1897

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JANUAR

0111D: Amalie Raiffeisen

  • Amalie Justine Caroline Raiffeisen (* 2. August 1846 in Weyerbusch; † 11. Januar 1897 in Heddesdorf) war eine unverzichtbare Hilfe ihres Vaters, des deutschen Sozialreformers Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Da dieser zu Beginn der 1860er Jahre nahezu erblindete, unterstützte sie ihn bei der Erledigung des Schriftverkehrs zur Gründung der genossenschaftlichen Bewegung im Deutschen Reich. Sie wuchs in einer religiösen Familie auf und wurde dem damaligen Rollenbild entsprechend so erzogen, dass sie als Frau sich dem Wunsch des Vaters auch im Erwachsenenalter unterzuordnen hatte. Dieser verbot ihr zu heiraten, um sie als Stütze weiter bei sich zu haben. Nachdem Friedrich Wilhelm Raiffeisen 1888 gestorben war, arbeitete sie nicht weiter für die Raiffeisenbewegung. Von 1892 bis zu ihrem Tod war sie das letzte Mitglied der Familie, das Anteile am Unternehmen ihres Vaters besaß. (Artikel des Tages)

FEBRUAR

0203D: Türkisch-Griechischer Krieg

  • Der Türkisch-Griechische Krieg um Kreta wurde im Mai 1896 durch einen Aufstand der griechisch-orthodoxen Bevölkerungsmehrheit gegen die türkische Herrschaft über die Insel ausgelöst. Das Königreich Griechenland mischte sich zugunsten der Aufständischen ein. Andere europäische Mächte (Russisches Reich, Frankreich, Vereinigtes Königreich und Königreich Italien) unterstützten indirekt die Osmanen aus Angst vor neuen Unruhen auf dem Balkan.

APRIL

0424D: Sächsisch-Thüringische Industrie- und Gewerbeausstellung

  • Vom 24. April bis zum 19. Oktober fand in Leipzig die Sächsisch-Thüringische Industrie- und Gewerbeausstellung als umfassende Leistungsschau Mitteldeutschlands verbunden mit einem hohen Anteil an volkstümlicher Unterhaltung statt.

MAI

0505D: Weltpostkongress

  • Der fünfte Weltpostkongress fand 1897 in Washington, D.C. statt.

JUNI

0612D: Assam-Erdbeben

  • Das Assam-Erdbeben ereignete sich am 12. Juni in Assam, Britisch-Indien und hatte ungefähr eine Magnitude von 8.1 Mw.

JULI

0703D: Wiener Riesenrad

  • Das Wiener Riesenrad im Prater ist eine Sehenswürdigkeit und ein Wahrzeichen Wiens. Es wurde 1897 zur Feier des 50. Thronjubiläums Kaiser Franz Josephs I. errichtet und war zur damaligen Zeit eines der größten Riesenräder der Welt.
  • Man nannte das Bauwerk einen "drehbaren Eiffelturm", und das war durchaus als Kompliment gemeint: das Riesenrad auf dem Wiener Prater. Neben dem Stephansdom und Schloss Schönbrunn ist es das dritte inoffizielle Wahrzeichen der Donaumetropole und heute wie zur Inbetriebnahme eine Touristenattraktion. Jährlich drehen vier Millionen Menschen ihre Runden. (dradio.de)

0711D: Andrées Polarexpedition

  • Salomon August Andrées Expedition mit einem Gasballon zum Nordpol startete am 11. Juli 1897 und endete im Oktober desselben Jahres mit dem Tod der drei Teilnehmer: Salomon August Andrée, dem Ingenieur Knut Frænkel und dem Fotografen Nils Strindberg. Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts wird oft als die heroische Zeit der Polarfahrten bezeichnet. Die unwirtlichen Zonen um Nord- und Südpol stellten eine Herausforderung für Mut und technische Errungenschaften dar. Andrées Pläne für eine Ballonreise zum Nordpol passen deshalb zum Geist seiner Zeit. Er wollte mit seinem Ballon von Svalbard aus starten und dann über das Nordpolarmeer zur Beringstraße reisen, um dort entweder in Alaska, Kanada oder Russland zu landen. Dabei wollte er den Nordpol überqueren oder so dicht wie möglich an ihm vorbei fahren.

