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== | ==RÖMISCHE REPUBLIK== | ||
(ab urbe condita CDIII = 403) | |||
[http://de.wikipedia.org/wiki/ | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Gaius_Sulpicius_Peticus Konsul Gaius Sulpicius Peticus (5. Amtszeit)] <br />Ende 352 ist Gaius Sulpicius Peticus erster Interrex; der zweite Interrex Marcus Fabius ermöglicht ihm, für 351 zum fünften Mal zum Konsul gewählt zu werden; Sulpicius übt dieses fünfte Konsulat gemeinsam mit Titus Quinctius Pennus Capitolinus Crispinus aus, der schon 361 als Diktator fungiert hat. In diesem letzten belegten Konsulatsjahr verwüstet Sulpicius das Gebiet der Tarquinienser erneut, zwingt sie damit zum Einlenken und gewährt ihnen einen 40‑jährigen Frieden, wodurch der Krieg beendet wird. In der späteren literarischen Tradition zählt Livius Sulpicius zu jenen römischen Feldherren, die sich Alexander dem Großen hypothetisch in den Weg stellen würden, falls dieser nach Italien vorstößt. Es fehlen jedoch explizite Quellenangaben dafür, dass Sulpicius zur Zeit von Alexanders Feldzügen gegen den Osten noch lebt, sodass diese Zuordnung als spekulativ erscheint. | ||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Titus_Quinctius_Pennus_Capitolinus_Crispinus Konsul Titus Quinctius Pennus Capitolinus Crispinus (2. Amtszeit)] <br />Titus Quinctius Pennus Capitolinus Crispinus wird er erneut Konsul und zieht gegen die Falisker in den Krieg. Da er keinen ernsthaften Widerstand trifft, lässt er deren Gebiet verwüsten, indem er es niederbrennt und plündert. Nach seinen Konsulaten zieht er sich möglicherweise in eine Villa bei Tusculum zurück. | |||
*Erstmals wird das Amt des römischen Censors an einen Patrizier und einen Plebejer vergeben. Der Patrizier ist Gnaeus Manlius Capitolinus Imperiosus, der Plebejer Gaius Marcius Rutilus. | |||
*Die Römische Republik erobert Etrurien/Tuszien, das in der Toskana gelegen ist. | |||
*[[-350#RÖMISCHE_REPUBLIK | Fortsetzung 350]] [[Kategorie:Römische Republik]] | |||
==ILLYRER== | |||
[http://de.wikipedia.org/wiki/Idrieus '''Satrap Idrieus (Karien)'''] | *[https://en.wikipedia.org/wiki/Pleuratus_I König Pleuratus I. (356–335)] <br /> | ||
==GRIECHEN== | |||
(1./2. Jahr der 107. Olympiade) | |||
'''Syrakus''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Hipparinos Tyrann Hipparinos (353-351)] <br />Die Herrschaft des Hipparinos dauert zwei Jahre, bis er stirbt; der Überlieferung nach wird er ermordet. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Nysaios_von_Syrakus '''Tyrann Nysaios (351-347)'''] <br />Nysaios, um 385 geboren und Sohn des Tyrannen Dionysios I. und dessen Ehefrau Aristomache, tritt als Bruder und Nachfolger des verstorbenen Hipparinos die Herrschaft in Syrakus an. Die Überlieferung charakterisiert Nysaios als schwachen Herrscher, dem Neigung zu Alkoholmissbrauch nachgesagt wird. Während Nysaios in Syrakus regiert, hält Dionysios II. an seinem Herrschaftsanspruch über das syrakusanische Reich fest. Von Lokroi aus versucht Dionysios, einen Rest seines früheren Machtbereichs in Unteritalien und auf Sizilien – mehrere Städte im ehemaligen syrakusanischen Einflussgebiet – zu behaupten. | |||
*[[-347#GRIECHEN | Fortsetzung 347]] [[Kategorie:Syrakus]] | |||
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'''Epirus''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Arybbas_(Epirus) König Arybbas (370-343/342)] <br /> | |||
'''Makedonien''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_II._(Makedonien) König Philipp II. (359–336)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_der_Gro%C3%9Fe Prinz Alexander (5)] <br /> | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Lyppeius Regent Lyppeion (Paionien, 359/8–335)] | |||
[http://de.wikipedia.org/wiki/Dritter_Heiliger_Krieg Dritter Heiliger Krieg (356–346)] | |||
*Nach Phayllos’ Tod wird Phalaikos, der Sohn des Onomarchos, phokischer Stratege, steht aber zunächst unter der Vormundschaft des Feldherrn Mnaseas. Mnaseas fällt bald bei einem nächtlichen Angriff der Boioter, woraufhin Phalaikos das Oberkommando übernimmt, bei einem Reitergefecht in der Nähe von Chaironeia eine Niederlage erleidet, Chaironeia kurzzeitig einnimmt, sich vor einer heraneilenden thebanischen Armee wieder zurückzieht und daraufhin einen boiotischen Plünderungszug nach Phokis erlebt. Währenddessen kämpfen phokische Kontingente auf dem Peloponnes in den Auseinandersetzungen zwischen Sparta und Megalopolis und nehmen an einer Schlacht bei Orneai teil. | |||
*[[-350#GRIECHEN | Fortsetzung 350]] [[Kategorie:Dritter Heiliger Krieg]] | |||
