung, und die Freundschaft zwischen Laelius und Scipio Africanus ist sehr eng und wird nie in Frage gestellt. Möglicherweise verzichtet Laelius einfach zugunsten seines Kollegen auf Griechenland. <br />Die Brüder Scipionen stellen in Italien 800 Infanteristen und 300 Reiter auf; außerdem treten mindestens 400 Veteranen des Zweiten Punischen Krieges freiwillig in die Armee ein, sobald sie erfahren, dass Scipio Africanus am Feldzug teilnehmen wird. Das 13'000 Mann starke Heer des Lucius und des Publius befindet sich bereits am 15. Juli in Brundisium und setzt von dort nach Apollonia in Illyrien über. Über Epirus ziehen die Römer nach Thessalien. An den die Vorhut führenden Publius wenden sich die Bundesgenossen des Antiochos – die Ätolier – mit einem Friedensgesuch; er macht ihnen Hoffnung, doch Lucius erklärt den Gesandten später, sie müssten entweder kapitulieren oder eine Kontribution von tausend Talenten zahlen. Schließlich erhalten die Ätolier einen Waffenstillstand von sechs Monaten, und damit enden die Kampfhandlungen in Griechenland. <br />Die Scipionen schließen zu ihren Kräften zwei Legionen Glabrios an, die bisher Amphissa belagern, und ziehen weiter zum Hellespont. Philipp V. von Makedonien, dessen Reich nach der jüngsten Niederlage geschwächt ist, „führt sie durch Thrakien und Makedonien auf schwerem Weg auf eigene Kosten, liefert Verpflegung, legt Straßen an, schlägt an schwer passierbaren Flüssen Brücken und zerschlägt die angreifenden Thraker, bis er sie zum Hellespont gebracht hat“. Inzwischen erringen die Flotten der römischen Bundesgenossen Pergamon und Rhodos eine Reihe von Siegen über die Flottenführer des Antiochos, sodass der König seinen Rückzug fortsetzt und das römische Heer ohne Hindernis nach Asien übersetzen kann. Antiochos, der mit einer solchen Entwicklung der Ereignisse nicht rechnet, bietet den Römern Frieden unter der Bedingung seines Rückzugs aus Ionien und Aiolis an, doch diese fordern den Verzicht auf sämtliche Gebiete jenseits des Taurus und die Bezahlung der Kriegskosten. Der königliche Gesandte Herakleides beginnt geheime Verhandlungen mit Publius Cornelius, doch dieser weist das Friedensangebot zurück und rät, „allen Bedingungen zuzustimmen und auf keinen Fall gegen die Römer Krieg zu führen“. <br />Nach dieser Antwort wagt Antiochos, den Römern eine große Schlacht zu liefern. Die entscheidende Schlacht des Krieges findet im Winter 190/189 bei der Stadt Magnesia statt; eine genaue Datierung existiert nicht. Livius berichtet von einem 60'000 Mann starken Heer des Königs, Appian von 70'000; einige Historiker halten diese Angaben für übertrieben, andere nehmen an, Antiochos könne 70'000 bis 80'000 Krieger aufbieten. Den Scipionen stehen 3000 Mann zur Verfügung, darunter starke Hilfskontingente der Pergamener und Achäer sowie afrikanische Elefanten, die allerdings in Reserve gehalten werden, da sie offensichtlich schwächer sind als die indischen Elefanten im Heer des Antiochos. Die Schlacht beginnt mit einem großen Erfolg der Römer. Die auf ihrem rechten Flügel unter Führung des pergamenischen Königs Eumenes II. aufgestellte Reiterei schlägt die Kampfwagen des Gegners in die Flucht und zerstört anschließend den gesamten linken Flügel des Antiochos. Die im Zentrum des königlichen Heeres stehende Phalanx gerät von allen Seiten unter Beschuss, erleidet Verluste und kann nicht zum Gegenangriff übergehen. Gleichzeitig erringt der König selbst, der auf dem rechten Flügel die Reiterei befehligt, auf seinem Abschnitt den Sieg: Er stößt bei nur schwachem Widerstand bis zum römischen Lager vor, kann es aber nicht nehmen, da der Militärtribun Marcus Aemilius Lepidus dort eine wirkungsvolle Verteidigung organisiert. Als die Römer Verstärkungen an diesen Abschnitt verlegen und Antiochos vom Zustand des Zentrums und des linken Flügels erfährt, flieht er vom Schlachtfeld. Livius berichtet von angeblich 53'000 Gefallenen, von denen nur 349 Römer und Pergamener sind; diese Zahlen können stark übertrieben sein, doch in jedem Fall ist der Sieg der Römer „außergewöhnlich leicht“. Nach Livius und Appian ist Publius Cornelius während dieser Schlacht krank und hält sich in Elaea auf; er ernennt Gnaeus Domitius Ahenobarbus zum Berater seines Bruders, der dann das Heer befehligt. T. Bobrownikowa bezweifelt dies und verweist auf die frühere Weigerung des römischen Kommandos, ohne Scipio Africanus irgendetwas zu unternehmen, auf Frontins Zeugnis, Publius Cornelius habe den Ort der Schlacht gewählt, und auf die Rede Nasicas, deren Text wiederum Livius überliefert. Nasica sagt, „damit die Größe und der Glanz eines solchen Legaten den Ruhm des Konsuls dort nicht verdunkeln, habe es sich wie absichtlich so gefügt, dass an eben jenem Tag, an dem Lucius Scipio bei Magnesia Antiochos in offener Feldschlacht besiegt, Publius Scipio krank ist und sich in Elaea im Abstand von mehreren Tagesreisen befindet“. Daraus ergibt sich, dass Publius Cornelius sich formell zurückzieht und dennoch weiter im Namen des Bruders die Führung ausübt. B. Liddell Hart bemerkt jedoch, dass den Römern dem Verlauf der Schlacht nach „offensichtlich das taktische Können Scipios Africanus“ fehlt. <br />Unmittelbar nach der Niederlage bittet Antiochos um Frieden. Publius Cornelius verliest die Bedingungen vor den Gesandten des Königs und verlangt dasselbe wie unmittelbar nach der Landung in Asien: den Verzicht des Antiochos auf die Gebiete jenseits des Taurus, die Zahlung einer Kontribution von fünfzehntausend Talenten – fünfhundert davon sofort – und die Auslieferung einer Reihe von Feinden Roms, darunter Hannibal. Der König ist gezwungen, zuzustimmen.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gaius_Laelius_(Konsul_190_v._Chr.) '''Konsul Gaius Laelius''']
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gaius_Laelius_(Konsul_190_v._Chr.) '''Konsul Gaius Laelius'''] <br />Im Jahr 190 dauert seine Tätigkeit in Gallien aufgrund der verlängerten Befugnisse an. Laelius führt weiterhin die vom Senat übertragenen Maßnahmen in dieser Region durch und bleibt mit den Kolonisations- und Siedlungsprojekten befasst. Im selben Jahr wird sein Konsulat zum Höhepunkt seiner Karriere; in späteren Quellen erscheint er als ehemaliger Konsul dieses Jahres.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Valerius_Messalla_(Konsul_188_v._Chr.) Marcus Valerius Messalla] <br />Marcus Valerius Messalla versucht erstmals, zum Konsul gewählt zu werden, scheitert aber. In der Darstellung wird betont, dass er in diesem Wahlkampf gegen Gnaeus Manlius Vulso und Marcus Aemilius Lepidus antritt und dabei kaum Chancen hat.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gnaeus_Manlius_Vulso Gnaeus Manlius Vulso] <br />Gnaeus Manlius stellt sich zum dritten Mal seine Konsulatskandidatur auf. Erneut kommt es zu einem Wahlkampf. Neben dem einzigen plebejischen Kandidaten Marcus Fulvius Nobilior, einem Verbündeten Vulsos, bewerben sich drei Patrizier: Gnaeus Manlius, Marcus Aemilius Lepidus und Marcus Valerius Messalla. Titus Livius bemerkt, dass Messalla „überhaupt auf nichts hoffen kann“. Nobilior ist der einzige Kandidat, der die erforderliche Stimmenzahl erreicht, und er verkündet am Tag nach der Wahl Gnaeus Manlius als seinen Kollegen.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Fulvius_Nobilior_(Konsul_189_v._Chr.) Marcus Fulvius Nobilior] <br />Marcus Fulvius kandidiert für das Konsulat. Bei den Wahlen erreicht nur er von allen Bewerbern sofort die erforderliche Stimmenzahl und wird daher unmittelbar zum Konsul bestimmt. Er erwirbt damit das Recht, sich aus drei patrizischen Kandidaten seinen Amtskollegen zu wählen: Marcus Aemilius Lepidus, Marcus Valerius Messalla oder Gnaeus Manlius Vulso. Zwischen Marcus Fulvius und Marcus Aemilius Lepidus besteht eine persönliche Feindschaft, weshalb Lepidus als Gegner Nobilior gilt. Marcus Fulvius entscheidet sich bei der Wahl seines Kollegen für Gnaeus Manlius Vulso und setzt dessen Wahl gegen die beiden anderen patrizischen Kandidaten durch.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Manius_Acilius_Glabrio_(Konsul_191_v._Chr.) Prokonsul Manius Acilius Glabrio] <br />Die Friedensverhandlungen mt den Ätolern enden ergebnislos. Manius Acilius, der den Winter in Griechenland verbringt, nimmt mit Beginn des Frühjahrs 190 die Stadt Lamia durch einen Überraschungsangriff und beginnt anschließend die Belagerung von Amphissa, deren Verteidiger aktiven Widerstand leisten. Zu dieser Zeit landet in Epirus einer der Konsuln des Jahres, Lucius Cornelius Scipio, dessen Heer faktisch von seinem Bruder Publius Scipio Africanus geführt wird. Nach einem Beschluss des Senats hat Glabrio die Wahl, entweder in Ätolien zu bleiben oder das Kommando niederzulegen und nach Rom zurückzukehren. Er entscheidet sich für die Rückkehr und übergibt das Kommando. Nach seiner Rückkehr nach Rom feiert Manius Acilius mit Senatsgenehmigung einen Triumph, den Livius als „prächtig sowohl als Schauspiel wie auch als Verherrlichung der Taten“ bezeichnet. Danach bestimmt er den Platz für den Bau eines Tempels, um ein von ihm während des Konsulats abgelegtes Gelübde zu erfüllen. Nach der Vermutung des Althistorikers A. Smortschkow bekleidet Glabrio eigens zu diesem Zweck das Amt eines Duumvirn.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gaius_Livius_Salinator Gaius Livius Salinator] <br />Gaius Livius Salinator wird prorogiert. Am Ende des Jahres kehrt er nach Rom zurück. Zuvor bringt er als Gesandter König Prusias I. von Bithynien dazu, sich der römischen Koalition anzuschließen.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gnaeus_Domitius_Ahenobarbus_(Konsul_192_v._Chr.) Legat Gnaeus Domitius Ahenobarbus] <br />Gnaeus Domitius setzt seine militärische Laufbahn fort und dient als Legat im Krieg gegen Antiochos III. Formell führt Lucius Cornelius Scipio das römische Heer, das von den Balkanländern nach Kleinasien übergesetzt ist, tatsächlich aber sein älterer Bruder Publius Cornelius Scipio Africanus. Letzterer erkrankt jedoch unmittelbar vor der entscheidenden Schlacht bei Magnesia schwer; nach Appian stellt er seinem Bruder Gnaeus Domitius als Ratgeber zur Seite, und in der Folge spricht Appian von Ahenobarbus als dem Befehlshaber des Heeres. Zu Beginn der Schlacht bringen die Römer den Angriff der feindlichen Phalanx zum Stehen und erzielen am rechten Flügel Erfolge, während am linken Flügel der Gegner bis zu ihrem Lager durchbricht. Antiochos flieht, als er vom Zusammenbruch seines linken Flügels erfährt, und die Römer erringen einen vollständigen Sieg. Gleichwohl stellt der britische Forscher B. Liddell Hart fest, dass den Römern gemessen am Verlauf der Schlacht offenbar die taktische Meisterschaft des Scipio Africanus fehlt.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Cornelius_Scipio_Africanus Publius Cornelius Scipio Africanus] <br />Rom erklärt dem Seleukidenkönig Antiochos III. von Syrien den Krieg, und Scipio Africanus, der nach zunehmender Opposition im Senat eigentlich seinen endgültigen Rückzug aus der Politik geplant hat, übernimmt gemeinsam mit seinem Bruder Lucius Cornelius Scipio noch einmal eine führende Rolle. Obwohl der Senat ihm aus Furcht vor einem weiteren übergroßen Ruhm nicht den Oberbefehl gewährt, dient er als Organisator und Taktiker der römischen Legionen und trägt maßgeblich zum Sieg in der Schlacht bei Magnesia bei, der den Krieg rasch zugunsten Roms entscheidet und dem Bruder den Ehrennamen Asiaticus einbringt.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Lucius_Valerius_Flaccus_(Konsul_195_v._Chr.) Triumvir Lucius Valerius Flaccus] <br />Flaccus gehört einer dreiköpfigen Kommission (triumviri coloniis deducendis) an, die geschaffen wird, um die Kolonien Placentia und Cremona zu stärken. Seine Mitkommissare sind Marcus Atilius Serranus und Lucius Valerius Tappo. 189 gründet die Kommission Bononia, das sptätere Bologna, als römische Kolonie.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Keltiberischer_Krieg Erster Keltiberischer Krieg (193-178)] <br />
*Nach dem Sieg der Römer über keltische Stämme im Rahmen der römisch-gallischen Kriege wird der Norden Italiens endgültig an das Römische Reich angeschlossen.
*Nach dem Sieg der Römer über keltische Stämme im Rahmen der römisch-gallischen Kriege wird der Norden Italiens endgültig an das Römische Reich angeschlossen.
*[[-189#RÖMISCHE_REPUBLIK | Fortsetzung 189]]
*[[-189#RÖMISCHE_REPUBLIK | Fortsetzung 189]] [[Kategorie:Römische Republik]]


