1896

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JANUAR

0103D: Krüger-Depesche

  • Die Krüger-Depesche war eine am 3. Januar von Kaiser Wilhelm II. versandte Botschaft mit antibritischer Tendenz an Paulus „Ohm“ Krüger, den Präsidenten Transvaals im heutigen Südafrika.

0106D: Premiere L'Arrivée d'un train en gare de La Ciotat

  • Die Ankunft eines Zuges auf dem Bahnhof in La Ciotat ist ein französischer Stummfilm aus dem Jahr 1895. Regie führten Auguste und Louis Lumière. Der Film feierte seine öffentliche Premiere am 6. Januar 1896. Gedreht wurde der Film im Jahr 1895.
  • Eintrag in der Filmdatenbank (imdb.com)
  • Film (youtube.com)

0108D: Schlacht von Mek'elē

  • Die Schlacht von Mek'elē war Teil des Italienisch-Äthiopischen Krieges. Dort besiegte im Jahre 1896 die äthiopische Armee die italienischen Invasionstruppen.

0118D: Wilhelm-Orden

  • Der Wilhelm-Orden wurde am 18. Januar 1896 durch Wilhelm II. in Erinnerung an dessen Großvater, den ersten Deutschen Kaiser des „Zweiten Reiches“ Wilhelm I. gestiftet.

MÄRZ

0301D: Schlacht von Adua

  • Die Schlacht von Adua wurde von der äthiopischen Armee unter Kaiser (Negus Negest) Menelik II. gegen die italienischen Invasionstruppen unter General Oreste Baratieri am 1. März 1896 bei der Stadt Adua im Norden Äthiopiens geschlagen. Sie war die wichtigste Schlacht des Italienisch-Äthiopischen Kriegs und sie sicherte äthiopische Souveränität.

APRIL

0404D: Simplicissimus

  • Der Simplicissimus (deutsch: der Einfältigste) war eine satirische Wochenzeitschrift, die vom 4. April 1896 bis 13. September 1944 in München herausgegeben wurde. Ihr von Thomas Theodor Heine entworfenes Wappentier war eine rote Bulldogge auf schwarzem Grund.
  • Ende des 19. Jahrhunderts wurde in München eine Zeitschrift gegründet, die frischen Wind in muffige Bürgerstuben blies. Der "Simplicissimus" gab alles, was sich in Deutschland zu ernst nahm, der Lächerlichkeit preis. Am 4. April 1896 erschien die erste Ausgabe der satirischen Wochenschrift. (dradio.de)

0418D: Gymnasium Dresden-Plauen

  • Das Gymnasium Dresden-Plauen (GDP) ist mit fast 900 Schülern eines der größten Gymnasien Dresdens. Es befindet sich im Süden der sächsischen Landes­hauptstadt. Das Hauptgebäude steht an der Kantstraße im Stadtteil Plauen. Die denkmal­geschützte, repräsentative Dreiflügel-Anlage steht auf einem E-förmigen Grundriss und hat vier Stockwerke. Das neobarocke Gebäude wurde nach Entwürfen des Geheimen Baurates Edmund Waldow von 1894 bis 1895 errichtet. Die Schule ist aus dem am 18. April 1896 in dem Haus eröffneten königlich sächsischen Lehrer­seminar hervor­gegangen, einer Ausbildungs­stätte für angehende Volksschul­lehrer mit Internat. Im Jahr 1922 wurde das Lehrer­seminar in ein Gymnasium umgewandelt. Die Schule hieß von nun an „Deutsche Ober­schule Dresden-Plauen“ und wurde auch als 22. Volks­schule geführt. Spätestens 1931 wechselte der Name zu „Staatliche Ober­schule für Jungen Dresden-Plauen“. Im Jahr 1947 wurde die Schule in „Ober­schule Dresden-Süd“ umbenannt, um 1960/61 dann in „Erweiterte Ober­schule Dresden-Süd“. In den 1980er-Jahren wurde der Namens­zusatz „Friedrich Engels“ eingeführt. Seit 1992 trägt die Schule offiziell ihren heutigen Namen. Zwei Sport­hallen befinden sich auf dem Schul­gelände, knapp außerhalb davon steht zudem die Schul­sternwarte. (Artikel des Tages)

MAI

0502D: Budapester Millenniumsausstellung

  • Die Budapester Millenniumsausstellung war eine aus Anlass der Millenniumsfeiern der magyarischen Landnahme durchgeführte Landesausstellung. Sie war vom 2. Mai 1896 bis zum 31. Oktober 1896 geöffnet und zog etwa 5,2 Millionen Besucher an.

