Zum Inhalt springen

770

Aus WikiReneKousz
Version vom 18. Februar 2026, 20:43 Uhr von Rk (Diskussion | Beiträge) (Kategorien ergänzt)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
767 | 768 | 769 | 770 | 771 | 772 | 773

WELTALL

  • C/770 K1 (Komet)
    0526D: In diesem Jahr wird ein ungewöhnlich heller Komet sichtbar, der später die Bezeichnung C/770 K1 erhält. In den chinesischen Chroniken Jiù Táng Shū, Táng Huì Yào und Xīn Táng Shū wird er als "Besenstern" beschrieben, was auf einen deutlich erkennbaren Schweif hinweist. Am 26. Mai erscheint dieser "Besenstern" zum ersten Mal am nördlichen Himmel, vermutlich am Morgen, und zeigt sich als weißes, sehr helles Objekt mit einem etwa 30 Grad langen Schweif. Die weiße Farbe der Erscheinung weist auf eine hohe Helligkeit hin, sodass der Komet leicht mit bloßem Auge zu sehen ist. Am 19. Juni wird der Komet erneut am Morgenhimmel beobachtet, wobei er sich scheinbar nach Osten über den Himmel bewegt. Er bleibt damit über mehrere Wochen ein auffälliges Himmelsobjekt, das wiederholt gesichtet wird. Am 9. Juli erfolgt eine weitere Sichtung, diesmal am Abendhimmel. Um den 10. Juli erreicht der Komet eine Helligkeit von etwa 1 bis 2 Größenklassen (mag), wodurch er zu den besonders auffälligen „Großen Kometen“ zählt. Gemäss späteren Berechnungen hat sich der Komet der Erde an diesem Tag bis auf etwa 44 Millionen Kilometer oder ungefähr 0,30 Astronomische Einheiten genähert. Am 25. Juli wird der "Besenstern" schließlich zum letzten Mal gesehen, wahrscheinlich wiederum in den Abendstunden, bevor er aus dem Blickfeld der Beobachter verschwindet.
    Im koreanischen Geschichtswerk Samguk Sagi wird am Morgen des 9. Juli ebenfalls ein "Besenstern" erwähnt, dessen Beschreibung zeitlich zu den chinesischen Beobachtungen passt. Ob dieser Komet später wieder ins innere Sonnensystem zurückkehrt wird oder zurückgekehrt ist, lässt sich aufgrund mangelnder Daten nicht errechnen; er bleibt daher ein einmalig dokumentiertes astronomisches Objekt.

MAYA

Palenque

Talol

  • Ajaw Ukit Kan Lek Tok (770-801)
    Ukit Kan Lek Tok wird um das Jahr 740 in Ek Balam im Norden der Halbinsel Yukatan geboren. Seine Eltern gehören dem lokalen Adel an: Sein Vater heißt Ukit Ahkan, seine Mutter ist eine Adlige, deren Emblemglyphe die Zahl Fünf trägt und in der Mayathan-Sprache „ho“ genannt wird. Im Jahr 770 ist Ukit Kan Lek Tok ungefähr dreißig Jahre alt und übernimmt am 26. Mai formell die Herrschaft über Ek Balam; sein Reich trägt in den Inschriften den historischen Namen Talol. Er lässt an der großen Akropolis der Stadt umfangreiche bauliche Neuerungen vornehmen. An der Treppe der Tempelpyramide entsteht eine Inschrift, die auf seine Bautätigkeit verweist und seine Rolle als Bauherr und religiöser Patron hervorhebt. Auf der vierten Ebene der Akropolis entsteht das Grabmal von Ukit Kan Lek Tok, das im sogenannten Chenes-Stil ausgeführt ist und als repräsentatives Beispiel der spätklassischen Maya-Architektur gilt. Die Fassade des Grabeingangs wird mit Stuck dekoriert, in dem sich eine Miniaturfigur des Maisgottes befindet, deren Gesichtsschädel stark deformiert dargestellt ist. Die Forscher deuten diese Miniatur als bewusste Identifikation des Herrschers mit dem Maisgott, wobei die auffälligen Deformationen des Schädels auf seine realen chronischen Kieferinfektionen und daraus resultierenden Veränderungen anspielen. In seinem Grab werden neben einundzwanzig Vasen mehr als siebentausend Objekte gefunden, darunter Jade, Keramik, Muscheln, Knochen und Pyrit, was auf erheblichen Reichtum und weitreichende Austauschbeziehungen hinweist. Die Fülle und Qualität der Beigaben spiegelt den hohen Status von Ukit Kan Lek Tok wider und unterstreicht seine Rolle als sakral legitimierter Herrscher von Talol.
  • Fortsetzung 801

Tikal

Quiriguá

Copan

EUROPA

  • um 770: Die Pest verschwindet für fast 600 Jahre aus Europa und dem Mittelmeerraum.

