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512

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509 | 510 | 511 | 512 | 513 | 514 | 515

WELTALL

  • 0629D: In Nordafrika und Kleinasien findet eine totale Sonnenfinsternis statt.
  • Fortsetzung 540

MAYA

Palenque

  • 496: 19. November 496: Teilnahme vom künftigen Ajaw K’an Joy Chitam I. an einem wichtigen Ritual in Toktahn im Alter von sechs Jahren (Lange Zählung: 9.3.1.15.0, Kalenderrunde: 12 Ajaw 8 Keh). Dabei wird K’an Joy Chitam I. in ein Amt eingeführt, dessen genaue Bedeutung bislang unklar ist Fortsetzung 524
  • 490: 0503D: Der künftige Ajaw K’an Joy Chitam I. wird geboren (Lange Zählung: 9.2.15.3.8, Kalenderrunde: 12 Lamat 6 Wo)

Tikal

  • um 19. April 511: Regierungsantritt von Kaloomteʼ Bahlam als Ajaw von Tikal; Koregentschaft mit der "Lady of Tikal"; die Stelen 10, 12 und 25 werden ihm zugeschrieben.
  • 19. April 511: Thronbesteigung der Lady of Tikal im Alter von sechs Jahren, nach dem Tod ihres Vaters Chak Tok Ichʼaak II (Jaguar Paw II), vermutlich aufgrund eines Zusammenbruchs der männlichen Thronfolge. Sie regiert gemeinsam mit dem Ko-Herrscher Kaloomteʼ Bahlam, dessen Beziehung zu ihr unklar ist (möglicherweise Ehemann, Sohn oder anderer Verwandter) Fortsetzung 514
  • 508: Der künftige Ajaw Wak Chan Kʼawiil wird in Tikal geboren Fortsetzung 537
  • 1. September 504: Geburt von Lady von Tikal in Tikal

Copan

  • 504: Beginn der Herrschaft: Bʼalam Nehn besteigt den Thron von Copán als siebter Herrscher nach der Dynastiegründung durch Kʼinich Yax Kʼukʼ Moʼ. Er ist der erste König, der seine Position in der Dynastielinie explizit in einer Inschrift festhält und erklärt, siebter Herrscher zu sein. - 504–544: Bʼalam Nehn initiiert bedeutende Bauprojekte auf der Akropolis von Copán, darunter die Überbauung eines früheren Palastes mit neuen, wichtigen Strukturen. Bʼalam Nehn ist Vater von Wil Ohl Kʼinich und Tzi-Bʼalam, die später ebenfalls Könige von Copán werden Fortsetzung 544

PIKTEN

KELTEN

Ulaid

  • 509: Cairell mac Muiredaig Muinderg (Cairell Coscrach) ist ein König von Ulster (Ulaid) aus dem Geschlecht der Dál Fiatach und lebt im 6. Jahrhundert. Er stammt aus einer Herrscherfamilie: Sein Vater ist Muiredach Muinderg mac Forggo, der um 489 stirbt, und sein Bruder ist Eochaid mac Muiredaig Muinderg, der bis 509 als König herrscht. In der Zeit nach der Zerstörung von Emain Macha nach 450 beginnt Ulidia sich zu erholen, und die Dál Fiatach treten dabei als neue Oberherren hervor, wobei Muiredach als erster historisch fassbarer König dieser Dynastie gilt. Cairell wächst in dieser Phase des politischen Aufstiegs seiner Sippe auf, in der sich die Macht der Dál Fiatach allmählich auf den Osten Ulsters konzentriert. Um 496/498 kommt es zum Sturm auf Dún Lethglaise, das mit dem heutigen Downpatrick in der Grafschaft Down gleichgesetzt wird. Dieser Angriff steht vermutlich im Zusammenhang mit dem Aufstieg der Dál Fiatach in dieser Region, die sich zu ihrem künftigen Machtzentrum entwickelt. Cairell erlebt, wie dieses Gebiet zunehmend unter die Kontrolle seiner Familie gerät und zur Grundlage ihrer königlichen Herrschaft wird. Im Jahr 509 beginnt Cairells eigene Regierungszeit über Ulaid. Die Annalen von Tigernach geben sein Regierungsantrittsjahr mit 509 an und verzeichnen, dass er von diesem Zeitpunkt bis 532 als König herrscht. Er tritt die Nachfolge seines Bruders Eochaid an, der im selben Jahr 509 stirbt. Als König festigt Cairell die Stellung der Dál Fiatach als herrschende Dynastie in Ulidia, die nach der früheren Krise um Emain Macha nun dauerhaft die Oberherrschaft innehat. In der geistlichen Überlieferung erscheint Cairell in der „Dreiteiligen Vita des heiligen Patrick“. Dort wird erzählt, dass der heilige Patrick die Nachkommen von Cairells Bruder Eochaid verflucht, während er die Nachkommen Cairells segnet. Diese Segens- und Fluchgeschichte dient als Erklärung dafür, dass später tatsächlich vor allem Cairells Linie die Königswürde von Ulaid innehat. Die Überlieferung betont so, dass die dynastische Vorherrschaft der Dál Fiatach in religiös-heilsgeschichtlicher Perspektive legitimiert erscheint. König Eochaid mac Muiredaig Muinderg (489–509)
  • Fortsetzung 532
  • Liste der Könige

Connacht

  • 500: Eógan Bél mac Cellaig, König von Connacht aus dem Zweig der Uí Fiachrach, regiert im 6. Jahrhundert und stirbt im Jahr 542. Er ist ein Enkel des Hochkönigs Ailill Molt und trägt den Beinamen „Bél“, der „Mund“ oder „Lippe“ bedeutet. Eógan Bél gehört zur Sippe der Connachta, genauer zum Zweig der Uí Fiachrach, der in Connacht herrscht. Sein Großvater ist der Hochkönig Ailill Molt, wodurch Eógan Bél aus einer hochrangigen Dynastie stammt. Sein Beiname „Bél“ bedeutet „Mund“ oder „Lippe“, und es heißt, er erhält als Kind so viel Lob von allen, die ihm begegnen, dass man ihm diesen Namen gibt. Andere Quellen behaupten dagegen, er habe eine Hasenscharte. Die Herrschaft von Eógan Bél beginnt irgendwann nach dem Jahr 500, ohne dass ein genaues Antrittsdatum überliefert ist. Connacht steht in dieser Zeit in einem Spannungsfeld zwischen inneren Dynastiegruppen und den mächtigen Uí Néill im Norden und Süden. Früh in seiner Regierungszeit entstehen Fehden mit dem nördlichen Zweig der Uí Néill, die das Verhältnis der Königreiche im Westen und Norden Irlands dauerhaft prägen.
  • 500: König Dauí Tenga Uma (482–500)
  • Fortsetzung 530
  • Könige von Connacht