0514D: Komura-Weber-Memorandum

  • Das Komura-Weber-Memorandum war das erste einer Reihe von Abkommen, die einen Ausgleich zwischen dem Kaiserreich Japan und dem Russischen Reich anstrebten. Das Abkommen wurde am 14. Mai 1896 in Seoul von dem japanischen Gesandten in Korea Komura Jutarō und dem russischen Gesandten Carl von Waeber unterzeichnet und regelte die Zahl der in Korea stationierten Truppen der beiden rivalisierenden Mächte. Das Komura-Weber-Abkommen diente zudem der Vorbereitung des Yamagata-Lobanow-Abkommens, das nur wenige Wochen später zwischen dem vormaligen japanischen Premierminister Yamagata Aritomo und dem russischen Außenminister Lobanow-Rostowskij in Moskau geschlossen wurde.

0518D: Plessy v. Ferguson

  • Plessy v. Ferguson ist ein 1896 vom Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten entschiedener Fall, der als Grundsatzentscheidung in der Geschichte des Gerichts gilt. Das Gericht hatte darüber zu entscheiden, ob ein Gesetz des Staates Louisiana, das getrennte Abteile für Bürger weißer und schwarzer Hautfarbe in Eisenbahnzügen vorschrieb, gegen die Verfassung der Vereinigten Staaten verstoße. Es verneinte dies mit 7 zu einer Richterstimme und erklärte damit die Bereitstellung getrennter Einrichtungen für Weiße und Schwarze unter bestimmten Voraussetzungen für zulässig. Durch dieses Urteil wurde damit de facto das Prinzip Separate but equal, also „Getrennt aber gleich“, als Basis der Rassentrennung in den Südstaaten etabliert. Die Entscheidung Plessy v. Ferguson wurde 1954 durch das Urteil im Fall Brown v. Board of Education wieder aufgehoben. Die Benennung des Falls ergibt sich, amerikanischen Rechtstraditionen entsprechend, aus den Namen der beiden als Prozessparteien beteiligten Personen, dem Schuhmacher Homer Plessy und dem Richter John Howard Ferguson, sowie der Abkürzung für den aus dem Lateinischen entnommenen juristischen Fachausdruck „versus“ (deutsch: „gegen“).

0520D: Clara Schumann

  • Clara Schumann geb. Wieck (* 13. September 1819 in Leipzig; † 20. Mai 1896 in Frank­furt am Main) war eine deut­sche Pianis­tin, Kompo­nistin, Klavier­profes­sorin und Editorin sowie ab 1840 die Ehe­frau Robert Schumanns. Am Anfang ihrer Pianis­tinnen­karriere, die sie als Wunder­kind begann, standen virtuose Klavier­werke – auch eigene – im Vorder­grund. Seit den 1960er Jahren wurde sie als Kompo­nistin wieder­ent­deckt. Seit­dem wurden nach und nach nahezu alle über­liefer­ten Kompo­sitio­nen Schumanns in moder­nen Noten-Editio­nen oder als Digital­isate von Handschrif­ten und Drucken greif­bar. Sie sind Gegen­stand der Musik­wissen­schaft und des Konzert­wesens und sind in Ton- und Video­aufnah­men weit verbreitet. (Artikel des Tages)
  • "Die Ausübung der Kunst ist ein großer Teil meines Ichs, es ist mir die Luft, in der ich atme." Für Clara Wieck, geboren am 13. September 1819 in Leipzig, war schon als Kind die Karriere vorbestimmt. (WDR ZeitZeichen 2016)

JUNI

0607D: Schlacht von Firket

  • In der Schlacht von Firket im Norden des Sudan besiegte am 7. Juni 1896 eine anglo-ägyptische Armee unter Horatio Herbert Kitchener die Anhänger des 1885 verstorbenen Mahdi Muhammad Ahmad. Die Schlacht stellte den Höhepunkt der Dongola-Expedition gegen den Mahdi-Aufstand dar.