PIKTEN

KELTEN

Uí Néill

  • Hochkönig Niall Frossach (763-765/778)
  • Hochkönig Donnchad Midi (766/778-793/797)
    Donnchad zieht mit einem Heer nach Leinster, der dortige König Cellach mac Dúnchada verweigert die Feldschlacht, und Donnchad lagert eine Woche in Dún Ailinne, während seine Krieger das Land plündern. In dieser Zeit des Ausgreifens richtet sich seine Politik vor allem gegen Leinster, das traditionelle Ziel der Uí Néill, und bereitet eine noch aggressivere Phase seiner Herrschaft vor.
  • Fortsetzung 771

Ailech

  • König Máel Dúin mac Áedo Alláin (770-788)
    Máel Dúin mac Áedo Alláin stammt aus dem nordirischen Königsgeschlecht der Cenél nEógain, einem Zweig der nördlichen Uí Néill. Sein Vater Áed Allán ist Hochkönig von Irland und starb im Jahr 743. Im Jahr 770 oder 772 verzichtet Niall Frossach auf das Amt des Hochkönigs und dankt ab. In dieser Situation steigt Máel Dúin zur Königswürde in Ailech auf und wird König von Ailech sowie Oberhaupt des Cenél nEógain.
  • Fortsetzung 771

Ulaid

Connacht

Leinster

  • König Cellach mac Dúnchada (760–776)
    Cellach besiegt in der Schlacht von Áth Orc in der späteren Grafschaft Offaly Cináed mac Flainn von den Uí Failge und Cathnio mac Bécce von den Fothairt, die beide fallen. Im selben Jahr führt der Hochkönig Donnchad Midi von Clann Cholmáin ein Heer der Uí Néill gegen Leinster, doch die Laigin entziehen sich zunächst einem entscheidenden Treffen; daraufhin bleibt Donnchad sieben Tage bei der alten Festung Ráith Ailenn in der Grafschaft Kildare und verwüstet das Land mit Feuer, bis die Männer von Leinster sich ihm unterwerfen. Ebenfalls 770 dringen zwei Sippen des Zweiges Síl nÁedo Sláine der südlichen Uí Néill an der Grenze nach Leinster vor. Die Sippe Uí Chonaing besiegt bei Áth Cliath in Cualu im Süden des heutigen County Dublin die Uí Théig und richtet ein Blutbad unter den Laigin an, doch viele der Sieger ertrinken auf dem Heimweg bei starkem Hochwasser. Die Sippe Uí Chernaig erleidet dagegen eine Niederlage in der Schlacht von Bolg Bóinne, was die Grenzlage Leinsters etwas stabilisiert.
  • Fortsetzung 776

Uí Mháine

  • König Dunchadh ua Daimhine (767–780)
    In den 770er Jahren kommt es zu wiederholten Grenzkonflikten mit den Connachta Die Connachta, insbesondere mit Zweig der Uí Briúin Ai. Im Jahr 770 kommt es zur Schlacht von Achadh Liag bei Cluain Acha Liag, dem später Killeroran genannten Ort, der als Inaugurationsstätte der Könige von Uí Maine dient. In dieser Schlacht besiegen die Uí Briúin die Uí Maine, und die Provinz trägt fortan ihren Namen Connacht. Gegen Ende des Jahrhunderts bleibt Uí Maine zwar im Wesentlichen politisch unabhängig, doch die Stellung des Reiches ist geschwächt und herabgesetzt. Es beginnt eine lange Phase, in der Uí Maine von größeren Nachbarreichen als Staat zweiter oder dritter Ordnung behandelt wird, zunächst von den Königen von Connacht, später vom Earl of Ulster, vom Clanricarde und schließlich vom Earl of Clanricarde. Das Gebiet Thomond westlich des Flusses wird von den Vorfahren der Dál gCais an das Königreich Munster angegliedert.
  • Fortsetzung 780

