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-387: Unterschied zwischen den Versionen

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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Artaxerxes_II. Großkönig Artaxerxes II. (404–358)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Artaxerxes_II. Großkönig Artaxerxes II. (404–358)] <br />
*Die Insel Samos fällt wieder an die Perser.
*Die Insel Samos fällt wieder an die Perser.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Tiribazos Satrap Tiribazos (2. Amtszeit, Lydien 388-362/361)] <br />Im Herbst 387 verkündet Tiribazos in Sardes den Gesandten vieler griechischer Staaten den Königs- oder Antalkidasfrieden. Dieser erkennt die persische Oberhoheit über die kleinasiatischen Griechenstädte sowie die Inseln Zypern und Klazomenai an. Darüber hinaus fordert er die Autonomie aller griechischen Poleis und die Auflösung aller Symmachien mit Ausnahme des von Sparta dominierten Peloponnesischen Bundes. Allen Städten, die sich weigern, diesen Frieden zu beschwören, droht Tiribazos im Namen des Großkönigs Gewalt an. Mit Persien als Garantiemacht sichert der Königsfrieden noch einmal für wenige Jahre die spartanische Vorherrschaft.
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Mithridates_I._(Kios) Satrap Mithridates I. (Kios, 401-362)] <br />
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Mithridates_I._(Kios) Satrap Mithridates I. (Kios, 401-362)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ariobarzanes_(Phrygien) Satrap Ariobarzanes (Phrygien, 388-362)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ariobarzanes_(Phrygien) Satrap Ariobarzanes (Phrygien, 388-362)] <br />

Aktuelle Version vom 4. April 2026, 09:14 Uhr

-390 | -389 | -388 | -387 | -386 | -385 | -384

RÖMISCHE REPUBLIK

(ab urbe condita CCCLXVII = 367)