'''Athen''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon (76)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles (35)] <br /> | |||
*Auf der Halbinsel Chersones kommt es zu Kämpfen zwischen den Athenern unter Charidemos und den Makedoniern. Auch Selymbria ist mit Athen verbündet. | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/First_Philippic '''Erste Philippika'''] <br />Der athenische Staatsmann und Redner Demosthenes hält zwischen 351 und 350 seine Erste Philippische Rede gegen Philipp II. von Makedon. Schon seit 357, als Philipp Amphipolis besetzt, befindet sich Athen formell im Kriegszustand mit dem makedonischen König. 352 hat Demosthenes Philipp in einer Rede als schlimmsten Feind seiner Stadt bezeichnet, und 351 warnt er scharf vor jenen in Athen, die Philipp unterschätzen und betont, er sei ebenso gefährlich wie der König von Persien. Das Hauptthema der Ersten Philippika ist ständige Bereitschaft. Demosthenes greift Philipp wegen dessen Eroberungen von Pydna, Potidaia und Methone an und beklagt den Verlust dieser zuvor unabhängigen Städte, die nun unter makedonischer Kontrolle stehen. Er fordert die Athener auf, "die Unverschämtheit dieses Mannes zu züchtigen", ruft zu aktivem Widerstand auf und verlangt, dass die Bürgerschaft sich ernsthaft auf den Krieg vorbereitet und große Anstrengungen aufbringt. In diesem Zusammenhang schlägt er eine Reform der theôrischen Kasse vor, also der staatlichen Mittel, mit denen arme Athener den Besuch dramatischer Festspiele finanziert bekommen. Unter dem einflussreichen Politiker Eubulos gilt ein Gesetz, das die Umwidmung öffentlicher Gelder – einschließlich der theorika – für kleinere militärische Unternehmungen stark erschwert. Demosthenes versucht die Bürger zu überzeugen, dass ihre Niederlagen nicht bloß auf äußeres Pech, sondern auf eigene Fehler und auf Philipps militärische Fähigkeiten zurückgehen. Er lehnt den vorherrschenden Einsatz von Söldnern im athenischen Heer ab; stattdessen fordert er die Schaffung einer beweglichen Streitmacht aus Bürgern, die dauerhaft im makedonischen Gebiet bleibt und Philipps Armee durch ständige Angriffe zermürbt. Er drängt dazu, fünfzig Schiffe auszurüsten, die sofort auslaufen sollen, einschließlich Transportmöglichkeiten für die Soldaten. Damit will er erreichen, dass Athen auf plötzliche Angriffe auf Thermopylen, die Chersones (das Gebiet der heutigen Krim) und Olynthos von allen Seiten vorbereitet ist. In der Rede spricht Demosthenes seine Zuhörer mit großer Dringlichkeit und Emotionalität an. Er warnt, Philipp sei machthungrig, auf Expansion ausgerichtet und werde nicht von selbst Halt machen. Demosthenes schildert Philipp als einen Herrscher, der "sich mit seinen bisherigen Erwerbungen nicht zufriedengeben kann, sondern ständig weitere Eroberungen anstrebt und uns, während wir untätig und unentschlossen dasitzen, von allen Seiten in seine Netze einschließt". Für Demosthenes bedeutet dies, dass die Athener, wenn sie passiv bleiben, schließlich besiegt werden und unter Philipps Herrschaft geraten. Zugleich zeigt sich in der Rede eine deutliche Voreingenommenheit gegenüber den Makedonen insgesamt. Demosthenes empfindet es nicht nur als Bedrohung, sondern als grundsätzliche Verfehlung, "dass ein Mann aus Makedonien die Athener besiegt und Griechenland Gesetze vorschreibt". Trotz des leidenschaftlichen, eindringlichen Vortrags folgt die Volksversammlung in Athen seinen Vorstellungen offenbar nicht vollständig und hält eher an begrenzten, konventionellen militärischen Maßnahmen fest. Dadurch sieht sich Demosthenes gezwungen, ähnliche Argumente später in den Olynthischen Reden erneut vorzubringen | |||
*[[-347#GRIECHEN | Fortsetzung 347]] [[Kategorie:Athen]] | |||
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'''Sparta''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Cleomenes_II König der Agiaden: Kleomenes II. (370–309)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Archidamos_III. König der Eurypontiden: Archidamos III. (359/358–338)] <br /> | |||
'''Bosporanisches Reich''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Leucon_I König Leukon I. (389–349)] <br /> | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Gorgippus König Gorgippos (389–349)] <br /> | |||
'''Bithynien''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Bas_(Bithynien) Regent Bas (376-326)] <br /> | |||
