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== | ==KORREKTURLAUF== | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Butz%E2%80%99aj_Sak_Chiik Ajaw Butz’aj Sak Chiik (487–501)] | *Grundstock ergänzen (bis -176, von da an rückwärts definitiver neuer Grundstock vorhanden) | ||
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==WELTALL== | |||
*beim nächsten Eintrag: [[512#WELTALL | Fortsetzung 512]] | |||
==MAYA== | |||
'''Palenque''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Butz%E2%80%99aj_Sak_Chiik Ajaw Butz’aj Sak Chiik (487–501)] <br /> | |||
*'''496:''' 19. November 496: Teilnahme vom künftigen Ajaw K’an Joy Chitam I. an einem wichtigen Ritual in Toktahn im Alter von sechs Jahren (Lange Zählung: 9.3.1.15.0, Kalenderrunde: 12 Ajaw 8 Keh). Dabei wird K’an Joy Chitam I. in ein Amt eingeführt, dessen genaue Bedeutung bislang unklar ist | |||
*[[501#MAYA | Fortsetzung 501]] | |||
*'''490:''' 0503D: Der künftige Ajaw K’an Joy Chitam I. wird geboren (Lange Zählung: 9.2.15.3.8, Kalenderrunde: 12 Lamat 6 Wo) | |||
'''Tikal''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Chak_Tok_Ich%CA%BCaak_II Ajaw Chak Tok Ichʼaak II (486-508)] <br /> | |||
*'''488:''' Im Jahr 488 ist die Einweihung von Stela 3 bereits erfolgt, und diese Einweihung liegt nach der Thronbesteigung von Chak Tok Ichʼaak II. Die Quelle nennt außerdem, dass seine erste Erwähnung in einer Inschrift zwei Jahre vor dieser Einweihung liegt. | |||
*[[504#MAYA | Fortsetzung 504]] | |||
*'''486:''' Chak Tok Ichʼaak II besteigt den Thron von Tikal um 486 und regiert ab diesem Zeitpunkt als Ajaw der Maya-Stadt Tikal. Er ist der Sohn von Kʼan Chitam und Lady Tzutz Nik, der Tochter von Tzik'in Bahlam, dem Herrscher von Naranjo. [https://en.wikipedia.org/wiki/K%CA%BCan_Chitam Ajaw Kʼan Chitam (458-486)] | |||
'''Copan''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Muyal_Jol Ajaw Muyal Jol (485-504)] <br /> | |||
*'''485:''' Muyal Jol wird der sechste Ajaw von Copan [https://en.wikipedia.org/wiki/Ruler_5_(Cop%C3%A1n) Ajaw Ruler 5 (476-485)] | |||
*[[504#MAYA | Fortsetzung 504]] | |||
==PIKTEN== | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Drest_Gurthinmoch König Drest Gurthinmoch (480–510)] <br /> | |||
*'''480:''' Drest Gurthinmoch ist König der Pikten und regiert von 480 an. Der Pictish Chronicle zufolge beginnt seine Herrschaft als Nachfolger von Nechtan und steht damit am Anfang des im Text genannten Zeitraums. Der Name Gurthinmoch ist in seiner Bedeutung unbekannt; der erste Teil kann möglicherweise mit dem Walisischen gwrdd verbunden sein, das „groß“ bedeutet, und moch kann dabei mit dem gleichlautenden walisischen Wort für „Schwein“ zusammenhängen. [https://en.wikipedia.org/wiki/Nechtan_Morbet König Nechtan Morbet (456–480)] | |||
*[[510#PIKTEN | Fortsetzung 510]] | |||
==KELTEN== | |||
'''Ulster''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Eochaid_mac_Muiredaig_Muinderg König Eochaid mac Muiredaig Muinderg (489–509)] <br /> | |||
*'''496:''' Im Jahr 496/498 verzeichnen die Annalen die Erstürmung von Dún Lethglaise, also Downpatrick im heutigen County Down. Der Text verbindet dieses Ereignis möglicherweise mit dem Aufstieg des Dál Fiatach in diesem Gebiet, das später ihre Machtbasis wird. | |||
*[[509#KELTEN | Fortsetzung 509]] | |||
*'''489:''' Muiredach Muinderg mac Forggo stirbt im Jahr 489. Er ist König von Ulaid aus dem Dál Fiatach und der Vater von Eachaid mac Muiredaig Muinderg. Für dieses Jahr nennt der Text außerdem, dass die Annalen von Tigernach ihm eine Regierungszeit von 489 bis 509 geben. [https://en.wikipedia.org/wiki/Muiredach_Muinderg König Muiredach Muinderg (465–489)] Erster historischer König mit Wiki-Artikel | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_kings_of_Ulster Liste der Könige] | |||
'''Connacht''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Dau%C3%AD_Tenga_Uma König Dauí Tenga Uma (482–500)] <br /> | |||
*'''482:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Ailill_Molt König Ailill Molt (445–482)] | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_kings_of_Connacht Könige von Connacht] | |||
'''Leinster''' | |||
*'''495:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%A1ech_mac_Finchada König Fráech mac Finchada (485–495)] Über die folgenden vier Könige sind keine Wikipedia-Artikel vorhanden. | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_kings_of_Leinster Liste der Könige] | |||
==ANGELSACHSEN== | ==ANGELSACHSEN== | ||
''' | *'''495:''' Landung von Cerdic und Cynric mit fünf Schiffen bei Cerdicesora (laut Angelsächsischer Chronik)] | ||
*[[503#ANGELSACHSEN | Fortsetzung 503]] | |||
'''Sussex''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%86lle_(Sussex) König Ælle (um 477-500)] | |||
*'''491:''' Im Jahr 491 belagern und stürmen die Angelsachsen unter ihren Anführern Ælle und Cissa die Stadt Andredes ceaster, das Kastell Anderitum, das mit dem heutigen Pevensey gleichgesetzt wird. Sie töten alle Verteidiger, sodass kein Brite beziehungsweise kein „Waliser“ dort übrigbleibt, und damit fällt vermutlich die letzte Befestigung des Litus Saxonicum in sächsische Hand. | |||
*[[500#ANGELSACHSEN | Fortsetzung 500]] | |||
*'''485:''' Im Jahr 485 kämpft Ælle nach der Angelsächsischen Chronik gegen die Romano-Briten beziehungsweise „Waliser“ bei Mearcrædesburnan stæðe an einem nicht lokalisierten Grenzfluss, wobei der Ausgang dieses Gefechts unbekannt bleibt. | |||
*'''477:''' Im Jahr 477 kommt Ælle nach der Angelsächsischen Chronik mit seinen drei Söhnen Cymen, Wlencing und Cissa in drei Schiffen mit weiteren sächsischen Truppen an der Küste des nach ihnen benannten Sussex bei Cymenesora an und kämpft dort gegen die ansässigen Romano-Briten beziehungsweise „Waliser“. Er tötet dabei viele Gegner und zwingt andere zur Flucht in den Wald Andredesleage, womit das ausgedehnte Waldgebiet Weald gemeint ist. | |||
'''Kent''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Oeric König Oeric (488–512)] <br /> | |||
*[ | *'''488:''' Im Jahr 488 stirbt Hengest wohl, und Oeric herrscht danach 24 Winter als alleiniger König. In der anderen Überlieferung heißt es, dass Esk im Jahr 488 König von Kent wird und dort 24 Winter regiert, also ungefähr bis 512. Wilhelm von Malmesbury schildert ihn als einen König, der sein Reich eher schützt als vergrößert. Der Text betont außerdem, dass Oeric vermutlich auch Oisc, Oesc, Æsc, Eisc, Esc oder Oeric heißt, und dass die Formen der Überlieferung unterschiedlich sind. Die wichtigste Quelle bleibt die Angelsächsische Chronik, daneben die Церковная история англов des Beda. Mehrere Forscher halten die frühen Berichte über Hengest, Horsa und die Ursprünge Kents für mythisch oder literarisch geprägt, nicht für sicher historisch. | ||
*[[512#ANGELSACHSEN | Fortsetzung 512]] | |||
*'''473:''' Im Jahr 473 kämpfen Hengest und Oeric wieder gegen die Walas und erlangen dabei „unermessliche Beute“. Die Gegner fliehen „von den Angeln, wie vom Feuer“. In der anderen Darstellung heißt es, dass Hengest und Esk mit den „Walisern“ kämpfen, unermessliche Beute nehmen und die Gegner davonlaufen. | |||
*'''465:''' Im Jahr 465 sind Hengest und Oeric erneut gegen die Walas, also die Welschen bzw. Kelten, siegreich. In der anderen Fassung werden die Waliser am Wippedsfleot, dem „Rinn des Wipped“, geschlagen; dabei fallen 12 Eldormen und der Tēn Wipped. | |||
*'''457:''' Im Jahr 457 siegen Hengest und Oeric in der blutigen Schlacht von Crecganford, also bei Crayford östlich von London, über die Briten. Nach dieser Niederlage fliehen die Briten aus Kent nach London. In der anderen Darstellung besiegen Hengest und Esk in diesem Jahr die Briten bei „Brod / Creacanford“ und töten dabei 4.000 Krieger, worauf die Briten gezwungen sind, Kent zu verlassen. | |||
*'''455:''' Im Jahr 455 zerwerfen sich Hengest und Horsa mit Vortigern. Es kommt zur Schlacht bei Agælesþrep, also bei Aylesford, in der Horsa fällt. Darauf macht Hengest sich und Oeric zu Königen von Kent. In der anderen Überlieferung wird ebenfalls berichtet, dass 455 bei der Schlacht an der genannten Stelle Horsa getötet wird und Hengest mit seinem Sohn Esk die Herrschaft übernimmt. | |||
*'''449:''' Im Jahr 449 kommen Hengenst und Horsa auf Einladung von Vortigern nach Britannien. Sie werden als Söldner geholt, um mit ihren Männern gegen die aus dem Norden eindringenden Pikten zu kämpfen. Oeric begleitet seinen Vater Hengest und seinen Onkel Horsa, tritt aber zu dieser Zeit noch nicht weiter in Erscheinung. Als Sold erhalten Hengest und seine sächsischen Gefolgsleute Land bei Ypwinesfleot im Südosten des Landes, das spätere Königreich Kent. | |||
==WESTGERMANEN== | ==WESTGERMANEN== | ||
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'''Westgoten''' | '''Westgoten''' | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Alarich_II. König Alarich II. (484–507)] | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Alarich_II. König Alarich II. (484–507)] <br /> | ||
*'''497:''' Auch 497 gehört zur Rebellion des Burdunellus. Die Unruhe in Spanien steht im Text neben den fränkischen Angriffen auf die Aquitanische Zweite und der Einnahme von Burdigala, wo der fränkische König den General Suatrius gefangen nimmt. | |||
*[[500#WESTGERMANEN | Fortsetzung 500]] | |||
*'''496:''' In den Jahren 496 bis 497 kommt es zur hispano-römischen Rebellion des Burdunellus. Der Text verbindet diese Entwicklung mit der begonnenen westgotischen Implantierung im Norden Spaniens. Gleichzeitig greifen die Franken die Aquitanische Zweite an. | |||
*'''490:''' Im Jahr 490 schickt Alarich ein Heer gegen Odoaker nach Pavia. Dieses Heer ist nicht mehr die große Eroberungsarmee seines Vaters, sondern eher eine Truppe, die Ordnung herstellt und gegen die Bagaude von Tarraconaise kämpft. Der Text stellt in diesem Zusammenhang auch dar, dass Alarich die westgotische Präsenz im Norden Spaniens ausbaut und damit die Entwicklung im Reich beeinflusst. | |||
*'''487:''' Falls die Auslieferung Syagrius’ später erfolgt, kann sie auch in das Jahr 487 fallen. Der Text nennt dazu, dass Chlodwig seine stärkere Stellung in Gallien als mögliches Motiv für die westgotische Nachgiebigkeit deuten kann. Alarich versucht weiterhin, einen Krieg mit den Franken zu vermeiden und hält am bisherigen Friedensvertrag fest. | |||
*'''486:''' Im Jahr 486 flieht der von den Franken besiegte Syagrius in das Westgotenreich. Alarich liefert ihn zu einem nicht genau datierbaren Zeitpunkt an Chlodwig I. aus, um einen Krieg mit den Franken zu vermeiden. Im selben Zeitraum sendet Alarich westgotische Truppen nach Italien, um seinen Schwiegervater Theoderich den Großen im Kampf gegen Odoaker zu unterstützen. Außerdem kommt es zu Kämpfen zwischen Franken und Westgoten, und die Franken dringen bis Bordeaux vor. | |||
*'''484:''' Alarich II. folgt 484 seinem Vater Eurich als König der Westgoten. Er ist beim Antritt seiner Herrschaft noch sehr jung und übernimmt ein Reich, das sich über den größten Teil der Iberischen Halbinsel, Aquitanien und den größten Teil der Provence erstreckt. Seine Herrschaft beginnt damit, dass er als arianischer König über ein Reich mit katholischer romanischer Bevölkerung regiert. In diesem Zusammenhang hält er an dem Frieden mit den Franken fest, den sein Vater geschlossen hat. [http://de.wikipedia.org/wiki/Eurich König Eurich (466–484)] | |||
'''Burgunden''' | '''Burgunden''' | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Godegisel König Godegisel | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Godegisel Unterkönig in Genf Godegisel (463-480), König Godegisel (480–501)] <br /> | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gundobad König Gundobad in Lyon (480–516)] <br /> | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Gundobad König Gundobad in Lyon (480–516)] <br /> | ||
*[ | |||
*'''um 497:''' Sigismund bekehrt sich zum Katholizismus, getauft von Bischof Avitus von Vienne | |||
*[[500#WESTGERMANEN | Fortsetzung 500]] | |||
*'''494:''' Godegisel: In Genf erreicht ihn 494 eine Gesandtschaft des Bischofs Epiphanius von Pavia. | |||
*'''um 492/494:''' Ehebündnisse zur Sicherung der Burgunderstellung: Gundobads Sohn Sigismund heiratet Ariagne, Tochter von Theoderich dem Großen. Chrodechild, Gundobads Nichte, wird um 494 mit Frankenkönig Chlodwig I. vermählt. | |||
*'''490:''' Im Krieg zwischen Odoaker und Theoderich dem Großen marschiert Gundobad in Ligurien ein, erbeutet viel und zieht sich wieder zurück. | |||
*'''480:''' Godegisel: Chilperich I. stirbt um 480 kinderlos, sodass fortan Gundobad, der älteste der Brüder, und Godegisel als Könige der Burgunden amtieren. | |||
*'''ca. 476/477:''' Die Brüder Chilperich II. und Godomar I. sterben früh – nach neuerer Forschung bereits um 476/477. Von da an üben vor allem Gundobad und Godegisel die Königsmacht aus. | |||
*'''475:''' Godegisel: Godomar und Chilperich II. sterben um 475/476. | |||
*'''473:''' Gundobad ist der älteste Sohn von König Gundioch und dient zunächst seinem Onkel Ricimer in Italien als magister militum und patricius. Nach Ricimers Tod wird er selbst zum „Patricius“ erhoben und nimmt an den politischen Wirren des Weströmischen Reichs teil. 473–480: Nach dem Tod von Gundioch und Chilperich I. wird Gundobad gemeinsam mit seinen Brüdern (Godegisel, Chilperich II., Godomar I.) König der Burgunden. Die Königsherrschaft wird unter den Brüdern geteilt. Gundobad residiert in Lyon und gewinnt allmählich die Oberherrschaft. | |||
*'''473:''' Godegisel: Nach dem Tod seines Vaters Gundioch um 473 teilen sich zunächst vor allem Gundobad und Chilperich I., ein Bruder Gundiochs und damit Onkel Godegisels, die Macht. | |||
*'''463:''' Godegisel: Godegisel ist ab 463 Unterkönig im Königreich der Burgunden; er hat seinen Herrschaftssitz in Genf. | |||
'''Fränkisches Reich''' | '''Fränkisches Reich''' | ||
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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Remigius_von_Reims Bischof Remigius von Reims (459–533)] | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Remigius_von_Reims Bischof Remigius von Reims (459–533)] | ||
*[[500#WESTGERMANEN | Fortsetzung 500]] | *[[500#WESTGERMANEN | Fortsetzung 500]] | ||
