1893

Aus WikiReneKousz
Wechseln zu: Navigation, Suche
1890 | 1891 | 1892 | 1893 | 1894 | 1895 | 1896

JANUAR

0113D: Independent Labour Party

  • Die Wurzeln der Labour-Party waren nicht die Lehre von Marx und Engels, sondern diese Partei wurde vor allem getragen von der Gewerkschaftsbewegung. Eine Vorläuferpartei war die kleine, schon eher sozialistisch ausgerichtete Independent Labour Party. (WDR ZeitZeichen 2018)

FEBRUAR

0201D: Black Maria (Filmstudio)

  • Thomas Edison hat vieles erfunden: die Glühbirne, den Phonographen - eine Art Plattenspieler -, aber auch den Kinetographen, mit dem sich Filme aufnehmen ließen. In seinem Studio in New Jersey wurden die ersten kommerziellen Filme für den US-Markt hergestellt. Vor 125 Jahren nahm es seinen Betrieb auf. (dradio.de 2018)

0220D: Gymnasium Soltau

  • Das Gymnasium Soltau ist das einzige Gym­nasium und eine der größ­ten Schulen der nieder­sächsi­schen Stadt Soltau. Das Gym­nasium wurde am 20. Februar 1893 als Höhere Privat­schule gegrün­det. Nach jahre­langen ver­geblichen Ver­suchen der staat­lichen Aner­kennung unter Schul­leiter Hans Christian Cordsen wurde die Schule am 1. April 1944 durch die national­sozialistische Regie­rung als Staat­liche Ober­schule für Jungen aner­kannt. Seit 1956 trägt sie den heutigen Namen. Nach knapp drei­jähriger Bau­zeit wurde 1958 das auch heute noch ge­nutzte mehr­traktige Schul­gebäu­de im Böhme­wald bezo­gen. Mehr­fach in der Ge­schichte be­trug die Zahl der Schüler bis zu 1400, nach einigen Um­strukturie­rungen besu­chen heute knapp 1000 Schüler das Gym­nasium Soltau. Als Logo des Gymna­siums wurde das Möbius­band aus­gewählt, eine Skul­ptur schmückt den Ein­gangs­bereich der Schule. Schwer­punkte wer­den in der Schule unter ande­rem auf die Berufs­vorbe­reitung, Aus­tausch­programme und ver­schiedene Musik- und Theater­gruppen ge­legt, die in der Aula des Gymna­siums regel­mäßig Auf­tritte veranstalten.

APRIL

0401D: Einführung der Mitteleuropäischen Zeit im Deutschen Reich

  • Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts mussten Reisende innerhalb Deutschlands ihre Uhr oft neu stellen – denn jeder Ort hatte seine eigene Zeit. Vor 125 Jahren schloss sich das Deutsche Kaiserreich per Gesetz der mitteleuropäischen Zeitzone innerhalb der Weltstandardzeit an. (dradio.de 2018)

0423D: Maxim's (Paris)

  • Das Pariser Maxim’s stieg Anfang des 20. Jahrhunderts zum Tempel der Belle Époque auf. Stars wie Maria Callas, Orson Welles oder Brigitte Bardot schlemmten im Maxim’s, das ursprünglich eine Kutscher-Kneipe war. Im 125sten Jahr nach seiner Eröffnung ist der Ruf des Lokals allerdings längst nicht mehr so exklusiv. (dradio.de 2018)

MAI

0501D: World’s Columbian Exposition

  • Am 1. Mai 1893 wurde die Weltausstellung von Chicago eröffnet. Es sollte die größte werden, die es bis dahin gegeben hatte. 70.000 Aussteller aus 46 Nationen waren gekommen, um ihre technischen Errungenschaften vorzustellen. Und die markierten den Beginn einer neuen Ära. (dradio.de 2018)