==GRIECHEN==
==ILLYRER==
(2./3. Jahr der 147. Olympiade)
 
'''Illyrien'''


*[https://en.wikipedia.org/wiki/Pleuratus_III König Pleuratos III. (205-181)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Pleuratus_III König Pleuratos III. (205-181)] <br />


*'''196:''' Belohnung durch die Römer: Erhalt der strategisch wichtigen Region Lynkestis sowie Kontrolle über die Parthiner und weitere Städte in Illyrien, die zuvor von Makedonien beherrscht wurden [[-189#GRIECHEN | Fortsetzung 189]]
==GRIECHEN==
*'''197:''' Beteiligung am Zweiten Makedonischen Krieg auf Seiten der Römer, allerdings mit geringem militärischem Einfluss im Vergleich zu Bato
(2./3. Jahr der 147. Olympiade)
*'''199:''' Gemeinsamer Einfall mit Bato von Dardania in makedonisches Gebiet
*'''200:''' Pleuratos bietet den Römern militärische Unterstützung gegen Makedonien an, die jedoch zunächst abgelehnt wird
*'''205:''' Pleuratos III. wird als Partei im Vertrag von Phoinike genannt. Beginn der Alleinherrschaft nach dem Tod oder Rücktritt seines Vaters
*'''206:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Scerdilaidas König Scerdilaidas (218–206)]
*'''Vor 205:''' Möglicherweise Mitregent mit seinem Vater Scerdilaidas. Vorbereitung auf die Alleinherrschaft im ardäischen Staat


'''Makedonien'''
'''Makedonien'''
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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_V._(Makedonien) König Philipp V. (221–179)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_V._(Makedonien) König Philipp V. (221–179)] <br />


*'''196:''' Römische Freiheitserklärung für Griechenland durch Flamininus, Ende der makedonischen Hegemonie in Griechenland. Philipp wird gezwungenermaßen Verbündeter Roms, beteiligt sich an Kriegen gegen den Ätolischen Bund und Antiochos III., kann seine Stellung im östlichen Balkanraum jedoch teilweise konsolidieren [[-181#GRIECHEN | Fortsetzung 181]]
'''Bosporanisches Reich'''
*'''197:''' Niederlage Philipps in der Schlacht bei Kynoskephalai gegen Rom unter Titus Quinctius Flamininus. Im anschließenden Frieden muss Philipp seine Flotte, wichtige Stützpunkte und die Hegemonie über Griechenland aufgeben. Er darf nicht mehr in Griechenland expandieren
 
*'''200–197:''' Zweiter Makedonischer Krieg: Nach Hilfsgesuchen von Pergamon, Rhodos und Athen an Rom kommt es zum Krieg.
*[http://fr.wikipedia.org/wiki/Spartocos_V König Spartokos V. (um 200-180)]
*'''201:''' Höhepunkt der makedonischen Seepolitik: Philipp versucht, mit einer großen Flotte die Vorherrschaft in der Ägäis auszubauen und Gebiete auf Kosten des Ptolemäerreiches zu gewinnen
*'''205:''' Friede von Phoinike mit Rom – Status quo wird anerkannt, Makedonien bleibt weitgehend ungeschwäch
*'''215–205:''' Erster Makedonischer Krieg: Philipp verbündet sich mit Hannibal während des Zweiten Punischen Kriegs gegen Rom, um Gebietsgewinne in Illyrien zu erzielen
*'''220–217:''' Bundesgenossenkrieg (Sozialkrieg): Philipp verteidigt erfolgreich die makedonische Hegemonie in Griechenland gegen verschiedene griechische Mittelmächte
*'''221:''' Philipp V. wird nach dem Tod seines Stiefvaters und Großonkels Antigonos III. Doson König von Makedonien
*'''221:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Antigonos_III._Doson König Antigonos III. Doson (229–221)]
*'''238:''' Geburt Philipps V. aus dem Haus der Antigoniden, Sohn von Demetrios II. und Chryseis


'''Pergamon'''
'''Pergamon'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Eumenes_II. König Eumenes II. (197–158)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Eumenes_II. König Eumenes II. (197–158)] <br />Pergamon unterstützt Rom im Krieg gegen Antiochos III. von Syrien. Eumenes II. ist ein wichtiger Bundesgenosse der Römer in Kleinasien
 
*[[-188#GRIECHEN | Fortsetzung 188]] [[Kategorie:Pergamon]]
*Beim nächsten Eintrag: [[-182#GRIECHEN | Fortsetzung 182]]


'''Pontos'''
'''Pontos'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Mithridates_III._(Pontos) König Mithridates III. (220–185)]
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Mithridates_III._(Pontos) König Mithridates III. (220–185)]
*'''220:''' Mithridates III. ist der vierte König von Pontos. Seine Existenz und Regierungszeit sind in den klassischen literarischen Quellen nicht direkt belegt, sondern werden erst aus numismatischen Funden und Hinweisen bei Plutarch und Appian erschlossen. Er ist der erste König von Pontos, der Münzen mit seinem eigenen Bildnis prägen lässt. Es ist unklar, ob er oder bereits sein Vorgänger einen erfolglosen Versuch zur Einnahme der Stadt Sinope unterommen hat (um 220). Die genaue Datierung seiner Herrschaft schwankt in der Forschung zwischen 220–185 und 210–190. [[-185#GRIECHEN | Fortsetzung 185]]
*'''220:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Mithridates_II._(Pontos) König König Mithridates II. (256/250–220)]


'''Bithynien'''
'''Bithynien'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Prusias_I. König Prusias I. (228–182)] <br />Als die Römer gegen den Seleukiden-König Antiochos III. kämpfen, verhält sich Prusias neutral. Führende Vertreter der bedeutenden römischen Patrizierfamilie der Scipionen garantieren ihm nämlich die Wahrung seines Besitzstandes.  
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Prusias_I. König Prusias I. (228–182)] <br />Als die Römer gegen den Seleukiden-König Antiochos III. kämpfen, verhält sich Prusias neutral. Führende Vertreter der bedeutenden römischen Patrizierfamilie der Scipionen garantieren ihm nämlich die Wahrung seines Besitzstandes.  
*[[-189#GRIECHEN | Fortsetzung 189]]
*[[-189#GRIECHEN | Fortsetzung 189]] [[Kategorie:Bithynien]]
 
*'''202:''' Philipp V. überlässt Prusias die Hafenstädte Kios und Myrleia, die in Prusias ad Mare und Apameia umbenannt werden [[-190#GRIECHEN | Fortsetzung 190]]
*'''215:''' Während des Ersten makedonisch-römischen Kriegs ist Prusias mit König Philipp V. gegen Pergamon verbündet. Er erweitert das Gebiet Bithyniens in einer Serie von Kriegen gegen den pergamenischen König Attalos I. und gegen Herakleia Pontike am Schwarzen Meer.
*'''216:''' Sieg über die Aigosagen (keltischer Stamm)
*'''220:''' Krieg gegen Byzantion; Eroberung und später Rückgabe asiatischer Gebiete
*'''227:''' Unterstützung für Rhodos nach einem Erdbeben
*'''228:''' Thronbesteigung als Nachfolger seines Vaters Ziaela; im Verlauf seiner Regierung heiratet er Apame III., die Tochter von Demetrios II. von Makedonien und festigt damit die Allianz mit Makedonien.
*'''228:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Ziaelas König Ziaelas (254–228)]