*'''498:''' Chlodwig: 498 gehört ebenfalls zu den in der Forschung wahrscheinlichsten Jahren für die Taufe Chlodwigs. Im Text bleibt dabei der Ablauf gleich: Nach dem Sieg über die Alamannen wird er zu Weihnachten in Reims getauft. Die Datierung bleibt jedoch unsicher. | |||
*[[499#WESTGERMANEN | Fortsetzung 499]] | |||
*'''497:''' Chlodwig: 497 ist eines der wahrscheinlichsten Jahre für Chlodwigs Taufe. Die Forschung nennt dieses Jahr zusammen mit 498 und 499 als die wahrscheinlichsten Datierungen. Die Taufe selbst bleibt inhaltlich dieselbe: Sie erfolgt zu Weihnachten in Reims durch Bischof Remigius. | |||
*'''496:''' Chlodwig: In der Schlacht von Zülpich besiegt Chlodwig die Alamannen zum ersten Mal. Nach dem Sieg über die Alamannen konvertiert er zum römisch-katholischen Christentum. Zu Weihnachten wird er von Bischof Remigius in Reims getauft. Das Jahr der Taufe ist in der Forschung umstritten; am wahrscheinlichsten sind 497, 498 oder 499, auch 507 wird in Betracht gezogen. Die Taufe wird in drei Quellen erwähnt: bei Avitus von Vienne, in einem Brief des Remigius von Reims und bei Gregor von Tours. In den Quellen werden zwei Motive für den Übertritt genannt: der christliche Königsgedanke und das Motiv des stärkeren Gottes. Gregor von Tours berichtet, Chlodwig entscheide sich für das Christentum, nachdem der christliche Gott ihm in der Schlacht von Zülpich die erbetene Hilfe gewährt habe. Auch der Einfluss Chrodechilds spielt wohl eine Rolle. Außerdem spricht der Text davon, dass Chlodwig bereits vor seiner Taufe mit den römischen Bischöfen Galliens kooperiert. | |||
*'''Um 495:''' Geburt Chlothars I., jüngster Sohn von Chlodwig I. und Chrodechild | |||
*'''494:''' Chlodwig: Auch 494 gehört noch zu dem Zeitraum, in dem Chlodwig Chrodechild heiratet. Im Text wird die Ehe als Verbindung mit einer burgundischen Prinzessin beschrieben. Der religiöse Einfluss Chrodechilds und das katholische Umfeld gewinnen dadurch an Bedeutung. | |||
*'''493:''' Chlodwig: Zwischen 492 und 494 bleibt die Ehe mit Chrodechild der zentrale Vorgang. Laut Gregor von Tours setzt sie ihre Bemühungen fort, Chlodwig zum christlichen Glauben zu bewegen. Der Text nennt für diesen Zeitraum keinen weiteren eigenständigen Vorgang. | |||
*'''492:''' Chlodwig: Zwischen 492 und 494 heiratet Chlodwig die burgundische Prinzessin Chrodechild. Gregor von Tours zufolge bemüht sie sich früh darum, ihren Mann zur katholischen römischen Reichskirche zu bekehren. Im engeren Umfeld Chlodwigs gibt es Personen, die dem Arianismus anhängen; für Chlodwig selbst gilt dies aber anscheinend nicht, auch wenn er mit dem Gedanken gespielt haben mag. Sein Vater Childerich hängt paganen Traditionen an, pflegt aber dennoch gute Beziehungen zu katholischen Bischöfen. | |||
*'''487:''' Chlodwig: Der Sieg von Soissons wird in der Überlieferung als 486/487 datiert. Im Text wird dieser Zeitpunkt als der Moment genannt, in dem Chlodwig den letzten römischen Herrscher in Gallien bezwingt. Dadurch gilt er als Begründer des Frankenreichs, dessen Hauptstadt er Paris macht. | |||
*'''486:''' Chlodwig: Um 486 besiegt Chlodwig bei Soissons trotz fehlender Unterstützung seines Vetters Chararich, aber mit Hilfe seines Verwandten Ragnachar, den Syagrius. Syagrius ist der Sohn des Aegidius und der letzte gallo-römische Heerführer in Gallien. Dieser Sieg erweitert Chlodwigs Machtbereich um den größten Teil des Gebietes nördlich der Loire. Syagrius flieht zunächst ins Westgotenreich, wird später an Chlodwig ausgeliefert und hingerichtet. Chlodwig befehligt dabei nicht nur fränkische Kämpfer, sondern auch Soldaten anderer Herkunft, darunter nach Prokopios von Caesarea große Teile der einstigen römischen Grenzarmee Nordgalliens. | |||
*'''481/482:''' Chlodwig: Chlodwig folgt wahrscheinlich 481/82 seinem Vater als „Kleinkönig“ des Kriegerverbandes der Salfranken nach. Zu dieser Zeit kontrolliert er ungefähr den Raum der ehemaligen weströmischen Provinz Belgica secunda in den heutigen südlichen Niederlanden und dem nördlichen Belgien, also Toxandrien um Tournai. Wie sein Vater ist er offiziell nur der „Verwalter“ der Provinz; als Heerführer bzw. „König“ tritt er zunächst vor allem gegenüber seinen Soldaten auf. In der neueren Forschung wird er als „Warlord“ gesehen, also als Heerführer, der eine eigene Herrschaft etabliert, die sich noch in den formal bestehenden Rahmen des Imperium Romanum einordnet. Sein Geschlecht, die Merowinger, gilt dabei nicht als alte Dynastie, sondern als Familie, die ihre herausragende Stellung wahrscheinlich erst um die Mitte des 5. Jahrhunderts erlangt. | |||
*'''397:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Severin_von_K%C3%B6ln '''Bischof Severin von Köln (397)'''] | |||
'''Rheinfranken''' | '''Rheinfranken''' | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Sigibert_von_K%C3%B6ln König Sigibert von Köln (483-509)] | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Sigibert_von_K%C3%B6ln König Sigibert von Köln (483-509)] <br /> | ||
*'''497:''' Für 497 nennt der Text dieselbe Schlacht von Zülpich/Tolbiac als möglichen Zeitpunkt; dort wird die Verwundung Sigeberts erneut mit dem Kampf gegen die Alamannen verbunden. Der Text nennt 496 oder 497 als das Jahr der fränkischen Schlacht gegen die Alamannen. | |||
*[[507#WESTGERMANEN | Fortsetzung 507]] | |||
*'''496:''' Im Jahr 496 greift das Gebiet von Sigebert nach dem Text erneut in das Geschehen ein, weil die Alamannen sein Reich überfallen. Sigebert ruft Chlodwig zu Hilfe, und beide liefern bei Tolbiac die Schlacht, schlagen die Alamannen und treiben sie zurück. Sigebert wird dabei am Knie verletzt, weshalb er den Beinamen „der Lahme“ erhält. Der Text nennt außerdem, dass er bereits 496 König ist. | |||
*'''486:''' Im Zusammenhang mit der Schlacht von Soissons im Jahr 486 steht, dass Sigebert daran **nicht** teilnimmt. Seine Aufgabe ist es stattdessen, die rückwärtigen Räume der fränkischen Reiche gegen die Alamannen zu schützen. | |||
*'''469:''' Sigibert: Über das Jahr 469 nennt der Text nur, dass die Angabe von Sigeberts Herrschaftsbeginn wahrscheinlich später als 469 liegt. Außerdem steht dort, dass Sigemer 469 in Lyon eine burgundische Prinzessin heiratet, um gegen den alamannischen Druck zusammenzustehen. Danach folgt eine Phase der Spannung mit den salfränkischen Franken. | |||
'''Vandalen''' | '''Vandalen''' | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Thrasamund König Thrasamund (496–523)] <br /> | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Thrasamund König Thrasamund (496–523)] <br /> | ||
*'''496:''' Thrasamund wird nach dem Tod seines Bruders Gunthamund König der Vandalen und Alanen | |||
*[[500#WESTGERMANEN | Fortsetzung 500]] | |||
==OSTGERMANEN== | ==OSTGERMANEN== | ||
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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Theoderich_der_Gro%C3%9Fe König Theoderich der Große (474–526)] <br /> | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Theoderich_der_Gro%C3%9Fe König Theoderich der Große (474–526)] <br /> | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Symmachus_(Papst) Papst Symmachus (498–514)] <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Laurentius_(Gegenpapst) Papst Laurentius (498-499)] <br /> | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Symmachus_(Papst) Papst Symmachus (498–514)] <br />Theoderich lässt Symmachus als Bischof von Rom anerkennen und sorgt dafür, dass Laurentius das Bistum Nuceria Alfaterna in Kampanien erhält. Symmachus beruft am 1. März 499 Synode in Rom ein, an der 72 Bischöfe und der gesamte römische Klerus teilnehmen, um die Anerkennung des königlichen Urteils zu bestätigen und zukünftige Unruhen bei Wahlen zu verhindern. Gleichzeitig versucht er, die Opposition zu besänftigen, indem er Laurentius das Bistum Nuceria überträgt. | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Laurentius_(Gegenpapst) Papst Laurentius (498-499)] <br /> | |||
*[[500#OSTGERMANEN | Fortsetzung 500]] | *[[500#OSTGERMANEN | Fortsetzung 500]] | ||
*'''22. November 498:''' Wahl des Erzdiakons Symnachus zum Papst mit Unterstützung des Ostgotenkönigs Theoderich des Großen; gleichzeitig Wahl des Gegenpapstes Laurentius. | |||
*'''498:''' Laurentius: Nach dem Tod von Papst Anastasius II. wählt man nach fünftägiger Sedisvakanz am 22. November 498 zwei Nachfolger, nämlich Symmachus, einen ehemaligen Diakon, und Laurentius, den vormaligen Archipresbyter. Laurentius wird nur von einer Minderheit des Klerus gewählt, während Adel und Senat Roms auf seiner Seite stehen. Er wird in der Basilika Santa Mariae mit Unterstützung einer abweichenden, byzantinisch gesinnten Partei gewählt, die vom oströmischen Kaiser Anastasius I. unterstützt wird. Die Spaltung erfasst Klerus, Senat und Volk von Rom und führt zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Beide Parteien rufen König Theoderich als Schiedsrichter an und ziehen nach Ravenna, um ihre Argumente vorzubringen. | |||
*[[499#OSTGERMANEN | Fortsetzung 499]] | |||
*'''493:''' Rom, das unter Odoaker nach dem Zusammenbruch des Weströmischen Reiches nominell weiterhin Teil der weströmischen Verhältnisse war, fiel ab 493 faktisch unter gotische Herrschaft. | |||
*'''493:''' Der Kleriker Magnus Felix Ennodius wird zum Diakon geweiht, Tätigkeit an der Kathedrale von Ticinum (später Pavia). zwischen 493 und 507: Verfasst verschiedene religiöse und politische Schriften, darunter eine Lobrede auf den Ostgotenkönig Theoderich | |||
'''Langobarden''' | '''Langobarden''' | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Tato_(Langobarde) König Tato (um 490–510)] | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Tato_(Langobarde) König Tato (um 490–510)] <br /> | ||
*'''490:''' Tato gelangt nach dem Tod seines Vaters Claffo um das Jahr 490 an die Macht und übernimmt die Herrschaft über die Langobarden. Unter seiner Führung verlassen die Langobarden Rugiland und gehen für drei Jahre auf Wanderschaft in das Gebiet zwischen Theiss und Donau. In dieser Zeit regiert Tato als Sohn des Claffo aus dem Geschlecht der Lithingi, während seine Kinder Rumetruda und Ildichis heißen und Wacho später als sein Neffe nachfolgt. | |||
*[[505#OSTGERMANEN | Fortsetzung 505]] | |||
*'''Um 470:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Wacho Wacho] Wacho wird als Sohn des Prinzen Zuchilo (auch Unichis oder Unigis), eines Bruders des Langobardenkönigs Tato, geboren. Über seine Kindheit und Jugend ist wenig bekannt | |||
==OSTRÖMISCHES REICH== | ==OSTRÖMISCHES REICH== | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Anastasios_I. Kaiser Anastasios I. (491–518)] <br /> | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Anastasios_I. Kaiser Anastasios I. (491–518)] <br /> | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Akakianisches_Schisma Akakianisches Schisma (484–519)] | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Akakianisches_Schisma Akakianisches Schisma (484–519)] <br /> | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Makedonios_II. Patriarch Makedonios II. (Konstantinopel, 496–511)] <br /> | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Makedonios_II. Patriarch Makedonios II. (Konstantinopel, 496–511)] <br /> | ||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Flavian_II_of_Antioch Patriarch Flavian II. (Antiochien, 498-512)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Elias_von_Jerusalem Patriarch Elias von Jerusalem (494-513)] | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Elias_von_Jerusalem Patriarch Elias von Jerusalem (494-513)] | ||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Pope_John_II_(III)_of_Alexandria Papst und Patriarch Johannes II. (Alexandria, 505–516)] <br /> | |||
*'''498:''' Anastasios: Abschaffung der Handelssteuer Chrysargyron (collatio lustralis) zur wirtschaftlichen Entlastung, Einnahme einer umfassenden Münzreform (Stabilisierung des Kupfergeldes), effiziente Neuordnung der Steuererhebung | |||
*'''498:''' Flavian II. steht zunächst als Mönch unter der Regel des heiligen Basilius im Kloster Tilmognon und wird später Apokrisiar. Nach dem Tod des Patriarchen Palladius im Jahr 498 wird Flavian von Kaiser Anastasius I. zum Patriarchen von Antiochia ernannt, unter der Bedingung, dass er das Henotikon annimmt. Als Patriarch zeigt Flavian II. keine offene Gegnerschaft zum chalcedonischen Christentum. Er und Patriarch Elias I. von Jerusalem widersetzen sich den Versuchen, das Konzil von Chalkedon abzuschaffen, und Flavian bemüht sich wegen des Konflikts zwischen Chalcedoniern und Nicht-Chalcedoniern in Antiochia um einen Mittelweg in Bezug auf die chalkedonischen Beschlüsse. | |||
*[[500#OSTRÖMISCHES_REICH | Fortsetzung 500]] | |||
*'''497:''' Makedonios: Innerhalb eines Jahres oder zweier Jahre nach seinem Amtsantritt beruft er ein Konzil ein. In diesem Konzil bestätigt er die Beschlüsse des Konzils von Chalcedon schriftlich. Die Datierung dieses Konzils ist ungewiss. | |||
*'''496:''' Patriarch Euphemius wird abgesetzt; Makedonios II. wird neuer Patriarch von Konstantinopel | |||
*'''496:''' Makedonios: Makedonios II. ist Patriarch von Konstantinopel. Er ist streng chalkedonischer Christ. Er wirkt von Juli 496 bis August 511 im Amt. | |||
*'''11. April 491:''' Nach dem Tod von Kaiser Zenon wird Anastasios I. auf Betreiben der Kaiserinwitwe Ariadne in Konstantinopel zum Kaiser des Oströmischen Reiches ausgerufen und heiratet Ariadne, um Legitimität zu sichern. - 491–498: Machtkämpfe gegen Zenons Bruder Longinus und die Isaurier (sog. Isaurierkrieg); ihre politische Vormacht wird gebrochen und viele Isaurier nach Thrakien umgesiedelt - 491-518: Verschärfung des Glaubenskonfliktes durch Unterstützung des Monophysitismus, das Akakianische Schisma mit Rom bleibt bestehen. Förderung von Städten, Handwerk und Handel, aber Belastung der Landbevölkerung durch Steuerdruck | |||
*'''494:''' Elias: Im Jahre 494 folgt Elias dem Patriarchen Sallustius auf dem Bischofssitz und wird Patriarch von Jerusalem. Sein Episkopat liegt in der Zeit des akakianischen Schismas. | |||
*'''Um 491:''' Severus (künftiger Patriarch): Mönch im Kloster des Petrus von Iberien, Maiuma bei Gaza. Bald darauf Priester und Archimandrit | |||
*'''Um 482:''' Geburt Justinians, des späteren Kaisers, in Tauresium (nahe dem heutigen Skopje) | |||