'''Salamis''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Evagoras_II König Euagoras II. (361–351)] <br />Um 351 führt seine pro-persische Politik zu einem Volksaufstand, den sein Neffe Pnytagoras anführt. Euagoras wird durch diesen Aufstand gestürzt, und Pnytagoras folgt ihm als König von Salamis nach. Euagoras flieht nach seinem Sturz an den persischen Hof. König Artaxerxes III. überträgt ihm nach der Niederschlagung der Rebellion des Tennes die Regierung der phönizischen Stadt Sidon. Die Verwaltung von Sidon durch Euagoras ist so schlecht, dass ihn die Bevölkerung nach drei Jahren, im Jahr 346 aus der Stadt vertreibt. Die Bewohner rufen einen Nachkommen der alten königlichen Linie, Abdashtart II., als neuen König von Sidon. Euagoras flieht daraufhin nach Zypern zurück, wo er verhaftet und schließlich hingerichtet wird. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Pnytagoras_(K%C3%B6nig) '''König Pnytagoras (351–331)'''] <br />Pnytagoras kommt in Salamis auf Zypern an die Macht, nachdem er seinen Halbonkel Euagoras gestürt hat. | |||
*[[-345#GRIECHEN | Fortsetzung 345]] [[Kategorie:Salamis]] | |||
==ODRYSEN== | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Amadocus_II König Amadokos II. (360-351)] <br />In den 350er Jahren steigt Philipp II von Makedonien zur dominierenden Macht in Nordgriechenland auf und beginnt, systematisch Einfluss in Thrakien zu gewinnen. Philipp betrachtet die Zersplitterung des odrysischen Reiches als Gelegenheit, die thrakischen Königreiche nacheinander zu schwächen und zu unterwerfen. Er schließt ein Bündnis mit Amadokos II, um Kersebleptes unter Druck zu setzen und dessen Macht im Osten zu brechen. Der makedonische König marschiert gemeinsam mit Amadokos II. gegen Kersebleptes und belagert dessen Residenz Heraion Teichos, wodurch Kersebleptes gezwungen wird, Ansprüche auf große Teile des thrakischen Chersones aufzugeben und einen Sohn als Geisel zu stellen. Nachdem Kersebleptes eingeschränkt ist, wendet sich Philipp gegen die übrigen thrakischen Teilkönige und ordnet das Machtgefüge neu. In diesem Zusammenhang setzt Philipp Amadokos ab und ersetzt ihn durch Teres II., der als sein Nachfolger in Mittelthrakien regiert. Nach seiner Absetzung verschwindet Amadokos weitgehend aus den erzählenden Quellen, sodass über sein späteres Leben nichts Sicheres bekannt ist. | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Teres_II '''König Teres II. (351–341)'''] <br />Teres gilt im Allgemeinen als Sohn des Amadokos II., wobei sich diese Annahme vor allem aus der dynastischen Abfolge und aus Münztypen ergibt. Wahrscheinlich stützt eine Inschrift auf einer Silberschale aus Braničevo in Nordostbulgarien diese Deutung, die "Tērēs, (Sohn) des Amatokos" nennt. | |||
*[[-347#ODRYSEN | Fortsetzung 347]] [[Kategorie:Odrysen]] | |||
==ACHÄMENIDENREICH== | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Artaxerxes_III. Großkönig Artaxerxes III. (358–338)] <br />Um 351 plant Artaxerxes einen Einfall in Ägypten, doch liegen dazu keine zeitgenössischen Belege vor. Aristoteles berichtet eine Episode, in der Alexander einen Fluss umlenken will, nachdem er von Krokodilen erfährt, doch bleibt unklar, ob sich dies auf den Nil oder den Indus bezieht; Danielle Bonneau hält es für möglich, dass diese Anekdote eigentlich Artaxerxes und seine Ägyptenpläne betrifft. Eine oft postulierte direkte Reaktion auf die Ägyptenpläne in Form phönizischer Satrapenaufstände ist nicht zeitgenössisch belegt und bleibt Annahme. Die Auflehnung von Tabnit (griechisch Tennes), dem Herrscher von Sidon, kann auch Folge der hohen Tribute sein, die er an Artaxerxes zu leisten hat. Ein Bruchstück der babylonischen Chronik berichtet für das 14. Regierungsjahr des Ochos: Im Monat Tašritu (Oktober 345) kommen Gefangene aus Sidon nach Babylon und Susa, und am 16. dieses Monats betreten einige Frauen aus Sidon den Palast des Königs. Die Aufstände in Phönizien, Syrien, Sidon und auf Zypern beginnen sicher einige Monate vor Oktober 345, möglicherweise bereits 346, während Mazaios und Belesys II. den Auftrag erhalten, sie niederzuschlagen, da Artaxerxesmit der Vorbereitung eines Feldzuges gegen Ägypten beschäftigt ist. Datierungen, die diese Satrapenrevolten über mehrere Jahre von 351 bis 346 ansetzen, gelten als unwahrscheinlich. Der von Diodor behauptete Zusammenhang zwischen einem persischen Aufmarsch gegen Ägypten im Jahr 351 und den späteren Revolten von 346 bis 345 sowie die von Isokrates angenommene Datierung der Unruhen auf 347 lassen sich nicht halten. | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Ariamnes Satrap Ariamnes (Nordkappadokien, 362-350)] <br /> | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Artemisia_II_of_Caria Satrap Artemisia II. (Karien, 353–351)] <br />Artemisia stirbt, nachdem sie etwa zwei Jahre lang über Karien regiert hat. | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Idrieus '''Satrap Idrieus (Karien, 351–344)'''] <br />Idrieus ist der zweite Sohn des Satrapen Hekatomnos von Karien. Er