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(ab urbe condita DXLVII = 547)
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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gaius_Claudius_Nero '''Konsul Gaius Claudius Nero (Römische Republik)''']
*Nach dem Tod beider Konsuln des Vorjahres hat Titus Manlius Torquatus die Wahlen für dieses Jahr durchgeführt. Fabius wird diesmal nicht wieder Konsul, da mit Gaius Claudius Nero bereits ein patrizischer Kandidat gesetzt ist und Marcus Livius Salinator den zweiten Platz erhält. Salinator weist eine Mahnung des Fabius zu zurückhaltender Kriegsführung schroff zurück, was die zunehmende Abkehr des Senats von der defensiven Strategie verdeutlicht.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Livius_Salinator '''Konsul Marcus Livius Salinator''']
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gaius_Claudius_Nero '''Konsul Gaius Claudius Nero'''] <br />Im Vorjahr sind beide amtierenden Konsuln, Marcus Claudius Marcellus und Titus Quinctius Crispinus, in einem Hinterhalt gefallen. Der Senat betrachtet Gaius Claudius Nero in dieser Situation als herausragenden Kandidaten für das Konsulat. Seine Erfahrung im Kampf gegen Hasdrubal – der inzwischen aus Spanien nach Norden marschiert – erscheint als entscheidendes Argument, auch wenn Nero nach seiner Wahl zunächst nicht direkt gegen Hasdrubal entsandt wird. Zusätzlich unterstützt seine relative politische Unabhängigkeit seine Popularität, da er weder mit Marcellus noch mit Crispinus eng verbunden ist, deren Misserfolge den Wunsch nach einem Kurswechsel im Krieg verstärken; Fabius Maximus selbst, ein Freund der Verstorbenen, scheidet aus, weil nicht zwei Patrizier zugleich Konsul werden dürfen. Der Historiker Livius zeichnet Nero als energischen, vorwärtsdrängenden Charakter, "heftiger", als es die Lage des Krieges gegen Hannibal eigentlich zulässt, und betont, dass man ihn daher mit einem "kühlen und vorsichtigen Kollegen" ausbalancieren müsse. Dieser Kollege wird Marcus Livius Salinator, bereits 219 Konsul gewesen, der jedoch nach einer Verurteilung im Jahr 218 aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen ist. Zwischen Nero und Livius besteht offene Feindschaft, denn Livius war einst angeklagt, Kriegsbeute falsch verteilt zu haben, und Nero hat in diesem Prozess als Belastungszeuge gegen ihn ausgesagt. Beide Konsulatsbewerbungen wirken im Rückblick erstaunlich: Nero ist in Spanien von Scipio abgelöst worden, nachdem Hasdrubal ihm entwischt ist, und Livius kehrt widerwillig in die Politik zurück; erst ihr gemeinsamer Erfolg bei der Metaurus‑Schlacht wird ihre Stellung in der römischen Erinnerung auf Dauer festigen. <br />Die Schlacht am Metaurus bildet den Höhepunkt von Neros Laufbahn und einen Wendepunkt im Zweiten Punischen Krieg. Nachdem Publius Cornelius Scipio seit 210 in Spanien offensiv gegen Karthago vorgeht und Hasdrubal 208 bei Baecula zum Rückzug gezwungen hat, setzt Hasdrubal seinen Weg über die Alpen nach Italien fort, um sich mit seinem Bruder Hannibal zu vereinigen. Nero kommandiert als Konsul das südliche römische Heer, das Hannibal in Süditalien beobachtet, während Marcus Livius Salinator mit einem anderen Konsularheer im Norden agiert, um Hasdrubal aufzufangen. Hasdrubal schickt Boten mit detaillierten Anweisungen zu einem Treffpunkt an Hannibal; diese Nachrichten fallen jedoch den Römern in die Hände und geben ihnen einen Einblick in die geplante Vereinigung der Brüder. Nero, der in relativer Nähe zu Hannibals Lager steht, erkennt die strategische Chance, die sich aus der Kenntnis von Hasdrubals Marschplan ergibt, und trifft eine eigenmächtige Entscheidung: Er löst einen Teil seines Heeres – etwa 6000 Infanteristen und 1000 Reiter aus insgesamt ungefähr 45'000 Mann – aus der Front gegenüber Hannibal heraus, lässt den Großteil zur Beobachtung zurück und bricht mit dem kleinen, ausgewählten Kontingent zu einem schnellen Marsch nach Norden auf. Ohne den Senat zu konsultieren und entgegen dem Grundsatz, dass Konsuln ihre ihnen zugewiesene Front nicht eigenmächtig verlassen dürfen, legt Nero eine außergewöhnliche Marschleistung hin und erreicht in der Nacht das Lager seines Kollegen Livius nahe dem Fluss Metaurus. Hasdrubal erkennt anhand der gesteigerten Geräusche und Signale, dass nun zwei Konsuln mit vereinten Kräften vor ihm stehen, und versucht daraufhin, sich zurückzuziehen, um erneut Verbindung zu Hannibal zu suchen. Die vereinigten römischen Heere nehmen die Verfolgung auf und zwingen Hasdrubal schließlich am Südufer des angeschwollenen Metaurus zum Kampf, da ein geordneter Rückzug über den Fluss nicht mehr möglich ist. In der entscheidenden Schlacht führt Marcus Livius den römischen linken Flügel, während Nero das Kommando über den rechten Flügel übernimmt. Das Gelände auf Neros Seite ist jedoch durch eine Schlucht oder einen unwegsamen Einschnitt so zerklüftet, dass er seine Truppen zunächst nicht wirkungsvoll gegen die karthagische Front zum Einsatz bringen kann. Anstatt in dieser misslichen Position frontal anzurennen, entscheidet sich Nero zu einem riskanten, aber genialen Schachzug: Er lässt seine Soldaten hinter der römischen Schlachtlinie quer verlegen, um plötzlich im Rücken der karthagischen Kräfte aufzutauchen. Durch dieses Manöver geraten Hasdrubals Truppen unter Druck von vorn durch Livius und von hinten durch Nero, was die Ordnung der Karthager zusammenbrechen lässt; antike Schilderungen sprechen von zehntausenden gefallenen Feinden und zeichnen die Schlacht als vollständige Katastrophe für Hasdrubal. Polybios hebt ausdrücklich hervor, dass der Kampf in dem Moment nicht mehr ausgeglichen ist, in dem Nero mit seinen Truppen auf das karthagische Hintertreffen stößt. Hasdrubal kämpft laut Polybius tapfer bis zuletzt und fällt im Gefecht, wodurch die Hoffnung auf eine Vereinigung mit Hannibal endgültig erlischt. Nach dem Sieg lässt Nero Hasdrubals Kopf bergen und befiehlt, ihn vor den Vorposten von Hannibals Lager werfen zu lassen, sodass Hannibal den Tod seines Bruders auf grausame Weise bestätigt sieht. Die Nachricht vom Sieg am Metaurus löst in Rom einen kaum zu beschreibenden Gefühlssturm aus, da