511
MAYA
Palenque
Tikal
- Ajaw Kaloomteʼ Bahlam (511-527)
um 0419D: Regierungsantritt von Kaloomteʼ Bahlam als Ajaw von Tikal; Koregentschaft mit der "Lady of Tikal"; die Stelen 10, 12 und 25 werden ihm zugeschrieben. - Ajaw Lady of Tikal (511-527)
0419D: Thronbesteigung der Lady of Tikal im Alter von sechs Jahren, nach dem Tod ihres Vaters Chak Tok Ichʼaak II (Jaguar Paw II), vermutlich aufgrund eines Zusammenbruchs der männlichen Thronfolge. Sie regiert gemeinsam mit dem Ko-Herrscher Kaloomteʼ Bahlam, dessen Beziehung zu ihr unklar ist (möglicherweise Ehemann, Sohn oder anderer Verwandter) - Fortsetzung 514
Copan
PIKTEN
KELTEN
Ulaid
Connacht
Dalriada
Gwynedd
ANGELSACHSEN
Königreich Kent
WESTGERMANEN
Westgoten
- König Gesalech (507–511)
- König Theoderich der Große (511–526)
Der Ostgotenkönig Theoderich der Große greift im Westgotenreich ein und vertreibt dessen Herrscher Gesalech. Als neuen König setzt Theoderich seinen Enkel Amalarich ein, für den er die Vormundschaft übernimmt. Gesalech flieht vorerst zu den Vandalen nach Nordafrika. Deren Herrscher Thrasamund, der im Gegensatz zu Theoderich steht, gewährt Gesalech Asyl und stattet ihn mit Geldmitteln aus. Dieser unternimmt den Versuch, von Gallien aus die Herrschaft über sein Reich wiederzuerlangen, wird aber mit seinen Anhängern bei Barcino besiegt. Beim Versuch, ins Reich der Burgunden zu flüchten, wird er getötet. - Erzbischof Caesarius von Arles (503–546)
- Fortsetzung 512
Burgunden
- König Sigismund in Genf (501–524)
- König Gundobad in Lyon (480–516)
- Bischof Avitus von Vienne (494-518)
Fränkisches Reich
- König Chlodwig I. (481/482–511)
- Konzil von Orléans
Das Konzil von Orléans ist im Juli 511 das erste Reichskonzil im Fränkischen Reich und wird von Chlodwig I. einberufen. Chlodwig lädt sämtliche Bischöfe seines Reichs nach Orléans ein, um das Machtverhältnis zwischen kirchlichen und weltlichen Herrschern neu zu regeln. Nach dem Konzil haben die fränkischen Herrscher ein Mitspracherecht bei der Investitur der Bischöfe, die anschließend deren Bestätigung zum Amtsantritt benötigen. Neben dem innenpolitischen Machtzuwachs für Chlodwig ist die Bekämpfung der Arianer ein weiterer Schwerpunkt des Konzils. Das Konzil bestimmt über das Grundrecht merowingischer Kirchen und leitet die kirchliche Reorganisation im Frankenreich ein. Hauptthema ist die Religionsausübung und die damit verbundenen Disziplinarstrafen. Das Asylrecht in Kirchen wird geregelt, wodurch der weltlichen Macht eine kirchliche gegenübergestellt wird. Die Ordination von Klerikern ist danach nur auf Befehl des Königs oder mit der Zustimmung des Richters erlaubt. Das Messopfer darf an den Hauptfesten der Kirche nur noch in den städtischen Kathedralen oder in Pfarrkirchen gefeiert werden und nicht mehr im Oratorium ländlicher Villen. Im Konzilsbeschluss wird das Wahrsagen unter Androhung der Exkommunikation verboten. Chlodwig versichert den teilnehmenden Bischöfen, die Kirchengüter und Kleriker zu schützen. Die Beschlüsse werden am 10. Juli 511 von 32 Teilnehmern unterzeichnet. Erster Unterzeichner und damit wahrscheinlich Vorsitzender des Konzils ist der Metropolit von Bordeaux. Nach Eugen Ewig beginnt mit dem einberufenen Konzil von Orléans die Geschichte der merowingischen Reichskirche. - Lex Salica
Die auf Anordnung von Chlodwig I. verfasste Lex Salica, eines der ältesten erhaltenen Gesetzbücher, wird um 511 fertiggestellt. Sie enthält die germanischen Stammesrechte der Salfranken. Mit ihr werden alte mündlich überlieferte Rechtsgepflogenheiten erstmals schriftlich niedergelegt. Der Text ist auf Latein verfasst, enthält jedoch germanische Fragmente. Die Artikel befassen sich mit allen möglichen Rechtsfällen, wobei der Schuldige – sofern er freien Standes ist – fast immer eine Geldbuße entrichten musste. Unfreie dagegen werden mit Körperstrafen wie Hieben oder Rutenschlägen und in wenigen Fällen sogar mit dem Tod bestraft. - 1127D: Chlodwig stirbt und wird im sacrarium der Apostelkirche in Paris, der späteren Kirche Sainte-Geneviève, begraben. Nach seinem Tod teilen seine vier Söhne, wie er es verfügt hatte, die Herrschaft untereinander auf, ohne formal unabhängige Reiche zu gründen. Es sind Theuderich, der Sohn seiner ersten Ehefrau, sowie Chlodomer, Childebert und Chlothar, die drei Söhne Chrodechilds. Sie gründen vier eigene Königshöfe in Metz/Reims, Orléans, Paris und Soissons. Die neuere Forschung betont, dass diese Aufteilung an spätrömische Vorbilder anknüpft und nicht an germanisch-fränkische Traditionen.