*'''um 470:''' Justin (der spätere Kaiser): Militärkarriere in Konstantinopel; Teilnahme an den Isaurischen Kriegen | |||
*'''457:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Elias_von_Jerusalem Elias] Der Mönch Elias ist von Geburt Araber und wächst in einem ägyptischen Kloster auf. Im Jahre 457 wird er durch den monophysitischen Patriarchen von Alexandria Timotheos vertrieben und kommt nach Palästina, wo er in der Nähe von Jericho eine Laura gründet. Dort empfängt ihn Patriarch Anastasios von Jerusalem zur Priesterweihe. | |||
*'''um 450:''' Geburt von Justin in der Nähe von Naissus (heute Niš, Serbien), Provinz Dacia mediterranea | |||
==IBERIA== | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Vakhtang_I Klientelkönig Wachtang I. (439/452-502/522)] <br /> | |||
* | *'''nach 470:''' Nach Überlieferung nimmt Wachtang auch an persischen Feldzügen teil und kämpft vermutlich gegen Alanen und andere Nachbarn. Seine Teilnahme an den Kriegen Peroz‘ I. gegen die Hephthaliten wird von der späteren Tradition behauptet, ist aber historisch umstritten. Gründung von Tbilissi (Tiflis): Laut Legende entdeckt Wachtang beim Jagen heiße Quellen an der Kura und veranlasst dort die Gründung der heutigen Hauptstadt Georgiens. Die Gründung wird meist in die Regierungszeit (2. Hälfte 5. Jh.) gelegt. spätes 5. Jh.: Wachtang bemüht sich um eine größere kirchliche Selbständigkeit Georgiens (Autokephalie der georgisch-orthodoxen Kirche) | ||
*[[502#IBERIA | Fortsetzung 502]] | |||
*'''um 452:''' Wachtang wird König von Iberien (Kartlien) nach dem Tod seines Vaters (möglicherweise aber auch bereits 539 oder 443). In den frühen Jahren seiner Herrschaft erneuert und festigt Wachtang die Beziehungen zur Kirche in Konstantinopel und beginnt eine Kirchenausbau-Reform. Mitte/zweite Hälfte 5. Jh.: Kämpft wiederholt gegen das persische Sassanidenreich zur Wahrung der georgischen Unabhängigkeit | |||
==SASSANIDENREICH== | ==SASSANIDENREICH== | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Zamasp Großkönig Zamasp (496–499)] | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Kavadh_I. '''Großkönig Kavadh I. (2. Amtszeit 499–531)'''] <br />Im Jahr 499 (ev. bereits 498) kehrt Kavadh mit einem Hephthaliten-Heer nach Iran zurück, trifft beim Durchqueren der Gebiete der Familie der Kanarangiyan in Choresan auf Adergoudounbades, der ihm Hilfe zusichert, erhält zudem Unterstützung von Zarmihr Karen, einem Sohn Sukhras, und stößt auf keinen Widerstand durch Zamasp sowie Adel und Klerus, die einen neuen Bürgerkrieg vermeiden wollen; sie einigen sich mit Kavadh darauf, dass er erneut Großkönig wird, unter der Bedingung, Zamasp und die Elite nicht zu verletzen, Jamasp verschont bleibt, wahrscheinlich geblendet wird, während Gushnaspdad und andere Adlige, die gegen Kavad intrigiert haben, hingerichtet werden, und Kavadhs Rückgewinnung des Thrones die schwierigen Verhältnisse des Reiches verdeutlicht, in denen in Zeiten der Anarchie eine kleine Streitmacht die Allianz aus Adel und Klerus überwältigen kann. Nach seiner Absetzung geht Zamasp nach Armenien, besiegt dort die Chasaren, erobert einen Teil ihres Gebietes, heiratet eine Frau aus Armenien, die ihm einen Sohn namens Narsi gebiert. | |||
*'''496:''' Im Jahr 496 wird Kavad I. aufgrund der von ihm eingeführten sozioökonomischen und religiösen Veränderungen von Adel und zoroastrischem Klerus abgesetzt, Jamasp als sein gefügigerer Bruder von Adel und Klerus auf den Thron des Sassanidenreiches erhoben, Jamasp als Großkönig von Iran eingesetzt, ein weiterer Grund für Kavads Absetzung ist seine Hinrichtung Sukhras, während im Reich, insbesondere in Mesopotamien, Unruhen auftreten, ein Rat des Adels über das weitere Vorgehen mit Kavad berät, Gushnaspdad die Hinrichtung Kavads vorschlägt, dieser Vorschlag jedoch abgelehnt wird, Kavad stattdessen im „Gefängnis des Vergessens“ in Chusistan eingesperrt wird und ihm die Flucht gelingt, worauf er in die Herrschaftsgebiete der Hephthaliten entkommt. Zwischen 496 und 498/499 ist Jamasp als sassanidischer Großkönig von Persien beziehungsweise König der Könige von Iran eingesetzt, ist ein Sohn von Peroz I. und jüngerer Bruder von Kavad I., wird nach der Absetzung Kavads durch Adel und Klerus auf den Thron gesetzt, und der Name seiner Mutter ist unbekannt. | |||
*'''488:''' Im Jahr 488 erweist sich Balasch als bei Adel und Klerus unbeliebt, wird nach nur vier Jahren Herrschaft abgesetzt, und Sukhra, der bei seiner Absetzung eine Schlüsselrolle spielt, setzt Kavad I. als neuen Schah von Iran ein. | |||
*'''488:''' Nach einer Adelsrevolte wird Kavadh I. als Großkönig eingesetzt und ersetzt seinen Onkel Balasch. 488–496: Erste Regierungszeit. Kavadh versucht, das Reich durch Reformen und die Unterstützung der sozialen Bewegung der Mazdakiten zu stärken. Dies führt zu Konflikten mit Adel und Klerus | |||
*'''473:''' Geburt von Kavadh I., Sohn des Großkönigs Peroz I. | |||
*'''484:''' Im Jahr 484 wird Peroz I. von einer Hephthaliten-Armee in der Nähe von Balkh besiegt und getötet, seine Armee wird vollständig zerstört, sein Leichnam wird nicht gefunden, und vier seiner Söhne und Brüder sterben ebenfalls; die Hauptstädte der sassanidischen Ostregion Choresan – Nischapur, Herat und Marw – stehen nun unter der Herrschaft der Hephthaliten, während Sukhra aus dem Haus Karen ein neues Heer aufstellt und den weiteren Vormarsch der Hephthaliten stoppt, und Peroz’ Bruder Balasch wird von den iranischen Magnaten, besonders von Sukhra und dem Mihraniden-Generalfeldherrn Schapur Mihran, zum Schah gewählt, erweist sich jedoch als unbeliebt beim Adel und Klerus und wird nach nur vier Jahren im Jahr 488 abgesetzt, worauf Sukhra Kavad I. zum neuen Schah von Iran ernennt. | |||
Lachmiden | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Nu%27man_II_ibn_al-Aswad Klientelkönig Al-Nu'man II ibn al-Aswad (497-503)] <br />Lachmiden: 499/500: Nach dem Tod des al-Munzir II bestätigt der Schahanschah Al-Nu'man II als König der Lachmiden. Der Text setzt diese Einsetzung zwischen August 499 und August 500 an. Al-Nu'man II herrscht damit über das Reich der Lakhmiden. | |||
[[502#SASSANIDENREICH | Fortsetzung 502]] | |||
*'''497:''' Al-Nu'man II ibn al-Aswad ist der zehnte lakhmidische König und herrscht seit 497. Seine Mutter ist Umm al-Mulk bint ʿAmr ibn Hajar al-Kindi, die Schwester von al-Harith ibn ʿAmru, einem kinditischen Prinzen. | |||
*'''497:''' Lachmiden: 497/498: Nach der Darstellung des Theophanes des Bekenners greifen „Arabier-Skiniten“ aus dem Stamm des Phylarchen Naaman in die Euphratensia ein. Sie werden bei Vithraps von den Truppen des Strategen Eugenius geschlagen. Der Text nennt für diese Ereignisse das Jahr 5990 seit Erschaffung der Welt, entsprechend September 497 bis August 498. | |||
*'''492:''' Lachmiden: 492/493: Al-Nu'man II ist der Sohn des lachimdischen Königs al-Aswad, der in Ungnade beim sassanidischen Schahanschah Kavad I fällt. Im Jahr 492 oder 493 wird al-Aswad von der Macht entfernt und in eine Haft gesetzt. Als Nachfolger wird sein Bruder al-Munzir II eingesetzt. Was Al-Nu'man II in den sieben Jahren der Herrschaft seines Onkels tut, bleibt im Text unbekannt. | |||
==AKSUMITISCHES REICH== | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Nezool König Nezool (um 450–500)] <br /> | |||
*beim nächsten Eintrag: [[500#AKSUMITISCHES_REICH | Fortsetzung 500]] | |||
==HIMYAR== | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Marthad%27ilan_Yu%27nim König Marthad'ilan Yu'nim (480–504 bzw 480–485)] <br /> | |||
*'''485:''' Christian J. Robin hält fest, dass seine Herrschaft im Jahr 485 endet. Nach den Angaben im Text bleibt jedoch eine Inschrift aus dem Jahr 502 CE erhalten, die seinen Namen zusammen mit seinen Geschwistern nennt; diese Inschrift nennt ihn außerdem nicht mit königlichen Titeln. | |||
*[[505#HIMYAR | Fortsetzung 505]] | |||
*'''480:''' Marthad'ilan Yu'nim beginnt im Jahr 480 seine Herrschaft. Nach der Inschrift YM 1200 errichtet er eine Synagoge und repariert einen unbekannten monotheistischen Kultort, der als Kenesit bezeichnet wird. Marthad'ilan Yu'nim, auch Marthad al-Khayr genannt, ist ein himyaritischer König und wird vor allem für seine Beteiligung am Basus-Krieg genannt. 480-504: In den Inschriften lautet sein Name Marthad'ilan Yu'nim; sein vollständiger Name ist Marthad ibn Lakhni'ah Yanuf al-Himyari. In den Büchern des arabischen Erbes heißt er Marthad al-Khayr ibn Dhi Jadan. Das Wort Yun'im bedeutet im Himyaritischen „gesegnet“, was im Arabischen al-Khayr entspricht. Marthad'ilan Yu'nim sendet eine Streitmacht von fünfhundert Soldaten, um Imru' al-Qais bei seinem Vorhaben zu unterstützen, die Stämme der Taghlib und der Banu Bakr im Basus-Krieg wieder zu vereinen, um die Banu Asad zu besiegen. Nach den arabischen Überlieferungen wird Marthad'ilan Yu'nim von einem König namens Qarmal abgelöst. | |||
==ROURAN== | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Yujiul%C3%BC_Nagai Kagan Yujiulü Nagai (492–506)] <br /> | |||
*'''492:''' Nagai reißt 492 mit einem erfolgreichen Staatsstreich der Adligen der Rouran die Stellung des Khagan von Yujiulü Doulun an sich. Danach bittet er Kaiser Wu von Südliches Qi um Ärzte, Handwerker und Kunsthandwerker, doch diese Bitte wird abgelehnt. [https://en.wikipedia.org/wiki/Yujiul%C3%BC_Doulun Kagan Yujiulü Doulun (485–492)] | |||
*[[501#ROURAN | Fortsetzung 501]] | |||
*'''487:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Yujiul%C3%BC_Nagai Yujiulü Nagai] Yujiulü Nagai und sein Neffe, der Kagan Yujiulü Doulun, kämpfen gegen den Gaoche-Herrscher Afuzhiluo und dessen Cousin Qiongqi. Afuzhiluo, Qiongqi und ihre Sippen mit über 100.000 Jurten entkommen 487 den verfolgenden Heeren von Doulun und Nagai. Während Doulun nur begrenzten Erfolg hat, gewinnt Nagai alle seine Kämpfe gegen die Gaoche. | |||
==INDIEN== | |||
'''Alchon-Hunnen''' | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Toramana König Toramana (493–515)] <br /> | |||
*'''Um 497–500:''' Die Stadt Kausambi wird wahrscheinlich von Toramana und seinen Hunnen erobert. | |||
*[[510#INDIEN | Fortsetzung 510]] | |||
*'''495–500:''' Inschriften, u.a. in Kura (Punjab), belegen Toramanas Herrschaft und seine Annahme indischer Königstitel (z.B. „Mahārājadhirāja“). | |||
*'''Um 493:''' Toramana besteigt als bedeutender Herrscher der Alchon-Hunnen (auch Hunas genannt) den Thron. Er konsolidiert die Macht dieser Zentralasiatischen Gruppe im Punjab und beginnt mit der Expansion nach Indien hinein | |||
*'''493:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Mehama König Mehama (461-493)] | |||
'''Gupta-Reich''' | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Narasimhagupta König Narasimhagupta (495-530)] <br /> | |||
*'''um 495:''' Beginn der Herrschaft von Narasimhagupta Baladitya als Gupta-König, Nachfolger von Budhagupta | |||
*'''um 495:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Budhagupta König Budhagupta (476-495)] | |||
*[[500#INDIEN | Fortsetzung 500]] | |||
'''Vakataka''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Harishena König Harishena (480-510)] | |||
'''Westliche Ganga-Dynastie''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Avinita König Avinita (469-529)] | |||
*'''469:''' Avinita besteigt den Thron der Ganga-Dynastie [[529#INDIEN | Fortsetzung 529]] | |||
'''Kamarupa''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Narayanavarman König Narayanavarman (494–518)] <br /> | |||
*'''494:''' Narayanavarman wird König von Kamarupa. Sein Vater, Mahendravarman, stirbt. [[518#INDIEN | Fortsetzung 518]] | |||
*'''494:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Mahendravarman_(Varman_dynasty) König Mahendravarman (Mahendravarman)] | |||
'''Anuradhapura''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Moggallana_I König Moggallana I. (497–515)] | |||
*'''497:''' Moggallana I. wird nach seiner Rückkehr aus Indien und nach dem Sturz von Kassapa I. zum König gekrönt. - 497–515: Nach inneren Auseinandersetzungen versöhnt er verfeindete Familien und stellt die politische Stabilität wieder her. König Moggallana I. unterstützt nach historischen Quellen verschiedene buddhistische Klöster und ist ein Förderer der Religion, insbesondere des Theravada-Buddhismus. Während seiner Regierungszeit werden wichtige Bau- und Instandhaltungsarbeiten an Bewässerungsanlagen und religiösen Monumenten durchgeführt, um Landwirtschaft und Religion zu fördern. Berichte erwähnen, dass er mehrere Aufstände niederschlägt und damit für Stabilität sorgt. [[515#INDIEN | Fortsetzung 515]] | |||
*'''497:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Kashyapa_I König Kashyapa I. (479–497 bzw 473–495)] | |||
==KHMER== | |||
'''Funan''' | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Jayavarman_Kaundinya König Jayavarman Kaundinya (484–514)] <br /> | |||
*'''484:''' Regierungsantritt: Nach dem Jahr 484 n.Chr. (möglicherweise bereits ab ca. 480, je nach Quelle). Religion und Politik: Während seiner Herrschaft war Shaivismus (Hinduismus) einflussreich; daneben waren auch der Buddhismus und der Vishnuismus vertreten. Seine Frau Kulaprabhavati soll die Grundlagen des Vishnuismus gelegt haben, gleichzeitig war der Buddhismus durch mehrere Missionen und Mönchsgesandtschaften präsent. König Jayavarman Kaundinya bittet in China um militärische Unterstützung gegen das Königreich Lam Ap in Zentralvietnam. Die Bitte wurde durch den buddhistischen Mönch Nāgasena übermittelt. | |||
*'''484:''' Über den Vorgänger ist kein Wikipedia-Artikel vorhanden | |||
*[[502#KHMER | Fortsetzung 502]] | |||
'''Chenla''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Sreshthavarman König Sreshthavarman (495-530)] <br /> | |||
* | *'''um 495:''' Beginn der Herrschaft: Sreshthavarman besteigt als Sohn von König Shrutavarman den Thron von Chenla | ||
*[[500#KHMER | Fortsetzung 500]] | |||
*[[ | |||
==CHINA== | ==CHINA== | ||
(53./54. Zyklus - Jahr des Erde-Hasen; am Beginn des Jahres Erde-Tiger) | (53./54. Zyklus - Jahr des Erde-Hasen; am Beginn des Jahres Erde-Tiger) | ||