Leinster

Dalriada

Gwynedd

  • um 500: Beginn der Herrschaft als König von Gwynedd nach dem Tod seines Vaters - um 500–510 Konsolidierung der Macht in Gwynedd, vermutlich nach den Wirren der Schlacht von Mons Badonicus (Datum umstritten, zwischen 490 und 515 - um 500–520 Vertreibung der irischen Siedler von der Insel Anglesey (Ynys Môn), die wieder Teil von Gwynedd wird
  • Fortsetzung 520

ANGELSACHSEN

  • 508: Cynric: Sieg über den britonischen König Natanleod bei Natanleaga (Netley Marsh, Hampshire)
  • Fortsetzung 513
  • 495: Landung von Cerdic und Cynric mit fünf Schiffen bei Cerdicesora (laut Angelsächsischer Chronik)]

Königreich Kent

  • König Oeric (488–512)
    Um das Jahr 512 endet nach der Überlieferung die Herrschaftszeit von Oeric bzw. Esk, da die 24 Winter seit 488 ungefähr bis 512 reichen. Sein Nachfolger gilt in der Darstellung als sein Sohn Ohta, und Eormenric wird als der erste halbwegs zuverlässige König Kents bezeichnet.
  • König Eormenric (512/522/539?–um 560/585)
    Das Jahr von Eormenrics Regierungsantritt ist unsicher, vermutlich um 512, 522 oder um 534/540 nach dem Tod von Oeric/Ohta. Eormenric ist der erste historisch belegte König Kents und Begründer der Oiscingas-Dynastie. Sein Name weist auf fränkischen Einfluss hin, was auch archäologisch belegt ist. Er verbindet das Haus Kent durch die Heirat seiner Tochter Ricola mit dem Königshaus von Essex. Während seiner Herrschaft festigt er die Kontrolle über die sächsischen Siedler im Osten Englands. Die Heirat seines Sohnes Æthelberht mit der fränkischen Prinzessin Bertha findet vermutlich noch während Eormenrics Regierungszeit statt.
  • König Ohta (512/516–534/540)
    Ohta ist ein angelsächsischer König von Kent im 6. Jahrhundert. Seine Lebensdaten werden ungefähr mit 500 bis 543 angegeben, und die Quellen sind sich über seine Stellung in der Herrscherlinie nicht einig; er kann als Sohn von Hengist oder Oisc gelten und möglicherweise Vater von Oisc oder Eormenric sein. Für den Beginn seiner Herrschaft wird in den überlieferten Angaben ein möglicher Ansatz bei 512 genannt. Ebenso wird berichtet, dass Ohta nach Hengists Tod König von Kent wird; andere Überlieferungen setzen den Beginn seiner Herrschaft ebenfalls in diese frühe Phase.
  • Fortsetzung 522
  • 488: Im Jahr 488 stirbt Hengest wohl, und Oeric herrscht danach 24 Winter als alleiniger König. In der anderen Überlieferung heißt es, dass Esk im Jahr 488 König von Kent wird und dort 24 Winter regiert, also ungefähr bis 512. Wilhelm von Malmesbury schildert ihn als einen König, der sein Reich eher schützt als vergrößert. Der Text betont außerdem, dass Oeric vermutlich auch Oisc, Oesc, Æsc, Eisc, Esc oder Oeric heißt, und dass die Formen der Überlieferung unterschiedlich sind. Die wichtigste Quelle bleibt die Angelsächsische Chronik, daneben die Церковная история англов des Beda. Mehrere Forscher halten die frühen Berichte über Hengest, Horsa und die Ursprünge Kents für mythisch oder literarisch geprägt, nicht für sicher historisch.
  • Fortsetzung 512
  • 473: Im Jahr 473 kämpfen Hengest und Oeric wieder gegen die Walas und erlangen dabei „unermessliche Beute“. Die Gegner fliehen „von den Angeln, wie vom Feuer“. In der anderen Darstellung heißt es, dass Hengest und Esk mit den „Walisern“ kämpfen, unermessliche Beute nehmen und die Gegner davonlaufen.
  • 465: Im Jahr 465 sind Hengest und Oeric erneut gegen die Walas, also die Welschen bzw. Kelten, siegreich. In der anderen Fassung werden die Waliser am Wippedsfleot, dem „Rinn des Wipped“, geschlagen; dabei fallen 12 Eldormen und der Tēn Wipped.
  • 457: Im Jahr 457 siegen Hengest und Oeric in der blutigen Schlacht von Crecganford, also bei Crayford östlich von London, über die Briten. Nach dieser Niederlage fliehen die Briten aus Kent nach London. In der anderen Darstellung besiegen Hengest und Esk in diesem Jahr die Briten bei „Brod / Creacanford“ und töten dabei 4.000 Krieger, worauf die Briten gezwungen sind, Kent zu verlassen.
  • 455: Im Jahr 455 zerwerfen sich Hengest und Horsa mit Vortigern. Es kommt zur Schlacht bei Agælesþrep, also bei Aylesford, in der Horsa fällt. Darauf macht Hengest sich und Oeric zu Königen von Kent. In der anderen Überlieferung wird ebenfalls berichtet, dass 455 bei der Schlacht an der genannten Stelle Horsa getötet wird und Hengest mit seinem Sohn Esk die Herrschaft übernimmt.
  • 449: Im Jahr 449 kommen Hengenst und Horsa auf Einladung von Vortigern nach Britannien. Sie werden als Söldner geholt, um mit ihren Männern gegen die aus dem Norden eindringenden Pikten zu kämpfen. Oeric begleitet seinen Vater Hengest und seinen Onkel Horsa, tritt aber zu dieser Zeit noch nicht weiter in Erscheinung. Als Sold erhalten Hengest und seine sächsischen Gefolgsleute Land bei Ypwinesfleot im Südosten des Landes, das spätere Königreich Kent.

WESTGERMANEN

Westgoten

  • 511: Theoderich der Große übernimmt die Regentschaft für Amalarich im Westgotenreich
  • Fortsetzung 512
  • 507: Tod von Amalatichs Vater Alarich II. in der Schlacht von Vouillé gegen die Franken; Amalarich ist erst etwa fünf Jahre alt.
  • 507/508: Arles: Nach der Niederlage der Westgoten gegen die Franken unter Chlodwig I. bei Vouillé und der darauffolgenden Belagerung von Arles durch Franken und Burgunder verteidigten ostgotische Truppen unter Theoderich dem Großen die Stadt erfolgreich. Theoderich übernahm daraufhin die Kontrolle über die Provence (inklusive Arles) als Vormund seines minderjährigen Enkels Amalarich und sicherte dort die Ordnung
  • um 502: Geburt Amalarichs als Sohn von Alarich II. und einer Tochter Theoderichs des Großen

