Zum Inhalt springen

486

Aus WikiReneKousz
Version vom 6. Juli 2026, 21:32 Uhr von Rk (Diskussion | Beiträge) (Grundstock weiter ergänzt)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
483 | 484 | 485 | 486 | 487 | 488 | 489

KORREKTURLAUF

  • Grundstock ergänzen
  • Kategorien ergänzen

WELTALL

MAYA

Palenque

  • 435: Casper II. besteigt am 9. August 435 im Alter von 13 Jahren den Thron der Stadt Palenque. Dieses Datum entspricht in der Langen Zählung 8.19.19.11.17 und in der Kalenderrunde 2 Kaban 10 Xul. Seine Regierungszeit beginnt damit unmittelbar nach dem Tod seines Vorgängers K’uk’ Bahlam I., der als erster historisch nachweisbarer Herrscher und Dynastiegründer von Palenque gilt. Ajaw K’uk’ Bahlam I. (431–435)
  • Fortsetzung 487
  • 422: Casper Casper wird am 8. August 422 in der Maya-Stadt Palenque geboren. Sein Geburtsdatum entspricht in der Langen Zählung dem Datum 8.19.6.8.8 und in der Kalenderrunde 11 Lamat 6 Xul.

Tikal

  • 458: Am 8. August 458 besteigt K’an Chitam den Thron von Tikal und regiert von diesem Tag an als Ajaw, sein Vorgänger ist Sihyaj Chan K’awiil II und er folgt als König dieser Maya-Stadt in der Herrscherfolge.

wikipedia Während seiner Lebenszeit ist K’an Chitam auch unter den Namen Kan Boar und K’an Ak bekannt, er heiratet Lady Tzutz Nik aus Naranjo, die Tochter von Tzik’in Bahlam, dem Herrscher von Naranjo, und mit seinem Namen sind die Monumente Stelen 2?, 9, 13 und 40 verbunden.

Copan

PIKTEN

  • 480: Drest Gurthinmoch ist König der Pikten und regiert von 480 an. Der Pictish Chronicle zufolge beginnt seine Herrschaft als Nachfolger von Nechtan und steht damit am Anfang des im Text genannten Zeitraums. Der Name Gurthinmoch ist in seiner Bedeutung unbekannt; der erste Teil kann möglicherweise mit dem Walisischen gwrdd verbunden sein, das „groß“ bedeutet, und moch kann dabei mit dem gleichlautenden walisischen Wort für „Schwein“ zusammenhängen. König Nechtan Morbet (456–480)
  • Fortsetzung 510

KELTEN

Ulster

  • 465: Muiredach Muinderg ist ein König der Ulster aus der Sippe der Dál Fiatach, dem das Buch von Leinster eine Regierungszeit von 24 Jahren zuweist was zu einem möglichen Herrschaftsbeginn im Jahr 465 führt.
  • Fortsetzung 489
  • Liste der Könige

Connacht

Leinster

ANGELSACHSEN

Sussex

  • 485: Im Jahr 485 kämpft Ælle nach der Angelsächsischen Chronik gegen die Romano-Briten beziehungsweise „Waliser“ bei Mearcrædesburnan stæðe an einem nicht lokalisierten Grenzfluss, wobei der Ausgang dieses Gefechts unbekannt bleibt.
  • Fortsetzung 491
  • 477: Im Jahr 477 kommt Ælle nach der Angelsächsischen Chronik mit seinen drei Söhnen Cymen, Wlencing und Cissa in drei Schiffen mit weiteren sächsischen Truppen an der Küste des nach ihnen benannten Sussex bei Cymenesora an und kämpft dort gegen die ansässigen Romano-Briten beziehungsweise „Waliser“. Er tötet dabei viele Gegner und zwingt andere zur Flucht in den Wald Andredesleage, womit das ausgedehnte Waldgebiet Weald gemeint ist.

Kent

  • 473: Im Jahr 473 kämpfen Hengest und Oeric wieder gegen die Walas und erlangen dabei „unermessliche Beute“. Die Gegner fliehen „von den Angeln, wie vom Feuer“. In der anderen Darstellung heißt es, dass Hengest und Esk mit den „Walisern“ kämpfen, unermessliche Beute nehmen und die Gegner davonlaufen.
  • Fortsetzung 488
  • 465: Im Jahr 465 sind Hengest und Oeric erneut gegen die Walas, also die Welschen bzw. Kelten, siegreich. In der anderen Fassung werden die Waliser am Wippedsfleot, dem „Rinn des Wipped“, geschlagen; dabei fallen 12 Eldormen und der Tēn Wipped.
  • 457: Im Jahr 457 siegen Hengest und Oeric in der blutigen Schlacht von Crecganford, also bei Crayford östlich von London, über die Briten. Nach dieser Niederlage fliehen die Briten aus Kent nach London. In der anderen Darstellung besiegen Hengest und Esk in diesem Jahr die Briten bei „Brod / Creacanford“ und töten dabei 4.000 Krieger, worauf die Briten gezwungen sind, Kent zu verlassen.
  • 455: Im Jahr 455 zerwerfen sich Hengest und Horsa mit Vortigern. Es kommt zur Schlacht bei Agælesþrep, also bei Aylesford, in der Horsa fällt. Darauf macht Hengest sich und Oeric zu Königen von Kent. In der anderen Überlieferung wird ebenfalls berichtet, dass 455 bei der Schlacht an der genannten Stelle Horsa getötet wird und Hengest mit seinem Sohn Esk die Herrschaft übernimmt.
  • 449: Im Jahr 449 kommen Hengenst und Horsa auf Einladung von Vortigern nach Britannien. Sie werden als Söldner geholt, um mit ihren Männern gegen die aus dem Norden eindringenden Pikten zu kämpfen. Oeric begleitet seinen Vater Hengest und seinen Onkel Horsa, tritt aber zu dieser Zeit noch nicht weiter in Erscheinung. Als Sold erhalten Hengest und seine sächsischen Gefolgsleute Land bei Ypwinesfleot im Südosten des Landes, das spätere Königreich Kent.

WESTGERMANEN

Westgoten

  • König Alarich II. (484–507)
    Der von den Franken besiegte Syagrius flieht in das Westgotenreich. Alarich liefert ihn zu einem nicht genau datierbaren Zeitpunkt an Chlodwig I. aus, um einen Krieg mit den Franken zu vermeiden. Im selben Zeitraum sendet Alarich westgotische Truppen nach Italien, um seinen Schwiegervater Theoderich den Großen im Kampf gegen Odoaker zu unterstützen. Außerdem kommt es zu Kämpfen zwischen Franken und Westgoten, und die Franken dringen bis Bordeaux vor.
  • Bischof Sidonius Apollinaris (Clermont-Ferrand, um 470–486)
  • Bischof Aprunculus (Clermont, 486–491)
    Nach dem Tod des Bischofs Sidonius Apollinaris von Clermont wird der Bischofssitz zunächst von einem namentlich nicht bekannten Priester usurpiert, dieser Priester stirbt jedoch nach wenigen Tagen, sodass Aprunculus doch noch, wie Sidonius es gewünscht hat, Bischof in Clermont wird und damit ab 486 ein Bischof der Auvergne in Clermont-Ferrand ist.
  • Fortsetzung 487
  • 484: Alarich II. folgt 484 seinem Vater Eurich als König der Westgoten. Er ist beim Antritt seiner Herrschaft noch sehr jung und übernimmt ein Reich, das sich über den größten Teil der Iberischen Halbinsel, Aquitanien und den größten Teil der Provence erstreckt. Seine Herrschaft beginnt damit, dass er als arianischer König über ein Reich mit katholischer romanischer Bevölkerung regiert. In diesem Zusammenhang hält er an dem Frieden mit den Franken fest, den sein Vater geschlossen hat. König Eurich (466–484)
  • Fortsetzung 486
  • 484: Bischof Aprunculus (Langres, 456–484) Im Jahr 484 trachten die Einwohner von Dijon ihrem Bischof Aprunculus nach dem Leben, sodass Aprunculus gezwungen ist, in aller Heimlichkeit nachts aus der Stadt zu fliehen und nach Clermont zu entkommen, wobei nach einer anderen Quelle der Burgunderkönig Gundobad derjenige ist, der Aprunculus vertreibt.
  • 480: Sidonius: Zwischen 480 und 490 erlebt Sidonius seine späten Jahre in der Auvergne, er arbeitet weiter an der Zusammenstellung seiner Briefsammlung, kurz vor seinem Ableben wird er nach Gregor von Tours mit einer Intrige zweier neidischer Priester konfrontiert, diese Priester berauben ihn für kurze Zeit seines Bischofsamtes, Sidonius kann bald darauf ins Amt zurückkehren, sein Todesjahr liegt im Zeitraum zwischen 480 und 490, ohne genau datiert zu sein.
  • 480: Agrunculus: Ab etwa 480 leben die Burgunden in zunehmender Furcht vor den Franken und in dieser angespannten Lage gerät Bischof Aprunculus in den Verdacht, landesverräterische Verbindungen zu den Franken zu unterhalten, was sein Verhältnis zu Teilen der Bevölkerung belastet.
  • 477: Sidonius: Im Jahr 477 lobt Sidonius den von Eurich eingesetzten comes Victorius, einen Römer, in einem Brief überschwänglich als seinen Patron in weltlichen und seinen Sohn in kirchlichen Belangen, er schildert Victorius als frommen und mitfühlenden Mann, zugleich beginnt Sidonius in diesen Jahren seine Briefsammlung zusammenzustellen, um seinen literarischen Ruhm für die Nachwelt zu sichern.
  • 476: Sidonius: Nach ein oder zwei Jahren Verbannung kann Sidonius in sein Bistum zurückkehren, sein Freund Leo, ein Römer mit hohem Amt am Hof Eurichs in Toulouse, hilft ihm dabei, sein Landbesitz wird ihm zurückerstattet, 476 hält Sidonius in Bordeaux einen panegyricus auf Eurich, er fügt sich der pax Gothica, erkennt an, dass das Westgotenreich in Gallien an die Stelle des Imperium Romanum getreten ist und dass politisch und militärisch am Zerfall Westroms nicht mehr zu rütteln ist, er weiss, dass die gotischen Krieger auf die Mitarbeit der gallorömischen Elite angewiesen sind.
  • 445: Agrunculus: Im Jahr 456 tritt Aprunculus erstmals als Bischof von Langres in die Geschichte ein und übernimmt das Bischofsamt in dieser Stadt, wobei Fraternus II. sein Vorgänger ist und Armentarius später sein Nachfolger wird.