'''Nördliche | '''Nördliche Wei-Dynastie''' | ||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Emperor_Xiaowen_of_Northern_Wei Kaiser Xiaowen (471-499)] <br />Während eines weiteren Feldzugs erkrankt Kaiser Xiaowen schwer und stirbt am 26. April 499. Sein Sohn Yuan Ke folgt ihm als Kaiser Xuanwu auf den Thron. Auf Anordnung des verstorbenen Kaisers wird Kaiserin Feng zum Selbstmord gezwungen. | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Emperor_Xuanwu_of_Northern_Wei '''Kaiser Xuanwu (499-515)'''] <br />Thronbesteigung von Xuanwu als Nachfolger seines verstorbenen Vaters, Kaiser Xiaowen. Beginn seiner Herrschaft über die Nördliche Wei-Dynastie. | |||
*[[500#CHINA | Fortsetzung 500]] | |||
*'''498:''' Xiaowen: Nach dem Tod des Kaisers der Südlichen Qi beendet Kaiser Xiaowen den Feldzug. Er erkrankt, überträgt zeitweise wichtige Aufgaben an Yuan Xie, erholt sich jedoch später. | |||
*[[499#CHINA | Fortsetzung 499]] | |||
*'''497:''' Xiaowen: Kaiser Xiaowen ernennt seinen Sohn Yuan Ke zum Kronprinzen und zwingt den ehemaligen Kronprinzen Yuan Xun zum Selbstmord. Im Herbst erhebt er Feng Run zur Kaiserin. Er führt einen weiteren Feldzug gegen die Südliche Qi-Dynastie, erzielt begrenzte militärische Erfolge und beendet den Feldzug nach dem Tod des gegnerischen Kaisers. Währenddessen kommt es zu inneren Konflikten am Hof. | |||
*'''496:''' Xiaowen: Kaiser Xiaowen ordnet im Frühjahr die Änderung der Xianbei-Familiennamen in chinesische an und ändert seinen eigenen Namen von Tuoba zu Yuan. Er stärkt die soziale Rangordnung und bevorzugt bestimmte Xianbei- und Han-Clans bei der Vergabe von Ämtern. Er zwingt seine Brüder, ihre Ehefrauen zu degradieren und neue Ehen mit Frauen aus angesehenen Han-Familien einzugehen. Im Sommer setzt er Kaiserin Feng ab, die Nonne wird. Im Herbst deckt er Verschwörungen auf, setzt den Kronprinzen Yuan Xun ab und lässt Aufständische hinrichten. | |||
*'''495:''' Xiaowen: Kaiser Xiaowen belagert Städte wie Shouyang und Yiyang, erzielt jedoch keine entscheidenden Erfolge und bricht die Kampagne im späten Frühjahr ab. Im Sommer erlässt er Gesetze, die Xianbei-Sprache und -Kleidung verbieten und stattdessen chinesische vorschreiben. Nachkommen von Yan Hui und Konfuzius erhalten Titel und Lehen. | |||
*'''494:''' Xiaowen: Kaiser Xiaowen verlegt die Hauptstadt der Nördlichen Wei von Pingcheng nach Luoyang. Die militärische Elite verbleibt weitgehend in der alten Hauptstadt, während die Bevölkerung in Luoyang seine Sinisierungspolitik stärker annimmt. Später im Jahr nimmt er erneut Diskussionen über die Verlegung auf, setzt sie gegen Widerstand durch und lässt Verwaltungsstrukturen nach Luoyang verlegen sowie eine Versorgungsbasis für Vieh in Heyang einrichten. Gegen Jahresende beginnt er eine neue Kampagne gegen die Südliche Qi-Dynastie. | |||
*'''493:''' Xiaowen: Kaiser Xiaowen heiratet Feng Qing zur Kaiserin. Er beginnt eine Kampagne gegen die Südliche Qi-Dynastie, die auch dazu dient, die Verlegung der Hauptstadt nach Luoyang vorzubereiten. Nach Widerstand einigt er sich darauf, die Hauptstadt zu verlegen und die Kampagne abzubrechen. | |||
*'''492:''' Xiaowen: Kaiser Xiaowen degradiert zahlreiche Fürsten zu Herzögen, mit wenigen Ausnahmen. | |||
*'''490:''' Xiaowen: Großkaiserinwitwe Feng stirbt und wird mit großen Ehren bestattet. Kaiser Xiaowen trauert tief, verweigert mehrere Tage Nahrung und Wasser und hält eine dreijährige Trauerzeit ein. Nach ihrem Tod führt er die Sinisierungspolitik entschlossen fort. | |||
*'''489:''' Xiaowen: Großkaiserinwitwe Feng und Kaiser Xiaowen beraten gemeinsam über die Bestrafung der Prinzen Tuoba Tianci und Tuoba Zhen wegen Korruption. Sie werden nicht hingerichtet, sondern ihrer Ämter und Titel enthoben und zu Bürgerlichen degradiert. | |||
*'''486:''' Xiaowen: Kaiser Xiaowen beginnt, traditionelle chinesische Kleidung zu tragen, als Ausdruck seiner Autorität und der Sinisierungspolitik. | |||
*'''485:''' Xiaowen: Kaiser Xiaowen führt unter der Regentschaft von Großkaiserinwitwe Feng das Gleichfeldsystem ein, bei dem Land Staatseigentum ist und gleichmäßig an steuerpflichtige Bauern verteilt wird, um landwirtschaftliche Produktion und Steuereinnahmen zu steigern. Dieses System dient auch als Grundlage für eine stabile Finanzstruktur und allgemeine Wehrpflicht und wird durch das „Drei-Ältesten-System“ zur Erfassung der Bevölkerung ergänzt. Im selben Jahr richtet Großkaiserinwitwe Feng eine kaiserliche Schule für die Prinzen ein. | |||
*'''483:''' Xiaowen: Kaiser Xiaowen übernimmt zunehmend die Kontrolle über die Regierung, während Großkaiserinwitwe Feng weiterhin erheblichen Einfluss behält. Nach der Geburt seines Sohnes Tuoba Xun wird dessen Mutter Konkubine Lin zur Selbsttötung gezwungen, und Großkaiserinwitwe Feng zieht das Kind auf. | |||
*'''481:''' Xiaowen: Der buddhistische Mönch Faxiu versucht einen Aufstand in Pingcheng, wird jedoch entdeckt und hingerichtet. Großkaiserinwitwe Feng beginnt mit dem Bau ihres Grabes am Fang-Berg und lässt einen neuen Strafkodex mit 832 Abschnitten fertigstellen. Im selben Jahr scheitert der Feldzug zur Wiederherstellung von Liu Song endgültig. | |||
*'''479:''' Xiaowen: Nach der Usurpation des Liu-Song-Throns durch Xiao Daocheng unterstützt die Nördliche Wei Liu Chang militärisch bei dem Versuch, Liu Song wiederherzustellen; der Versuch bleibt erfolglos. | |||
*'''478:''' Xiaowen: Großkaiserinwitwe Feng beschuldigt Li Hui, den Großvater Kaiser Xiaowens, des Verrats und lässt ihn sowie seinen gesamten Clan töten. Im selben Jahr erlässt sie ein Edikt, das Eheschließungen innerhalb der jeweiligen sozialen Schichten vorschreibt. | |||
*'''477:''' Xiaowen: Großkaiserinwitwe Feng lässt Li Xin hinrichten, der am Tod ihres früheren Liebhabers beteiligt war. | |||
*'''472:''' Xiaowen: Kaiser Xiaowen verleiht Kong Sheng, einem Nachfahren von Konfuzius in der 28. Generation, ein Lehen von zehn Haushalten sowie den Rang eines „Großwürdenträgers, der den Weisen verehrt“. Kaiserinwitwe Feng lässt Kaiser Xianwen ermorden, aus Rache für die Hinrichtung ihres Liebhabers Li Yi im Jahr 470. Sie übernimmt erneut die Regentschaft über Kaiser Xiaowen und nimmt den Titel Großkaiserinwitwe an. | |||
*'''471:''' Xiaowen: Kaiser Xianwen überträgt den Thron an Kronprinz Hong, der als Kaiser Xiaowen den Thron besteigt. Kaiser Xianwen nimmt den Titel Taishang Huang an, behält jedoch aufgrund des jungen Alters seines Sohnes die tatsächliche Kontrolle über wichtige Angelegenheiten und führt bei Bedarf selbst militärische Kampagnen. [https://en.wikipedia.org/wiki/Emperor_Xianwen_of_Northern_Wei Kaiser Xianwen (465-471)] | |||
*'''470:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Emperor_Xiaowen_of_Northern_Wei Tuoba Hong] Kaiser Xianwen lässt Li Yi, den Liebhaber von Kaiserinwitwe Feng, hinrichten. | |||
*'''469:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Emperor_Xiaowen_of_Northern_Wei Tuoba Hong] Tuoba Hong wird im Alter von zwei Jahren zum Kronprinzen ernannt. Im selben Jahr stirbt seine Mutter Konkubine Li; es wird berichtet, dass sie möglicherweise entsprechend der Tradition zur Selbsttötung gezwungen wird. | |||
*'''467:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Emperor_Xiaowen_of_Northern_Wei Tuoba Hong] Tuoba Hong wird am 13. Oktober 467 geboren, als sein Vater Kaiser Xianwen selbst noch jung ist und unter der Regentschaft seiner Stiefmutter Kaiserinwitwe Feng steht. Er ist der älteste Sohn von Kaiser Xianwen, seine Mutter ist die Konkubine Li, Tochter von Li Hui. Nach seiner Geburt beendet Kaiserinwitwe Feng ihre Regentschaft, gibt die Macht an Kaiser Xianwen zurück und zieht Tuoba Hong auf. | |||
'''Südliche Qi-Dynastie''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Xiao_Baojuan Kaiser Xiao Baojuan (498-501)] <br />Im Jahr 499 ist Xiao Baojuan bereits Kaiser. Kaiser Mings Wille hat eine Gruppe hochrangiger Beamter mit der Leitung der Regierung betraut: Xiao Baojuans Cousin Xiao Yaoguang, der Prinz von Shi'an, den Premierminister Xu Xiaosi, die Vertrauten Jiang Shi und Jiang Si, Xiao Baojuans Onkel Liu Xuan und den General Xiao Tanzhi. Xiao Baojuan ist darauf bedacht, kaiserliche Autorität auszuüben, verbringt aber oft seine Zeit mit Spielen mit seinen engen Gefährten, denen er häufig Geld gibt. Die hochrangigen Beamten, besonders Jiang Shi, versuchen, sein Verhalten zu begrenzen, was den jungen Kaiser stark verärgert; er wird als jemand beschrieben, der Treffen mit Beamten nicht mag, aber Eunuchen, Leibwächter und Boten bevorzugt. Er macht seine Ehefrau Kronprinzessin Chu zur Kaiserin und seinen einzigen bekannten Sohn Xiao Song, den er von seiner Konkubine Consort Huang hat, zum Kronprinzen. Ebenfalls im Jahr 499 beginnt Jiang Shi unter den hochrangigen Beamten eine Diskussion darüber, Xiao Baojuan abzusetzen und durch seinen jüngeren Bruder Xiao Baoxuan, den Prinzen von Jiangxia, zu ersetzen. Liu Xuan mag Xiao Baoxuan jedoch nicht, und Xiao Yaoguang lenkt die Diskussion darauf, sich selbst zum Kaiser zu machen. Liu widersetzt sich auch diesem Plan. In seinem Zorn versucht Xiao Yaoguang 499 erfolglos, Liu zu ermorden; Liu berichtet Xiao Baojuan den Plan. Xiao Baojuan lässt daraufhin Jiang Shi und Jiang Si sofort verhaften und hinrichten. Xiao Yaoguang stellt sich aus Angst krank und tritt zurück, fürchtet aber anschließend, Xiao Baojuan werde ihn dennoch hinrichten, und beginnt eine Rebellion, bei der er den Palast belagert. Xiao Baojuans Streitkräfte unter dem Kommando von Xiao Tanzhi sowie den beiden anderen Generälen Zuo Xingsheng und Cao Hu greifen an und belagern Xiao Yaoguangs Hauptquartier, nehmen ihn gefangen und richten ihn hin. In der Folge von Xiao Yaoguangs Rebellion kontrolliert Xiao Baojuan nun mehr Macht als zuvor. Zunächst befördert er Xu Xiaosi, Xiao Tanzhi, Liu Xuan, Cao Hu sowie den Beamten Shen Wenji, um ihre Beiträge und ihre Loyalität während der Rebellion zu belohnen. Weniger als einen Monat später lässt Xiao Baojuan jedoch auf Berichte seiner Gefährten, die Xiao Tanzhi nicht mögen, hin Xiao Tanzhi verhaften und hinrichten. Bald erleiden Liu und Cao dasselbe Schicksal, und von da an lebt die gesamte Regierung in Angst und weiß nicht, wen der Kaiser als Nächstes töten wird. Zwei Monate später werden auch Xu und Shen sowie Shens Neffe Shen Zhaolüe getötet. | |||
*'''499:''' [http://en.wikipedia.org/wiki/Emperor_He_of_Southern_Qi Xia Baorong] <br />Im Jahr 499 ändert Xiao Baojuan Xiao Baorongs Titel in Prinz von Nankang. Ebenfalls im Jahr 499 macht Xiao Baojuan Xiao Baorong zum Gouverneur der wichtigen Jing-Provinz, wobei die tatsächliche Verwaltung vor allem in den Händen des Stabes liegt, besonders beim Stabschef Xiao Yingzhou. Zwischen 494 und 499 heiratet Xiao Baorong außerdem Wang Shunhua, die Enkelin des frühen südlichen Qi- Premierministers Wang Jian, als seine Frau. | |||
*[[500#CHINA | Fortsetzung 500]] | |||
*'''498:''' Xiao Baojuan: Im Jahr 498 geschieht während der Rebellion des zurückgetretenen Generals Wang Jingze, dass Xiao Baojuan trotz der Tatsache, dass Wangs Armee weit von der Hauptstadt Jiankang entfernt ist, ein Feuer für ein Zeichen hält, Wangs Armee sei nahe der Hauptstadt, und sich in einen Jumpsuit umzieht, um zu fliehen. Danach wird Wangs Armee besiegt. Im Herbst 498 stirbt Kaiser Ming. Xiao Baojuan folgt ihm auf den Thron als Kaiser. | |||
*'''498:''' [http://en.wikipedia.org/wiki/Emperor_He_of_Southern_Qi Xia Baorong] Im Jahr 498 stirbt Kaiser Ming. Xiao Baorongs älterer Bruder Xiao Baojuan erbt den Thron und führt die Herrschaft fort. | |||
*[[499#CHINA | Fortsetzung 499]] | |||
*'''496:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Xiao_Baojuan Kaiser Xiao Baojuan (498-501)] Im Jahr 496 hat Xiao Baojuan eine Volljährigkeitszeremonie. Über weitere Aktivitäten in diesem Jahr wird nichts berichtet. | |||
*'''495:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Xiao_Baojuan Kaiser Xiao Baojuan (498-501)] Im Jahr 495 gibt sein Vater ihm die Tochter seines Beamten Chu Cheng, Chu Lingqu, zur Ehe als Kronprinzessin. Xiao Baojuan hat damit seine Ehe mit Chu Lingqu. | |||
*'''494:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Xiao_Baojuan Kaiser Xiao Baojuan (498-501)] Im Jahr 494 führt Xiao Luan, während Kaiser Wus unfähiger und leichtfertiger Enkel Xiao Zhaoye Kaiser ist und Xiao Luan als dessen Premierminister dient, einen Staatsstreich durch und stürzt Xiao Zhaoye. Etwa zu dieser Zeit wird Xiao Baojuans Name von Mingxian in Baojuan geändert. Xiao Luan setzt zunächst Xiao Zhaowen, den jüngeren Bruder von Xiao Zhaoye, als Kaiser ein, doch nachdem er seine Macht weiter gefestigt hat, einschließlich der Tötung vieler Söhne sowohl von Kaiser Wu als auch von Kaiser Wus Vater Kaiser Gao, übernimmt Xiao Luan den Thron selbst als Kaiser Ming. Da Xiao Baojuans älterer Bruder Xiao Baoyi als schwer behindert und nicht sprechfähig gilt, wird Xiao Baojuan als zweiter Sohn und ältester Sohn von Xiao Luans Ehefrau zum Kronprinzen erhoben. | |||
*'''494:''' [http://en.wikipedia.org/wiki/Emperor_He_of_Southern_Qi Xia Baorong] Im Jahr 494 stürzt Xiao Luan in einem Staatsstreich Kaiser Wu’ s Enkel Xiao Zhaoye und tötet ihn. Noch im selben Jahr übernimmt Xiao Luan auch den Thron von Xiao Zhaoyes Bruder Xiao Zhaowen und wird als Kaiser Ming Herrscher; Xiao Baorong wird als Sohn des neuen Kaisers zum Prinzen von Sui-Kommanderie ernannt. | |||
*'''483:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Xiao_Baojuan Kaiser Xiao Baojuan (498-501)] Xiao Baojuan wird 483 geboren, als sein Vater Xiao Luan ein Beamter mittleren bis höheren Ranges und Marquess of Xichang ist und als Cousin von Kaiser Wu gilt. Sein ursprünglicher Name ist Xiao Mingxian. Er ist der zweite Sohn von Xiao Luan, und seine Mutter Liu Huiduan ist Xiao Luans Ehefrau. Sein älterer Bruder Xiao Baoyi wird von Xiao Luans Konkubine Lady Yin geboren. Seine Mutter Marchioness Liu hat außerdem die drei weiteren Söhne Xiao Baoxuan, Xiao Baoyin und Xiao Baorong, bevor sie 489 stirbt. | |||
*'''489:''' [http://en.wikipedia.org/wiki/Emperor_He_of_Southern_Qi Xia Baorong] Im Jahr 489 stirbt Xiao Baorongs Mutter, Marchioness Liu Huiduan. Zu diesem Zeitpunkt ist Xiao Baorong noch ein Kind, da er 488 geboren wird. | |||
*'''488:''' [http://en.wikipedia.org/wiki/Emperor_He_of_Southern_Qi Xia Baorong] Xiao Baorong wird 488 geboren, als sein Vater Xiao Luan der Marquess of Xichang und ein Beamter mittleren bis höheren Ranges unter Kaiser Wu ist. Seine Mutter ist Xiao Luans Frau, Marchioness Liu Huiduan, die im folgenden Jahr 489 stirbt. | |||