0722D: SK Rapid Wien

  • Der SK Rapid Wien, kurz SCR, ist ein öster­reichi­scher Fußball­klub, der in der Bundes­liga spielt und im Allianz Stadion im Wiener Stadt­teil Hüttel­dorf beheima­tet ist. Der Verein trägt die Farben Grün und Weiß und errang bisher 32 öster­reichi­sche Meister­titel, damit ist er Rekord­meister. Außer­dem konnte er inter­natio­nal mit dem Sieg im Mitropa­pokal 1930 und 1951 sowie mit dem zweima­ligen Errei­chen des Finales des Europa­pokals der Pokal­sieger 1985 und 1996 bedeu­tende Erfolge feiern. 1938 und 1941, zur Zeit des National­sozialis­mus, wurde Rapid zudem Deut­scher Pokal­sieger bzw. Deut­scher Fußball­meister. Seit der ersten öster­reichi­schen Meister­schafts­saison 1911/12 spielt der Verein immer erstklassig. (Artikel des Tages)

0726D: Aufstand in Malakand (Britisch-Indien)

  • Als Aufstand in Malakand wird eine bewaffnete Revolte der paschtunischen Stämme gegen die britischen Kolonialtruppen bezeichnet, welcher sich im Sommer 1897 in der Region Malakand, einer nordwestlichen Grenzprovinz Britisch-Indiens, ereignete, in dessen Verlauf es zur Belagerung des Militärpostens Malakand und der Festung Chakdara kam. Angeführt wurde der Aufstand durch den Fakir Saidullah, der mindestens 10.000 Stammeskrieger ins Feld führte. Trotz der zahlenmäßigen Überlegenheit des Gegners gelang es den britischen Kolonialtruppen ihre Stellung zu halten, bis Verstärkung aus Nowshera eintraf. In der Folge kam es zu verschiedenen Militärkampagnen gegen die an der Belagerung beteiligten Stämme, während derer es erneut zu heftigen Gefechten zwischen den britischen Kolonialtruppen und den aufständischen Stammeskriegern kam. Prominenter Zeitzeuge war der spätere britische Premierminister Winston Churchill, der als 22-jähriger Offizier (Second Lieutenant) der Kavallerie an den Kampfhandlungen teilnahm und als Kriegsreporter zunächst für zwei Zeitungen über die Belagerung berichtete, bevor er 1898 ein auf seinen Beobachtungen basierendes Sachbuch veröffentlichte.

AUGUST

0810D: Aspirin

  • Im Bayer-Werk in Elberfeld gelingt Felix Hoffmann die nebenproduktfreie Herstellung von Acetylsalicylsäure, kurz: ASS. (aref.de 2017)

0829D: Zionistenkongress

  • Als 1948 der Staat Israel gegründet wurde, war dies das Ergebnis jahrzehntelanger Vorbereitung, die auf den jüdischen Journalisten Theodor Herzl zurückging. Er initiierte den ersten Zionistenkongress, der am 29. August 1897 in Basel begann. Jüdische Delegierte beschlossen dort die Schaffung eines "Judenstaates" in Palästina. (dradio.de 2017)

0831D: Kaiser-Wilhelm-Denkmal eingeweiht

  • Die Deutschen und ihre National-Monumente - ein schwieriges Verhältnis. Das Denkmal am Deutschen Eck in Koblenz ist da keine Ausnahme. Dort, wo Mosel und Rhein zusammen fließen, an der symbolträchtigen "Wacht am Rhein", wurde es Ende August 1897 vom Enkel des geehrten Monarchen persönlich eingeweiht, Kaiser Wilhelm II. (WDR ZeitZeichen 2017)

1208D: Affari vos

  • In der Enzyklika Affari vos schaltet sich Papst Leo XIII. in die kanadischen Reformen im Bildungswesen ein und fordert die Beibehaltung der katholischen Schulen in Manitoba.

LEXIKON

Albtalbahn

  • Die Albtalbahn ist eine Eisenbahn­strecke von Karlsruhe über Ettlingen nach Bad Herrenalb. Seit ihrer Umspurung von Meter- auf Normalspur und ihrer Verknüpfung mit dem Karlsruher Straßenbahn­netz bildet sie die Grundlage für das Karlsruher Stadtbahn­netz und war Vorbild für die Verknüpfung regionaler Eisenbahn­strecken mit städtischen Straßenbahnsystemen in anderen europäischen Städten. Betrieblich und historisch eng verbunden ist die Albtalbahn mit der Zweigstrecke Busenbach–Ittersbach, die wiederum ursprünglich mit der Pforzheimer Kleinbahn von Ittersbach nach Pforzheim eine betriebliche Einheit bildete. Benannt ist die Strecke nach dem Fluss Alb, dem sie auf ganzer Länge folgt. (Artikel des Tages)

China-Expedition

  • Der Begriff China-Expedition bezeichnet ein Vorhaben der Kolonialpolitik im Deutschen Kaiserreich, eine deutsche Kolonie in China zu errichten und ihren Einflussbereich auszudehnen. Damit war der Wunsch nach einem dauerhaften Flotten- und Handelsstützpunkt an der chinesischen Küste verbunden.