man nicht nur ein starkes karthagisches Heer vernichtet, sondern auch die drohende Vereinigung der beiden Brüder verhindert. Der Senat verfügt einen dreitägigen öffentlichen Dankgottesdienst, um die Rettung der römischen Heere und die Vernichtung des feindlichen Feldherrn zu feiern. Nero und Livius erhalten gemeinsam den Triumph, doch während Livius im traditionellen Viergespann in die Stadt einfährt, muss sich Nero mit der geringeren Ehrung einer Ovatio begnügen und zieht nur auf einem einzelnen Pferd ein. Der spätere Historiker Livius betont, dass Nero selbst dann in Erinnerung bliebe, wenn er zu Fuß heimgekehrt wäre – sei es wegen der Größe seines Sieges oder wegen der Geringschätzung, mit der er äußere Ehren behandelt –, doch moderne Bewertung weist darauf hin, dass solche Wertungen durch die augustäische Zeit und die Nähe der kaiserlichen Familie zur Linie der Claudii Nerones eingefärbt sein können. Zur Kriegsbeute gehören 300'000 Sesterzen und 80'000 Bronze-Asse; Nero verspricht seinen Soldaten dieselbe Geldzuwendung von 56 Assen pro Mann, die auch Livius seinen Truppen gewährt. Die Schlacht bleibt in der römischen Erinnerung lebendig, wie das Lobgedicht des Horaz in den Oden (4,4) zeigt, das die Claudier – und damit indirekt Nero – für ihren Anteil an diesem entscheidenden Sieg preist.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Livius_Salinator Konsul Marcus Livius Salinator (2. Amtszeit)] <br />Marcus Livius Salinator wird nach 219 erneut zum Konsul gewählt, diesmal zusammen mit Gaius Claudius Nero. Salinator und Gaius Claudius Nero gemeinsam römische Truppen gegen Hasdrubal, den Bruder Hannibals. In der Schlacht am Metaurus besiegen sie die anrückenden Truppen Hasdrubals entscheidend. Noch in diesem Jahr übernimmt Salinator das Amt des Diktators zur Durchführung der Wahlen. In den folgenden Jahren wirkt er als Prokonsul in Etrurien und in Oberitalien.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Lucius_Veturius_Philo_(Konsul_206_v._Chr.) Legat Lucius Veturius Philo (2. Amtszeit)] <br />Veturius Philo nimmt als Legat des Konsuls Marcus Livius Salinator an der Schlacht am Metaurus und zeichnet sich dabei offenbar besonders aus, denn er wird ausdrücklich gelobt. Zunächst erfüllt er jedoch einen ehrenvollen Auftrag: Gemeinsam mit Publius Licinius Varus und [http://de.wikipedia.org/wiki/Quintus_Caecilius_Metellus_(Konsul_206_v._Chr.) Quintus Caecilius Metellus] reist er nach Rom, um dem Senat den Sieg über Hasdrubal zu melden. Die drei Gesandten bahnen sich durch die jubelnden Menschenmassen ihren Weg ins Forum und in den Senat; dort verliest Veturius die Siegesnachricht, worauf der Senat eine dreitägige Dankfeier beschließt. Veturius tritt danach vor das Volk, verliest den offiziellen Bericht und fügt erklärende Erläuterungen hinzu. Mehrere Reiter aus dem Heer des Gaius Claudius Nero preisen Metellus und Veturius Philo wegen ihres Verhaltens im Feldzug und fordern das Volk auf, beide im nächsten Jahr zu Konsuln zu wählen. Diese Empfehlung wird von den Konsuln  Gaius Claudius Nero und Marcus Livius Salinator unterstützt, die den "Mut und die Treue" ihrer Legaten hervorheben. Salinator, der für die Abhaltung der Wahlen zum Diktator ernannt ist, macht Quintus Caecilius Metellus zu seinem magister equitum und kündigt zugleich an, er werde im kommenden Jahr Konsul sein.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Valerius_Laevinus Prokonsul Marcus Valerius Laevinus (Sizilien, 209-206)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Sulpicius_Galba_Maximus Prokonsul Publius Sulpicius Galba Maximus (210-206)] <br />Mangels römischer Verstärkungen und wegen der Kriegsmüdigkeit der Griechen kann Galba 207 und 206 keine weiteren größeren Unternehmungen ausführen. Er versucht, einen Frieden zwischen Aitolern und Philipp zu verhindern, überredet den Senat 206, 10'000 Fußsoldaten und 1000 Reiter nach Griechenland zu entsenden, doch bringt sein Nachfolger Publius Sempronius Tuditanus diese Truppen erst 205, als die Aitoler bereits Frieden geschlossen haben.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Cornelius_Scipio_Africanus Publius Cornelius Scipio, später Africanus] <br />Scipio versucht, das Heer des Mago Barkas zu stellen, doch Mago entzieht sich einer großen Entscheidungsschlacht durch raschen Rückzug. Während dieser Operationen gerät ein junger numidischer Adliger namens Massiva, ein Neffe des ostnumidischen Königs Massinissa, in römische Hände; Scipio behandelt ihn ritterlich, lässt ihn gut versorgen und schickt ihn zu seinem Onkel zurück, der sich dafür erkenntlich zeigt, wodurch die Grundlage für eine langfristige Verbindung zu Massinissa entsteht. Im gleichen Jahr erneuert Scipio das Bündnis mit dem westnumidischen König Syphax, indem er ihn besucht und die Beziehungen zwischen Rom und den Numidern stärkt, was für die künftigen Operationen in Afrika von großer Bedeutung sein wird.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Punischer_Krieg Zweiter Punischer Krieg (218-201)] <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Grumentum '''Schlacht von Grumentum'''] <br />Die Römer besiegen die Karthager in der Schlacht von Grumentum. <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_am_Metaurus '''Schlacht am Metaurus'''] <br />Die Römer besiegen Hasdrubal, Hannibals Bruder, in der Schlacht am Metaurus. Hasdrubal fällt, eine karthagische Verstärkung für Hannibal bleibt aus. <br />Hannibal zieht sich nach Bruttium zurück.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Punischer_Krieg Zweiter Punischer Krieg (218-201)] <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Grumentum '''Schlacht von Grumentum'''] <br />Die Römer besiegen die Karthager in der Schlacht von Grumentum. <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_am_Metaurus '''Schlacht am Metaurus'''] <br />Die Römer besiegen Hasdrubal, Hannibals Bruder, in der Schlacht am Metaurus. Hasdrubal fällt, eine karthagische Verstärkung für Hannibal bleibt aus. <br />Hannibal zieht sich nach Bruttium zurück.
*[[-206#RÖMISCHE_REPUBLIK | Fortsetzung 206]]
*[[-206#RÖMISCHE_REPUBLIK | Fortsetzung 206]] [[Kategorie:Römische Republik]]


