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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Quintus_Fabius_Maximus_Verrucosus Konsul Quintus Fabius Maximus Verrucosus (5. Amtszeit)] <br />In den Konsulatskämpfen wirkt Fabius tatkräftig mit und erreicht schließlich zusammen mit Quintus Fulvius Flaccus seine Wahl; Fabius tritt sein fünftes Konsulat an und wird vom Zensor Publius Sempronius Tuditanus zum Princeps senatus ernannt, obwohl nach herkömmlichem Recht Titus Manlius Torquatus Anspruch auf diesen Rang hätte. Die Ernennung zum führenden Senator bestätigt erneut seinen außergewöhnlichen Einfluss. Im Krieg erhält er den Auftrag, die letzte bedeutende von den Puniern gehaltene Stadt in Italien, Tarent, zurückzuerobern.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Quintus_Fabius_Maximus_Verrucosus Konsul Quintus Fabius Maximus Verrucosus (5. Amtszeit)] <br />In den Konsulatskämpfen wirkt Fabius tatkräftig mit und erreicht schließlich zusammen mit Quintus Fulvius Flaccus seine Wahl; Fabius tritt sein fünftes Konsulat an und wird vom Zensor Publius Sempronius Tuditanus zum Princeps senatus ernannt, obwohl nach herkömmlichem Recht Titus Manlius Torquatus Anspruch auf diesen Rang hätte. Die Ernennung zum führenden Senator bestätigt erneut seinen außergewöhnlichen Einfluss. Im Krieg erhält er den Auftrag, die letzte bedeutende von den Puniern gehaltene Stadt in Italien, Tarent, zurückzuerobern.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Sulpicius_Galba_Maximus Prokonsul Publius Sulpicius Galba Maximus (210-206)] <br />Galba entsendet etwa tausend Mann seiner Flotte zur Unterstützung der Aitoler, die zusammen mit Hilfstruppen Attalos’ I. in der Schlacht von Lamia erfolglos gegen Philipp kämpfen, während Galba mit den übrigen Kräften in Naupaktos bleibt. Zur gleichen Zeit lässt er Dyme plündern und veranstaltet einen weiteren Raubzug im Ostteil des Achaiischen Bundes zwischen Sikyon und Korinth, wird aber bei der Rückkehr zu den Schiffen von Philipp überrascht und zum Rückzug nach Naupaktos gezwungen. Die Makedonen und Achaier fallen daraufhin in Elis ein, während Galba mit 4000 auf 15 Schiffen verteilten Soldaten nach Kyllene segelt, sich mit Aitolern und Eleiern vereint und in einem Gefecht Philipp V. mit seiner Reiterei in Gefahr bringt. Das Winterquartier bezieht er mit Attalos I. auf Ägina.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Sulpicius_Galba_Maximus Prokonsul Publius Sulpicius Galba Maximus (210-206)] <br />Galba entsendet etwa tausend Mann seiner Flotte zur Unterstützung der Aitoler, die zusammen mit Hilfstruppen Attalos’ I. in der Schlacht von Lamia erfolglos gegen Philipp kämpfen, während Galba mit den übrigen Kräften in Naupaktos bleibt. Zur gleichen Zeit lässt er Dyme plündern und veranstaltet einen weiteren Raubzug im Ostteil des Achaiischen Bundes zwischen Sikyon und Korinth, wird aber bei der Rückkehr zu den Schiffen von Philipp überrascht und zum Rückzug nach Naupaktos gezwungen. Die Makedonen und Achaier fallen daraufhin in Elis ein, während Galba mit 4000 auf 15 Schiffen verteilten Soldaten nach Kyllene segelt, sich mit Aitolern und Eleiern vereint und in einem Gefecht Philipp V. mit seiner Reiterei in Gefahr bringt. Das Winterquartier bezieht er mit Attalos I. auf Ägina.