Burgunden

  • ab 510/513: Gundobad schließt spätestens 513 Frieden mit Theoderich dem Großen und sichert durch Einigung mit den Franken und Ostgoten die Stabilität des Burgunderreichs.
  • Fortsetzung 513
  • 507–508: Im Bündnis mit Chlodwig I. zieht Gundobad gegen die Westgoten. Nach dem Sturz Alarichs II. beteiligt er sich an der Eroberung von Toulouse, verliert aber die Provence an die Ostgoten unter Theoderich.
  • 506: Sigismund: Ernennung zum Unterkönig durch seinen Vater Gundobad, Residenz in Genf; offizieller Übertritt vom Arianismus zum Katholizismus
  • 501: Sigismund wird als Nachfolger Godegisels im nördlichen Teil des Burgunderreichs eingesetzt
  • 501: Gundobad wendet mit Hilfe der Westgoten das Blatt, erobert sein Reich zurück, tötet Godegisel in Vienne und seine Gegner. Nach dem Sieg setzt er sich als Alleinherrscher durch.
  • 500: Entscheidungsschlacht bei Dijon zwischen Gundobad und seinem Bruder Godegisel, unterstützt von den Franken. Gundobad wird besiegt und flüchtet nach Avignon.
  • um 497: Sigismund bekehrt sich zum Katholizismus, getauft von Bischof Avitus von Vienne
  • um 492/494: Ehebündnisse zur Sicherung der Burgunderstellung: Gundobads Sohn Sigismund heiratet Ariagne, Tochter von Theoderich dem Großen. Chrodechild, Gundobads Nichte, wird um 494 mit Frankenkönig Chlodwig I. vermählt.
  • 490: Im Krieg zwischen Odoaker und Theoderich dem Großen marschiert Gundobad in Ligurien ein, erbeutet viel und zieht sich wieder zurück.
  • ca. 476/477: Die Brüder Chilperich II. und Godomar I. sterben früh – nach neuerer Forschung bereits um 476/477. Von da an üben vor allem Gundobad und Godegisel die Königsmacht aus.
  • 473: Gundobad ist der älteste Sohn von König Gundioch und dient zunächst seinem Onkel Ricimer in Italien als magister militum und patricius. Nach Ricimers Tod wird er selbst zum „Patricius“ erhoben und nimmt an den politischen Wirren des Weströmischen Reichs teil. 473–480: Nach dem Tod von Gundioch und Chilperich I. wird Gundobad gemeinsam mit seinen Brüdern (Godegisel, Chilperich II., Godomar I.) König der Burgunden. Die Königsherrschaft wird unter den Brüdern geteilt. Gundobad residiert in Lyon und gewinnt allmählich die Oberherrschaft.

Reich von Orléans

  • 511: Tod Chlodwigs I.; Reichsteilung: Chlodomer erhält das westliche Frankenreich (Orléans, Sens, Chartres, Tours, Angers, Nevers, Bourges, Poitiers) Fortsetzung 523

Reich von Paris

  • 511: Tod Chlodwigs I.; Teilung des Frankenreichs unter seinen vier Söhnen: Theuderich I., Chlodomer, Childebert I. und Chlothar I. Childebert erhält als Herrschaftsgebiet Paris und das Umland, dazu Gebiete von der Somme bis zur Bretagne sowie Anteile an Aquitanien südlich des Poitou und Limousin Fortsetzung 523

Reich von Soissons

Reich von Metz

  • 511: Tod Chlodwigs I.; Reichsteilung unter den Söhnen. Theuderich erhält das Reich von Metz - 511–533: Herrschaft über den östlichen Teil des Frankenreichs (Champagne, Auvergne, Teile Aquitaniens)
  • 511: Fibicius, Gründer und erster Abt des Klosters St. Maximin in Trier, wird Bischof von Trier. Erlaubnis für den Bau einer Kirche/Zelle in Sankt Goar durch den Heiligen Goar - 511–525: Förderung der Missionierung am Mittelrhein; Einfluss auf Ausbreitung des Christentums in der Region Fortsetzung 512

Fränkisches Reich (bis 511)

  • 511: Tod Chlodwigs I.; das Frankenreich wird unter seinen vier Söhnen aufgeteilt. Chlothar erhält den kleinsten Reichsteil mit Soissons, Laon, Noyon, Cambrai, Tournai, Thérouanne, Arras, Tongern und Maastricht
  • 507: Theuderich: Teilnahme an der Eroberung der Gascogne unter Chlodwig I.
  • 502: Bischof Maximianus von Trier (502)
  • ca. 500: Geburt Theudeberts I., Sohn von König Theuderich I. und Suavegotta
  • Um 495: Geburt Chlothars I., jüngster Sohn von Chlodwig I. und Chrodechild
  • 397: Bischof Severin von Köln (397)

Thüringer

  • um 506–510: Herminafried: Heirat mit Amalaberga, Nichte des Ostgotenkönigs Theoderich des Großen Fortsetzung 516
  • ab 500/510: Herminafried: Gemeinsame Herrschaft mit den Brüdern Baderich und Berthachar über das Thüringerreich

Vandalen

  • um 510: Zunehmender Gebietsverlust im heutigen Norden Algeriens an die Berberstämme; militärische Schwäche der Vandalen an den Außengrenzen. - ab 510: Förderung von Kunst, Kultur und religiösen Diskursen. Thrasamund beendet offiziell die Verfolgung der Katholiken, doch bleiben Spannungen zwischen der Mehrheit der romanisch-katholischen Bevölkerung und den arianischen Vandalen Fortsetzung 523
  • 508: Oströmische Schiffe greifen Süditalien an. Die Vandalen unterstützen die Ostgoten trotz des Bündnisses nicht
  • 500: Heirat mit Amalafrida, einer Schwester des Ostgotenkönigs Theoderich, zur Festigung eines Bündnisses mit den Ostgoten
  • 496: Thrasamund wird nach dem Tod seines Bruders Gunthamund König der Vandalen und Alanen

OSTGERMANEN

Ostgotenreich
(ab urbe condita MCCLXV = 1265)