Burgunden

  • 480: Chilperich: Chilperich II. ist ein Sohn des Königs Gundioch und Bruder von Godegisel, Godomar I. und Gundobad. Die ältere Forschung geht davon aus, dass nach dem Tod Gundiochs und dessen Bruders Chilperich I. die vier Söhne Gundiochs eine gemeinsame Samtherrschaft ausüben und in verschiedenen Städten ihre Residenz beziehen. Gregor von Tours berichtet, dass Chilperich (nachdem er mit dem Schwert getötet worden ist) zusammen mit seiner Frau auf Bestreben seines Bruders Gundobad, sich sein Reich einzuverleiben, in einen Brunnen geworfen wird. Seine Tochter Chrodechild habe danach aus Blutrache 523/24 ihren Sohn Chlodomer dazu angestiftet, Krieg gegen die Burgunden zu führen und auch Sigismund, den Sohn Gundobads, wie ihren Vater mitsamt seiner Familie in einem Brunnen zu ertränken. In der neueren Forschung wird dies stark bezweifelt, denn es fehlen belastbare Belege und die Todesdaten der Söhne Gundiochs sind nicht völlig klar. Außerdem will der dem Arianismus feindlich gegenüberstehende Bischof damit den Krieg gegen Burgund rechtfertigen. Es wird nun eher davon ausgegangen, dass sowohl Godomar als auch Chilperich II. 476/77 bereits verstorben sind und nur Godegisel und Gundobad sich die Herrschaft teilen. In der älteren Literatur wird zu Chilperich II. oft vermerkt, er komme 493 bei innerburgundischen Machtkämpfen um; das spätere Todesdatum gilt durch die neuere Forschung jedoch als überholt. Eine von Chilperichs Töchtern namens Crona geht ins Kloster, die andere, Chrodechild, heiratet später den Frankenkönig Chlodwig I., nachdem Chlodwig und Godegisel sich im Kampf gegen Gundobad verbünden.
  • 480: Godegisel: Chilperich I. stirbt um 480 kinderlos, sodass fortan Gundobad, der älteste der Brüder, und Godegisel als Könige der Burgunden amtieren.
  • 480: König Chilperich I. (um 473–480)
  • Fortsetzung 486
  • ca. 476/477: Die Brüder Chilperich II. und Godomar I. sterben früh – nach neuerer Forschung bereits um 476/477. Von da an üben vor allem Gundobad und Godegisel die Königsmacht aus.
  • 475: Godegisel: Godomar und Chilperich II. sterben um 475/476.
  • 473: Gundobad ist der älteste Sohn von König Gundioch und dient zunächst seinem Onkel Ricimer in Italien als magister militum und patricius. Nach Ricimers Tod wird er selbst zum „Patricius“ erhoben und nimmt an den politischen Wirren des Weströmischen Reichs teil. 473–480: Nach dem Tod von Gundioch und Chilperich I. wird Gundobad gemeinsam mit seinen Brüdern (Godegisel, Chilperich II., Godomar I.) König der Burgunden. Die Königsherrschaft wird unter den Brüdern geteilt. Gundobad residiert in Lyon und gewinnt allmählich die Oberherrschaft.
  • 473: Godegisel: Nach dem Tod seines Vaters Gundioch um 473 teilen sich zunächst vor allem Gundobad und Chilperich I., ein Bruder Gundiochs und damit Onkel Godegisels, die Macht.
  • 463: Godegisel: Godegisel ist ab 463 Unterkönig im Königreich der Burgunden; er hat seinen Herrschaftssitz in Genf.

Fränkisches Reich

  • König Chlodwig I. (481/482–511)
    Schlacht bei Soissons
    Im Jahr 486 findet die Schlacht bei Soissons in der Picardie im Norden von Frankreich statt, wobei als Jahresangabe 486 oder 487 genannt wird, und in dieser Schlacht kämpfen Chlodwig und die Truppen des Syagrius, des letzten Herrschers des Reiches von Soissons, gegeneinander, während die Bezeichnung Schlacht bei Soissons irreführend ist, da der Ort der Schlacht nicht überliefert ist und Gregor von Tours lediglich berichtet, dass der von ihm als rex Romanorum bezeichnete Syagrius in Soissons seine Residenz hat und dass Chlodwig diesen zur Wahl des Schlachtfeldes auffordert, wobei Chlodwig in diesem Zeitraum nach der Kriegserklärung den Angriff auf das Reich des Syagrius unternimmt, bei dem er Unterstützung von seinem Verwandten Ragnachar erhält, nicht jedoch vom salfränkischen Kleinkönig Chararich, obwohl er auch diesen zur Teilnahme auffordert, und Gregor von Tours in den Historiae 2, 27 davon berichtet, dass Chlodwig anscheinend einer fränkischen Sitte folgend den Kampfplatz zu wählen verlangt und Syagrius sich unerschrocken der militärischen Auseinandersetzung stellt, ohne den genauen Ort der Schlacht zu nennen, sodass meist die Umgebung von Soissons als Ort des Kampfes angenommen wird und ohne Einzelheiten zum Schlachtverlauf zu geben, sondern lediglich bemerkt, dass die Truppen des Syagrius geschlagen werden.
    Chlodwig verlegt seine Residenz von Tournai nach Soissons. Weitere fränkische Teilkönige werden entmachtet (lediglich in Cambrai setzt Chlodwig seinen Verbündeten Ragnadar ein), der römische Verwaltungsapparat wird zum Aufbau einer zentralistischen Herrschaft genutzt. Die Städte der eroberten Gebiete werden nicht geplündert, sondern ihre Einnahmen zur wirtschaftlichen Stärkung des Landes verwendet.
  • Fortsetzung 487
  • 481: Chlodwig: Chlodwig folgt wahrscheinlich 481/82 seinem Vater als „Kleinkönig“ des Kriegerverbandes der Salfranken nach. Zu dieser Zeit kontrolliert er ungefähr den Raum der ehemaligen weströmischen Provinz Belgica secunda in den heutigen südlichen Niederlanden und dem nördlichen Belgien, also Toxandrien um Tournai. Wie sein Vater ist er offiziell nur der „Verwalter“ der Provinz; als Heerführer bzw. „König“ tritt er zunächst vor allem gegenüber seinen Soldaten auf. In der neueren Forschung wird er als „Warlord“ gesehen, also als Heerführer, der eine eigene Herrschaft etabliert, die sich noch in den formal bestehenden Rahmen des Imperium Romanum einordnet. Sein Geschlecht, die Merowinger, gilt dabei nicht als alte Dynastie, sondern als Familie, die ihre herausragende Stellung wahrscheinlich erst um die Mitte des 5. Jahrhunderts erlangt.
  • Fortsetzung 486
  • 397: Bischof Severin von Köln (397)

Rheinfranken

  • 469: Sigibert: Über das Jahr 469 nennt der Text nur, dass die Angabe von Sigeberts Herrschaftsbeginn wahrscheinlich später als 469 liegt. Außerdem steht dort, dass Sigemer 469 in Lyon eine burgundische Prinzessin heiratet, um gegen den alamannischen Druck zusammenzustehen. Danach folgt eine Phase der Spannung mit den salfränkischen Franken.
  • Fortsetzung 486

Vandalen

  • 484: Nach dem Tod Hunerichs sieht Gunthamund sich selbst als ältestes männliches Familienmitglied und wird in Übereinstimmung mit den Gesetzen Geiserichs über die Thronnachfolge zum König ausgerufen; er wird damit dritter rex des nordafrikanischen Vandalenreichs sowie König der Vandalen und Alanen. König Hunerich (477–484)
  • Fortsetzung 496

OSTGERMANEN

Rugier

  • 482: Im Jahr 482 ist Feletheus anwesend am Totenbett des heiligen Severinus. Er lebt zu dieser Zeit in leidlichem Verhältnis zum heiligen Severinus. Trotz der Feindlichkeit seiner Gattin Giso gegenüber Römern und Katholiken verhält sich Feletheus selbst gegenüber Severinus nicht feindselig.

wikisource

  • Fortsetzung 487
  • 475: Feletheus ist der Sohn des Königs Flaccitheus und der Bruder des Ferderuchus. Er trägt verschiedene alternative Namen: Feva, Feba, Foeba, Fevva, Fevvanus und Theuvanus. Er ist König der Rugier und führt den Titel rugorum rex. Im Jahr 475 stirbt Flaccitheus, wobei der Tod „wohl“ in dieses Jahr fällt. Nach dem Tod seines Vaters nimmt Feletheus im Jahr 475 wahrscheinlich den Titel rugorum rex an und wird König der Rugier. Er bestiegt nach Flaccitheus’ Tod den rugischen Königsthron und beginnt damit seine Regierung über die Rugier. Feletheus residiert nach dem Tod seines Vaters etwa im Jahr 475 mit Giso im Rugiland, einem Gebiet um die heutige Stadt Krems an der Donau im heutigen Niederösterreich. Seine Frau Giso ist eine rugische Königin der Spätantike und die Frau des Königs Feletheus. Giso ist zugleich Mutter des Fredericus. Von 475 bis 487 ist Feletheus König der Rugier. Er regiert in dieser Zeit als rugorum rex und steht damit an der Spitze des Rugierreiches. Sein Herrschaftsgebiet liegt im Rugiland, einem Bereich um Krems an der Donau im heutigen Niederösterreich. Während dieser Jahre lebt er mit seiner Frau Giso im Rugiland, und Giso übt die Rolle einer rugischen Königin der Spätantike aus. Sie ist in dieser Zeit die Mutter des Fredericus.
  • 467: Flaccitheus ist seit dem Jahr 467 König der Rugier. Er herrscht bis zu seinem Tod über die Rugier und begründet damit die Position, aus der sein Sohn Feletheus später den rugischen Königsthron besteigt. In dieser Zeit bereitet Flaccitheus indirekt die spätere Herrschaft von Feletheus vor.