ist mit seiner Schwester Ada verheiratet und gehört damit der Dynastie der Hekatomniden an. Im Jahr 351 folgt Idrieus gemeinsam mit Ada auf den karischen Thron; Ada herrscht formell in untergeordneter Stellung, teilt aber von Beginn an seine Herrschaft und erscheint mit ihm auf dynastischen Porträts. Kurz nach seinem Regierungsantritt fordert Artaxerxes von Idrieus Schiffe und Truppen für die Eroberung von Zypern, und Idrieus kommt dieser Forderung bereitwillig nach. Idrieus stellt eine Flotte von 40 Trieren und ein Heer von 8000 Söldnern auf, die unter Euagoras und den athenischen Feldherrn Phokion nach Zypern entsandt werden; dies ist das einzige sicher überlieferte Ereignis seiner Regierung. Bis 346 verschlechtern sich die Beziehungen zwischen Idrieus und dem Großkönig, und es kommt offenbar zu offener Feindschaft. Trotz dieser Feindschaft bleibt Karia wohlhabend; Isokrates beschreibt Idrieus als einen der reichsten und mächtigsten Fürsten Asiens. In derselben Zeit fügt Idrieus seinen ererbten Besitzungen die wichtigen Inseln Chios, Kos und Rhodos hinzu. Karia erlebt unter seiner Herrschaft anhaltenden politischen Einfluss und wirtschaftlichen Aufschwung. Idrieus entfaltet eine rege Bautätigkeit in Halikarnassos und ist dort als Bauherr belegt. Er vollendet wahrscheinlich das Mausoleum, das Grab seines Bruders Mausolos, das von Artemisia II. begonnen und bei deren Tod unvollendet geblieben ist. In Labraunda setzt Idrieus die von Hekatomnos und Mausolos begonnene hellenisierende Bautätigkeit fort. Inschriften belegen, dass er den Zeus-Tempel, die südliche und östliche Toranlage (Propyläen) und das sogenannte "dorische Haus" (Oikos) stiftet. In seinen Weihinschriften bezeichnet sich Idrieus im Unterschied zu Mausolos als "Mylasan" und betont so seine lokalen Wurzeln. Einige dieser Widmungen entstehen möglicherweise noch vor seiner Satrapenherrschaft; vermutlich nutzen Idrieus und Ada den sogenannten "Andron A" in Labraunda als Residenz, solange Mausolos und Artemisia II. noch leben. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Mazaios '''Satrap Mazaios (Kilikien, 351-333?)'''] <br />Mazaios ist Angehöriger der hohen persischen Aristokratie und vermutlich Nachkomme des Hydarnes, weshalb er seinen ältesten Sohn später ebenfalls Hydarnes nennt. Unter Artaxerxes III. tritt Mazaios zunächst als Satrap von Kilikien auf und folgt dort Datames im Amt nach. Seine Stellung ist durch von ihm geprägte Münzen aus Tarsos und anderen kilikischen Städten belegt, und er genießt am achämenidischen Hof hohes Ansehen. 351/350 erscheint Mazaios erstmals in den erhaltenen Quellen, als er gemeinsam mit dem syrischen Satrapen Belesys II. den Auftrag erhält, den Aufstand der Phönizier unter König Tabnit (Tennes) von Sidon niederzuschlagen. Die Rebellion wird vom ägyptischen Pharao Nektanebos unterstützt, der 4000 griechische Söldner unter Mentor von Rhodos entsendet, und Mazaios sowie Belesys erleiden zunächst eine Niederlage gegen Mentors Truppen. Später zieht Artaxerxes III. persönlich mit einer starken Armee gegen Sidon, das ihm von Tennes verräterisch übergeben wird, und lässt Tennes trotz dessen Dienstes beseitigen. | |||
*[[-350#ACHÄMENIDENREICH | Fortsetzung 350]] [[Kategorie:Achämenidenreich]] | |||
==ÄGYPTEN== | |||
Spätzeit, 30. Dynastie | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Nektanebos_II. Pharao Nektanebos II. (359-341)] <br />Um 351 unternimmt das Achämenidenreich einen erneuten Eroberungsversuch, wird aber nach etwa einem Jahr Krieg von Nektanebo und seinen Bundesgenossen Diophantos von Athen und Lamios von Sparta geschlagen. Nach diesem Sieg wird Nektanebo als "göttlicher Falke" verehrt, und es entstehen Kulte zu seinen Ehren. | |||
*[[-345#ÄGYPTEN | Fortsetzung 345]] [[Kategorie:Aegypten]] | |||
==INDIEN== | |||
'''Anuradhapura''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Mutasiva König Mutasiva (367–307)] <br /> | |||
==CHINA== | |||
Zeit der Streitenden Reiche <br />(39./40. Zyklus - Jahr des Metall-Pferdes; am Beginn des Jahres Erde-Schlange) | |||
'''Qin''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Duke_Xiao_of_Qin Herzog Xiao (361-338)] <br />Shang Yang führt erneut Qin‑Truppen, belagert Guyang und nimmt die Stadt. In derselben Zeit schließen König Hui von Wei und Markgraf Cheng von Zhao ein Bündnis nahe dem Zhang‑Fluss, ziehen Weis Truppen von Handan ab und ermöglichen Wei, seine Kräfte wieder nach Westen gegen Qin zu konzentrieren, was zur Rückeroberung von Anyi und zur erneuten Belagerung von Guyang führt. | |||
*[[-350#CHINA | Fortsetzung 350]] [[Kategorie:Qin]] | |||
'''Zhou''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/King_Xian_of_Zhou König Xian (368–321)] <br /> | |||