0528D: Eden Gemeinnützige Obstbau-Siedlung

  • Die nördlich von Berlin in Oranienburg liegende Siedlung Eden Gemeinnützige Obstbau-Siedlung eG wurde am 28. Mai 1893 von 18 Berliner Vegetariern im Westteil der Stadt als erste vegetarische Siedlung in Deutschland noch vor dem Monte Verità unter dem ursprünglichen Namen Vegetarische Obstbau-Kolonie Eden e.G.m.b.H gegründet. Ab 1920 unter dem Namen Obstbau-Siedelung Eden e.G.m.b.H. geführt, trägt die Genossenschaft seit der Wende ab 1990 die Bezeichnung Eden Gemeinnützige Obstbau-Siedlung eG. Der Name wurde nach der Bezeichnung für das Paradies Eden gewählt. Anfangs strikt vegetarisch orientiert, öffnete sich die Siedlung später für ein breiteres Anliegen der Lebensreformbewegung und danach ab der Zeit des Ersten Weltkrieges völkischen und antisemitischen Tendenzen, so wurde 1916 erklärt, dass zum „Siedeln“ im Sinne der Siedlung eine „deutsch-völkische Gesinnung“ Voraussetzung sei, zu welcher wiederum nur „deutsches Ariertum“ befähige. Anregungen zu der Gründung kamen auch aus Ideen, die im Friedrichshagener Dichterkreis zirkulierten. Ein entschiedener Förderer war der Soziologe Franz Oppenheimer, der auch das Projekt „Bärenklau“ in der Mark Brandenburg begleitete. Zu den Vorstandsmitgliedern der Genossenschaft gehörte Paul Schirrmeister, eine der führenden Persönlichkeiten der Lebensreform. Heute leben in Eden etwa 1000 Menschen.
  • Ein kleines irdisches Paradies, weg vom Großstadtlärm, weg vom ungesunden Leben mit Alkohol und Tabak - und Fleisch. Am 28. Mai gründeten Anhänger der Lebensreform- und Genossenschaftsbewegung die "Vegetarische Obstbaukolonie Eden" nördlich von Berlin. (dradio.de 2018)

JUNI

0624D: Ad extremas (Leo XIII)

  • Ad extremas ist eine Enzyklika von Papst Leo XIII., die vom 24. Juni 1893 datiert und den Untertitel „Über Seminare für einheimische Priester in den Missionsländern“ trägt.

0624D: Fridtjof Nansens Nordpolexpedition

  • Am 24. Juni 1893 brach der norwegische Zoologe Fridtjof Nansen zu seiner Nordpolarexpedition auf. Zwar erreichte er den geografischen Nordpol nicht, konnte dafür aber einen neuen Rekord aufstellen: Kein Mensch war zuvor weiter nach Norden vorgedrungen. (dradio.de 2018)

AUGUST

0806D: Kanal von Korinth

  • Etwa 2.500 Jahre dauerte es, bis das kühne Bauprojekt umgesetzt war: der Kanal von Korinth. Schon die alten Griechen planten eine Durchfahrt zwischen dem Peloponnes und dem griechischen Festland, scheiterten aber. Erst vor 125 Jahren wurde der Kanal fertig. (dradio.de 2018)

0814D: Einführung der weltweit ersten Fahrprüfung

  • Ob Fußgänger, Radfahrer, Pferde- oder Benzinkutschen: Am Ende des 19. Jahrhunderts gab es für keinen dieser Verkehrsteilnehmer Regeln. Alle waren gleichberechtigt. Das führte zu teils chaotischen Zuständen auf den Straßen. In Paris wurde deshalb 1893 die weltweit erste Fahrprüfung für Autofahrer Pflicht. (dradio.de 2018)

0820D: Eidgenössische Volksinitiative «Verbot des Schlachtens ohne vorherige Betäubung»

  • Die Eidgenössische Volksinitiative «Verbot des Schlachtens ohne vorherige Betäubung» (auch bekannt als Schächtverbot) ist eine Schweizer Volksinitiative, die am 20. August 1893 zur Abstimmung gelangte und von Volk und Ständen angenommen wurde. Sie wurde von den kantonalen Tierschutzvereinen von Bern und Aargau lanciert und hatte zum Ziel, das von Juden praktizierte Schächten zu verbieten. Es war die erste Volksinitiative, die seit deren Einführung 1891 zur Abstimmung gelangte.

0827D: Columbian Naval Review

  • Das Columbian Naval Review war eine internationale Flottenschau im New Yorker Hafen, die am 27. August 1893 stattfand. Anlass war die 500-Jahrfeier der Entdeckung Amerikas und die deshalb veranstaltete Weltausstellung in Chicago.

0829D: Reißverschluss

  • Heute zählt der Reißverschluss zu den gewöhnlichsten Dingen des Alltags. Dabei hat die Kunst, kleine Teile leicht lösbar miteinander zu verbinden, große Arbeit gemacht. Auch wenn der Amerikaner Whitcomb Judson das Patent erhielt – zur Goldgrube wurde das Industrieprodukt für den Schweizer Martin Winterhalter. (dradio.de 2018)

SEPTEMBER

0902D: Constanti Hungarorum (Leo XIII.)

  • Constanti Hungarorum ist eine, an das ungarische Episkopat gerichtete, Enzyklika von Papst Leo XIII., die er am 2. September 1893 veröffentlichte und darin „Über die Kirche in Ungarn“ schreibt.

