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220

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RÖMISCHES REICH

(ab urbe condita CMLXXIII = 973)

  • Kaiser Marcus Aurelius Antoninus (218–222) (gleichzeitig Konsul)
    Marcus Aurelius Antoninus erhebt den orientalischen Sonnengott Elagabal zum obersten Gott des Römischen Reiches, verstößt seine Gemahlin Iulia Paula, die er erst im Vorjahr geheiratet hat, und heiratet die Vestalin Aquilia Severa. Die Heirat mit einer Vestalin bedeutet einen schweren Verstoß gegen das römische Sakralrecht und die religiöse Tradition, weil Vestalinnen zur Bewahrung ihrer Jungfräulichkeit verpflichtet sind.
  • Elagabal (Gottheit)
    Artikel des Tages: Elagabal (griechisch Ἐλαγάβαλος, lateinisch Elagabalus oder Heliogabalus) ist der Name eines antiken Sonnengottes, dessen Kult in der syrischen Stadt Emesa (heute Homs) sein Zentrum hatte. Dort befand sich ein Elagabal-Tempel, in dem ein heiliger Stein verehrt wurde. Im Zeitraum von 219 bis 222 dehnte sich der Elagabal-Kult infolge seiner Förderung durch den Kaiser Elagabal auf die Stadt Rom aus; sein Zentrum wurde durch Überführung des Steins dorthin verlegt und ein großer Tempel in der Reichshauptstadt errichtet. Die als fremdartig empfundene syrische Religion löste jedoch in der Führungsschicht des Reichs heftige Irritationen aus. Mit dem Tod des Kaisers im Jahr 222 endete der staatliche Kult in Rom. Fortan beschränkte sich die Verehrung der Sonnengottheit von Emesa wieder weitgehend auf ihr Ursprungsgebiet. Bei verschiedenen Völkern im Mittelmeerraum, besonders den Phöniziern einschließlich der Punier, wurde Steinkult praktiziert. Bestimmte Steine erhielten religiöse Verehrung. Sie wurden mit Göttern in Verbindung gebracht oder galten selbst als göttlich. Solche Steine nennt man Bätyle (auch Betyle, griechisch baitýlia oder baítyloi). Das Wort ist abgeleitet von aramäisch bet el („Haus Gottes“).
  • Konsul Publius Valerius Comazon
  • Bischof Calixt I. (Rom, ca. 217–222)
    um 220: Der Theologe Sabellius wird exkommuniziert, nachdem seine Lehre von der ökonomischen Trinität von Bischof Calixt I. zur Irrlehre erklärt worden ist. Er geht in die Verbannung auf die Insel Thasos.

Bosporanisches Reich

Bithynia et Pontus

Armenia

Osrhoene

  • Klientelkönig Ma’nu (IX.) Bar Abgar (X.) Severus (216–242)

Syria

Aegyptus

Africa

  • Tertullian
    Artikel des Tages: Quintus Septimius Florens Tertullianus oder kurz Tertullian (* nach 150 in Karthago (heute in Tunesien); † nach 220) war ein frühchristlicher Theologe, der apologetische, dogmatische und aszetische Werke verfasste. Als wohlhabender Laie widmete er sich in Karthago der Schriftstellerei. Dabei kam ihm die sehr gute rhetorische Ausbildung zustatten, die er vor seiner Bekehrung genossen hatte. Für sein Christsein hatten ethische Forderungen und Verhaltensregeln einen hohen Stellenwert. Deshalb sprach ihn die Neue Prophetie (Montanismus) an, mit der er sich seit etwa 207/208 identifizierte. Seine späten Werke zeigen montanistischen Einfluss. Er blieb aber, soweit erkennbar, in seiner Ortskirche in Karthago und brach nicht mit ihr. Tertullians Schriften kreisen um die Themen Auferstehung, Seele und Buße. Auch die Ehe und das äußere Erscheinungsbild der Christen (Kleidung, Kosmetik usw.) werden immer wieder thematisiert. Tertullian prägte Begriffe und Konzepte, die später in der christlichen Theologie große Bedeutung erhalten sollten. Beispielsweise verwendete er erstmals den Begriff Trinität, um das Konzept der Dreieinigkeit Gottes auszudrücken, und setzte Impulse bei der Erklärung des Verhältnisses von menschlicher und göttlicher Natur in Christus. In Tertullians montanistischer Phase entstand die Streitschrift Adversus Praxean. Sie wurde in der Alten Kirche viel gelesen. Ihre Rezeption lässt sich im Kontext der Konzilien von Nicäa (325) und Chalcedon (451) aufzeigen.