0609D: Yamagata-Lobanow-Abkommen

  • Das Yamagata-Lobanow-Protokoll war ein Abkommen zwischen dem Japanischen Kaiserreich und dem Russischen Reich, das am 9. Juni 1896 in Moskau unterzeichnet wurde. Das Protokoll regelte Streitfragen der beiden Mächte in Bezug auf Korea.

AUGUST

0810D: Otto Lilienthal

  • Karl Wilhelm Otto Lilienthal (* 23. Mai 1848 in Anklam; † 10. August 1896 in Berlin) war ein deutscher Luftfahrtpionier. Nach heutigem Wissen war er der erste Mensch, der ab Frühjahr 1891 erfolgreich und wiederholbar Gleitflüge mit einem Gleitflugzeug absolvierte und dem Flugprinzip schwerer als Luft damit zum Durchbruch verhalf. Seine experimentellen Vorarbeiten führten zur bis heute gültigen physikalischen Beschreibung der Tragfläche. Die Produktion des Normalsegelapparates in seiner Maschinenfabrik in Berlin war die erste Serienfertigung eines Flugzeugs. (Artikel des Tages)
  • Er hatte diesen einen großen Traum, den so viele träumen: Otto Lilienthal wollte fliegen. Er war der erste, der diesen Traum auch gelebt hat. Otto Lilienthal flog – und er stürzte ab. Heute vor 120 Jahren, am 10. August 1896 starb der erste Mensch, der fliegen konnte. (WDR Stichtag 2016)

0816D: Klondike-Goldrausch

  • Der Klondike-Goldrausch gilt als einer der folgenreichsten Goldräusche. Er brachte ab 1896 mehr als hunderttausend als Stampeders bezeichnete Goldsucher an den Klondike River bei Dawson City, führte zur Errichtung des Yukon-Territoriums und zur Festlegung der Grenze zwischen Alaska und Kanada. In den USA fiel er in die Zeit einer Wirtschaftskrise, wodurch zahlreiche Menschen ihr Glück nun am Klondike suchten. Zudem führte ihr Erfolg riesige Goldmengen auf den Weltmarkt, beförderte regional massive Inflationstendenzen und sein Ende führte zu einer erheblichen Liquiditätskrise. Insgesamt wurden seitdem rund 12,5 Millionen Unzen gehoben, was einem Volumen von über 20 m³ entspricht. Die Lebensweise der indianischen Bewohner, die in Kanada als First Nations bezeichnet werden, hat sich in der klimatisch von extremer Kälte und sehr stark schwankender Tageslänge geprägten Region grundlegend verändert. Zum einen wurde ihre Lebensgrundlage, die Karibuherden, drastisch dezimiert, einige Stämme siedelten sich erstmals fest an, um am schnell expandierenden Handel zu partizipieren. Zudem veränderte die eingeführte Geldwirtschaft die Arbeit, bisher unbekannten Krankheiten fielen zahlreiche Indianer zum Opfer. Dennoch gelang es gerade den Tr'ondek Hwech’in, die um Dawson, der Hochburg des Goldrauschs lebten, den negativen Folgen partiell auszuweichen und ihre Kultur zu bewahren.

0827D: Britisch-Sansibarischer Krieg

  • Der Britisch-Sansibarische Krieg wurde zwischen 9.00 und 9.38 Uhr des 27. August 1896 zwischen Großbritannien und dem Sultanat Sansibar geführt. Mit einer Dauer von nur 38 Minuten gilt er somit zumindest dem Guinness-Buch der Rekorde nach als kürzester Krieg der Weltgeschichte. Auf britischer Seite forderte er kein Opfer, auf sansibarischer rund 300 Tote und 200 Verletzte.