'''Kappadokien'''
'''Kappadokien'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ariarathes_IV. König Ariarathes IV. (220-163)]
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ariarathes_IV. König Ariarathes IV. (220-163)] <br />Teilnahme an der Seite des Seleukiden Antiochos III. an der Schlacht bei Magnesia gegen die Römer.
*[[-189#GRIECHEN | Fortsetzung 189]] [[Kategorie:Kappadokien]]


'''Seleukidenreich'''
'''Seleukidenreich'''
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*[http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6misch-Syrischer_Krieg Römisch-Syrischer Krieg (192-188)] <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Magnesia '''Schlacht bei Magnesia'''] <br />Winter 190/189: Niederlage in der Seeschlacht bei Chios und entscheidende Niederlage bei Magnesia  
*[http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6misch-Syrischer_Krieg Römisch-Syrischer Krieg (192-188)] <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Magnesia '''Schlacht bei Magnesia'''] <br />Winter 190/189: Niederlage in der Seeschlacht bei Chios und entscheidende Niederlage bei Magnesia  
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ptolemaios_(Kommagene) Satrap Ptolemaios (Kommagene, 201-163)]
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ptolemaios_(Kommagene) Satrap Ptolemaios (Kommagene, 201-163)]
*[[-189#GRIECHEN | Fortsetzung 189]]
*[[-189#GRIECHEN | Fortsetzung 189]] [[Kategorie:Seleukidenreich]]
 
*'''191:''' Römisch-Syrischer Krieg: Niederlage bei den Thermopylen, Rückzug nach Kleinasien [[-190#GRIECHEN | Fortsetzung 190]]
*'''192–188:''' Krieg gegen Rom (Römisch-Syrischer Krieg): 192 Einmarsch in Griechenland
*'''196–191:''' Seleukos IV. wird Statthalter (Vizekönig) seines Vaters in Thrakien; Wiederaufbau von Lysimacheia als Verwaltungszentrum
*'''196:''' Besetzung Thrakiens und Überquerung des Hellesponts
*'''202–198:''' Fünfter Syrischer Krieg: Antiochos III. erobert Phönizien und Palästina; Sieg in der Schlacht am Panion (200 v. Chr.)
*'''203:''' Bündnis mit Philipp V. von Makedonien zur Aufteilung der ptolemäischen Besitzungen
*'''206:''' Anerkennung der Unabhängigkeit des Greko-Baktrischen Königreichs; Rückkehr nach Westen
*'''212–206:''' Ostfeldzug: Antiochos III. unterwirft Armenien, Parthien, Medien und Baktrien, dringt bis Indien vor. Er nimmt den persischen Titel "Großkönig" an
*'''213:''' Besiegt und tötet den Gegenkönig Achaios in Kleinasien
*'''ca. 218–217:''' Geburt von Seleukos IV. Philopator, Sohn des Antiochos III. und der Laodike von Pontos
*'''221–217:''' Vierter Syrischer Krieg gegen Ägypten (Ptolemäerreich); Niederlage in der Schlacht bei Raphia (217 v. Chr.) gegen Ptolemaios IV.
*'''222–220:''' Niederschlagung der Revolte der Satrapen Molon (Media) und Alexander (Persis)
*'''223:''' Thronbesteigung von Antiochos III. nach der Ermordung seines Bruders Seleukos III.
*'''223:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Seleukos_III. König Seleukos III. (226–223)]
*'''242:''' Geburt des Antiochos III., Sohn von Seleukos II. Kallinikos


'''Indo-Griechisches Reich'''
'''Indo-Griechisches Reich'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Pantaleon_(indo-griechischer_K%C3%B6nig) '''König Pantaleon'''] und [http://de.wikipedia.org/wiki/Agathokles_(Baktrien) '''König Agathokles (190-180)'''] <br />Pantaleon und Agathokles (Beiname: „der Gerechte“, Dikaios) gegieren nacheinander zwischen 190 und 180, wobei unbekannt ist, wann der Wechsel stattgefunden hat. Agathokles ist vor allem für seine außergewöhnlichen Münzprägungen bekannt. Er lässt sogenannte Erinnerungsmünzen prägen, die ihn zusammen mit anderen bedeutenden griechischen Herrschern wie Alexander dem Großen, Antiochos (wohl Antiochos II.), Diodotos I. und II., Euthydemos I., Pantaleon und Demetrios I. zeigen. Der Zweck dieser Prägungen wird als Versuch zur Legitimation seiner Herrschaft interpretiert, was auf eine möglicherweise unsichere Position oder Usurpation hindeutet. Pantaleon und Agathokles prägen Münzen mit griechischen und indischen (Kharoshti oder Brahmi) Inschriften, was auf eine Herrschaft über multiethnische Gebiete hinweist. Diese Münzen zeigen erstmals hinduistische Gottheiten und buddhistische Symbole – das früheste erhaltene Bildmaterial dieser Art. Bemerkenswert sind auch Münzprägungen aus Nickel, was für die Zeit ungewöhnlich ist.  
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Pantaleon_(indo-griechischer_K%C3%B6nig) '''König Pantaleon'''] und [http://de.wikipedia.org/wiki/Agathokles_(Baktrien) '''König Agathokles (190-180)'''] <br />Pantaleon und Agathokles (Beiname: „der Gerechte“, Dikaios) gegieren nacheinander zwischen 190 und 180, wobei unbekannt ist, wann der Wechsel stattgefunden hat. Agathokles ist vor allem für seine außergewöhnlichen Münzprägungen bekannt. Er lässt sogenannte Erinnerungsmünzen prägen, die ihn zusammen mit anderen bedeutenden griechischen Herrschern wie Alexander dem Großen, Antiochos (wohl Antiochos II.), Diodotos I. und II., Euthydemos I., Pantaleon und Demetrios I. zeigen. Der Zweck dieser Prägungen wird als Versuch zur Legitimation seiner Herrschaft interpretiert, was auf eine möglicherweise unsichere Position oder Usurpation hindeutet. Pantaleon und Agathokles prägen Münzen mit griechischen und indischen (Kharoshti oder Brahmi) Inschriften, was auf eine Herrschaft über multiethnische Gebiete hinweist. Diese Münzen zeigen erstmals hinduistische Gottheiten und buddhistische Symbole – das früheste erhaltene Bildmaterial dieser Art. Bemerkenswert sind auch Münzprägungen aus Nickel, was für die Zeit ungewöhnlich ist.  
*[[-180#GRIECHEN | Fortsetzung 180]]
*[[-180#GRIECHEN | Fortsetzung 180]] [[Kategorie:Indo-Griechisches Reich]]