Ostgoten

Langobarden

  • Um 470: Wacho Wacho wird als Sohn des Prinzen Zuchilo (auch Unichis oder Unigis), eines Bruders des späteren Langobardenkönigs Tato, geboren. Über seine Kindheit und Jugend ist wenig bekannt
  • Fortsetzung 490

RÖMISCHES REICH

(ab urbe condita MCCXXXIX = 1239)

Reich des Syagrius

  • 481: Die Beziehungen zwischen Syagrius und den Salfranken verschlechtern sich spätestens mit dem Tod Childerichs 481/82. Dessen Sohn Chlodwig I. kommt an die Macht und löst seinen Vater als rex der fränkischen foederati und als administrator der Provinz Belgica secunda ab. In der Forschung wird erwogen, dass zwischen Aegidius/Syagrius und den Salfranken bereits zuvor Spannungen bestehen. Beide Seiten konkurrieren möglicherweise jahrelang um das Kommando über die Reste des römischen Heeres in Gallien, das sich zunächst Aegidius anschließt. Unter dem Sammelbegriff „Franken“ verstehen die Quellen bisweilen die römischen Truppen an der Loire, die sich hauptsächlich aus föderierten Franken rekrutieren.
  • Fortsetzung 487
  • 476: Eine 476 bei Candidus erwähnte Gesandtschaft „der Gallier aus dem Westen, die gegen Odoaker rebellierten“ begibt sich zum Hof des oströmischen Kaisers Zenon. Ob diese Gesandtschaft von Syagrius entsandt wird, bleibt unklar.
  • 475: Nach der Absetzung des Julius Nepos 475 deutet einiges auf ein Zerwürfnis mit dem oströmischen Kaiser hin. Dieser schließt offenbar ein Bündnis mit dem Rivalen des Syagrius, dem Salfrankenkönig Childerich.
  • 470: Vom Krieg des weströmischen Kaisers Anthemius gegen die Westgoten, der 470 beginnt, kann Syagrius profitieren. Syagrius steht offenbar in einer Annäherung zu Anthemius. Mit salfränkischer Unterstützung werden die Goten zunächst bei Bourges geschlagen. Dieser Erfolg nutzt Anthemius wenig, da bald darauf die letzten regulären weströmischen Truppenverbände in Südgallien von gotischen Truppen vernichtet werden. Syagrius kann seinen Machtbereich vermutlich konsolidieren, doch bleibt die Entwicklung in seinem Bereich für die nächsten Jahre faktisch nicht greifbar.
  • 464: Aegidius verstirbt 464 oder 465. In Gallien ist es seit Arbogast üblich, dass Soldaten ihre Kommandeure mitunter selbst wählen. Syagrius tritt die Nachfolge seines Vaters an und residiert gesichert in Soissons. In den Quellen erscheint der comes Paulus, der einige Jahre nach dem Tod des Aegidius gegen sächsische Plünderer vorgeht und bei Angers fällt. Gregor von Tours berichtet darüber und stützt sich offenbar auf die heute verlorenen Annalen von Angers. Paulus, der römische Befehlshaber, greift mit Römern und Franken die Goten an und macht reiche Beute. Danach kommt Adovacrius, ein Anführer sächsischer Plünderer, nach Angers. Am folgenden Tag erscheint König Childerich und gewinnt, nachdem Paulus getötet ist, die Stadt; dabei gerät das Kirchenhaus in Flammen. Die Forschung nimmt oft an, dass Paulus im Auftrag des Syagrius agiert oder an dessen Stelle als Statthalter in Soissons fungiert, doch bleibt dies Spekulation. Aus den Schilderungen geht nicht hervor, ob Paulus im Auftrag eines anderen handelt oder eher auf eigene Faust.
  • 463: Aegidius schlägt 463 die Westgoten bei Orléans. Trotz dieses Erfolges muss er wegen des bestehenden Drucks ausweichen. Er errichtet im Gebiet nördlich der Loire bis zur Somme ein Sonderreich und handelt dort als unabhängiger gallorömischer Herrscher. Aegidius bezieht wahrscheinlich in Soissons Residenz, wo sich römische Waffenschmieden (fabricae) befinden, doch ist dies nicht gesichert. Die Annahme ergibt sich aus der Nachricht Gregors von Tours, dass Aegidius die Stadt beherrscht hat, in der Syagrius um 486 seinen Sitz hat.
  • 461: Der mit Aegidius befreundete Kaiser Majorian wird 461 auf Befehl des einflussreichen magister militum Ricimer hingerichtet. Danach überwirft sich Aegidius mit der weströmischen Regierung in Ravenna. In der Folge mobilisiert Agrippinus als Rivale des Aegidius im Auftrag Ricimers die Westgoten gegen Aegidius. In den Jahren 461/62 mobilisiert Agrippinus die Westgoten gegen Aegidius. Aegidius kann diese Westgoten 463 bei Orléans schlagen, möglicherweise mit Hilfe der Salfranken unter Childerich I., was aber offenbleibt.
  • 457: Aegidius ist seit 457 magister militum per Gallias und steht damit an der Spitze der Truppen in Gallien. Er übt diese Funktion im Rahmen des weströmischen Militärsystems aus.

Reich des Odoaker

  • 484: Felix: Felix stellt sich an die Spitze des Widerstands gegen das Henotikon und verhängt den Kirchenbann über dessen Anhänger. Den Patriarchen Akakios von Konstantinopel erklärt er im Streit um die von ihm geforderte Absetzung des von Akakios tolerierten monophysitischen Patriarchen von Alexandrien, Petros III. Mongos, für abgesetzt, während dessen chalcedonensischer Konkurrent Johannes Talaia sich nach Rom geflüchtet hat. Akakios lässt Felix daraufhin aus dem Verzeichnis der Patriarchen streichen und erkennt ihm die Amtswürde ab. Damit entsteht das akakianische Schisma.
  • Fortsetzung 487
  • 483: Felix: Am 13. März 483 wird Felix unter Einfluss König Odoakers zum Bischof von Rom gewählt. Er ist der erste römische Bischof nach dem Untergang des weströmischen Reiches. Als erster Bischof von Rom sendet er eine Anzeige seiner Wahl nach Konstantinopel und erkennt damit den oströmischen Kaiser von Byzanz an. Papst Felix III nimmt eine harte Haltung gegenüber der östlichen Kirche ein und exkommuniziert viele wichtige religiöse Persönlichkeiten, darunter den Patriarchen Akacius von Konstantinopel.
  • 481: Odoaker: Im Jahr 481 erobert Odoaker nach dem Tod des Julius Nepos Dalmatien. Daraufhin stachelt Kaiser Zenon den König der Rugier, Feletheus, zu einem Feldzug gegen Odoaker in Italien auf.
  • 480: Odoaker: Nach dem Tod des Julius Nepos im Jahr 480 anerkennt Kaiser Zenon Odoaker als Herrscher Italiens unter oströmischer Ägide. Im selben Zusammenhang erobert Odoaker 481 nach dem Tod des Julius Nepos Dalmatien (siehe Jahresblock 481).
  • 480: Manlius Boethius Zwischen 480 und 486 ist Boethius Prätorianerpräfekt Italiens. Vor dieser Zeit ist er zum ersten Mal Stadtpräfekt von Rom. In diesen Jahren trägt er hohe Ämter und bewegt sich in der Führungsschicht des spätantiken Römischen Reiches. Um 480/485 wird sein Sohn geboren, der Philosoph Boethius. Dieser Sohn wächst vaterlos auf. Daraus ergibt sich, dass Manlius Boethius im Kindesalter seines Sohnes nicht mehr lebt.
  • 477: Odoaker: Im Jahr 477 pachtet Odoaker Sizilien von den Vandalen.
  • 476: Odoaker: Odoaker, ums 433 geboren, ist ein Sohn des Edekon (Edika), der im Dienste der Hunnen unter Attila steht, und einer Frau vom Stamm der Skiren. Odoaker wächst wahrscheinlich am Hof Attilas auf. Er ist Arianer und soll Analphabet sein. Das mittelbyzantinische Lexikon Suda gibt indirekt Auskunft über seine Herkunft, indem es über seinen Bruder Hunulf berichtet, dieser stamme väterlicherseits von den Thüringern und mütterlicherseits von den Skiren. Laut Wolfram Brandes ist damit auch Odoakers Herkunft zur Hälfte thüringisch. Jordanes berichtet in den Getica, Odoaker sei Torcilingorum rex habens secum Sciros, Heruls diversarumque gentium auxiliarios, also der rex der Torcilingi, der zur Unterstützung auch über Skiren, Heruler und weitere gentes verfügt. Der Name Torcilingi, der nur bei Jordanes vorkommt, gilt in der Forschung oft als Verschreibung für Toringi (Thüringer). Über die frühen Jahre Odoakers ist sonst nur wenig bekannt. Die Annahme, er könne mit einem Heerführer namens Adovacrius gleichgesetzt werden, der in den 460er‑Jahren sächsische Plünderer in Gallien befehligt, erweist sich als wohl unzutreffend. Um 470 dient Odoaker in der Leibwache des weströmischen Kaisers Anthemius. Im Machtkampf zwischen Anthemius und dem General Ricimer stellt er sich auf die Seite Ricimers. - Bald nach der Erhebung des Romulus meutern die barbarischen Hilfstruppen (foederati) in Italien. Die Krieger sind mit ihrer Bezahlung unzufrieden und fordern von Orestes entweder Land in Italien oder eine finanzielle Gleichstellung mit den römischen Soldaten des stark geschrumpften exercitus Romanus, des weströmischen Restheeres. Orestes lehnt die Forderungen ab, und Odoaker stellt sich an die Spitze der Meuterer. Vermutlich spielen auch persönliche Differenzen eine Rolle, da Orestes ebenso wie einst Odoakers Vater am Hof Attilas gedient hat und es dort zu Rivalität zwischen ihnen gekommen sein soll. Da kaum noch reguläre weströmische Truppen vorhanden sind, bilden die barbarischen Föderaten unter Odoakers Kommando die stärkste militärische Macht in Italien und setzen ihre Forderungen nun mit Gewalt durch. Die Mehrheit dieser Soldaten wählt am 23. August 476 Odoaker zu ihrem Anführer (rex, ein „barbarischer“ Titel). Ende August 476 tötet Odoaker Orestes in einer Entscheidungsschlacht und kurz darauf auch dessen Bruder Paulus. Romulus wird nicht getötet; Odoaker setzt ihn ab, gewährt ihm jedoch ein Jahrgeld und einen luxuriösen Landsitz bei Neapel, wo Romulus noch Jahre später zu leben scheint. Odoaker greift nicht selbst nach dem Purpur und setzt auch keinen von ihm abhängigen Kaiser ein. Stattdessen sendet er den kaiserlichen Ornat nach Konstantinopel und erklärt, im Westen brauche man keinen eigenen Augustus mehr, sondern unterstelle sich direkt dem oströmischen Kaiser. Der oströmische Kaiser weist in seiner Antwort zwar darauf hin, es gebe in Gestalt von Julius Nepos noch einen legitimen Westkaiser, redet Odoaker jedoch als patricius an und erkennt ihn damit in Odoakers Augen faktisch als Regenten des Weströmischen Reiches an. Bereits seit Jahrzehnten halten Generäle (magistri militum) mit dem Titel patricius in Ravenna die tatsächliche Macht; in diese Tradition reiht sich nun Odoaker ein. Damit endet de facto das weströmische Kaisertum, auch wenn Julius Nepos noch bis 480 lebt und es später immer wieder Versuche gibt, einen Westkaiser zu installieren. - Die weströmische Verwaltung und auch der nun kaiserlose Hof in Ravenna bestehen weiter. Odoaker nennt sich nun rex Italiae („König von Italien“) und gilt spätestens nach dem Tod des Julius Nepos vom oströmischen Kaiser Zenon als faktisch unabhängiger Herrscher Italiens unter oströmischer Ägide anerkannt. Teilweise auftretender Widerstand rivalisierender germanischer Truppenführer wird rasch niedergeschlagen, so dass Italien als gesichert gelten kann. Mit dem mächtigen Reich der Vandalen in Nordafrika verständigt sich Odoaker; die Vandalen unterlassen es bis 491, ihre Angriffe auf Italien fortzusetzen, und verpachten das reiche Sizilien an den patricius. Odoakers Königtum bleibt jedoch wenig stabil, da er sich vor seiner Erhebung nicht als Heerkönig profilieren kann; deshalb ist ihm an einer Anerkennung durch den oströmischen Kaiser gelegen. Odoaker vergibt entweder Land oder, wahrscheinlicher, Anteile an den Steuereinkünften an seine Krieger, da eine Landenteignung nur gegen den heftigen Widerstand der senatorischen Oberschicht möglich wäre. Bei den Kriegern handelt es sich vor allem um Heruler, Skiren und Thüringer. Odoaker lässt das römische Rechts- und Steuersystem sowie den Senat intakt, zu dem er offenbar ein gutes Verhältnis pflegt. Die Senatoren sehen in der Absetzung des letzten Kaisers in Italien eine Möglichkeit, wieder mehr Einfluss zu gewinnen, und begrüßen offenbar das vorläufige Ende der Wirren. Wichtige Verwaltungsposten vergibt Odoaker an führende Senatoren, allerdings, wie zuvor üblich, zeitlich beschränkt. Zugleich steigen Germanen in militärische Führungspositionen auf, denn Odoakers Krieger treten an die Stelle der weströmischen Armee, sind jedoch auf die römischen staatlichen Strukturen angewiesen, um ihre annona militaris zu erhalten. Odoaker lässt Münzen prägen, auf denen er nicht als Kaiser erscheint, womit die Stellung des Ostkaisers ausdrücklich anerkannt bleibt. Obwohl er selbst arianischer Christ ist, verläuft das Verhältnis zur Kirche anscheinend problemlos. Die Kultur der Spätantike besteht in Italien fort. Die Absetzung des machtlosen weströmischen Kaisers beeindruckt die Zeitgenossen wohl kaum, da Italien formal unter die Herrschaft des Kaisers in Konstantinopel tritt und damit weiterhin zum Imperium Romanum gehört.