  • Lucius Papirius Cursor, Lucius Aemilius Mamercinus, Lucius Valerius Potitus Poplicola, Gnaeus Sergius Fidenas Coxo, Licius Menenius Lanatus und Aulus Manlius Capitolinus werden römische Konsulartribunen.
  • 0718D: Schlacht an der Allia
    Datierung der Schlacht: Die Schlacht an der Allia findet um 387 zwischen den Senonen, einem gallischen Stamm unter Brennus, und der Römischen Republik statt. Sie wird an der Mündung des Tiber und des Allia-Bachs, etwa 11 römische Meilen nördlich von Rom, geschlagen; die Römer werden geschlagen, und Rom wird danach von den Senonen geplündert. Die ältere Überlieferung gibt als Datum der Schlacht traditionell 390 Diese Datierung stützt sich auf die varronische Chronologie bei Livius, während Plutarch den Kampf kurz nach der Sommersonnenwende und etwas mehr als 360 Jahre nach der Gründung Roms einordnet. Plutarch datiert die Schlacht als „kurz nach der Sommersonnenwende“, wenn der Mond nahe dem Vollmond steht, und damit auf kurz nach 393. Er verbindet das Ereignis zugleich mit einem Zeitpunkt etwas mehr als 360 Jahre nach der Gründung Roms. Polybios leitet die Schlacht mit einem griechischen Datierungssystem auf 387 v. Chr. her. Moderne Historiker halten ca 387 für das wahrscheinlichste Datum. Tacitus nennt den 18. Juli als Datum der Schlacht. Andere antike Quellen verbinden mit dem 18. Juli auch ein Unheilstag-Gedenken, und moderne Gelehrte weisen darauf hin, dass dieses Datum mit dem der Schlacht an der Cremera zusammenfällt. Andere antike Quellen schreiben, dass auch der 16. Juli als unheilvoll galt, weil er mit der Katastrophe verbunden wurde. Plutarchs besondere Datierung auf den Vollmond nach der Sommersonnenwende legt nahe, dass die Ereignisse tatsächlich um den 15. Juli im archaischen lunisolaren Kalender liegen. Der dies Alliensis gilt im römischen Kalender als Unglückstag und wird als dies religiosus behandelt, an dem öffentliche und rituelle Tätigkeiten vermieden werden. Die Tradition ist allerdings erst ab dem 1. Jahrhundert v. Chr. belegt und spiegelt wahrscheinlich eine spätere Rekonstruktion wider, nicht eine durchgehende Beobachtung vom 4. bis zum 1. Jahrhundert n. Chr.
    Vorgeschichte: Die Senonen, ein gallischer Stamm, der in Norditalien eingefallen ist, siedeln an der Adriaküste um das heutige Rimini. Nach Livius werden sie nach Clusium gerufen, weil Aruns, ein einflussreicher junger Mann der Stadt, Rache an Lucumo nehmen will; dessen Sohn habe seine Frau entehrt. Als die Senonen auftauchen, fühlen sich die Clusiner bedroht und bitten Rom um Hilfe. Die Römer schicken die drei Söhne des Marcus Fabius Ambustus als Gesandte. Sie fordern die Gallier auf, Clusium nicht anzugreifen, und erklären, Rom werde die Stadt verteidigen, falls es dazu komme. Danach bitten sie um Verhandlungen. Die Senonen nehmen Frieden an, wenn die Clusiner ihnen Land geben. Es kommt zum Streit, und eine Schlacht bricht aus. Die römischen Gesandten mischen sich ein, und einer von ihnen tötet einen senonischen Anführer, obwohl Gesandte eigentlich neutral bleiben sollen. Die Brüder haben damit Partei ergriffen, und einer von ihnen tötet ebenfalls einen Senonen. Die Gallier ziehen sich zurück, um zu beraten, was sie tun sollen. Als die Gesandten der Senonen in Rom eintreffen und verlangen, die drei Fabier-Brüder auszuliefern, steht der Senat unter dem Druck der Gunstbeziehungen und will sich nicht gegen die mächtige Familie der Fabier stellen. Um nicht für eine mögliche Niederlage verantwortlich gemacht zu werden, falls die Gallier angreifen, verweist er die Frage an das Volk. Livius schreibt, dass diejenigen, deren Bestrafung beschlossen werden soll, für das kommende Jahr zu Militärtribunen mit konsularischer Gewalt gewählt werden. Die Gallier sind empört, dass Männer, die gegen das Völkerrecht verstoßen haben, geehrt werden, und marschieren auf Rom zu, das 130 km von Clusium entfernt liegt. Livius schreibt, dass vor dem Tumult ihres schnellen Vorrückens die erschreckten Städte zu den Waffen greifen und die Landbevölkerung flieht, während die Gallier durch ihre Rufe überall deutlich machen, dass Rom ihr Ziel ist.
    Truppenstärken: Antike Quellen liefern keine verlässlichen Angaben zur Stärke der Heere. Sie nennen für beide Seiten Zahlen zwischen 24'000 und 40'000 Mann. Moderne Schätzungen liegen meist niedriger. Jeremy Armstrong nimmt an, dass beide Seiten etwa 5000 Mann haben. Max Cary und H. H. Scullard setzen die Römer dagegen mit etwa 15'000 Mann gegen ein großes gallisches Heer von 30'000 bis 70'000 Mann. Peter Berresford Ellis schätzt mindestens 24'000 Mann, weil die Römer vier Legionen hätten, jede Legion 6000 Mann umfasse und möglicherweise noch Hilfstruppen dabei seien; das Heer der Senonen könne seiner Ansicht nach kaum mehr als 12'000 Mann zählen.