Dalriada

Gwynedd

Königreich Powys

ANGELSACHSEN

Northumbria

Mercia

East Anglia

Königreich Wessex

Königreich Essex

Königreich Kent

FRÄNKISCHES REICH

  • König Karl der Große (768–800)
    Karl (22) heiratet die – in den Quellen namenlos gebliebene – Tochter Desiderius’, womit er sich demonstrativ von seiner bisherigen Gefährtin Himiltrud abwendet und zugleich das Einverständnis mit der langobardischen Macht im Norden Italiens bekundet. Gleichzeitig verschärft diese Verbindung den Konflikt mit Rom: Das Papsttum betrachtet das langobardische Königtum unter Desiderius als Bedrohung und erwartet von den Karolingern Schutz, nicht Verschwägerung. Die Ehe mit der Langobardenprinzessin bleibt nur von kurzer Dauer, denn schon 771 wird Karl sie wieder lösen und sich neu verheiraten.
  • Reichstag zu Worms
    Karl beruft eine Reichsversammlung nach Worms ein; dies ist seine erste Reichsversammlung als König. Die politische Lage ist angespannt, denn Karl und Karlmann stehen sich misstrauisch gegenüber, und ihre Mutter Bertrada verhandelt gleichzeitig mit König Karlmann in Seltz, etwa 100 Kilometer südlich von Worms im späteren Elsass, um einen Ausgleich zu erreichen, bleibt damit aber erfolglos. Die Wahl von Worms als Versammlungsort hängt möglicherweise mit dieser Konstellation zusammen: Karl entscheidet sich für einen Ort, an dem er seine Herrschaft demonstriert und sich zugleich räumlich und politisch von seinem Bruder absetzt. In Worms existiert zu dieser Zeit eine Königspfalz, die als königliche Residenz- und Regierungsstätte dient und das Zentrum der Reichsversammlung bildet. Diese Pfalz wird später im Jahr 790 durch einen Brand zerstört, ist aber im Jahr 770 ein wichtiger Stützpunkt der königlichen Macht und symbolisiert die Präsenz des Königs im mittleren Rheinraum. Über die konkrete Tagesordnung, die Beschlüsse oder die Teilnehmer der Versammlung ist nichts überliefert; weder Namen noch Zahl der anwesenden Großen, Geistlichen oder sonstigen Reichsangehörigen sind bekannt. Die einzige Quelle, die den Reichstag erwähnt, sind die Annales regni Francorum, die Annalen des Fränkischen Reiches. Dort wird die Versammlung sowohl als allgemeine Reichsversammlung ("conventum generalem in Wormacia civitate") als auch als Synode bezeichnet. Über den Ablauf, die Beratungen und die konkreten Ergebnisse schweigen die Quellen jedoch vollständig.
  • König Karlmann I. (768-771)
  • Erzbischof Turpin (Reims, 748–794)
  • Bischof Angilram (Metz, 768–791)
  • Bischof Gregor (Utrecht (754-775)
  • Bischof Agilfried (Lüttich, 769–787)
  • Erzbischof Lullus (Mainz, 754-786)
  • Bischof Wiomad (Trier, 762-791)
  • Bischof Berowelf (Würzburg, 769–794)
  • Abt Sturmius (Fulda, 2. Amtszeit 765–779)
  • Bischof Johannes II. (Konstanz, 760–782)
  • Damenstift Buchau
    Um 770 gründet Adelindis zusammen mit ihrem Ehemann, dem fränkischen Grafen Warin, auf der Insel Buchau im Federsee ein Frauenkloster. Das Kloster entsteht im Bistum Konstanz und dient der politischen Sicherung und geistlichen Durchdringung des neu gewonnenen Herzogtums Alemannien. Die Gründungslegende erzählt, dass Adelindis, eine hochadelige Frau aus dem Umfeld des karolingischen Hofes, nach dem Tod ihres Mannes an der Stelle, an der er im Kampf gefallen ist, eine Kapelle und ein Kloster errichten lässt und dort später als erste Äbtissin stirbt. In dieser Überlieferung erscheint sie als fromme Stifterin, die ihr Witwenleben in den Dienst Gottes stellt und im Kloster eine Gemeinschaft frommer Frauen um sich sammelt. Neuere Forschungen datieren diese Adelindis um etwa hundert Jahre später, halten aber an der Tatsache fest, dass eine gleichnamige Adelindis, verheiratet mit Graf Warin, als Stifterin des Klosters Buchau gilt und damit die lokale Tradition bestätigt. Auf einer Inschrift über dem Choreingang der Stiftskirche ist die Gründung um 770 ausdrücklich festgehalten, sodass sowohl die schriftliche Überlieferung als auch die kirchliche Erinnerung den frühkarolingischen Ursprung des Klosters hervorheben.
  • Bischof Tello (Chur, 759–765)
  • Fortsetzung 771