OKTOBER

1030D: Le faux Henry

  • Als Le faux Henry (dt.: „die Fälschung Henry“, auch die „Henry-Fälschung“ genannt) wird ein von dem französischen Major Hubert Henry gefälschter Brief im Rahmen der Dreyfus-Affäre genannt, der die Rechtmäßigkeit der Verurteilung des Artillerie-Hauptmanns Alfred Dreyfus wegen Landesverrat belegen sollte. Er wurde von Major Henry entweder am 30. Oktober oder am 1. November 1896 gefälscht, als die Verwendung rechtswidriger Beweise in dem Prozess gegen Hauptmann Dreyfus in der französischen Presse bereits thematisiert wurde und einzelne Personen im Generalstab wussten, dass das wichtigste Beweisstück, das sogenannte Bordereaux, nicht von Alfred Dreyfus, sondern von dem französischen Major Ferdinand Walsin-Esterhazy verfasst worden war. Neben dem Le petit bleu und dem Esperanza-Brief war Le faux Henry eine der wesentlichen Unterlagen, die später zur Aufklärung der Dreyfus-Affäre beitrugen.

NOVEMBER

1121D: Hamburger Hafenarbeiterstreik

  • Der Hamburger Hafenarbeiterstreik von 1896/97 gilt als einer der größten Arbeitskämpfe im Deutschen Kaiserreich. Er begann am 21. November 1896, dauerte elf Wochen, umfasste auf dem Höhepunkt fast 17.000 Arbeiter und endete am 6. Februar 1897 mit der vollständigen Niederlage der Streikenden. Die Auseinandersetzung hatte erhebliche Auswirkungen auf die Hamburger Wirtschaft und erregte auch außerhalb Deutschlands Aufsehen. Getragen wurde der Streik vor allem von Arbeitergruppen, die kaum gewerkschaftlich organisiert und deren Arbeitsverhältnisse durch Unstetigkeit gekennzeichnet waren. Ihnen standen gut organisierte Unternehmer gegenüber. Die Geschehnisse waren für Konservative und die Reichsregierung Anlass, zwei Jahre später mit der Zuchthausvorlage eine verstärkte Repressionspolitik gegenüber der Sozialdemokratie zu versuchen.

DEZEMBER

1204D: Adolf Marschall von Bieberstein prägt das Schlagwort "Flucht in die Öffentlichkeit"

  • Adolf Marschall von Bieberstein hatte die Faxen dicke. Der Außenminister des deutschen Kaiserreichs stand ständig im Verdacht, Intrigen gegen die Regierung zu inszenieren - was nicht stimmte. (WDR ZeitZeichen 2016)

LEXIKON

British Thomson-Houston

  • British Thomson-Houston war ein britisches Unternehmen mit Sitz in Rugby (Warwickshire). Es handelt sich um ein Maschinenbauunternehmen, das durch Elektroprodukte und Dampfturbinen bekannt wurde. Das Unternehmen wurde im Mai 1896 als europäische Niederlassung von General Electric gegründet. Im Jahr 1900 unterzeichnete man einen Vertrag, der es ermöglichte, dass British Thomson-Houston als Energieversorger auftreten konnte. 1902 eröffnete man ein Werk, in dem Elektromotoren und Generatoren gebaut wurden. Gleichzeitig erwarb man eine Lizenz für die Produktion von Dampfturbinen, deren Produktion man 1904 aufnahm.

Der Judenstaat (Herzl)

  • Der Judenstaat. Versuch einer modernen Lösung der Judenfrage ist ein Buch von Theodor Herzl, mit dem er versuchte, eine jüdische Antwort auf die damals so genannte Judenfrage aufzuzeigen. Es erschien 1896 in Leipzig und Wien in der M. Breitenstein's Verlags-Buchhandlung, nachdem Cronbach in Berlin und Duncker & Humblot eine Publikation abgelehnt hatten. Herzl schrieb es unter dem Eindruck der Dreyfus-Affäre; er beendete das Manuskript am 17. Juni 1895.