    Schilderung von Livius: Beim Beginn der Schlacht trifft man sich am östlichen Zusammenfluss des Tiber und des Bachs Allia. Nach Livius treffen die Römer keine besonderen Vorbereitungen; die Aushebung ist nicht größer als in gewöhnlichen Feldzügen. Die Gallier marschieren so schnell auf Rom zu, dass die Stadt von ihrer Geschwindigkeit wie betäubt ist. Die Römer kommen nur bis zum elften Meilenstein. Sie schlagen kein Lager auf, errichten keinen Wall und nehmen die Götter nicht feierlich wahr, wie es vorgeschrieben wäre. Sie ziehen die Flügel auseinander, um nicht umgangen zu werden, machen dadurch aber ihre Linie so dünn, dass das Zentrum kaum zusammenhält. Die Reserve stellen sie auf einen Hügel auf der rechten Seite. Brennus vermutet eine Finte und greift deshalb den Hügel an. Die Römer geraten in Panik. Der linke Flügel wirft die Waffen weg und flieht an das Ufer des Tiber. Die Gallier töten die Soldaten, die sich im Gedränge gegenseitig den Weg versperren. Wer nicht schwimmen kann oder schwach ist, wird von der Rüstung nach unten gezogen und ertrinkt. Dennoch erreicht die Mehrheit Veii, eine etruskische Stadt, die kürzlich von Rom erobert worden ist und auf der anderen Seite des Flusses liegt. Sie schicken nicht einmal einen Boten nach Rom. Der rechte Flügel, weiter vom Fluss entfernt und näher am Hügel, flieht nach Rom. Die Gallier sind überrascht, wie leicht ihr Sieg gewesen ist.
    Livius schildert ausführlich die Plünderung Roms. Die Gallier sind über ihren plötzlichen und außergewöhnlichen Sieg verblüfft und bleiben zunächst an der Schlachtstelle stehen, als wüssten sie nicht recht, was sie tun sollen. Sie fürchten einen Hinterhalt und plündern die Toten. Als sie keine feindliche Aktion sehen, brechen sie auf und erreichen Rom noch vor Sonnenuntergang. Sie sehen, dass die Stadttore offen und die Mauern unbesetzt sind. Auch das überrascht sie. Sie vermeiden deshalb eine Nacht schlacht in einer unbekannten Stadt und lagern zwischen Rom und dem Fluss Anio. Die Einwohner Roms geraten in Panik und wissen nicht, dass die meisten Soldaten nach Veii geflohen sind, statt nach Rom. Sie glauben, dass nur diejenigen überlebt haben, die nach Rom zurückkehren, und dass diese nur eine winzige Streitmacht bilden. Da sie sich wehrlos fühlen, schicken sie die Männer im wehrfähigen Alter, die kampffähigen Senatoren und ihre Familien auf den Kapitolshügel, bewaffnet und mit Vorräten, um die Festung zu verteidigen. Der Flamen des Quirinus und die Vestalinnen sollen die „heiligen Dinge des Staates“ mitnehmen und ihren Kult weiter verrichten. Die Lage ist so schlimm, dass die Alten in der Stadt zurückbleiben und frühere Konsuln bei ihnen bleiben, um sie mit ihrem Schicksal zu versöhnen. Viele folgen aber ihren Söhnen auf das Kapitol. Niemand hat das Herz, sie aufzuhalten. Viele Menschen fliehen auf den Hügel des Janiculum außerhalb der Stadt und verstreuen sich dann aufs Land und in andere Städte. Der Flamen des Quirinus und die Vestalinnen können nur einen Teil der heiligen Gegenstände mitnehmen und vergraben den Rest unter der Kapelle neben dem Haus des Flamen. Dann machen sie sich mit dem, was sie tragen können, auf den Weg zum Janiculum. Lucius Albinus, der die Stadt auf einem Wagen verlässt, sieht sie gehen. Er lässt seine Frau und seine Kinder aussteigen und bringt sie sowie die heiligen Gefäße Roms nach Caere, einer etruskischen Küstenstadt, die Rom verbündet ist. Die bisherigen Staatsbeamten beschließen, ihrem Schicksal in ihren feierlichen Gewändern und mit den Insignien ihres früheren Ranges, ihrer Ehre und Würden entgegenzutreten. Sie setzen sich auf ihre elfenbeinernen Stühle vor ihren Häusern. Am nächsten Tag betreten die Senonen die Stadt. Sie gehen durch das offene Collinische Tor und zum Forum Romanum. Dort lassen sie einen kleinen Trupp zurück, der jeden Angriff vom Kapitol her abwehren soll, und ziehen durch die Straßen, um zu plündern. Sie treffen niemanden. Die Menschen wechseln in andere Häuser. Die Gallier kehren wieder in den Bereich des Forums zurück. Livius beschreibt ihre Begegnung mit den alten Patriziern eindrücklich. Die Häuser der Plebejer sind verbarrikadiert, die Hallen der Patrizier stehen offen. Doch die Gallier zögern stärker, in die offenen Häuser zu gehen, als in die geschlossenen. Sie blicken mit echter Verehrung auf die Männer, die in den Säulengängen ihrer Häuser sitzen, nicht nur wegen der übermenschlichen Pracht ihrer Kleidung und ihres ganzen Auftretens, sondern auch wegen des majestätischen Ausdrucks ihrer Gesichter, die wie Götter erscheinen. So stehen sie da und starren sie an wie Statuen, bis, wie berichtet wird, einer der Patrizier, M. Papirius, die Leidenschaft eines Galliers erregt, der beginnt, seinen Bart zu streicheln – der damals allgemein lang getragen wird – und ihn mit seinem elfenbeinernen Stab auf den Kopf schlägt. Er wird als Erster getötet, die anderen werden in ihren Stühlen erschlagen. Nach diesem Gemetzel an den Vornehmen wird von da an kein Lebewesen mehr verschont; die Häuser werden geplündert und dann in Brand gesetzt. Trotz dieser Darstellung schreibt Livius, dass die Brände am ersten Tag der Eroberung nicht so weitreichend seien, wie man erwarten könnte, und vermutet, die Gallier wollten die Stadt nicht zerstören, sondern nur die Männer auf dem Kapitol zur Kapitulation einschüchtern, um ihre Häuser zu retten. Trotz der Qualen angesichts der Schreie der Feinde, der Schreie von Frauen und Kindern, des Tosen der Flammen und des Kraches