'''Griechisch-Baktrisches Königreich'''
'''Griechisch-Baktrisches Königreich'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Demetrios_I._(Baktrien) König Demetrios I. (200–182)] <br />nach 190: Nach der Niederlage Antiochos' III. gegen die Römer (Schlacht bei Magnesia 190) nutzt Demetrios I. die Schwäche der Seleukiden, um sich von deren Oberherrschaft zu lösen und sein Reich zu erweitern  
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Demetrios_I._(Baktrien) König Demetrios I. (200–182)] <br />nach 190: Nach der Niederlage Antiochos' III. gegen die Römer (Schlacht bei Magnesia 190) nutzt Demetrios I. die Schwäche der Seleukiden, um sich von deren Oberherrschaft zu lösen und sein Reich zu erweitern  
*[[-185#GRIECHEN | Fortsetzung 185]]
*[[-185#GRIECHEN | Fortsetzung 185]] [[Kategorie:Griechisch-Baktrisches Königreich]]
 
*'''um 200:''' Demetrios I. wird König von Baktrien nach dem Tod seines Vaters Euthydemos [[-190#GRIECHEN | Fortsetzung 190]]
*'''um 200:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Euthydemos_I. König Euthydemos I. (235–200)]


'''Ägypten'''
'''Ägypten'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ptolemaios_V. König Ptolemaios V. (205-180)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ptolemaios_V. König Ptolemaios V. (204-180)] <br />
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kleopatra_I. Königin Kleopatra I. (193-180)] <br />
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kleopatra_I. Königin Kleopatra I. (193-180)] <br />
 
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Anchwennefer König Anchwennefer (199-186)] <br />190–186: Weitere Kämpfe und Widerstand der Aufständischen im Süden, Verwüstungen in Oberägypten
*'''193:''' Kleopatra I. heiratet Ptolemaios V., den König von Ägypten aus der Dynastie der Ptolemäer. Seit ihrer Hochzeit wird sie in den ptolemäischen Königskult aufgenommen und erhält verschiedene Ehrentitel, darunter theá Epiphanes („erschienene Göttin“) [[-186#GRIECHEN | Fortsetzung 186]]
*[[-186#GRIECHEN | Fortsetzung 186]] [[Kategorie:Aegypten]]
*'''194/193:''' Ptolemaios V. heiratet Kleopatra I., Tochter von Antiochos III. (Seleukiden)
*'''196:''' Ptolemaios V. erlässt das Dekrets von Memphis (Rosetta-Stein, 23. März/3. April)
*'''197:''' Ptolemaios V. wird offiziell zum Pharao in Memphis gekrönt (23. Nov./3. Dez.)
*'''202–196 :'''Fünfter Syrischer Krieg gegen das Seleukidenreich; Verlust von Koilesyrie
*'''204–197:''' Regentschaft durch verschiedene Höflinge und Minister; politische Instabilität
*'''204:''' Tod von Ptolemaios IV.; Ptolemaios V. wird als Kind König von Ägypten
*'''Um 204:''' Kleopatra I. wird als Tochter des Seleukidenkönigs Antiochos III. und der Laodike geboren
*'''206–185:''' Großer Aufstand in Ober- und Unterägypten unter Horwennefer und Ankhwennefer
*'''210:''' 1006D Ptolemaios V. wird als Sohn von Ptolemaios IV. und Arsinoë III. geboren


==IBERIA==
==IBERIA==
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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Artaxias_I. '''König Artaxias I. (190-160)'''] <br />190/189: Artaxias ist als Satrap (Statthalter) unter der Oberhoheit der Seleukiden in Großarmenien eingesetzt. Die Seleukiden erleiden eine entscheidende Niederlage gegen die Römer in der Schlacht bei Magnesia. Artaxias nutzt die Schwäche der Seleukiden und macht sich gemeinsam mit Zariadris (Sophene) unabhängig
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Artaxias_I. '''König Artaxias I. (190-160)'''] <br />190/189: Artaxias ist als Satrap (Statthalter) unter der Oberhoheit der Seleukiden in Großarmenien eingesetzt. Die Seleukiden erleiden eine entscheidende Niederlage gegen die Römer in der Schlacht bei Magnesia. Artaxias nutzt die Schwäche der Seleukiden und macht sich gemeinsam mit Zariadris (Sophene) unabhängig
*[[188#ARMENIEN | Fortsetzung 188]]
*[[188#ARMENIEN | Fortsetzung 188]] [[Kategorie:Armenien]]


==PARTHERREICH==
==PARTHERREICH==
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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Arsakes_II. Großkönig Arsakes II. (217–185)]
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Arsakes_II. Großkönig Arsakes II. (217–185)]
*'''um 192–188:''' Nach der Niederlage der Seleukiden gegen Rom (Syrischer Krieg) ergibt sich für Parthien erneut die Chance auf Unabhängigkeit. [[-188#PARTHERREICH | Fortsetzung 188]]
*'''209:''' Niederlage gegen Antiochos III. (Seleukiden); Parthien wird von den Seleukiden zurückerobert, Hauptstadt Hekatompylos besetzt. Nach 209: Arsakes II. akzeptiert feudale Abhängigkeit von den Seleukiden und regiert Parthien und Hyrkanien als Vasall.
*'''um 217:''' Thronbesteigung als Nachfolger seines Vaters Arsakes I.
*'''um 217:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Arsakes_I. Großkönig Arsakes I. (247–217)]


==MASSYLIER==
==MASSYLIER==
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*[http://en.wikipedia.org/wiki/Shatadhanvan König Shatadhanvan (195–187)]
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Shatadhanvan König Shatadhanvan (195–187)]
*'''195:''' Während Shatadhanvans Regierungszeit ist das Mauryareich bereits stark geschwächt. Viele Randgebiete wie der Nordwesten (Gandhara, Punjab) und der Dekkan haben sich abgespalten oder sind von äußeren Mächten erobert worden. Die Macht des Königs beschränkt sich weitgehend auf das Kerngebiet um Pataliputra (später Patna). Die zuvor zentralisierte Verwaltung ist zerfallen. Regionale Statthalter agieren zunehmend unabhängig, was die Durchsetzung von Reformen und die Kontrolle über die Provinzen erschwert. Shatadhanvan versucht, die Zentralgewalt wiederherzustellen und wirtschaftliche Reformen einzuleiten (z. B. Steuerreformen, Förderung der Landwirtschaft), hat damit aber nur begrenzten Erfolg. Während seiner Herrschaft verliert das Reich weitere Gebiete und Einfluss. Die wirtschaftliche Situation verschlechtert sich weiter, was die Stabilität des Reiches zusätzlich schwächt.
*'''195:''' [http://en.wikipedia.org/wiki/Devavarman_(Maurya) König Devavarman (202–195)] [[-187#INDIEN | Fortsetzung 187]]


'''Anuradhapura'''
'''Anuradhapura'''
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'''Ruhuna'''
'''Ruhuna'''


*[https://en.wikipedia.org/wiki/Kavan_Tissa,_Prince_of_Ruhuna König Kavantissa (205–161)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Kavan_Tissa,_Prince_of_Ruhuna König Kavantissa (205–161)] <br />um 190: Strategische Vorbereitung auf die Bedrohung durch den tamilischen König Elara im Norden; Aufbau einer starken Armee und Rekrutierung der „Zehn Riesen“ (Dasa Maha Yodayo)
*[[-180#INDIEN | Fortsetzung 180]] [[Kategorie:Ruhuna]]