  • 511: Theoderich: Nach dem Tod von Alarich II. (Westgotenkönig und Schwiegersohn Theoderichs) wird Theoderich auch König der Westgoten. Die Vereinigung beider gotischer Reiche festigt vorübergehend seine Machtposition
  • Fortsetzung 512
  • 508: Konsul Paulus Paulus ist der Sohn des Antoninus Messala Vivianus, der im Jahr 463 Konsul war. Der Familienhintergrund ist damit bereits vor Paulus’ eigener Laufbahn als öffentlicher Amtsträger festgelegt. In den Jahren 508/510 widmet Severus von Antiochia Paulus und dem hohen Beamten Apion seine Abhandlung gegen Eutyches. Paulus wird in diesem Zusammenhang als „der verehrte und Christus liebende Patrizier Paulus, Sohn des Vivianus“ erwähnt.
  • 505/506: Theoderich bestätigt erneut die Position von Symmachus, Laurentius muss Rom verlassen und stirbt bald darauf.
  • 502: Symnachus: Weitere Synoden, Freispruch von allen Vorwürfen am 23. Oktober. Regelung von Kircheneigentum und Ausschluss der Laien vom Kirchenregiment - 502–506: Fortdauernde Konflikte mit Laurentius und dessen Anhängern, teils Straßenkämpfe in Rom. Laurentius residiert im Lateran, Symmachus in der Peterskirche.
  • 501: Anschuldigungen und schwere Vorwürfe gegen Symmachus; er behauptet, nur Gott könne ihn richten. Erste Synode zur Klärung.
  • 499: Kirchenversammlung in Rom. Bestimmungen zur Papstwahl werden getroffen, Laurentius gibt als Gegenpapst zunächst auf und erhält das Bistum Nocera.
  • 22. November 498: Wahl des Erzdiakons Symnachus zum Papst mit Unterstützung des Ostgotenkönigs Theoderich des Großen; gleichzeitig Wahl des Gegenpapstes Laurentius.
  • 493: Rom, das unter Odoaker nach dem Zusammenbruch des Weströmischen Reiches nominell weiterhin Teil der weströmischen Verhältnisse war, fiel ab 493 faktisch unter gotische Herrschaft.
  • 493: Der Kleriker Magnus Felix Ennodius wird zum Diakon geweiht, Tätigkeit an der Kathedrale von Ticinum (später Pavia). zwischen 493 und 507: Verfasst verschiedene religiöse und politische Schriften, darunter eine Lobrede auf den Ostgotenkönig Theoderich

Langobarden

  • König Wacho (510–540)
    Um 512: Wacho heiratet Austrigusa, Tochter des Gepidenkönigs Turisind. Aus dieser Ehe stammen die Töchter Wisigarda und Waldrada.
    Nach 512: Wacho betreibt eine geschickte Heiratspolitik, um Bündnisse mit anderen germanischen Reichen zu schließen (Thüringer, Gepiden, Heruler, Franken, Bayern)
  • Fortsetzung 531
  • Um 510: Wacho stürzt seinen Onkel Tato, ermordet ihn und übernimmt die Herrschaft über die Langobarden. Tatos Sohn Hildechis leistet Widerstand, muss aber zu den Gepiden fliehen. Dies führt zu Spannungen zwischen Langobarden und Gepiden. - Um 510–512: Wacho schickt Truppen über die Donau und erobert Gebiete in Nordpannonien bis zur Drau
  • Fortsetzung 512
  • Um 508/510: Wacho heiratet Raicunda, Tochter des Thüringerkönigs Bisinus. Die Ehe bleibt kinderlos
  • Um 470: Wacho wird als Sohn des Prinzen Zuchilo (auch Unichis oder Unigis), eines Bruders des Langobardenkönigs Tato, geboren. Über seine Kindheit und Jugend ist wenig bekannt