einstürzender Häuser sind die Männer entschlossen, den Hügel weiter zu verteidigen. Tag für Tag werden sie darin verbittert. Nach einigen Tagen sehen sie, dass trotz allem, was „inmitten von Asche und Ruin“ von der Stadt übrig ist, keine Kapitulation zu erkennen ist. Darauf greifen die Senonen im Morgengrauen den Kapitolshügel an. Die Verteidiger lassen den Feind den steilen Hügel hinaufklettern und werfen ihn dann wieder den Hang hinunter. Die Gallier halten auf halber Höhe an. Die Römer greifen an und fügen ihnen so hohe Verluste zu, dass der Feind nie wieder versucht, den Hügel zu nehmen. Stattdessen bereiten sie eine Belagerung vor. Sie teilen ihre Kräfte in zwei Teile. Ein Teil belagert den Hügel, der andere zieht durch das Umland der Nachbarstädte, weil das ganze Korn um Rom herum von den nach Veii geflohenen römischen Soldaten dorthin gebracht worden ist. Einige Gallier gelangen nach Ardea, wo Marcus Furius Camillus, ein großer römischer Heerführer, der Veii einige Jahre zuvor erobert hat, hingegangen ist, nachdem er wegen Veruntreuungs vorwürfen verbannt worden ist. Camillus sammelt die Leute von Ardea zum Kampf. Er marschiert nachts, überrascht das gallische Lager und macht die Feinde im Schlaf nieder. Einige gallische Flüchtlinge kommen in die Nähe von Antium und werden von dessen Bewohnern umzingelt. Währenddessen herrscht in Rom auf beiden Seiten Ruhe. Die Senonen führen die Belagerung „mit großer Nachlässigkeit“ und konzentrieren sich darauf, zu verhindern, dass die Römer ihre Linien durchbrechen. Der patrizische Clan der Fabier hält auf dem Quirinalshügel ein jährliches Opfer ab. Gaius Fabius Dorsuo steigt vom Kapitol hinab, trägt die heiligen Gefäße, geht durch die feindlichen Posten und begibt sich zum Quirinal. Er vollzieht die heiligen Riten ordnungsgemäß und kehrt auf das Kapitol zurück. Livius kommentiert, entweder seien die Gallier über seine außergewöhnliche Kühnheit staunend gewesen, oder sie seien durch religiöse Gefühle zurückgehalten worden, denn als Volk achteten sie Religion keineswegs gering. Unterdessen beginnen sich die Überlebenden der Schlacht, die nach Veii geflohen sind, neu zu sammeln. Unter Führung des Quintus Caedicius, des Zenturios, den sie zu ihrem Anführer wählen, schlagen sie eine etruskische Streitmacht zurück, die das Gebiet von Veii plündert und diese Stadt angreifen will. Sie lassen einige Gefangene zu einer weiteren etruskischen Streitmacht führen, die an den Salinen steht, und fügen auch dieser noch größere Verluste zu. Die Truppe des Caedicius wächst, und einige Römer, die aus der Stadt geflohen sind, gehen nach Veii. Auch Freiwillige aus Latium schließen sich ihnen an. Caedicius beschließt, Camillus zur Übernahme des Oberbefehls zu rufen, doch dafür braucht es die Zustimmung des Senats. Sie schicken Cominius Pontius, einen Soldaten, als Boten nach Rom. Er fährt auf einem Korkfloß den Tiber hinunter und erreicht Rom. Er gelangt zum Kapitol, indem er „einen steilen Felsen erklimmt, den der Feind wegen seiner Steilheit unbewacht gelassen hat“. Der Senat beschließt, dass die Volksversammlung ein Gesetz verabschieden soll, das die Verbannung des Camillus aufhebt und ihn zum Diktator macht. Camillus wird von Ardea nach Veii geleitet. Die Senonen finden entweder die Spuren des Cominius Pontius oder entdecken einen relativ einfachen Aufstieg an der Klippe. Sie erklimmen sie und erreichen nachts den Gipfel des Kapitols. Nicht die Wachen und die Hunde hören sie, sondern die der Göttin Juno heiligen Gänse, die die Römer wecken. Marcus Manlius Capitolinus, ein ehemaliger Konsul, stößt einen Gallier nieder, der den Gipfel erreicht hat. Er fällt auf die, die hinter ihm stehen. Manlius tötet auch einige Gallier, die ihre Waffen abgelegt haben, um sich an den Felsen festzuhalten. Er wird von den übrigen Soldaten unterstützt, und der Feind wird zurückgeworfen. Manlius wird für seinen Mut gelobt. Quintus Sulpicius will die Wachen vor ein Kriegsgericht stellen, weil sie den Feind nicht bemerkt haben, doch die Soldaten verhindern das. Es wird vereinbart, einem einzigen Mann die Schuld zu geben; dieser wird die Klippe hinuntergeworfen. Hungersnot beginnt beide Heere zu treffen. Auch die Gallier leiden unter einer Seuche. Sie befinden sich auf tiefem Gelände zwischen den Hügeln, die von den Feuern ausgebrannt sind, und es gibt Malaria. Viele von ihnen sterben an Krankheit und Hitze. Sie beginnen, die Leichen aufzustapeln und zu verbrennen, statt sie zu bestatten. Sie nehmen Verhandlungen mit den Römern auf und fordern sie wegen der Hungersnot zur Kapitulation auf. Sie lassen auch durchblicken, dass man sie kaufen könne. Die römischen Anführer, die auf Camillus warten, der mit einem Heer aus Veii kommen soll, lehnen ab. Schließlich verlangen die hungernden Soldaten eine Kapitulation oder eine Abmachung über ein Lösegeld zu den bestmöglichen Bedingungen. Quintus Sulpicius und Brennus, der Anführer der Senonen, verhandeln. Sie einigen sich auf ein Lösegeld von tausend Pfund Gold. Die Senonen betrügen und benutzen schwerere Gewichte beim Abwiegen des Goldes. Als die Römer protestieren, wirft Brennus sein Schwert