Herzogtum Gascogne

Herzogtum Baiern

  • Herzog Tassilo III. (748–788)
  • Synode von Dingolfing
    Die Synode von Dingolfing findet im bairischen Herzogtum unter Tassilo III. statt und wird in die Jahre zwischen etwa 765 und 777 eingeordnet, meist um 770/776.
    Teilnehmer: An der Synode nimmt Herzog Tassilo III. als weltlicher Herrscher teil. Es wirken sechs Bischöfe mit: Manno von Niuvenburg, Alim (Alienus) vom Bistum Säben, Virgilius von Salzburg, Viserich von Passau, Simpert von Regensburg und Herres (auch Haeres Cyrinus/Aribo/Erbe) von Freising. Dazu kommen dreizehn Äbte: Oportunus (Mondsee), Wolfprecht (Niederaltaich), Adalprecht (Tegernsee), Ato (Schlehdorf), Uto (Metten), Landfrit (Benediktbeuern), Albuin (Mattsee), Ruothart (wohl Wessobrunn), Ernest (nicht zuordenbar), Reginprecht (Moosburg), Volkanhart (Kloster Berg im Donaugau, wohl Bogenberg), Perkos (Schliersee) und Sigido (wohl Weltenburg oder Münchsmünster). Außerdem ist davon auszugehen, dass auch die Großen der Bojaren anwesend sind, deren Namen aber nicht überliefert sind.
    Beschlüsse: Die Synode beschließt zwölf Kanones. Im kirchlichen Bereich erinnert sie zunächst an das Verbot der Sonntagsarbeit; für Freie und Knechte gelten dabei unterschiedliche und im Wiederholungsfall sehr strenge Rechtsfolgen. Bischöfe und Äbte werden an die geltenden Regeln ihres Amtes gemahnt, und es erfolgt eine ausdrückliche Erinnerung daran, dass Gott geweihte Jungfrauen nicht geheiratet werden dürfen. Die Synode regelt auch wichtige weltliche Fragen: Kirchenschenkungen müssen durch eine Urkunde und drei glaubwürdige, adlige Zeugen bekräftigt werden, was das Zeugnisrecht an eine bestimmte soziale Schicht bindet und das Testierrecht praktisch auf Adelige beschränkt. Der Text unterscheidet ausdrücklich zwischen Adel (nobiles), Freien (liberi) und Knechten/Sklaven (servi) und bestätigt Adeligen, Freien und Adalschalken ihr Recht auf Recht (ius ad legem), also ihren gesicherten Rechtsstatus. Adalschalken erhalten ein eigenes Wergeld, also eine festgelegte Entschädigung im Fall ihrer Verletzung oder Tötung. Vererbtes Eigentum wird grundsätzlich garantiert, außer der Besitzer macht sich eines Kapitalverbrechens wie Raub, Mord oder Vergewaltigung schuldig; diese Liste wird um den Totschlag an einem Mann des Fürsten erweitert. Die Ehefrau eines Adeligen bleibt von den Rechtsfolgen solcher Verbrechen ausgenommen. Der Herzog erkennt die Erblichkeit herzoglicher Prästarien – also überlassener Fiskal- oder Kirchengüter – in den Händen von Adeligen an, sofern diese ihm treu dienen. Heiratet eine adlige Frau unwissentlich einen Sklaven, so kann sie sich von ihm trennen und ihren Status als Freie wiedererlangen. Wird jemand eines Vergehens beschuldigt, soll er versuchen, sich mit dem Kläger gütlich zu einigen, bevor er zu einem gerichtlichen Zweikampf (Vuehadink) greift.
    Mess‑ und Totenbund: An die Kanones schließt sich ein Mess‑ oder Totenbund an, der das liturgische Gedenken der Mitglieder regelt. Stirbt einer der beteiligten Bischöfe oder Äbte, soll jeder der noch lebenden Bischöfe oder Äbte in seiner Dom- oder Klosterkirche hundert Privatmessen lesen oder lesen lassen. Wenn Geistliche oder Mönche sterben, verpflichtet der Bund den jeweiligen Bischof oder Abt, für jeden von ihnen dreißig Privatmessen zu lesen.
    Denkmal: In Dingolfing steht vor der Bibliothek am Spitalplatz eine Granitplastik von Gerhard Kadletz, die an die Synode erinnert. Aus einem Granitblock gestaltet der Künstler ein Buch mit sechzehn Seiten, das symbolisch auf die schriftlich fixierten Kanones verweist und die zentrale Bedeutung der Synode für die Weiterentwicklung des geschriebenen Rechts hervorhebt.
  • Bischof Simpert (Regensburg, 768–791)
  • Bischof Willibald (Eichstätt, 741–787)
  • Bischof Arbeo (Freising, 764–784)
  • Bischof Anthelm (Passau, 763-764/770)
    Spätestens bis etwa 770 legt er das Bischofsamt nieder oder wird durch einen Nachfolger abgelöst, ohne dass der Zeitpunkt seines Todes überliefert ist. Damit bleibt Anthelm eine historische Gestalt mit klar bezeugtem Bischofsamt, aber weitgehend unbekannter Biographie und unklarem Todesjahr, das nur allgemein „nach 764“ angegeben wird.
  • Bischof Wisurich (Passau, 770–777)
    Wie sein Vorgänger ist Wisurich Deutscher; er nimmt an der Synode von Dingolfing teil und erwirbt materielle Güter für sein Bistum. Während seines Pontifikats werden die Gebeine des Heiligen Valentin von Rätien nach Passau überführt.
  • Bischof Wikterp (Augsburg, 739-772)
  • Bischof Virgil (Salzburg, 746–784)
  • Fortsetzung 772