*'''209:''' In Spanien wendet sich das Blatt: Publius Cornelius Scipio (später "Africanus") erobert 209 v. Chr. die karthagische Hauptstadt Neu-Karthago. Nach weiteren Siegen verlässt Karthago faktisch die iberische Halbinsel [[-207#RÖMISCHE_REPUBLIK | Fortsetzung 207]]
==ILLYRER==
*'''211:''' Rom erobert Capua zurück
 
*'''212:''' Syrakus auf Sizilien fällt nach langer Belagerung an Rom
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Scerdilaidas König Scerdilaidas (218–206)] <br />
*'''215–212:''' Hannibal gewinnt weitere Verbündete in Süditalien, darunter Capua und Teile Apuliens. Rom bleibt jedoch standhaft, setzt auf Belagerungen und Rückeroberungen.
*'''216:''' 2. August: Schlacht von Cannae. Hannibal gelingt ein vernichtender Sieg über die zahlenmäßig überlegenen Römer. Rom verliert bis zu 50.000 Mann in einer einzigen Schlacht
*'''217:''' Hannibal siegt am Trasimenischen See. Die Römer erleiden schwere Verluste. Rom setzt Quintus Fabius Maximus als Diktator ein, der auf eine Taktik des "Zermürbungskriegs" (Fabius-Strategie) setzt
*'''218:''' Rom erklärt Karthago den Krieg. Hannibal überschreitet mit seinem Heer den Fluss Ebro, durchquert die Pyrenäen und Südfrankreich, überquert die Rhône und schließlich die Alpen. Nur ein Teil seines Heeres und wenige Elefanten erreichen Italien. Erste Gefechte in Norditalien: Sieg Hannibals bei Ticinus und Trebia gegen römische Truppen
*'''219:''' Hannibal belagert und zerstört Saguntum, eine mit Rom verbündete Stadt südlich des Ebro. Dies gilt als unmittelbarer Auslöser des Krieges


==GRIECHEN==
==GRIECHEN==
(1./2. Jahr der 143. Olympiade)
(1./2. Jahr der 143. Olympiade)
'''Illyrien'''
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Scerdilaidas König Scerdilaidas (218–206)] <br />
*'''208:''' Scerdilaidas und sein Sohn Pleuratus erobern Lissus und Umgebung von Makedonien zurück [[-206#GRIECHEN | Fortsetzung 206]]
*'''211:''' Scerdilaidas verbündet sich mit den Aetolern und Rom gegen Makedonien
*'''214–210:''' Philipp V. versucht, Südillyrien zu erobern und dringt mehrfach in das Ardiaei-Reich ein
*'''216:''' Rom sendet Scerdilaidas Unterstützung (10 Schiffe), was Philipp V. zum Rückzug veranlasst
*'''217:''' Scerdilaidas wendet sich gegen Philipp V. von Makedonien, erobert makedonische Schiffe und greift Grenzstädte an
*'''218:''' Scerdilaidas wird König der Ardiaei (offizieller Regierungsantritt)
*'''219:''' Der künftige König Scerdilaidas wird von Philipp V. von Makedonien als Söldner angeworben, wechselt aber bald die Seiten, als die Aetoler ihm versprochene Beute verweigern
*'''220:''' Der künftige König Scerdilaidas unternimmt gemeinsam mit Demetrius von Pharos einen Seezug südlich von Lissus mit 90 Schiffen und beteiligt sich an Überfällen auf die Peloponnes und später an Aktionen mit den Aetolern gegen Achaea
*'''229:''' Nach der Niederlage Teutas gegen Rom und deren Flucht wird Scerdilaidas Herrscher über Teile des Ardiaei-Reiches, zunächst ohne Königstitel (diesen erhält er erst im Jahr 218)
*'''231–228:''' Unter Königin Teuta (Regentin für Pinnes) wird Scerdilaidas (wahrscheinlich Bruder oder Cousin von König Agron der Ardiaei) als erfolgreicher Feldherr bekannt. Er führt Truppen nach Epirus und nimmt an der Eroberung von Phoenice teil


'''Makedonien'''
'''Makedonien'''
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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_V._(Makedonien) König Philipp V. (221–179)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_V._(Makedonien) König Philipp V. (221–179)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Makedonisch-R%C3%B6mische_Kriege Erster Makedonisch-Römischer Krieg (215-205)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Makedonisch-R%C3%B6mische_Kriege Erster Makedonisch-Römischer Krieg (215-205)] <br />
*'''209:''' Erster Makedonischer Krieg: Ein Einfall der Dardaner bedroht Philipp, der jedoch durch ein Bündnis mit Bithynien Entlastung erhält [[-206#GRIECHEN | Fortsetzung 206]]
*'''211–210:''' Erster Makedonischer Krieg: Die römisch-griechische Koalition gewinnt auf See die Oberhand, während Philipp zu Lande einige Erfolge erzielt. Attalos I. von Pergamon wird aktiv, aber Philipp kann sich behaupten
*'''212:''' Erster Makedonischer Krieg: Rom verbündet sich mit den Aitoliern, traditionellen Feinden Philipps, um die makedonische Expansion einzudämmen. Weitere griechische Mächte wie Pergamon und Elis schließen sich dem Bündnis gegen Philipp an
*'''214–213:''' Erster Makedonischer Krieg: Philipp startet militärische Aktionen gegen illyrische Städte und erobert 213 v. Chr. die Stadt Lissos an der Adriaküste
*'''215–205:''' Erster Makedonischer Krieg: Philipp verbündet sich mit Hannibal während des Zweiten Punischen Kriegs gegen Rom, um Gebietsgewinne in Illyrien zu erzielen [[-205#GRIECHEN | Fortsetzung 205]]
*'''220–217:''' Bundesgenossenkrieg (Sozialkrieg): Philipp verteidigt erfolgreich die makedonische Hegemonie in Griechenland gegen verschiedene griechische Mittelmächte
*'''221:''' Philipp V. wird nach dem Tod seines Stiefvaters und Großonkels Antigonos III. Doson König von Makedonien
*'''221:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Antigonos_III._Doson König Antigonos III. Doson (229–221)]
*'''238:''' Geburt Philipps V. aus dem Haus der Antigoniden, Sohn von Demetrios II. und Chryseis