0905D: John Sullivan Dwight

  • John Sullivan Dwight (* 13. Mai 1813 in Boston, Massachusetts; † 5. September 1893 ebenda) war ein US-amerikanischer Musikkritiker, unitarischer Geistlicher und Transzendentalist. Nach einem Theologiestudium begann Dwight als Prediger zu arbeiten, nach seiner Abwendung von der Kirche wurde er 1841 Mitglied der Brook Farm. Diese sozial­utopische Lebens­gemeinschaft war von seinem Freund George Ripley gegründet worden, der dort die Reformgedanken der Transzendentalisten verwirklichen wollte. Das Projekt scheiterte 1847 an finanziellen Problemen. Dwight arbeitete daraufhin als Journalist und gründete 1853 das Dwight’s Journal of Music. Die Zeitschrift entwickelte sich zu einer der einfluss­reichsten musikalischen Veröffentlichungen in den Vereinigten Staaten des 19. Jahrhunderts. Dwight fungierte als Autor mehrerer Bücher und Essays über das Musikleben Bostons und war Präsident der Harvard Musical Association. (Artikel des Tages)

0908D: Laetitiae sanctae (Leo XIII.)

  • Laetitiae sanctae (Die heilige Freude) ist eine weitere Enzyklika von Papst Leo XIII. in der er den „Rosenkranz und die rechte Ordnung der menschlichen Sozialgemeinschaft“ darlegt, sie wurde am 8. September 1893 veröffentlicht.

0911D: Erstes Parlament der Weltreligionen

  • Das Erste Parlament der Weltreligionen (First Parliament of the World's Religions) war ein internationaler, interreligiöser Kongress, der vom 11. bis 27. September 1893 in Chicago, Illinois tagte. Das Zusammentreffen von Repräsentanten aller großen Weltreligionen an einem Ort zu einem Zeitpunkt war auf dieser Größenskala bis dato in der Geschichte der Vereinigten Staaten, sowie der Welt, nie dagewesen und einzigartig. Vorrangige Intention war der friedliche Dialog der großen Weltreligionen Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus, Taoismus, Konfuzianismus, Zoroastrismus, Shintoismus, Buddhismus und Jainismus.

OKTOBER

1003D: Rifkrieg

  • Der Rifkrieg von 1893, auch Guerra de Margallo (nach Juan García Margallo mit dessen Tod die öffentliche Meinung in Spanien aufgewühlt wurde), war ein bewaffneter Konflikt zwischen Spanien und 39 Stämmen des Rifs im nördlichen Marokko. Im Laufe der Zeit wurde auch der Sultan von Marokko, Mulai al-Hassan I., mit einbezogen. Der Konflikt wurde im Oktober 1893 kriegerisch, am 9. November 1893 erklärte Práxedes Mateo Sagasta für Spanien einen Krieg, welcher durch das Abkommen von Fez 1894 beendet wurde. Dieser Krieg war der erste von drei Konflikten mit diesem Namen, später folgten der Rifkrieg (1909) und der Rifkrieg (1921).

1106D: Pjotr Iljitsch Tschaikowski

  • Pjotr Iljitsch Tschaikowski (* 7. Mai 1840 in Kamsko-Wotkinski Sawod, Russi­sches Kaiser­reich; † 6. November 1893 in Sankt Peters­burg, Russi­sches Kaiser­reich), deutsch Peter Tschai­kowsky oder Tschai­kowski, war ein russi­scher Kompo­nist. Bereits zu seinen Lebzei­ten wurden viele seiner Werke inter­natio­nal bekannt. Heute zählen sie zu den bedeu­tends­ten der Roman­tik. In Russ­land gilt er heute als bedeu­tends­ter Kompo­nist des 19. Jahr­hunderts, obwohl er nicht der „Gruppe der Fünf“ ange­hörte, son­dern die von west­lichen Einflüs­sen geprägte Schule Anton Rubin­steins fort­setzte. Zu Tschai­kowskis be­kanntes­ten Kompo­sitio­nen zählen seine drei letzten Sinfo­nien, das Violin­konzert, sein erstes Klavier­konzert, die Ouver­türe 1812 und seine Oper Eugen Onegin. Mit Schwanen­see, Dornrös­chen und Der Nuss­knacker ver­fasste er zudem drei der berühm­tes­ten Ballette der Musikgeschichte. (Artikel des Tages)

1025D: Non mediocri (Leo XIII.)