'''Zhao''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Marquess_Cheng_of_Zhao Markgraf Cheng (374–350)] <br />Im vierundzwanzigsten Jahr seiner Herrschaft trifft Cheng sich mit König Hui von Wei am Zhang‑Fluss in der Nähe von Handan, um die neue Kräfteverteilung zu besiegeln. Cheng zwingt König Hui von Wei dort zu einem für Wei äußerst demütigenden Friedensvertrag, der die Rückgabe der besetzten Gebiete und die Anerkennung der gestärkten Position Zhaos in Nordchina festschreibt. | |||
*[[-350#CHINA | Fortsetzung 350]] [[Kategorie:Zhao]] | |||
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'''Wei''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/King_Hui_of_Wei Markgraf Hui (369–344)] <br /> | |||
'''Qi''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/King_Wei_of_Qi König Wei (356–320)] | |||
'''Chu''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/King_Xuan_of_Chu König Xuan (369–340)] <br /> | |||
==JAPAN== | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/K%C5%8Dan_(Tenn%C5%8D) Tennō Kōan (392-291)] <br /> | |||
==QUELLEN== | ==QUELLEN== | ||
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19.07.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt | 19.07.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt | ||
10.01.2026 Grundstock ergänzt | |||
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Aktuelle Version vom 13. Januar 2026, 09:18 Uhr
RÖMISCHE REPUBLIK
(ab urbe condita CDIII = 403)
- Konsul Gaius Sulpicius Peticus (5. Amtszeit)
Ende 352 ist Gaius Sulpicius Peticus erster Interrex; der zweite Interrex Marcus Fabius ermöglicht ihm, für 351 zum fünften Mal zum Konsul gewählt zu werden; Sulpicius übt dieses fünfte Konsulat gemeinsam mit Titus Quinctius Pennus Capitolinus Crispinus aus, der schon 361 als Diktator fungiert hat. In diesem letzten belegten Konsulatsjahr verwüstet Sulpicius das Gebiet der Tarquinienser erneut, zwingt sie damit zum Einlenken und gewährt ihnen einen 40‑jährigen Frieden, wodurch der Krieg beendet wird. In der späteren literarischen Tradition zählt Livius Sulpicius zu jenen römischen Feldherren, die sich Alexander dem Großen hypothetisch in den Weg stellen würden, falls dieser nach Italien vorstößt. Es fehlen jedoch explizite Quellenangaben dafür, dass Sulpicius zur Zeit von Alexanders Feldzügen gegen den Osten noch lebt, sodass diese Zuordnung als spekulativ erscheint. - Konsul Titus Quinctius Pennus Capitolinus Crispinus (2. Amtszeit)
Titus Quinctius Pennus Capitolinus Crispinus wird er erneut Konsul und zieht gegen die Falisker in den Krieg. Da er keinen ernsthaften Widerstand trifft, lässt er deren Gebiet verwüsten, indem er es niederbrennt und plündert. Nach seinen Konsulaten zieht er sich möglicherweise in eine Villa bei Tusculum zurück. - Erstmals wird das Amt des römischen Censors an einen Patrizier und einen Plebejer vergeben. Der Patrizier ist Gnaeus Manlius Capitolinus Imperiosus, der Plebejer Gaius Marcius Rutilus.
- Die Römische Republik erobert Etrurien/Tuszien, das in der Toskana gelegen ist.
- Fortsetzung 350
ILLYRER
GRIECHEN
(1./2. Jahr der 107. Olympiade)
Syrakus
- Tyrann Hipparinos (353-351)
Die Herrschaft des Hipparinos dauert zwei Jahre, bis er stirbt; der Überlieferung nach wird er ermordet. - Tyrann Nysaios (351-347)
Nysaios, um 385 geboren und Sohn des Tyrannen Dionysios I. und dessen Ehefrau Aristomache, tritt als Bruder und Nachfolger des verstorbenen Hipparinos die Herrschaft in Syrakus an. Die Überlieferung charakterisiert Nysaios als schwachen Herrscher, dem Neigung zu Alkoholmissbrauch nachgesagt wird. Während Nysaios in Syrakus regiert, hält Dionysios II. an seinem Herrschaftsanspruch über das syrakusanische Reich fest. Von Lokroi aus versucht Dionysios, einen Rest seines früheren Machtbereichs in Unteritalien und auf Sizilien – mehrere Städte im ehemaligen syrakusanischen Einflussgebiet – zu behaupten. - Fortsetzung 347
Epirus
Makedonien
Dritter Heiliger Krieg (356–346)
- Nach Phayllos’ Tod wird Phalaikos, der Sohn des Onomarchos, phokischer Stratege, steht aber zunächst unter der Vormundschaft des Feldherrn Mnaseas. Mnaseas fällt bald bei einem nächtlichen Angriff der Boioter, woraufhin Phalaikos das Oberkommando übernimmt, bei einem Reitergefecht in der Nähe von Chaironeia eine Niederlage erleidet, Chaironeia kurzzeitig einnimmt, sich vor einer heraneilenden thebanischen Armee wieder zurückzieht und daraufhin einen boiotischen Plünderungszug nach Phokis erlebt. Währenddessen kämpfen phokische Kontingente auf dem Peloponnes in den Auseinandersetzungen zwischen Sparta und Megalopolis und nehmen an einer Schlacht bei Orneai teil.