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Cornelius_Scipio_Africanus Publius Cornelius Scipio, später Africanus] <br />Scipio setzt den aus der Spionage gewonnenen Informationsvorsprung strategisch um und startet einen überraschenden Angriff auf Carthago Nova (das spätere Cartagena), den wichtigsten Hafen und Stützpunkt der Karthager in Spanien, den er erfolgreich einnimmt. Bei der anschließenden Plünderung der Stadt zeigt er laut Livius besondere Ritterlichkeit, indem er eine gefangene schöne junge Frau, die ihm als Kriegsbeute angeboten wird, an ihren Verlobten, den keltischen Stammesführer Allucius, mitsamt ihrem Lösegeld zurückgibt, wodurch er nicht nur moralische Größe demonstriert, sondern auch das Vertrauen der einheimischen Eliten gewinnt. Mit der Eroberung Carthago Novas kappt Scipio die direkte Verbindung zwischen Spanien und dem karthagischen Mutterland und verschafft Rom die Kontrolle über einen zentralen logistischer Knotenpunkt, während gleichwohl noch drei punische Heere in Hispania aktiv bleiben.
*Die Censoren Marcus Cornelius Cethegus und Publius Sempronius Tuditanus entscheiden über den neuen princeps senatus: Nach Tradition soll der ehemalige Konsul Titus Manlius Torquatus als ältester patrizischer ehemaliger Censor dieses Amt erhalten, doch Tuditanus setzt Quintus Fabius Maximus Cunctator durch; angeblich stimmt Manlius dieser Wahl zu
*Die Censoren Marcus Cornelius Cethegus und Publius Sempronius Tuditanus entscheiden über den neuen princeps senatus: Nach Tradition soll der ehemalige Konsul Titus Manlius Torquatus als ältester patrizischer ehemaliger Censor dieses Amt erhalten, doch Tuditanus setzt Quintus Fabius Maximus Cunctator durch; angeblich stimmt Manlius dieser Wahl zu
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Valerius_Laevinus Prokonsul Marcus Valerius Laevinus (Sizilien, 209-206)] <br />Nachdem er sich wegen der Auseinandersetzung um die Wahlleitung in Rom aufhält, kehrt der ehemalige Konsul Marcus Valerius Laevinus nach Sizilien zurück, wo er seit 209 als Prokonsul neben einem Prätor amtieren und sich besonders um die Landwirtschaft der Insel verdient machen soll. Nebenbei unternimmt er mit seiner Flotte mehrfach Überfälle auf die afrikanische Küste.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Valerius_Laevinus Prokonsul Marcus Valerius Laevinus (Sizilien, 209-206)] <br />Nachdem er sich wegen der Auseinandersetzung um die Wahlleitung in Rom aufhält, kehrt der ehemalige Konsul Marcus Valerius Laevinus nach Sizilien zurück, wo er seit 209 als Prokonsul neben einem Prätor amtieren und sich besonders um die Landwirtschaft der Insel verdient machen soll. Nebenbei unternimmt er mit seiner Flotte mehrfach Überfälle auf die afrikanische Küste.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Lucius_Veturius_Philo_(Konsul_206_v._Chr.) Prätor Veturius Philo] <br />Lucius Veturius Philo  ist als Praetor peregrinus für Rechtsstreitigkeiten zwischen römischen Bürgern und Nichtrömern zuständig und übernimmt damit eine zentrale Rolle in der Regulierung des Verkehrs zwischen Rom und der nichtbürgerlichen Bevölkerung. Gemäss Titus Livius erhält er gleichzeitig das militärische Kommando über Gallien, das zudem um ein weiteres Jahr verlängert wird, sodass er dort über zwei Legionen kommandiert. Der Althistoriker Tassilo Schmitt lehnt diese Verbindung von Praetur und gallischer Provinz als ungeschichtlich ab, während Hans Georg Gundel sie für historisch plausibel hält.