'''Sparta'''
'''Sparta'''
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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Nabis_(Sparta) '''Regent Nabis (207-199)'''] <br />Nabis wird zunächst als Regent für den minderjährigen König Pelops eingesetzt. Nach dessen Tod übernimmt er selbst die Königswürde in Sparta und ist damit der letzte unabhängige spartanische König. Er führt die Reformen seines Vorgängers Kleomenes III. fort, darunter die Befreiung von Heloten (bzw. Sklaven) und die Stärkung der königlichen Macht. Er schafft das traditionelle spartanische Doppelkönigtum ab, entmachtet die Gerusia (Ältestenrat) und passt seine Herrschaftsform dem hellenistischen Monarchentum an. Er fördert wirtschaftliche Modernisierung, den Fernhandel und das Kreditwesen und gründet neue Orte. Nabis steht im ständigen Konflikt mit dem Achaiischen Bund, schließt aber wechselnde Bündnisse mit Philipp V. von Makedonien und den Römern
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Nabis_(Sparta) '''Regent Nabis (207-199)'''] <br />Nabis wird zunächst als Regent für den minderjährigen König Pelops eingesetzt. Nach dessen Tod übernimmt er selbst die Königswürde in Sparta und ist damit der letzte unabhängige spartanische König. Er führt die Reformen seines Vorgängers Kleomenes III. fort, darunter die Befreiung von Heloten (bzw. Sklaven) und die Stärkung der königlichen Macht. Er schafft das traditionelle spartanische Doppelkönigtum ab, entmachtet die Gerusia (Ältestenrat) und passt seine Herrschaftsform dem hellenistischen Monarchentum an. Er fördert wirtschaftliche Modernisierung, den Fernhandel und das Kreditwesen und gründet neue Orte. Nabis steht im ständigen Konflikt mit dem Achaiischen Bund, schließt aber wechselnde Bündnisse mit Philipp V. von Makedonien und den Römern
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Pelops_of_Sparta König Pelops (211-199)] <br />
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Pelops_of_Sparta König Pelops (211-199)] <br />
*[[-200#GRIECHEN | Fortsetzung 200]]
*[[-200#GRIECHEN | Fortsetzung 200]] [[Kategorie:Sparta]]


*'''211:''' Nach dem Tod seines Vaters Lykourgos im Jahr 210/211 wird Pelops als Säugling König. Da er noch ein Kind ist, wird die Regentschaft zunächst von Machanidas übernommen [[-207#GRIECHEN | Fortsetzung 207]]
'''Bosporanisches Reich'''
*'''211:''' Machanidas ergreift die Macht in Sparta und wird Tyrann. Seine Herkunft ist unklar; er stammt möglicherweise aus einer Gruppe tarentinischer Söldner im Dienst Spartas. 211–207: Machanidas regiert als Tyrann, hebt das Ephorat auf und herrscht unumschränkt. Er steht im Konflikt mit den Nachbarn, insbesondere dem Achäischen Bund und Argos
 
*'''211:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Lykurgos_(K%C3%B6nig_von_Sparta) König Lykurgos (219-211)]
*[http://fr.wikipedia.org/wiki/Hygiainon König Hygiaenon (um 220-200)] <br />


'''Pergamon'''
'''Pergamon'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Attalos_I. König Attalos I. (241–197)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Attalos_I. König Attalos I. (241–197)] <br />
*'''210:''' Eroberung der Insel Aigina, die fortan als Operationsbasis in Griechenland dient [[-205#GRIECHEN | Fortsetzung 205]]
*'''215:''' Beteiligung am Ersten Makedonischen Krieg (215–205 v. Chr.) als Verbündeter Roms und der Ätoler gegen Philipp V. von Makedonie
*'''ab ca. 219:'''
*'''ca. 223–21:''' Seleukos III. und später Achaios versuchen, die verlorenen Gebiete zurückzugewinnen. Achaios kann Pergamon nicht einnehmen, wird aber später von Antiochos III. besiegt und hingerichtet. Pergamon bleibt unabhängig, verliert jedoch die meisten territorialen Zugewinne wieder an die SeleukidenAttalos wendet sich nach Westen und schließt ein Bündnis mit dem Ätolischen Bund in Griechenland
*'''ca. 238–228:''' Kämpfe gegen die Galater und den Seleukiden Antiochos Hierax, der sich mit den Galatern verbündet hatte. Attalos siegt in mehreren Schlachten, zuletzt 228 v. Chr. in Karien, und gewinnt große Teile Kleinasiens nördlich des Taurusgebirges
*'''ca. 240:''' Attalos I. erringt einen entscheidenden Sieg über die Galater (keltische Stämme in Kleinasien), verweigert als erster Herrscher Pergamons den Tributzahlungen und nimmt daraufhin den Königstitel sowie den Beinamen „Soter“ („Retter“) an.
*'''241:''' Tod von Eumenes I.; Attalos I. übernimmt im Alter von etwa 28 Jahren die Herrschaft über Pergamon. Errichtung von Siegesdenkmälern in Pergamon, darunter wahrscheinlich die Statue des Sterbenden Galliers
*'''269:''' Geburt des Attalos I.


'''Pontos'''
'''Pontos'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Mithridates_III._(Pontos) König Mithridates III. (220–185)]
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Mithridates_III._(Pontos) König Mithridates III. (220–185)]
*'''220:''' Mithridates III. ist der vierte König von Pontos. Seine Existenz und Regierungszeit sind in den klassischen literarischen Quellen nicht direkt belegt, sondern werden erst aus numismatischen Funden und Hinweisen bei Plutarch und Appian erschlossen. Er ist der erste König von Pontos, der Münzen mit seinem eigenen Bildnis prägen lässt. Es ist unklar, ob er oder bereits sein Vorgänger einen erfolglosen Versuch zur Einnahme der Stadt Sinope unterommen hat (um 220). Die genaue Datierung seiner Herrschaft schwankt in der Forschung zwischen 220–185 und 210–190. [[-185#GRIECHEN | Fortsetzung 185]]
*'''220:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Mithridates_II._(Pontos) König König Mithridates II. (256/250–220)]


'''Bithynien'''
'''Bithynien'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Prusias_I. König Prusias I. (228–182)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Prusias_I. König Prusias I. (228–182)] <br />
*'''215:''' Während des Ersten makedonisch-römischen Kriegs ist Prusias mit König Philipp V. gegen Pergamon verbündet. Er erweitert das Gebiet Bithyniens in einer Serie von Kriegen gegen den pergamenischen König Attalos I. und gegen Herakleia Pontike am Schwarzen Meer. [[-202#GRIECHEN | Fortsetzung 202]]
*'''216:''' Sieg über die Aigosagen (keltischer Stamm)
*'''220:''' Krieg gegen Byzantion; Eroberung und später Rückgabe asiatischer Gebiete
*'''227:''' Unterstützung für Rhodos nach einem Erdbeben
*'''228:''' Thronbesteigung als Nachfolger seines Vaters Ziaela; im Verlauf seiner Regierung heiratet er Apame III., die Tochter von Demetrios II. von Makedonien und festigt damit die Allianz mit Makedonien.
*'''228:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Ziaelas König Ziaelas (254–228)]