Drahtlose Telegrafie

  • Die Sendungen der Reihe "Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik" stellen in informativer und unterhaltender Form herausragende Leistungen und Erfindungen der technischen und naturwissenschaftlichen Entwicklung vor. Im Mittelpunkt jeder Folge steht ein einzelnes „Meisterwerk". Angereichert mit vielen Anekdoten werden technische und physikalische Hintergründe durch Animationen und geschichtliche Materialen anschaulich erklärt. (Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik)

Frohe Botschaft für die Kranken

  • Bei der Broschüre Frohe Botschaft für die Kranken aus dem Jahre 1896 handelt es sich um einen Bericht von Franz Eugen Schlachter über den Krankenheiler Cyprian Vignes aus dem Cevennendorf Vialas in Südfrankreich. Schlachter war einer der Wenigen, die Vignes und seine Tätigkeit bekannt machten.

Gemäldegalerie

Hannover 96

  • Der Hannoversche Sportverein (HSV) von 1896 e. V. ist ein Sportverein in Hannover. Sein Sportangebot umfasst die Sparten Fußball, Leichtathletik, Gymnastik, Badminton, Tennis, Tischtennis, Billard und Triathlon. Der Verein hat derzeit ca. 17.800 Mitglieder[1]: Etwa 2.200 sind aktive oder passive Mitglieder der einzelnen Sportarten, die übrigen Mitglieder wurden in den vergangenen Jahren aus der Fanszene der Profifußballmannschaft durch eine neu geschaffene Fördermitgliedschaft angeworben.

Im Garten des Todes (Simberg)

  • Im Garten des Todes, finnisch „Kuoleman puutarha“, ist ein Aquarell des finnischen Malers Hugo Simberg, das im Jahre 1896 entstand. Es gehört zur Sammlung der Finnischen Nationalgalerie und befindet sich im Ateneum, Helsinki. Thema des Blattes ist die Unparteilichkeit des Todes, der als Helfer und Hüter der menschlichen Seele dargestellt ist.

Kaiser-Wilhelmsland-Expedition

  • Die Kaiser-Wilhelmsland-Expedition von 1896 (auch Erste Ramu-Expedition) war eine von der Kolonialabteilung des Auswärtigen Amtes initiierte und nach Kaiser-Wilhelmsland entsandte deutsche wissenschaftliche Expedition. Kaiser-Wilhelmsland wurde der nordöstliche Teil der Insel Neuguinea genannt, der bis 1914 zur deutschen Kolonie Deutsch-Neuguinea gehörte.

Klavierkonzert op. 103 (Saint-Saëns)

  • Das 5. Klavierkonzert in F-Dur, op. 103, auch Ägyptisches Konzert (L'Égyptien) genannt, ist ein Werk für Klavier und Orchester des französischen Komponisten Camille Saint-Saëns.

Kotze-Affäre

  • Die Kotze-Affäre war ein Skandal um den deutschen Kaiserhof Ende des 19. Jahrhunderts. Dabei wurden ab 1891 mehrere Mitglieder der adligen Hofgesellschaft und der Familie Wilhelms II. in anonymen Briefen sexueller Ausschweifungen beschuldigt.

Kyffhäuserdenkmal

  • Das Kyffhäuserdenkmal ist ein Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf der Kuppe des Kyffhäuserberges am östlichen Rand der ehemaligen Reichsburg Kyffhausen. Es liegt in der Gemarkung von Steinthaleben bei Bad Frankenhausen (Thüringen) und wurde 1890 bis 1896 zu Ehren von Kaiser Wilhelm I. errichtet. Es ist nach dem Völkerschlachtdenkmal in Leipzig und dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta Westfalica das drittgrößte Denkmal Deutschlands.