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Lucius_Veturius_Philo_(Konsul_206_v._Chr.) Prätor Veturius Philo] <br />Lucius Veturius Philo  ist als Praetor peregrinus für Rechtsstreitigkeiten zwischen römischen Bürgern und Nichtrömern zuständig und übernimmt damit eine zentrale Rolle in der Regulierung des Verkehrs zwischen Rom und der nichtbürgerlichen Bevölkerung. Gemäss Titus Livius erhält er gleichzeitig das militärische Kommando über Gallien, das zudem um ein weiteres Jahr verlängert wird, sodass er dort über zwei Legionen kommandiert. Der Althistoriker Tassilo Schmitt lehnt diese Verbindung von Praetur und gallischer Provinz als ungeschichtlich ab, während Hans Georg Gundel sie für historisch plausibel hält.
*Gegen Ende 210 bestellt Rom den Diktator Quintus Fulvius Flaccus, um die Wahlen für das kommende Jahr abzuhalten. Fulvius Flaccus gestaltet den Wahlvorgang im Sinne des Marcellus, sodass [http://de.wikipedia.org/wiki/Titus_Quinctius_Crispinus Titus Quinctius Crispinus] als dessen Gefolgsmann 209 zum Prätor gewählt wird; er erhält das Oberkommando über die bei Capua stationierten Truppen. Welche konkreten Operationen er mit diesem Heer durchführt, ist den Quellen nicht zu entnehmen.
*Gegen Ende 210 bestellt Rom den Diktator Quintus Fulvius Flaccus, um die Wahlen für das kommende Jahr abzuhalten. Fulvius Flaccus gestaltet den Wahlvorgang im Sinne des Marcellus, sodass [http://de.wikipedia.org/wiki/Titus_Quinctius_Crispinus Titus Quinctius Crispinus] als dessen Gefolgsmann 209 zum Prätor gewählt wird; er erhält das Oberkommando über die bei Capua stationierten Truppen. Welche konkreten Operationen er mit diesem Heer durchführt, ist den Quellen nicht zu entnehmen.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Licinius_Crassus_Dives Publius Licinius Crassus Dives] <br />Crassus nutzt die anhaltende Leerstelle im Amt des Flamen Dialis, den Priester des Jupiters, den er 211 entlassen hat, um seine politische Gegnerstrategie weiterzuführen. Er zwingt den jungen und ehrgeizigen Patrizier Gaius Valerius Flaccus gegen dessen erklärten Willen, dieses belastende Priestertum zu übernehmen, und schiebt ihn damit weitgehend aus dem aktiven politischen Leben ab. Der Historiker Livius überliefert eine tendenziöse Interpretation, nach der Crassus angeblich aus sittlichem Erziehungswillen handelt, doch zeigt die Konstellation, dass er das Sakralrecht gezielt als politisches Instrument einsetzt.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Punischer_Krieg Zweiter Punischer Krieg (218-201)] <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Asculum '''Schlacht von Asculum'''] <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Zweite_Schlacht_von_Tarentum '''Zweite Schlacht von Tarentum'''] <br />Fabius rüstet sein Heer auf, während andere römische Feldherrn Hannibal binden, und beginnt dann die Belagerung von Tarent. Er entscheidet sich nicht für einen offenen Sturm, sondern nutzt geheime Verhandlungen mit bruttischen Truppen in tarentinischem Dienst und erreicht, dass ihm Verräter ein Stadttor öffnen. Nach der Einnahme lässt er jedoch die Verräter beseitigen, um die Umstände der Eroberung zu verschleiern, und veranlasst ein grausames Massaker sowie den Verkauf von etwa 30'000 Menschen in die Sklaverei. Die reiche Beute aus Tarent fließt teilweise in die Staatskasse und teilweise als Soldatenprämien, während Fabius zahlreiche Kunstwerke nach Rom bringt. Eine große Heraklesstatue des Lysippus