*'''464:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Emperor_Wu_of_Liang Xiao Yan] Geburt von Xiao Yan (später Kaiser Wu von Liang) | |||
==KOREA== | |||
'''Goguryeo''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Munjamyeong_of_Goguryeo König Munjamyeong (491–519)] <br /> | |||
*'''498:''' Errichtung des buddhistischen Tempels Geumgangsa. Förderung des Buddhismus: Neun Mönche werden erstmals zu den Nördlichen Wei gesandt, um buddhistische Schriften zu studieren | |||
*[[503#KOREA | Fortsetzung 503]] | |||
*'''496:''' Kriegerische Auseinandersetzungen mit den südlichen Nachbarn Silla und Baekje. Schlacht gegen Silla bei Gounjacheng (Hundezahn-Burg, wohl im heutigen Chungcheongbuk-do), Rückzug der Sillaner, unterstützt durch 3.000 Baekje-Soldaten. Die Truppen von Goguryeo ziehen sich nach Norden zurück | |||
*'''494:''' Die Überreste des Königreichs Buyeo kapitulieren nach Angriffen der Mohe (nomadisches Volk) gegenüber Goguryeo und werden vom Reich absorbiert. Dies konsolidiert den Machtbereich im Nordosten Koreas | |||
*'''491/492:''' Thronbesteigung nach dem Tod seines Großvaters, König Jangsu. Sein Vater, Kronprinz Juda, war vor Amtsantritt verstorben. Munjamyeong wird der 21. König von Goguryeo | |||
*'''491:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Jangsu_of_Goguryeo König Jangsu (412–491)] | |||
'''Baekje''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Dongseong_of_Baekje König Dongseong (479–501)] <br /> | |||
*'''498:''' Dongseong: Im Jahr 498 unterwirft die Baekje-Armee Tamna, das Königreich auf der Insel Jeju, weil es keine Tributzahlungen sendet. Das Buch von Qi berichtet außerdem, dass Dongseong Armeen nach Liaodong und Liaoxi in China sendet, um Goguryeo-Truppen zu besiegen. | |||
*[[500#KOREA | Fortsetzung 500]] | |||
*'''495:''' Dongseong: Im Jahr 495 verbünden sich Baekje und Silla und greifen gemeinsam Goguryeo an. | |||
*'''493:''' Dongseong: Dongseong schließt im Jahr 493 durch seine Heirat mit einer Silla-Adligen ein Bündnis mit Silla. | |||
*'''484:''' Dongseong: Dongseong sendet im Jahr 484 eine Tributmission an das Südliche Qi. Damit nimmt Baekje die Beziehungen zum südlichen China nach einer langen Unterbrechung wieder auf. | |||
*'''479:''' Dongseong: Dongseong ist der 24. König von Baekje und regiert von 479 bis 501. Er folgt nach dem Tod von Samgeun ohne Kinder auf den Thron. Er stärkt die Macht des Hofes nach der Verlegung der Hauptstadt aus dem Gebiet des heutigen Seoul nach Ungjin. Er baut mehrere Festungen und Burgen, um die neue Hauptstadt auszubauen. Er nimmt die lokalen Sa-, Yeon- und Baek-Clans in den Hof auf, um die fest verankerte Aristokratie der früheren Hauptstadt auszugleichen. | |||
'''Geumgwan Gaya''' | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Gyeomji_of_Geumgwan_Gaya König Gyeomji (492–521)] | |||
*'''492:''' Gyeomji, Sohn von Jilji und Bangwon, wird neunter König von Geumgwan Gaya | |||
*[[521#KOREA | Fortsetzung 521]] | |||
*'''492:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Jilji_of_Geumgwan_Gaya König Jilji (451–492)] | |||
'''Silla''' | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Soji_of_Silla König Soji (479–500)] | |||
* | *'''479:''' Jabi Maripgan herrscht über Silla in den Jahren 458 bis 479 und ist damit der unmittelbare Vorgänger von Soji als Herrscher von Silla. | ||
*[[500#KOREA | Fortsetzung 500]] | |||
==JAPAN== | ==JAPAN== | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Buretsu Tennō Buretsu ( | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Buretsu Tennō Buretsu (498–507)] <br />Buretsu verlegt die Hofresidenz in den neuen Palast Hatsuse no Namiki in Sakurai, unweit des vorherigen kaiserlichen Palastes in Tenri. Im selben Jahr heiratet er Kasuga no Iratsume, die Kaiserin wird, ihm aber keinen Erben gebiert. | ||
*[[500#JAPAN | Fortsetzung 500]] | |||
*'''498:''' Im Jahr 498 stirbt Buretsus Vater, der Kaiser Ninken. Der „große Minister“ Heguri no Matori no Omi versucht daraufhin, sich den Thron anzueignen. Durch die Milizen des Hofbeamten Otomo no Kanamura no Muraji wird die Usurpation verhindert, Heguri wird in seinem Haus lebendig verbrannt, und Buretsu steigt im zwölften Monat des elften Regierungsjahres seines Vaters auf den Thron. [http://de.wikipedia.org/wiki/Ninken Tennō Ninken (488–498)'''] | |||
*[[499#JAPAN | Fortsetzung 499]] | |||
*'''489:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Buretsu Buretsu] Buretsu wird im Jahr 489 geboren und heißt Ohatsuse no Wakasazaki no Mikoto beziehungsweise Ohatsuse no Wakasazaki no Mikoto. Er ist der Sohn des Kaisers Ninken und der Kasuga no Ōiratsume no Kōgō. Später wird er als der 25. Kaiser von Japan in der traditionellen Thronfolge bezeichnet. | |||
==QUELLEN== | ==QUELLEN== | ||
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15.12.2024 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt | 15.12.2024 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt | ||
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Version vom 21. Mai 2026, 17:36 Uhr
KORREKTURLAUF
- Grundstock ergänzen (bis -176, von da an rückwärts definitiver neuer Grundstock vorhanden)
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WELTALL
- beim nächsten Eintrag: Fortsetzung 512
MAYA
Palenque
- 496: 19. November 496: Teilnahme vom künftigen Ajaw K’an Joy Chitam I. an einem wichtigen Ritual in Toktahn im Alter von sechs Jahren (Lange Zählung: 9.3.1.15.0, Kalenderrunde: 12 Ajaw 8 Keh). Dabei wird K’an Joy Chitam I. in ein Amt eingeführt, dessen genaue Bedeutung bislang unklar ist
- Fortsetzung 501
- 490: 0503D: Der künftige Ajaw K’an Joy Chitam I. wird geboren (Lange Zählung: 9.2.15.3.8, Kalenderrunde: 12 Lamat 6 Wo)
Tikal
- 488: Im Jahr 488 ist die Einweihung von Stela 3 bereits erfolgt, und diese Einweihung liegt nach der Thronbesteigung von Chak Tok Ichʼaak II. Die Quelle nennt außerdem, dass seine erste Erwähnung in einer Inschrift zwei Jahre vor dieser Einweihung liegt.
- Fortsetzung 504
- 486: Chak Tok Ichʼaak II besteigt den Thron von Tikal um 486 und regiert ab diesem Zeitpunkt als Ajaw der Maya-Stadt Tikal. Er ist der Sohn von Kʼan Chitam und Lady Tzutz Nik, der Tochter von Tzik'in Bahlam, dem Herrscher von Naranjo. Ajaw Kʼan Chitam (458-486)
Copan
- 485: Muyal Jol wird der sechste Ajaw von Copan Ajaw Ruler 5 (476-485)
- Fortsetzung 504
PIKTEN
- 480: Drest Gurthinmoch ist König der Pikten und regiert von 480 an. Der Pictish Chronicle zufolge beginnt seine Herrschaft als Nachfolger von Nechtan und steht damit am Anfang des im Text genannten Zeitraums. Der Name Gurthinmoch ist in seiner Bedeutung unbekannt; der erste Teil kann möglicherweise mit dem Walisischen gwrdd verbunden sein, das „groß“ bedeutet, und moch kann dabei mit dem gleichlautenden walisischen Wort für „Schwein“ zusammenhängen. König Nechtan Morbet (456–480)
- Fortsetzung 510
KELTEN
Ulster
- 496: Im Jahr 496/498 verzeichnen die Annalen die Erstürmung von Dún Lethglaise, also Downpatrick im heutigen County Down. Der Text verbindet dieses Ereignis möglicherweise mit dem Aufstieg des Dál Fiatach in diesem Gebiet, das später ihre Machtbasis wird.
- Fortsetzung 509
- 489: Muiredach Muinderg mac Forggo stirbt im Jahr 489. Er ist König von Ulaid aus dem Dál Fiatach und der Vater von Eachaid mac Muiredaig Muinderg. Für dieses Jahr nennt der Text außerdem, dass die Annalen von Tigernach ihm eine Regierungszeit von 489 bis 509 geben. König Muiredach Muinderg (465–489) Erster historischer König mit Wiki-Artikel
- Liste der Könige
Connacht
Leinster
- 495: König Fráech mac Finchada (485–495) Über die folgenden vier Könige sind keine Wikipedia-Artikel vorhanden.
- Liste der Könige
ANGELSACHSEN
- 495: Landung von Cerdic und Cynric mit fünf Schiffen bei Cerdicesora (laut Angelsächsischer Chronik)]
- Fortsetzung 503
Sussex
- 491: Im Jahr 491 belagern und stürmen die Angelsachsen unter ihren Anführern Ælle und Cissa die Stadt Andredes ceaster, das Kastell Anderitum, das mit dem heutigen Pevensey gleichgesetzt wird. Sie töten alle Verteidiger, sodass kein Brite beziehungsweise kein „Waliser“ dort übrigbleibt, und damit fällt vermutlich die letzte Befestigung des Litus Saxonicum in sächsische Hand.
- Fortsetzung 500
- 485: Im Jahr 485 kämpft Ælle nach der Angelsächsischen Chronik gegen die Romano-Briten beziehungsweise „Waliser“ bei Mearcrædesburnan stæðe an einem nicht lokalisierten Grenzfluss, wobei der Ausgang dieses Gefechts unbekannt bleibt.
- 477: Im Jahr 477 kommt Ælle nach der Angelsächsischen Chronik mit seinen drei Söhnen Cymen, Wlencing und Cissa in drei Schiffen mit weiteren sächsischen Truppen an der Küste des nach ihnen benannten Sussex bei Cymenesora an und kämpft dort gegen die ansässigen Romano-Briten beziehungsweise „Waliser“. Er tötet dabei viele Gegner und zwingt andere zur Flucht in den Wald Andredesleage, womit das ausgedehnte Waldgebiet Weald gemeint ist.
Kent
- 488: Im Jahr 488 stirbt Hengest wohl, und Oeric herrscht danach 24 Winter als alleiniger König. In der anderen Überlieferung heißt es, dass Esk im Jahr 488 König von Kent wird und dort 24 Winter regiert, also ungefähr bis 512. Wilhelm von Malmesbury schildert ihn als einen König, der sein Reich eher schützt als vergrößert. Der Text betont außerdem, dass Oeric vermutlich auch Oisc, Oesc, Æsc, Eisc, Esc oder Oeric heißt, und dass die Formen der Überlieferung unterschiedlich sind. Die wichtigste Quelle bleibt die Angelsächsische Chronik, daneben die Церковная история англов des Beda. Mehrere Forscher halten die frühen Berichte über Hengest, Horsa und die Ursprünge Kents für mythisch oder literarisch geprägt, nicht für sicher historisch.
- Fortsetzung 512
- 473: Im Jahr 473 kämpfen Hengest und Oeric wieder gegen die Walas und erlangen dabei „unermessliche Beute“. Die Gegner fliehen „von den Angeln, wie vom Feuer“. In der anderen Darstellung heißt es, dass Hengest und Esk mit den „Walisern“ kämpfen, unermessliche Beute nehmen und die Gegner davonlaufen.
- 465: Im Jahr 465 sind Hengest und Oeric erneut gegen die Walas, also die Welschen bzw. Kelten, siegreich. In der anderen Fassung werden die Waliser am Wippedsfleot, dem „Rinn des Wipped“, geschlagen; dabei fallen 12 Eldormen und der Tēn Wipped.
- 457: Im Jahr 457 siegen Hengest und Oeric in der blutigen Schlacht von Crecganford, also bei Crayford östlich von London, über die Briten. Nach dieser Niederlage fliehen die Briten aus Kent nach London. In der anderen Darstellung besiegen Hengest und Esk in diesem Jahr die Briten bei „Brod / Creacanford“ und töten dabei 4.000 Krieger, worauf die Briten gezwungen sind, Kent zu verlassen.
- 455: Im Jahr 455 zerwerfen sich Hengest und Horsa mit Vortigern. Es kommt zur Schlacht bei Agælesþrep, also bei Aylesford, in der Horsa fällt. Darauf macht Hengest sich und Oeric zu Königen von Kent. In der anderen Überlieferung wird ebenfalls berichtet, dass 455 bei der Schlacht an der genannten Stelle Horsa getötet wird und Hengest mit seinem Sohn Esk die Herrschaft übernimmt.
- 449: Im Jahr 449 kommen Hengenst und Horsa auf Einladung von Vortigern nach Britannien. Sie werden als Söldner geholt, um mit ihren Männern gegen die aus dem Norden eindringenden Pikten zu kämpfen. Oeric begleitet seinen Vater Hengest und seinen Onkel Horsa, tritt aber zu dieser Zeit noch nicht weiter in Erscheinung. Als Sold erhalten Hengest und seine sächsischen Gefolgsleute Land bei Ypwinesfleot im Südosten des Landes, das spätere Königreich Kent.
WESTGERMANEN
Westgoten
- 497: Auch 497 gehört zur Rebellion des Burdunellus. Die Unruhe in Spanien steht im Text neben den fränkischen Angriffen auf die Aquitanische Zweite und der Einnahme von Burdigala, wo der fränkische König den General Suatrius gefangen nimmt.
- Fortsetzung 500
- 496: In den Jahren 496 bis 497 kommt es zur hispano-römischen Rebellion des Burdunellus. Der Text verbindet diese Entwicklung mit der begonnenen westgotischen Implantierung im Norden Spaniens. Gleichzeitig greifen die Franken die Aquitanische Zweite an.
- 490: Im Jahr 490 schickt Alarich ein Heer gegen Odoaker nach Pavia. Dieses Heer ist nicht mehr die große Eroberungsarmee seines Vaters, sondern eher eine Truppe, die Ordnung herstellt und gegen die Bagaude von Tarraconaise kämpft. Der Text stellt in diesem Zusammenhang auch dar, dass Alarich die westgotische Präsenz im Norden Spaniens ausbaut und damit die Entwicklung im Reich beeinflusst.
- 487: Falls die Auslieferung Syagrius’ später erfolgt, kann sie auch in das Jahr 487 fallen. Der Text nennt dazu, dass Chlodwig seine stärkere Stellung in Gallien als mögliches Motiv für die westgotische Nachgiebigkeit deuten kann. Alarich versucht weiterhin, einen Krieg mit den Franken zu vermeiden und hält am bisherigen Friedensvertrag fest.
- 486: Im Jahr 486 flieht der von den Franken besiegte Syagrius in das Westgotenreich. Alarich liefert ihn zu einem nicht genau datierbaren Zeitpunkt an Chlodwig I. aus, um einen Krieg mit den Franken zu vermeiden. Im selben Zeitraum sendet Alarich westgotische Truppen nach Italien, um seinen Schwiegervater Theoderich den Großen im Kampf gegen Odoaker zu unterstützen. Außerdem kommt es zu Kämpfen zwischen Franken und Westgoten, und die Franken dringen bis Bordeaux vor.
- 484: Alarich II. folgt 484 seinem Vater Eurich als König der Westgoten. Er ist beim Antritt seiner Herrschaft noch sehr jung und übernimmt ein Reich, das sich über den größten Teil der Iberischen Halbinsel, Aquitanien und den größten Teil der Provence erstreckt. Seine Herrschaft beginnt damit, dass er als arianischer König über ein Reich mit katholischer romanischer Bevölkerung regiert. In diesem Zusammenhang hält er an dem Frieden mit den Franken fest, den sein Vater geschlossen hat. König Eurich (466–484)
Burgunden
- um 497: Sigismund bekehrt sich zum Katholizismus, getauft von Bischof Avitus von Vienne
- Fortsetzung 500
- 494: Godegisel: In Genf erreicht ihn 494 eine Gesandtschaft des Bischofs Epiphanius von Pavia.
- um 492/494: Ehebündnisse zur Sicherung der Burgunderstellung: Gundobads Sohn Sigismund heiratet Ariagne, Tochter von Theoderich dem Großen. Chrodechild, Gundobads Nichte, wird um 494 mit Frankenkönig Chlodwig I. vermählt.
- 490: Im Krieg zwischen Odoaker und Theoderich dem Großen marschiert Gundobad in Ligurien ein, erbeutet viel und zieht sich wieder zurück.