Lullaby op. 16 Nr. 1 (Rachmaninoff)

Oper "La Bohème" (Puccini)

  • La Bohème ist eine Oper in vier Bildern, komponiert von Giacomo Puccini. Das Libretto wurde von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa nach dem Roman Les scènes de la vie de bohème von Henri Murger verfasst. Die Ur­auf­führung fand 1896 im Teatro Regio in Turin unter Arturo Toscanini statt. Trotz schlechter Kritiken nach der Ur­auf­führung wurde La Bohème ein Welt­erfolg. Sie ver­zeichnet von der Ur­auf­führung bis heute nicht nur eine lücken­lose Auf­führungs­tradition, sondern auch eine unge­brochen hohe Popu­larität. Diese verdankt sie nicht zuletzt der Verbindung einer über­schau­baren Handlungs­struktur mit effekt­vollen Einzel­szenen, die den Solisten die Präsen­tation ihrer stimm­lichen Fähig­keiten ermög­lichen. Große und kleine Opern­häuser haben das Werk regel­mäßig im Spiel­plan, es gehört zum Standard-Reper­toire und ist eine der welt­weit am häufig­sten auf­ge­führten Opern. La Bohème steht dem Verismo nahe, es geht um Leben, Leiden und Lieben von gewöhn­lichen Menschen. Sie ist die vierte der zwölf Opern Puccinis und gilt als sein Meister­werk. (Artikel des Tages)

Präsident Coleman (Liberia)

  • William D. Coleman (1842-1908) war von 1896 bis 1900 Präsident von Liberia.

Präsident Errázuriz Echaurren

  • Federico Errázuriz Echaurren (1850-1901) war von 1896 bis 1901 Präsident von Chile.

Präsident Simon-Sam (Haiti)

  • Tirésias Simon-Sam (1835-1916) war ein haitianischer Politiker und Präsident von Haiti.

Préludes op. 11 (Skrjabin)

  • Die 24 Préludes op. 11 bilden einen Klavierzyklus von Alexander Nikolajewitsch Skrjabin. Sie entstanden zwischen 1888 und 1896.
  • Fast zehn Jahre hat Alexander Skrjabin an seinen Préludes opus 11 geschrieben. Er hatte sie stets im Gepäck dabei, auf seinen Konzertreisen und bei seinen verschiedenen Kuraufenthalten. So sind die 24 Préludes zu einer Art klingendem Reisetagebuch geworden. Heidelberg, Amsterdam, Kiew und Vitznau - steht denn auch auf seinen musikalischen Koffer-Etiketten. Am Vierwaldstättersee übrigens versuchte er seine Lähmungserscheinungen in der linken Hand mit hydrotherapeutischen Kuren zu heilen. Gäste: James Alexander und Michael Kaufmann (DRS2 Diskothek im Zwei 2010)

Ragtime

  • Ragtime (rag „zerrissen, synkopiert“, time „Zeit“) ist ein in den USA entstandener Vorläufer des Jazz, der seine Blütezeit zwischen 1899 und 1914 hatte. Er gilt als „Amerikas klassische Musik“[1] und wird heute im Wesentlichen als Klavierstil wahrgenommen, wurde aber zunächst auch auf anderen Instrumenten (insbesondere auf dem Banjo) und von größeren Ensembles gespielt. Die übliche etymologische Deutung leitet den Namen Ragtime aus ragged time („zerrissene Zeit“) ab, was sich auf die synkopierte Melodieführung und ihren Kontrast zum starren Rhythmus der Begleitung bezieht. Eine andere Deutung legt ein Hinweis im Musical Record von 1899 nahe, in dem es heißt: „The negroes call their clog-dancing ’ragging’ and the dance a ’rag’.“ Während um 1900 mit Ragtime verschiedene Sparten des afro-amerikanischen Musik-Entertainments bezeichnet wurden und selbst John Philip Sousa orchestrierte Ragtimes in sein Repertoire übernahm und Bluesmusiker wie Blind Blake und Blind Boy Fuller den Ragtime auch auf die Gitarre übertrugen, versteht man heute darunter zumeist den auf dem Klavier gespielten „City-Ragtime“.

Schah Muzaffar ad-Din (Persien)

  • Muzaffar ad-Din (1853-1907) regierte von 1896 bis 1907 als Schah von Persien. Muzaffar ad-Din Schah war mit einer unbekannten Anzahl Frauen verheiratet, hatte 7 Söhne und 15 Töchter. Sein Nachfolger wurde sein ältester Sohn Mohammed Ali.