stellt er demonstrativ neben seine eigene Reiterstatue auf dem Kapitol auf, um die mythische Abkunft der Fabier von Herakles zu unterstreichen; durch den Venus-Tempel am Kapitol spielt er zugleich auf Aeneas an. Riesige Götterbilder bleiben in Tarent, angeblich aus Respekt vor den lokalen Göttern, tatsächlich jedoch wegen praktischer Transportprobleme. Die spätere Erzählung, Hannibal versuche Fabius mit gefälschten Briefen über eine weitere Verrätereroberung Metaponts zu täuschen, gilt als unhistorisch. Ebenso ist unsicher, ob Fabius für Tarent einen Triumph feiert, da Livius dies nicht erwähnt und Marcellus trotz größerer Erfolge nur eine Ovatio erhält. Dennoch zählt die Wiedereroberung Tarents zu den wenigen unbestrittenen militärischen Erfolgen des Cunctator. <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_um_Neu_Karthago_(209_v._Chr.) '''Schlacht um Neu Karthago'''] <br />In Spanien wendet sich das Blatt: Publius Cornelius Scipio (später "Africanus") erobert 209 v. Chr. die karthagische Hauptstadt Neu-Karthago. Nach weiteren Siegen verlässt Karthago faktisch die iberische Halbinsel  
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Punischer_Krieg Zweiter Punischer Krieg (218-201)] <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Asculum '''Schlacht von Asculum'''] <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Zweite_Schlacht_von_Tarentum '''Zweite Schlacht von Tarentum'''] <br />Fabius rüstet sein Heer auf, während andere römische Feldherrn Hannibal binden, und beginnt dann die Belagerung von Tarent. Er entscheidet sich nicht für einen offenen Sturm, sondern nutzt geheime Verhandlungen mit bruttischen Truppen in tarentinischem Dienst und erreicht, dass ihm Verräter ein Stadttor öffnen. Nach der Einnahme lässt er jedoch die Verräter beseitigen, um die Umstände der Eroberung zu verschleiern, und veranlasst ein grausames Massaker sowie den Verkauf von etwa 30'000 Menschen in die Sklaverei. Die reiche Beute aus Tarent fließt teilweise in die Staatskasse und teilweise als Soldatenprämien, während Fabius zahlreiche Kunstwerke nach Rom bringt. Eine große Heraklesstatue des Lysippus stellt er demonstrativ neben seine eigene Reiterstatue auf dem Kapitol auf, um die mythische Abkunft der Fabier von Herakles zu unterstreichen; durch den Venus-Tempel am Kapitol spielt er zugleich auf Aeneas an. Riesige Götterbilder bleiben in Tarent, angeblich aus Respekt vor den lokalen Göttern, tatsächlich jedoch wegen praktischer Transportprobleme. Die spätere Erzählung, Hannibal versuche Fabius mit gefälschten Briefen über eine weitere Verrätereroberung Metaponts zu täuschen, gilt als unhistorisch. Ebenso ist unsicher, ob Fabius für Tarent einen Triumph feiert, da Livius dies nicht erwähnt und Marcellus trotz größerer Erfolge nur eine Ovatio erhält. Dennoch zählt die Wiedereroberung Tarents zu den wenigen unbestrittenen militärischen Erfolgen des Cunctator. <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_um_Neu_Karthago_(209_v._Chr.) '''Schlacht um Neu Karthago'''] <br />In Spanien wendet sich das Blatt: Publius Cornelius Scipio (später "Africanus") erobert 209 v. Chr. die karthagische Hauptstadt Neu-Karthago. Nach weiteren Siegen verlässt Karthago faktisch die iberische Halbinsel  
*[[-208#RÖMISCHE_REPUBLIK | Fortsetzung 208]] [[Kategorie:Römische Republik]]
*[[-208#RÖMISCHE_REPUBLIK | Fortsetzung 208]] [[Kategorie:Römische Republik]]