OSTRÖMISCHES REICH

  • Kaiser Anastasios I. (491–518)
    Anastasios führt eine zunehmend monophysitische Religionspolitik durch.
  • Kaiser Areobindus (512)
    Im Jahr 512 kommt es zu schweren Unruhen des Staurotheis-Aufstandes. Die Rebellen ziehen zum Haus des Areobindus in Konstantinopel, wo er im Ruhestand lebt, rufen ihn zum Gegenkaiser aus, und er soll sich bis zum nächsten Tag verborgen halten und dann Anastasios gegenüber Loyalität erklären.
  • Konsul Moschianus
    Flavius Moschianus bekleidet im Jahr 512 das Konsulat. Er gelangt wohl nur durch seine Verwandtschaft zum Kaiser zu diesem Konsulat, da keine Ämter und Aktivitäten überliefert sind. Moschianus ist vielleicht mit einer Tochter des Flavius Paulus verheiratet, der Bruder des Kaisers Anastasios und Konsul im Jahr 496 war. Zu Flavius Paulus selbst ist überliefert, dass er im Jahr 496 ohne Kollegen zum Konsul ernannt wurde und mit Magna verheiratet ist; gemeinsam haben sie eine Tochter namens Irene. Sein Sohn heißt Flavius Anastasius Paulus Probus Moschianus Probus Magnus und im Jahr 518 Konsul sein wird.
  • Akakianisches Schisma (484–519)
  • Patriarch Timotheos I. (Konstantinopel, 511–517)
  • Patriarch Flavian II. (498-512)
    In Sidon wird durch Philoxenos und achtzig weitere nicht-chalcedonische Bischöfe mit Unterstützung des Kaisers Anastasius eine Synode einberufen, um Flavian II. und Elias I. zu verurteilen. Infolgedessen wird Flavian abgesetzt und nach Petra verbannt, wo er im Jahr 518 stirbt. Flavians Absetzung und die daraus folgende Verbitterung gegenüber Anastasius führen 513 zu Vitalians Aufstand. Flavian wird bald nach seinem Tod postum zu den Heiligen der Ostkirche gerechnet und nach einiger Opposition auch in der Westkirche.
  • Patriarch Severus von Antiochia (512–518)
    1116: Severus wird als Nachfolger des abgesetzten Flavian II. zum Patriarchen von Antiochien geweiht (Basilika in Antiochia). Unterstützung durch Philoxenos von Mabbug.
    512–518: Reformation des kirchlichen Lebens; Entfernung von Luxus aus der Patriarchenresidenz, Betonung von Askese und Seelsorge, Predigttätigkeit (mind. 125 Kathedralhomilien). Strikte Ablehnung des Konzils von Chalkedon (451) und der Chalkedonensischen Christologie; Förderung des Miaphysitismus. Synode von Tyros (ca. 514): Verurteilung des Konzils von Chalkedon und von Leos Tomos; Bestätigung des Henotikon. Wachsende innere und äußere Opposition, insbesondere aus dem griechisch geprägten Syrien und Jerusalem
  • Wiener Dioskurides
    um 512: Für die byzantinische Aristokratin Anicia Iuliana wird eine Sammelhandschrift angefertigt, die heute als Wiener Dioskurides bekannt ist. Die meisten Texte sind der um das Jahr 78 entstandenen Materia Medica des Arztes Pedanios Dioskurides entnommen, aber auch Texte von Krateuas und Galenos finden Verwendung. Das Werk ist mit zahlreichen Pflanzenbildern, figürlichen Malereien und zoologischen Illustrationen versehen. Den Hauptteil bildet ein umfangreiches Kräuterbuch.
    Artikel des Tages: Der Wiener Dioskurides ist eine spät­antike, als pharma­kologi­sches Hand­buch gebrauchte, illus­trierte Sammel­hand­schrift in griechi­scher Sprache, die vor allem Texte des Arztes Pedanios Diosku­rides ent­hält und sich seit dem 16. Jahr­hun­dert in Wien befin­det. Der sowohl botani­sche und zoo­logi­sche als auch pharma­zeuti­sche und pharma­kologi­sche Inhalte aufwei­sende Text ist mit zahl­reichen Pflan­zen­bildern, figür­lichen Male­reien und zoo­logi­schen Illus­tratio­nen ver­sehen. Ange­fertigt wurde die Hand­schrift um das Jahr 512 für Anicia Juliana, eine vor­nehme Röme­rin kaiser­licher Abstam­mung. Heute ist sie ein wert­volles Quel­len­werk für antike Natur­wissen­schaf­ten und früh­byzan­tini­sche Kunst- und Kultur­geschich­te. Seit 1997 zählt sie zum UNESCO-Welt­doku­menten­erbe. Aufbe­wahrungs­ort ist die Öster­reichi­sche National­biblio­thek in Wien. Die Handschrift umfasst heute 485 groß­forma­tige Pergamentblätter.
    Geschichten aus der Geschichte 2023/400: In dieser Jubiläumsfolge beginnt das Thema erst in der 35. Minute
  • Arabische Schrift
    Der älteste überlieferte Text in arabischer Schrift wird in Syrien verfasst.
  • Patriarch Elias von Jerusalem (494-516)
    Die Synode von Sidon soll eigentlich die Beschlüsse von Chalcedon verdammen. Unter dem Einfluss der Patriarchen Elias und Flavianus II. von Antiochia verweigert die Synode jedoch dem Ansinnen des Kaisers die Zustimmung. Die Monophysiten bezichtigen daraufhin die beiden Bischöfe des Nestorianismus, und der Kaiser setzt sie beide ab; zuerst wird Flavianus abgesetzt, an dessen Stelle der Monophysit Severus auf den Bischofssitz erhoben wird. Die Mönche Palästinas und Elias verweigern Severus die Kirchengemeinschaft.
  • Papst und Patriarch Johannes II. (Alexandria, 505–516)
  • Fortsetzung 513
  • 511: Flavius Taurus Clementinus Armonius Clementinus Im Jahr 511 ist Flavius Taurus Clementinus Armonius Clementinus vermutlich noch, möglicherweise bereits seit 511, comes sacrarum largitionum am Hof des Kaisers Anastasios I. Als solcher gehört er auch zum obersten Staatsrat, dem consistorium des Anastasios. Ebenfalls im Jahr 511 nimmt er an einem „Silentium“ teil, bei dem die Absetzung des Patriarchen Makedonios II. diskutiert wird.
  • 511: Anastasios: Absetzung des Patriarchen Makedonios II., Ernennung von Timotheos I., monophysitisch geprägt
  • Fortsetzung 512
  • 511: Flavian II.: Im Jahr 511 überzeugt Philoxenos die Miaphysiten der umliegenden syrischen Landschaft, Antiochia zu stürmen und Flavian II. zu zwingen, das Konzil von Chalkedon zu verurteilen. Ihnen stellen sich jedoch heftige Chalcedonier entgegen, die die Angreifer erschlagen und ihre Leichen in den Orontes werfen. Die Mönche aus Flavians ehemaligem Kloster reisen nach Antiochia, um Flavian II. gegen die Anti-Chalcedonier zu verteidigen. Diese Ereignisse veranlassen Anastasius, ein miaphysitisches kirchliches Programm zu übernehmen, sodass Flavian II. und Elias I. die kaiserliche Unterstützung verlieren.
  • 509: Elias: Um 509 versucht der Monophysit Philoxenos von Mabbug, Elias dazu zu bringen, ein anti-chalcedonensisches Formular zu unterzeichnen. Kaiser Anastasios I., der selbst dem Monophysitismus nahesteht, gebietet ihm außerdem, eine Synode einzuberufen, um die Beschlüsse des Konzils von Chalcedon zu verurteilen. Elias antwortet mit einem Schreiben an den Kaiser, in dem er seinen katholischen, orthodoxen Glauben vertritt; dieses Schreiben wird nach der Darstellung des frühen Kirchenhistorikers Evagrius unterwegs von Elias’ Gegnern verfälscht und mit einem Anathema gegen die Monophysiten versehen.
  • 508–511: Severus (künftiger Patriarch): Aufenthalt in Konstantinopel zur Verteidigung der miaphysitischen Mönche vor dem Kaiserhof. Aufbau enger Beziehungen zu Kaiser Anastasios I
  • 508: Flavius Taurus Clementinus Armonius Clementinus Während seines Aufenthalts in Konstantinopel von 508 bis 511 unterstützt Flavius Taurus Clementinus Armonius Clementinus den Mönch Severus von Antiochia, den späteren Patriarchen von Antiochia. Er gehört damit zu den Personen, die in dieser Phase am Hof und im kirchlichen Konfliktumfeld in Konstantinopel in Erscheinung treten.
  • 508: Flavian II.: Kaiser Anastasius zwingt Flavian II. schließlich im Jahr 508/509, das Henotikon zu unterzeichnen. Außerdem wird Flavian II. von Philoxenos von Mabbug, dem Bischof von Hierapolis, des Nestorianismus beschuldigt.
  • 506: Friedensschluss mit den Persern nach kriegerischen Auseinandersetzungen (502–506), weitgehende Sicherung der alten Reichsgrenzen. - Erste Hälfte der Regierung: Theoderich in Italien als König von Anastasios anerkannt, Aufnahme diplomatischer Kontakte zu Franken-König Chlodwig I.
  • 506: Konsul Areobindus Im Jahr 506 bekleidet Areobindus das Konsulat. Der Text nennt dieses Jahr außerdem als das Jahr seiner konsularen Diptychen und als den Zeitpunkt, an dem er in den Quellen mit seinem Amt in Verbindung steht.
  • 505: Areobindus Im Jahr 505 wird Areobindus nach Konstantinopel zurückgerufen. Dort erhält er das Konsulat für 506, gemeinsam mit Ennodius Messala als Amtskollegen.
  • 504: Areobindus Im Sommer führt Areobindus einen größeren Raubzug nach Arzanene aus, trifft dort kaum auf Widerstand und verwüstet weite Landstriche, bevor er nach Amida zurückkehrt. Nachdem sich die römischen Stellungen stabilisiert haben und der Krieg nun auf persisches Gebiet übergeht, stimmt Kavadh einem Waffenstillstand zu, und die Kampfhandlungen enden im Winter.
  • 503: Magister militum Areobindus Areobindus wird um 460 geboren und entstammt einer Familie des spätrömischen Militäradels. Sein Vater Dagalaifus ist bereits vor 461 Konsul, sein Großvater Areobindus ist 434 Konsul, und über seine Mutter Godisthea ist er mit Ardabur und Aspar verbunden; die Familie gilt offenbar als arianisch. Im Jahr 461 ist sein Vater Dagalaifus Konsul. Damit gehört Areobindus weiterhin zu einer Familie, die im oströmischen Militär- und Kaiserumfeld hoch aufgestiegen ist. Seit 479 ist Areobindus in zweiter Ehe mit Anicia Iuliana verheiratet, einer Tochter des weströmischen Kaisers Olybrius. Aus dieser Ehe stammt der Sohn Olybrius, der 491 bereits als Kind zum Konsul ernannt wird; aus erster Ehe stammt der Sohn Dagalaifus. Im Jahr 503 ernennt Kaiser Anastasios Areobindus zum magister militum und betraut ihn mit einem Kommando im wieder aufflammenden Perserkrieg. Im Mai 503 belagern Patricius und Hypatius Amida, während Areobindus mit 12.000 Mann bei Dara stationiert ist, um Nisibis und das Heer Schah Kavads I. zu überwachen. Er schlägt einen persischen Angriff von Singara zurück und drängt die Gegner bis Nisibis zurück.
  • Um 500: Geburt des Vigilius in Rom in eine bedeutende Senatorenfamilie. Sein Vater Johannes war Konsul, sein Bruder Reparatus ebenfalls Senator.
  • 498: Anastasios: Abschaffung der Handelssteuer Chrysargyron (collatio lustralis) zur wirtschaftlichen Entlastung, Einnahme einer umfassenden Münzreform (Stabilisierung des Kupfergeldes), effiziente Neuordnung der Steuererhebung
  • 498: Flavian II. steht zunächst als Mönch unter der Regel des heiligen Basilius im Kloster Tilmognon und wird später Apokrisiar. Nach dem Tod des Patriarchen Palladius im Jahr 498 wird Flavian von Kaiser Anastasius I. zum Patriarchen von Antiochia ernannt, unter der Bedingung, dass er das Henotikon annimmt. Als Patriarch zeigt Flavian II. keine offene Gegnerschaft zum chalcedonischen Christentum. Er und Patriarch Elias I. von Jerusalem widersetzen sich den Versuchen, das Konzil von Chalkedon abzuschaffen, und Flavian bemüht sich wegen des Konflikts zwischen Chalcedoniern und Nicht-Chalcedoniern in Antiochia um einen Mittelweg in Bezug auf die chalkedonischen Beschlüsse.
  • 496: Patriarch Euphemius wird abgesetzt; Makedonios II. wird neuer Patriarch von Konstantinopel
  • 11. April 491: Nach dem Tod von Kaiser Zenon wird Anastasios I. auf Betreiben der Kaiserinwitwe Ariadne in Konstantinopel zum Kaiser des Oströmischen Reiches ausgerufen und heiratet Ariadne, um Legitimität zu sichern. - 491–498: Machtkämpfe gegen Zenons Bruder Longinus und die Isaurier (sog. Isaurierkrieg); ihre politische Vormacht wird gebrochen und viele Isaurier nach Thrakien umgesiedelt - 491-518: Verschärfung des Glaubenskonfliktes durch Unterstützung des Monophysitismus, das Akakianische Schisma mit Rom bleibt bestehen. Förderung von Städten, Handwerk und Handel, aber Belastung der Landbevölkerung durch Steuerdruck
  • 494: Elias: Im Jahre 494 folgt Elias dem Patriarchen Sallustius auf dem Bischofssitz und wird Patriarch von Jerusalem. Sein Episkopat liegt in der Zeit des akakianischen Schismas.
  • Um 491: Severus (künftiger Patriarch): Mönch im Kloster des Petrus von Iberien, Maiuma bei Gaza. Bald darauf Priester und Archimandrit
  • Um 482: Geburt Justinians, des späteren Kaisers, in Tauresium (nahe dem heutigen Skopje)
  • um 470: Justin (der spätere Kaiser): Militärkarriere in Konstantinopel; Teilnahme an den Isaurischen Kriegen
  • 457: Elias Der Mönch Elias ist von Geburt Araber und wächst in einem ägyptischen Kloster auf. Im Jahre 457 wird er durch den monophysitischen Patriarchen von Alexandria Timotheos vertrieben und kommt nach Palästina, wo er in der Nähe von Jericho eine Laura gründet. Dort empfängt ihn Patriarch Anastasios von Jerusalem zur Priesterweihe.
  • um 450: Geburt von Justin in der Nähe von Naissus (heute Niš, Serbien), Provinz Dacia mediterranea