Weströmisches Reich

  • 475: Weströmisches Reich, Sidonius: Im Jahr 475 dauert der durch Julius Nepos geschlossene Frieden mit Eurich an, die Abtretung der Auvergne bleibt wirksam, Sidonius befindet sich weiterhin im Zusammenhang dieser politischen Ordnung in der Verbannung in der Festung Livia bei Carcassonne.
  • 474: Weströmisches Reich, Sidonius: Im Jahr 474 belagert Eurich mit den Westgoten weiterhin die Stadt Clermont, Sidonius zeichnet sich bei mehreren Belagerungen aus, er ermutigt die Bewohner mit seinen rhetorischen Fähigkeiten, der hartnäckige Widerstand der Region gegen germanische Krieger bleibt im zerfallenden weströmischen Reich eine Ausnahme, der Friedensschluss des römischen Kaisers Julius Nepos mit Eurich bringt 474 Eurich die Anerkennung seiner Souveränität und die Abtretung der Auvergne durch Rom, Sidonius lehnt sich bis zuletzt gegen diese Abtretung auf und wird von Eurich in die Festung Livia bei Carcassonne verbannt.
  • 471: Weströmisches Reich, Sidonius: Von 471 bis 474 stellt Sidonius als Führer und Bischof der Auvergne zusammen mit seinem Schwager Ecdicius, den er zum militärischen Führer bestimmt, mit eigenen Mitteln und der Unterstützung anderer Aristokraten eine Truppe auf und verteidigt während vier Jahren die Auvergne gegen alljährliche Eroberungsversuche der arianischen Westgoten unter König Eurich II., der 469 das foedus von 418 gebrochen hat und sein Reich bis ans Mittelmeer und an die Rhône zu erweitern sucht, Sidonius hat zu Eurichs Bruder und Vorgänger Theoderich II. gute Beziehungen, begräbt nach den Ereignissen die Hoffnung, die römische Ordnung in Gallien mit Hilfe der föderierten Westgoten zu erhalten, wendet sich vom Prinzip des foedus ab und entwickelt römischen Patriotismus und Bindung an die katholische Kirche.
  • 470: Weströmisches Reich, Sidonius: In den Jahren 469/470 oder 471 wendet sich Sidonius wieder dem Landleben auf seinem Gut Avitacum zu, unterbrochen von Aufenthalten in Lugdunum und Arverni, er baut Beziehungen zum einflussreichen Bischof Patiens von Lugdunum und anderen Klerikern auf und bekleidet möglicherweise eine kirchliche Würde, in dieser Phase wird er auserwählt, Bischof von Clermont zu werden, das Ansehen seiner Familie und seines Schwiegervaters sowie seine politischen Einflussmöglichkeiten tragen zu dieser Wahl bei, mit der Annahme der Wahl wird Sidonius zum politischen Führer der Auvergne, da das Bischofsamt in Gallien zugleich ein politisches Amt ist und die katholische Kirche zur Rückzugstellung des Römertums in Gallien wird. Ab etwa 470 entsteht die umfangreiche Briefsammlung von 147 Stücken in neun Büchern, in die weitere Gedichte aufgenommen sind, die ersten acht Gedichte sind Panegyrici im Stil Claudians und dokumentieren wichtige politische Ereignisse, Carmen 7 ist eine Lobrede auf Avitus zu seiner Erhebung zum Kaiser, Carmen 5 ist eine Lobrede auf Kaiser Majorian und zeigt, dass Sidonius Gefühle gegenüber dem für den Tod seines Schwiegervaters verantwortlichen Kaiser hintanstellen kann, Carmen 2 ist eine Lobrede auf Anthemius und Teil seiner Bemühungen, Stadtpräfekt von Rom zu werden.
  • 469: Weströmisches Reich: Sidonius Apollinaris Sidonius übt die Stadtpräfektur von Rom möglicherweise bis ins Frühjahr 469 aus, besonders erfolgreich ist er im Amt nicht, doch erhält er nach Ablauf der Stadtpräfektur die Würde eines patricius, er zieht sich aus dem politischen Leben in Rom zurück, möglicherweise im Zusammenhang mit dem Prozess gegen seinen Freund Arvandus, der sich einer Verschwörung mit den Westgoten schuldig gemacht hat, im selben Zeitraum haben die Westgoten 468 das foedus von 418 gebrochen und sich vom weströmischen Reich losgesagt.
  • 468: Weströmisches Reich: Sidonius Apollinaris Am 1. Januar 468 verfasst Sidonius als Symbol der Versöhnung der gallischen mit den italischen Senatoren einen panegyricus auf Anthemius und trägt ihn vor, Anthemius belohnt ihn mit dem prestigeträchtigen Amt eines praefectus urbi Romae, die politische Karriere gipfelt in dieser Stadtpräfektur, Sidonius übt das Amt mindestens einige Monate aus.
  • 467: Weströmisches Reich: Sidonius Apollinaris Im Jahr 467 wird Sidonius offiziell aufgefordert, sich in Rom einzufinden, er zieht als Vorsteher einer Delegation der Auvergne zum neuen Kaiser Anthemius, der nach einem zweijährigen Interregnum mit oströmischer Unterstützung an die Macht kommt.
  • 461: Weströmisches Reich: Sidonius Apollinaris Im August 461 entmachtet und richtet Ricimer Kaiser Majorian hin, diese überraschende Entwicklung beendet für längere Zeit die politische Karriere des Sidonius, er zieht sich auf seine Domänen in der Auvergne und im Lyonnais zurück, widmet sich der Poesie, seinen Freunden und seinen Kindern und wendet sich in dieser Zeit dem Christentum zu, möglicherweise bekleidet er weiterhin öffentliche Ämter.
  • 460: Weströmisches Reich: Sidonius Apollinaris Im Jahr 460 beschuldigt man Sidonius, ein anonymes Pamphlet gegen Majorian verfasst zu haben, Majorian schenkt diesem Vorwurf keinen Glauben und lässt Sidonius in seiner Stellung.
  • 458: Weströmisches Reich: Sidonius Apollinaris Beim Einzug Majorians in Lugdunum 458 hält Sidonius erneut einen panegyricus, diese Geste leitet eine neue Phase seiner politischen Aktivitäten ein, er dient dem Kaiser in nicht genauer bekannter Funktion, möglicherweise als tribunus et notarius, erhält den Titel comes und wird an die Tafel des Kaisers zugelassen.
  • 457: Weströmisches Reich: Sidonius Apollinaris Anfang 457 findet Avitus den Tod und wird wenig später durch Majorian abgelöst, der vom magister militum Ricimer unterstützt wird, viele gallische Aristokraten weigern sich zunächst, Majorian anzuerkennen, Sidonius schliesst sich letztlich dem neuen Kaiser an und plant einen weiteren panegyricus.
  • 456: Weströmisches Reich: Sidonius Apollinaris Am 1. Januar 456 trägt Sidonius vor dem Senat in Rom einen panegyricus auf Avitus vor, Avitus belohnt ihn mit einem Bronzestandbild auf dem forum Traianum, Ende 456 wird Avitus durch einen Militärputsch gestürzt.
  • 455: Weströmisches Reich: Sidonius Apollinaris Nachdem Petronius Maximus 455 gestürzt wird und Avitus mit Unterstützung der seit 418 in Aquitanien siedelnden Westgoten den Purpur nimmt, folgt Sidonius seinem Schwiegervater nach Rom und bereitet sich auf dessen öffentliche Ehrung vor.
  • 452: Weströmisches Reich: Sidonius Apollinaris Um 452 heiratet Sidonius seine Cousine Papianilla, die Tochter des späteren weströmischen Kaisers Avitus, aus dieser Ehe gehen vier Kinder hervor, der Sohn Apollinaris und die drei Töchter Roscia, Severiana und Alcima, als Teil der Mitgift erhält Sidonius das Gut Avitacum, wahrscheinlich das heutige Aydat.
  • 431: Weströmisches Reich: Sidonius Apollinaris Sidonius Apollinaris wird am 5. November 431 oder 432 in Lyon geboren, sein Vater und sein Großvater Apollinaris haben das Amt eines praefectus praetorio Galliarum inne, die Familie gehört zum gallischen Senatsadel und zählt zur weströmischen Reichselite, Sidonius erhält in Lugdunum und Arelate eine Ausbildung in Grammatik und Rhetorik nach dem seit Quintilian geltenden System.