  • Non mediocri ist eine Enzyklika von Papst Leo XIII., sie datiert vom 25. Oktober 1893 und trägt den Untertitel: „Über das spanische Priesterseminar in Rom“. Sie wurde an die zuständigen spanischen Bischöfe des Stiftungs- und Studienfonds für das römische Priesterseminar und an die spanische Priester gesandt.

1027D: Antisemitismus und Sozialdemokratie

  • Unter dem Titel „Antisemitismus und Sozialdemokratie“ hielt August Bebel am 27. Oktober 1893 auf dem Kölner Parteitag der Sozialdemokratischen Partei ein Grundsatzreferat zur Stellung der Partei dem Antisemitismus gegenüber. Der Parteitag nahm bei dieser Gelegenheit eine Resolution zum Thema an, die schon auf dem vorherigen Parteitag 1892 in ähnlicher Form verabschiedet worden war. Auf Wunsch verschiedener Delegierter wurde die Rede August Bebels in überarbeiteter Form als Broschüre herausgebracht. Das Referat stellt die erste offizielle Auseinandersetzung der Sozialdemokraten mit dem seit Mitte der 1870er Jahre wachsenden Antisemitismus dar. Bebel nennt als einen Grund für sein Referat: „daß über die Bedeutung dieser Bewegung in unseren eigenen Kreisen eine gewisse Unklarheit herrscht.“ Er sucht den Antisemitismus aus religiösen, ökonomischen und sozialen sowie rassischen Gründen zu erklären. Auch wenn die Antisemiten reaktionäre Ziele verfolgten, so würden sie zum Sozialismus gedrängt und so wider Willen zu Wegbereitern der Sozialdemokratie.

1028D: Sinfonie op. 74 "Pathétique" (Tschaikowski)

  • Peter Tschaikowsky war einer der bedeutendsten russischen Komponisten des späten 19. Jahrhunderts. Er starb vor 125 Jahren. Kurz vor seinem Tod, am 28. Oktober 1893, dirigierte er die Uraufführung seiner „Symphonie Pathétique“; ein innovatives Werk, mit dem er der sinfonischen Musik neue Impulse gab. (dradio.de 2018)
  • Eintrag im Klassikarchiv (classicalarchives.com)
  • Der Titel «Pathétique» für diese Sinfonie geht auf den Bruder des Komponisten zurück, auf Modest Tschaikowsky. Dass diese Musik besonders leidenschaftlich ist, ist ohrenfällig. Wie viel davon darf es aber sein? Und wie gestaltet man sie sinnvoll? Die grosse emotionale Bandbreite dieses Werks ist ein Aspekt, ein anderer ist die biographische Verstrickung. Denn wenige Tage nach der vom Komponisten dirigierten Uraufführung trank Tschaikowsky jenes Glas verseuchtes Wasser, das ihm das Leben kosten sollte. Über fünf neuere Aufnahmen dieses «Blockbusters» der russischen Sinfonik diskutieren die Musikpublizistin Martina Wohlthat und der Musikwissenschaftler Anselm Gerhard zusammen mit Norbert Graf. (SRF Diskothek im Zwei 2018)

DEZEMBER

1202D: Warenhaus GUM (Moskau)

  • Das Warenhaus GUM (russisch Torgowy Dom GUM; zu Deutsch Haupt­waren­haus) ist ein ehe­mali­ges Waren­haus und heute ein Einkaufs­zentrum in der russi­schen Haupt­stadt Moskau. Mit einer Fläche von rund 75.000 m² und einer über 100-jähri­gen Geschichte ist es eines der bekann­testen Handels­unter­nehmen und war nach alter Konzep­tion das größte Waren­haus Euro­pas. Das Gebäude des GUM befin­det sich im Herzen Moskaus am Roten Platz, gegen­über dem Lenin-Mauso­leum und dem Kreml. Es wurde von 1890 bis 1893 nach Entwür­fen von Alexander Pomeranzew und Wladimir Schuchow als Obere Handels­reihen errich­tet und stellt heute ein wichti­ges Denk­mal der historis­tischen russi­schen Architek­tur des späten 19. Jahr­hunderts dar. Zu Sowjet­zeiten jahr­zehnte­lang geschlos­sen und später als Staat­liches Waren­haus geführt, weist das GUM zudem eine recht wechsel­volle Geschichte auf. (Artikel des Tages)
  • Das Warenhaus GUM am Roten Platz in Moskau war schon zu Sowjetzeiten von einem Hauch von Luxus umgeben, sehr zum Unmut kommunistischer Hardliner. Sie wollten es abreißen lassen. Doch Viktoria Breschnewa, die Ehefrau des damaligen sowjetischen Parteichefs, soll das legendäre Kaufhaus gerettet haben. (dradio.de 2018)

1203D: Shangani Patrol

  • Shangani Patrol, der Patrouillenritt zum Shangani, war Teil des Ersten Matabelekriegs im ehemaligen Rhodesien.