IBERIA

  • 502: Tod von König Wachtang I. in Udscharma (möglicherweise auch erst im Jahr 522, dann wäre er ab 518 ein Klientelkönig der Sassaniden. Nach seinem Tod wird er in der Georgisch-Orthodoxen Kirche als Heiliger verehrt
  • Fortsetzung 518
  • nach 470: Nach Überlieferung nimmt Wachtang auch an persischen Feldzügen teil und kämpft vermutlich gegen Alanen und andere Nachbarn. Seine Teilnahme an den Kriegen Peroz‘ I. gegen die Hephthaliten wird von der späteren Tradition behauptet, ist aber historisch umstritten. Gründung von Tbilissi (Tiflis): Laut Legende entdeckt Wachtang beim Jagen heiße Quellen an der Kura und veranlasst dort die Gründung der heutigen Hauptstadt Georgiens. Die Gründung wird meist in die Regierungszeit (2. Hälfte 5. Jh.) gelegt. spätes 5. Jh.: Wachtang bemüht sich um eine größere kirchliche Selbständigkeit Georgiens (Autokephalie der georgisch-orthodoxen Kirche)
  • um 452: Wachtang wird König von Iberien (Kartlien) nach dem Tod seines Vaters (möglicherweise aber auch bereits 539 oder 443). In den frühen Jahren seiner Herrschaft erneuert und festigt Wachtang die Beziehungen zur Kirche in Konstantinopel und beginnt eine Kirchenausbau-Reform. Mitte/zweite Hälfte 5. Jh.: Kämpft wiederholt gegen das persische Sassanidenreich zur Wahrung der georgischen Unabhängigkeit

SASSANIDENREICH

Iberia

Lachmiden

  • 503/505: Al-Mundhir III. besteigt den Thron der Lachmiden nach dem Tod seines Vaters oder nach einer kurzen Regentschaft von Abu Ya'fur ibn Alqama. Teilnahme an der Anastasianischen Krieg (Byzanz gegen Persien); Überfall auf Palaestina Salutaris und Arabia Petraea, zahlreiche Römer gefangen genommen.
  • Fortsetzung 519
  • 502–506: Krieg gegen das Oströmische Reich. Die Perser erobern 503 Amida, werden aber später in wechselhaften Kämpfen zurückgedrängt. 506 wird ein siebenjähriger Waffenstillstand geschlossen
  • 499: Mit Hilfe der Hephthaliten kehrt Kavadh nach Persien zurück und setzt sich erneut als Großkönig durch
  • 496: Kavadh wird durch eine Adelsverschwörung gestürzt und inhaftiert. Sein Bruder Zamasp übernimmt die Herrschaft. 496–499: Kavadh lebt im Exil bei den Hephthaliten, die ihn militärisch unterstützen
  • 488: Nach einer Adelsrevolte wird Kavadh I. als Großkönig eingesetzt und ersetzt seinen Onkel Balasch. 488–496: Erste Regierungszeit. Kavadh versucht, das Reich durch Reformen und die Unterstützung der sozialen Bewegung der Mazdakiten zu stärken. Dies führt zu Konflikten mit Adel und Klerus
  • 473: Geburt von Kavadh I., Sohn des Großkönigs Peroz I.