- Fortsetzung 350
Athen
- Platon (76)
- Aristoteles (35)
- Auf der Halbinsel Chersones kommt es zu Kämpfen zwischen den Athenern unter Charidemos und den Makedoniern. Auch Selymbria ist mit Athen verbündet.
- Erste Philippika
Der athenische Staatsmann und Redner Demosthenes hält zwischen 351 und 350 seine Erste Philippische Rede gegen Philipp II. von Makedon. Schon seit 357, als Philipp Amphipolis besetzt, befindet sich Athen formell im Kriegszustand mit dem makedonischen König. 352 hat Demosthenes Philipp in einer Rede als schlimmsten Feind seiner Stadt bezeichnet, und 351 warnt er scharf vor jenen in Athen, die Philipp unterschätzen und betont, er sei ebenso gefährlich wie der König von Persien. Das Hauptthema der Ersten Philippika ist ständige Bereitschaft. Demosthenes greift Philipp wegen dessen Eroberungen von Pydna, Potidaia und Methone an und beklagt den Verlust dieser zuvor unabhängigen Städte, die nun unter makedonischer Kontrolle stehen. Er fordert die Athener auf, "die Unverschämtheit dieses Mannes zu züchtigen", ruft zu aktivem Widerstand auf und verlangt, dass die Bürgerschaft sich ernsthaft auf den Krieg vorbereitet und große Anstrengungen aufbringt. In diesem Zusammenhang schlägt er eine Reform der theôrischen Kasse vor, also der staatlichen Mittel, mit denen arme Athener den Besuch dramatischer Festspiele finanziert bekommen. Unter dem einflussreichen Politiker Eubulos gilt ein Gesetz, das die Umwidmung öffentlicher Gelder – einschließlich der theorika – für kleinere militärische Unternehmungen stark erschwert. Demosthenes versucht die Bürger zu überzeugen, dass ihre Niederlagen nicht bloß auf äußeres Pech, sondern auf eigene Fehler und auf Philipps militärische Fähigkeiten zurückgehen. Er lehnt den vorherrschenden Einsatz von Söldnern im athenischen Heer ab; stattdessen fordert er die Schaffung einer beweglichen Streitmacht aus Bürgern, die dauerhaft im makedonischen Gebiet bleibt und Philipps Armee durch ständige Angriffe zermürbt. Er drängt dazu, fünfzig Schiffe auszurüsten, die sofort auslaufen sollen, einschließlich Transportmöglichkeiten für die Soldaten. Damit will er erreichen, dass Athen auf plötzliche Angriffe auf Thermopylen, die Chersones (das Gebiet der heutigen Krim) und Olynthos von allen Seiten vorbereitet ist. In der Rede spricht Demosthenes seine Zuhörer mit großer Dringlichkeit und Emotionalität an. Er warnt, Philipp sei machthungrig, auf Expansion ausgerichtet und werde nicht von selbst Halt machen. Demosthenes schildert Philipp als einen Herrscher, der "sich mit seinen bisherigen Erwerbungen nicht zufriedengeben kann, sondern ständig weitere Eroberungen anstrebt und uns, während wir untätig und unentschlossen dasitzen, von allen Seiten in seine Netze einschließt". Für Demosthenes bedeutet dies, dass die Athener, wenn sie passiv bleiben, schließlich besiegt werden und unter Philipps Herrschaft geraten. Zugleich zeigt sich in der Rede eine deutliche Voreingenommenheit gegenüber den Makedonen insgesamt. Demosthenes empfindet es nicht nur als Bedrohung, sondern als grundsätzliche Verfehlung, "dass ein Mann aus Makedonien die Athener besiegt und Griechenland Gesetze vorschreibt". Trotz des leidenschaftlichen, eindringlichen Vortrags folgt die Volksversammlung in Athen seinen Vorstellungen offenbar nicht vollständig und hält eher an begrenzten, konventionellen militärischen Maßnahmen fest. Dadurch sieht sich Demosthenes gezwungen, ähnliche Argumente später in den Olynthischen Reden erneut vorzubringen - Fortsetzung 347
Sparta
Bosporanisches Reich
Bithynien
Salamis
- König Euagoras II. (361–351)
Um 351 führt seine pro-persische Politik zu einem Volksaufstand, den sein Neffe Pnytagoras anführt. Euagoras wird durch diesen Aufstand gestürzt, und Pnytagoras folgt ihm als König von Salamis nach. Euagoras flieht nach seinem Sturz an den persischen Hof. König Artaxerxes III. überträgt ihm nach der Niederschlagung der Rebellion des Tennes die Regierung der phönizischen Stadt Sidon. Die Verwaltung von Sidon durch Euagoras ist so schlecht, dass ihn die Bevölkerung nach drei Jahren, im Jahr 346 aus der Stadt vertreibt. Die Bewohner rufen einen Nachkommen der alten königlichen Linie, Abdashtart II., als neuen König von Sidon. Euagoras flieht daraufhin nach Zypern zurück, wo er verhaftet und schließlich hingerichtet wird. - König Pnytagoras (351–331)