==VIETNAM==
==VIETNAM==
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*[http://en.wikipedia.org/wiki/Zhao_Tuo König Zhao Tuo (203–137)]
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Zhao_Tuo König Zhao Tuo (203–137)]
==XIONGNU==
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Modu_Chanyu Chanyu Mao-tun (209-174)] <br />bis 190: Sieg über die Donghu; Eingliederung der Ostmongolei
*[[-177#XIONGNU | Fortsetzung 177]] [[Kategorie:Xiongnu]]


==CHINA==
==CHINA==
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*[https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BC_Zhi Regentin Lü Zhi (195-180)] <br />
*[https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BC_Zhi Regentin Lü Zhi (195-180)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Han_Huidi Kaiser Han Huidi (195–188)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Han_Huidi Kaiser Han Huidi (195–188)] <br />
*'''194:''' Lü Zhi: Ermordung der Konkubine Qi und ihres Sohnes Prinz Ruyi, um die Thronfolge ihres eigenen Sohnes zu sichern *[[-188#CHINA | Fortsetzung 188]]
*'''195:''' Tod von Kaiser Gaozu; sein Sohn Liu Ying wird als Kaiser Hui eingesetzt, Lü Zhi (bisher von 202-195 Kaiserin) wird Kaiserinwitwe (Empress Dowager) und De-facto-Regentin: Übernahme der Regierungsgeschäfte, da Kaiser Hui schwach und zurückgezogen ist. Förderung der Landwirtschaft und wirtschaftliche Erholung nach den Wirren der Streitenden Reiche. Strenge, aber effiziente Verwaltung, die von Zeitgenossen und Nachwelt sowohl für ihre Grausamkeit als auch für ihre Regierungsfähigkeit anerkannt wird.
*'''196:''' Nach einem Aufstand wird Liu Heng zum Prinzen von Dai ernannt
*'''202–195:''' Lü Zhi: Zeit als Kaiserin (202–195): Liu Bang proklamiert sich zum Kaiser der Han-Dynastie; Lü Zhi wird Kaiserin. Verwaltung der Hauptstadt Chang’an und der Kernlande während Abwesenheit des Kaisers; Aufbau eines starken Netzwerks unter den Beamten. Beteiligung an der Beseitigung politischer Rivalen wie Han Xin und Peng Yue zur Sicherung der Macht der Liu-Familie
*'''202:''' Geburt von Liu Heng, fünfter Sohn von Kaiser Gaozu (Liu Bang), dem Gründer der Han-Dynastie, und der Konkubine Bo
*'''210:''' Geburt von Liu Ying, dem späteren Kaiser Han Huidi, als Sohn von Kaiser Han Gaozu (Liu Bang) und Kaiserin Lü Zhi


==JAPAN==
==JAPAN==

Aktuelle Version vom 2. April 2026, 17:08 Uhr

-193 | -192 | -191 | -190 | -189 | -188 | -187

KELTEN

  • Die Mittellatènezeit wird von der Spätlatènezeit abgelöst.
  • Fortsetzung 80

RÖMISCHE REPUBLIK

(ab urbe condita DLXIV = 564)