Schauspiel "König Ubu" (Jarry)

  • König Ubu war ursprünglich eine Paukersatire – und sie stammte nicht einmal von Alfred Jarry. Den Pennälerscherz aus der Feder eines Mitschülers schrieb er über Jahre hinweg immer weiter um. Schon früh war aus dem verlachten Physiklehrer die groteske Gestalt Ubu geworden, eine Mischung aus Hanswurst und Massenmörder. Und aus Insiderscherzen entstand eine Komik der äußersten Übertreibung, eine groteske Vermengung von Witz und Gewalt. Niederste Impulse wurden ohne jeden Versuch der Verschleierung, ohne irgendein Zugeständnis an Sitte und Anstand direkt auf die Bühne gebracht. Das war neu und wirkt heute immer noch verblüffend unmittelbar. Das Premierenpublikum fühlte sich verhöhnt und abgestoßen; zu Lebzeiten des Autors nahm kaum einer den Bürgerschreck Jarry ernst. Heute gilt König Ubu als Geburtsstunde des modernen Theaters. Dadaisten und Surrealisten und erst recht die Vertreter des absurden Theaters beriefen sich auf Jarry. Seither hat auch die Geschichte dem Ubu-Erfinder Recht gegeben: Seit 1896 gab es eher zu viele als zu wenige ubueske Gestalten, weshalb das Stück immer noch ungebrochen aktuell ist. Ein großer, grober Spaß – aber auch weit mehr als das. (getAbstract)

Schauspiel "Onkel Wanja" (Tschechow)

  • Onkel Vanja ist eines der meistgespielten Dramen der neueren europäischen Theatergeschichte. Tschechow präsentiert darin gescheiterte Existenzen, die zu ihrem großen Unglück zur Reflexion fähig sind. Ihr Scheitern ist Teil ihres Lebens, doch es ist weder verarbeitet noch akzeptiert. Es ist erlitten – jeden Tag aufs Neue. Es lähmt die Figuren und hält sie gefangen in einer Gegenwart, aus der sie sich wegwünschen in eine alternative, verklärte Vergangenheit oder in eine glücklichere Zukunft. Doch der Wunsch nach dem Ausweg wird nicht erfüllt. Jede kleine Flucht aus der Starre wird im Keim erstickt. Was aufwallt, beruhigt sich wieder, Chancen werden vertan, Risiken gemieden. So bleibt letztlich alles beim Alten, weil niemand über genug Mut, Entschlossenheit oder Kraft verfügt, etwas zu ändern. Nichtstun zerstört die Menschen und die Welt – das ist die zentrale Botschaft des Stückes. Tschechow lässt uns ohne Trost zurück: Liebe ist eine Illusion, Intellekt eine Qual, Religion ein Versprechen ohne Hoffnung. Doch trotz all der Trostlosigkeit ist Onkel Vanja auch ein Stück mit Humor und Empathie. (getAbstract)

Sinfonie Nr. 3 (Mahler)

  • Eintrag im Klassikarchiv (classicalarchives.com)
  • «Ein Geheimnis, das man vielleicht im Traum erahnt» - so beschrieb Mahler seine 1902 uraufgeführte 3. Sinfonie. Eine ganze Kosmologie bildet Mahler, der mehrfache Schöpfer sinfonischer Welten, hier in den sechs Sätzen seiner Sinfonie ab. Vom «Erwachen der Natur» - Blumen, Tiere, der Mensch - bis hin zum gewaltigen Schlusssatz, der sich die Liebe Gottes zum Thema genommen hat. Einen solchen klingenden Weltenentwurf in den Ausschnitten einer Diskussionsrunde zu vergleichen, das ist keine leichte Aufgabe. Lassen die Tonbeispiele die grossen Bögen erahnen, die Absicht der Dirigenten? Gäste von Benjamin Herzog sind die Musikpublizistin Verena Naegele und der NZZ-Musikkritiker Christian Wildhagen. (SRF Diskothek im Zwei 2018)

Zeitschrift "Der arme Conrad"

  • Der arme Conrad war eine deutschsprachige anarchistische Zeitschrift, erschienen in Berlin von 1896 bis 1899.

QUELLEN

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14.01.2009 Artikel eröffnet

15.01.2013 Grundstock erstellt

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