Reich von Orléans
- König Chlodomer (511–524)
Tod Chlodwigs I.; Reichsteilung: Chlodomer erhält das westliche Frankenreich (Orléans, Sens, Chartres, Tours, Angers, Nevers, Bourges, Poitiers) - Fortsetzung 523
Reich von Paris
- König Childebert I. (511–558)
Tod Chlodwigs I.; Teilung des Frankenreichs unter seinen vier Söhnen: Theuderich I., Chlodomer, Childebert I. und Chlothar I. Childebert erhält als Herrschaftsgebiet Paris und das Umland, dazu Gebiete von der Somme bis zur Bretagne sowie Anteile an Aquitanien südlich des Poitou und Limousin - Fortsetzung 523
Reich von Soissons
- König Chlothar I. (511–558)
Chlothar erhält den kleinsten Reichsteil mit Soissons, Laon, Noyon, Cambrai, Tournai, Thérouanne, Arras, Tongern und Maastricht
Reich von Metz
- König Theuderich I. (511–533)
Tod Chlodwigs I.; Reichsteilung unter den Söhnen. Theuderich erhält das Reich von Metz - 511–533: Herrschaft über den östlichen Teil des Frankenreichs (Champagne, Auvergne, Teile Aquitaniens) - Bischof Remigius von Reims (459–533)
Reims und somit Remigius' Bischofssitz kommt zum Reich von Metz. - Bischof Fibicius (Trier, 511–525)
Fibicius, Gründer und erster Abt des Klosters St. Maximin in Trier, wird Bischof von Trier. Erlaubnis für den Bau einer Kirche/Zelle in Sankt Goar durch den Heiligen Goar - 511–525: Förderung der Missionierung am Mittelrhein; Einfluss auf Ausbreitung des Christentums in der Region - Fortsetzung 512
Thüringer
Vandalen
OSTGERMANEN
Ostgotenreich
(ab urbe condita MCCLXIV = 1264)
- König Theoderich der Große (474–526)
Nach dem Tod von Alarich II. (Westgotenkönig und Schwiegersohn Theoderichs) wird Theoderich auch König der Westgoten. Die Vereinigung beider gotischer Reiche festigt vorübergehend seine Machtposition - Konsul Arcadius Placidus Magnus Felix
Arcadius Placidus Magnus Felix, in allen anderen Quellen kurz Flavius Felix, stammt aus einer vornehmen Familie des gallorömischen Senatsadels, die in der spätrömischen Aristokratie verwurzelt ist. Nach dem frühen Tod seines Vaters, eines einflussreichen Senators, erbt Felix dessen Vermögen. Vor 511 erhält Felix von Theoderich mindestens ein bedeutendes Amt, da er bereits den Rang eines Vir illustris innehat. Im Jahr 511 wird Felix zum Konsul im Westen ernannt, während Secundinus sein Kollege im Osten ist. Cassiodorus dokumentiert diese Ernennung und hält die offizielle Ankündigung fest. Ebenfalls im Jahr 511 weist Theoderich Felix an, die Zahlungen an die Wagenlenker des Hippodroms von Mediolanum nicht zu verweigern, sondern sicherzustellen, dass die Schulden beglichen werden, damit die öffentliche Ordnung gewahrt bleibt. Nach seinem Konsulat im Jahr 511 gibt es keine weiteren dokumentierten Ämter oder Tätigkeiten von Felix. - Papst Symmachus (498–514)
- Akakianisches Schisma (484–519)
- Erzbischof Caesarius von Arles (503–546)
- Vita Sancti Severini
Eugippius, der dritte Abt des von Severin gegründeten Klosters und Ordens zu Favianis, verfasst die Vita Sancti Severini, eine Hagiographie des Heiligen Severin von Noricum. Inhalt und Intention des Werkes ist, wie in der Mehrzahl der überlieferten Heiligenviten, die erhöhende Darstellung des Lebens und der Wundertätigkeit des beschriebenen Heiligen. Der Text stellt – trotz der Problematik hagiographischer Literatur – für die Verhältnisse im Mitteleuropa des 5. und 6. Jahrhunderts, an der Wende der Antike zum Frühmittelalter, eine wertvolle zeitgenössische Quelle dar. - Fortsetzung 512