  • Konsul Lucius Cornelius Scipio (später Asiaticus)
    Die Quellen erklären übereinstimmend, dass beide Konsuln Griechenland als Provinz beanspruchen und dass der ausschlaggebende Faktor das Versprechen Scipios Africanus ist, als Legat an der Seite seines wenig erfahrenen und wenig fähigen Bruders zu dienen. Es existieren drei Versionen des Geschehens: Nach Livius schlägt Laelius, der im Senat die stärkere Unterstützung hat, vor, auf das Losverfahren zu verzichten und die Entscheidung den Senatoren zu überlassen; in diesem Moment gibt Publius Scipio seine Erklärung ab, und der Senat entscheidet zugunsten der Brüder. Nach Valerius Maximus findet die Auslosung doch statt, und das Los fällt auf Laelius, doch Scipio Africanus, obwohl „aufs engste mit Laelius verbunden“, gibt sein Versprechen, um den Senat zu bewegen, Griechenland dem Freund wegzunehmen und dem Bruder zu übertragen. Schließlich berichtet eine der Philippiken Ciceros, das Los sei auf Lucius gefallen; im Senat bilde sich jedoch eine Opposition gegen diese Ernennung, weil Lucius Scipio als wenig befähigter Mann gilt, und erst dann hält Publius es für nötig, „die Familie vor dieser Schande zu schützen“. In der Forschung werden diese Berichte bezweifelt: Laelius verdankt alle seine Erfolge der Familie der Scipionen, Lucius Cornelius besitzt im Senat offenbar die stärkere Unterstützung, und die Freundschaft zwischen Laelius und Scipio Africanus ist sehr eng und wird nie in Frage gestellt. Möglicherweise verzichtet Laelius einfach zugunsten seines Kollegen auf Griechenland.
    Die Brüder Scipionen stellen in Italien 800 Infanteristen und 300 Reiter auf; außerdem treten mindestens 400 Veteranen des Zweiten Punischen Krieges freiwillig in die Armee ein, sobald sie erfahren, dass Scipio Africanus am Feldzug teilnehmen wird. Das 13'000 Mann starke Heer des Lucius und des Publius befindet sich bereits am 15. Juli in Brundisium und setzt von dort nach Apollonia in Illyrien über. Über Epirus ziehen die Römer nach Thessalien. An den die Vorhut führenden Publius wenden sich die Bundesgenossen des Antiochos – die Ätolier – mit einem Friedensgesuch; er macht ihnen Hoffnung, doch Lucius erklärt den Gesandten später, sie müssten entweder kapitulieren oder eine Kontribution von tausend Talenten zahlen. Schließlich erhalten die Ätolier einen Waffenstillstand von sechs Monaten, und damit enden die Kampfhandlungen in Griechenland.
    Die Scipionen schließen zu ihren Kräften zwei Legionen Glabrios an, die bisher Amphissa belagern, und ziehen weiter zum Hellespont. Philipp V. von Makedonien, dessen Reich nach der jüngsten Niederlage geschwächt ist, „führt sie durch Thrakien und Makedonien auf schwerem Weg auf eigene Kosten, liefert Verpflegung, legt Straßen an, schlägt an schwer passierbaren Flüssen Brücken und zerschlägt die angreifenden Thraker, bis er sie zum Hellespont gebracht hat“. Inzwischen erringen die Flotten der römischen Bundesgenossen Pergamon und Rhodos eine Reihe von Siegen über die Flottenführer des Antiochos, sodass der König seinen Rückzug fortsetzt und das römische Heer ohne Hindernis nach Asien übersetzen kann. Antiochos, der mit einer solchen Entwicklung der Ereignisse nicht rechnet, bietet den Römern Frieden unter der Bedingung seines Rückzugs aus Ionien und Aiolis an, doch diese fordern den Verzicht auf sämtliche Gebiete jenseits des Taurus und die Bezahlung der Kriegskosten. Der königliche Gesandte Herakleides beginnt geheime Verhandlungen mit Publius Cornelius, doch dieser weist das Friedensangebot zurück und rät, „allen Bedingungen zuzustimmen und auf keinen Fall gegen die Römer Krieg zu führen“.
    Nach dieser Antwort wagt Antiochos, den Römern eine große Schlacht zu liefern. Die entscheidende Schlacht des Krieges findet im Winter 190/189 bei der Stadt Magnesia statt; eine genaue Datierung existiert nicht. Livius berichtet von einem 60'000 Mann starken Heer des Königs, Appian von 70'000; einige Historiker halten diese Angaben für übertrieben, andere nehmen an, Antiochos könne 70'000 bis 80'000 Krieger aufbieten. Den Scipionen stehen 3000 Mann zur Verfügung, darunter starke Hilfskontingente der Pergamener und Achäer sowie afrikanische Elefanten, die allerdings in Reserve gehalten werden, da sie offensichtlich schwächer sind als die indischen Elefanten im Heer des Antiochos. Die Schlacht beginnt mit einem großen Erfolg der Römer. Die auf ihrem rechten Flügel unter Führung des pergamenischen Königs Eumenes II. aufgestellte Reiterei schlägt die Kampfwagen des Gegners in die Flucht und zerstört anschließend den gesamten linken Flügel des Antiochos. Die im Zentrum des königlichen Heeres stehende Phalanx gerät von allen Seiten unter Beschuss, erleidet Verluste und kann nicht zum Gegenangriff übergehen. Gleichzeitig erringt der König selbst, der auf dem rechten Flügel die Reiterei befehligt, auf seinem Abschnitt den Sieg: Er stößt bei nur schwachem Widerstand bis zum römischen Lager vor, kann es aber nicht nehmen, da der Militärtribun Marcus Aemilius Lepidus dort eine wirkungsvolle Verteidigung organisiert. Als die Römer Verstärkungen an diesen Abschnitt verlegen und Antiochos vom Zustand des Zentrums und des linken Flügels erfährt, flieht er vom Schlachtfeld. Livius berichtet von angeblich 53'000 Gefallenen, von denen nur 349 Römer und Pergamener sind; diese Zahlen können stark übertrieben sein, doch in jedem Fall ist der Sieg der Römer „außergewöhnlich leicht“. Nach Livius und Appian ist Publius Cornelius während dieser Schlacht krank und hält sich in Elaea auf; er ernennt Gnaeus Domitius Ahenobarbus zum Berater seines Bruders, der dann das Heer befehligt. T. Bobrownikowa bezweifelt dies und verweist auf die frühere Weigerung des römischen Kommandos, ohne Scipio Africanus irgendetwas zu unternehmen, auf Frontins Zeugnis, Publius Cornelius habe den Ort der Schlacht gewählt, und auf die Rede Nasicas, deren Text wiederum Livius überliefert. Nasica sagt, „damit die Größe und der Glanz eines solchen Legaten den Ruhm des Konsuls dort nicht verdunkeln, habe es sich wie absichtlich so gefügt, dass an eben jenem Tag, an dem Lucius Scipio bei Magnesia Antiochos in offener Feldschlacht besiegt, Publius Scipio krank ist und sich in Elaea im Abstand von mehreren Tagesreisen befindet“. Daraus ergibt sich, dass Publius Cornelius sich formell zurückzieht und dennoch weiter im Namen des Bruders die Führung ausübt. B. Liddell Hart bemerkt jedoch, dass den Römern dem Verlauf der Schlacht nach „offensichtlich das taktische Können Scipios Africanus“ fehlt.