1204D: Heinrich Göbel

  • Johann Heinrich Christoph Conrad Göbel (* 20. April 1818 in Springe; † 4. Dezember 1893 in New York; nach 1849 auch als Henry Goebel bekannt) war ein Fein­mechani­ker deut­scher Her­kunft, der 1865 US-Staats­bürger wurde. Göbel wurde 1893 in den USA und Europa durch Zeitungs­berichte über seine Behaup­tung bekannt, er habe bereits in den 1850er-Jahren die ersten Glüh­lampen mit Kohle­glüh­faden (Kohlen­faden­lampen) herge­stellt und genutzt, ohne jedoch ein dies­bezüg­liches Patent anzu­melden. Das Patent für diesen Lampen­typ hatte 1880 Thomas Alva Edison erworben. Glüh­lampen­hersteller in den USA ver­sucht­en in einer Reihe von Patent­rechts­streiten anhand von Göbels Behaup­tung die Ungültig­keit des Edison-Patents von 1880 zu bewei­sen, um selbst einer vom Patent­inhaber Edison Electric Light Co. ange­strengten Schließung ihrer Produk­tion wegen Patent­verletzung zu ent­gehen. Göbels Erfin­dungs­behaup­tungen konnten jedoch nicht bewiesen werden. (Artikel des Tages)

1215D: Dahomey-Aufstand

  • Der Dahomey-Aufstand, zeitgenössisch als Dahomey-Meuterei bezeichnet, war eine Rebellion deutscher Polizeisoldaten westafrikanischer Herkunft in der Kolonie Kamerun im Dezember 1893. Er wurde durch das Kanonenboot SMS Hyäne niedergeschlagen, wobei ein großer Teil der Ortschaft Joßplatte (heute ein Teil von Douala) zerstört wurde. Im Deutschen Reich löste die Rebellion einen Kolonial-Skandal aus, in dessen Folge die bisherige Polizeitruppe Kamerun aufgelöst wurde.

1216D: Sinfonie op. 95 "Aus der neuen Welt" (Dvořák)

  • Eintrag im Klassikarchiv (classicalarchives.com)
  • Antonín Dvořák komponierte seine Symphonie „Aus der neuen Welt“ in Amerika. Der Musiker aus Böhmen war nach New York gekommen, um das Nationale Konservatorium zu leiten, man erhoffte sich von ihm Impulse für eine national-amerikanische Klassikmusik. Er selbst sah den Auftrag nicht ganz ohne Ironie. (dradio.de 2018)

LEXIKON

Calumet City

  • Calumet City [ˈkaljəˌmet ˈsɪti] ist eine Stadt im Cook County im Nordosten des amerikanischen Bundesstaates Illinois. Die Stadt grenzt im Osten an den Bundesstaat Indiana; im Norden liegt in fünf Kilometer Entfernung die Küste des Lake Michigan. Das Zentrum von Chicago, zu dessen Metropolregion Calumet City gehört, befindet sich 30 Kilometer nordwestlich der Stadt, die komplett von besiedeltem Gebiet umgeben ist. Calumet City hatte mit Stand 2000 etwa 39.000 Einwohner, deren Zahl seitdem um 5 % gesunken ist. Die erste Besiedlung des Stadtgebiets durch deutsch- und polnischstämmige Einwanderer fand ab Mitte des 19. Jahrhunderts statt. 1893 wurde der so entstehende Ort unter dem Namen West Hammond offiziell gegründet. In der Zeit der Prohibition wurde die Stadt – begünstigt durch ihre Lage an der Bundesstaatsgrenze – zum Zentrum von Alkoholschmuggel und -konsum, Glücksspiel und Prostitution. 1923 wurde die Stadt in Calumet City umbenannt, um das Image als Sin City („Sündenstadt“) abzuschütteln. Abseits des ausgedehnten Rotlichtviertels behielt sie den Charakter einer Arbeiterstadt, deren Bewohner in den umliegenden Stahlwerken und Raffinerien arbeiteten. Mit dem Niedergang dieser Industrien kam es seit den 1970er Jahren zu einer erheblichen Veränderung in der Zusammensetzung der vormals fast ausschließlich weißen Bevölkerung, deren Anteil bis 2010 auf 13 % sank, während der Anteil der schwarzen Bevölkerung auf 70 % stieg. (Artikel des Tages)