LANGOBARDENREICH

Herzogtum Friaul

Herzogtum Spoleto

Herzogtum Benevent

Fortsetzung 771

SPANIEN

Königreich Asturien

KIRCHENSTAAT

  • Papst Stephan III. (768–772)
    Die Lage verschiebt sich, als Karl der Große durch eine politische Heirat mit einer Tochter des Langobardenkönigs Desiderius ein Bündnis mit dem langobardischen Königreich eingeht. Stephan versucht, diese Verbindung zu verhindern, weil er darin eine Bedrohung für die Interessen des Papsttums und das bisherige fränkisch‑päpstliche Bündnis erkennt. Als das Heiratsbündnis dennoch zustande kommt, wendet er sich von der frankenfreundlichen Partei ab und beginnt, sich an die Anhängerschaft der Langobarden anzulehnen. Stephan lässt die frankenfreundlichen Christophorus und Sergius entmachten und beide schließlich ermorden; die frankenfreundliche Partei wird damit "zur Rechenschaft gezogen" und verliert ihre führenden Köpfe.
  • Fortsetzung 771

REPUBLIK VENEDIG

ERSTES BULGARISCHES REICH

BYZANTINISCHES REICH

IBERIEN

ARABER

(152/153/154 - 3./4. Januar // 23./24. Dezember)

Abbasiden

Emirat Noukour

Kalifat von Tlemcen

Emirat von Córdoba

UIGURISCHES KAGANAT

INDIEN

Pratihara

Chauhan-Dynastie

Rashtrakuta

Westliche Ganga-Dynastie

Pallava

Anuradhapura

TIBET

CHINA

(57./58. Zyklus - Jahr des Metall-Hundes; am Beginn des Jahres Erde-Hahn)