auf die Waage und spricht die für römische Ohren unerträglichen Worte: „vae victis“ – „Wehe den Besiegten“. Für die Römer ist es eine Demütigung, die Senonen dafür zu bezahlen, die Stadt zu verlassen. Doch wie Livius sagt, verbieten „Gott und Mensch den Römern, ein ausgelöstes Volk zu sein“. Noch bevor das Wiegen des Goldes abgeschlossen ist, erreicht Camillus Rom und befiehlt, das Gold nicht wegzunehmen. Die Gallier erklären, es gebe bereits eine Vereinbarung; Camillus sagt jedoch, sie sei von einem Beamten geringeren Ranges als er geschlossen worden und daher ungültig. Dann bietet Camillus die Schlacht an, und die Senonen werden leicht besiegt. Sie werden 13 km östlich von Rom erneut geschlagen. Livius schreibt, das Gemetzel sei vollständig gewesen: Ihr Lager werde erobert, und nicht einmal der Bote überlebe, um die Katastrophe zu melden.
    Schilderung von Diodoros Siculus: Diodoros Siculus schildert die Schlacht anders. Nach ihm marschieren die Römer und überschreiten den Tiber. Er ist der einzige antike Historiker, der die Schlacht auf dem rechten Ufer des Flusses ansiedelt. Die Römer stellen ihre besten Truppen, 24'000 Mann, auf der Ebene auf und die schwächsten auf dem Hügel. Auch die Kelten stellen sich auf, setzen ihre besten Männer auf den Hügel und gewinnen den Zusammenstoß leicht. Der Großteil der römischen Soldaten auf der Ebene flieht zum Fluss und behindert einander. Die Kelten töten die Männer im Hintertreffen. Einige Römer versuchen, in der Rüstung über den Fluss zu kommen, was sie schwer nach unten zieht. Einige ertrinken, andere erreichen mit großer Mühe weiter flussabwärts das Ufer. Während die Gallier weiter Römer töten, werfen die Soldaten ihre Waffen weg und schwimmen über den Fluss. Die Gallier werfen Speere auf sie. Die meisten Überlebenden fliehen nach Veii. Einige kehren nach Rom zurück und melden, dass das Heer vernichtet worden sei.
    Diodoros Siculus berichtet über die Plünderung Roms knapper als Livius es getan hat: Nach der Schlacht an der Allia verbringen die Senonen den ersten Tag damit, die Köpfe der Toten abzuschneiden, was er als ihren Brauch bezeichnet, und lagern dann zwei Tage vor der Stadt. Unterdessen glauben die verzweifelten Einwohner Roms, dass das ganze Heer vernichtet worden sei und es keine Hoffnung auf Widerstand gebe. Viele von ihnen fliehen in andere Städte. Die Stadtoberen lassen Lebensmittel, Gold, Silber und andere Besitztümer auf den Kapitolshügel bringen, der dann befestigt wird. Die Senonen meinen, der Lärm in der Stadt bedeute, dass ein Hinterhalt vorbereitet werde. Am vierten Tag brechen sie jedoch die Stadttore auf und plündern die Stadt. Sie greifen das Kapitol täglich an, verletzen dabei aber keine Zivilisten. Sie erleiden viele Verluste. Da sie es mit Gewalt nicht nehmen können, beschließen sie, die Belagerung fortzusetzen. Währenddessen plündern die Etrusker das römische Gebiet um Veii, machen Gefangene und erbeuten Beute. Die römischen Soldaten, die nach Veii geflohen sind, überfallen sie, schlagen sie in die Flucht, nehmen ihr Lager ein, holen die Beute zurück und erbeuten viele Waffen. Die Römer stellen ein Heer neu auf, sammeln Männer, die sich auf dem Land verstreut haben, als sie aus Rom flohen, und beschließen dann, die Belagerung des Kapitols zu lösen. Cominius Pontius wird als Bote zum Kapitol geschickt, um den Belagerten den Plan mitzuteilen und ihnen zu sagen, dass die Männer in Veii auf eine Gelegenheit zum Angriff warten. Von Camillus ist in diesem Bericht keine Rede. Pontius schwimmt über den Tiber und steigt eine schwer zu erklimmende Klippe hinauf. Nachdem er seine Botschaft überbracht hat, kehrt er nach Veii zurück. Die Gallier bemerken die Spur des Pontius und erklimmen dieselbe Klippe. Die römischen Wachen vernachlässigen ihren Dienst, und die Gallier bleiben unentdeckt. Als die Gänse Lärm machen, stürzen sich die Wachen auf die Angreifer. Diodoros nennt Manlius Capitolinus Marcus Mallius und schreibt, er habe dem ersten senonischen Kletterer mit dem Schwert die Hand abgeschlagen und ihn den Hang hinuntergestoßen. Da der Hügel steil ist, fallen alle feindlichen Soldaten und sterben. Danach schließen die Römer Frieden und bewegen die Gallier dazu, „gegen Empfang von tausend Pfund Gold die Stadt zu verlassen und sich vom römischen Gebiet zurückzuziehen“.
    Schilderung von Plutarch: Plutarch schreibt, dass die Gallier nahe der Mündung der Allia in den Tiber lagern, etwa 18 km von Rom entfernt, und die Römer plötzlich angreifen. Es kommt zu einer ungeordneten und schändlichen Schlacht. Der römische linke Flügel wird in den Fluss gedrängt und vernichtet, während sich der rechte Flügel vor dem Angriff der Gallier von der Ebene auf die Hügel zurückzieht und die meisten nach Rom fliehen. Der Rest der Überlebenden entkommt nachts nach Veii. Sie glauben, Rom sei verloren und alle Menschen seien erschlagen.