AKSUMITISCHES REICH

  • 500: Ousas folgt auf König Nezool auf den Thron. Er ist vor allem durch die Münzprägung bekannt, die stark denen von König Kaleb ähneln, was darauf hindeutet, dass Ousas möglicherweise identisch ist mit Tazena, dem nach der Überlieferung und auf Kalebs Münzen als dessen Vater beschriebenen Herrscher.
  • Fortsetzung 517

HIMYAR

ROURAN

  • 510: Yujiulü Chounu sandte den buddhistischen Mönch Hong Xuan mit einer Statue aus Perlen als Geschenk an den Hof der Nördlichen Wei.
  • Fortsetzung 514
  • 508: Herrschaftsbeginn nach dem Tod seines Vaters Yujiulü Futu, der im Kampf gegen die Gaoche gefallen war
  • 508: Khagan Yujiulü Futu (506–508)

INDIEN

Alchon-Hunnen

  • 510: Toramana fügt dem Guptaherrscher Bhanugupta bei Eran (Malwa) eine Niederlage zu; der General Goparaja fällt in der Schlacht. Die Herrschaft Toramanas dehnt sich bis Malwa und Gwalior aus. 510–513: Die berühmte „Eran-Eber-Inschrift“ aus Malwa erwähnt Toramana mit dem Herrscher-Titel „König der Könige“ und dokumentiert seine Oberherrschaft über die Region. * Fortsetzung 515
  • Um 497–500: Die Stadt Kausambi wird wahrscheinlich von Toramana und seinen Hunnen erobert.
  • 495–500: Inschriften, u.a. in Kura (Punjab), belegen Toramanas Herrschaft und seine Annahme indischer Königstitel (z.B. „Mahārājadhirāja“).
  • Um 493: Toramana besteigt als bedeutender Herrscher der Alchon-Hunnen (auch Hunas genannt) den Thron. Er konsolidiert die Macht dieser Zentralasiatischen Gruppe im Punjab und beginnt mit der Expansion nach Indien hinein
  • 493: König Mehama (461-493)

Gupta-Reich

  • nach 510: Wiedererlangung der Macht: Nach dem Tod Tormanas Rückkehr und erneute Herrschaft in Magadha
  • Fortsetzung 513
  • um 500: Invasion der Hunnen: Angriff der Alchon-Hunnen unter Mihirakula und Tormana auf das Gupta-Reich. - um 500–510: Rückzug nach Osten: Narasimhagupta muss sich vorübergehend nach Bengalen zurückziehen
  • um 495: Beginn der Herrschaft von Narasimhagupta Baladitya als Gupta-König, Nachfolger von Budhagupta
  • um 495: König Budhagupta (476-495)

Westliche Ganga-Dynastie

Chalukya

  • um 500: Jayasimha gilt als Begründer der Chalukya-Dynastie, die später zu einer der bedeutendsten Herrscherdynastien Südindiens wurde. Seine Herrschaft wird durch später datierte Inschriften belegt, vor allem die Aihole- und Mahakuta-Inschriften. Die meisten Informationen über Jayasimha entstammen den Inschriften seiner Nachkommen. Er war der Großvater von Pulakeshin I, dem ersten großen Souverän der Dynastie. Fortsetzung 520

Kamarupa

Anuradhapura

  • 497: Moggallana I. wird nach seiner Rückkehr aus Indien und nach dem Sturz von Kassapa I. zum König gekrönt. - 497–515: Nach inneren Auseinandersetzungen versöhnt er verfeindete Familien und stellt die politische Stabilität wieder her. König Moggallana I. unterstützt nach historischen Quellen verschiedene buddhistische Klöster und ist ein Förderer der Religion, insbesondere des Theravada-Buddhismus. Während seiner Regierungszeit werden wichtige Bau- und Instandhaltungsarbeiten an Bewässerungsanlagen und religiösen Monumenten durchgeführt, um Landwirtschaft und Religion zu fördern. Berichte erwähnen, dass er mehrere Aufstände niederschlägt und damit für Stabilität sorgt. Fortsetzung 515
  • 497: König Kashyapa I. (479–497 bzw 473–495)

KHMER

Funan

  • 511: Weitere Gesandtschaft wird zum chinesischen Kaiserhof entsendet
  • Fortsetzung 514
  • 503: Der Mönch Mandrasena wird als Gesandter nach China gesendet.
  • 484: Regierungsantritt: Nach dem Jahr 484 n.Chr. (möglicherweise bereits ab ca. 480, je nach Quelle). Religion und Politik: Während seiner Herrschaft war Shaivismus (Hinduismus) einflussreich; daneben waren auch der Buddhismus und der Vishnuismus vertreten. Seine Frau Kulaprabhavati soll die Grundlagen des Vishnuismus gelegt haben, gleichzeitig war der Buddhismus durch mehrere Missionen und Mönchsgesandtschaften präsent. König Jayavarman Kaundinya bittet in China um militärische Unterstützung gegen das Königreich Lam Ap in Zentralvietnam. Die Bitte wurde durch den buddhistischen Mönch Nāgasena übermittelt.
  • 484: Über den Vorgänger ist kein Wikipedia-Artikel vorhanden

Chenla

  • um 500: Gründung der Hauptstadt Sreshthapura: Sreshthavarman verlegt die Hauptstadt an den Fuß des Berges, wo später der Tempel Prasat Vat Phou liegt. Sreshthapura wird das politische und religiöse Zentrum des Reiches
  • Fortsetzung 530
  • um 495: Beginn der Herrschaft: Sreshthavarman besteigt als Sohn von König Shrutavarman den Thron von Chenla

CHINA

(53./54. Zyklus - Jahr des Wasser-Drachen; am Beginn des Jahres Metall-Hase)