Cudell

  • Cudell war ein deutscher Hersteller von Automobilen.

Evangelische Kirche Konz-Karthaus

  • Die Evangelische Kirche Konz-Karthaus der gleichnamigen evangelischen Kirchen­gemeinde steht in der Stadt Konz in Rheinland-Pfalz. Sie wurde Ende des 19. Jahrhunderts für die durch Zuzug in der bisher rein katholischen Gegend neu entstandene Diaspora­gemeinde gebaut und ist bis heute ihr geistliches Zentrum. Die evangelische Gemeinde Conz-Karthaus entstand 1889 als Vikariat und ist seit 1895 eine eigen­ständige Pfarrei. Vom Staat Preußen unterstützt, wurde der Kirchenbau an einem Platz in der Mitte zwischen den damaligen Orten Konz und Merzlich mit der Grundstein­legung am 9. Juli 1896 begonnen. Das im Stil des Historismus 1897 vollendete Kirchen­gebäude ist in seiner Bausubstanz nahezu unverändert erhalten und steht unter Denkmal­schutz. Neben Spenden des Gustav-Adolf-Vereins unterstützte Kaiser Wilhelm II. den Bau mit 10.000 Mark als „allerhöchstes Gnaden­geschenk“. Große Teile der originalen Ausstattung und die ursprüng­lichen Glasfenster wurden bei der Renovierung von 1966 durch Objekte im Stil der Zeit ersetzt. (Artikel des Tages)

Eysink

  • Eysink war ein niederländischer Hersteller von Fahrrädern, Automobilen und Motorrädern.

Gemäldegalerie

Gemälde "Schlachterladen in Schäftlarn an der Isar" (Corinth)

  • Schlachterladen in Schäftlarn an der Isar ist ein Gemälde des deutschen Malers Lovis Corinth von 1897. Es handelt sich um ein Ölge­mälde auf Lein­wand. Es zeigt eine Szene aus dem Laden eines Schlacht­hauses in Schäftlarn nahe München. Ein lächelnder junger Mann steht in einem Raum mit einer Schale mit Fleisch­stücken im Vorder­grund vor einem Tresen mit einer daran hängenden Fleisch­waage. Auf dem Tresen und an der Wand sind mehrere geschlachtete Schweine aufgehängt und auf dem Tresen liegen weitere Fleisch­teile und Tier­köpfe. Den Hinter­grund bildet das in Grün- und Braun­tönen ge­hal­tene Innere der Schlach­terei, das von einem Fenster aus dem Hinter­grund beleuchtet wird. Das Gemälde befindet sich im Besitz der Kunst­halle Bremen. Es gehört zu einer Reihe von Genre­bildern Corinths zum Thema Schlacht­häuser und Fleischer­läden, die in seinem Gesamt­werk mehrfach auftauchen. Diese Schlachter- und Fleisch­bilder Corinths werden von ver­schie­denen Kunst­histo­rikern sehr häufig als Ver­ar­bei­tung von Kind­heits­erinnerungen als Sohn eines Gerbers inter­pretiert oder mit den Akt­bildern des Künst­lers verglichen und in Bezie­hung gesetzt. (Artikel des Tages)

Großherzog Friedrich Franz IV. (Mecklenburg)

  • Friedrich Franz IV. (1882-1945) war der letzte Großherzog des Landesteils Mecklenburg-Schwerin und letzter regierender Monarch in Mecklenburg. Er regierte vom Tode seines Vaters 1897 (bis 1901 unter Vormundschaft seines Onkels Herzog Johann Albrecht) bis zum 14. November 1918.