    Plutarch zeichnet ein noch stärkeres Bild von Zerstörung und Tötung als Livius. Die Gallier gehen am dritten Tag nach der Schlacht nach Rom, wo die Tore offen und die Mauern unbewacht sind. Sie ziehen durch das Collinische Tor. Brennus lässt den Kapitolshügel umstellen und geht zum Forum. Er ist überrascht, die Männer ruhig draußen sitzen zu sehen, ohne Furcht, als sie sich nähern, „auf ihre Stäbe gestützt und einander ins Gesicht schauend“. Die Gallier zögern, sich ihnen zu nähern und sie zu berühren, und halten sie für überlegene Wesen. Doch ein Gallier fasst sich ein Herz und streicht Papirius Marcus den langen Bart, worauf dieser ihn mit seinem Stab heftig auf den Kopf schlägt. Die Gallier töten daraufhin alle Männer und plündern und verbrennen die Häuser tagelang. Die Verteidiger des Kapitols ergeben sich nicht und schlagen einen Angriff zurück. Die Gallier töten alle, die sie gefangen nehmen, darunter Frauen, Kinder und Alte. Die Gallier betreten Rom kurz nach den Iden des Juli und verlassen die Stadt etwa zu den Iden des Februar, also am 13. Februar; die Belagerung dauert sieben Monate. Plutarch erwähnt außerdem, dass einige Gallier nach Ardea gelangen und dass Camillus die Stadt gegen sie sammelt und angreift. Als die Nachricht eintrifft, rufen die Nachbarstädte die wehrfähigen Männer zu den Waffen, besonders die Römer, die nach Veii geflohen sind. Sie wollen Camillus zu ihrem Befehlshaber machen, lehnen es aber ab, bevor er rechtmäßig gewählt ist. Danach berichtet Plutarch die Geschichte des Cominius Pontius und seiner Mission zum Kapitolshügel. Camillus kann die Brücke über den Tiber nicht überqueren, weil die Gallier sie bewachen, und schwimmt deshalb auf Korkstücken gestützt hinüber zum Carmentalischen Tor. Als er den Gipfel des Kapitols erreicht, ernennt der Senat ihn zum Diktator. Camillus sammelt Soldaten der Verbündeten und zieht nach Veii, wo 20'000 Soldaten sind. Nach dem Vorfall mit den Gänsen der Juno sind die Gallier weniger hoffnungsvoll. Sie haben zu wenig Vorräte, gehen aber nicht auf Nahrungssuche, weil sie Camillus fürchten. Sie werden auch von Krankheit heimgesucht, weil sie zwischen Ruinen lagern und überall Leichen liegen. Der Wind wirbelt Asche auf, was das Atmen erschwert. Sie leiden außerdem unter der mediterranen Hitze, an die sie nicht gewöhnt sind. Die Gallier verbringen nun den siebten Monat ihrer Belagerung. Aus all diesen Gründen ist die Sterblichkeit in ihrem Lager groß; so viele Tote gibt es, dass sie nicht mehr bestattet werden können. Die Verteidiger des Kapitols können ihrerseits keine Nachrichten von Camillus erhalten, weil die Stadt vom Feind dicht bewacht wird. Die Hungersnot verschlimmert sich, und die Stadt wird mutlos und stimmt der Zahlung eines Lösegelds zu. Als Camillus in Rom eintrifft, hebt er das Gold von der Waage und sagt, es sei römischer Brauch, die Stadt mit Eisen statt mit Gold zu übergeben. Dann erklärt er, die Vereinbarung über das Lösegeld sei nicht rechtsgültig, da sie ohne ihn geschlossen worden sei, obwohl er zum rechtmäßigen Herrscher gemacht worden sei, und daher nicht bindend. Die Gallier müssten nun sagen, was sie wollten, denn er sei mit rechtmäßiger Vollmacht gekommen, um denjenigen Vergebung zu gewähren, die sie erbäten, und die Schuldigen zu bestrafen, wenn sie keine Reue zeigten. Brennus beginnt ein Scharmützel. Beide Seiten können keine Schlachtordnung bilden, weil „im Herzen der zerstörten Stadt“ keine Schlachtaufstellung möglich ist. Brennus führt seine Männer zu ihrem Lager und verlässt die Stadt in der Nacht. Im Morgengrauen holt Camillus sie ein und schlägt sie in die Flucht; von den Flüchtenden werden einige sofort verfolgt und erschlagen, die meisten verstreuen sich jedoch und werden von den Leuten der umliegenden Dörfer und Städte eingeholt und getötet. Die Nachricht von der gallischen Plünderung erreicht Griechenland. Plutarch erwähnt eine ungenaue Geschichte des Herakleides Pontikos und berichtet, dass Aristoteles über die Einnahme Roms durch die Gallier schreibt und sagt, der Retter der Stadt sei „ein gewisser Lucius“, nicht Camillus.
    Folgen der Schlacht: Livius sagt, die Stadt sei verbrannt worden und habe danach wegen des hastigen Wiederaufbaus einen unregelmäßigen Grundriss erhalten. Cornell bestreitet jedoch das Ausmaß der Schäden. Er weist darauf hin, dass es keine archäologischen Spuren der Zerstörung gebe und dass Brandspuren, die man diesem Ereignis zuschrieb, inzwischen auf die Rebellion datiert werden, die mehr als ein Jahrhundert zuvor die römische Königsherrschaft gestürzt habe. Cornell meint, die Senonen hätten die Stadt zwar geplündert, aber nur wegen der Beute gehandelt, die meisten Gebäude in Ruhe gelassen und seien gegangen, nachdem sie sich haben bestechen lassen. Die Wiederherstellung Roms werde dadurch begünstigt, dass das neu eroberte Gebiet von Veii durch Bürgerrecht ohne Stimmrecht eng an Rom gebunden werde und dass das Bündnis mit Caere gestärkt werde, das Rom während der gallischen Plünderung geholfen habe. Nach dem ersten Rückschlag und weiteren Angriffen setze Rom seine Expansion des späten 5. und frühen 4. Jahrhunderts fort. Einige Jahre nach der Plünderung beginnt Rom, neue Stadtmauern aus Quadersteinen aus einem Steinbruch im Gebiet von Veii zu bauen. Das ist ein großes Vorhaben, weil die Mauer 11 km lang ist. Die ursprüngliche Mauer ist aus Cappellaccio-Tuff gebaut, dem