'''Kappadokien'''
'''Kappadokien'''
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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Antiochos_III. König Antiochos III. (223–187)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Antiochos_III. König Antiochos III. (223–187)] <br />
*'''212–206:''' Ostfeldzug: Antiochos III. unterwirft Armenien, Parthien, Medien und Baktrien, dringt bis Indien vor. Er nimmt den persischen Titel "Großkönig" an [[-206#GRIECHEN | Fortsetzung 206]]
*'''213:''' Besiegt und tötet den Gegenkönig Achaios in Kleinasien
*'''ca. 218–217:''' Geburt von Seleukos IV. Philopator, Sohn des Antiochos III. und der Laodike von Pontos
*'''221–217:''' Vierter Syrischer Krieg gegen Ägypten (Ptolemäerreich); Niederlage in der Schlacht bei Raphia (217 v. Chr.) gegen Ptolemaios IV.
*'''222–220:''' Niederschlagung der Revolte der Satrapen Molon (Media) und Alexander (Persis)
*'''223:''' Thronbesteigung von Antiochos III. nach der Ermordung seines Bruders Seleukos III.
*'''223:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Seleukos_III. König Seleukos III. (226–223)]
*'''242:''' Geburt des Antiochos III., Sohn von Seleukos II. Kallinikos


'''Griechisch-Baktrisches Königreich'''
'''Griechisch-Baktrisches Königreich'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Euthydemos_I. König Euthydemos I. (235–200)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Euthydemos_I. König Euthydemos I. (235–200)] <br />
*'''208''' kam es zur Schlacht am Arius-Fluss, in der Euthydemos I. geschlagen wurde. Die Hauptstadt Baktra wurde etwa zwei Jahre lang belagert, doch Antiochos III. gelang es nicht, das Königreich zu erobern [[-206#GRIECHEN | Fortsetzung 206]]
*'''Um 209''' nutzten die Sogdier die Schwäche Baktriens während einer Belagerung, um sich unabhängig zu machen. Zwischen 209 und 206 führte der Seleukidenkönig Antiochos III. einen Feldzug gegen Baktrien, um das abtrünnige Königreich wieder in sein Reich einzugliedern
*'''235:''' Euthydemos I. stammte ursprünglich aus Magnesia, wobei die genaue Herkunftsstadt unklar bleibt. um 235 stürzte Euthydemos I. den vorherigen König Diodotos II. und begründete die Dynastie der Euthydemiden im griechisch-baktrischen Königreich. Euthydemos I. regierte von etwa 235 bis 200 v. Chr. über Baktrien. Während seiner Herrschaft war Baktrien ein bedeutendes hellenistisches Königreich mit einer makedonisch-griechischen Oberschicht


'''Ägypten'''
'''Ägypten'''
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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ptolemaios_IV. König Ptolemaios IV. (221-204)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ptolemaios_IV. König Ptolemaios IV. (221-204)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Arsino%C3%AB_III. Königin Arsinoë III. (220–204)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Arsino%C3%AB_III. Königin Arsinoë III. (220–204)] <br />
*'''210:''' 1006D Ptolemaios V. wird als Sohn von Ptolemaios IV. und Arsinoë III. geboren [[-206#GRIECHEN | Fortsetzung 206]]
*'''13. Juni 217:'''. Vierter Syrischer Krieg: Entscheidender Sieg der ptolemäischen Armee in der Schlacht von Raphia:, darunter erstmals viele einheimische Ägypter. - Oktober Friedensschluss: die Seleukiden behalten Seleucia, Ptolemaios behält Palästina und Phönizien. Nach dem Sieg von Raphia wachsen Selbstbewusstsein und Unruhe unter den ägyptischen Soldaten und im Land.
*'''220:''' Heirat von Ptolemaios IV. mit seiner Schwester Arsinoë III.
*'''221:''' Thronbesteigung (nach dem Tod seines Vaters Ptolemaios III.). Zu Beginn seiner Herrschaft werden unter Beteiligung seiner Minister zahlreiche Verwandte, darunter seine Mutter Berenike II., ermordet
*'''Mai/Juni 244:''' Geburt von Ptolemaios IV. (oder laut anderen Quellen um 245/240 v. Chr.)


==IBERIA==
==IBERIA==
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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Arsakes_II. Großkönig Arsakes II. (217–185)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Arsakes_II. Großkönig Arsakes II. (217–185)] <br />
*'''209:''' Niederlage gegen Antiochos III. (Seleukiden); Parthien wird von den Seleukiden zurückerobert, Hauptstadt Hekatompylos besetzt. Nach 209: Arsakes II. akzeptiert feudale Abhängigkeit von den Seleukiden und regiert Parthien und Hyrkanien als Vasall. [[-192#PARTHERREICH | Fortsetzung 192]]
*'''um 217:''' Thronbesteigung als Nachfolger seines Vaters Arsakes I.
*'''um 217:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Arsakes_I. Großkönig Arsakes I. (247–217)]
==MASSYLIER==
*'''213–206:''' Der künftige König Massinissa verbündet sich mit Karthago gegen Rom [[-206#MASSYLIER | Fortsetzung 206]]
*'''238:''' Geburt von Massinissa als Sohn des Massyler-Fürsten Gaia


==MASSÄSYLIER==
==MASSÄSYLIER==


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Syphax König Syphax (220-203)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Syphax König Syphax (220-203)] <br />
*'''213–208:''' Syphax sucht Kontakt zu Rom und wird zeitweise Verbündeter gegen Karthago [[-206#MASSÄSYLIER | Fortsetzung 206]]
*'''ab 218:''' Beginn des Zweiten Punischen Krieges; Syphax bleibt zunächst neutral
*'''220:''' Syphax wird König der Massäsylier (Westnumidien) mit Sitz in Cirta