Hamburgischer Künstlerklub

  • Der Hamburgische Künstlerklub war eine im Frühjahr 1897 gegründete Künstlervereinigung in Hamburg. Nach Angaben von Arthur Illies entstand er sogar bereits im Herbst 1896 als ein Zusammenschluss der sogenannten „Jungen Hamburger“. Die Schreibweise des Namens, zum Beispiel auf den Grafikmappen, variierte oft zum „Künstlerclub“ mit c. Ziel war neben einem Austausch unter den Künstlern ein geschlosseneres Auftreten in der Öffentlichkeit, insbesondere nachdem es dem Kunsthallendirektor Alfred Lichtwark offiziell verboten worden war, in seinen Räumlichkeiten der Kunsthalle Bilder des späteren Künstlerklubs zu zeigen und zu verkaufen. Allerdings hatte Lichtwark Herrn Suhr – Inhaber der Commeterschen Kunsthandlung in der Hermannstrasse – dazu gebracht, einen Ausstellungsraum in seinem Laden einzurichten, in dem er bereit war, die „Jungen Hamburger“ zweimal im Jahr (Frühjahr und Herbst) für jeweils einen Monat auszustellen.

König Daudi Chwa II. (Buganda)

  • Daudi Chwa II. (1896-1939) war von 1897 bis 1939 der Kabaka (König) von Buganda im heutigen Uganda.

König Gojong (Korea)

  • Gojong (1852-1919) war der 26. und letzte König des Koreas der Joseon-Dynastie und unter dem Namen Gwangmu der erste Kaiser Groß-Koreas.

Präsident Cuestas (Nicaragua)

  • Juan Lindolfo Cuestas (1837-1905) war ein uruguayischer Politiker.

Päsident McKinley (USA)

  • William McKinley, Jr. (1843-1901) war ein US-amerikanischer Politiker (Republikanische Partei) und der 25. Präsident der Vereinigten Staaten. Er übte dieses Amt vom 4. März 1897 bis zu seiner Ermordung am 14. September 1901 aus.

Schwarzbachbahn

  • Die Schwarzbachbahn war eine Schmalspurbahn in der Sächsischen Schweiz. Sie begann im Bahnhof Goßdorf-Kohlmühle der Sebnitztalbahn und führte im Tal des Schwarzbaches zur Kleinstadt Hohnstein, die seit etwa 1870 um eine verbesserte Verkehrsanbindung bemüht war. Entgegen den Erwartungen war das Güteraufkommen auf der 1897 eröffneten Strecke mäßig, insgesamt gesehen war der Betrieb unrentabel. Wegen des geringen Verkehrsaufkommens entschied die Reichsbahndirektion Dresden am 25. Mai 1951, die Strecke zur Gewinnung von Oberbaustoffen abzubauen. Der davon völlig überraschten Bevölkerung gab man bekannt, dass die Schienen „dringend für den Aufbau des Südringes in Berlin zur Durchführung der Weltjugendfestspiele benötigt werden.“ Zwei Tage später – am 27. Mai 1951 – fand letztmalig planmäßiger Zugverkehr statt. Seit 1995 bemüht sich der Verein Schwarzbachbahn e. V., einen Teil der Strecke wieder aufzubauen und als Museumsbahn zu betreiben. Vorerst wurde der ehemalige Bahnhof in Lohsdorf wieder hergerichtet und dort neue Gleise verlegt.

Sonate op. 23 (Skrjabin)

  • Eintrag im Klassikarchiv (classicalarchives.com)
  • Sehnsuchtsvolle Rastlosigkeit oder auch undefinierbare Gedanken von zartem, gespenstischem Charme: das sind Zuschreibungen, die auf Alexander Skrjabin zurückgehen und auf seine dritte Klaviersonate von 1897 gemünzt sind. Das im romantischen fis-Moll gehaltene Stück verspricht viele interpretatorische Freiheiten. Oder aber vielleicht auch nicht? Der Skrjabin-Kenner Sigfried Schibli und der Pianist Manuel Bärtsch sprechen über interpretatorische Möglichkeiten angesichts dieser Musik. Gesprächsleitung: Norbert Graf (SRF Diskothek im Zwei 2018)

Stockholmer Ausstellung

  • Die Stockholmer Ausstellung war eine Kunst- und Industrieausstellung in Stockholm, die im Sommer 1897 stattfand.

Zeitschrift Statsvetenskaplig Tidskrift

  • Die Statsvetenskaplig Tidskrift ist die führende politikwissenschaftliche Zeitschrift Schwedens. Sie wurde 1897 vom Politiker und Professor für Staatswissenschaft an der Universität Lund Pontus Fahlbeck gegründet.

Quellen

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29.03.2009 Artikel eröffnet

20.02.2013 Grundstock erstellt

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