Pnytagoras kommt in Salamis auf Zypern an die Macht, nachdem er seinen Halbonkel Euagoras gestürt hat. - Fortsetzung 345
ODRYSEN
- König Amadokos II. (360-351)
In den 350er Jahren steigt Philipp II von Makedonien zur dominierenden Macht in Nordgriechenland auf und beginnt, systematisch Einfluss in Thrakien zu gewinnen. Philipp betrachtet die Zersplitterung des odrysischen Reiches als Gelegenheit, die thrakischen Königreiche nacheinander zu schwächen und zu unterwerfen. Er schließt ein Bündnis mit Amadokos II, um Kersebleptes unter Druck zu setzen und dessen Macht im Osten zu brechen. Der makedonische König marschiert gemeinsam mit Amadokos II. gegen Kersebleptes und belagert dessen Residenz Heraion Teichos, wodurch Kersebleptes gezwungen wird, Ansprüche auf große Teile des thrakischen Chersones aufzugeben und einen Sohn als Geisel zu stellen. Nachdem Kersebleptes eingeschränkt ist, wendet sich Philipp gegen die übrigen thrakischen Teilkönige und ordnet das Machtgefüge neu. In diesem Zusammenhang setzt Philipp Amadokos ab und ersetzt ihn durch Teres II., der als sein Nachfolger in Mittelthrakien regiert. Nach seiner Absetzung verschwindet Amadokos weitgehend aus den erzählenden Quellen, sodass über sein späteres Leben nichts Sicheres bekannt ist. - König Teres II. (351–341)
Teres gilt im Allgemeinen als Sohn des Amadokos II., wobei sich diese Annahme vor allem aus der dynastischen Abfolge und aus Münztypen ergibt. Wahrscheinlich stützt eine Inschrift auf einer Silberschale aus Braničevo in Nordostbulgarien diese Deutung, die "Tērēs, (Sohn) des Amatokos" nennt. - Fortsetzung 347
ACHÄMENIDENREICH
- Großkönig Artaxerxes III. (358–338)
Um 351 plant Artaxerxes einen Einfall in Ägypten, doch liegen dazu keine zeitgenössischen Belege vor. Aristoteles berichtet eine Episode, in der Alexander einen Fluss umlenken will, nachdem er von Krokodilen erfährt, doch bleibt unklar, ob sich dies auf den Nil oder den Indus bezieht; Danielle Bonneau hält es für möglich, dass diese Anekdote eigentlich Artaxerxes und seine Ägyptenpläne betrifft. Eine oft postulierte direkte Reaktion auf die Ägyptenpläne in Form phönizischer Satrapenaufstände ist nicht zeitgenössisch belegt und bleibt Annahme. Die Auflehnung von Tabnit (griechisch Tennes), dem Herrscher von Sidon, kann auch Folge der hohen Tribute sein, die er an Artaxerxes zu leisten hat. Ein Bruchstück der babylonischen Chronik berichtet für das 14. Regierungsjahr des Ochos: Im Monat Tašritu (Oktober 345) kommen Gefangene aus Sidon nach Babylon und Susa, und am 16. dieses Monats betreten einige Frauen aus Sidon den Palast des Königs. Die Aufstände in Phönizien, Syrien, Sidon und auf Zypern beginnen sicher einige Monate vor Oktober 345, möglicherweise bereits 346, während Mazaios und Belesys II. den Auftrag erhalten, sie niederzuschlagen, da Artaxerxesmit der Vorbereitung eines Feldzuges gegen Ägypten beschäftigt ist. Datierungen, die diese Satrapenrevolten über mehrere Jahre von 351 bis 346 ansetzen, gelten als unwahrscheinlich. Der von Diodor behauptete Zusammenhang zwischen einem persischen Aufmarsch gegen Ägypten im Jahr 351 und den späteren Revolten von 346 bis 345 sowie die von Isokrates angenommene Datierung der Unruhen auf 347 lassen sich nicht halten. - Satrap Ariamnes (Nordkappadokien, 362-350)
- Satrap Artemisia II. (Karien, 353–351)
Artemisia stirbt, nachdem sie etwa zwei Jahre lang über Karien regiert hat. - Satrap Idrieus (Karien, 351–344)