==INDIEN==
==INDIEN==
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*[https://en.wikipedia.org/wiki/Shalishuka König Shalishuka (215-202)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Shalishuka König Shalishuka (215-202)] <br />
*'''um 215:''' Shalishuka wird Nachfolger seines Vaters Samprati als 6. König der Maurya-Dynastie. Shalishuka regiert das Maurya-Reich von Pataliputra (heute Patna, Bihar) aus. Das Maurya-Reich ist bereits deutlich geschrumpft. Die Zentralgewalt schwächelt, Provinzgouverneure erlangen mehr Autonomie. Shalishuka sieht sich mit inneren Rebellionen und äußeren Bedrohungen durch die Indo-Griechen konfrontiert, insbesondere im Nordwesten Indiens. Er fördert laut Yuga Purana (Gargi Samhita) den Jainismus, teils auch mit Gewalt. Er wird als „frohgemut, aber streitsüchtig“ beschrieben und als Herrscher mit „rechtem Wort, aber unrechtem Tun“ [[-202#INDIEN | Fortsetzung 202]]
*'''um 215:''' [http://en.wikipedia.org/wiki/Samprati König Samprati (224–215)]


'''Anuradhapura'''
'''Anuradhapura'''
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*[https://en.wikipedia.org/wiki/Asela_of_Anuradhapura König Asela (215-205)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Asela_of_Anuradhapura König Asela (215-205)] <br />


*'''215:''' Asela besiegt die Usurpatoren Sena und Guttika und stellt die Herrschaft der Vijaya-Dynastie wieder her. - 215–205: Asela regiert als König von Anuradhapura. Seine Regierungszeit ist geprägt vom Wiederaufbau der königlichen Autorität und der Festigung des Theravāda-Buddhismus [[-205#INDIEN | Fortsetzung 205]]
==XIONGNU==
*'''215:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Sena_and_Guttika Könige Sena and Guttika (237-215)]
 
*'''um 235:''' Geburt Ellalans im Chola-Königreich (Südindien)
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Modu_Chanyu Chanyu Mao-tun (209-174)] <br />


==CHINA==
==CHINA==
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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Qin_Er_Shi Kaiser Qin Er Shi (209-207)] <br />Das Qin-Reich ist militärisch und wirtschaftlich geschwächt. Zhao Gao fürchtet, vom Kaiser für die Niederlagen verantwortlich gemacht zu werden. Qin Er Shi wird von Zhao Gao und dessen Verbündeten zum Selbstmord gezwungen (Oktober)
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Qin_Er_Shi Kaiser Qin Er Shi (209-207)] <br />Das Qin-Reich ist militärisch und wirtschaftlich geschwächt. Zhao Gao fürchtet, vom Kaiser für die Niederlagen verantwortlich gemacht zu werden. Qin Er Shi wird von Zhao Gao und dessen Verbündeten zum Selbstmord gezwungen (Oktober)
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ziying '''Kaiser Ziying (207-206)'''] <br />Nach dem Sturz und Tod von Qin Er Shi besteigt Ziying als dritter und letzter Kaiser der Qin-Dynastie den Thron.  
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ziying '''Kaiser Ziying (207-206)'''] <br />Nach dem Sturz und Tod von Qin Er Shi besteigt Ziying als dritter und letzter Kaiser der Qin-Dynastie den Thron.  
*[[-206#CHINA | Fortsetzung 206]]
*[[-206#CHINA | Fortsetzung 206]] [[Kategorie:Qin-Dynastie]]
 
*'''209:''' Ying Huhai wird als Qin Er Shi (Zweiter Kaiser) auf den Thron gesetzt (je nach Quelle: 210 oder 209 v. Chr., historisch variabel; häufig wird 209–207 als Amtszeit angegeben). Dazexiang-Aufstand und zahlreiche weitere Rebellionen im gesamten Reich. Qin Er Shi ist politisch schwach und steht unter dem Einfluss von Zhao Gao und Li Si. 209–207: Fortgesetzte Aufstände, Militärniederlagen und innere Machtkämpfe. Zhao Gao gewinnt immer mehr Einfluss und lässt Minister und Prinzen hinrichten, die als Bedrohung gelten. Qin Er Shi führt weiterhin verschwenderische Bauprojekte durch und erhöht die Steuern
*'''210:''' Tod von Qin Shihuangdi während einer Inspektionsreise. Zhao Gao (Obereunuch) und Li Si (Kanzler) verschleiern den Tod des Kaisers und fälschen einen Erlass, der dem rechtmäßigen Erben Fusu (ältester Sohn) befiehlt, Selbstmord zu begehen.
*'''210:''' Geburt von Liu Ying, dem späteren Kaiser Han Huidi, als Sohn von Liu Bang (dem späteren Kaiser Han Gaozu) und Lü Zhi
*'''214:''' Der General Zhao Tuo wird Magistrat (ling) von Longchuan (heute Guangdong)
*'''219–214:''' Zhao Tuo nimmt an der Eroberung der Baiyue-Völker (Guangdong, Guangxi, Nordvietnam) als General der Qin teil
*'''222:''' Der Staat Zhao wird von Qin erobert; Zhao Tuo tritt in den Dienst der Qin
*'''230:''' Geburt von Ying Huhai, dem späteren Kaiser Qin Er Shi


==JAPAN==
==JAPAN==

Aktuelle Version vom 17. Februar 2026, 18:13 Uhr

-210 | -209 | -208 | -207 | -206 | -205 | -204

RÖMISCHE REPUBLIK

(ab urbe condita DXLVII = 547)