- 480: Godegisel: Chilperich I. stirbt um 480 kinderlos, sodass fortan Gundobad, der älteste der Brüder, und Godegisel als Könige der Burgunden amtieren.
- ca. 476/477: Die Brüder Chilperich II. und Godomar I. sterben früh – nach neuerer Forschung bereits um 476/477. Von da an üben vor allem Gundobad und Godegisel die Königsmacht aus.
- 475: Godegisel: Godomar und Chilperich II. sterben um 475/476.
- 473: Gundobad ist der älteste Sohn von König Gundioch und dient zunächst seinem Onkel Ricimer in Italien als magister militum und patricius. Nach Ricimers Tod wird er selbst zum „Patricius“ erhoben und nimmt an den politischen Wirren des Weströmischen Reichs teil. 473–480: Nach dem Tod von Gundioch und Chilperich I. wird Gundobad gemeinsam mit seinen Brüdern (Godegisel, Chilperich II., Godomar I.) König der Burgunden. Die Königsherrschaft wird unter den Brüdern geteilt. Gundobad residiert in Lyon und gewinnt allmählich die Oberherrschaft.
- 473: Godegisel: Nach dem Tod seines Vaters Gundioch um 473 teilen sich zunächst vor allem Gundobad und Chilperich I., ein Bruder Gundiochs und damit Onkel Godegisels, die Macht.
- 463: Godegisel: Godegisel ist ab 463 Unterkönig im Königreich der Burgunden; er hat seinen Herrschaftssitz in Genf.
Fränkisches Reich
- König Chlodwig I. (481/482–511)
499 ist, neben 497 und 498, ein mögliches Jahr für den Übertritt Chlodwigs I. zum Christentum. - Bischof Remigius von Reims (459–533)
- Fortsetzung 500
- 498: Chlodwig: 498 gehört ebenfalls zu den in der Forschung wahrscheinlichsten Jahren für die Taufe Chlodwigs. Im Text bleibt dabei der Ablauf gleich: Nach dem Sieg über die Alamannen wird er zu Weihnachten in Reims getauft. Die Datierung bleibt jedoch unsicher.
- Fortsetzung 499
- 497: Chlodwig: 497 ist eines der wahrscheinlichsten Jahre für Chlodwigs Taufe. Die Forschung nennt dieses Jahr zusammen mit 498 und 499 als die wahrscheinlichsten Datierungen. Die Taufe selbst bleibt inhaltlich dieselbe: Sie erfolgt zu Weihnachten in Reims durch Bischof Remigius.
- 496: Chlodwig: In der Schlacht von Zülpich besiegt Chlodwig die Alamannen zum ersten Mal. Nach dem Sieg über die Alamannen konvertiert er zum römisch-katholischen Christentum. Zu Weihnachten wird er von Bischof Remigius in Reims getauft. Das Jahr der Taufe ist in der Forschung umstritten; am wahrscheinlichsten sind 497, 498 oder 499, auch 507 wird in Betracht gezogen. Die Taufe wird in drei Quellen erwähnt: bei Avitus von Vienne, in einem Brief des Remigius von Reims und bei Gregor von Tours. In den Quellen werden zwei Motive für den Übertritt genannt: der christliche Königsgedanke und das Motiv des stärkeren Gottes. Gregor von Tours berichtet, Chlodwig entscheide sich für das Christentum, nachdem der christliche Gott ihm in der Schlacht von Zülpich die erbetene Hilfe gewährt habe. Auch der Einfluss Chrodechilds spielt wohl eine Rolle. Außerdem spricht der Text davon, dass Chlodwig bereits vor seiner Taufe mit den römischen Bischöfen Galliens kooperiert.
- Um 495: Geburt Chlothars I., jüngster Sohn von Chlodwig I. und Chrodechild
- 494: Chlodwig: Auch 494 gehört noch zu dem Zeitraum, in dem Chlodwig Chrodechild heiratet. Im Text wird die Ehe als Verbindung mit einer burgundischen Prinzessin beschrieben. Der religiöse Einfluss Chrodechilds und das katholische Umfeld gewinnen dadurch an Bedeutung.
- 493: Chlodwig: Zwischen 492 und 494 bleibt die Ehe mit Chrodechild der zentrale Vorgang. Laut Gregor von Tours setzt sie ihre Bemühungen fort, Chlodwig zum christlichen Glauben zu bewegen. Der Text nennt für diesen Zeitraum keinen weiteren eigenständigen Vorgang.
- 492: Chlodwig: Zwischen 492 und 494 heiratet Chlodwig die burgundische Prinzessin Chrodechild. Gregor von Tours zufolge bemüht sie sich früh darum, ihren Mann zur katholischen römischen Reichskirche zu bekehren. Im engeren Umfeld Chlodwigs gibt es Personen, die dem Arianismus anhängen; für Chlodwig selbst gilt dies aber anscheinend nicht, auch wenn er mit dem Gedanken gespielt haben mag. Sein Vater Childerich hängt paganen Traditionen an, pflegt aber dennoch gute Beziehungen zu katholischen Bischöfen.
- 487: Chlodwig: Der Sieg von Soissons wird in der Überlieferung als 486/487 datiert. Im Text wird dieser Zeitpunkt als der Moment genannt, in dem Chlodwig den letzten römischen Herrscher in Gallien bezwingt. Dadurch gilt er als Begründer des Frankenreichs, dessen Hauptstadt er Paris macht.
- 486: Chlodwig: Um 486 besiegt Chlodwig bei Soissons trotz fehlender Unterstützung seines Vetters Chararich, aber mit Hilfe seines Verwandten Ragnachar, den Syagrius. Syagrius ist der Sohn des Aegidius und der letzte gallo-römische Heerführer in Gallien. Dieser Sieg erweitert Chlodwigs Machtbereich um den größten Teil des Gebietes nördlich der Loire. Syagrius flieht zunächst ins Westgotenreich, wird später an Chlodwig ausgeliefert und hingerichtet. Chlodwig befehligt dabei nicht nur fränkische Kämpfer, sondern auch Soldaten anderer Herkunft, darunter nach Prokopios von Caesarea große Teile der einstigen römischen Grenzarmee Nordgalliens.
- 481/482: Chlodwig: Chlodwig folgt wahrscheinlich 481/82 seinem Vater als „Kleinkönig“ des Kriegerverbandes der Salfranken nach. Zu dieser Zeit kontrolliert er ungefähr den Raum der ehemaligen weströmischen Provinz Belgica secunda in den heutigen südlichen Niederlanden und dem nördlichen Belgien, also Toxandrien um Tournai. Wie sein Vater ist er offiziell nur der „Verwalter“ der Provinz; als Heerführer bzw. „König“ tritt er zunächst vor allem gegenüber seinen Soldaten auf. In der neueren Forschung wird er als „Warlord“ gesehen, also als Heerführer, der eine eigene Herrschaft etabliert, die sich noch in den formal bestehenden Rahmen des Imperium Romanum einordnet. Sein Geschlecht, die Merowinger, gilt dabei nicht als alte Dynastie, sondern als Familie, die ihre herausragende Stellung wahrscheinlich erst um die Mitte des 5. Jahrhunderts erlangt.
- 397: Bischof Severin von Köln (397)
Rheinfranken
- 497: Für 497 nennt der Text dieselbe Schlacht von Zülpich/Tolbiac als möglichen Zeitpunkt; dort wird die Verwundung Sigeberts erneut mit dem Kampf gegen die Alamannen verbunden. Der Text nennt 496 oder 497 als das Jahr der fränkischen Schlacht gegen die Alamannen.
- Fortsetzung 507
- 496: Im Jahr 496 greift das Gebiet von Sigebert nach dem Text erneut in das Geschehen ein, weil die Alamannen sein Reich überfallen. Sigebert ruft Chlodwig zu Hilfe, und beide liefern bei Tolbiac die Schlacht, schlagen die Alamannen und treiben sie zurück. Sigebert wird dabei am Knie verletzt, weshalb er den Beinamen „der Lahme“ erhält. Der Text nennt außerdem, dass er bereits 496 König ist.
- 486: Im Zusammenhang mit der Schlacht von Soissons im Jahr 486 steht, dass Sigebert daran **nicht** teilnimmt. Seine Aufgabe ist es stattdessen, die rückwärtigen Räume der fränkischen Reiche gegen die Alamannen zu schützen.
- 469: Sigibert: Über das Jahr 469 nennt der Text nur, dass die Angabe von Sigeberts Herrschaftsbeginn wahrscheinlich später als 469 liegt. Außerdem steht dort, dass Sigemer 469 in Lyon eine burgundische Prinzessin heiratet, um gegen den alamannischen Druck zusammenzustehen. Danach folgt eine Phase der Spannung mit den salfränkischen Franken.
Vandalen
- 496: Thrasamund wird nach dem Tod seines Bruders Gunthamund König der Vandalen und Alanen
- Fortsetzung 500
OSTGERMANEN
Ostgotenreich
(ab urbe condita MCCLII = 1252)
- König Theoderich der Große (474–526)
- Papst Symmachus (498–514)
Theoderich lässt Symmachus als Bischof von Rom anerkennen und sorgt dafür, dass Laurentius das Bistum Nuceria Alfaterna in Kampanien erhält. Symmachus beruft am 1. März 499 Synode in Rom ein, an der 72 Bischöfe und der gesamte römische Klerus teilnehmen, um die Anerkennung des königlichen Urteils zu bestätigen und zukünftige Unruhen bei Wahlen zu verhindern. Gleichzeitig versucht er, die Opposition zu besänftigen, indem er Laurentius das Bistum Nuceria überträgt. - Papst Laurentius (498-499)
- Fortsetzung 500
- 22. November 498: Wahl des Erzdiakons Symnachus zum Papst mit Unterstützung des Ostgotenkönigs Theoderich des Großen; gleichzeitig Wahl des Gegenpapstes Laurentius.
- 498: Laurentius: Nach dem Tod von Papst Anastasius II. wählt man nach fünftägiger Sedisvakanz am 22. November 498 zwei Nachfolger, nämlich Symmachus, einen ehemaligen Diakon, und Laurentius, den vormaligen Archipresbyter. Laurentius wird nur von einer Minderheit des Klerus gewählt, während Adel und Senat Roms auf seiner Seite stehen. Er wird in der Basilika Santa Mariae mit Unterstützung einer abweichenden, byzantinisch gesinnten Partei gewählt, die vom oströmischen Kaiser Anastasius I. unterstützt wird. Die Spaltung erfasst Klerus, Senat und Volk von Rom und führt zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Beide Parteien rufen König Theoderich als Schiedsrichter an und ziehen nach Ravenna, um ihre Argumente vorzubringen.
- Fortsetzung 499
- 493: Rom, das unter Odoaker nach dem Zusammenbruch des Weströmischen Reiches nominell weiterhin Teil der weströmischen Verhältnisse war, fiel ab 493 faktisch unter gotische Herrschaft.
- 493: Der Kleriker Magnus Felix Ennodius wird zum Diakon geweiht, Tätigkeit an der Kathedrale von Ticinum (später Pavia). zwischen 493 und 507: Verfasst verschiedene religiöse und politische Schriften, darunter eine Lobrede auf den Ostgotenkönig Theoderich
Langobarden
- 490: Tato gelangt nach dem Tod seines Vaters Claffo um das Jahr 490 an die Macht und übernimmt die Herrschaft über die Langobarden. Unter seiner Führung verlassen die Langobarden Rugiland und gehen für drei Jahre auf Wanderschaft in das Gebiet zwischen Theiss und Donau. In dieser Zeit regiert Tato als Sohn des Claffo aus dem Geschlecht der Lithingi, während seine Kinder Rumetruda und Ildichis heißen und Wacho später als sein Neffe nachfolgt.
- Fortsetzung 505
- Um 470: Wacho Wacho wird als Sohn des Prinzen Zuchilo (auch Unichis oder Unigis), eines Bruders des Langobardenkönigs Tato, geboren. Über seine Kindheit und Jugend ist wenig bekannt
OSTRÖMISCHES REICH
- Kaiser Anastasios I. (491–518)
- Akakianisches Schisma (484–519)
- Patriarch Makedonios II. (Konstantinopel, 496–511)
- Patriarch Flavian II. (Antiochien, 498-512)
- Patriarch Elias von Jerusalem (494-513)
- Papst und Patriarch Johannes II. (Alexandria, 505–516)
- 498: Anastasios: Abschaffung der Handelssteuer Chrysargyron (collatio lustralis) zur wirtschaftlichen Entlastung, Einnahme einer umfassenden Münzreform (Stabilisierung des Kupfergeldes), effiziente Neuordnung der Steuererhebung
- 498: Flavian II. steht zunächst als Mönch unter der Regel des heiligen Basilius im Kloster Tilmognon und wird später Apokrisiar. Nach dem Tod des Patriarchen Palladius im Jahr 498 wird Flavian von Kaiser Anastasius I. zum Patriarchen von Antiochia ernannt, unter der Bedingung, dass er das Henotikon annimmt. Als Patriarch zeigt Flavian II. keine offene Gegnerschaft zum chalcedonischen Christentum. Er und Patriarch Elias I. von Jerusalem widersetzen sich den Versuchen, das Konzil von Chalkedon abzuschaffen, und Flavian bemüht sich wegen des Konflikts zwischen Chalcedoniern und Nicht-Chalcedoniern in Antiochia um einen Mittelweg in Bezug auf die chalkedonischen Beschlüsse.
- Fortsetzung 500
- 497: Makedonios: Innerhalb eines Jahres oder zweier Jahre nach seinem Amtsantritt beruft er ein Konzil ein. In diesem Konzil bestätigt er die Beschlüsse des Konzils von Chalcedon schriftlich. Die Datierung dieses Konzils ist ungewiss.
- 496: Patriarch Euphemius wird abgesetzt; Makedonios II. wird neuer Patriarch von Konstantinopel
- 496: Makedonios: Makedonios II. ist Patriarch von Konstantinopel. Er ist streng chalkedonischer Christ. Er wirkt von Juli 496 bis August 511 im Amt.
- 11. April 491: Nach dem Tod von Kaiser Zenon wird Anastasios I. auf Betreiben der Kaiserinwitwe Ariadne in Konstantinopel zum Kaiser des Oströmischen Reiches ausgerufen und heiratet Ariadne, um Legitimität zu sichern. - 491–498: Machtkämpfe gegen Zenons Bruder Longinus und die Isaurier (sog. Isaurierkrieg); ihre politische Vormacht wird gebrochen und viele Isaurier nach Thrakien umgesiedelt - 491-518: Verschärfung des Glaubenskonfliktes durch Unterstützung des Monophysitismus, das Akakianische Schisma mit Rom bleibt bestehen. Förderung von Städten, Handwerk und Handel, aber Belastung der Landbevölkerung durch Steuerdruck
- 494: Elias: Im Jahre 494 folgt Elias dem Patriarchen Sallustius auf dem Bischofssitz und wird Patriarch von Jerusalem. Sein Episkopat liegt in der Zeit des akakianischen Schismas.
- Um 491: Severus (künftiger Patriarch): Mönch im Kloster des Petrus von Iberien, Maiuma bei Gaza. Bald darauf Priester und Archimandrit
- Um 482: Geburt Justinians, des späteren Kaisers, in Tauresium (nahe dem heutigen Skopje)
- um 470: Justin (der spätere Kaiser): Militärkarriere in Konstantinopel; Teilnahme an den Isaurischen Kriegen
- 457: Elias Der Mönch Elias ist von Geburt Araber und wächst in einem ägyptischen Kloster auf. Im Jahre 457 wird er durch den monophysitischen Patriarchen von Alexandria Timotheos vertrieben und kommt nach Palästina, wo er in der Nähe von Jericho eine Laura gründet. Dort empfängt ihn Patriarch Anastasios von Jerusalem zur Priesterweihe.