Aktuelle Version vom 17. Februar 2026, 20:50 Uhr

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RÖMISCHE REPUBLIK

(ab urbe condita DXLV = 545)

  • Konsul Quintus Fulvius Flaccus (4. Amtszeit)
    Quintus Fulvius Flaccus übernimmt zum vierten Mal das Konsulat und erhält die Provinzen Lukanien und Bruttium in Süditalien. Er zieht mit zwei Legionen in diese Regionen, die teilweise unter karthagischem Einfluss stehen, und führt dort systematisch Krieg gegen Hannibals Verbündete. Zahlreiche Gemeinden – darunter die Lukaner, die Hirpiner und die Bewohner von Volcei – ergeben sich ihm, und er behandelt die Kapitulierenden vergleichsweise milde. Diese milde Behandlung soll die Rückkehr der Gebiete in das römische Bündnissystem erleichtern und einen dauerhaften Frieden sichern. Seine Befugnisse in Süditalien werden für die Jahre 208 und 207 verlängert.
  • Konsul Quintus Fabius Maximus Verrucosus (5. Amtszeit)
    In den Konsulatskämpfen wirkt Fabius tatkräftig mit und erreicht schließlich zusammen mit Quintus Fulvius Flaccus seine Wahl; Fabius tritt sein fünftes Konsulat an und wird vom Zensor Publius Sempronius Tuditanus zum Princeps senatus ernannt, obwohl nach herkömmlichem Recht Titus Manlius Torquatus Anspruch auf diesen Rang hätte. Die Ernennung zum führenden Senator bestätigt erneut seinen außergewöhnlichen Einfluss. Im Krieg erhält er den Auftrag, die letzte bedeutende von den Puniern gehaltene Stadt in Italien, Tarent, zurückzuerobern.
  • Prokonsul Publius Sulpicius Galba Maximus (210-206)
    Galba entsendet etwa tausend Mann seiner Flotte zur Unterstützung der Aitoler, die zusammen mit Hilfstruppen Attalos’ I. in der Schlacht von Lamia erfolglos gegen Philipp kämpfen, während Galba mit den übrigen Kräften in Naupaktos bleibt. Zur gleichen Zeit lässt er Dyme plündern und veranstaltet einen weiteren Raubzug im Ostteil des Achaiischen Bundes zwischen Sikyon und Korinth, wird aber bei der Rückkehr zu den Schiffen von Philipp überrascht und zum Rückzug nach Naupaktos gezwungen. Die Makedonen und Achaier fallen daraufhin in Elis ein, während Galba mit 4000 auf 15 Schiffen verteilten Soldaten nach Kyllene segelt, sich mit Aitolern und Eleiern vereint und in einem Gefecht Philipp V. mit seiner Reiterei in Gefahr bringt. Das Winterquartier bezieht er mit Attalos I. auf Ägina.
  • Publius Cornelius Scipio, später Africanus
    Scipio setzt den aus der Spionage gewonnenen Informationsvorsprung strategisch um und startet einen überraschenden Angriff auf Carthago Nova (das spätere Cartagena), den wichtigsten Hafen und Stützpunkt der Karthager in Spanien, den er erfolgreich einnimmt. Bei der anschließenden Plünderung der Stadt zeigt er laut Livius besondere Ritterlichkeit, indem er eine gefangene schöne junge Frau, die ihm als Kriegsbeute angeboten wird, an ihren Verlobten, den keltischen Stammesführer Allucius, mitsamt ihrem Lösegeld zurückgibt, wodurch er nicht nur moralische Größe demonstriert, sondern auch das Vertrauen der einheimischen Eliten gewinnt. Mit der Eroberung Carthago Novas kappt Scipio die direkte Verbindung zwischen Spanien und dem karthagischen Mutterland und verschafft Rom die Kontrolle über einen zentralen logistischer Knotenpunkt, während gleichwohl noch drei punische Heere in Hispania aktiv bleiben.
  • Die Censoren Marcus Cornelius Cethegus und Publius Sempronius Tuditanus entscheiden über den neuen princeps senatus: Nach Tradition soll der ehemalige Konsul Titus Manlius Torquatus als ältester patrizischer ehemaliger Censor dieses Amt erhalten, doch Tuditanus setzt Quintus Fabius Maximus Cunctator durch; angeblich stimmt Manlius dieser Wahl zu
  • Prokonsul Marcus Valerius Laevinus (Sizilien, 209-206)