Idrieus ist der zweite Sohn des Satrapen Hekatomnos von Karien. Er ist mit seiner Schwester Ada verheiratet und gehört damit der Dynastie der Hekatomniden an. Im Jahr 351 folgt Idrieus gemeinsam mit Ada auf den karischen Thron; Ada herrscht formell in untergeordneter Stellung, teilt aber von Beginn an seine Herrschaft und erscheint mit ihm auf dynastischen Porträts. Kurz nach seinem Regierungsantritt fordert Artaxerxes von Idrieus Schiffe und Truppen für die Eroberung von Zypern, und Idrieus kommt dieser Forderung bereitwillig nach. Idrieus stellt eine Flotte von 40 Trieren und ein Heer von 8000 Söldnern auf, die unter Euagoras und den athenischen Feldherrn Phokion nach Zypern entsandt werden; dies ist das einzige sicher überlieferte Ereignis seiner Regierung. Bis 346 verschlechtern sich die Beziehungen zwischen Idrieus und dem Großkönig, und es kommt offenbar zu offener Feindschaft. Trotz dieser Feindschaft bleibt Karia wohlhabend; Isokrates beschreibt Idrieus als einen der reichsten und mächtigsten Fürsten Asiens. In derselben Zeit fügt Idrieus seinen ererbten Besitzungen die wichtigen Inseln Chios, Kos und Rhodos hinzu. Karia erlebt unter seiner Herrschaft anhaltenden politischen Einfluss und wirtschaftlichen Aufschwung. Idrieus entfaltet eine rege Bautätigkeit in Halikarnassos und ist dort als Bauherr belegt. Er vollendet wahrscheinlich das Mausoleum, das Grab seines Bruders Mausolos, das von Artemisia II. begonnen und bei deren Tod unvollendet geblieben ist. In Labraunda setzt Idrieus die von Hekatomnos und Mausolos begonnene hellenisierende Bautätigkeit fort. Inschriften belegen, dass er den Zeus-Tempel, die südliche und östliche Toranlage (Propyläen) und das sogenannte "dorische Haus" (Oikos) stiftet. In seinen Weihinschriften bezeichnet sich Idrieus im Unterschied zu Mausolos als "Mylasan" und betont so seine lokalen Wurzeln. Einige dieser Widmungen entstehen möglicherweise noch vor seiner Satrapenherrschaft; vermutlich nutzen Idrieus und Ada den sogenannten "Andron A" in Labraunda als Residenz, solange Mausolos und Artemisia II. noch leben. - Satrap Mazaios (Kilikien, 351-333?)
Mazaios ist Angehöriger der hohen persischen Aristokratie und vermutlich Nachkomme des Hydarnes, weshalb er seinen ältesten Sohn später ebenfalls Hydarnes nennt. Unter Artaxerxes III. tritt Mazaios zunächst als Satrap von Kilikien auf und folgt dort Datames im Amt nach. Seine Stellung ist durch von ihm geprägte Münzen aus Tarsos und anderen kilikischen Städten belegt, und er genießt am achämenidischen Hof hohes Ansehen. 351/350 erscheint Mazaios erstmals in den erhaltenen Quellen, als er gemeinsam mit dem syrischen Satrapen Belesys II. den Auftrag erhält, den Aufstand der Phönizier unter König Tabnit (Tennes) von Sidon niederzuschlagen. Die Rebellion wird vom ägyptischen Pharao Nektanebos unterstützt, der 4000 griechische Söldner unter Mentor von Rhodos entsendet, und Mazaios sowie Belesys erleiden zunächst eine Niederlage gegen Mentors Truppen. Später zieht Artaxerxes III. persönlich mit einer starken Armee gegen Sidon, das ihm von Tennes verräterisch übergeben wird, und lässt Tennes trotz dessen Dienstes beseitigen. - Fortsetzung 350
ÄGYPTEN
Spätzeit, 30. Dynastie
- Pharao Nektanebos II. (359-341)
Um 351 unternimmt das Achämenidenreich einen erneuten Eroberungsversuch, wird aber nach etwa einem Jahr Krieg von Nektanebo und seinen Bundesgenossen Diophantos von Athen und Lamios von Sparta geschlagen. Nach diesem Sieg wird Nektanebo als "göttlicher Falke" verehrt, und es entstehen Kulte zu seinen Ehren. - Fortsetzung 345
INDIEN
Anuradhapura
CHINA
Zeit der Streitenden Reiche
(39./40. Zyklus - Jahr des Metall-Pferdes; am Beginn des Jahres Erde-Schlange)
Qin
- Herzog Xiao (361-338)
Shang Yang führt erneut Qin‑Truppen, belagert Guyang und nimmt die Stadt. In derselben Zeit schließen König Hui von Wei und Markgraf Cheng von Zhao ein Bündnis nahe dem Zhang‑Fluss, ziehen Weis Truppen von Handan ab und ermöglichen Wei, seine Kräfte wieder nach Westen gegen Qin zu konzentrieren, was zur Rückeroberung von Anyi und zur erneuten Belagerung von Guyang führt. - Fortsetzung 350
Zhou
Zhao
- Markgraf Cheng (374–350)
Im vierundzwanzigsten Jahr seiner Herrschaft trifft Cheng sich mit König Hui von Wei am Zhang‑Fluss in der Nähe von Handan, um die neue Kräfteverteilung zu besiegeln. Cheng zwingt König Hui von Wei dort zu einem für Wei äußerst demütigenden Friedensvertrag, der die Rückgabe der besetzten Gebiete und die Anerkennung der gestärkten Position Zhaos in Nordchina festschreibt. - Fortsetzung 350
Wei
Qi
Chu
JAPAN
QUELLEN
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19.07.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt
10.01.2026 Grundstock ergänzt