Oströmisches Reich

  • 485: Flavius Longinus Im Jahr 485 kehrt Longinus nach seiner Flucht oder Befreiung aus der Gefangenschaft des Illus nach Konstantinopel zurück und nimmt seine Stellung im Machtzentrum des Oströmischen Reiches wieder ein. In der Hauptstadt erhält er von Kaiser Zenon das hohe Amt eines magister militum praesentalis, also eines Heermeisters in unmittelbarer kaiserlicher Umgebung, was seine militärische und politische Bedeutung am Hof deutlich steigert. Longinus wirkt von da an als zentraler Akteur im militärischen Führungskreis rund um Zenon und steht trotz der kritischen Charakterurteile der Quellen als wichtiger Träger der kaiserlichen Gewalt im Heer.
  • Fortsetzung 486
  • 484: Flavius Longinus Im Jahr 484 reagiert Kaiser Zenon auf die Geiselnahme seines Bruders Longinus, indem er Illus zum Staatsfeind erklärt und ihn damit offiziell aus der kaiserlichen Ordnung ausschließt. Illus antwortet auf diese Ächtung durch Zenon mit offener Rebellion, stellt sich gegen die bestehende Herrschaft und ruft Leontios zum Gegenkaiser aus, um einen alternativen Augustus zum regierenden Kaiser zu etablieren. Während dieser Rebellion bleibt Longinus zunächst in der Vorgeschichte als Geisel verhaftet, doch nach seiner Flucht oder Befreiung aus der Gewalt des Illus bereitet sich seine Rückkehr an den Hof vor.
  • 484: Johannes Skytha Illus erhebt sich gegen Kaiser Zenon und stellt den zivilen Beamten Leontius als Gegenkaiser auf. Johannes erhält den Auftrag, den Aufstand niederzuschlagen. Im September gelingt ihm ein entscheidender Sieg über die Rebellen in einer Schlacht nahe Antiochia. Illus und Leontius entkommen in die isaurische Festung Papyrios, die Johannes daraufhin belagert. Ende 484 nimmt er Trocundes, den Bruder des Illus, gefangen und lässt ihn hinrichten, als dieser versucht, Verstärkung zu holen. Die Belagerung zieht sich bis 488 hin, als die Festung durch Verrat fällt. Illus und Leontius werden gefasst und hingerichtet.
  • 484: Petros III.: Papst Felix II. sendet zwei Bischöfe, Vitalis und Misenus, nach Konstantinopel und verlangt, dass Petros aus Alexandria vertrieben wird und Akakios nach Rom kommt, um sein Verhalten zu erklären. Durch Drohungen und Versprechen werden die Legaten dazu gebracht, in den Diptychen ausdrücklich den Namen Petros zu verlesen. Als das in Rom bekannt wird, beruft Felix eine Synode in der Lateranbasilika ein, auf der Akakios, Petros und die Legaten exkommuniziert werden. Unterstützt vom Kaiser ignoriert Akakios die Exkommunikation und entfernt seinerseits den Namen des Felix aus den Diptychen und bleibt mit Petros in Kommunion. Aus dem Verhalten von Akakios und Petros entsteht das Akakianische Schisma, das die Kirchen von Rom und Konstantinopel für die folgenden Jahrzehnte spaltet. Seine Amtsführung ist Mitauslöser für das Akakianische Schisma.
  • 483: Johannes Skytha Johannes wird zum magister militum per Orientem, dem Oberbefehlshaber des Ostens, ernannt und löst damit Illus ab.
  • 483: Flavius Longinus Flavius Longinus wächst als jüngerer Bruder des späteren Kaisers Zenon auf, der vor seiner Thronbesteigung als oströmischer Offizier Karriere macht und schließlich Kaiser wird. Longinus gehört damit zum isaurischen Führungspersonal, das im Umfeld Zenons an Einfluss gewinnt, wobei die spätantiken Quellen ihn als inkompetent und charakterlich wenig geeignet für die Staatsgeschäfte schildern, obwohl Zenon ihm in der Spätphase seiner Herrschaft dennoch zunehmend mehr Verantwortung überträgt. Longinus etabliert sich in dieser Zeit als Heermeister des Oströmischen Reiches und bewegt sich am Hof in Konstantinopel in der Nähe der Macht, ohne jedoch selbst den Kaiserthron zu erreichen. Im Jahr 483 ist Longinus als Feldherr in Syrien tätig und übernimmt dort ein militärisches Kommando, das ihn in unmittelbare Nähe zu seinem Rivalen Illus bringt. In Syrien gerät Longinus mit Illus in einen Streit, der so eskaliert, dass Illus Longinus als Geisel nimmt und damit eine offene Feindschaft begründet, die weitreichende politische Folgen im Oströmischen Reich hat. Longinus verbleibt zunächst in der Gewalt des Illus, während die Nachricht von der Gefangennahme an den Hof nach Konstantinopel dringt und dort die Reaktion Zenons auslöst.
  • Um 482: Geburt Justinians, des späteren Kaisers, in Tauresium (nahe dem heutigen Skopje)
  • 482: Akakios: Akakios verfasst eine Glaubensformel, das Henotikon, die 482 veröffentlicht wird. Darin werden der in den vorcalchedonischen Konzilien gefundene Konsens festgehalten, Nestorios und Eutyches verdammt und die sogenannten 12 Kapitel des Kyrill von Alexandria anerkannt, gerade die strittigen Fragen aber bewusst ausgeklammert. Diese Taktik führt jedoch nur zu weiterer Unzufriedenheit. Die Monophysiten bestehen auf der expliziten Erwähnung der für sie zentralen Glaubensvorstellungen, während man in Rom in der Formel ein zu großes Entgegenkommen und die Abkehr von erreichten Positionen sieht. Die Beziehungen zwischen dem römischen Papst und dem Patriarchen in Konstantinopel sind ohnehin bereits belastet dadurch, dass in Chalcedon für den Patriarchen von Konstantinopel eine Sonderstellung vereinbart wird und Akakios 482 bei der Besetzung des Patriarchats von Alexandria, das zwischen Petros III. Mongos und Talaia umstritten ist, Partei für Ersteren nimmt, womit Akakios in den Augen von Papst Felix II. seine Kompetenzen überschreitet. Die Auseinandersetzung eskaliert also und Papst Felix II. reagiert schließlich auf das Henotikon mit der Verhängung des Anathemas gegen Akakios, der sich gegen den Heiligen Geist und die apostolische Autorität versündigt. Dies erzeugt das erste große Schisma (so genanntes Akakianisches Schisma) zwischen der morgen- und der abendländischen Kirche. Das Anathema verbietet den Umgang mit dem gebannten Patriarchen, was aber im Osten ignoriert wird. In der Frage des alexandrinischen Patriarchats setzt sich Petros Mongos durch, während Joannes Talaia, der Favorit Roms, mit dem Bistum Nola Vorlieb nimmt. Im Oströmischen Reich setzen derweil Akakios und Kaiser Zeno alles daran, das Henotikon auch gegen den Widerstand der Monophysiten durchzusetzen.
  • 482: Petros III.: Nach dem Tod des Timotheos 482 wird Joannes I. Talaia zum Patriarchen gewählt. Aufgrund der Unruhen ändert Kaiser Zenon seine Religionspolitik. In seinem Auftrag verfasst Patriarch Akakios von Konstantinopel das Henotikon, eine Kompromisformel, die den auf den vorcalchedonischen Konzilien gefundenen Konsens festhält, sich aber über die Glaubensformel von Chalcedon ausschwieg. Da Petros, im Gegensatz zu Joannes Talaia, das Henotikon akzeptiert, wird er vom Kaiser als Patriarch installiert. Petros versucht zuerst das Henotikon durchzusetzen, stößt dabei jedoch auf massiven Widerstand seitens einflussreicher Bischöfe und ägyptischer Mönche. Daraufhin stellt er sich offen gegen das Konzil von Chalcedon und ersetzt in den Diptychen die Namen seiner orthodoxen Amtsvorgänger Proterius und Timotheos III. Salophakiolos durch die anti-chalcedonensischen Patriartchen Dioskur I. und Timotheos II. Eluros. Akakios von Konstantinopel erhält auf eine Anfrage einen eher ausweichend formulierten Brief, aufgrund dessen er die Kommunion beibehält. Joannes Talaia ist nach Rom geflohen und der römische Patriarch Papst Simplicius nimmt für ihn Partei. In der folgenden in scharfem Ton geführten Korrespondenz erklärt sich Akakios in Kommunion mit Petros.
  • 482: Johannes Skytha Johannes begegnet erstmals in den Quellen, als er mit Moschianus nach Illyrien entsandt wird, um gegen die Ostgoten unter König Theoderich zu kämpfen. Diese Mission ist Teil der Bemühungen Kaiser Zenons, die Kontrolle über die westlichen Provinzen des Reiches zu sichern.
  • 478: Martyrios: Martyrios ist ein Asket vom Berg Nitria in Ägypten und lebt dort in asketischer Lebensweise in Ägypten, wobei seine Herkunft als Asket des Berges Nitria festgehalten wird, ohne dass weitere biografische Ereignisse mit Jahresangabe genannt werden. Im Jahr 478 wird Martyrios von Anastasios zum Presbyter der Kirche von Jerusalem ordiniert und übernimmt im selben Jahr als Nachfolger von Anastasio das Amt des Patriarchen von Jerusalem, wodurch er Patriarch von Jerusalem wird und in dieser Funktion die kirchliche Leitung in Jerusalem ausübt. Zwischen 478 und 486 kommen unter dem Patriarchat von Martyrios schismatische Gruppen durch seine Bemühungen wieder in seine Gemeinschaft von Gläubigen zurück, wobei diese Rückkehr der Schismatiker in die Gemeinschaft der Gläubigen ausdrücklich seinen Anstrengungen zugeschrieben wird und damit die Wirkung seines patriarchalen Wirkens in Jerusalem beschrieben wird.
  • 477: Petros III.: Petros III. Mongos war ein Parteigänger des in Chalcedon abgesetzten Patriarchen Dioskur von Alexandria, der ihn zum Diakon ordinierte. Petros ist als Monophysit ein Gegner der Glaubensformel von Chalcedon. Nach dem Tod des in Chalcedon abgesetzten Patriarchen Dioskur von Alexandria kämpfen zwei Parteien in der Kirche von Alexandria um die Führung: die koptische Bevölkerung unterstützt einen gemäßigten Monophysitismus, während die griechischsprachige Stadtbevölkerung die orthodoxe Lehre von Chalcedon unterstützt. Nach dem Tod des monophysitischen Patriarchen Timotheos II. Eluros anerkennen die Kopten Petros als Patriarchen an, während der orthodoxe Timotheos III. Salophakiolos sich in ein Kloster zurückzieht und es nicht wagt, sich in der Öffentlichkeit zu zeigen. Petros ist einer der ersten koptischen Päpste nach der Abspaltung der koptischen Kirche von der römischen Reichskirche. Timotheus II. Eluros ist Koptischer Papst 477–489 und Petros III. Mongos ist sein Nachfolger. Petros ist Patriarch von Alexandria und erster koptischer Papst nach der Abspaltung der koptischen Kirche von der römischen Reichskirche. Kaiser Zenon lässt Petros aus Alexandria vertreiben und installiert wieder Timotheos. Koptischer Papst Timotheus II. Eluros (Alexandria, 454–477)
  • 471: Akakios: Akakios ist ab 471 Patriarch von Konstantinopel. Zentrales Problem in der Amtszeit des Akakios ist die theologische Auseinandersetzung zwischen Orthodoxen und Monophysiten, die sich um die christologische Frage des Verhältnisses der göttlichen und menschlichen Natur Christi zueinander dreht. Da der Monophysitismus in Ägypten und im Orient stark verbreitet ist, droht im Oströmischen Reich eine staatsgefährdende Glaubensspaltung, der der Kaiser in Konstantinopel entgegenzuwirken sucht. Akakios unterstützt ihn dabei, indem er eine Glaubensformel, das Henotikon, verfasst. Die Beziehungen zwischen dem römischen Papst und dem Patriarchen in Konstantinopel sind ohnehin bereits belastet dadurch, dass in Chalcedon für den Patriarchen von Konstantinopel eine Sonderstellung vereinbart wird. Akakios nimmt 482 bei der Besetzung des Patriarchats von Alexandria, das zwischen Petros III. Mongos und Talaia umstritten ist, Partei für Ersteren. Im Oströmischen Reich setzen derweil Akakios und Kaiser Zeno alles daran, das Henotikon auch gegen den Widerstand der Monophysiten durchzusetzen.
  • um 470: Justin (der spätere Kaiser): Militärkarriere in Konstantinopel; Teilnahme an den Isaurischen Kriegen
  • 457: Elias Der Mönch Elias ist von Geburt Araber und wächst in einem ägyptischen Kloster auf. Im Jahre 457 wird er durch den monophysitischen Patriarchen von Alexandria Timotheos vertrieben und kommt nach Palästina, wo er in der Nähe von Jericho eine Laura gründet. Dort empfängt ihn Patriarch Anastasios von Jerusalem zur Priesterweihe.
  • um 450: Geburt von Justin in der Nähe von Naissus (heute Niš, Serbien), Provinz Dacia mediterranea