  • Nach dem Tod beider Konsuln des Vorjahres hat Titus Manlius Torquatus die Wahlen für dieses Jahr durchgeführt. Fabius wird diesmal nicht wieder Konsul, da mit Gaius Claudius Nero bereits ein patrizischer Kandidat gesetzt ist und Marcus Livius Salinator den zweiten Platz erhält. Salinator weist eine Mahnung des Fabius zu zurückhaltender Kriegsführung schroff zurück, was die zunehmende Abkehr des Senats von der defensiven Strategie verdeutlicht.
  • Konsul Gaius Claudius Nero
    Im Vorjahr sind beide amtierenden Konsuln, Marcus Claudius Marcellus und Titus Quinctius Crispinus, in einem Hinterhalt gefallen. Der Senat betrachtet Gaius Claudius Nero in dieser Situation als herausragenden Kandidaten für das Konsulat. Seine Erfahrung im Kampf gegen Hasdrubal – der inzwischen aus Spanien nach Norden marschiert – erscheint als entscheidendes Argument, auch wenn Nero nach seiner Wahl zunächst nicht direkt gegen Hasdrubal entsandt wird. Zusätzlich unterstützt seine relative politische Unabhängigkeit seine Popularität, da er weder mit Marcellus noch mit Crispinus eng verbunden ist, deren Misserfolge den Wunsch nach einem Kurswechsel im Krieg verstärken; Fabius Maximus selbst, ein Freund der Verstorbenen, scheidet aus, weil nicht zwei Patrizier zugleich Konsul werden dürfen. Der Historiker Livius zeichnet Nero als energischen, vorwärtsdrängenden Charakter, "heftiger", als es die Lage des Krieges gegen Hannibal eigentlich zulässt, und betont, dass man ihn daher mit einem "kühlen und vorsichtigen Kollegen" ausbalancieren müsse. Dieser Kollege wird Marcus Livius Salinator, bereits 219 Konsul gewesen, der jedoch nach einer Verurteilung im Jahr 218 aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen ist. Zwischen Nero und Livius besteht offene Feindschaft, denn Livius war einst angeklagt, Kriegsbeute falsch verteilt zu haben, und Nero hat in diesem Prozess als Belastungszeuge gegen ihn ausgesagt. Beide Konsulatsbewerbungen wirken im Rückblick erstaunlich: Nero ist in Spanien von Scipio abgelöst worden, nachdem Hasdrubal ihm entwischt ist, und Livius kehrt widerwillig in die Politik zurück; erst ihr gemeinsamer Erfolg bei der Metaurus‑Schlacht wird ihre Stellung in der römischen Erinnerung auf Dauer festigen.
    Die Schlacht am Metaurus bildet den Höhepunkt von Neros Laufbahn und einen Wendepunkt im Zweiten Punischen Krieg. Nachdem Publius Cornelius Scipio seit 210 in Spanien offensiv gegen Karthago vorgeht und Hasdrubal 208 bei Baecula zum Rückzug gezwungen hat, setzt Hasdrubal seinen Weg über die Alpen nach Italien fort, um sich mit seinem Bruder Hannibal zu vereinigen. Nero kommandiert als Konsul das südliche römische Heer, das Hannibal in Süditalien beobachtet, während Marcus Livius Salinator mit einem anderen Konsularheer im Norden agiert, um Hasdrubal aufzufangen. Hasdrubal schickt Boten mit detaillierten Anweisungen zu einem Treffpunkt an Hannibal; diese Nachrichten fallen jedoch den Römern in die Hände und geben ihnen einen Einblick in die geplante Vereinigung der Brüder. Nero, der in relativer Nähe zu Hannibals Lager steht, erkennt die strategische Chance, die sich aus der Kenntnis von Hasdrubals Marschplan ergibt, und trifft eine eigenmächtige Entscheidung: Er löst einen Teil seines Heeres – etwa 6000 Infanteristen und 1000 Reiter aus insgesamt ungefähr 45'000 Mann – aus der Front gegenüber Hannibal heraus, lässt den Großteil zur Beobachtung zurück und bricht mit dem kleinen, ausgewählten Kontingent zu einem schnellen Marsch nach Norden auf. Ohne den Senat zu konsultieren und entgegen dem Grundsatz, dass Konsuln ihre ihnen zugewiesene Front nicht eigenmächtig verlassen dürfen, legt Nero eine außergewöhnliche Marschleistung hin und erreicht in der Nacht das Lager seines Kollegen Livius nahe dem Fluss Metaurus. Hasdrubal erkennt anhand der gesteigerten Geräusche und Signale, dass nun zwei Konsuln mit vereinten Kräften vor ihm stehen, und versucht daraufhin, sich zurückzuziehen, um erneut Verbindung zu Hannibal zu suchen. Die vereinigten römischen Heere nehmen die Verfolgung auf und zwingen Hasdrubal schließlich am Südufer des angeschwollenen Metaurus zum Kampf, da ein geordneter Rückzug über den Fluss nicht mehr möglich ist. In der entscheidenden Schlacht führt Marcus Livius den römischen linken Flügel, während Nero das Kommando über den rechten Flügel übernimmt. Das Gelände auf Neros Seite ist jedoch durch eine Schlucht oder einen unwegsamen Einschnitt so zerklüftet, dass er seine Truppen zunächst nicht wirkungsvoll gegen die karthagische Front zum Einsatz bringen kann. Anstatt in dieser misslichen Position frontal anzurennen, entscheidet sich Nero zu einem riskanten, aber genialen Schachzug: Er lässt seine Soldaten hinter der römischen Schlachtlinie quer verlegen, um plötzlich im Rücken der karthagischen Kräfte aufzutauchen. Durch dieses Manöver geraten Hasdrubals Truppen unter Druck von vorn durch Livius und von hinten durch Nero, was die Ordnung der Karthager zusammenbrechen lässt; antike Schilderungen sprechen von zehntausenden gefallenen Feinden und zeichnen die Schlacht als vollständige Katastrophe für Hasdrubal. Polybios hebt ausdrücklich hervor, dass der Kampf in dem Moment nicht mehr ausgeglichen ist, in dem Nero mit seinen Truppen auf das karthagische Hintertreffen stößt. Hasdrubal kämpft laut Polybius tapfer bis zuletzt und fällt im Gefecht, wodurch die Hoffnung auf eine Vereinigung mit Hannibal endgültig erlischt. Nach dem Sieg lässt Nero Hasdrubals Kopf bergen und befiehlt, ihn vor den Vorposten von Hannibals Lager werfen zu lassen, sodass Hannibal den Tod seines Bruders auf grausame Weise bestätigt sieht. Die Nachricht vom Sieg am Metaurus löst in Rom einen kaum zu beschreibenden Gefühlssturm aus, da man nicht nur ein starkes karthagisches Heer vernichtet, sondern auch die drohende Vereinigung der beiden Brüder verhindert. Der Senat verfügt einen dreitägigen öffentlichen Dankgottesdienst, um die Rettung der römischen Heere und die Vernichtung des feindlichen Feldherrn zu feiern. Nero und Livius erhalten gemeinsam den Triumph, doch während Livius im traditionellen Viergespann in die Stadt einfährt, muss sich Nero mit der geringeren Ehrung einer Ovatio begnügen und zieht nur auf einem einzelnen Pferd ein. Der spätere Historiker Livius betont, dass Nero selbst dann in Erinnerung bliebe, wenn er zu Fuß heimgekehrt wäre – sei es wegen der Größe seines Sieges oder wegen der Geringschätzung, mit der er äußere Ehren behandelt –, doch moderne Bewertung weist darauf hin, dass solche Wertungen durch die augustäische Zeit und die Nähe der kaiserlichen Familie zur Linie der Claudii Nerones eingefärbt sein können. Zur Kriegsbeute gehören 300'000 Sesterzen und 80'000 Bronze-Asse; Nero verspricht seinen Soldaten dieselbe Geldzuwendung von 56 Assen pro Mann, die auch Livius seinen Truppen gewährt. Die Schlacht bleibt in der römischen Erinnerung lebendig, wie das Lobgedicht des Horaz in den Oden (4,4) zeigt, das die Claudier – und damit indirekt Nero – für ihren Anteil an diesem entscheidenden Sieg preist.
  • Konsul Marcus Livius Salinator (2. Amtszeit)
    Marcus Livius Salinator wird nach 219 erneut zum Konsul gewählt, diesmal zusammen mit Gaius Claudius Nero. Salinator und Gaius Claudius Nero gemeinsam römische Truppen gegen Hasdrubal, den Bruder Hannibals. In der Schlacht am Metaurus besiegen sie die anrückenden Truppen Hasdrubals entscheidend. Noch in diesem Jahr übernimmt Salinator das Amt des Diktators zur Durchführung der Wahlen. In den folgenden Jahren wirkt er als Prokonsul in Etrurien und in Oberitalien.
  • Legat Lucius Veturius Philo (2. Amtszeit)
    Veturius Philo nimmt als Legat des Konsuls Marcus Livius Salinator an der Schlacht am Metaurus und zeichnet sich dabei offenbar besonders aus, denn er wird ausdrücklich gelobt. Zunächst erfüllt er jedoch einen ehrenvollen Auftrag: Gemeinsam mit Publius Licinius Varus und Quintus Caecilius Metellus reist er nach Rom, um dem Senat den Sieg über Hasdrubal zu melden. Die drei Gesandten bahnen sich durch die jubelnden Menschenmassen ihren Weg ins Forum und in den Senat; dort verliest Veturius die Siegesnachricht, worauf der Senat eine dreitägige Dankfeier beschließt. Veturius tritt danach vor das Volk, verliest den offiziellen Bericht und fügt erklärende Erläuterungen hinzu. Mehrere Reiter aus dem Heer des Gaius Claudius Nero preisen Metellus und Veturius Philo wegen ihres Verhaltens im Feldzug und fordern das Volk auf, beide im nächsten Jahr zu Konsuln zu wählen. Diese Empfehlung wird von den Konsuln Gaius Claudius Nero und Marcus Livius Salinator unterstützt, die den "Mut und die Treue" ihrer Legaten hervorheben. Salinator, der für die Abhaltung der Wahlen zum Diktator ernannt ist, macht Quintus Caecilius Metellus zu seinem magister equitum und kündigt zugleich an, er werde im kommenden Jahr Konsul sein.
  • Prokonsul Marcus Valerius Laevinus (Sizilien, 209-206)
  • Prokonsul Publius Sulpicius Galba Maximus (210-206)
    Mangels römischer Verstärkungen und wegen der Kriegsmüdigkeit der Griechen kann Galba 207 und 206 keine weiteren größeren Unternehmungen ausführen. Er versucht, einen Frieden zwischen Aitolern und Philipp zu verhindern, überredet den Senat 206, 10'000 Fußsoldaten und 1000 Reiter nach Griechenland zu entsenden, doch bringt sein Nachfolger Publius Sempronius Tuditanus diese Truppen erst 205, als die Aitoler bereits Frieden geschlossen haben.
  • Publius Cornelius Scipio, später Africanus
    Scipio versucht, das Heer des Mago Barkas zu stellen, doch Mago entzieht sich einer großen Entscheidungsschlacht durch raschen Rückzug. Während dieser Operationen gerät ein junger numidischer Adliger namens Massiva, ein Neffe des ostnumidischen Königs Massinissa, in römische Hände; Scipio behandelt ihn ritterlich, lässt ihn gut versorgen und schickt ihn zu seinem Onkel zurück, der sich dafür erkenntlich zeigt, wodurch die Grundlage für eine langfristige Verbindung zu Massinissa entsteht. Im gleichen Jahr erneuert Scipio das Bündnis mit dem westnumidischen König Syphax, indem er ihn besucht und die Beziehungen zwischen Rom und den Numidern stärkt, was für die künftigen Operationen in Afrika von großer Bedeutung sein wird.
  • Zweiter Punischer Krieg (218-201)
    Schlacht von Grumentum
    Die Römer besiegen die Karthager in der Schlacht von Grumentum.
    Schlacht am Metaurus
    Die Römer besiegen Hasdrubal, Hannibals Bruder, in der Schlacht am Metaurus. Hasdrubal fällt, eine karthagische Verstärkung für Hannibal bleibt aus.
    Hannibal zieht sich nach Bruttium zurück.
  • Fortsetzung 206