Fortsetzung 221

IBERIA

PARTHERREICH

Adiabene

  • Klientelkönig Shahrat (Shahrad) (ca. 213–224)

Elymais

  • Klientelkönig Orodes VI. (ca. 220–224)

Charakene

  • Klientelkönig Abinergaos III (ca. 210–222)

INDO-PARTHISCHES KÖNIGREICH

SKYTHEN

Parataraja

Kuschana

Westliche Satrapen

AKSUMITISCHES REICH

MONGOLEN

Xianbei

INDIEN

Satavahana

  • König Pulumavi IV (217–224)

Chera

Anuradhapura

CHINA

(48./49. Zyklus - Jahr der Metall-Ratte; am Beginn des Jahres Erde-Schwein)

Han-Dynastie

Wei-Dynastie

  • Kaiser Cao Pi (220–226)
    1211D: Cao Pi wird Kaiser.
    Der General Cao Zhang, ein weiterer Sohn Cao Caos, eilt nach Luoyang und erweckt den Eindruck, seinem Bruder in der Nachfolge zuvorkommen zu wollen. Als Cao Pi davon erfährt, lässt er sich von seiner Mutter entgegen der Norm per Edikt zum Prinz von Wei ernennen, was seine autokratischen Ambitionen offenlegt, da solche Ernennungen normalerweise dem Kaiser zustehen. Cao Pi sichert seine Position, befiehlt Cao Zhang und Cao Zhi die Rückkehr in ihre Lehen und schwächt Cao Zhi, indem er dessen Lehen verkleinert und zahlreiche Unterstützer hinrichten lässt. Im Winter 220 bereitet er die Absetzung Kaiser Xians vor, befiehlt ihm, den Rücktritt anzubieten, lehnt diesen symbolisch dreimal ab und akzeptiert ihn dann. Anschließend besteigt er als Kaiser Wen von Wei den Thron und beendet formal die Han‑Dynastie; Kaiser Xian wird zum Fürsten von Shanyang erhoben, dessen Lehen bis zu den Barbareninvasionen 325 in der Familie bleibt. Kurz nach seiner Thronbesteigung verteilt Cao Pi Ehrenämter in der Familie, erhebt seinen 193 verstorbenen Großvater Cao Song und dessen Adoptivvater Cao Teng sowie seinen Vater Cao Cao postum zu Kaisern und seine Mutter Bian zur Kaiserinmutter. Er verlegt die Hauptstadt von Xu zurück nach Luoyang, das bereits Hauptstadt der Östlichen Han war, nun aber durch die Zerstörungen der Jahre 189–197 stark verwüstet ist. Seine Thronbesteigung wirkt als Signal an die beiden übrigen großen Kriegsherren Liu Bei und Sun Quan, von denen bisher keiner den Kaisertitel wagt.
    221 nimmt Liu Bei, der sich als entfernter Verwandter des Han‑Kaiserhauses sieht, die Erhebung Cao Pis als Herausforderung und Beleidigung, nimmt selbst den Kaisertitel an und gründet das Reich Shu Han. Sun Quan im Südosten wartet dagegen ab und konzentriert sich weiter auf die Bedrohung durch Liu Bei. Cao Pi nutzt diese Konstellation, sammelt Kräfte und spielt die beiden südlichen Rivalen gegeneinander aus. Sun Quan, der keinen Zweifrontenkrieg riskieren will, bietet sich Cao Pi als Vasall an, während Berater Liu Ye zu einem Eroberungsfeldzug rät, um Sun Quan zugleich im Osten und Westen zu schlagen. Cao Pi lehnt diesen Rat ab, akzeptiert Sun Quans Unterwerfung, ernennt ihn zum Prinzen von Wu und überreicht ihm die Neun Ehrenzeichen. Bald darauf beginnt Sun Quan, vor allem nach seinem Sieg über Liu Bei in der Schlacht von Xiaoting, sich schrittweise von Wei zu lösen.
    Der offene Bruch erfolgt, als Sun Quan sich weigert, seinen Sohn Sun Deng als Geisel nach Luoyang zu schicken. Cao Pi entsendet daraufhin Truppen nach Süden, doch Sun Quans General Lu Xun verhindert ihren Übergang über den Jangtse. Sun Quan nimmt 229 nun selbst den Kaisertitel an, begründet die Wu‑Dynastie und erklärt die Unabhängigkeit vom Norden. Die Feldzüge Cao Pis gegen Wu bringen auch in den Folgejahren keine entscheidenden Erfolge, und die Dreiteilung Chinas, die seit der Schlacht von Chibi besteht, verfestigt sich.