    Unmittelbar nach der Niederlage bittet Antiochos um Frieden. Publius Cornelius verliest die Bedingungen vor den Gesandten des Königs und verlangt dasselbe wie unmittelbar nach der Landung in Asien: den Verzicht des Antiochos auf die Gebiete jenseits des Taurus, die Zahlung einer Kontribution von fünfzehntausend Talenten – fünfhundert davon sofort – und die Auslieferung einer Reihe von Feinden Roms, darunter Hannibal. Der König ist gezwungen, zuzustimmen.
  • Konsul Gaius Laelius
    Im Jahr 190 dauert seine Tätigkeit in Gallien aufgrund der verlängerten Befugnisse an. Laelius führt weiterhin die vom Senat übertragenen Maßnahmen in dieser Region durch und bleibt mit den Kolonisations- und Siedlungsprojekten befasst. Im selben Jahr wird sein Konsulat zum Höhepunkt seiner Karriere; in späteren Quellen erscheint er als ehemaliger Konsul dieses Jahres.
  • Marcus Valerius Messalla
    Marcus Valerius Messalla versucht erstmals, zum Konsul gewählt zu werden, scheitert aber. In der Darstellung wird betont, dass er in diesem Wahlkampf gegen Gnaeus Manlius Vulso und Marcus Aemilius Lepidus antritt und dabei kaum Chancen hat.
  • Gnaeus Manlius Vulso
    Gnaeus Manlius stellt sich zum dritten Mal seine Konsulatskandidatur auf. Erneut kommt es zu einem Wahlkampf. Neben dem einzigen plebejischen Kandidaten Marcus Fulvius Nobilior, einem Verbündeten Vulsos, bewerben sich drei Patrizier: Gnaeus Manlius, Marcus Aemilius Lepidus und Marcus Valerius Messalla. Titus Livius bemerkt, dass Messalla „überhaupt auf nichts hoffen kann“. Nobilior ist der einzige Kandidat, der die erforderliche Stimmenzahl erreicht, und er verkündet am Tag nach der Wahl Gnaeus Manlius als seinen Kollegen.
  • Marcus Fulvius Nobilior
    Marcus Fulvius kandidiert für das Konsulat. Bei den Wahlen erreicht nur er von allen Bewerbern sofort die erforderliche Stimmenzahl und wird daher unmittelbar zum Konsul bestimmt. Er erwirbt damit das Recht, sich aus drei patrizischen Kandidaten seinen Amtskollegen zu wählen: Marcus Aemilius Lepidus, Marcus Valerius Messalla oder Gnaeus Manlius Vulso. Zwischen Marcus Fulvius und Marcus Aemilius Lepidus besteht eine persönliche Feindschaft, weshalb Lepidus als Gegner Nobilior gilt. Marcus Fulvius entscheidet sich bei der Wahl seines Kollegen für Gnaeus Manlius Vulso und setzt dessen Wahl gegen die beiden anderen patrizischen Kandidaten durch.
  • Prokonsul Manius Acilius Glabrio
    Die Friedensverhandlungen mt den Ätolern enden ergebnislos. Manius Acilius, der den Winter in Griechenland verbringt, nimmt mit Beginn des Frühjahrs 190 die Stadt Lamia durch einen Überraschungsangriff und beginnt anschließend die Belagerung von Amphissa, deren Verteidiger aktiven Widerstand leisten. Zu dieser Zeit landet in Epirus einer der Konsuln des Jahres, Lucius Cornelius Scipio, dessen Heer faktisch von seinem Bruder Publius Scipio Africanus geführt wird. Nach einem Beschluss des Senats hat Glabrio die Wahl, entweder in Ätolien zu bleiben oder das Kommando niederzulegen und nach Rom zurückzukehren. Er entscheidet sich für die Rückkehr und übergibt das Kommando. Nach seiner Rückkehr nach Rom feiert Manius Acilius mit Senatsgenehmigung einen Triumph, den Livius als „prächtig sowohl als Schauspiel wie auch als Verherrlichung der Taten“ bezeichnet. Danach bestimmt er den Platz für den Bau eines Tempels, um ein von ihm während des Konsulats abgelegtes Gelübde zu erfüllen. Nach der Vermutung des Althistorikers A. Smortschkow bekleidet Glabrio eigens zu diesem Zweck das Amt eines Duumvirn.
  • Gaius Livius Salinator
    Gaius Livius Salinator wird prorogiert. Am Ende des Jahres kehrt er nach Rom zurück. Zuvor bringt er als Gesandter König Prusias I. von Bithynien dazu, sich der römischen Koalition anzuschließen.
  • Legat Gnaeus Domitius Ahenobarbus
    Gnaeus Domitius setzt seine militärische Laufbahn fort und dient als Legat im Krieg gegen Antiochos III. Formell führt Lucius Cornelius Scipio das römische Heer, das von den Balkanländern nach Kleinasien übergesetzt ist, tatsächlich aber sein älterer Bruder Publius Cornelius Scipio Africanus. Letzterer erkrankt jedoch unmittelbar vor der entscheidenden Schlacht bei Magnesia schwer; nach Appian stellt er seinem Bruder Gnaeus Domitius als Ratgeber zur Seite, und in der Folge spricht Appian von Ahenobarbus als dem Befehlshaber des Heeres. Zu Beginn der Schlacht bringen die Römer den Angriff der feindlichen Phalanx zum Stehen und erzielen am rechten Flügel Erfolge, während am linken Flügel der Gegner bis zu ihrem Lager durchbricht. Antiochos flieht, als er vom Zusammenbruch seines linken Flügels erfährt, und die Römer erringen einen vollständigen Sieg. Gleichwohl stellt der britische Forscher B. Liddell Hart fest, dass den Römern gemessen am Verlauf der Schlacht offenbar die taktische Meisterschaft des Scipio Africanus fehlt.
  • Publius Cornelius Scipio Africanus
    Rom erklärt dem Seleukidenkönig Antiochos III. von Syrien den Krieg, und Scipio Africanus, der nach zunehmender Opposition im Senat eigentlich seinen endgültigen Rückzug aus der Politik geplant hat, übernimmt gemeinsam mit seinem Bruder Lucius Cornelius Scipio noch einmal eine führende Rolle. Obwohl der Senat ihm aus Furcht vor einem weiteren übergroßen Ruhm nicht den Oberbefehl gewährt, dient er als Organisator und Taktiker der römischen Legionen und trägt maßgeblich zum Sieg in der Schlacht bei Magnesia bei, der den Krieg rasch zugunsten Roms entscheidet und dem Bruder den Ehrennamen Asiaticus einbringt.
  • Triumvir Lucius Valerius Flaccus
    Flaccus gehört einer dreiköpfigen Kommission (triumviri coloniis deducendis) an, die geschaffen wird, um die Kolonien Placentia und Cremona zu stärken. Seine Mitkommissare sind Marcus Atilius Serranus und Lucius Valerius Tappo. 189 gründet die Kommission Bononia, das sptätere Bologna, als römische Kolonie.
  • Erster Keltiberischer Krieg (193-178)
  • Nach dem Sieg der Römer über keltische Stämme im Rahmen der römisch-gallischen Kriege wird der Norden Italiens endgültig an das Römische Reich angeschlossen.
  • Fortsetzung 189