Nördliche Wei-Dynastie

  • Kaiser Xuanwu (499-515)
  • Yuan Xu
    Der zweijährige Yuan Xu wird zum Kronprinzen ernannt
  • Erdbeben zwischen Yuanping und Dai in Shanxi
    0523D: Zwischen Yuanping und Dai in Shanxi ereignet sich ein Erdbeben. Das Weishu berichtet im 112. Kapitel (juan) von 5310 Toten und 2722 Verletzten. Aufgrund der verursachten Schäden lässt sich abschätzen, dass das Beben im Epizentrum die Stärke von X auf der Mercalli-Skala erreicht; darauf basierende Berechnungen ergeben eine Magnitude von 7,5.
  • Fortsetzung 513
  • 510er – 515: Kultureller und technologischer Austausch mit Zentralasien. Unter Kaiser Xuanwu zu dieser Zeit wird beispielsweise der Flachgong (chin. zheng) aus der Hu-Musik, einer zentralasiatisch beeinflussten Musik, am Hof populär. Auch andere Instrumente wie die fünfseitige Laute pipa und das Zupfinstrument konghou werden eingeführt. Diese Phase steht für eine enorme Offenheit der Hofkultur – sowohl gegenüber neuen Musikrichtungen als auch gegenüber Entwicklungen aus anderen Regionen. Während seiner Regierungsjahre gewinnt der Buddhismus stark an Bedeutung, viele Großprojekte im Bereich Tempel- und Statuenbau gehen auf diese Zeit zurück.
  • 510: Yuan Xu Geburt von Yuan Xu, später Kaiser Xiaoming
  • Fortsetzung 512
  • 505: Geburt von Yuwen Tai, dem künftigen Regenten der Westlichen Wei-Dynastie
  • Um 500: Konsolidierung der Macht am Kaiserhof. Einfluss seiner Mutter, der Kaiserinwitwe, und mächtiger Beamter ist in den ersten Jahren sehr stark.
  • 499: Thronbesteigung von Xuanwu als Nachfolger seines verstorbenen Vaters, Kaiser Xiaowen. Beginn seiner Herrschaft über die Nördliche Wei-Dynastie.
  • 499: Kaiser Xiaowen (471-499)

Südliche Liang-Dynastie

  • 503: 1202D: Geburt von Xiao Gang als Sohn von Kaiser Wu Fortsetzung 516
  • um 503–507: Kriege gegen die Nördliche Wei-Dynastie, Verlust wichtiger Grenzstädte, aber letztlich erfolgreiche Verteidigung und Stabilisierung der Grenze
  • 503: Geburt von Lý Bí (später Lý Nam Đế) in Phổ Yên, Thái Nguyên (später Vietnam)
  • 502: Sturz der Qi-Dynastie; Xiao Yan wird als Kaiser Wu Di zum ersten Kaiser der Liang-Dynastie proklamiert. Beginn der Ära „Tianjian“ (502–519)
  • 464: Geburt von Xiao Yan (später Kaiser Wu von Liang)

KOREA

Goguryeo

  • König Munjamyeong (491–519)
    Erfolgreiche Invasion von Baekje-Territorien: Goguryeo erobert die Festungen Gabeol und Wonsan, nimmt über 1000 Menschen gefangen.
    Kontakte mit China: Während Munjamyeongs Regentschaft bestehen intensive diplomatische Beziehungen zu den chinesischen Nord- und Süddynastien, wie der Nördlichen Wei und dem Liang-Reich. Goguryeo festigt durch diese Beziehungen seine Führungsrolle im nordöstlichen Asien
  • Fortsetzung 519
  • 507: Goguryeo, gemeinsam mit den Mohe, greift die Festung Wiryeseong von Baekje an, wird aber zurückgeschlagen. Baekje wehrt die Invasion ab
  • Fortsetzung 512
  • 506: Goguryeo kontert mit Angriffen gegen Baekje, bleibt aber durch harte Hungersnöte militärisch gebremst
  • 505: Baekje unternimmt eine größere Offensive gegen die nördlichen Grenzen Goguryeos mit über 3.000 Soldaten, bleibt aber letztlich erfolglos
  • 503: Ein Angriff Baekjes auf die Festung Sugok (im heutigen Nord-Hwanghae-do) wird abgewehrt. Goguryeo verteidigt erfolgreich gegen Baekje-Angriffe
  • 498: Errichtung des buddhistischen Tempels Geumgangsa. Förderung des Buddhismus: Neun Mönche werden erstmals zu den Nördlichen Wei gesandt, um buddhistische Schriften zu studieren
  • 496: Kriegerische Auseinandersetzungen mit den südlichen Nachbarn Silla und Baekje. Schlacht gegen Silla bei Gounjacheng (Hundezahn-Burg, wohl im heutigen Chungcheongbuk-do), Rückzug der Sillaner, unterstützt durch 3.000 Baekje-Soldaten. Die Truppen von Goguryeo ziehen sich nach Norden zurück
  • 494: Die Überreste des Königreichs Buyeo kapitulieren nach Angriffen der Mohe (nomadisches Volk) gegenüber Goguryeo und werden vom Reich absorbiert. Dies konsolidiert den Machtbereich im Nordosten Koreas
  • 491/492: Thronbesteigung nach dem Tod seines Großvaters, König Jangsu. Sein Vater, Kronprinz Juda, war vor Amtsantritt verstorben. Munjamyeong wird der 21. König von Goguryeo
  • 491: König Jangsu (412–491)

Baekje

  • 507: Erfolgreiche Verteidigung gegen einen gemeinsamen Angriff von Goguryeo und Mohe.
  • Fortsetzung 512
  • 503: Abwehr eines Angriffs der Mohe. Gesandtschaft nach Japan, Übermittlung eines Bronzespiegels.
  • 501: Thronbesteigung nach der Ermordung seines Vorgängers Dongseong. Niederschlagung einer geplanten Rebellion von Baekga. Angriff auf Goguryeos Festung Sugok-seong.
  • 501: König Dongseong (479–501)

Geumgwan Gaya

Silla

  • 509: Gründung eines größeren Marktes im Osten der Hauptstadt Gyeongju, um den Handel zu fördern.
  • Fortsetzung 512
  • 505: Verwaltungsreform – Integration und Verwaltung des ehemals autonomen Gebiets Siljik-guk als Teil Sillas.
  • 504: Standardisierung der Hoftracht und Einführung neuer zeremonieller Kleidung für Beamte.
  • 503: Offizielle Einführung des Namens „Silla“ für das Reich (vorher verschiedene Schreibweisen und Bezeichnungen); Reformen und Vereinheitlichung der Herrschaftssymbolik.
  • 502: Jijeung verbietet das alte Ritual, Bedienstete und Sklaven mit verstorbenen Adligen zu begraben und modernisiert damit Bestattungsbräuche.
  • 500: Amtsantritt – Übergang vom traditionellen Titel „Maripgan“ zum offiziellen Titel „König“ und Beginn der Zentralisierung der Herrschaft.
  • 500: König Soji (479–500)

JAPAN

  • um 510: Konsolidierung der Macht in Yamato durch Heirat mit Prinzessin Tashiraka, Schwester des vorherigen Kaisers
  • Fortsetzung 512
  • 507: Keitai wird nach dem Tod von Kaiser Buretsu als Tennō ausgerufen

QUELLEN

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05.06.2021 Artikel eröffnet

04.07.2024 Grundstock erstellt

28.12.2024 Grundstock ergänzt

02.04.2026 Grundstock weiter ergänzt

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