ILLYRER

GRIECHEN

(1./2. Jahr der 143. Olympiade)

Makedonien

Sparta

  • Regent Machanidas (211-207)
    Machanidas plant einen Feldzug gegen Elis während der Friedensverhandlungen im Aitolischen Krieg. Der Feldzug scheitert durch das Eingreifen des makedonischen Königs Philipp V.. Machanidas wird von Philopoemen, dem Strategen des Achäischen Bundes, in der Schlacht bei Mantineia besiegt und getötet.
  • Regent Nabis (207-199)
    Nabis wird zunächst als Regent für den minderjährigen König Pelops eingesetzt. Nach dessen Tod übernimmt er selbst die Königswürde in Sparta und ist damit der letzte unabhängige spartanische König. Er führt die Reformen seines Vorgängers Kleomenes III. fort, darunter die Befreiung von Heloten (bzw. Sklaven) und die Stärkung der königlichen Macht. Er schafft das traditionelle spartanische Doppelkönigtum ab, entmachtet die Gerusia (Ältestenrat) und passt seine Herrschaftsform dem hellenistischen Monarchentum an. Er fördert wirtschaftliche Modernisierung, den Fernhandel und das Kreditwesen und gründet neue Orte. Nabis steht im ständigen Konflikt mit dem Achaiischen Bund, schließt aber wechselnde Bündnisse mit Philipp V. von Makedonien und den Römern
  • König Pelops (211-199)
  • Fortsetzung 200

Bosporanisches Reich

Pergamon

Pontos

Bithynien

Kappadokien

Seleukidenreich

Griechisch-Baktrisches Königreich

Ägypten

IBERIA

PARTHERREICH

(104/105)

MASSÄSYLIER

INDIEN

Maurya-Reich

Anuradhapura

XIONGNU

CHINA

(41/42. Zyklus - Jahr des Holz-Pferdes; am Beginn des Jahres Wasser-Schlange)

Qin-Dynastie

  • Kaiser Qin Er Shi (209-207)
    Das Qin-Reich ist militärisch und wirtschaftlich geschwächt. Zhao Gao fürchtet, vom Kaiser für die Niederlagen verantwortlich gemacht zu werden. Qin Er Shi wird von Zhao Gao und dessen Verbündeten zum Selbstmord gezwungen (Oktober)
  • Kaiser Ziying (207-206)
    Nach dem Sturz und Tod von Qin Er Shi besteigt Ziying als dritter und letzter Kaiser der Qin-Dynastie den Thron.
  • Fortsetzung 206

JAPAN

QUELLEN

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23.12.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt

20.06.2025 Grundstock ergänzt

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