ILLYRER

GRIECHEN

(2./3. Jahr der 147. Olympiade)

Makedonien

Bosporanisches Reich

Pergamon

Pontos

Bithynien

  • König Prusias I. (228–182)
    Als die Römer gegen den Seleukiden-König Antiochos III. kämpfen, verhält sich Prusias neutral. Führende Vertreter der bedeutenden römischen Patrizierfamilie der Scipionen garantieren ihm nämlich die Wahrung seines Besitzstandes.
  • Fortsetzung 189

Kappadokien

Seleukidenreich

Indo-Griechisches Reich

  • König Pantaleon und König Agathokles (190-180)
    Pantaleon und Agathokles (Beiname: „der Gerechte“, Dikaios) gegieren nacheinander zwischen 190 und 180, wobei unbekannt ist, wann der Wechsel stattgefunden hat. Agathokles ist vor allem für seine außergewöhnlichen Münzprägungen bekannt. Er lässt sogenannte Erinnerungsmünzen prägen, die ihn zusammen mit anderen bedeutenden griechischen Herrschern wie Alexander dem Großen, Antiochos (wohl Antiochos II.), Diodotos I. und II., Euthydemos I., Pantaleon und Demetrios I. zeigen. Der Zweck dieser Prägungen wird als Versuch zur Legitimation seiner Herrschaft interpretiert, was auf eine möglicherweise unsichere Position oder Usurpation hindeutet. Pantaleon und Agathokles prägen Münzen mit griechischen und indischen (Kharoshti oder Brahmi) Inschriften, was auf eine Herrschaft über multiethnische Gebiete hinweist. Diese Münzen zeigen erstmals hinduistische Gottheiten und buddhistische Symbole – das früheste erhaltene Bildmaterial dieser Art. Bemerkenswert sind auch Münzprägungen aus Nickel, was für die Zeit ungewöhnlich ist.
  • Fortsetzung 180

Griechisch-Baktrisches Königreich

  • König Demetrios I. (200–182)
    nach 190: Nach der Niederlage Antiochos' III. gegen die Römer (Schlacht bei Magnesia 190) nutzt Demetrios I. die Schwäche der Seleukiden, um sich von deren Oberherrschaft zu lösen und sein Reich zu erweitern
  • Fortsetzung 185

Ägypten

IBERIA

ARMENIEN

  • König Artaxias I. (190-160)
    190/189: Artaxias ist als Satrap (Statthalter) unter der Oberhoheit der Seleukiden in Großarmenien eingesetzt. Die Seleukiden erleiden eine entscheidende Niederlage gegen die Römer in der Schlacht bei Magnesia. Artaxias nutzt die Schwäche der Seleukiden und macht sich gemeinsam mit Zariadris (Sophene) unabhängig
  • Fortsetzung 188

PARTHERREICH

(122/123)

MASSYLIER

INDIEN

Maurya-Reich

Anuradhapura

Ruhuna

  • König Kavantissa (205–161)
    um 190: Strategische Vorbereitung auf die Bedrohung durch den tamilischen König Elara im Norden; Aufbau einer starken Armee und Rekrutierung der „Zehn Riesen“ (Dasa Maha Yodayo)
  • Fortsetzung 180

VIETNAM

Triệu-Dynastie

XIONGNU

CHINA

(41/42. Zyklus - Jahr des Metall-Schweins; am Beginn des Jahres Metall-Hund)

Han-Dynastie

JAPAN

QUELLEN

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08.01.2024 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt

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