IBERIA

  • nach 470: Nach Überlieferung nimmt Wachtang auch an persischen Feldzügen teil und kämpft vermutlich gegen Alanen und andere Nachbarn. Seine Teilnahme an den Kriegen Peroz‘ I. gegen die Hephthaliten wird von der späteren Tradition behauptet, ist aber historisch umstritten. Gründung von Tbilissi (Tiflis): Laut Legende entdeckt Wachtang beim Jagen heiße Quellen an der Kura und veranlasst dort die Gründung der heutigen Hauptstadt Georgiens. Die Gründung wird meist in die Regierungszeit (2. Hälfte 5. Jh.) gelegt. spätes 5. Jh.: Wachtang bemüht sich um eine größere kirchliche Selbständigkeit Georgiens (Autokephalie der georgisch-orthodoxen Kirche)
  • Fortsetzung 502
  • um 452: Wachtang wird König von Iberien (Kartlien) nach dem Tod seines Vaters (möglicherweise aber auch bereits 539 oder 443). In den frühen Jahren seiner Herrschaft erneuert und festigt Wachtang die Beziehungen zur Kirche in Konstantinopel und beginnt eine Kirchenausbau-Reform. Mitte/zweite Hälfte 5. Jh.: Kämpft wiederholt gegen das persische Sassanidenreich zur Wahrung der georgischen Unabhängigkeit

SASSANIDENREICH

  • 473: Geburt von Kavadh I., Sohn des Großkönigs Peroz I.
  • 484: Im Jahr 484 wird Peroz I. von einer Hephthaliten-Armee in der Nähe von Balkh besiegt und getötet, seine Armee wird vollständig zerstört, sein Leichnam wird nicht gefunden, und vier seiner Söhne und Brüder sterben ebenfalls; die Hauptstädte der sassanidischen Ostregion Choresan – Nischapur, Herat und Marw – stehen nun unter der Herrschaft der Hephthaliten, während Sukhra aus dem Haus Karen ein neues Heer aufstellt und den weiteren Vormarsch der Hephthaliten stoppt, und Peroz’ Bruder Balasch wird von den iranischen Magnaten, besonders von Sukhra und dem Mihraniden-Generalfeldherrn Schapur Mihran, zum Schah gewählt, erweist sich jedoch als unbeliebt beim Adel und Klerus und wird nach nur vier Jahren im Jahr 488 abgesetzt, worauf Sukhra Kavad I. zum neuen Schah von Iran ernennt.
  • 484: Balasch ist der Bruder und Nachfolger von Peroz I., der in einer Schlacht gegen die Hephthaliten fällt, die vom Osten her in Iran einfallen, und Balasch wird 484 zum neunzehnten König (Schah) des Sasanidenreiches. Balasch besteigt den Thron inmitten einer schweren Krise, er verdankt seine Thronübernahme wohl einer Gruppe mächtiger Adliger, unter anderem aus den einflussreichen Familien Karen und Suren, die vermutlich auch die eigentlichen Machthaber sind, und er wird als milder und freigiebiger Monarch gepriesen, der Zugeständnisse an die Christen macht. Es kann in seiner Regierungszeit Frieden mit den Hephthaliten geschlossen werden, die für die vernichtende Niederlage und den Tod Peroz’ verantwortlich gewesen sind, wobei die Sasaniden allerdings jährliche Tribute zu entrichten haben, die dazu beitragen, die Finanzkrise des Reiches weiter zu verschärfen.

Lachmiden

  • 462: Über diesen Herrscher ist kein Wikipedia-Artikel aus Europa vorhanden, sodass ich auf die russische Wikipedia verlinke; ich gebe hier die Übersetzung wider, die dem Datengerüst der englischen Wikipedia widerspricht, welche die Regierungszeit auf 462–490 ansetzt; siehe hierzu Lakhmid Kingdom: Um das Jahr 472/473 wird al-Asuad ibn al-Munzir nach dem Tod seines Vaters al-Munzir I. König des Lachemidenstaates, und damit tritt er als Sohn und Thronfolger in die Herrschaft ein, während der Artikel festhält, dass er nicht der einzige Sohn des Vorgängerkönigs ist und dass zuvor an-Numan als wahrscheinlicher Nachfolger gilt, der jedoch zu diesem Zeitpunkt offenbar nicht mehr lebt, sodass sich die Nachfolge nun zugunsten von al-Asuad entscheidet, wobei at-Tabari sich dabei auf die Angaben von Hischam ibn al-Kalbi stützt und berichtet, dass nach al-Munzir dessen Sohn al-Asuad ibn al-Munzir, dessen Mutter die Tochter von an-Numan aus dem Stamm der Banu al-Chaidschuman ist, den Thron einnimmt und zudem derjenige ist, von dem gesagt wird, er werde zwanzig Jahre lang von den Persern in Gewahrsam gehalten, ohne dass aus dem Text eindeutig hervorgeht, ob sich diese Bemerkung auf al-Asuad oder auf den im gleichen Abschnitt genannten Amr ibn Abi Rabia bezieht, sodass die Frage offen bleibt, ob al-Asuad bereits vor oder erst nach seinem Herrschaftsantritt in persische Gefangenschaft gerät. At-Tabari, der sich auf die Angaben von Hischam ibn al-Kalbi stützt, schreibt, dass al-Asuad nach dieser Tradition zwanzig Jahre regiert und zwar zehn Jahre unter Großkönig Piroz, vier Jahre unter Walsch und sechs Jahre unter Kawadh I, und aus dieser Aufstellung ergibt sich nach der Interpretation des Artikels, dass die Herrschaft von al-Asuad zehn Jahre vor dem Tod des Großkönig Piroz beginnt, sodass das Jahr des Herrschaftsantritts nach dieser Berechnung 472 oder 433 ist und das Ende seiner Herrschaft ungefähr sechs Jahre nach dem ersten Regierungsantritt von Kawadh I. liegt, etwa also um das Jahr 493, wobei der Artikel ausdrücklich darauf hinweist, dass diese Datierung aus den Berichten von at-Tabari und Hischam ibn al-Kalbi abgeleitet ist und sich damit eine gewisse Diskrepanz gegenüber der eingangs genannten Datierung um 472/473 ergibt, sodass die Rekonstruktion der Chronologie von al-Asuads Regierungszeit in der Forschung als problematisch erscheint, während gleichzeitig mehrere mittelalterliche Autoren wie al-Biruni, al-Isfahani, Ibn Saida, Ibn Habib und Ibn Chaldun darin übereinstimmen, dass al-Asuad insgesamt zwanzig Jahre lang den Thron des Lachemidenstaates innehat. Während seiner zwanzigjährigen Herrschaft, die nach den verschiedenen, teilweise widersprüchlichen Überlieferungen in die Regierungszeiten von Piroz, Walsch und Kawad I fällt, sitzt al-Asuad als König des Lachemidenstaates auf dem Thron, und die Quellen, auf die sich der Artikel stützt, betonen in erster Linie die Dauer dieser Herrschaft und ihre Einbindung in den politischen Rahmen der Sasanidenherrscher, ohne jedoch konkrete Ereignisse im Inneren des Reiches oder genaue Daten einzelner Vorgänge zu nennen, sodass sich das Bild seiner Regierungszeit vor allem über die Angabe der Herrschaftsdauer und die gleichzeitig genannte, teils unklare Nachricht über eine zwanzigjährige Haftperiode in persischer Gefangenschaft erschliesst, deren zeitliche Einordnung entweder vor oder nach dieser Regierungszeit ansetzt und damit zur Verwirrung in der Überlieferung beiträgt. Der mittelalterliche Autor Abu-l-Baka al-Hilli berichtet, dass al-Asuad zwanzig Jahre regiert und dass seine Herrschaft in die Zeit von Piroz, dem Sohn des Jazdegerd, und von Walsch, dem Sohn von Piroz, fällt, und fügt hinzu, dass Walsch ihn schliesslich bestraft und in ein Gefängnis wirft, in dem al-Asuad nach dieser Darstellung weitere zwanzig Jahre in den Kerkern der Sasanidenkönige verbringt, sodass daraus eine doppelte Abfolge von jeweils zwanzig Jahren entsteht, einmal als Regierungszeit und einmal als Haftzeit, während der Artikel darauf hinweist, dass dieser zwanzigjährige Haftzeitraum wahrscheinlich aus einer eigenständigen Interpretation al-Hillis des bei at-Tabari überlieferten Abschnitts hervorgeht, in dem nicht eindeutig ist, ob die dort genannte Dauer von zwanzig Jahren auf die Herrschaft oder auf die Gefangenschaft bezogen ist, sodass al-Hilli offenbar zwei getrennte Zeiträume konstruiert, obwohl Hischam ibn al-Kalbi, auf den sich at-Tabari stützt, nur einen zwanzigjährigen Herrschaftszeitraum erwähnt und keinen zweiten Zeitraum nennt, und zudem widerspricht die Angabe, wonach Walsch al-Asuad inhaftiert, den von at-Tabari überlieferten Angaben, was die innere Widersprüchlichkeit dieser Überlieferung zusätzlich unterstreicht.
  • 461: Klientelkönig Al-Mundhir I ibn al-Nu'man (418–461)