- um 450: Geburt von Justin in der Nähe von Naissus (heute Niš, Serbien), Provinz Dacia mediterranea
IBERIA
- nach 470: Nach Überlieferung nimmt Wachtang auch an persischen Feldzügen teil und kämpft vermutlich gegen Alanen und andere Nachbarn. Seine Teilnahme an den Kriegen Peroz‘ I. gegen die Hephthaliten wird von der späteren Tradition behauptet, ist aber historisch umstritten. Gründung von Tbilissi (Tiflis): Laut Legende entdeckt Wachtang beim Jagen heiße Quellen an der Kura und veranlasst dort die Gründung der heutigen Hauptstadt Georgiens. Die Gründung wird meist in die Regierungszeit (2. Hälfte 5. Jh.) gelegt. spätes 5. Jh.: Wachtang bemüht sich um eine größere kirchliche Selbständigkeit Georgiens (Autokephalie der georgisch-orthodoxen Kirche)
- Fortsetzung 502
- um 452: Wachtang wird König von Iberien (Kartlien) nach dem Tod seines Vaters (möglicherweise aber auch bereits 539 oder 443). In den frühen Jahren seiner Herrschaft erneuert und festigt Wachtang die Beziehungen zur Kirche in Konstantinopel und beginnt eine Kirchenausbau-Reform. Mitte/zweite Hälfte 5. Jh.: Kämpft wiederholt gegen das persische Sassanidenreich zur Wahrung der georgischen Unabhängigkeit
SASSANIDENREICH
- Großkönig Zamasp (496–499)
- Großkönig Kavadh I. (2. Amtszeit 499–531)
Im Jahr 499 (ev. bereits 498) kehrt Kavadh mit einem Hephthaliten-Heer nach Iran zurück, trifft beim Durchqueren der Gebiete der Familie der Kanarangiyan in Choresan auf Adergoudounbades, der ihm Hilfe zusichert, erhält zudem Unterstützung von Zarmihr Karen, einem Sohn Sukhras, und stößt auf keinen Widerstand durch Zamasp sowie Adel und Klerus, die einen neuen Bürgerkrieg vermeiden wollen; sie einigen sich mit Kavadh darauf, dass er erneut Großkönig wird, unter der Bedingung, Zamasp und die Elite nicht zu verletzen, Jamasp verschont bleibt, wahrscheinlich geblendet wird, während Gushnaspdad und andere Adlige, die gegen Kavad intrigiert haben, hingerichtet werden, und Kavadhs Rückgewinnung des Thrones die schwierigen Verhältnisse des Reiches verdeutlicht, in denen in Zeiten der Anarchie eine kleine Streitmacht die Allianz aus Adel und Klerus überwältigen kann. Nach seiner Absetzung geht Zamasp nach Armenien, besiegt dort die Chasaren, erobert einen Teil ihres Gebietes, heiratet eine Frau aus Armenien, die ihm einen Sohn namens Narsi gebiert.
- 496: Im Jahr 496 wird Kavad I. aufgrund der von ihm eingeführten sozioökonomischen und religiösen Veränderungen von Adel und zoroastrischem Klerus abgesetzt, Jamasp als sein gefügigerer Bruder von Adel und Klerus auf den Thron des Sassanidenreiches erhoben, Jamasp als Großkönig von Iran eingesetzt, ein weiterer Grund für Kavads Absetzung ist seine Hinrichtung Sukhras, während im Reich, insbesondere in Mesopotamien, Unruhen auftreten, ein Rat des Adels über das weitere Vorgehen mit Kavad berät, Gushnaspdad die Hinrichtung Kavads vorschlägt, dieser Vorschlag jedoch abgelehnt wird, Kavad stattdessen im „Gefängnis des Vergessens“ in Chusistan eingesperrt wird und ihm die Flucht gelingt, worauf er in die Herrschaftsgebiete der Hephthaliten entkommt. Zwischen 496 und 498/499 ist Jamasp als sassanidischer Großkönig von Persien beziehungsweise König der Könige von Iran eingesetzt, ist ein Sohn von Peroz I. und jüngerer Bruder von Kavad I., wird nach der Absetzung Kavads durch Adel und Klerus auf den Thron gesetzt, und der Name seiner Mutter ist unbekannt.
- 488: Im Jahr 488 erweist sich Balasch als bei Adel und Klerus unbeliebt, wird nach nur vier Jahren Herrschaft abgesetzt, und Sukhra, der bei seiner Absetzung eine Schlüsselrolle spielt, setzt Kavad I. als neuen Schah von Iran ein.
- 488: Nach einer Adelsrevolte wird Kavadh I. als Großkönig eingesetzt und ersetzt seinen Onkel Balasch. 488–496: Erste Regierungszeit. Kavadh versucht, das Reich durch Reformen und die Unterstützung der sozialen Bewegung der Mazdakiten zu stärken. Dies führt zu Konflikten mit Adel und Klerus
- 473: Geburt von Kavadh I., Sohn des Großkönigs Peroz I.
- 484: Im Jahr 484 wird Peroz I. von einer Hephthaliten-Armee in der Nähe von Balkh besiegt und getötet, seine Armee wird vollständig zerstört, sein Leichnam wird nicht gefunden, und vier seiner Söhne und Brüder sterben ebenfalls; die Hauptstädte der sassanidischen Ostregion Choresan – Nischapur, Herat und Marw – stehen nun unter der Herrschaft der Hephthaliten, während Sukhra aus dem Haus Karen ein neues Heer aufstellt und den weiteren Vormarsch der Hephthaliten stoppt, und Peroz’ Bruder Balasch wird von den iranischen Magnaten, besonders von Sukhra und dem Mihraniden-Generalfeldherrn Schapur Mihran, zum Schah gewählt, erweist sich jedoch als unbeliebt beim Adel und Klerus und wird nach nur vier Jahren im Jahr 488 abgesetzt, worauf Sukhra Kavad I. zum neuen Schah von Iran ernennt.
Lachmiden
- Klientelkönig Al-Nu'man II ibn al-Aswad (497-503)
Lachmiden: 499/500: Nach dem Tod des al-Munzir II bestätigt der Schahanschah Al-Nu'man II als König der Lachmiden. Der Text setzt diese Einsetzung zwischen August 499 und August 500 an. Al-Nu'man II herrscht damit über das Reich der Lakhmiden.
- 497: Al-Nu'man II ibn al-Aswad ist der zehnte lakhmidische König und herrscht seit 497. Seine Mutter ist Umm al-Mulk bint ʿAmr ibn Hajar al-Kindi, die Schwester von al-Harith ibn ʿAmru, einem kinditischen Prinzen.
- 497: Lachmiden: 497/498: Nach der Darstellung des Theophanes des Bekenners greifen „Arabier-Skiniten“ aus dem Stamm des Phylarchen Naaman in die Euphratensia ein. Sie werden bei Vithraps von den Truppen des Strategen Eugenius geschlagen. Der Text nennt für diese Ereignisse das Jahr 5990 seit Erschaffung der Welt, entsprechend September 497 bis August 498.
- 492: Lachmiden: 492/493: Al-Nu'man II ist der Sohn des lachimdischen Königs al-Aswad, der in Ungnade beim sassanidischen Schahanschah Kavad I fällt. Im Jahr 492 oder 493 wird al-Aswad von der Macht entfernt und in eine Haft gesetzt. Als Nachfolger wird sein Bruder al-Munzir II eingesetzt. Was Al-Nu'man II in den sieben Jahren der Herrschaft seines Onkels tut, bleibt im Text unbekannt.
AKSUMITISCHES REICH
- beim nächsten Eintrag: Fortsetzung 500
HIMYAR
- 485: Christian J. Robin hält fest, dass seine Herrschaft im Jahr 485 endet. Nach den Angaben im Text bleibt jedoch eine Inschrift aus dem Jahr 502 CE erhalten, die seinen Namen zusammen mit seinen Geschwistern nennt; diese Inschrift nennt ihn außerdem nicht mit königlichen Titeln.
- Fortsetzung 505
- 480: Marthad'ilan Yu'nim beginnt im Jahr 480 seine Herrschaft. Nach der Inschrift YM 1200 errichtet er eine Synagoge und repariert einen unbekannten monotheistischen Kultort, der als Kenesit bezeichnet wird. Marthad'ilan Yu'nim, auch Marthad al-Khayr genannt, ist ein himyaritischer König und wird vor allem für seine Beteiligung am Basus-Krieg genannt. 480-504: In den Inschriften lautet sein Name Marthad'ilan Yu'nim; sein vollständiger Name ist Marthad ibn Lakhni'ah Yanuf al-Himyari. In den Büchern des arabischen Erbes heißt er Marthad al-Khayr ibn Dhi Jadan. Das Wort Yun'im bedeutet im Himyaritischen „gesegnet“, was im Arabischen al-Khayr entspricht. Marthad'ilan Yu'nim sendet eine Streitmacht von fünfhundert Soldaten, um Imru' al-Qais bei seinem Vorhaben zu unterstützen, die Stämme der Taghlib und der Banu Bakr im Basus-Krieg wieder zu vereinen, um die Banu Asad zu besiegen. Nach den arabischen Überlieferungen wird Marthad'ilan Yu'nim von einem König namens Qarmal abgelöst.
ROURAN
- 492: Nagai reißt 492 mit einem erfolgreichen Staatsstreich der Adligen der Rouran die Stellung des Khagan von Yujiulü Doulun an sich. Danach bittet er Kaiser Wu von Südliches Qi um Ärzte, Handwerker und Kunsthandwerker, doch diese Bitte wird abgelehnt. Kagan Yujiulü Doulun (485–492)
- Fortsetzung 501
- 487: Yujiulü Nagai Yujiulü Nagai und sein Neffe, der Kagan Yujiulü Doulun, kämpfen gegen den Gaoche-Herrscher Afuzhiluo und dessen Cousin Qiongqi. Afuzhiluo, Qiongqi und ihre Sippen mit über 100.000 Jurten entkommen 487 den verfolgenden Heeren von Doulun und Nagai. Während Doulun nur begrenzten Erfolg hat, gewinnt Nagai alle seine Kämpfe gegen die Gaoche.
INDIEN
Alchon-Hunnen
- Um 497–500: Die Stadt Kausambi wird wahrscheinlich von Toramana und seinen Hunnen erobert.
- Fortsetzung 510
- 495–500: Inschriften, u.a. in Kura (Punjab), belegen Toramanas Herrschaft und seine Annahme indischer Königstitel (z.B. „Mahārājadhirāja“).
- Um 493: Toramana besteigt als bedeutender Herrscher der Alchon-Hunnen (auch Hunas genannt) den Thron. Er konsolidiert die Macht dieser Zentralasiatischen Gruppe im Punjab und beginnt mit der Expansion nach Indien hinein
- 493: König Mehama (461-493)
Gupta-Reich
- um 495: Beginn der Herrschaft von Narasimhagupta Baladitya als Gupta-König, Nachfolger von Budhagupta
- um 495: König Budhagupta (476-495)
- Fortsetzung 500
Vakataka
Westliche Ganga-Dynastie
- 469: Avinita besteigt den Thron der Ganga-Dynastie Fortsetzung 529
Kamarupa
- 494: Narayanavarman wird König von Kamarupa. Sein Vater, Mahendravarman, stirbt. Fortsetzung 518
- 494: König Mahendravarman (Mahendravarman)
Anuradhapura
- 497: Moggallana I. wird nach seiner Rückkehr aus Indien und nach dem Sturz von Kassapa I. zum König gekrönt. - 497–515: Nach inneren Auseinandersetzungen versöhnt er verfeindete Familien und stellt die politische Stabilität wieder her. König Moggallana I. unterstützt nach historischen Quellen verschiedene buddhistische Klöster und ist ein Förderer der Religion, insbesondere des Theravada-Buddhismus. Während seiner Regierungszeit werden wichtige Bau- und Instandhaltungsarbeiten an Bewässerungsanlagen und religiösen Monumenten durchgeführt, um Landwirtschaft und Religion zu fördern. Berichte erwähnen, dass er mehrere Aufstände niederschlägt und damit für Stabilität sorgt. Fortsetzung 515
- 497: König Kashyapa I. (479–497 bzw 473–495)
KHMER
Funan
- 484: Regierungsantritt: Nach dem Jahr 484 n.Chr. (möglicherweise bereits ab ca. 480, je nach Quelle). Religion und Politik: Während seiner Herrschaft war Shaivismus (Hinduismus) einflussreich; daneben waren auch der Buddhismus und der Vishnuismus vertreten. Seine Frau Kulaprabhavati soll die Grundlagen des Vishnuismus gelegt haben, gleichzeitig war der Buddhismus durch mehrere Missionen und Mönchsgesandtschaften präsent. König Jayavarman Kaundinya bittet in China um militärische Unterstützung gegen das Königreich Lam Ap in Zentralvietnam. Die Bitte wurde durch den buddhistischen Mönch Nāgasena übermittelt.
- 484: Über den Vorgänger ist kein Wikipedia-Artikel vorhanden
- Fortsetzung 502
Chenla
- um 495: Beginn der Herrschaft: Sreshthavarman besteigt als Sohn von König Shrutavarman den Thron von Chenla
- Fortsetzung 500
CHINA
(53./54. Zyklus - Jahr des Erde-Hasen; am Beginn des Jahres Erde-Tiger)
Nördliche Wei-Dynastie
- Kaiser Xiaowen (471-499)
Während eines weiteren Feldzugs erkrankt Kaiser Xiaowen schwer und stirbt am 26. April 499. Sein Sohn Yuan Ke folgt ihm als Kaiser Xuanwu auf den Thron. Auf Anordnung des verstorbenen Kaisers wird Kaiserin Feng zum Selbstmord gezwungen. - Kaiser Xuanwu (499-515)
Thronbesteigung von Xuanwu als Nachfolger seines verstorbenen Vaters, Kaiser Xiaowen. Beginn seiner Herrschaft über die Nördliche Wei-Dynastie. - Fortsetzung 500
- 498: Xiaowen: Nach dem Tod des Kaisers der Südlichen Qi beendet Kaiser Xiaowen den Feldzug. Er erkrankt, überträgt zeitweise wichtige Aufgaben an Yuan Xie, erholt sich jedoch später.
- Fortsetzung 499
- 497: Xiaowen: Kaiser Xiaowen ernennt seinen Sohn Yuan Ke zum Kronprinzen und zwingt den ehemaligen Kronprinzen Yuan Xun zum Selbstmord. Im Herbst erhebt er Feng Run zur Kaiserin. Er führt einen weiteren Feldzug gegen die Südliche Qi-Dynastie, erzielt begrenzte militärische Erfolge und beendet den Feldzug nach dem Tod des gegnerischen Kaisers. Währenddessen kommt es zu inneren Konflikten am Hof.
- 496: Xiaowen: Kaiser Xiaowen ordnet im Frühjahr die Änderung der Xianbei-Familiennamen in chinesische an und ändert seinen eigenen Namen von Tuoba zu Yuan. Er stärkt die soziale Rangordnung und bevorzugt bestimmte Xianbei- und Han-Clans bei der Vergabe von Ämtern. Er zwingt seine Brüder, ihre Ehefrauen zu degradieren und neue Ehen mit Frauen aus angesehenen Han-Familien einzugehen. Im Sommer setzt er Kaiserin Feng ab, die Nonne wird. Im Herbst deckt er Verschwörungen auf, setzt den Kronprinzen Yuan Xun ab und lässt Aufständische hinrichten.
- 495: Xiaowen: Kaiser Xiaowen belagert Städte wie Shouyang und Yiyang, erzielt jedoch keine entscheidenden Erfolge und bricht die Kampagne im späten Frühjahr ab. Im Sommer erlässt er Gesetze, die Xianbei-Sprache und -Kleidung verbieten und stattdessen chinesische vorschreiben. Nachkommen von Yan Hui und Konfuzius erhalten Titel und Lehen.
- 494: Xiaowen: Kaiser Xiaowen verlegt die Hauptstadt der Nördlichen Wei von Pingcheng nach Luoyang. Die militärische Elite verbleibt weitgehend in der alten Hauptstadt, während die Bevölkerung in Luoyang seine Sinisierungspolitik stärker annimmt. Später im Jahr nimmt er erneut Diskussionen über die Verlegung auf, setzt sie gegen Widerstand durch und lässt Verwaltungsstrukturen nach Luoyang verlegen sowie eine Versorgungsbasis für Vieh in Heyang einrichten. Gegen Jahresende beginnt er eine neue Kampagne gegen die Südliche Qi-Dynastie.
- 493: Xiaowen: Kaiser Xiaowen heiratet Feng Qing zur Kaiserin. Er beginnt eine Kampagne gegen die Südliche Qi-Dynastie, die auch dazu dient, die Verlegung der Hauptstadt nach Luoyang vorzubereiten. Nach Widerstand einigt er sich darauf, die Hauptstadt zu verlegen und die Kampagne abzubrechen.
- 492: Xiaowen: Kaiser Xiaowen degradiert zahlreiche Fürsten zu Herzögen, mit wenigen Ausnahmen.
- 490: Xiaowen: Großkaiserinwitwe Feng stirbt und wird mit großen Ehren bestattet. Kaiser Xiaowen trauert tief, verweigert mehrere Tage Nahrung und Wasser und hält eine dreijährige Trauerzeit ein. Nach ihrem Tod führt er die Sinisierungspolitik entschlossen fort.
- 489: Xiaowen: Großkaiserinwitwe Feng und Kaiser Xiaowen beraten gemeinsam über die Bestrafung der Prinzen Tuoba Tianci und Tuoba Zhen wegen Korruption. Sie werden nicht hingerichtet, sondern ihrer Ämter und Titel enthoben und zu Bürgerlichen degradiert.
- 486: Xiaowen: Kaiser Xiaowen beginnt, traditionelle chinesische Kleidung zu tragen, als Ausdruck seiner Autorität und der Sinisierungspolitik.