Evangelische Kirche (Saarburg)

  • Die Evangelische Kirche Saarburg ist eine Kirche der Evan­gelischen Kirchen­gemeinde im rhein­land-pfälzischen Saar­burg. Sie wurde Ende des 19. Jahr­hunderts für die durch kontinuier­lichen Zuzug in der bisher rein katho­lischen Gegend neu ent­stan­dene Diaspora­gemeinde ge­baut. Das 1893 im Stil des Histo­rismus vollendete Kirchen­gebäude steht wie das benach­barte Pfarr­haus unter Denk­mal­schutz und ist im Ver­zeich­nis der Kultur­denk­mäler des Kreises Trier-Saar­burg auf­geführt. Trotz schwerer Beschä­digungen im Zweiten Welt­krieg ist die Bau­substanz der Kirche weit­gehend jene der Er­bauungs­zeit. Heute sind die Glas­fenster des Trierer Künstlers Werner Persy die Haupt­sehens­würdigkeit der Kirche. Die Fenster im Chor­raum haben die christ­lichen Haupt­feste Weih­nachten, Ostern und Pfing­sten zum Motiv, während die Rosetten über den Seiten­fenstern im Lang­haus Dar­stellungen von mög­lichem, heute gelebtem christlichen Glauben zeigen. Die Fenster im Chorraum stellen eine An­knüpfung an die spät­mittel­alter­liche Tradition der Biblia pauperum dar. (Artikel des Tages)

Fürst Friedrich (Waldeck-Pyrmont)

  • Friedrich (1865-1946) war von 1893 bis 1918 der letzte Herrscher des Fürstentums Waldeck-Pyrmont. Er war der Sohn von Fürst Georg Viktor (1831–1893) und Helene von Nassau-Weilburg. Er studierte in Göttingen und Leipzig Rechte. In Göttingen wurde er 1884 Mitglied des Corps Bremensia. Er war ein allseits beliebter Landesherr.

Gemäldegalerie

Herzog Alfred (Sachsen-Coburg und Gotha)

  • Alfred (1844-1900) war ein britischer Marineoffizier und ab 1893 regierender Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha. Er war der zweitgeborene Sohn der britischen Königin Victoria und deren Gemahl Albert von Sachsen-Coburg und Gotha und der Bruder der deutschen Kaiserin Victoria und des britischen Königs Eduard VII.

Klaviertrio op. 9 "Trio élégiaque Nr.2" (Rachmaninow)

  • Eintrag im Klassikarchiv (classicalarchives.com)
  • Am 6. November 1893 stirbt Pjotr Iljitsch Tschaikowski. Die Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer, erreicht auch Sergeij Rachmaninov. Er ist erschüttert über den Tod seines grossen Vorbilds – und beginnt sofort mit der Komposition eines instrumentalen Requiems: dem Trio élégiaque Nr. 2. Der damals gerade zwanzigjährige Rachmaninov widmet sein Werk «Dem Andenken eines grossen Künstlers» und komponiert eine Musik von grosser Emotionalität. Ein Klagegesang von Violine und Violoncello über einen chromatisch absteigenden Lamento-Bass im Klavier durchzieht das Werk, und ein Variationen-Satz spielt direkt auf Tschaikowskis Klaviertrio an. Wie meistern die Interpretinnen und Interpreten das Gleichgewicht zwischen den Streicher-Melodien und dem anspruchsvollen, vollgriffigen Klavierpart? Und wie ist die Tradition dieser Gedenkmusik in der russischen Kammermusik einzuordnen? Das diskutieren die Musikhistorikerin Verena Naegele und der Pianist Oliver Schnyder gemeinsam mit Jenny Berg. (SRF Diskothek im Zwei 2017)

Lessing-Gymnasium_Karlsruhe

  • Das Lessing-Gymnasium ist ein allgemeinbildendes Gymnasium, das in der Karlsruher West-Stadt gelegen ist. Es ist das älteste Mädchengymnasium Deutschlands und nach dem Dichter der Aufklärung Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781) benannt.

Münchner Philharmoniker

  • Die Münchner Philharmoniker sind eines der international renommiertesten deutschen Spitzenorchester. Sie sind in der Trägerschaft der Landeshauptstadt München.