    Nachdem er sich wegen der Auseinandersetzung um die Wahlleitung in Rom aufhält, kehrt der ehemalige Konsul Marcus Valerius Laevinus nach Sizilien zurück, wo er seit 209 als Prokonsul neben einem Prätor amtieren und sich besonders um die Landwirtschaft der Insel verdient machen soll. Nebenbei unternimmt er mit seiner Flotte mehrfach Überfälle auf die afrikanische Küste.
  • Prätor Veturius Philo
    Lucius Veturius Philo ist als Praetor peregrinus für Rechtsstreitigkeiten zwischen römischen Bürgern und Nichtrömern zuständig und übernimmt damit eine zentrale Rolle in der Regulierung des Verkehrs zwischen Rom und der nichtbürgerlichen Bevölkerung. Gemäss Titus Livius erhält er gleichzeitig das militärische Kommando über Gallien, das zudem um ein weiteres Jahr verlängert wird, sodass er dort über zwei Legionen kommandiert. Der Althistoriker Tassilo Schmitt lehnt diese Verbindung von Praetur und gallischer Provinz als ungeschichtlich ab, während Hans Georg Gundel sie für historisch plausibel hält.
  • Gegen Ende 210 bestellt Rom den Diktator Quintus Fulvius Flaccus, um die Wahlen für das kommende Jahr abzuhalten. Fulvius Flaccus gestaltet den Wahlvorgang im Sinne des Marcellus, sodass Titus Quinctius Crispinus als dessen Gefolgsmann 209 zum Prätor gewählt wird; er erhält das Oberkommando über die bei Capua stationierten Truppen. Welche konkreten Operationen er mit diesem Heer durchführt, ist den Quellen nicht zu entnehmen.
  • Publius Licinius Crassus Dives
    Crassus nutzt die anhaltende Leerstelle im Amt des Flamen Dialis, den Priester des Jupiters, den er 211 entlassen hat, um seine politische Gegnerstrategie weiterzuführen. Er zwingt den jungen und ehrgeizigen Patrizier Gaius Valerius Flaccus gegen dessen erklärten Willen, dieses belastende Priestertum zu übernehmen, und schiebt ihn damit weitgehend aus dem aktiven politischen Leben ab. Der Historiker Livius überliefert eine tendenziöse Interpretation, nach der Crassus angeblich aus sittlichem Erziehungswillen handelt, doch zeigt die Konstellation, dass er das Sakralrecht gezielt als politisches Instrument einsetzt.
  • Zweiter Punischer Krieg (218-201)
    Schlacht von Asculum
    Zweite Schlacht von Tarentum
    Fabius rüstet sein Heer auf, während andere römische Feldherrn Hannibal binden, und beginnt dann die Belagerung von Tarent. Er entscheidet sich nicht für einen offenen Sturm, sondern nutzt geheime Verhandlungen mit bruttischen Truppen in tarentinischem Dienst und erreicht, dass ihm Verräter ein Stadttor öffnen. Nach der Einnahme lässt er jedoch die Verräter beseitigen, um die Umstände der Eroberung zu verschleiern, und veranlasst ein grausames Massaker sowie den Verkauf von etwa 30'000 Menschen in die Sklaverei. Die reiche Beute aus Tarent fließt teilweise in die Staatskasse und teilweise als Soldatenprämien, während Fabius zahlreiche Kunstwerke nach Rom bringt. Eine große Heraklesstatue des Lysippus stellt er demonstrativ neben seine eigene Reiterstatue auf dem Kapitol auf, um die mythische Abkunft der Fabier von Herakles zu unterstreichen; durch den Venus-Tempel am Kapitol spielt er zugleich auf Aeneas an. Riesige Götterbilder bleiben in Tarent, angeblich aus Respekt vor den lokalen Göttern, tatsächlich jedoch wegen praktischer Transportprobleme. Die spätere Erzählung, Hannibal versuche Fabius mit gefälschten Briefen über eine weitere Verrätereroberung Metaponts zu täuschen, gilt als unhistorisch. Ebenso ist unsicher, ob Fabius für Tarent einen Triumph feiert, da Livius dies nicht erwähnt und Marcellus trotz größerer Erfolge nur eine Ovatio erhält. Dennoch zählt die Wiedereroberung Tarents zu den wenigen unbestrittenen militärischen Erfolgen des Cunctator.
    Schlacht um Neu Karthago
    In Spanien wendet sich das Blatt: Publius Cornelius Scipio (später "Africanus") erobert 209 v. Chr. die karthagische Hauptstadt Neu-Karthago. Nach weiteren Siegen verlässt Karthago faktisch die iberische Halbinsel
  • Fortsetzung 208