- 485: Xiaowen: Kaiser Xiaowen führt unter der Regentschaft von Großkaiserinwitwe Feng das Gleichfeldsystem ein, bei dem Land Staatseigentum ist und gleichmäßig an steuerpflichtige Bauern verteilt wird, um landwirtschaftliche Produktion und Steuereinnahmen zu steigern. Dieses System dient auch als Grundlage für eine stabile Finanzstruktur und allgemeine Wehrpflicht und wird durch das „Drei-Ältesten-System“ zur Erfassung der Bevölkerung ergänzt. Im selben Jahr richtet Großkaiserinwitwe Feng eine kaiserliche Schule für die Prinzen ein.
- 483: Xiaowen: Kaiser Xiaowen übernimmt zunehmend die Kontrolle über die Regierung, während Großkaiserinwitwe Feng weiterhin erheblichen Einfluss behält. Nach der Geburt seines Sohnes Tuoba Xun wird dessen Mutter Konkubine Lin zur Selbsttötung gezwungen, und Großkaiserinwitwe Feng zieht das Kind auf.
- 481: Xiaowen: Der buddhistische Mönch Faxiu versucht einen Aufstand in Pingcheng, wird jedoch entdeckt und hingerichtet. Großkaiserinwitwe Feng beginnt mit dem Bau ihres Grabes am Fang-Berg und lässt einen neuen Strafkodex mit 832 Abschnitten fertigstellen. Im selben Jahr scheitert der Feldzug zur Wiederherstellung von Liu Song endgültig.
- 479: Xiaowen: Nach der Usurpation des Liu-Song-Throns durch Xiao Daocheng unterstützt die Nördliche Wei Liu Chang militärisch bei dem Versuch, Liu Song wiederherzustellen; der Versuch bleibt erfolglos.
- 478: Xiaowen: Großkaiserinwitwe Feng beschuldigt Li Hui, den Großvater Kaiser Xiaowens, des Verrats und lässt ihn sowie seinen gesamten Clan töten. Im selben Jahr erlässt sie ein Edikt, das Eheschließungen innerhalb der jeweiligen sozialen Schichten vorschreibt.
- 477: Xiaowen: Großkaiserinwitwe Feng lässt Li Xin hinrichten, der am Tod ihres früheren Liebhabers beteiligt war.
- 472: Xiaowen: Kaiser Xiaowen verleiht Kong Sheng, einem Nachfahren von Konfuzius in der 28. Generation, ein Lehen von zehn Haushalten sowie den Rang eines „Großwürdenträgers, der den Weisen verehrt“. Kaiserinwitwe Feng lässt Kaiser Xianwen ermorden, aus Rache für die Hinrichtung ihres Liebhabers Li Yi im Jahr 470. Sie übernimmt erneut die Regentschaft über Kaiser Xiaowen und nimmt den Titel Großkaiserinwitwe an.
- 471: Xiaowen: Kaiser Xianwen überträgt den Thron an Kronprinz Hong, der als Kaiser Xiaowen den Thron besteigt. Kaiser Xianwen nimmt den Titel Taishang Huang an, behält jedoch aufgrund des jungen Alters seines Sohnes die tatsächliche Kontrolle über wichtige Angelegenheiten und führt bei Bedarf selbst militärische Kampagnen. Kaiser Xianwen (465-471)
- 470: Tuoba Hong Kaiser Xianwen lässt Li Yi, den Liebhaber von Kaiserinwitwe Feng, hinrichten.
- 469: Tuoba Hong Tuoba Hong wird im Alter von zwei Jahren zum Kronprinzen ernannt. Im selben Jahr stirbt seine Mutter Konkubine Li; es wird berichtet, dass sie möglicherweise entsprechend der Tradition zur Selbsttötung gezwungen wird.
- 467: Tuoba Hong Tuoba Hong wird am 13. Oktober 467 geboren, als sein Vater Kaiser Xianwen selbst noch jung ist und unter der Regentschaft seiner Stiefmutter Kaiserinwitwe Feng steht. Er ist der älteste Sohn von Kaiser Xianwen, seine Mutter ist die Konkubine Li, Tochter von Li Hui. Nach seiner Geburt beendet Kaiserinwitwe Feng ihre Regentschaft, gibt die Macht an Kaiser Xianwen zurück und zieht Tuoba Hong auf.
Südliche Qi-Dynastie
- Kaiser Xiao Baojuan (498-501)
Im Jahr 499 ist Xiao Baojuan bereits Kaiser. Kaiser Mings Wille hat eine Gruppe hochrangiger Beamter mit der Leitung der Regierung betraut: Xiao Baojuans Cousin Xiao Yaoguang, der Prinz von Shi'an, den Premierminister Xu Xiaosi, die Vertrauten Jiang Shi und Jiang Si, Xiao Baojuans Onkel Liu Xuan und den General Xiao Tanzhi. Xiao Baojuan ist darauf bedacht, kaiserliche Autorität auszuüben, verbringt aber oft seine Zeit mit Spielen mit seinen engen Gefährten, denen er häufig Geld gibt. Die hochrangigen Beamten, besonders Jiang Shi, versuchen, sein Verhalten zu begrenzen, was den jungen Kaiser stark verärgert; er wird als jemand beschrieben, der Treffen mit Beamten nicht mag, aber Eunuchen, Leibwächter und Boten bevorzugt. Er macht seine Ehefrau Kronprinzessin Chu zur Kaiserin und seinen einzigen bekannten Sohn Xiao Song, den er von seiner Konkubine Consort Huang hat, zum Kronprinzen. Ebenfalls im Jahr 499 beginnt Jiang Shi unter den hochrangigen Beamten eine Diskussion darüber, Xiao Baojuan abzusetzen und durch seinen jüngeren Bruder Xiao Baoxuan, den Prinzen von Jiangxia, zu ersetzen. Liu Xuan mag Xiao Baoxuan jedoch nicht, und Xiao Yaoguang lenkt die Diskussion darauf, sich selbst zum Kaiser zu machen. Liu widersetzt sich auch diesem Plan. In seinem Zorn versucht Xiao Yaoguang 499 erfolglos, Liu zu ermorden; Liu berichtet Xiao Baojuan den Plan. Xiao Baojuan lässt daraufhin Jiang Shi und Jiang Si sofort verhaften und hinrichten. Xiao Yaoguang stellt sich aus Angst krank und tritt zurück, fürchtet aber anschließend, Xiao Baojuan werde ihn dennoch hinrichten, und beginnt eine Rebellion, bei der er den Palast belagert. Xiao Baojuans Streitkräfte unter dem Kommando von Xiao Tanzhi sowie den beiden anderen Generälen Zuo Xingsheng und Cao Hu greifen an und belagern Xiao Yaoguangs Hauptquartier, nehmen ihn gefangen und richten ihn hin. In der Folge von Xiao Yaoguangs Rebellion kontrolliert Xiao Baojuan nun mehr Macht als zuvor. Zunächst befördert er Xu Xiaosi, Xiao Tanzhi, Liu Xuan, Cao Hu sowie den Beamten Shen Wenji, um ihre Beiträge und ihre Loyalität während der Rebellion zu belohnen. Weniger als einen Monat später lässt Xiao Baojuan jedoch auf Berichte seiner Gefährten, die Xiao Tanzhi nicht mögen, hin Xiao Tanzhi verhaften und hinrichten. Bald erleiden Liu und Cao dasselbe Schicksal, und von da an lebt die gesamte Regierung in Angst und weiß nicht, wen der Kaiser als Nächstes töten wird. Zwei Monate später werden auch Xu und Shen sowie Shens Neffe Shen Zhaolüe getötet. - 499: Xia Baorong
Im Jahr 499 ändert Xiao Baojuan Xiao Baorongs Titel in Prinz von Nankang. Ebenfalls im Jahr 499 macht Xiao Baojuan Xiao Baorong zum Gouverneur der wichtigen Jing-Provinz, wobei die tatsächliche Verwaltung vor allem in den Händen des Stabes liegt, besonders beim Stabschef Xiao Yingzhou. Zwischen 494 und 499 heiratet Xiao Baorong außerdem Wang Shunhua, die Enkelin des frühen südlichen Qi- Premierministers Wang Jian, als seine Frau. - Fortsetzung 500
- 498: Xiao Baojuan: Im Jahr 498 geschieht während der Rebellion des zurückgetretenen Generals Wang Jingze, dass Xiao Baojuan trotz der Tatsache, dass Wangs Armee weit von der Hauptstadt Jiankang entfernt ist, ein Feuer für ein Zeichen hält, Wangs Armee sei nahe der Hauptstadt, und sich in einen Jumpsuit umzieht, um zu fliehen. Danach wird Wangs Armee besiegt. Im Herbst 498 stirbt Kaiser Ming. Xiao Baojuan folgt ihm auf den Thron als Kaiser.
- 498: Xia Baorong Im Jahr 498 stirbt Kaiser Ming. Xiao Baorongs älterer Bruder Xiao Baojuan erbt den Thron und führt die Herrschaft fort.
- Fortsetzung 499
- 496: Kaiser Xiao Baojuan (498-501) Im Jahr 496 hat Xiao Baojuan eine Volljährigkeitszeremonie. Über weitere Aktivitäten in diesem Jahr wird nichts berichtet.
- 495: Kaiser Xiao Baojuan (498-501) Im Jahr 495 gibt sein Vater ihm die Tochter seines Beamten Chu Cheng, Chu Lingqu, zur Ehe als Kronprinzessin. Xiao Baojuan hat damit seine Ehe mit Chu Lingqu.
- 494: Kaiser Xiao Baojuan (498-501) Im Jahr 494 führt Xiao Luan, während Kaiser Wus unfähiger und leichtfertiger Enkel Xiao Zhaoye Kaiser ist und Xiao Luan als dessen Premierminister dient, einen Staatsstreich durch und stürzt Xiao Zhaoye. Etwa zu dieser Zeit wird Xiao Baojuans Name von Mingxian in Baojuan geändert. Xiao Luan setzt zunächst Xiao Zhaowen, den jüngeren Bruder von Xiao Zhaoye, als Kaiser ein, doch nachdem er seine Macht weiter gefestigt hat, einschließlich der Tötung vieler Söhne sowohl von Kaiser Wu als auch von Kaiser Wus Vater Kaiser Gao, übernimmt Xiao Luan den Thron selbst als Kaiser Ming. Da Xiao Baojuans älterer Bruder Xiao Baoyi als schwer behindert und nicht sprechfähig gilt, wird Xiao Baojuan als zweiter Sohn und ältester Sohn von Xiao Luans Ehefrau zum Kronprinzen erhoben.
- 494: Xia Baorong Im Jahr 494 stürzt Xiao Luan in einem Staatsstreich Kaiser Wu’ s Enkel Xiao Zhaoye und tötet ihn. Noch im selben Jahr übernimmt Xiao Luan auch den Thron von Xiao Zhaoyes Bruder Xiao Zhaowen und wird als Kaiser Ming Herrscher; Xiao Baorong wird als Sohn des neuen Kaisers zum Prinzen von Sui-Kommanderie ernannt.
- 483: Kaiser Xiao Baojuan (498-501) Xiao Baojuan wird 483 geboren, als sein Vater Xiao Luan ein Beamter mittleren bis höheren Ranges und Marquess of Xichang ist und als Cousin von Kaiser Wu gilt. Sein ursprünglicher Name ist Xiao Mingxian. Er ist der zweite Sohn von Xiao Luan, und seine Mutter Liu Huiduan ist Xiao Luans Ehefrau. Sein älterer Bruder Xiao Baoyi wird von Xiao Luans Konkubine Lady Yin geboren. Seine Mutter Marchioness Liu hat außerdem die drei weiteren Söhne Xiao Baoxuan, Xiao Baoyin und Xiao Baorong, bevor sie 489 stirbt.
- 489: Xia Baorong Im Jahr 489 stirbt Xiao Baorongs Mutter, Marchioness Liu Huiduan. Zu diesem Zeitpunkt ist Xiao Baorong noch ein Kind, da er 488 geboren wird.
- 488: Xia Baorong Xiao Baorong wird 488 geboren, als sein Vater Xiao Luan der Marquess of Xichang und ein Beamter mittleren bis höheren Ranges unter Kaiser Wu ist. Seine Mutter ist Xiao Luans Frau, Marchioness Liu Huiduan, die im folgenden Jahr 489 stirbt.
- 464: Xiao Yan Geburt von Xiao Yan (später Kaiser Wu von Liang)
KOREA
Goguryeo
- 498: Errichtung des buddhistischen Tempels Geumgangsa. Förderung des Buddhismus: Neun Mönche werden erstmals zu den Nördlichen Wei gesandt, um buddhistische Schriften zu studieren
- Fortsetzung 503
- 496: Kriegerische Auseinandersetzungen mit den südlichen Nachbarn Silla und Baekje. Schlacht gegen Silla bei Gounjacheng (Hundezahn-Burg, wohl im heutigen Chungcheongbuk-do), Rückzug der Sillaner, unterstützt durch 3.000 Baekje-Soldaten. Die Truppen von Goguryeo ziehen sich nach Norden zurück
- 494: Die Überreste des Königreichs Buyeo kapitulieren nach Angriffen der Mohe (nomadisches Volk) gegenüber Goguryeo und werden vom Reich absorbiert. Dies konsolidiert den Machtbereich im Nordosten Koreas
- 491/492: Thronbesteigung nach dem Tod seines Großvaters, König Jangsu. Sein Vater, Kronprinz Juda, war vor Amtsantritt verstorben. Munjamyeong wird der 21. König von Goguryeo
- 491: König Jangsu (412–491)
Baekje
- 498: Dongseong: Im Jahr 498 unterwirft die Baekje-Armee Tamna, das Königreich auf der Insel Jeju, weil es keine Tributzahlungen sendet. Das Buch von Qi berichtet außerdem, dass Dongseong Armeen nach Liaodong und Liaoxi in China sendet, um Goguryeo-Truppen zu besiegen.
- Fortsetzung 500
- 495: Dongseong: Im Jahr 495 verbünden sich Baekje und Silla und greifen gemeinsam Goguryeo an.
- 493: Dongseong: Dongseong schließt im Jahr 493 durch seine Heirat mit einer Silla-Adligen ein Bündnis mit Silla.
- 484: Dongseong: Dongseong sendet im Jahr 484 eine Tributmission an das Südliche Qi. Damit nimmt Baekje die Beziehungen zum südlichen China nach einer langen Unterbrechung wieder auf.
- 479: Dongseong: Dongseong ist der 24. König von Baekje und regiert von 479 bis 501. Er folgt nach dem Tod von Samgeun ohne Kinder auf den Thron. Er stärkt die Macht des Hofes nach der Verlegung der Hauptstadt aus dem Gebiet des heutigen Seoul nach Ungjin. Er baut mehrere Festungen und Burgen, um die neue Hauptstadt auszubauen. Er nimmt die lokalen Sa-, Yeon- und Baek-Clans in den Hof auf, um die fest verankerte Aristokratie der früheren Hauptstadt auszugleichen.
Geumgwan Gaya
- 492: Gyeomji, Sohn von Jilji und Bangwon, wird neunter König von Geumgwan Gaya
- Fortsetzung 521
- 492: König Jilji (451–492)
Silla
- 479: Jabi Maripgan herrscht über Silla in den Jahren 458 bis 479 und ist damit der unmittelbare Vorgänger von Soji als Herrscher von Silla.
- Fortsetzung 500
JAPAN
- Tennō Buretsu (498–507)
Buretsu verlegt die Hofresidenz in den neuen Palast Hatsuse no Namiki in Sakurai, unweit des vorherigen kaiserlichen Palastes in Tenri. Im selben Jahr heiratet er Kasuga no Iratsume, die Kaiserin wird, ihm aber keinen Erben gebiert. - Fortsetzung 500
- 498: Im Jahr 498 stirbt Buretsus Vater, der Kaiser Ninken. Der „große Minister“ Heguri no Matori no Omi versucht daraufhin, sich den Thron anzueignen. Durch die Milizen des Hofbeamten Otomo no Kanamura no Muraji wird die Usurpation verhindert, Heguri wird in seinem Haus lebendig verbrannt, und Buretsu steigt im zwölften Monat des elften Regierungsjahres seines Vaters auf den Thron. Tennō Ninken (488–498)
- Fortsetzung 499
- 489: Buretsu Buretsu wird im Jahr 489 geboren und heißt Ohatsuse no Wakasazaki no Mikoto beziehungsweise Ohatsuse no Wakasazaki no Mikoto. Er ist der Sohn des Kaisers Ninken und der Kasuga no Ōiratsume no Kōgō. Später wird er als der 25. Kaiser von Japan in der traditionellen Thronfolge bezeichnet.
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15.12.2024 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt
21.05.2026 Grundstock weiter ergänzt