Nansens Fram-Expedition

  • Die Fram-Expedition (1893–1896) unter der Leitung des norwe­gischen Polar­forschers Fridtjof Nansen war eine Forschungs­reise in die Arktis mit dem Ziel, den geographi­schen Nordpol mit Hilfe der natürlichen Eisdrift im Arktischen Ozean zu erreichen. Die Idee zu dieser Expedition entstand, nachdem im Eis einge­schlossene Über­reste des im Juni 1881 vor der Nord­küste Sibiriens gesunkenen US-amerika­nischen Kriegs­schiffs USS Jeannette drei Jahre später an der Südwest­küste Grönlands entdeckt wurden. Die anhand dieses Fundes entwickelte Theorie einer trans­polaren Drift­strömung bildete die Grundlage für Nansens Expeditions­pläne, die er im Februar 1890 der Norwegischen Geographischen Gesellschaft präsentierte. Die erforderlichen finanziellen Mittel trug Nansen mit Hilfe der norwegischen Regierung, öffentlicher Institutionen und privater Sponsoren zusammen. Das eigens für diese Forschungsreise erbaute Expeditions­schiff Fram verfügte über technische Besonderheiten, durch die es dem Eisdruck während der dreijährigen Eisdrift schadlos widerstand. (Artikel des Tages)

Oper "Hänsel und Gretel" (Humperdinck)

  • Eintrag im Klassikarchiv (classicalarchives.com)
  • Heute würde man ein Musical aus diesem berühmten Märchen machen, damals nannte Humperdinck seine Adaption «Kinderstubenweihfestspiel», in ironischer Anspielung auf Wagners Bühnenweihfestspiel bei Parsifal. Wie böse die Hexe singen darf, wie romantisch das Orchester sich verausgaben soll, sind einige der Thema in der Märchendiskothek. Gäste von Annelis Berger sind Christian Wildhagen und Markus Erni. (SRF Diskothek im Zwei)

Präsident Machado Agüero (Nicaragua)

  • Salvador Machado Agüero war ein Politiker und vom 1. Juni bis 6. Juli 1893 Präsident von Nicaragua.

Präsident Santos Zelaya (Nicaragua)

  • José Santos Zelaya (1853-1919) war ein nicaraguanischer Politiker und von 1893 bis 1910 Präsident des Landes.

Präsident Vásquez (Honduras)

  • Domingo Vásquez (1846-1909) war vom 7. August 1893 bis 22. Februar 1894 Präsident von Honduras.

Salzkammergut-Lokalbahn

  • Die Salzkammergut-Lokalbahn, kurz SKGLB oder auch Ischlerbahn genannt, verband als Schmalspurbahn mit 760 mm Spurweite von 1893 bis 1957 den Kurort Bad Ischl im Zentrum des Salzkammergutes mit der Stadt Salzburg. Die Marktgemeinde Mondsee war über eine Zweigstrecke bei St. Lorenz an die Hauptstrecke angebunden und der Wallfahrtsort St. Wolfgang über eine bahneigene Dampfschifffahrtslinie von der Hauptstrecke aus zu erreichen. Die SKGLB, die im Dampfbetrieb auf 66,9 km Streckenlänge bis zu 2,15 Millionen Fahrgäste im Jahr beförderte, wurde 1957 als erste Bahnstrecke von nennenswerter Länge und überregionaler Bedeutung in Österreich trotz starker Proteste aus allen Bevölkerungsteilen eingestellt. Eine bereits projektierte Elektrifizierung wurde nicht realisiert. Mehrere Initiativen streben mittlerweile den Wiederaufbau der Strecke an.

Schauspiel "Der Biberpelz" (Hauptmann)

  • Der Biberpelz ist eines der am häufigsten inszenierten Theaterstücke des 19. Jahrhunderts. Wenn man sich die wenig spektakuläre Handlung, den langweiligen Schauplatz und das schlicht gestrickte Personal vor Augen hält, fragt man sich: Warum? Es gibt zwei Antworten. Die eine: Das Stück unterhält. Sprach- und Situationskomik, komödiantisches Personal, das menschliche Schwächen vorführt, derbe Dialoge – das macht Spaß. Die zweite: Das Stück zeigt die Kollision zweier sozialer Welten und ihrer Repräsentanten, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Hier ein so inkompetenter wie blasierter Amtsträger, dort eine so clevere wie sympathische Kleinkriminelle, die sich für nichts zu schade ist, wenn es nur ihrer Familie hilft. Ein ohnmächtiger Machtmensch trifft auf eine mächtige Proletarierin. Diese Verkehrung des traditionellen Rollenverhältnisses war ein Affront gegen die wilhelminische Moral. Dass es dazu noch eine Frau ist, die ihre Geschicke selbst in die Hand nimmt und dabei ihre eigenen Regeln schafft, war ein weiterer. Ein dritter kommt dadurch hinzu, dass der Zuschauer mit der Bewertung all der Gaunereien allein gelassen wird. Und der wirkt bis heute. (getAbstract 2017)