örtlichen Stein, der von eher schlechter Qualität ist, weil er ziemlich brüchig ist. Die Mauer wird mit einer gelben Tuffart wieder aufgebaut, die Grotta Oscura heißt und nach ihrem Hauptsteinbruch benannt ist; sie ist deutlich besser, liegt aber ebenfalls im Gebiet von Veii. Der Erwerb von Veii verschafft Rom damit besseres Baumaterial. Der neue Stein ist jedoch härter und deshalb schwieriger zu bearbeiten. Die gallische Plünderung löst in Rom eine lang anhaltende und tiefe Furcht vor den Galliern aus. In den Jahren 350 und 349 greifen ungenannte Gallier Latium an; vermutlich handelt es sich um räuberische Überfälle. Beim zweiten Mal soll Marcus Valerius Corvus einen Zweikampf mit einem gallischen Kämpfer ausgetragen haben. Polybios sagt, Rom habe Frieden mit den Galliern geschlossen, die 30 Jahre lang nicht zurückkehren. Trotz des römischen Sieges über die Senonen in der Schlacht von Sentinum 295 während des Dritten Samnitenkrieges 298–290 bleibt die Angst vor den Galliern bestehen. In den Jahren 228, 216 und 114 führen Furcht vor gallischen Angriffen dazu, dass die Römer Menschenopfer darbringen, indem sie je ein Paar Gallier und Griechen lebendig begraben, obwohl Menschenopfer kein römischer Brauch sind. Vermutlich geschieht das, um die Gefahr einer weiteren gallischen Katastrophe abzuwenden.
    Wertung der Berichte: Die Berichte über die Schlacht an der Allia und die Plünderung Roms entstehen Jahrhunderte nach den Ereignissen, und ihre Zuverlässigkeit ist fraglich. Das kann auch die Unterschiede zwischen Livius und Diodoros Siculus über die Plünderung der Stadt erklären. Viele moderne Historiker sehen die Rettung der Stadt durch Camillus als spätere Ergänzung der Geschichte, weil er bei Diodoros Siculus und Polybios nicht erwähnt wird. Diodoros sagt, die Gallier seien auf dem Rückweg aus Süditalien auf der Trausischen Ebene von einem etruskischen Heer besiegt worden. Strabon schreibt, sie seien von Caere besiegt worden und die Caeriten hätten das römische Lösegeldgold zurückerhalten. Das widerspricht der Vorstellung, dass Camillus die Zahlung des Lösegeldes an die Senonen verhindert. Wie erwähnt, schreibt Plutarch, Aristoteles habe gesagt, Rom sei von „einem gewissen Lucius“ gerettet worden. Das könnte Lucius Albinus sein, der die Priesterinnen nach Caere gebracht haben soll. Die Rolle Caeres in der Geschichte der gallischen Plünderung bleibt unklar. Auch die Frage, was die Senonen in Mittelitalien tun, bleibt offen. Diodoros Siculus schreibt, sie seien „bedrückt und begierig aufzubrechen“, weil sie sich an einem zu heißen Ort, dem Ager Gallicus, angesiedelt hätten. Sie rüsten ihre jüngeren Männer aus und schicken sie aus, um ein Gebiet zu suchen, in dem sie sich niederlassen können. Daher fallen sie in Etrurien ein; 30'000 plündern das Gebiet von Clusium. Cornell hält das jedoch für unüberzeugend. Im ganzen Bericht erscheinen die Senonen als Kriegertruppe. In keiner der Quellen ist von Frauen und Kindern die Rede, die vorhanden wären, wenn die Gallier ein wanderndes Volk auf der Suche nach Land wären. Cornell meint, sie seien Söldner. Einige Monate nach der Plünderung Roms heuert Dionysios I. von Syrakus gallische Söldner für einen Krieg in Süditalien an. Gut möglich, dass die Senonen deshalb auf dem Weg nach Süden sind. Auch ihre angebliche Niederlage auf dem Rückweg aus dem Süden passt zu dieser Annahme. Es könnte auch sein, dass die Senonen nach Clusium gingen, weil sie von einer der beiden politischen Fraktionen dort angeheuert worden seien, statt aus dem romantisierten Motiv von Aruns’ Rache für seine Frau.
  • Servianische Mauer
    Die antike Überlieferung setzt die Entstehung der Servianischen Mauer in dieses Jahrhundert. Ihre Errichtung wird auf den römischen König Servius Tullius zurückgeführt, der von 578 bis 534 regierte. In dieser Zeit wuchs Rom über den ältesten Siedlungskern, die Roma quadrata, hinaus, und die Mauer entstand als Befestigung der Stadt. Unter Lucius Tarquinius Superbus, dem Nachfolger des Servius Tullius, wurde die Servianische Mauer noch einmal verstärkt. Besonders im Bereich des Agger Tarquinii wurde sie erhöht.
    Die noch vorhandenen Reste der Servianischen Mauer datieren in dieses Jahrhundert. Laut Titus Livius erteilen die Zensoren im Jahr 387 den Auftrag zum Neubau der Mauer. Dieser Neubau steht im Zusammenhang damit, dass Rom nach der Schlacht an der Allia von den Kelten eingenommen worden ist. Als Baumaterial dient der Tuffstein der Sorte Grotta Oscura, der den Römern seit der Eroberung und Zerstörung der tiberaufwärts liegenden etruskischen Stadt Veji zur Verfügung steht. Die Mauer erreicht eine Höhe von zehn Metern, ist bis zu vier Meter dick und verläuft auf einer Länge von elf Kilometern um alle sieben Hügel der Stadt. Das am besten erhaltene Mauerstück liegt am Hauptbahnhof Roma Termini am Esquilin.
    Erst im 3. Jahrhundert n. Chr. wird mit der Aurelianischen Mauer ein neuer Befestigungsring um Rom angelegt. Dadurch ersetzt die Aurelianische Mauer die Servianische Mauer, deren Bedeutung in den Jahrhunderten der Blütezeit des Römischen Reiches zuvor verloren geht.
  • Fortsetzung 386