Langobarden
OSTRÖMISCHES REICH
- Kaiser Anastasios I. (491–518)
- Flavius Taurus Clementinus Armonius Clementinus
Im Jahr 511 ist Flavius Taurus Clementinus Armonius Clementinus vermutlich noch, möglicherweise bereits seit 511, comes sacrarum largitionum am Hof des Kaisers Anastasios I. Als solcher gehört er auch zum obersten Staatsrat, dem consistorium des Anastasios. Ebenfalls im Jahr 511 nimmt er an einem „Silentium“ teil, bei dem die Absetzung des Patriarchen Makedonios II. diskutiert wird. - Konsul Secundinus
Über Flavius Secundinus’ Herkunft und frühere Karriere ist nichts bekannt. Er ist mit Caesaria, der Schwester von Kaiser Anastasios, verheiratet und hat zwei Söhne: Flavius Hypatius, der im Jahr 500 Konsul war und später während des Nika-Aufstandes Gegenkaiser wurde, sowie Pompeius, der im Jahr 501 Konsul war. In diesem Jahr wird er nun selbst Konsul. - Akakianisches Schisma (484–519)
- Patriarch Makedonios II. (Konstantinopel, 496–511)
Makedonios wird unter dem Vorwand der Majestätsbeleidigung von Kaiser Anastasios I. abgesetzt, der ihn fünfzehn Jahre zuvor ins Amt gebracht hat. Anastasios hatte bereits Makedonios’ Vorgänger Euphemios entfernen lassen. Makedonios wird an die Schwarzmeerküste ins Exil verbannt. - Patriarch Timotheos I. (Konstantinopel, 511–517)
Kaiser Anastasios I. setzt im August Makedonios II. den im Jahr 496 von ihm selbst eingesetzten Patriarchen von Konstantinopel ab und ersetzt ihn durch Thimotheos I., den monophysitischen Patriarchen von Antiochia. Daraufhin kommt es im Reich zu Aufständen, die zum Teil die nächsten Jahre über andauern. - Patriarch Flavian II. (Antiochien, 498-512)
Philoxenos überzeugt die Miaphysiten der umliegenden syrischen Landschaft, Antiochia zu stürmen und Flavian II. zu zwingen, das Konzil von Chalkedon zu verurteilen. Ihnen stellen sich jedoch heftige Chalcedonier entgegen, die die Angreifer erschlagen und ihre Leichen in den Orontes werfen. Die Mönche aus Flavians ehemaligem Kloster reisen nach Antiochia, um Flavian II. gegen die Anti-Chalcedonier zu verteidigen. Diese Ereignisse veranlassen Anastasius, ein miaphysitisches kirchliches Programm zu übernehmen, sodass Flavian II. und Elias I. die kaiserliche Unterstützung verlieren. - Patriarch Elias von Jerusalem (494-513)
- Papst und Patriarch Johannes II. (Alexandria, 505–516)
- Fortsetzung 512
IBERIA
SASSANIDENREICH
Iberia
Lachmiden
AKSUMITISCHES REICH
HIMYAR
ROURAN
INDIEN
Alchon-Hunnen
Gupta-Reich
Westliche Ganga-Dynastie
Chalukya
Kamarupa
Anuradhapura
KHMER
Funan
- König Jayavarman Kaundinya (484–514)
Eine weitere Gesandtschaft wird zum chinesischen Kaiserhof entsendet - Fortsetzung 514
Chenla
CHINA
(53./54. Zyklus - Jahr des Metall-Hasen; am Beginn des Jahres Metall-Tiger)
Nördliche Wei-Dynastie
Südliche Liang-Dynastie
KOREA
Goguryeo
Baekje
Geumgwan Gaya
Silla
JAPAN
QUELLEN
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21.06.2024 Artikel eröffnet
05.07.2024 Grundstock erstellt
27.12.2024 Grundstock ergänzt
06.04.2026 Grundstock weiter ergänzt