Streichquartett op. 10 (Debussy)

  • Das Streichquartett in g-Moll (op. 10) ist das einzige Streichquartett von Claude Debussy.
  • Eintrag im Klassikarchiv (classicalarchives.com)
  • Wie manch anderer französischer Komponist schrieb auch Claude Debussy nur ein einziges Streichquartett. Es steht an der Schwelle zwischen Debussys frühem Stil und seiner ganz persönlichen Musiksprache, wie sie sich im gleichzeitig entstandenen «Prélude à l'après-midi d'un faune» findet - und es ist ein Meisterwerk. Gäste von Roland Wächter sind die Geigerin Monika Baer und die Cellistin Martina Schucan. (DRS2 Diskothek im Zwei 2012)

Streichquintett op. 97 (Dvorák)

  • Die Bratsche hat Antonin Dvorak als junger Mann im Caféhaus-Orchester spielen gelernt, und er selbst hat dann auch mitgespielt viele Jahre später bei der Uraufführung seines Streichquintetts Es-Dur op. 97. Dieses ist in der Zeit in Amerika entstanden und Resultat eines unbeschwerten, glücklichen Sommers. Komponiert ist dieses Quintett für die Besetzung Streichquartett mit zusätzlicher Bratsche; die Musik ist also durchzogen von dieser etwas dunkleren, milderen Instrumentenfarbe, da hier gleich zwei Bratschen mit von der Partie sind. Die nicht standardisierte Besetzung ist vermutlich auch der Grund, weshalb das Stück weniger oft aufgeführt wird als das fast zeitgleich entstandene «amerikanische» Streichquartett Nr. 12. An der Musik liegt es sicher nicht: Die ist frisch gedacht und originell geformt, und auch von einer «herrlichen, fast nicht mehr zu ertragenden Glückseligkeit» durchzogen, wie es ein Musikforscher charakterisiert hat. Wobei das nicht mit Oberflächlichkeit zu verwechseln ist. Welche Aufnahme die Herausforderungen, die diese Musik stellt, am überzeugendsten meistert, darüber diskutieren der Bratschist Markus Fleck und der Musikwissenschaftler Jakob Knaus zusammen mit Norbert Graf. (SRF Diskothek im Zwei 2019)

VfB Stuttgart (Sportverein)

  • Der VfB Stuttgart (offiziell: Verein für Bewegungsspiele Stuttgart 1893 e. V.) ist ein Sportverein aus dem Stuttgarter Stadtbezirk Bad Cannstatt. Der VfB ist mit 43.866 Mitgliedern der achtgrößte Sportverein Deutschlands und der größte Baden-Württembergs (Stand: Februar 2012). Bekannt ist vor allem seine Fußballabteilung, deren erste Mannschaft bis auf zwei Spielzeiten stets Mitglied der Fußball-Bundesliga war und insgesamt fünfmal Deutscher Meister und dreimal DFB-Pokalsieger wurde. In der ewigen Tabelle der Bundesliga belegt die Mannschaft den 4. Platz. Neben den Fußballern des Vereins gewannen auch Sportler der Leichtathletikabteilung zahlreiche Titel und Medaillen. Zudem unterhält der Verein Abteilungen für Fußballschiedsrichter, Faustball, Hockey, Tischtennis und Handball (wenn auch derzeit ohne aktive Mannschaft). In diesen fünf Sportabteilungen waren bisher nur Amateursportler aktiv. Darüber hinaus gibt es eine Abteilung für Geselligkeit in Form der VfB-Garde. Ihre Heimspiele bestreitet die erste Fußballmannschaft des VfB in der Mercedes-Benz Arena, die im Veranstaltungsgelände Neckarpark in Stuttgart-Bad Cannstatt angesiedelt ist. In unmittelbarer Nähe (direkt neben dem Stadion, hinter der Unterthürkheimer Kurve auf der gegenüberliegenden Seite des Fritz-Walter-Wegs) befindet sich das Vereinsgelände mit Robert-Schlienz-Stadion, Trainingsplätzen und dem roten Clubhaus. (Artikel des Tages)

Quellen

Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel, daraus wird dann der Einleitungstext im ersten Abschnitt zitiert. Alle anderen Quellen sind am blauen Link am Schluss des jeweiligen Abschnitts erkennbar, daraus stammt dann auch der Text des Abschnitts.

09.02.2009 Artikel eröffnet

22.10.2012 Grundstock erstellt

1890 | 1891 | 1892 | 1893 | 1894 | 1895 | 1896