    Vor allem Liu Beis Tod 223 und der Friedensschluss zwischen Shu und Wu, ausgehandelt von Zhuge Liang und seinem Bruder Zhuge Jin, stabilisieren das Gleichgewicht der drei Reiche. Innenpolitisch setzt Cao Pi überwiegend die Linie seines Vaters fort, nimmt zwar nützliche, aber keine tiefgreifenden Reformen vor und weist kritische Ratschläge häufig zurück. Einige Kritiker lässt er hinrichten, dennoch bleibt das Reich während seiner kurzen Regierungszeit politisch relativ stabil. Die sozialen Missstände, die zum Fall der Han‑Dynastie beitragen, bleiben jedoch ungelöst.
    Kurz nach seiner Thronbesteigung beschäftigt sich Cao Pi mit der Frage der Kaiserinwahl. Seine Gemahlin Zhen Luo hat seine Gunst verloren, und seine Konkubine Guo Nüwang gewinnt zunehmend Einfluss. Guo Nüwang nutzt die frühe und damit in der Abstammung umstrittene Geburt Cao Ruis, um Zhen Luo zu diskreditieren und ihre eigene Erhebung zur Kaiserin zu fördern. Der Kaiser, der Zhen Luo bereits in die Hauptstadt berufen hat, schickt sie wieder nach Yecheng zurück. Zhen Luo ist zutiefst verletzt; als Cao Pi davon erfährt, zwingt er sie zum Selbstmord. 222 erhebt er Guo Nüwang formell zur Kaiserin. Das Verhältnis zwischen Kaiser und Sohn Cao Rui bleibt angespannt, und da Cao Pi mit Kaiserin Guo keine Söhne hat, bleibt die Nachfolgefrage lange ungeklärt. Andere Söhne aus Konkubinen sind deutlich jünger als Cao Rui und bieten keine sofortige Alternative. Parallel dazu werden seine Kinder und Verwandten mit Fürsten‑ und Prinzentiteln ausgestattet, etwa Cao Rui 222 als Prinz von Pingyuan, Cao Li 221 als Fürst von Qin und Cao Yong 221 als Fürst von Huainan. In den folgenden Jahren werden weitere Titeländerungen vorgenommen, zum Beispiel wird Cao Lin 222 zum Prinzen von Hedong und später zum Prinzen von Donghai, während andere Prinzen wie Cao Gong und Cao Yan früh sterben.
    Artikel des Tages: Cáo Pī (* 187; † 226) war der erste Kaiser der chinesischen Wei-Dynastie und der Sohn des Kriegsherrn Cao Cao (155–220). Mit der Absetzung des letzten Kaisers der Han-Dynastie durch ihn im Jahr 220 begann die Zeit der Drei Reiche in China. Er war auch als Dichter tätig, wie sein Vater. Sein Schwalbenlied (Yàngēxíng) ist der erste chinesische Siebensilber (Qīyánshī). In einem nicht erhaltenen Diskurs über Literatur behandelte er zeitgenössische Literaten. Die wichtigste Quelle für das Leben Cao Pis sind die Chroniken der Drei Reiche von Chen Shou (233–297), der als Offizier den Shu Han bis 263 diente und später unter der Jin-Dynastie als Historiker seine Ansichten und Erlebnisse über die Zeit der Drei Reiche in schriftlicher Form niederlegte. Im 11. Jahrhundert schuf der Historiker Sima Guang mit seinem Zusammengefassten Zeitspiegel zur Hilfe in der Regierung ein umfangreiches Geschichtswerk für die Zeit von 403 v. Chr. bis 959 n. Chr. Für die Zeit der Drei Reiche bediente er sich dabei besonders der Chroniken des Chen Shou.
  • Fortsetzung 226

JAPAN

Yayoi-Zeit

Yamatai

KOREA

Goguryeo

Baekje

Gaya

Silla

QUELLEN

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10.01.2020 Artikel eröffnet

01.03.2025 Grundstock erstellt

31.03.2025 Grundstock ergänzt

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