ILLYRER

GRIECHEN

(3./4. Jahr der 142. Olympiade)

Makedonien

Sparta

Bosporanisches Reich

Pergamon

Pontos

Bithynien

Kappadokien

Seleukidenreich

Griechisch-Baktrisches Königreich

  • König Euthydemos I. (235–200)
    Um 209 Die Sogdier nutzen die Schwäche Baktriens während einer Belagerung, um sich unabhängig zu machen. Zwischen 209 und 206 führt der Seleukidenkönig Antiochos III. einen Feldzug gegen Baktrien, um das abtrünnige Königreich wieder in sein Reich einzugliedern
  • Fortsetzung 208

Ägypten

IBERIA

PARTHERREICH

(102/103)

  • Großkönig Arsakes II. (217–185)
    Niederlage gegen Antiochos III. (Seleukiden); Parthien wird von den Seleukiden zurückerobert, Hauptstadt Hekatompylos besetzt.
    Nach 209: Arsakes II. akzeptiert feudale Abhängigkeit von den Seleukiden und regiert Parthien und Hyrkanien als Vasall.
  • Fortsetzung 192

MASSÄSYLIER

INDIEN

Maurya-Reich

Anuradhapura

XIONGNU

  • Chanyu Touman (220–209)
    Touman wird von seinem Sohn Modu (Maodun) getötet, der anschließend selbst Chanyu wird und die Xiongnu zu einer mächtigen Konföderation vereint
  • Chanyu Mao-tun (209-174)
    209–174 Regierungszeit Mao-tuns als Chanyu der Xiongnu; er zentralisiert die Macht, schafft eine schlagkräftige Armee
    bald nach 209: Niederwerfung und Integration rivalisierender Stämme
  • Fortsetzung 200

CHINA

(41/42. Zyklus - Jahr des Wasser-Drachen; am Beginn des Jahres Metall-Hase)

Qin-Dynastie

  • Kaiser Qin Er Shi (209-207)
    Nach dem Tod seines Vaters Qin Shihuangdi im Vorjahr fälscht Qin Er Shi dem Rat des Obereunuchen Zhao Gao und des Kanzlers Li Si folgend einen Erlass, in dem dieser dem eigentlichen Erben Fusu den Selbstmord befiehlt und er selbst zum Nachfolger ernannt wird. Er wird damit zum zweiten Kaiser der Qin-Dynastie.
  • Aufstand von Chen Sheng und Wu Guang
    Juli bis Dezember: Der Aufstand von Chen Sheng und Wu Guang wird von der Qin-Dynastie rasch niedergeschlagen. Er löst jedoch zahlreiche Rebellionen in anderen Regionen aus.
  • 209–207: Fortgesetzte Aufstände, Militärniederlagen und innere Machtkämpfe. Zhao Gao gewinnt immer mehr Einfluss und lässt Minister und Prinzen hinrichten, die als Bedrohung gelten. Qin Er Shi führt weiterhin verschwenderische Bauprojekte durch und erhöht die Steuern
  • Fortsetzung 208

JAPAN

QUELLEN

Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel; alle anderen Links sind nach der jeweiligen Quelle benannt.

20.12.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt

24.06.2025 Grundstock ergänzt

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