Tang-Dynastie

KOREA

Silla

Balhae

JAPAN

  • Tennō Shōtoku (2. Amtszeit 764–770)
    Dōkyō wird zum buddhistischen König "Hō-ō" ernannt und erhält ein eigenes Regierungspalais. Die Machtkonzentration auf Tempelbesitz und Mönche löst Unmut im Adel aus. Shōtoku veranlasst den Bau der Hyakumantō Darani, einer Million kleiner Holz-Stupas mit buddhistischen Gebeten, verteilt sie 770 an Nara-Tempel; es handelt sich dabei um eine frühe Form des Holztafeldrucks (Blockdruck), bei dem Textzeichen in Holz oder Metall geschnitten werden. Lange gelten diese Gebetsrollen als die ältesten Drucke der Welt, aber das Mugujeonggwang daedaranigyeong (Pure Light Dharani Sutra) aus Korea ist bereits zwischen 704 und 751 gedruckt worden und ist somit noch älter. In Yuge erkrankt Shōtoku an den Pocken, kehrt nach Nara zurück und stirbt im achten Monat ohne Nachfolger zu ernennen.
  • Tennō Kōnin (770–781)
    Shirakabe wird am 18. November 708 geboren, sein Vater ist Prinz Shiki, seine Mutter Ki no Tochihime. Er entstammt damit einer Nebenlinie des kaiserlichen Hauses und gehört zunächst nicht zum engsten Kreis der Thronanwärter, da die Nachfolge eigentlich in der Linie von Tennō Tenmu vorgesehen ist. Nach Shōtoku Tod versucht ihr Favorit, der Mönch Dōkyō, selbst an die Macht zu kommen; ein Orakel aus Usa hat ihm 769 prophezeit, er solle Kaiser werden. Ein Botschafter entlarvt dies als unzulässig und verhindert Dōkyōs Ernennung. Hofkreise berufen sich auf ein angebliches Schreiben der Kaiserin, in dem Prinz Shirakabe als Nachfolger genannt wird, und setzen ihn als neuen Tennō durch. Am 23. Oktober besteigt Shirakabe als Tennō unter dem Namen Kōnin den Thron, und die Regierungsdevise wird auf Hōki geändert. Kurz nach seiner Thronbesteigung verbannt Kōnin den Mönch Dōkyō aus der Hauptstadt, um den Einfluss der buddhistischen Klöster auf die Thronfolge zu brechen, und holt den zuvor verbannten Minister Wake no Kiyomaro zurück, der sich gegen Dōkyō gestellt hat. Kōnin versucht nun, die unter Kōken/Shōtoku beschädigten Staatsfinanzen und den Verwaltungsapparat zu sanieren, er ordnet Steuereinzug und Beamtenwesen neu und bemüht sich, Korruption und Vetternwirtschaft einzudämmen.
  • Kimii-dera (Tempel)
    Ein chinesischer Mönch namens Ikō (auch Ikō Shōnin genannt) hat gemäss der Legende eine Vision oder nimmt ein Licht auf dem Berg wahr und folgt diesem Zeichen, bis er an einer geeigneten Stelle ankommt, wo er die Gegenwart der Kannon-Bodhisattva als besonders stark empfindet; er wählt einen Hang des Berges über der Bucht von Wakanoura als Ort für die Errichtung einer neuen Kultstätte. An diesem Platz richtet er zunächst eine Art Einsiedelei ein, in der ein Kannon-Bild verehrt wird, und legt damit den Grundstein für den späteren Tempel Kimii-dera, der bald als zweiter Tempel des Saigoku-Pilgerweges gilt. Der Name "Kimii-dera" (Tempel der drei Quellen von Ki) bezieht sich auf drei Quellen oder Brunnen, die sich auf dem Tempelgelände befinden und von den Gläubigen als heilig angesehen werden. Diese drei Wasserstellen gelten als unversiegbar und werden mit Reinheit, Glück und Heilkraft in Verbindung gebracht. So entsteht im Jahr 770 ein eigenständiger buddhistischer Tempel, der in seiner offiziellen Bezeichnung Kimiisan Gōhōji Gokokuin heißt, aber im Volksmund einfach Kimii-dera genannt wird. Siehe auch kanpai-japan
  • Kokawa-dera (Tempel)
    Der Legende nach ist in der Provinz Kii ein Jäger namens Otomo no Kujiko in den Bergen unterwegs und empfindet einem bestimmten Ort als von überirdischem Licht erfüllt; er erkennt ihn als heiligen Ort und beginnt, an genau dieser Stelle eine erste bescheidene Kultstätte zu errichten, die als Keimzelle des späteren Tempels Kokawa-dera gilt.
  • Fortsetzung 772

QUELLEN

Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel; alle anderen Links sind nach der jeweiligen Quelle benannt.

12.09.2023 Artikel eröffnet

09.10.2023 Grundstock erstellt

17.02.2026 Grundstock ergänzt

767 | 768 | 769 | 770 | 771 | 772 | 773