beim nächsten Eintrag: Fortsetzung 488

AKSUMITISCHES REICH

HIMYAR

  • 485: Christian J. Robin hält fest, dass seine Herrschaft im Jahr 485 endet. Nach den Angaben im Text bleibt jedoch eine Inschrift aus dem Jahr 502 CE erhalten, die seinen Namen zusammen mit seinen Geschwistern nennt; diese Inschrift nennt ihn außerdem nicht mit königlichen Titeln.
  • Fortsetzung 505
  • 480: Marthad'ilan Yu'nim beginnt im Jahr 480 seine Herrschaft. Nach der Inschrift YM 1200 errichtet er eine Synagoge und repariert einen unbekannten monotheistischen Kultort, der als Kenesit bezeichnet wird. Marthad'ilan Yu'nim, auch Marthad al-Khayr genannt, ist ein himyaritischer König und wird vor allem für seine Beteiligung am Basus-Krieg genannt. 480-504: In den Inschriften lautet sein Name Marthad'ilan Yu'nim; sein vollständiger Name ist Marthad ibn Lakhni'ah Yanuf al-Himyari. In den Büchern des arabischen Erbes heißt er Marthad al-Khayr ibn Dhi Jadan. Das Wort Yun'im bedeutet im Himyaritischen „gesegnet“, was im Arabischen al-Khayr entspricht. Marthad'ilan Yu'nim sendet eine Streitmacht von fünfhundert Soldaten, um Imru' al-Qais bei seinem Vorhaben zu unterstützen, die Stämme der Taghlib und der Banu Bakr im Basus-Krieg wieder zu vereinen, um die Banu Asad zu besiegen. Nach den arabischen Überlieferungen wird Marthad'ilan Yu'nim von einem König namens Qarmal abgelöst.

ROURAN

  • 485: Im Jahr 485 tritt Yujiulü Doulun die Nachfolge seines Vaters Yujiulü Yucheng als Khagan der Rouran an. Er trägt den Titel Fugudun Khagan und herrscht über das Rouran-Khaganat. Nach seiner Thronbesteigung setzt er Überfälle auf die Grenze des Reiches Nördliche Wei fort, diese Raubzüge zeigen jedoch keine sichtbaren Ergebnisse. In den chinesischen Quellen wird die Zeit seiner Herrschaft als „Periode der Barmherzigkeit“ bezeichnet, während im Khaganat gleichzeitig häufig zerstörerische Kriege zwischen hochrangigen Adligen stattfinden. Kagan Yujiulü Yucheng (464–485)
  • Fortsetzung 486

INDIEN

Alchon-Hunnen

  • 466:Mehama verbündet sich mit dem sasanidischen König Peroz I. (459–484) bei dessen Sieg über die Kidariten im Jahr 466 n. Chr. und hilft ihm möglicherweise auch, den Thron gegen seinen Bruder Hormizd III. zu erlangen.
  • Fortsetzung 492
  • 461: Mehama ist der König der Alchon-Hunnen von 461 bis zu seinem Tod im Jahr 493. Er ist wenig bekannt, aber die Talagan-Kupferrolle erwähnt ihn als einen aktiven Herrscher. Mehama erscheint in einem Brief in baktrischer Sprache, den er in den Jahren 461–462 n. Chr. schreibt. Der Brief stammt aus den Archiven des Königreichs Rob, das im südlichen Baktrien liegt. In diesem Brief stellt er sich vor als: Meyam, König des Volkes von Kadag, der Statthalter des berühmten und wohlhabenden Königs der Könige Peroz Kadag ist Kadagstan, ein Gebiet im südlichen Baktrien in der Region Baghlan. Bemerkenswert ist, dass er sich als Vasall des sasanidischen Reiches unter König Peroz I. darstellt.

Gupta-Reich

  • 484: 484–485: Die Inschrift auf der Eran-Säule datiert in die Jahre 484–485. Sie erwähnt Budhaguptas Herrschaft über das Gebiet „zwischen den Flüssen Kālindi und Narmadā“ und hält die Errichtung einer Säule (Dhvajastambha) zu Ehren des Gottes Vishnu fest. Zudem nennt eine weitere Inschrift aus Eran die Brüder Mātṛviṣṇu und Dhanyaviṣṇu, die Budhagupta als ihren Kaiser bezeichnen, während Maharaja Surashmichandra das Gebiet zwischen Yamuna und Narmada verwaltet.
  • 480: um 480: Ein Sockel einer Buddha-Statue aus Govindnagar bei Mathura trägt eine Inschrift „in der Herrschaft des Budhagupta im Jahr 161“, was etwa dem Jahr 480 entspricht. Diese Inschrift belegt, dass sich Budhaguptas Herrschaft bis nach Mathura im Norden erstreckt.
  • 477: Zwei stehende Buddha-Bilder aus Sarnath tragen datierte Inschriften mit der Angabe „Gabe des Abhayamitra im Jahr 157 in der Herrschaft des Budhagupta“, was dem Jahr 477 entspricht.
  • 476: Budhagupta tritt die Nachfolge von Kumaragupta II. an und wird Kaiser des Gupta-Reiches. Er ist der Sohn von Purugupta. König Kumaragupta II. (473-476)

Vakataka

Westliche Ganga-Dynastie

Kamarupa

Anuradhapura

  • 479:Kashyapa I wird König von Sri Lanka und ist der zweite König der Moriya-Dynastie. Er erlangt den Thron, indem er seinen Vater Dhatusena in einem Palastputsch mit Unterstützung des Heerführers Migara stürzt. Dhatusena wird gefangen genommen, während Moggallana, der rechtmäßige Thronerbe und Sohn der königlichen Gemahlin, aus Furcht vor einem Mord nach Südindien flieht. Kashyapa lässt sich von Migara überzeugen, dass Dhatusena verborgene Schätze besitzt, fordert diese von ihm und wird, nachdem Dhatusena ihn zum Kala Wewa führt und diesen als einzigen Schatz bezeichnet, zornig. Daraufhin lässt Kashyapa seinen Vater durch Einmauern töten und erhält später den Namen Pithru Ghathaka Kashyapa. König Dhatusena (463–479 bzw. 455–473)
  • Fortsetzung 497

KHMER

Funan

  • 484: Regierungsantritt: Nach dem Jahr 484 n.Chr. (möglicherweise bereits ab ca. 480, je nach Quelle). Religion und Politik: Während seiner Herrschaft war Shaivismus (Hinduismus) einflussreich; daneben waren auch der Buddhismus und der Vishnuismus vertreten. Seine Frau Kulaprabhavati soll die Grundlagen des Vishnuismus gelegt haben, gleichzeitig war der Buddhismus durch mehrere Missionen und Mönchsgesandtschaften präsent. König Jayavarman Kaundinya bittet in China um militärische Unterstützung gegen das Königreich Lam Ap in Zentralvietnam. Die Bitte wurde durch den buddhistischen Mönch Nāgasena übermittelt.
  • 484: Über den Vorgänger ist kein Wikipedia-Artikel vorhanden
  • Fortsetzung 502

Chenla

CHINA

(53./54. Zyklus - Jahr des Holz-Büffels; am Beginn des Jahres Holz-Ratte)