GRIECHEN

(1./2. Jahr der 98. Olympiade)

  • Allgemeiner Friede
    In der persischen Stadt Sardes beginnen die Verhandlungen über ein Ende des Korinthischen Krieges zwischen Sparta auf der einen und Athen, Argos, Korinth und Theben auf der anderen Seite. Ziel ist ein Allgemeiner Frieden, der den jahrzehntelangen Konflikt der griechischen Stadtstaaten dauerhaft beenden soll. Es kommt schließlich im Folgejahr zum Königsfrieden.

Ancona

  • Ancona (Siedlung)
    Das antike Ancona wird um 390 (wahrscheinlich im Jahr 387) von griechischen Kolonisten aus Syrakus gegründet, die vor der Tyrannei von Dionysios I. von Syrakus geflüchtet sind. Der Ort liegt an der Stelle einer schon eisenzeitlichen Siedlung am nördlich in die Adria auslaufenden Vorsprung des Monte Cappuccini, der wie ein Ellenbogen ins Meer vorspringt und eine geräumige und sichere Hafenbucht bildet. Wegen dieser Küstenform nennen die Griechen den Ort Ankón, also „Ellenbogen“. Die Akropolis befindet sich auf dem Colle Guasco. Dort steht der Tempel der Aphrodite, an der Stelle, wo später die Kathedrale zu stehen kommen wird.

Syrakus

Molosser / Epirus

Makedonien

Chalkidischer Bund

  • Der Antalkidasfriede garantiert im Prinzip allen griechischen Städten Autonomie. Sparta nutzt diesen Frieden jedoch als Werkzeug, um seine hegemoniale Stellung in Griechenland durchzusetzen, indem es die Autonomieklausel so interpretiert, dass jeglicher Zusammenschluss von Poleis zu einem Bund verboten ist. Dadurch wird das Wiederaufleben des Attischen Bundes ebenso verhindert wie der Fortbestand des Böotischen Bundes und des Chalkidikischen Bundes in Nordgriechenland, in dem mehrere Städte sich um Olynth zusammengeschlossen haben.
  • Fortsetzung 385

Pherai

Athen

  • Platon (41)
    Platonische Akademie
    Nach seiner Rückkehr erwirbt Platon bei dem Hain des Heros Akademos nordwestlich von Athen ein Grundstück und beginnt dort Unterricht und Forschung. Aus dieser Tätigkeit entsteht die Akademie, die erste institutionelle Philosophenschule Griechenlands, deren Mitglieder sich nun „Akademiker“ nennen und die sich am Vorbild der pythagoreischen Gemeinschaft orientiert. Platon lehrt und lebt auf dem Gelände der Akademie, arbeitet mit Gastphilosophen und fortgeschrittenen Schülern zusammen und steht in Konkurrenz zum Rhetoriklehrer Isokrates, dessen Bestrebungen er kritisch sieht. In dieser Phase verfasst er zahlreiche Dialoge, in denen er in der Form des sokratischen Dialogs seine frühe Ethik, später die Ideenlehre und seine Staatstheorie entfaltet.
  • Fortsetzung 385

Olympia

  • Bei den Olympischen Spielen wird das Rennen mit einem Vierergespann mit Fohlen über acht Runden eingeführt.
  • Fortsetzung 385

Sparta

Bosporanisches Reich

Salamis

  • König Euagoras I. (411-374)
    Im Jahr 387 wird der sogenannte Friede des Antalkidas geschlossen, in dem die griechischen Städte und auch Athen die Oberhoheit Persiens über Zypern anerkennen. Euagoras weigert sich, diesen Frieden anzuerkennen, weil er seine Autonomie und seine Expansion bedroht sieht und die Insel nicht wieder vollständig unter persische Kontrolle fallen lassen will. Die Athener ziehen daraufhin ihre Unterstützung zurück, sodass Euagoras den Kampf gegen Persien weitgehend allein, nur gelegentlich von ägyptischer Seite unterstützt, fortsetzen muss.
  • Fortsetzung 385

ODRYSEN

ACHÄMENIDENREICH

ÄGYPTEN

Spätzeit, 29./30. Dynastie

  • Pharao Hakor (391–379)
    Der Friede des Antalkidas zwischen Persern und Griechen stellt einen Wendepunkt dar, nach dem Ägypten und Zypern als einzige Gegner von Artaxerxes II. verbleiben, wie Theopompos und Orosius berichten.
  • Fortsetzung 385

KUSCH

KARTHAGO

INDIEN

Anuradhapura

CHINA

Zeit der Streitenden Reiche
(38./39. Zyklus, Jahr des Holz-Pferdes; am Beginn des Jahres Wasser-Schlange)

Qin

Zhou

Han

Zhao

Wei

Qi

Chu

JAPAN

QUELLEN

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20.06.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt

30.03.2026 Grundstock ergänzt

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