Nördliche Wei-Dynastie

  • 485: Xiaowen: Kaiser Xiaowen führt unter der Regentschaft von Großkaiserinwitwe Feng das Gleichfeldsystem ein, bei dem Land Staatseigentum ist und gleichmäßig an steuerpflichtige Bauern verteilt wird, um landwirtschaftliche Produktion und Steuereinnahmen zu steigern. Dieses System dient auch als Grundlage für eine stabile Finanzstruktur und allgemeine Wehrpflicht und wird durch das „Drei-Ältesten-System“ zur Erfassung der Bevölkerung ergänzt. Im selben Jahr richtet Großkaiserinwitwe Feng eine kaiserliche Schule für die Prinzen ein.
  • Fortsetzung 496
  • 483: Xiaowen: Kaiser Xiaowen übernimmt zunehmend die Kontrolle über die Regierung, während Großkaiserinwitwe Feng weiterhin erheblichen Einfluss behält. Nach der Geburt seines Sohnes Tuoba Xun wird dessen Mutter Konkubine Lin zur Selbsttötung gezwungen, und Großkaiserinwitwe Feng zieht das Kind auf.
  • 481: Xiaowen: Der buddhistische Mönch Faxiu versucht einen Aufstand in Pingcheng, wird jedoch entdeckt und hingerichtet. Großkaiserinwitwe Feng beginnt mit dem Bau ihres Grabes am Fang-Berg und lässt einen neuen Strafkodex mit 832 Abschnitten fertigstellen. Im selben Jahr scheitert der Feldzug zur Wiederherstellung von Liu Song endgültig.
  • 479: Xiaowen: Nach der Usurpation des Liu-Song-Throns durch Xiao Daocheng unterstützt die Nördliche Wei Liu Chang militärisch bei dem Versuch, Liu Song wiederherzustellen; der Versuch bleibt erfolglos.
  • 478: Xiaowen: Großkaiserinwitwe Feng beschuldigt Li Hui, den Großvater Kaiser Xiaowens, des Verrats und lässt ihn sowie seinen gesamten Clan töten. Im selben Jahr erlässt sie ein Edikt, das Eheschließungen innerhalb der jeweiligen sozialen Schichten vorschreibt.
  • 477: Xiaowen: Großkaiserinwitwe Feng lässt Li Xin hinrichten, der am Tod ihres früheren Liebhabers beteiligt war.
  • 472: Xiaowen: Kaiser Xiaowen verleiht Kong Sheng, einem Nachfahren von Konfuzius in der 28. Generation, ein Lehen von zehn Haushalten sowie den Rang eines „Großwürdenträgers, der den Weisen verehrt“. Kaiserinwitwe Feng lässt Kaiser Xianwen ermorden, aus Rache für die Hinrichtung ihres Liebhabers Li Yi im Jahr 470. Sie übernimmt erneut die Regentschaft über Kaiser Xiaowen und nimmt den Titel Großkaiserinwitwe an.
  • 471: Xiaowen: Kaiser Xianwen überträgt den Thron an Kronprinz Hong, der als Kaiser Xiaowen den Thron besteigt. Kaiser Xianwen nimmt den Titel Taishang Huang an, behält jedoch aufgrund des jungen Alters seines Sohnes die tatsächliche Kontrolle über wichtige Angelegenheiten und führt bei Bedarf selbst militärische Kampagnen. Kaiser Xianwen (465-471)
  • 470: Tuoba Hong Kaiser Xianwen lässt Li Yi, den Liebhaber von Kaiserinwitwe Feng, hinrichten.
  • 469: Tuoba Hong Tuoba Hong wird im Alter von zwei Jahren zum Kronprinzen ernannt. Im selben Jahr stirbt seine Mutter Konkubine Li; es wird berichtet, dass sie möglicherweise entsprechend der Tradition zur Selbsttötung gezwungen wird.
  • 467: Tuoba Hong Tuoba Hong wird am 13. Oktober 467 geboren, als sein Vater Kaiser Xianwen selbst noch jung ist und unter der Regentschaft seiner Stiefmutter Kaiserinwitwe Feng steht. Er ist der älteste Sohn von Kaiser Xianwen, seine Mutter ist die Konkubine Li, Tochter von Li Hui. Nach seiner Geburt beendet Kaiserinwitwe Feng ihre Regentschaft, gibt die Macht an Kaiser Xianwen zurück und zieht Tuoba Hong auf.

Südliche Qi-Dynastie

  • 484: Xiao Zhaoye Im Jahr 484 heiratet Xiao Zhaoye im Alter von elf Jahren He Jingying, die seine Prinzessin wird.
  • Fortsetzung 486
  • 483: Kaiser Xiao Baojuan (498-501) Xiao Baojuan wird 483 geboren, als sein Vater Xiao Luan ein Beamter mittleren bis höheren Ranges und Marquess of Xichang ist und als Cousin von Kaiser Wu gilt. Sein ursprünglicher Name ist Xiao Mingxian. Er ist der zweite Sohn von Xiao Luan, und seine Mutter Liu Huiduan ist Xiao Luans Ehefrau. Sein älterer Bruder Xiao Baoyi wird von Xiao Luans Konkubine Lady Yin geboren. Seine Mutter Marchioness Liu hat außerdem die drei weiteren Söhne Xiao Baoxuan, Xiao Baoyin und Xiao Baorong, bevor sie 489 stirbt.
  • 482: Xiao Zhaoye Nach dem Tod von Kaiser Gao im Jahr 482 folgt Xiao Ze als Kaiser Wu. Xiao Zhangmao wird Kronprinz, und Xiao Zhaoye erhält als dessen ältester Sohn den Titel Prinz von Nan-Kommandantur.
  • 482: Xiao Zhaowen Nach dem Tod seines Urgroßvaters Kaiser Gao im Jahr 482 wird sein Großvater Xiao Ze Kaiser (als Kaiser Wu), und sein Vater Xiao Zhangmao wird Kronprinz.
  • 480: Xiao Zhaowen Xiao Zhaowen wird im Jahr 480 als zweiter Sohn des damaligen Prinzen von Nan-Kommandantur, Xiao Zhangmao, geboren. Sein Vater ist der älteste Sohn des Kronprinzen Xiao Ze. Seine Mutter ist die Konkubine Dame Xu.
  • 479: Xiao Zhaoye Im Jahr 479 besteigt Xiao Daocheng den Thron, beendet die Liu-Song-Dynastie und gründet die Südliche Qi-Dynastie als Kaiser Gao. Xiao Zhaoyes Vater Xiao Zhangmao wird als ältester Sohn des Kronprinzen Xiao Ze zum Prinzen von Nan-Kommandantur ernannt. Seine Mutter Wang Baoming wird Prinzessin von Nan-Kommandantur. Xiao Zhaoye selbst erhält zu diesem Zeitpunkt keinen Titel.
  • 479: Xiao Luan Xiao Daocheng übernimmt den Thron von Kaiser Shun von Liu Song, beendet Liu Song und gründet die Südliche Qi. Xiao Luan wird zum Markgrafen von Xichang ernannt.
  • 478: Xiao Luan Xiao Luan wird zum General befördert.
  • 473: Xiao Zhaoye Xiao Zhaoye wird im Jahr 473 geboren, als sein Urgroßvater Xiao Daocheng noch General der Liu-Song-Dynastie ist.
  • 464: Xiao Yan Geburt von Xiao Yan (später Kaiser Wu von Liang)
  • 452: Xiao Luan Xiao Luan wird geboren. Seine Mutter ist unbekannt, sein Vater ist Xiao Daosheng, ein Beamter mittleren bis niedrigen Ranges während Liu Song. Nach dem frühen Tod seines Vaters wird Xiao Luan von dessen jüngerem Bruder Xiao Daocheng aufgezogen.

KOREA

Goguryeo

  • 412: Im Jahr 412 stirbt sein Vater Gwanggaeto, und Jangsu wird im Alter von 18 Jahren Herrscher von Goguryeo. König Gwanggaeto der Große (391-412)
  • Fortsetzung 491
  • 409: Jangsu Im Jahr 409 wird Jangsu, Gwanggaetos ältester Sohn, zum Kronprinzen ernannt.
  • 394: Jangsu Jangsu wird im Jahr 394 als ältester Sohn von Gwanggaeto geboren.

Baekje

  • 484: Dongseong: Dongseong sendet im Jahr 484 eine Tributmission an das Südliche Qi. Damit nimmt Baekje die Beziehungen zum südlichen China nach einer langen Unterbrechung wieder auf.
  • Fortsetzung 493
  • 479: Dongseong: Dongseong ist der 24. König von Baekje und regiert von 479 bis 501. Er folgt nach dem Tod von Samgeun ohne Kinder auf den Thron. Er stärkt die Macht des Hofes nach der Verlegung der Hauptstadt aus dem Gebiet des heutigen Seoul nach Ungjin. Er baut mehrere Festungen und Burgen, um die neue Hauptstadt auszubauen. Er nimmt die lokalen Sa-, Yeon- und Baek-Clans in den Hof auf, um die fest verankerte Aristokratie der früheren Hauptstadt auszugleichen.
  • 472: Xiao Luan Im Alter von 20 Jahren wird Xiao Luan zum Kreisverwalter ernannt.

Geumgwan Gaya

  • 451: Jilji wird Herrscher von Geumgwan Gaya und regiert als achter König dieses Gaya-Staates im alten Korea. Er ist der Sohn von König Chwihui und Königin Indeok. - 451–492: Jilji lässt laut einer Passage im Samguk yusa an dem Ort, an dem Heo Hwang-ok und König Suro heiraten, einen buddhistischen Tempel für die Ahnenkönigin Heo Hwang-ok errichten. Er nennt den Tempel Wanghusa („Tempel der Königin“, 王后寺) und stattet ihn mit zehn gyeol Land als Unterhalt aus. Ein gyeol variiert je nach Bodenfruchtbarkeit zwischen 2,2 und 9 Acres (8.903–36.422 m²). Der Tempel besteht angeblich fünfhundert Jahre.
  • Fortsetzung 492

Silla

  • 479: Jabi Maripgan herrscht über Silla in den Jahren 458 bis 479 und ist damit der unmittelbare Vorgänger von Soji als Herrscher von Silla.
  • Fortsetzung 500

JAPAN

  • 485: Im Jahr 485 tritt Kenzō als 23. Kaiser von Japan nach der traditionellen Nachfolgereihenfolge auf. Er gilt als Nachfolger von Kaiser Seinei und wird in den verfügbaren Angaben mit einer Regierungszeit von 485 bis 487 verbunden; zugleich wird erwähnt, dass es zu seiner Lebens- und Regierungszeit keine sicheren Daten gibt. In den Textangaben erscheint er außerdem als Enkel von Kaiser Richū und als Adoptivsohn von Kaiser Seinei, der kinderlos ist.
  • Fortsetzung 487
  • 449: Ninken Ninken wird geboren.

QUELLEN

Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel; alle anderen Links sind nach der jeweiligen Quelle benannt.

31.08.2024 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt

02.12.2024 Grundstock ergänzt

06.07.2026 Grundstock weiter ergänzt

483 | 484 | 485 | 486 | 487 | 488 | 489